{"id":19829,"date":"2025-02-25T16:54:58","date_gmt":"2025-02-25T15:54:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?post_type=publikation&#038;p=19829"},"modified":"2025-02-25T16:55:26","modified_gmt":"2025-02-25T15:55:26","slug":"die-ich-rief-die-geister-werd-ich-nun-nicht-los-lehrkunst-digitalisierung-und-virtualitaet-oder-ueber-die-rueckgewinnung-der-autonomie-ueber-das-eigene-denken-und-handeln","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-247-248\/publikation\/die-ich-rief-die-geister-werd-ich-nun-nicht-los-lehrkunst-digitalisierung-und-virtualitaet-oder-ueber-die-rueckgewinnung-der-autonomie-ueber-das-eigene-denken-und-handeln\/","title":{"rendered":"Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los \u2026 Lehrkunst, Digitalisierung und Virtualit\u00e4t oder: \u00dcber die R\u00fcckgewinnung der Autonomie \u00fcber das eigene Denken und Handeln"},"content":{"rendered":"<p class=\"v-teaser-western\"><em>Inzwischen wird Unterrichten und Lernen durch mechanische Lehrer (heute digitale Systeme) reduziert auf abfragbares Repetitionswissen, das nach Alters- und Leistungsstufen vermittelt und sofort abgepr\u00fcft wird. Lernen wird zur Re-Aktion auf Pr\u00fcfungsfragen. Eine Maschine \u201eversteht\u201c ja nicht, was an Texten oder Grafiken angezeigt, per Sprachsoftware artikuliert oder als n\u00e4chste Aufgabe gestellt wird. Ralf Lankau sieht dies in seinem Beitrag kritisch und vertritt eine \u201ep\u00e4dagogische Wende\u201c. Wer Lernenden eine selbstbestimmte Zukunft erm\u00f6glichen und Bildungschancen er\u00f6ffnen wolle, solle die Fixierung auf das Vermessen von Lernleistungen beenden und auf das Erziehen, Unterrichten, Vermitteln und Verstehen fokussieren.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">In der Geschichte \u00bbDie Schule\u00ab (Originaltitel: \u201eThe fun they had\u201c) von 1954 beschreibt der russisch-amerikanische Wissenschaftler und Science fiction Autor Isaac Asimov, wie die Schule der Zukunft im Jahr 2157 aussieht \u2013 oder genauer: dass es gar keine Schulen mehr gibt. Jedes Kind hat neben seinem Kinderzimmer im Elternhaus einen kleinen Schulraum, in dem es von einem mechanischen Lehrer (einer Maschine mit Bildschirm und einem Schlitz zum Einwerfen der Hausaufgaben) unterrichtet wird. Diese Lehrmaschine ist perfekt auf die F\u00e4higkeiten des einzelnen Kindes eingestellt und kann es optimal beschulen. Nur: Maschinen k\u00f6nnen kaputt gehen. Die elfj\u00e4hrige Margie wird von ihrem mechanischen Lehrer wieder und wieder in Geographie abgefragt, aber jedes Mal schlechter benotet. Das sieht die Mutter und ruft den Schulinspektor, um den mechanischen Lehrer zu reparieren.<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>\u201eMargie hatte gehofft, dass er ihn nicht wieder zusammenbringen w\u00fcrde, aber er hatte Bescheid gewusst, und nach einer Stunde oder so hatte das Ding wieder dagestanden, gross und schwarz und h\u00e4sslich, mit einer grossen Mattscheibe darauf, wo alle Lektionen gezeigt wurden, und mit einem Lautsprecher daneben, der die Fragen stellte.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>Aber das war nicht das Schlimmste. Der Teil, den Margie am meisten hasste, war ein Schlitz, in den sie alle Hausarbeiten und die Antworten auf seine Fragen stecken musste. Alles das musste sie in einem Lochcode schreiben, den sie mit sechs Jahren gelernt hatte, und der mechanische Lehrer rechnete die Noten im Nu aus.\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote1sym\" name=\"sdendnote1anc\"><sup>i<\/sup><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \" align=\"left\"><span id=\"1-unterrichtsmaschinen-von-asimov-zu-chatgpt\">1. Unter&shy;richts&shy;ma&shy;schi&shy;nen: Von Asimov zu ChatGPT<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">In wenigen S\u00e4tzen beschreibt Asimov, was derzeit zum Teil bereits Praxis ist oder werden soll. Kinder sitzen an Bildschirmen und werden von mechanischen, heute digitalen, Apparaten beschult. Das Unterrichten und Pr\u00fcfen wird an Maschinen delegiert und entpersonalisiert. Technische Systeme arbeiten heute zwar mit Avataren, Lernsoftware und der sogenannten \u201eK\u00fcnstlichen Intelligenz\u201c (KI), aber das Prinzip der sozialen Isolation an Displays und Interaktion mit technischen Ger\u00e4ten statt zwischen Menschen findet sich bereits bei Asimov. Versprochen wird das technisch optimierte, individualisierte Beschulen jedes Kindes dank mechanischer (heute digitaler) Pr\u00e4zision. Der Sozialraum Schule mit Klassenzimmern und Pausenhof wird durch die Beschulung zu Hause ebenso eliminiert wie das gemeinsame Lernen und gegenseitige Helfen. Durch die Aufl\u00f6sung von Schule und Klassenverband arbeiten Kinder ihr Lernpensum an einer Lernstation (in Zeiten der Pandemie vor einem Bildschirm oder an einem Tablet zu Hause) ab. Die Kinder am Display sind dem Apparat ausgeliefert. Mit einer Maschine kann man nicht diskutieren. Die per Video zugeschalteten \u201eLehrkr\u00e4fte\u201c k\u00f6nnen reale Menschen oder computergenerierte \u201eemphatische Lernbegleiter\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote2sym\" name=\"sdendnote2anc\"><sup>ii<\/sup><\/a> sein.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Zugleich wird Unterrichten und Lernen durch mechanische Lehrer (heute digitale Systeme) reduziert auf abfragbares Repetitionswissen, das nach Alters- und Leistungsstufen (heute: Kompetenzraster und -stufen) vermittelt und sofort abgepr\u00fcft wird. Lernen wird zur Re-Aktion auf Pr\u00fcfungsfragen. Eine Maschine \u201eversteht\u201c ja nicht, was an Texten oder Grafiken angezeigt, per Sprachsoftware artikuliert oder als n\u00e4chste Aufgabe gestellt wird. Maschinen funktionieren nach Steuerungsanweisungen in Maschinencodes. Sie funktionieren korrekt oder sind falsch konfiguriert bzw. defekt. Maschinen (Computer sind Rechenmaschinen) haben weder ein Bewusstsein, noch einen Willen oder irgendeine Absicht. Ein Computersystem kann weder reflektieren noch selbst entscheiden. Alles muss als Programmcode und konkrete Handlungsanweisung hinterlegt sein. Es sind kybernetische Steuerungssysteme, die nur \u201eRichtig\u201c oder \u201eFalsch\u201c bzw. als Bin\u00e4rcode Null (0) oder Eins (1) kennen.<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote3sym\" name=\"sdendnote3anc\"><sup>iii<\/sup><\/a> Die Microsoft-Deutschland-Chefin Sabine Bendiek pr\u00e4zisierte in einem FAZ-Interview: \u201eEine KI kann viele Dinge ganz toll, aber letztlich rechnet sie auf Basis von gro\u00dfen Datenmengen\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote4sym\" name=\"sdendnote4anc\"><sup>iv<\/sup><\/a>. Es sind Datenverarbeitungsmaschinen.