{"id":19667,"date":"2024-12-04T13:44:11","date_gmt":"2024-12-04T12:44:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?post_type=publikation&#038;p=19667"},"modified":"2024-12-04T13:44:11","modified_gmt":"2024-12-04T12:44:11","slug":"vom-weimarer-dreieck-zum-geeinten-kontinent-die-rolle-der-europa-universitaet-viadrina-im-einigungsprozess-der-eu","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-162\/publikation\/vom-weimarer-dreieck-zum-geeinten-kontinent-die-rolle-der-europa-universitaet-viadrina-im-einigungsprozess-der-eu\/","title":{"rendered":"Vom Weimarer Dreieck zum geeinten Kontinent, Die Rolle der Europa-Universit\u00e4t Viadrina im Einigungsprozess der EU"},"content":{"rendered":"<p>Es ist schon fast ein Gemeinplatz, von der historischen Belastung der deutschpolnischen Beziehungen zu sprechen, und es wird &#8211; erfreulicherweise &#8211; mehr und mehr zu einem wichtigen Anliegen von unterschiedlichen Initiativen in den Gesellschaften diesseits und jenseits der Oder, sich f\u00fcr deren \u00dcberwindung und vor allem f\u00fcr eine produktive gemeinsame Zukunft zu engagieren.<\/p>\n<p>Die letzten Jahre haben uns besonders eindringlich vor Augen gef\u00fchrt, wie wichtig die Verst\u00e4ndigung zwischen Deutschen und Polen ist, f\u00fcr uns selbst und \u00fcberdies, wenn man sie in einen gr\u00f6\u00dferen europ\u00e4ischen, ja weltpolitischen Kontext stellt. Der 9.11. 1989 und der 11.9.2001 markieren Eckdaten einer radikalen Ver\u00e4nderung der globalen Konstellation. Die Front des Ost-West-Konflikts und des Kalten Krieges war im November 1989 zusammengebrochen, der friedlichen Zukunft einer weltumspannenden Demokratie schien 1989 nichts mehr im Wege zu stehen. Aber es ist anders gekommen. Nicht nur peinigen B\u00fcrgerkriege die so genannte Dritte Welt, auch in Europa wurde wieder geschossen, und Tenoristen bedrohen Menschen in aller Welt. In den etablierten Demokratien sto\u00dfen die gew\u00e4hlten Regierungen immer mehr an die Grenzen m\u00f6glicher Gestaltung, weil die internen Regelungen ein von Interessen festgezurrtes Netz gebildet haben, das sich kaum noch entwirren l\u00e4sst, vor allem aber weil die \u00f6konomische Globalisierung &#8211; bei allen Vorteilen, die sie auch bringt &#8211; der Politik die f\u00fcr ihre Gestaltung notwendigen, noch im Szenario des Nationalstaates gefertigten Instrumente entwindet. Der Igel der \u00d6konomie ist immer schon allhier, wenn der Hase Politik au\u00dfer Atem ankommt. Da aber, dies zeigt die historische Erfahrung, der Markt, so unersetzbar er ist, von sich aus zu Machtdisparit\u00e4ten, zur ungleichen Verteilung von Freiheitschancen und zu Ungerechtigkeiten tendiert und diese \u00fcber kurz oder lang die Demokratie gef\u00e4hrden, m\u00fcssen wir den Boden f\u00fcr die Politik zur\u00fcckgewinnen. Einer der wenigen vielversprechenden Akteure daf\u00fcr ist die Europ\u00e4ische Union, weil der \u00f6konomische Raum, den sie politisch umfasst, gro\u00df und potent genug ist, um politische Gestaltung wieder zu erlauben.<\/p>\n<h3 class=\"\"><span id=\"polen-frankreich-und-deutschland-als-schrittmacher-der-integration\">Polen, Frankreich und Deutschland als Schritt&shy;ma&shy;cher der Integration<\/span><\/h3>\n<p>Wenn wir die freiheitliche Demokratie angesichts der neuen Herausforderungen im Dienste der W\u00fcrde aller Menschen st\u00e4rken wollen, dann resultiert daraus fast zwangsl\u00e4ufig, der Erweiterung der EU zum Gelingen zu verhelfen. Dabei spielt die deutschfranz\u00f6sische Freundschaft eine kardinale Rolle; in der Vergangenheit und f\u00fcr die Zukunft. Um diesen Motor so zu erhalten und zu st\u00e4rken, dass die vergr\u00f6\u00dferte