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Das muss man sich in Erinnerung rufen, da es im Kontext digitaler und besonders der aktuellen KI-Systeme auf Basis gro\u00dfer Sprachmodelle (Large Language Models, LLM) wie ChatGPT, Bard u.a. Tendenzen gibt, die Grenze zwischen Mensch und Maschine in beide Richtungen aufzul\u00f6sen und Maschinen zu Lebewesen zu \u00fcberh\u00f6hen<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote5sym\" name=\"sdendnote5anc\"><sup>v<\/sup><\/a>. Der Anthropomorphismus (die Vermenschlichung und Zuschreibung menschlicher Eigenschaften an Maschinen) und der Animismus (die Zuschreibung mentaler Eigenschaften an Maschinen) sind zwar historische Konstanten, bekommen ihre besondere Dynamik aber dadurch, dass die heutigen IT- und KI-Systeme bereits in Webanwendungen, Suchmaschinen und Apps im Einsatz sind, ohne dass wir uns dar\u00fcber im Klaren sind oder Einfluss darauf nehmen k\u00f6nnten. Die Online-Welt wird bereits von Wirtschaftsinteressen dominiert und l\u00e4sst sich nur \u00fcber Programme (Browser, Datenbanken, Suchroutinen, Algorithmen) erschlie\u00dfen, die f\u00fcr Nutzerinnen und Nutzer intransparent sind<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote6sym\" name=\"sdendnote6anc\"><sup>vi<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Von Maschinen selbst geht keine Gefahr aus. Sie wollen weder die Weltherrschaft \u00fcbernehmen noch schicken sie Terminatoren als Auftragsm\u00f6rder oder reisen durch die Zeit. Solche Fantastereien \u00fcber den Machtanspruch und Gewaltt\u00e4tigkeit der Maschinen gegen\u00fcber Menschen dienen dazu, von den tats\u00e4chlichen Gefahren und konkreten Gesch\u00e4ftsinteressen abzulenken, die auch mit dem aktuellen KI-Hype verbunden sind<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote7sym\" name=\"sdendnote7anc\"><sup>vii<\/sup><\/a>. Tats\u00e4chliche Gefahr geht von Menschen und deren Interessen und von bereits etablierten Machtstrukturen aus, die \u00fcber digitale Kan\u00e4le die Sozialsysteme und die \u00f6ffentliche Meinung okkupieren. Die langj\u00e4hrige Google-Mitarbeiterin und heute Signal-Chefin Meredith Whittacker thematisiert diese Ablenkungsstrategie:<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>\u201eAnstatt uns auf Fragen der Macht, Asymmetrien, Diskriminierung, der Verschlechterung der Arbeit zu konzentrieren, konzentrieren wir uns auf Science-Fiction-Fantasien. (\u2026) Das Narrativ von k\u00fcnstlicher Intelligenz dient dazu, das \u00dcberwachungsgesch\u00e4ftsmodell als Kern der Tech-Industrie zu festigen und auszuweiten.\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote8sym\" name=\"sdendnote8anc\"><sup>viii<\/sup><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Der Kampf, der gerade ausgefochten wird, ist ein Kampf um Marktanteile und die Aufmerksamkeit der Konsumenten. Microsoft versucht \u00fcber die milliardenschwere finanzielle Unterst\u00fctzung von OpenAI (das sind die Entwickler von ChatGPT und Dall-E2) Google die Vorreiterrolle bei Suchmaschinen und Werbepl\u00e4tzen streitig zu machen. Der Clou der aktuellen Bots wie ChatGPT oder das Google-Pendant Bard ist ja, dass man nicht mehr Stichworte eingibt und eine Liste von Links angezeigt bekommt, die man anklickt. Bei den neuen ChatBots stellt man Fragen und bekommt komplette Antworten oder gibt Anweisungen und bekommt das fertige Ergebnis als Text oder Video, Pr\u00e4sentation oder Programmcode. Das Denken, Recherchieren und Formulieren wird an Bots ausgelagert. Man tippt Anweisungen in eine Eingabemaske (den Prompt), die Programme machen daraufhin, je nach Aufgabenstellung, die Hausaufgaben, schreiben Hausarbeiten oder Dissertationen (der Grad der Wissenschaftlichkeit ist ebenso einstellbar wie die Altersstufe f\u00fcr Texte in der Schule). Gedichte oder Musikst\u00fccke lassen sich damit ebenso generieren wie Bilder oder Videos u.v.m. Das Leistungsspektrum ist durchaus beeindruckend.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Die Funktionsweise und das Problem falscher Antworten oder erfundener Inhalte (Konfabulationen) sind anderweitig ebenso beschrieben worden wie typische Merkmale zum Identifizieren computergenerierter Grafiken und Bilder. Hier steht in Frage, welche Bedeutung und Konsequenzen solche kybernetischen Steuerungssysteme als Tools f\u00fcr Schulen haben (k\u00f6nnen) oder ob nicht eher die IT-Systeme umkonfiguriert werden m\u00fcssen, bevor man sie in Bildungseinrichtungen einsetzen kann. Denn selber Denken (k\u00f6nnen) war einst Aufgabe und Ziel von Unterricht und ist nach wie vor die Basis f\u00fcr Bildungsprozesse.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Die bin\u00e4re Logik technischer Systeme ist f\u00fcr funktionale und f\u00fcr konkrete Aufgaben und z.B. Pr\u00fcfverfahren, etwa in der automatisierten Produktion, notwendig und effizient. Es sind Grundprinzipien des Qualit\u00e4tsmanagements: Standardisierung und Automatisierung von Prozessen mit dem Ziel der Normierung der Produktion und der Resultate. F\u00fcr die industrielle Herstellung von G\u00fctern oder Dienstleistungen ist das als Arbeits- und Produktionsplanung sinnvoll. F\u00fcr Lernprozesse hingegen greift ein derart reduziertes, mechanistisches Verst\u00e4ndnis von Lernen und die Reduktion auf Pr\u00fcfbarkeit zu kurz \u2013 auch wenn diese Vorstellungen vom N\u00fcrnberger Trichter bis zu heutigen Anwendungen der so genannten \u201eK\u00fcnstlichen Intelligenz\u201c (KI) reichen. Aber zum Denken lernen als Ziel von Lehre und Unterricht brauchen wir ein menschliches Gegen\u00fcber, den direkten Dialog, die Auseinandersetzung und den Diskurs. So formulierte es Immanuel Kant im Text \u201eWas hei\u00dft: sich im Denken orientieren?\u201c (1786). Sollte das fehlen, bek\u00e4men wir nur leere K\u00f6pfe, die zwar das Repetieren (heute: Bulimie-Lernen) trainieren, aber nicht selbst\u00e4ndig denken und Fragen stellen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Die Maschinenmetapher f\u00fcr Lernende und Lernen ist wom\u00f6glich das durchg\u00e4ngige Missverst\u00e4ndnis bei der Diskussion \u00fcber Informationstechnik (IT) und KI in Schulen. Lernen wird als mechanischer und\/oder technischer Vorgang verstanden, die Lerner selbst als zwar organische und psychische Wesen, letztlich aber steuerbares Systeme. Nur: (Lern)Software, ChatBots und KI-Systeme sind Datenverarbeitungsmaschinen, der Mensch ist es nicht. Wenn daher mit Rechnersystemen in Schulen gearbeitet werden soll, muss man als erstes kl\u00e4ren: Was sind das f\u00fcr Systeme, was k\u00f6nnen sie und vor allem, was k\u00f6nnen diese informationstechnischen Systeme nicht?<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"2-begriffsklaerung-was-bedeutet-digital-und-digitalisieren\">2. Begriffs&shy;kl&auml;&shy;rung: Was bedeutet digital und digita&shy;li&shy;sie&shy;ren?<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\"><i>Digit<\/i> bedeutet Ziffer oder eine Stelle in der Anzeige eines elektronischen Ger\u00e4ts. Als Adjektiv bedeutet digital \u201ein Ziffern dargestellt oder auf Digitaltechnik bzw. -verfahren beruhend\u201c. Als Verb bedeutet \u201eetwas zu digitalisieren\u201c, beliebige \u201eInformation\u201c (noch ohne Kontext und Bedeutung) in ein technisches Signal zu transformieren, um es maschinenlesbar zu machen. Ob Text oder Bild, Mimik oder Gestik, T\u00f6ne oder Raumtemperatur: Alles wird durch Sensoren, Kameras oder Mikrofone aufgezeichnet und zu Daten, Dateien und Datens\u00e4tzen konvertiert. Diese Digitalisate werden nach der Logik von Datenverarbeitungssystemen, mit Hilfe entsprechender Programme und Algorithmen, verarbeitet. Digitalisierung als technischer Prozess sagt nichts dar\u00fcber, was mit diesen Daten passiert. Die Aufgabe \u00fcbernehmen Algorithmen. Es sind Handlungsanweisungen (Operationsbefehle), die vorgeben, wie Rechner bzw. Software Daten verarbeiten (sollen). Der wichtigste Unterschied: Bei propriet\u00e4rer (herstellerabh\u00e4ngiger) Software kennt nur das Unternehmen den Sourcecode und damit die konkrete Funktionalit\u00e4t. Bei Software nach den Regeln der Free + Open Source Software (FOSS) ist der Code \u00f6ffentlich, kann gelesen und ge\u00e4ndert werden. Als IT des 21. Jh. sollte ausschlie\u00dflich Open Source Software zum Einsatz kommen. Das gilt vor allem f\u00fcr den Einsatz von IT im Kontext von Sozialsystemen (Arbeit, Bildung, Gesundheit). Hier bedeutet Digitalisierung, dass Daten \u00fcber menschliches Verhalten, \u00fcber die Psyche und Emotionen der Probanden aufgezeichnet, maschinenlesbar gemacht und automatisiert ausgewertet werden, um menschliches Verhalten zu steuern. Hier muss die Transparenz der Algorithmen Pflicht werden, da Entscheidungen \u00fcber und f\u00fcr Menschen getroffen werden.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\"><i>Digitale Transformation<\/i> bezeichnet die Forderung der IT- und Wirtschaftsverb\u00e4nde, nach und nach alle menschlichen Lebensbereiche nach den Parametern und Anforderungen von Datenverarbeitungssystemen und Daten\u00f6konomie umzustrukturieren, um sie der Logik von Aufzeichnung, Auswertung und algorithmisierter Berechenbarkeit anzupassen. Die Konsequenz, zumindest f\u00fcr die Daten\u00f6konomie: Es ist nur noch relevant, was als Daten erfasst (datafiziert) und digital gesteuert werden kann. Der Dreisatz der Digitaltechnik lautet: Automatisieren, Digitalisieren, Kontrollieren<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote9sym\" name=\"sdendnote9anc\"><sup>ix<\/sup><\/a>. Nicht der Mensch mit seinen Bed\u00fcrfnissen steht im Mittelpunkt technischer Systeme, sondern die Effizienz und Optimierung der Datenverarbeitung. Das f\u00fchrt zum Begriff des \u00dcberwachungskapitalismus<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote10sym\" name=\"sdendnote10anc\"><sup>x<\/sup><\/a>, den die US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftlerin Shoshana Zuboff f\u00fcr die Daten\u00f6konomie der US-Konzerne und deren Agieren in Europa und weltweit gepr\u00e4gt hat. In Schulen wird aus der Verbindung von Digitaltechnik und Learning Analytics zur Profilierung der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler \u00dcberwachungsp\u00e4dagogik<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote11sym\" name=\"sdendnote11anc\"><sup>xi<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Der relativ neue Begriff <i>Digitalit\u00e4t<\/i> als Substantiv soll die digital codierte Verbindung zwischen Menschen, zwischen Menschen und Objekten und zwischen Objekten des \u201eInternet of Things\u201c (IoT) umfassen. Statt der eher technischen Definition von Digitalisierung sollen mit dem Begriff der \u201eKultur der Digitalit\u00e4t\u201c (Stalder) soziale und kulturelle Praktiken beschrieben werden, \u00e4hnlich dem (ebenso ungenauen) \u201eDigital Lifestyle\u201c. Der Begriff intendiert die Akzeptanz der Allgegenwart und permanenten Interaktion von Menschen mit digitalen Endger\u00e4ten und netzbasierten Diensten. Wie bei Negropontes Definition von \u201ePost-Digitalit\u00e4t\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote12sym\" name=\"sdendnote12anc\"><sup>xii<\/sup><\/a> wird \u00fcber Datenaufzeichnungs- und Datenverarbeitungssysteme im privaten wie im \u00f6ffentlichen Raum, in der Kleidung und demn\u00e4chst im eigenen K\u00f6rper nicht mehr diskutiert, weil sie allgegenw\u00e4rtig und als normal akzeptiert sind. Die Rechner r\u00fccken uns buchst\u00e4blich auf und in den Leib<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote13sym\" name=\"sdendnote13anc\"><sup>xiii<\/sup><\/a>. Kulturpolitisch wird mit dem Begriff der Digitalit\u00e4t die n\u00e4chste Stufe des Technikdeterminismus als Paradigma etabliert: Der Mensch ist nurmehr ein Element der Interaktionskette von Daten sendenden Objekten und Netzwerkdiensten. Bildungspolitisch setzt sich die Fraktion der Digitalwirtschaft durch und realisiert die Vision von Asimov. Die letzte Stufe der \u00dcberh\u00f6hung der IT-Systeme findet sich beim israelischen Historiker Yuval Noah Harari. In seinem Buch \u201eHomo Deus\u201c buchstabiert er die Fiktion aus Allgegenwart und Allmacht technischer Systeme aus. Menschen sind nurmehr Datenspender:<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>\u201eMenschen sind lediglich Instrumente, um das Internet der Dinge zu schaffen, das sich letztlich vom Planeten Erde aus auf die gesamte Galaxie und sogar das gesamte Universum ausbreiten k\u00f6nnte. Dieses kosmische Datenverarbeitungssystem w\u00e4re dann wie Gott.&#8220;<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote14sym\" name=\"sdendnote14anc\"><sup>xiv<\/sup><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Auf die Idee, Datenverarbeitungssysteme als neue Gottheit zu vermarkten, k\u00f6nnen nur Digital-Adventisten kommen. Aber Technikgl\u00e4ubigkeit ist eine Basis f\u00fcr praktizierten Utilitarismus<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote15sym\" name=\"sdendnote15anc\"><sup>xv<\/sup><\/a>. Das Synonym f\u00fcr die zunehmend vollst\u00e4ndige Technisierung des Lebensraums mit dem Menschen als integriertem Datenspender und Funktionselement ist \u201eSmart\u201c: Smart Home, Smart School, Smart City, Smart World. Smart steht dabei nicht f\u00fcr \u201eschlau\u201c, sondern f\u00fcr vollst\u00e4ndig verdateter Realraum. Kameras, Mikrofone und Sensoren zeichnen das gesamte menschliches Verhalten und die Umgebung auf und generieren daraus virtuelle R\u00e4ume wie bei Computerspielen oder Simulationen. Andere Akteure k\u00f6nnen als Avatare integriert werden, Interaktion zwischen den Figuren ist optional m\u00f6glich. Die Grenze zwischen Realraum und virtuellen Parallelwelten verwischt sich ebenso wie die Unterscheidung zwischen realen Personen und Avataren als Gegen\u00fcber. Geht es nach den Anbietern dieser Systeme, trifft man sich, spielt und kommuniziert im computergenerierten 3D-Raum und wei\u00df nicht (immer), wer eine reale Person ist, wer Avatar oder Fakeprofil. Das ist, als Immersion (Eintauchen) bezeichnet, sogar das Ziel. Die virtuelle Umgebung wird als real empfunden.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Bei der erweiterten Realit\u00e4t (Augmented Reality, AR) bewegt man sich dabei noch im Realraum, bekommt aber auf eine (halb)transparente Brille k\u00fcnstliche Objekte eingeblendet. Wirklichkeit und Simulation verschmelzen. Bei Mixed Reality-Brillen kann man die Transparenz der Brille umschalten auf rein virtuelle Welten und ist dann komplett im computergenerierten Raum, mit Kopfh\u00f6rer auch akustisch komplett abgekoppelt. Marc Zuckerberg benutzt den Begriff \u201eMetaverse\u201c f\u00fcr seine Variante virtueller R\u00e4ume. Metaverse wurde von Virtual Reality-Fans bereits f\u00fcr Second Life adaptiert, ein Computerspiel von 2003.Eingef\u00fchrt hatte den Begriff urspr\u00fcnglich der Science-Fiction-Autor Neal Stephenson in seinem Roman \u201eSnow Crash\u201c (1992). Es ist eine Dystopie. In den USA herrschen nach einer schweren Wirtschaftskrise hohe Arbeitslosigkeit, Armut und Gewalt. Viele Menschen fl\u00fcchten daher in virtuelle Scheinwelten. Diese virtuellen Welten sind heute nahezu fotorealistisch, mit entsprechender Hardware (Arbeitsspeicher, Grafikkarte, Netzanschluss) l\u00e4uft die Anzeige fast verz\u00f6gerungsfrei. Warum Zuckerberg eine Dystopie zur Vision erkl\u00e4rt, ist eine andere Frage.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Wichtig ist: Alles, was heute an virtuellen Anwendungen und Szenarien entwickelt wird, hat Vorl\u00e4ufer in Literatur und Film. Zugrunde liegt ein sch\u00f6pferischer Akt, der es erlaubt, sich phantastische, surreale und fiktive Welten vorzustellen. Reisen zum Mittelpunkt der Welt oder durch die Galaxis geh\u00f6ren ebenso dazu wie die Imagination der ben\u00f6tigten Ger\u00e4te und Fahrzeuge bzw. die F\u00e4higkeit, alle Figuren und Wesen gedanklich zu konstruieren, die f\u00fcr die Geschichte gebraucht werden. Das nennt man Phantasie und Vorstellungskraft und ist die Quelle f\u00fcr Kreativit\u00e4t und Sch\u00f6pfungskraft.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Daf\u00fcr erz\u00e4hlt man Kindern eigene Geschichten. Liest ihnen M\u00e4rchen und Sagen vor, f\u00fchrt sie an das Lesen heran. Beim Zuh\u00f6ren wie beim Lesen wird die eigene Vorstellungskraft aktiviert. Texte und Geschichten sind <i>Inspiration<\/i>. Aus Buchstaben auf Papier oder dem Geh\u00f6rten und eigener <i>Intuition<\/i> werden lebendige Figuren. Ein Albert Einstein zugeschriebenes Zitat lautet nicht umsonst: \u201eWenn Sie wollen, dass Ihre Kinder intelligent sind, lesen Sie ihnen M\u00e4rchen vor. Wenn Sie wollen, dass sie intelligenter werden, lesen Sie ihnen mehr M\u00e4rchen vor.