Europ\u00e4ische Union zu einem handlungsf\u00e4higen und auch nach innen erfolgreichen Akteur wird, erscheint es jetzt von vordringlicher Bedeutung, diese erfolgreiche Zweierbeziehung um Polen zu bereichern. Zwar hat eine<em> m\u00e9nage \u00e0 trois<\/em> immer auch ihre T\u00fccken, aber politische Freundschaften sind ja keine Liebesverh\u00e4ltnisse, sondern eben Freundschaften, in denen Rivalit\u00e4tspotenziale am besten dadurch entsch\u00e4rft werden, dass man gemeinsam plant und handelt. Die deutsch-polnischen Beziehungen werden damit mehrschichtig: Das nachbarliche Zweierverh\u00e4ltnis wird komplexer, weil historische und aktuelle Bez\u00fcge zwischen den drei L\u00e4ndern wieder ins Bewusstsein treten und damit ein kulturell tragf\u00e4higer und haltbarer Br\u00fcckenpfeiler zwischen West- und Osteuropa ausgebaut werden kann.<\/p>\n<p>Die letzten Monate haben uns gezeigt, wie wichtig diese Ausweitung der deutschfranz\u00f6sischen Freundschaft in Richtung des Weimarer Dreiecks ist. Als die Au\u00dfenminister Polens, Frankreichs und Deutschlands, Skubiszewski, Dumas und Genscher es bei einem gemeinsamen Aufenthalt in Weimar zumindest rhetorisch aus der Taufe hoben, hatten sie theoretisch im Blick, was heute vor aller Augen ist: dass n\u00e4mlich bei der Vergr\u00f6\u00dferung der Europ\u00e4ischen Union insbesondere die drei gro\u00dfen Staaten in der Mitte Europas eine gemeinsame Linie finden m\u00fcssen, und dass die deutsch-franz\u00f6sische Freundschaft nicht in Konkurrenz zur deutsch-polnischen Auss\u00f6hnung treten darf. Freilich ist dies leichter gefordert als praktisch in die Tat umgesetzt. Gegenw\u00e4rtig k\u00f6nnen wir beinahe t\u00e4glich erleben, wie leicht Animosit\u00e4ten, Rivalit\u00e4ten und gegenseitige Verd\u00e4chtigungen auf Regierungsebene entstehen und aus historischen Best\u00e4nden sch\u00f6pfen k\u00f6nnen. Deshalb ist es wichtig, dass die Menschen sich in den drei L\u00e4ndern &#8211; und nat\u00fcrlich nicht nur in ihnen &#8211; immer n\u00e4her kommen, damit ein Sicherheitsnetz entsteht, das Versch\u00e4rfungen von Interessenkonflikten, die in Europa immer mehr zum Alltag geh\u00f6ren werden, auffangen kann.<\/p>\n<h3 class=\"\"><span id=\"menschen-und-kulturen-miteinander-vernetzen\">Menschen und Kulturen miteinander vernetzen<\/span><\/h3>\n<p>Der gro\u00dfe Soziologe Georg Simmel und in seiner Nachfolge Lewis Coser haben &#8211; im Rahmen innerstaatlicher Gesellschaften &#8211; den Gedanken entwickelt, dass eine Gesellschaft umso besser zusammenh\u00e4lt, je mehr sie von so genannten \u00dcber-Kreuz-Loyalit\u00e4ten gepr\u00e4gt ist. Diese entstehen, wenn Menschen zu unterschiedlichen, miteinander auch in Gegensatz oder in Spannung befindlichen Vereinigungen geh\u00f6ren, aber dennoch viele Ziele teilen, fremde Sprachen verstehen, andere Traditionen kennen und sich ihnen auch gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig verbunden f\u00fchlen. Wer zugleich in einem Sportclub, in einer politischen Partei, in einer religi\u00f6sen Gemeinschaft und in einem Berufsverband t\u00e4tig ist und deren jeweilige Logiken begreift, kann vermitteln und Gegens\u00e4tze d\u00e4mpfen, wenn es zwischen diesen unterschiedlichen Gruppen bzw. Vereinigungen zum Konflikt kommt. Er kann vor allem Missverst\u00e4ndnissen oder Missachtungen vorbeugen, die oft f\u00fcr das Entstehen von Konflikten mindestens so wichtig sind wie substanzielle Interessengegens\u00e4tze.<\/p>\n<p>Diese Einsicht gilt nicht nur f\u00fcr innerstaatliche, sondern auch f\u00fcr transnationale Gesellschaften wie sie sich mehr und mehr z.B. in der Europ\u00e4ischen Union herausbilden. Deshalb ist es so wichtig, dass junge Menschen \u00fcber die nationalen Grenzen hinweg gemeinsame Projekte verfolgen, auch eine gemeinsame Wegstrecke zusammengehen. Reisen und gegenseitige Besuche bieten schon eine gute Grundlage. Aber richtig belastbar wird der Zusammenhalt dann, wenn vor allem junge Menschen aus verschiedenen L\u00e4ndern sich gegenseitig sprachlich leicht verst\u00e4ndigen k\u00f6nnen, sich gemeinsame Ziele setzen, daran arbeiten und sich mit ihrem gemeinsamen Werk dann auch gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig identifizieren.<\/p>\n<h3 class=\"\"><span id=\"die-viadrina-als-ort-gelebter-kooperation\">Die Viadrina als Ort gelebter Kooperation<\/span><\/h3>\n<p>Im Sinne dieser \u00dcberlegung war es eine weise Entscheidung, in Frankfurt\/Oder mit der Viadrina im Jahre 1991 eine Universit\u00e4t wieder zu gr\u00fcnden und diese mit dem Auftrag zu versehen, das deutsch-polnische Verh\u00e4ltnis zu st\u00e4rken und ein Bewusstsein von Europa \u00f6ffentlich wirksam zu pflegen, das Mittelosteuropa explizit einschlie\u00dft und die Vergr\u00f6\u00dferung der Europ\u00e4ischen Union seitdem vorbereiten hilft. Denn so wichtig und notwendig es ist, den Blick f\u00fcr Gesamteuropa und dessen Stellung in der Welt offen zu halten und zu wahren, so n\u00f6tig ist f\u00fcr die Realisierung des gro\u00dfen Projekts das Engagement im Detail, sowohl, um \u2014 auch in den Niederungen des Alltags &#8211; voranzukommen, als auch um den Reichtum der kulturellen Vielfalt in Europa wahrzunehmen, lebendig zu halten und zu f\u00f6rdern. Europa entsteht nicht auf dem Rei\u00dfbrett, sondern konkret. So mag ein kleiner R\u00fcckblick auf unsere Erfahrungen auch die Chancen der zuk\u00fcnftigen Entwicklung in Europa beleuchten.<\/p>\n<p>Zu Beginn gab es, wie bei jedem neuen Projekt, durchaus Bef\u00fcrchtungen: W\u00fcrde die gemeinsame Lehre und Forschung gelingen? W\u00fcrden es die Polen sprachlich schaffen? W\u00fcrden die deutschen Wissenschaftler sich ernsthaft mit Polen und Osteuropa befassen? W\u00fcrde die polnische Seite einen substanziellen Beitrag leisten k\u00f6nnen? Denn ein wirklich tragf\u00e4higes Verh\u00e4ltnis entsteht nur, wenn die Partner ungef\u00e4hr gleichgewichtig sind, jedenfalls in gegenseitiger aufrichtiger Achtung und Anerkennung miteinander umgehen \u2014 wie in einer guten Ehe.<\/p>\n<p>Die anf\u00e4nglichen Sorgen haben sich als unbegr\u00fcndet erwiesen. Die polnischen Studierenden, die eine Aufnahmepr\u00fcfung hinsichtlich ihrer Sprachf\u00e4higkeit und ihres Allgemeinwissens ablegen m\u00fcssen, sind der Herausforderung gewachsen; viele von ihnen geh\u00f6ren zu den besten ihres Landes. Die polnische Schulausbildung stellt zwar Eigenst\u00e4ndigkeit und Kreativit\u00e4t als Ziele nicht obenan, r\u00fcstet die jungen Polen jedoch mit der F\u00e4higkeit zu harter Arbeit aus. Das Bestreben, auf dem Arbeitsmarkt schnell und gut zu re\u00fcssieren, steigert ihre Motivation. Hier gibt es \u00fcbrigens einen Unterschied zwischen der Mehrheit der polnischen und der deutschen Studierenden. Die polnischen Studierenden sehen im Studium vor allem die Chance, eine interessante berufliche Position auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Studieren um des Studierens willen, vielleicht auch um einer allgemeinen Bildung willen, steht bei ihnen nicht im Vordergrund. Sie sind auch zu Recht &#8211; durchaus optimistisch, eine solche Position nach dem Studium zu finden. Die Deutschen hegen den Arbeitschancen gegen\u00fcber mehr Skepsis, insbesondere in der Kulturwissenschaft, die zugleich f\u00fcr sehr viele Studierende, gerade aus den alten Bundesl\u00e4ndern, eine Hauptattraktion darstellt. Insgesamt sind deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor vergleichsweise gut, aber auf l\u00e4ngere Sicht werden wir die M\u00f6glichkeit zu noch mehr Spracherwerb, vielleicht sogar einen dreisprachigen Studienabschluss anzubieten versuchen, um die Chancen zu steigern.