\u201c Kinder, denen vorgelesen wird und die selbst lesen, entwickeln Phantasie und Vorstellungskraft, sind neugierig und offen f\u00fcr Unbekanntes. Im Idealfall werden es mutige Menschen, die sich angstfrei neue Aufgaben zutrauen und sich selbst sagen, was man jedem Kind an Mut und Selbstvertrauen mit auf den Weg geben m\u00f6chte: &#8222;Das habe ich noch nie vorher versucht. Also bin ich v\u00f6llig sicher, dass ich es schaffe!\u201d<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote16sym\" name=\"sdendnote16anc\"><sup>xvi<\/sup><\/a> Entscheidend ist die individuelle \u00dcbersetzung von Buchstaben und Text zu eigenen Vorstellungen, was man bei Kinder- und Jugendb\u00fcchern beobachten kann. Falls, wie heute \u00fcblich, ein (d)englischer Begriff vonn\u00f6ten ist, k\u00f6nnte man das <i>Active Mind Reality<\/i> (aktive Gedanken-Realit\u00e4t) nennen oder auf deutsch: Vorstellungskraft und Imaginationsf\u00e4higkeit. Im Gegensatz zu konsumierten, technisch generierten Bilder entwickelt man eigene und eigenst\u00e4ndige, mentale Bildwelten die \u2013 als Kunstp\u00e4dagoge erg\u00e4nze ich das gerne \u2013 parallel gezeichnet, gemalt und modelliert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">So wird es ein Kreislauf. Aus Bilderb\u00fcchern, die man gemeinsam anschaut, werden Vorlese- und Leseb\u00fccher, der Textanteil steigt, bis Illustrationen nur noch am Kapitelanfang stehen. Die Visualisierung \u00fcbernimmt der oder die Lesende, es werden Vorstellungswelten und parallel reale Zeichnungen oder Bilder. Beim Schauen von Filmen oder computergenerierten Welten sieht man hingegen nur, was sich andere ausgedacht, gestaltet oder heute mit Software generiert haben. Vor allem: Beim Lesen imaginiert ein Mensch Dinge und Personen, die es nicht gibt. Heute scheinen Phantasie und Vorstellungskraft der Menschen ersch\u00f6pft, weil das Lesen zur Informationsaufnahme verk\u00fcmmert. Dabei sind gerade Kreativit\u00e4t und Phantasie und die F\u00e4higkeit zur Imagination menschliche F\u00e4higkeiten, die nicht digital oder technisch abgebildet werden k\u00f6nnen. Offenbar sind die derzeitigen Bildungseinrichtungen auf Anderes ausgerichtet.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \" align=\"left\"><span id=\"3-kybernetik-und-psychologie-vs-paedagogik\">3. Kybernetik und Psychologie vs. P&auml;dagogik<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Die Idee, Unterricht und Lehre lie\u00dfe sich automatisieren und automatisiert pr\u00fcfen, ist \u00e4lter als Computer oder Internet<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote17sym\" name=\"sdendnote17anc\"><sup>xvii<\/sup><\/a>. In seiner kurzen Geschichte der Unterrichtsmaschinen schreibt Claus Pias \u00fcber \u201eLerngutprogrammierung, Lehrstoffdarbietungsger\u00e4te und Robbimaten\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote18sym\" name=\"sdendnote18anc\"><sup>xviii<\/sup><\/a>. Er referiert \u00fcber die Thesen des Psychologen Pressey, der bereits 1926 beklagt hatte, Erziehung h\u00e4tte den geringsten Wirkungsgrad aller denkbaren Unternehmungen, weshalb der Lehrbetrieb arbeitswissenschaftlich (nicht p\u00e4dagogisch) optimiert werden m\u00fcsse. \u201eIm Klartext: Wie bekommt man mit m\u00f6glichst wenig Ressourcen m\u00f6glichst viel Stoff m\u00f6glichst schnell in die K\u00f6pfe?\u201c Vorl\u00e4ufer und Impulsgeber waren Psychologen wie William Stern, der bereits im Jahr 1900 die \u201ePsychologisierung des gesamten menschlichen Lebens\u201c prognostizierte. Stern und Kollegen wie Hugo M\u00fcnsterberg postulierten 1912 als psychotechnische Maxime: \u201eAlles muss messbar sein\u201c. Psycho-Technik wurde zur Leitdisziplin des \u201ePsycho-Ingenieurs\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote19sym\" name=\"sdendnote19anc\"><sup>xix<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Nach diesem Verst\u00e4ndnis sind selbst Emotionen \u201eKompetenzen\u201c, die sich trainieren und zur Selbstoptimierung ver\u00e4ndern lassen. Der Psychologe David McClelland leitete aus diesem Kompetenzbegriff schlie\u00dflich das \u201ep\u00e4dagogische Versprechen einer umfassenden Formbarkeit des Menschen\u201c ab<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote20sym\" name=\"sdendnote20anc\"><sup>xx<\/sup><\/a>. Das Erfassen und Personalisieren der Emotionen wird heute \u00fcber digitale Endger\u00e4te wie Smartphone und Tablet mit eingebauten Kameras und Mikrofon realisiert. Nach dem Einloggen \u00fcber eine pers\u00f6nliche Identifikationsnummer (ID) liefern diese Ger\u00e4te personalisierte Lern- und Verhaltensdaten in Echtzeit. Aus personalisierten Nutzerdaten lassen sich die f\u00fcnf Dimensionen der Pers\u00f6nlichkeitspsychologie des F\u00fcnf-Faktoren-Modells (engl. OCEAN<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote21sym\" name=\"sdendnote21anc\"><sup>xxi<\/sup><\/a>) berechnen. Diese Pers\u00f6nlichkeitsmerkmale (Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extrovertiertheit, Vertr\u00e4glichkeit und emotionale Stabilit\u00e4t in der jeweiligen Auspr\u00e4gung auf einer Skala von -5 bis +5) ergeben pr\u00e4zise Abbilder der Pers\u00f6nlichkeitsstruktur, der mentalen und psychischen Belastbarkeit und der Leistungsbereitschaft, des emotionalen wie des sozialen Verhaltens, der sexuellen Pr\u00e4ferenzen u.v.m.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Zusammen mit Bewegungs- und Kommunikationsprofilen aus anderen digitalen Kan\u00e4len (Social-Media-Apps, Browserverl\u00e4ufe, Metadaten \u00fcber das Kommunikationsverhalten), entstehen pr\u00e4zise Pers\u00f6nlichkeits- und Verhaltensprofile. Das Ziel ist, mit Hilfe dieser Daten menschliches Verhalten per Web und App m\u00f6glichst effizient zu beeinflussen: entweder freundlich durch \u201eAnstupsen\u201c (Nudging) oder massiv durch persuasive (verhaltens\u00e4ndernde) Technologien (Propaganda, Werbung, Influencing).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Steuerbarkeit der Probanden ist das Ziel kybernetischer Systeme. Zu Beginn der 1950er Jahren stritten zwei Fraktionen um die Deutungshoheit. Kybernetiker in der Nachfolge von Norbert Wiener, dem Namensgeber der Kybernetik, arbeiten mit mathematischen Modellen. Behavioristen in der Tradition des Biologen B.F. Skinner (Vordenker des programmierten Lernens) nutzen (verhaltens)biologische Modelle. Gemeinsam ist Kybernetik wie Behaviorismus die \u00dcberzeugung, dass der Mensch als (mathematisches resp. biologisches) Regelsystem definiert und mit Hilfe entsprechender Parameter gesteuert werden k\u00f6nne, entweder als mathematisch-technisches System bzw. nach dem \u201eInput-Output-Schemata\u201c (Blackbox) als biologistische Variante der Fremdsteuerung.