<\/p>\n<p>Eine besonders enge deutsch-polnische Zusammenarbeit spielt sich am <em>Collegium Polonicum<\/em> auf der anderen Seite der Oder ab, das die Viadrina zusammen mit der Posener Adam-Mickiewicz-Universit\u00e4t betreibt. Es empf\u00e4ngt den Besucher von Slubice gleich am Ende der Oderbr\u00fccke als ein eindrucksvoller Bau &#8211; ein Beweis f\u00fcr die St\u00e4rke und das Gewicht des polnischen Engagements; denn dieser Bau wurde unter der Regie unserer Posener Partneruniversit\u00e4t errichtet und neben der EU vom polnischen Staat und der <em>Stiftung f\u00fcr deutsch-polnische Zusammenarbeit<\/em> finanziert. Auf die Idee, dass Polen in dieser Kooperation ein Bittsteller sein k\u00f6nnte, kommt man angesichts dieser Leistungen nicht mehr. Im Gegenteil, die Dynamik unserer polnischen Partner \u2014 etwa die Geschwindigkeit, mit der der Bau errichtet wurde \u2014 hat auf alle einen nachhaltigen Eindruck gemacht.<\/p>\n<p>Viele der deutschen Wissenschaftler an unserer Universit\u00e4t besch\u00e4ftigen sich mit polnischen und mittelosteurop\u00e4ischen Themen und pflegen die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus den Nachbarl\u00e4ndern. Zu Konflikten aus nationalen Vorurteilen ist es zwischen den Mitgliedern der Viadrina bisher nicht gekommen. In den Studentenheimen treffen die unterschiedlichen Lebensgewohnheiten und Mentalit\u00e4ten zwar deutlich aufeinander, aber die jungen Leute entwickeln Spielregeln, welche die Unterschiede in gemeinsame Vorteile verwandeln.<\/p>\n<p>Auf beiden Seiten steigert sich das Interesse an der Sprache des Nachbarn, wenn auch, vermutlich auf absehbare Zeit, in asymmetrischer Intensit\u00e4t. Mit Br\u00fcsseler Interreg-Mitteln k\u00f6nnen wir jetzt f\u00fcr einige Jahre das Angebot an Sprachunterricht steigern. Mit der gerade gegr\u00fcndeten Viadrina-Sprachen-GmbH, einem <em>Private\/Public-Partnership<\/em>, hoffen wir daf\u00fcr auf l\u00e4ngere Sicht eine Anschlussfinanzierung aufbauen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Sowohl in der Viadrina als auch am <em>Collegium Polonicum<\/em> bleiben aber weitere Schritte in Richtung Integration zu tun. Es gen\u00fcgt nicht, nebeneinander im Seminar zu sitzen, zus\u00e4tzliche Aktivit\u00e4ten m\u00fcssen die Gemeinsamkeit unterst\u00fctzen. Dies geschieht schon in den immer zahlreicher werdenden freiwilligen studentischen Initiativen, in hochschulpolitischen und k\u00fcnstlerischen Gruppen. Es ist eine Freude zu sehen, wie sie derzeit aus dem Boden sprie\u00dfen und eine vorz\u00fcgliche Gelegenheit daf\u00fcr bieten, dass die zahlenm\u00e4\u00dfig beeindruckende Internationalit\u00e4t der Viadrina und des <em>Collegium Polonicum<\/em> auch wirklich gelebt wird. Aus der Einsicht, dass die jungen Leute so viel wie m\u00f6glich Anlass und Gelegenheit finden m\u00fcssen, um sich pers\u00f6nlich kennen zu lernen, f\u00f6rdern wir gegenw\u00e4rtig finanziell Exkursionen, wof\u00fcr ein gro\u00dfz\u00fcgiger privater Sponsor gefunden wurde. Auch werden die Studieng\u00e4nge am <em>Collegium Polonicum<\/em> immer mehr miteinander verbunden, so dass z.B. der polnische Lizenziat-Studiengang mit einem deutschenglischen <em>Master of European<\/em> <em>Studies<\/em> fortgesetzt werden kann.