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Beide Vorstellungen sind erfreulicherweise zu unterkomplex, um Lernen und Verhalten jenseits von (biologischem) Reflex und Drill ad\u00e4quat beschreiben zu k\u00f6nnen. Allerdings ist die Kybernetik, heute unter dem Marketingbegriff \u201eK\u00fcnstlichen Intelligenz\u201c, das mathematische Modell, auf dem viele Netzdienste beruhen. Das Manko dabei: Der Begriff \u201eIntelligenz\u201c wird so (verk\u00fcrzt) definiert, dass er von Maschinen simuliert werden kann. Das reicht f\u00fcr berechnete Resultate als Simulation von Intelligenz<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote22sym\" name=\"sdendnote22anc\"><sup>xxii<\/sup><\/a> und eine vordergr\u00fcndig erstaunliche Vielfalt an Ergebnissen. Es bleiben gleichwohl mathematische Modelle, die mit Hilfe von Mustererkennung, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik wie \u201estochastische Papageien\u201c funktionieren und fr\u00f6hlich korrekte mit falschen Phrasen kombinieren und sinnfrei nachplappern, was statistisch m\u00f6glich ist<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote23sym\" name=\"sdendnote23anc\"><sup>xxiii<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Allerdings ist es den Entwicklern und Anbietern digitaler (sozial nur genannter) Medien gelungen, unser \u201eGehirn zu hacken\u201c, in dem sowohl elementare menschliche Bed\u00fcrfnisse (Sozialit\u00e4t, Resonanz) bedient werden, die das Aussch\u00fctten k\u00f6rpereigene Substanzen (Dopamin) durch Posts und (Re) Tweets anregen. Durch unkalkulierbares Feedback wird sowohl die st\u00e4ndige Erwartungshaltung adressiert wie das Belohnungssystem korrumpiert<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote24sym\" name=\"sdendnote24anc\"><sup>xxiv<\/sup><\/a>. Das Ergebnis: Smartphonesucht. Daf\u00fcr ist zwar noch keine medizinisch internationale Diagnose definiert, wohl aber empirisch belegt. Krankenkassen bieten inzwischen Hilfe und Ratgeber an. Die Wirkm\u00e4chtigkeit der Kombination aus Wahrnehmungs- und Verhaltenssteuerung durch Smartphone und Apps beschreibt Harari. Im Interview zum Jahreswechsel 2021\/22 wurde er gefragt, warum er kein Smartphone besitze. Die Antwort des Wissenschaftlers, der sich dezidiert mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf menschliches Verhalten befasst, ist erhellend. Er sei nicht naiv und wisse, dass er in einer zunehmend smarten Umwelt auch ohne Smartphone verfolgt werden k\u00f6nne. Es gehe um mehr:<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>\u201eDer Hauptpunkt ist, Ablenkungen fernzuhalten. Ich wei\u00df, wie schwierig es ist, den Geist zu kontrollieren, konzentriert zu bleiben. Und au\u00dferdem: Die Menschen auf der anderen Seite des Smartphones \u2013 die kl\u00fcgsten Menschen der Welt \u2013 haben in den vergangenen 20 Jahren gelernt, wie man das menschliche Gehirn durch das Smartphone hacken kann. Denen bin ich nicht gewachsen. Wenn ich gegen die antreten muss, werden sie gewinnen. Also gebe ich ihnen nicht meinen Bildschirm, gew\u00e4hre ihnen keinen direkten Zugang zu meinem Gehirn.\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote25sym\" name=\"sdendnote25anc\"><sup>xxv<\/sup><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Harari kann als Wissenschaftler selbst dar\u00fcber bestimmen, f\u00fcr was er Rechner und Netzwerkdienste einsetzt und welche Dienste er nutzt. Wir gew\u00f6hnen Kinder hingegen schon in der Grundschule oder in der Kita an Tablets und gew\u00e4hren IT-Anbietern \u201edirekten Zugang zu deren Gehirnen\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote26sym\" name=\"sdendnote26anc\"><sup>xxvi<\/sup><\/a>. In seiner Ablehnung des Smartphones ist der Historiker Harari so konsequent wie der Chefentwickler bei Microsoft Jaron Lanier in seinem Urteil \u00fcber Social Media-Apps. Lanier, Internetpionier und Vordenker der virtuellen Realit\u00e4t, hat 2018 zwei B\u00fccher herausgegeben. \u201eAnbruch einer neuen Zeit. Wie Virtual Reality unser Leben und unsere Gesellschaft ver\u00e4ndert\u201c ist seine Hommage an die Geschichte und Faszination der Entwicklung virtueller Welten. Er meint nicht den Konsum! Der schmale Band \u201eZehn Gr\u00fcnde, warum du deine Social Media Accounts sofort l\u00f6schen musst\u201c ist als Imperativ formuliert und kritisiert die Manipulation der Psyche der Nutzer. Diese Apps machten s\u00fcchtig und untergraben den freien Willen, so seine Analyse. Sie verleiten zu unsozialem Verhalten, f\u00fchren zum Verlust von Empathie und machen letztlich einsam und ungl\u00fccklich. Ein Gutachten des U.S. Surgeon General (so etwas wie die oberste Gesundheitsbeh\u00f6rde in den USA) hat in einer Studie 2023 zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen vor Social Media gewarnt und sowohl die Gesetzgeber wie die Unternehmen und Eltern aufgefordert, gemeinsam am Schutz der Kinder und Jugendlichen zu arbeiten<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote27sym\" name=\"sdendnote27anc\"><sup>xxvii<\/sup><\/a>. Das Schadpotential dysfunktionaler Nutzung von Bildschirmmedien ist aus vielen Studien, nicht zuletzt aus der Zeit der Pandemie, belegt<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote28sym\" name=\"sdendnote28anc\"><sup>xxviii<\/sup><\/a>. W\u00e4hrend IT-Experten wie Jaron Lanier, in der Tradition eines Joseph Weizenbaum<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote29sym\" name=\"sdendnote29anc\"><sup>xxix<\/sup><\/a>, vor dem unreflektierten Einsatz solcher Netzanwendungen warnen, propagieren digitalaffine Lehrkr\u00e4fte (nicht immer mit dem notwendigen technischen Sachverstand) deren Einsatz in Schulen und lassen sich von der IT-Wirtschaft instrumentalisieren. Dazu geh\u00f6rt die Forderung nach Informatikunterricht f\u00fcr alle und informatisches Denken schon in der Grundschule.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \" align=\"left\"><span id=\"4-informatisches-denken-versus-frei-flottierende-phantasie\">4. Infor&shy;ma&shy;ti&shy;sches Denken versus frei flottie&shy;rende Phantasie<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Die Gesellschaft f\u00fcr Informatik (GI) startete im Mai 2020 zusammen mit mehreren IT-Berufsverb\u00e4nden<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote30sym\" name=\"sdendnote30anc\"><sup>xxx<\/sup><\/a> die \u201eOffensive Digitale Schultransformation\u201c (#Odigs)<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote31sym\" name=\"sdendnote31anc\"><sup>xxxi<\/sup><\/a>. Die Bildungspolitik wird aufgefordert, konkrete Ma\u00dfnahmen zur digitalen Transformation der Schulen zu ergreifen. Die digitale Transformation der Gesellschaft, so die Logik der IT- und Wirtschaftsverb\u00e4nde, verlange nach einer ebensolchen digitalen Transformation von Schulen. Dazu geh\u00f6re unter anderem die \u201everpflichtende informatische und digitale Grundbildung in der Breite der Lehrkr\u00e4fteaus- und -weiterbildung, verpflichtender Informatikunterricht f\u00fcr alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler und mehr IT-Fachpersonal f\u00fcr die Schulen, um digitale Infrastrukturen aufbauen und dauerhaft pflegen\u201c zu k\u00f6nnen<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote32sym\" name=\"sdendnote32anc\"><sup>xxxii<\/sup><\/a>. In sieben Forderungen<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote33sym\" name=\"sdendnote33anc\"><sup>xxxiii<\/sup><\/a> wird ein vollst\u00e4ndig auf Digitaltechnik und informatisches Denken ausgerichtetes, gleichwohl staatlich zu finanzierendes, Bildungssystem beschrieben.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Informatisches Denken, der deutsche Begriff f\u00fcr Computational Thinking, ist eine Probleml\u00f6sungsstrategie, die eine beliebige Aufgabenstellung so lange in Teilaufgaben zerlegt, bis diese Teilaufgaben mathematisch beschrieben, in einen Algorithmus (eine Handlungsanweisung f\u00fcr Rechensysteme) \u00fcbersetzt und von einem Computerprogramm berechnet werden kann. Berechnungen k\u00f6nnen beliebig komplex werden und immer h\u00f6here Rechenleistungen erfordern, das Grundprinzip bleibt identisch. Die Aufgabe muss mathematisch beschreibbar, die L\u00f6sung berechenbar und eindeutig (bin\u00e4r, Null oder Eins) sein. Die amerikanische Wissenschaftlerin Jeanette Wing \u00fcbersetzt Comptaional Thinking nicht mit \u201ewie ein Computer zu denken, sondern wie eine Informatikerin oder ein Informatiker\u201c, aber auch ihr geht es um das Berechnenbare.<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>\u201eInformatisches Denken beruht auf der M\u00e4chtigkeit und den Grenzen von Berechnungsprozessen, ob sie nun von Menschen oder Maschinen ausgef\u00fchrt werden. (&#8230;) Grunds\u00e4tzlich wird die Frage behandelt: Was ist berechenbar?\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote34sym\" name=\"sdendnote34anc\"><sup>xxxiv<\/sup><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Berechenbarkeit als Pr\u00e4misse beschreibt zugleich das Defizit\u00e4re dieser Disziplin. Sehr vieles von dem, was die Menschen und ihr Leben in Gemeinschaft ausmacht, ist nicht berechenbar. \u201eNicht alles, was z\u00e4hlt, kann gez\u00e4hlt werden, und nicht alles, was gez\u00e4hlt werden kann, z\u00e4hlt\u201c wird als Zitat meist Albert Einstein zugeschrieben (stammt aber wohl von William Bruce Cameron<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote35sym\" name=\"sdendnote35anc\"><sup>xxxv<\/sup><\/a>). Von wem der Spruch auch stammt, er weist auf einen zentralen Umstand. Gerade das nicht Berechenbare macht den Menschen und seine Lebenswelt aus. Man nennt es Kultur. Menschliche Kultur beruht auf deutlich mehr als mathematischen, informatorischen oder technischen Denkmodellen und -schemata. Kultur ist Ausdruck der Vielfalt der Menschen und ihrer Ideen, ihrer Lebens- und Denkweisen und ihrer Phantasie, Kreativit\u00e4t und Sch\u00f6pfungskraft. Kultur beruht nicht zuletzt auf Gemeinschaft und Empathie, Kooperation und Sozialit\u00e4t, die nicht berechnet werden k\u00f6nnen, sondern gelebt werden. Wer die Standardphrase von Valley-StartUps \u201eWir programmieren eine bessere Welt\u201c sprachlogisch und kultursensibel hinterfragt, wird solche technikdeterministischen Ans\u00e4tze daher eher als Drohung begreifen denn als Fortschritt.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Kreativit\u00e4t, Intuition und Imagination bleiben in technizistischen Modellen ebenso au\u00dfen vor wie die sch\u00f6pferische Phantasie, Sinnlichkeit und K\u00f6rperlichkeit. Eine berechnete Welt ist keine humane, sondern ein auf Berechenbarkeit verk\u00fcrztes Modell von Wirklichkeit, so wie virtuelle Welten nur die sinnlich verk\u00fcrzte Simulation von Wirklichkeit sind. Der amerikanische Wissenschaftler James Bridle, der \u00fcber K\u00fcnstliche Intelligenz promoviert wurde, beschreibt die Verschiebung zwischen informatischem Denken und der Realwelt als Simulation von Realit\u00e4t:<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>\u201eComputerdenken ist eine Ausweitung dessen, was andere als Solutionismus bezeichnet haben: die \u00dcberzeugung, dass sich jedes Problem durch die Anwendung von Berechnung nach Art eines Computers l\u00f6sen l\u00e4sst. (\u2026) Abgesehen von dem Irrtum geht Computerdenken &#8211; oftmals unbewusst &#8211; davon aus, dass die Welt wirklich so ist, wie die Solutionisten sie sich vorstellen. Es verinnerlicht den Solutionismus derma\u00dfen, dass sich die Welt \u00fcberhaupt nicht mehr in Kategorien denken oder artikulieren l\u00e4sst, die nicht berechenbar sind.\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote36sym\" name=\"sdendnote36anc\"><sup>xxxvi<\/sup><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">In Schulen wird schon l\u00e4nger auf MINT-F\u00e4cher verk\u00fcrzt und der Schwerpunkt auf die algorithmisch modellierte, mathematisch berechnete virtuelle \u201eRealit\u00e4t\u201c gelegt, statt die Vielfalt der Zug\u00e4nge zur Realwelt zu thematisieren. Wenn Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler dann noch nach Konzepten des \u201eselbstorganisierten Lernens\u201c immer \u00f6fter am Touchscreen und mit einem Avatar lernen (sollen), \u00fcbernehmen sie zwangsl\u00e4ufig diese Denkschemata und Modelle und verwechseln, wie die Entwickler und Programmierer, \u00fcber kurz oder lang, Modell und Wirklichkeit.<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>\u201eDie Hohepriester des Computerdenkens vermengen Approximation [mathematische Ann\u00e4herung an einen Sachverhalt; rl] mit Simulation und ersetzen die Welt durch fehlerhafte Modelle ihrer selbst; und damit gewinnen sie, die Modellierer, die Kontrolle \u00fcber die Welt.\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote37sym\" name=\"sdendnote37anc\"><sup>xxxvii<\/sup><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Der PISA-Chef-Koordinator Andreas Schleicher hat 2018 auf die Frage, ob alle Sch\u00fcler\/innen programmieren lernen m\u00fcssten, verneint:<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>\u201e\u2026 damit bereiten wir junge Menschen eher auf unsere Gegenwart vor als auf ihre Zukunft. Denn in einer sich rasant ver\u00e4ndernden Welt werden sie sich vielleicht noch vor dem Ende der Schulzeit fragen, was Programmieren eigentlich einmal war.\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote38sym\" name=\"sdendnote38anc\"><sup>xxxviii<\/sup><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Er fordert stattdessen den Unterricht so zu gestalten, dass Menschen neugierig, sozial und selbst\u00e4ndig denken und handeln k\u00f6nnten:<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>\u201eMenschen, die f\u00fcr sich selber denken und gemeinsam mit anderen Menschen arbeiten k\u00f6nnen, die einen unverwechselbaren Sinn f\u00fcr Recht und Unrecht, Sensibilit\u00e4t und Empathie f\u00fcr andere Menschen und Sichtweisen, und ein gutes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Grenzen individuellen und kollektiven Handelns mitbringen und die jeden Tag offen f\u00fcr neue Entwicklungen sind, werden in der digitalen Welt eine gro\u00dfe Zukunft finden.\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote39sym\" name=\"sdendnote39anc\"><sup>xxxix<\/sup><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Das lernt man nicht alleine am Bildschirm, sondern nur in Gemeinschaft, im Sozialverband und im direkten Dialog. Hilfreich f\u00fcr alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ist hingegen Logik-Unterricht, also Mathematik und Philosophie, weil das logische und strukturierte Denken und das schl\u00fcssige Argumentieren an Verbalsprachen (auch Programmiersprachen sind Sprachen) und abstrakte Zeichensysteme (Gleichungen, Formeln, auch Partituren) gebunden ist. Wer die aktuellen Diskussionen \u00fcber KI und die Automatisierung von Berufen verfolgt, wei\u00df, dass in Zukunft vieles an Texten und Programmcodes nicht mehr selbst geschrieben wird. Stattdessen werden Anweisungen an Bots formuliert. Daf\u00fcr muss man seine Sprache beherrschen, exakt und logisch strukturiert formulieren k\u00f6nnen, braucht ein qualifiziertes, umfangreiches Vokabular und Sprachverm\u00f6gen. Linguistik und Semiotik als Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Struktur von Sprachen (und Computerlinguistik als Unterdisziplin) bereiten daher besser auf die Zukunft vor als das Lernen heutiger Programmiersprachen. Sprache und Philosophie, Mathematik und Musik f\u00fcr alle ist zukunftsweisend und emanzipierend. Dazu m\u00fcssen die \u00e4sthetischen F\u00e4cher Musik und Kunst und (moderater) Bewegung wieder fest im Stundenplan verankert werden. Phantasie ist gefragt und Empathie, Offenheit und Neugier, nicht bin\u00e4res Denken. Das k\u00f6nnen Maschinen besser. Mit einem soliden Fundament an Wissen zu Sprache, Logik und Mathematik ist dann bei entsprechendem Interesse auch Informatik eine Option.