<\/p>\n<p>Seit dem Herbst vergangenen Jahres haben wir auch endlich mit dem brandenburgisch-polnischen Regierungsabkommen eine rechtliche Grundlage, die ein gemeinsames Budget und ein Statut unserer gemeinsamen Institution erlauben. Immerhin haben wir aber bisher auch improvisiert gut zusammengearbeitet, was zeigt, dass der Wille zur Gemeinsamkeit ausschlaggebend ist &#8211; ein Weg findet sich dann fast immer.<\/p>\n<p>4.500 junge Menschen studieren jetzt in drei Fakult\u00e4ten an der Viadrina, 1.800 am Collegium Polonicum. Sie pr\u00e4gen die Stadtbilder auf beiden Seiten der Oder. Ein Drittel der Studierenden an der Viadrina kommt aus Polen. Immer mehr junge Bewohner von Frankfurt und Slubice, rund siebzig Prozent, haben Bekannte und Freunde auf der jeweils anderen Seite. Bikulturell, mit dem Lebensschwerpunkt auf beiden Seiten der Oder, lebten vor zehn Jahren ungef\u00e4hr zwanzig bis drei\u00dfig, heute hat sich die Zahl verzehnfacht. Schilder tragen immer h\u00e4ufiger Aufschriften in beiden Sprachen, und es ist zu hoffen, dass gemeinsame Kinderg\u00e4rten und Schulen die gegenseitige Vertrautheit immer mehr st\u00e4rken werden.<\/p>\n<h3 class=\"\"><span id=\"vom-bi-zum-trinationalen-dialog\">Vom bi- zum trina&shy;ti&shy;o&shy;nalen Dialog<\/span><\/h3>\n<p>Mit Blick auf die EU-Erweiterung im Jahre 2004 w\u00e4re es aus den Gr\u00fcnden, die ich am Anfang dargelegt habe, angesagt, die deutsch-polnische Verst\u00e4ndigung an der Viadrina um Frankreich zu erweitern. Pl\u00e4ne in diese Richtung verfolgen wir schon seit anderthalb Jahren. Die bundespolitische Unterst\u00fctzung wurde uns prinzipiell zugesagt, freilich wird es immer eng, wenn solche Projekte Geld kosten. Dennoch: Eine deutsch-franz\u00f6sisch-polnische Universit\u00e4t k\u00f6nnte ein wunderbarer Motor f\u00fcr eine bl\u00fchende Europ\u00e4ische Union werden. Ich sage nicht: der einzige. Die letzten Monate haben uns noch einmal deutlich gemacht, was wir eigentlich l\u00e4ngst wissen: Jede Anma\u00dfung, den Ton anzugeben, alles was nach Machtarroganz schmeckt, m\u00fcssen wir vermeiden. Sie provoziert sowohl im transatlantischen als auch im innereurop\u00e4ischen Verh\u00e4ltnis Abwehr und Misstrauen. Aber die Ausweitung bilateraler Kooperation zu tri- oder multinationaler kann auch davor bewahren, sich so auf zweiseitige Fragen zu konzentrieren, dass man ganz andere Gesichtspunkte und Erfahrungen aus dem Blick verliert. In Europa werden wir zunehmend die F\u00e4higkeit brauchen, eine Sache aus sehr verschiedenen Gesichtspunkten her zu betrachten. Das k\u00f6nnten junge Menschen exemplarisch an einer trinationalen Universit\u00e4t mit einem ebenfalls trinationalen Lehrk\u00f6rper gut lernen. Die Viadrina hat in ihrem ersten Jahrzehnt bereits einen wichtigen Beitrag f\u00fcr die langfristigen deutsch-polnischen Beziehungen geleistet. Je mehr sie ihrem Namen der &#8222;Europa-Universit\u00e4t&#8220; gerecht wird, desto erfolgreicher kann sie ihren Auftrag erf\u00fcllen.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[3949,3188,3952,3951,3832,3724,3948,3895,667],"autoren":[2250],"publikationen":[1208],"class_list":["post-19667","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-deutschland","tag-eu","tag-europa-universitaet-viadrina","tag-frankfurt-an-der-oder","tag-frankreich","tag-kultur","tag-polen","tag-universitaet","tag-vorgaenge-artikel","autoren-gesine-schwan","publikationen-vorg-162"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Vom Weimarer Dreieck zum geeinten Kontinent, Die Rolle der Europa-Universit\u00e4t Viadrina im Einigungsprozess der EU - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-162\/publikation\/vom-weimarer-dreieck-zum-geeinten-kontinent-die-rolle-der-europa-universitaet-viadrina-im-einigungsprozess-der-eu\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Vom Weimarer Dreieck zum geeinten Kontinent, Die Rolle der Europa-Universit\u00e4t Viadrina im Einigungsprozess der EU - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Es ist schon fast ein Gemeinplatz, von der historischen Belastung der deutschpolnischen Beziehungen zu sprechen, und es wird &#8211; erfreulicherweise &#8211; mehr und mehr zu einem wichtigen Anliegen von unterschiedlichen Initiativen in den Gesellschaften diesseits und jenseits der Oder, sich f\u00fcr deren \u00dcberwindung und vor allem f\u00fcr eine produktive gemeinsame Zukunft zu engagieren. Die letzten [weiterlesen]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-162\/publikation\/vom-weimarer-dreieck-zum-geeinten-kontinent-die-rolle-der-europa-universitaet-viadrina-im-einigungsprozess-der-eu\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Humanistische Union\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@humunion\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"12\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-162\\\/publikation\\\/vom-weimarer-dreieck-zum-geeinten-kontinent-die-rolle-der-europa-universitaet-viadrina-im-einigungsprozess-der-eu\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-162\\\/publikation\\\/vom-weimarer-dreieck-zum-geeinten-kontinent-die-rolle-der-europa-universitaet-viadrina-im-einigungsprozess-der-eu\\\/\",\"name\":\"Vom Weimarer Dreieck zum geeinten Kontinent, Die Rolle der Europa-Universit\u00e4t Viadrina im Einigungsprozess der EU - Humanistische Union\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2024-12-04T12:44:11+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-162\\\/publikation\\\/vom-weimarer-dreieck-zum-geeinten-kontinent-die-rolle-der-europa-universitaet-viadrina-im-einigungsprozess-der-eu\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-162\\\/publikation\\\/vom-weimarer-dreieck-zum-geeinten-kontinent-die-rolle-der-europa-universitaet-viadrina-im-einigungsprozess-der-eu\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-162\\\/publikation\\\/vom-weimarer-dreieck-zum-geeinten-kontinent-die-rolle-der-europa-universitaet-viadrina-im-einigungsprozess-der-eu\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Publikationen\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"vorg\u00e4nge\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"vorg\u00e4nge Nr. 162: Das alte und neue Europa\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-162\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":4,\"name\":\"Vom Weimarer Dreieck zum geeinten Kontinent, Die Rolle der Europa-Universit\u00e4t Viadrina im Einigungsprozess der EU\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"Humanistische Union\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\",\"name\":\"Humanistische Union e.V.\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"width\":1000,\"height\":536,\"caption\":\"Humanistische Union e.V.\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/x.com\\\/humunion\",\"https:\\\/\\\/mastodon.social\\\/@humunion\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/humanistischeunion.bsky.social\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Vom Weimarer Dreieck zum geeinten Kontinent, Die Rolle der Europa-Universit\u00e4t Viadrina im Einigungsprozess der EU - Humanistische Union","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-162\/publikation\/vom-weimarer-dreieck-zum-geeinten-kontinent-die-rolle-der-europa-universitaet-viadrina-im-einigungsprozess-der-eu\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Vom Weimarer Dreieck zum geeinten Kontinent, Die Rolle der