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"5-paedagogik-statt-metrik-der-mensch-im-mittelpunkt\">5. P&auml;dagogik statt Metrik: Der Mensch im Mittelpunkt<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Wirtschaftsverb\u00e4nde und IT-Lobbyisten fordern seit mehr als 30 Jahren, mit Verweis auf angebliche Vorz\u00fcge digitaler Medien im Unterricht, den immer fr\u00fcheren Einsatz von IT in Schulen oder, besser noch, in Kitas. Der Hinweis auf fehlende Evidenz wird gekontert mit der Behauptung, es seien \u201enur die Potentiale noch nicht ausgesch\u00f6pft\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote40sym\" name=\"sdendnote40anc\"><sup>xl<\/sup><\/a>. \u201eEvidence of a Potential\u201c nennt Jesper Balslev diese Strategie<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote41sym\" name=\"sdendnote41anc\"><sup>xli<\/sup><\/a>, die sich praktischerweise einfach behaupten und nur schwer widerlegen l\u00e4sst. Jetzt gibt es von Seiten der Digitalbef\u00fcrworter einen neuen Masterplan. Sie behaupten einfach, bereits die Frage nach dem Mehrwert von Digitaltechnik in Schulen sei obsolet. So agiert u.a. das Forum Bildung Digitalisierung e.V., ein Zusammenschluss privater Stiftungen<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote42sym\" name=\"sdendnote42anc\"><sup>xlii<\/sup><\/a>, die sich nach eigener Aussage f\u00fcr eine \u201esystemische digitale Transformation im Bildungsbereich\u201c einsetzen. Die in diesem Forum durch ihre Stiftungen vertretenen Unternehmen kommen aus der IT- und Telekommunikationswirtschaft (Vodafone, Telekom) bzw. sind Akteure der Digitalisierung von Bildungseinrichtungen. Das Credo: \u201eIn Projekten, Publikationen und Veranstaltungen identifizieren wir Gelingensbedingungen f\u00fcr den digitalen Wandel an Schulen und navigieren durch die notwendigen Ver\u00e4nderungsprozesse\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote43sym\" name=\"sdendnote43anc\"><sup>xliii<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Im Gefolge der Stiftungen finden sich erwartungsgem\u00e4\u00df digitalaffine Lehrkr\u00e4fte, die solche Setzungen in ihre Argumentation \u00fcbernehmen und ebenfalls fordern, \u00fcber Bildung nur noch \u201eunter den Bedingungen der Digitalisierung\u201c zu diskutieren. \u00dcber Sinn, Nutzen und Mehrwert von IT im Unterricht muss dann praktischerweise gar nicht mehr gesprochen werden<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote44sym\" name=\"sdendnote44anc\"><sup>xliv<\/sup><\/a>. Genau so gut k\u00f6nnte man ausschlie\u00dflich Automobil-Hersteller darum bitten, Mobilit\u00e4tskonzepte f\u00fcr das 21. Jh. zu entwickeln \u2013 und sich wundern, dass dabei lediglich Auto-Mobilit\u00e4t herauskommt, wenn auch mit Elektro-Motoren, samt Sondergenehmigung f\u00fcr Porsche-Fahrer und eFuel-Verbrennermotoren. \u201eLehrpl\u00e4ne sind das Ergebnis des Kampfes der gesellschaftlichen Interessengruppen um ihren Einfluss auf die heranwachsende Generation\u201c, formulierte der G\u00f6ttinger Erziehungswissenschaftler Erich Weniger<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote45sym\" name=\"sdendnote45anc\"><sup>xlv<\/sup><\/a>. Partikularinteressen dominieren das Gemeinwohl, auch in der Bildungspolitik und das hei\u00dft, in Anlehnung an den milit\u00e4risch-industriellen Komplex, vor dem der scheidende US-Pr\u00e4sident US-Pr\u00e4sidenten Dwight D. Eisenhower in seiner Abschiedsrede vom 17.1.1961 eindringlich warnte, bildungsindustrieller Komplex<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote46sym\" name=\"sdendnote46anc\"><sup>xlvi<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Als Praktiker wird man gegenfragen, warum Bildungseinrichtungen weltweit auf Pr\u00e4senzunterricht bestehen und Fernunterricht nur anbieten, wenn es durch Krankheit, gro\u00dfe Distanzen oder andere \u00e4u\u00dfere Umst\u00e4nde nicht m\u00f6glich ist, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler vor Ort zu unterrichten. Man kann fragen, warum es in Kunst- und Musik-Akademien \u00fcblich ist, dass Studierende nach dem Grundstudium zur Vermittlung der technischen Grundlagen und des Fachwissens) in Meisterklassen wechseln und sich als Meistersch\u00fcler in der direkten und oft 1:1-Auseinandersetzung mit der jeweiligen Professorin, dem jeweiligen Professor weiterbilden. Das gilt sogar f\u00fcr Musikerinnen und Musiker, die bereits sehr erfolgreich im Beruf stehen und z.B. Sommerkurse besuchen.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Wir brauchen einen Paradigmenwechsel: Statt der Fixierung auf Technologie brauchen wir eine Besinnung auf das Erziehen und Unterrichten als Kernaufgabe p\u00e4dagogischer Arbeit. Statt der empirischen Bildungsforschung \u2013 mit dem Paradigma der Metrik und Psychometrie \u2013 m\u00fcssen Bildungseinrichtungen sich wieder auf ihre Kernaufgabe des Lehrens und Lernens als individuellen und sozialen Prozess im Miteinander besinnen, auf Gemeinschaft, Bindung und Vertrauen als Basis p\u00e4dagogischer Arbeit. Der Dreisatz aus <i>Messen, Steuern, Regeln<\/i> der Kybernetik (oder heute: KI) ist f\u00fcr Sozialsysteme ebenso ungeeignet wie Parameter der \u00d6konomie (Schulen als Unternehmen, Menschen als sich selbst optimierendes Humankapital). Das aktuelle Bildungssystem krankt an den Pr\u00e4missen aus der (Daten-)\u00ac\u00d6konomie, dem Ausrichten an Kennzahlen und der Verk\u00fcrzung auf technisch-informatisches Denken. Wer den Menschen als nach Bedarf zurichtbares, berechenbares, programmierbares Objekt definiert, verabschiedet sich aus dem bildungspolitischen, demokratischen und humanen Diskurs.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Wer hingegen Lernenden jeglichen Alters eine selbstbestimmte Zukunft erm\u00f6glichen und Bildungschancen er\u00f6ffnen m\u00f6chte, beendet die Fixierung auf das Vermessen von Lernleistungen und fokussiert (wieder) auf das Erziehen und Unterrichten, auf das Vermitteln und Verstehen lehren<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote47sym\" name=\"sdendnote47anc\"><sup>xlvii<\/sup><\/a>. Ich nenne das \u201e<i>p\u00e4dagogische Wende<\/i>\u201c, die die empirische Wende aus kleinteiligen Lernstandserhebungen, fortw\u00e4hrender Diagnostik und permanentem Monitoring samt Kennzahlen und Rankings abl\u00f6sen muss. Die p\u00e4dagogische Wende \u00fcberantwortet Schule und Unterricht wieder den studierten und qualifizierten Lehr- und Fachkr\u00e4ften, statt sie nach Parametern der Betriebswirtschaft und Informatik (samt Automatisierungs- und Standardisierungsparametern) auszurichten. Der Mensch ist ein kooperatives und kooperierendes Wesen, Lernen ein individueller und sozialer Prozess. Das Ziel sind nicht abpr\u00fcfbare Lernleistungen, sondern Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung in Gemeinschaft und Bildung im Dialog.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"6-erziehen-und-unterrichten-als-aufgabe-der-paedagogik\">6. Erziehen und Unter&shy;richten als Aufgabe der P&auml;dagogik<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">\u201eProbleme kann man niemals mit derselben Denkweise l\u00f6sen, mit der sie entstanden sind\u201c, hat Albert Einstein formuliert. Es bedeutet, dass weder neoliberale noch kybernetische, weder informatische noch psychologische Modelle und Methoden den Unterricht bestimmen d\u00fcrfen. Der Mensch muss wieder als Subjekt (nicht Muster), mit seinen konkreten Bed\u00fcrfnissen und seinem individuellen Anspruch auf Bildung und Einbindung in die Sozialgemeinschaft im Mittelpunkt stehen. Digitaltechnik muss wieder zum Werkzeug im Dienst der Menschen werden, statt Instrument der permanenten Kontrolle zu sein. Entscheidend ist f\u00fcr alle Schulformen und Lebensalter: Statt Zwangsdigitalisierung, Automatisierung und Zentralisierung nach den Parametern der Daten-\u00d6konomie muss wieder das p\u00e4dagogische Primat gelten. Das bedeutet Pr\u00e4senz und Beziehungsarbeit, inhaltszentriert nach der jeweiligen Fachlogik statt kompetenzorientiert und ohne Lernende vermessen und algorithmisch berechnet \u00fcber kleinteilige Lernkontrollen steuern zu wollen. Die im Unterricht eingesetzten technischen Medien (IT und KI) m\u00fcssen durch Lehrkr\u00e4fte und Sch\u00fcler steuerbar sein, nicht umgekehrt.