Europa-Universit\u00e4t Viadrina im Einigungsprozess der EU - Humanistische Union","og_description":"Es ist schon fast ein Gemeinplatz, von der historischen Belastung der deutschpolnischen Beziehungen zu sprechen, und es wird &#8211; erfreulicherweise &#8211; mehr und mehr zu einem wichtigen Anliegen von unterschiedlichen Initiativen in den Gesellschaften diesseits und jenseits der Oder, sich f\u00fcr deren \u00dcberwindung und vor allem f\u00fcr eine produktive gemeinsame Zukunft zu engagieren. Die letzten [weiterlesen]","og_url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-162\/publikation\/vom-weimarer-dreieck-zum-geeinten-kontinent-die-rolle-der-europa-universitaet-viadrina-im-einigungsprozess-der-eu\/","og_site_name":"Humanistische Union","twitter_card":"summary_large_image","twitter_site":"@humunion","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"12\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-162\/publikation\/vom-weimarer-dreieck-zum-geeinten-kontinent-die-rolle-der-europa-universitaet-viadrina-im-einigungsprozess-der-eu\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-162\/publikation\/vom-weimarer-dreieck-zum-geeinten-kontinent-die-rolle-der-europa-universitaet-viadrina-im-einigungsprozess-der-eu\/","name":"Vom Weimarer Dreieck zum geeinten Kontinent, Die Rolle der Europa-Universit\u00e4t Viadrina im Einigungsprozess der EU - Humanistische Union","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website"},"datePublished":"2024-12-04T12:44:11+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-162\/publikation\/vom-weimarer-dreieck-zum-geeinten-kontinent-die-rolle-der-europa-universitaet-viadrina-im-einigungsprozess-der-eu\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-162\/publikation\/vom-weimarer-dreieck-zum-geeinten-kontinent-die-rolle-der-europa-universitaet-viadrina-im-einigungsprozess-der-eu\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-162\/publikation\/vom-weimarer-dreieck-zum-geeinten-kontinent-die-rolle-der-europa-universitaet-viadrina-im-einigungsprozess-der-eu\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Publikationen","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"vorg\u00e4nge","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"vorg\u00e4nge Nr. 162: Das alte und neue Europa","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-162\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"Vom Weimarer Dreieck zum geeinten Kontinent, Die Rolle der Europa-Universit\u00e4t Viadrina im Einigungsprozess der EU"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","name":"Humanistische Union","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization","name":"Humanistische Union e.V.","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","width":1000,"height":536,"caption":"Humanistische Union e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/humunion","https:\/\/mastodon.social\/@humunion","https:\/\/bsky.app\/profile\/humanistischeunion.bsky.social"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikation\/19667","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikation"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/types\/publikation"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/media?parent=19667"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories?post=19667"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/tags?post=19667"},{"taxonomy":"autoren","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/autoren?post=19667"},{"taxonomy":"publikationen","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikationen?post=19667"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}