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Wir m\u00fcssen grunds\u00e4tzlich aufh\u00f6ren, Lernen und Unterricht von Medien- und Digitaltechnik her zu definieren. Stattdessen stehen das \u201eVerstehen lehren\u201c (Andreas Gruschka) und der Dialog, stehen die Klassen- und Lerngemeinschaft im Mittelpunkt. Nur dann k\u00f6nnen Bildungseinrichtungen wieder ihrem Ursprungsgedanken gerecht werden: Ein Ort der Mu\u00dfe, der Wertevermittlung, Erziehung und Bildung zu sein, in der Menschen zu m\u00fcndigen, selbstverantwortlichen Pers\u00f6nlichkeiten werden, die sich aus intrinsischer Motivation in die Gesellschaft einbringen. Auf einem Schulleitungssymposium in der Schweiz wurden bereits 2017 als bildungspolitische Ziele Kriterien einer ad\u00e4quaten Bildung f\u00fcr eine offene Zukunft formuliert: \u201eeine st\u00e4rkere Perspektivenorientierung auf Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung, M\u00fcndigkeit, F\u00f6rderung von Gemeinschaftssinn, Selbstverantwortung, verantwortungsvolle Partizipation an der Demokratie und achtungsvoller Umgang mit der fragilen Umwelt\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote48sym\" name=\"sdendnote48anc\"><sup>xlviii<\/sup><\/a>. Nichts davon l\u00e4sst sich berechnen, programmieren oder per KI vermitteln. Solche Kriterien zu vermitteln gelingt nur in Pr\u00e4senz, durch Bindung und Vertrauen, Dialog und Diskurs. Andernfalls k\u00f6nnte wahr werden, was der Historiker Harari im Oktober 2020 zum R\u00fcckblick auf das Jahr 2020 formulierte:<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>\u201eIn 50 Jahren werden sich die Menschen gar nicht so sehr an die Epidemie selbst erinnern. Stattdessen werden sie sagen: Dies war der Moment, an dem die digitale Revolution Wirklichkeit wurde. (\u2026) Im schlimmsten Fall werden sich die Menschen in 50 Jahren daran erinnern, dass im Jahr 2020 mithilfe der Digitalisierung die allgegenw\u00e4rtige \u00dcberwachung durch den Staat begann.\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote49sym\" name=\"sdendnote49anc\"><sup>xlix<\/sup><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Statt Bildungseinrichtungen an externen Partikularinteressen der Wirtschaft auszurichten, m\u00fcssen der Sozialort Schule und das Lernen in der Gemeinschaft wieder Mittelpunkt und Selbstverst\u00e4ndnis von Bildungseinrichtungen werden. Was auf allen Ebenen fehlt, sind fachlich qualifizierte Lehrkr\u00e4fte, Schulpsychologinnen, Sozialarbeiter u.\u00e4. Hier L\u00f6sungen zu entwickeln muss Priorit\u00e4t haben. Das geht nur, wenn man die Praktiker einbindet und multiperspektivisch diskutiert, wie es in einem Positionspapier zur Weiterentwicklung der KMK-Strategie \u201eBildung in der digitalen Welt\u201c gefordert wird<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote50sym\" name=\"sdendnote50anc\"><sup>l<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">\u201eDie Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten\u201c, lautet noch ein Albert Einstein zugeschriebenes Zitat. Wir werden unsere Probleme nicht mit derselben Denkweise l\u00f6sen, mit der wir sie geschaffen haben. Daher sei in aller Deutlichkeit formuliert: Wir m\u00fcssen aufh\u00f6ren, von Digitalisierung, digitaler Transformation und Digitalit\u00e4t als etwas zu sprechen, was man notwendig nutzen, an das man sich anpassen und deren Logik man sich unterordnen m\u00fcsse. Dieser Fatalismus blendet vors\u00e4tzlich und wissentlich aus, dass hinter den Entwicklungen von \u201esmarten\u201c (d.h. datenbasierten) Technologien reale Menschen und expandierende Unternehmen mit konkreten wirtschaftlichen Interessen stehen. Andernfalls bestimmen sehr wenige, sehr reiche M\u00e4nner mit Partikularinteressen und autokratischem, zum Teil irrationalem und psychotischem Verhalten, wie gesellschaftsver\u00e4ndernde Technologien das Zusammenleben bestimmen (sollen).<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>\u201eGanz konkret ist, frei nach Immanuel Kant, das Austreten aus der selbst verschuldeten Unm\u00fcndigkeit des Nachplapperns technikdeterministischer Erz\u00e4hlungen angesagt\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote51sym\" name=\"sdendnote51anc\"><sup>li<\/sup><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Die Aufgabe demokratischer Staaten, ihrer Institutionen und der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern ist es, die rechtlichen, kulturellen, sozialen und technischen Rahmenbedingungen f\u00fcr eine (digitale) Souver\u00e4nit\u00e4t zu erarbeiten. Das gilt, st\u00e4rker noch als f\u00fcr alle anderen Lebensbereiche, f\u00fcr die Bildungseinrichtungen und umfasst die Hoheit \u00fcber die eingesetzten Werkzeuge und Nutzerdaten. Die EU hat eine Verordnung zu KI verabschiedet und arbeitet an Vorgaben zum Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegen die \u00dcberwachung durch KI am Arbeitsplatz (workplace surveillance). Das ist zwingend notwendig, sollte aber schon jetzt und vorher f\u00fcr Kinder und Jugendliche in Bildungseinrichtungen umgesetzt werden (Verbot von learning surveillance).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Das Erfreuliche: Es gibt technische Alternativen f\u00fcr den datensparsamen und \u00fcberwachungsfreien Einsatz von IT in in Schulen. Die Details sind anderweitig ausformuliert<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote52sym\" name=\"sdendnote52anc\"><sup>lii<\/sup><\/a>. Aber wenige Aspekte gen\u00fcgen, um die Richtung aufzuzeigen. Gearbeitet wird ausschlie\u00dflich mit Open Source-Software und Linux als Betriebssystem, es gibt keinen R\u00fcckkanal f\u00fcr Sch\u00fclerdaten zu Herstellern von Software oder anderen Datensammlern und es werden keine (Lern-)Profile erstellt. Rechner werden als Werkzeug eingesetzt, wenn es p\u00e4dagogisch sinnvoll ist, ohne \u00dcberwachung und Steuerung der Nutzer. Wichtige Begriffe f\u00fcr die IT des 21. Jh. sind digitale Souver\u00e4nit\u00e4t der Nutzer, Dezentralisierung, Datensparsamkeit, Hoheit der Nutzer \u00fcber ihre Daten samt L\u00f6schoption und verbindliche Transparenz der Algorithmen. Das sind offene IT-System f\u00fcr offene Gesellschaften statt des Panoptikums, zu dem die Daten\u00f6konomie das Web gemacht hat. F\u00fcr das Web als Plattform der internationalen Begegnung hat der \u201eVater des Web\u201c und Professor am MIT in Massachusetts, Tim Berners-Lee, bereits 2019 mit seinem \u201eContract for the Web\u201c einen Vertrag formuliert, der alle Beteiligten in die Pflicht nimmt.<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>\u201eDas Web wurde entwickelt, um Menschen zusammenzubringen und Wissen frei verf\u00fcgbar zu machen. Jeder Mensch hat die Aufgabe, sicherzustellen, dass das Web der Menschheit dient. Indem sie sich den folgenden Grunds\u00e4tzen [des Contract; siehe Link, rl] verpflichten, k\u00f6nnen Regierungen, Unternehmen und B\u00fcrger weltweit dazu beitragen, das offene Web als \u00f6ffentliches Gut und Grundrecht f\u00fcr jeden Menschen zu sch\u00fctzen.\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote53sym\" name=\"sdendnote53anc\"><sup>liii<\/sup><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Das ist anstrengend, erfordert aktive Zusammenarbeit und Partizipation statt Konsum und einen intensiven, interdisziplin\u00e4ren und internationalen Diskurs. Aber das ist notwendig und konstituierend f\u00fcr den emanzipatorischen und selbstverantworteten Einsatz von Technologien in Demokratien und besonders in Bildungseinrichtungen, zumal in der Arbeit mit minderj\u00e4hrigen Schutzbefohlenen. Die Frage ist schlicht: Gelingt es, Digital- und Netzwerktechnologien zur Emanzipation und F\u00f6rderung der Autonomie der Menschen einzusetzen oder bleiben IT-Systeme Machtinstrumente zur Steuerung der Menschen? Die zentrale Frage f\u00fcr die p\u00e4dagogische Arbeit ist dabei: Gelingt es, junge Menschen wieder f\u00fcr eigene Vorstellungswelten zu begeistern, f\u00fcr das Spiel mit Worten und eigenen Formen der Visualisierungen, dem Spiel mit Formen und Kl\u00e4ngen und dem Entwickeln von Gedanken-Welten. Intelligenz, Kreativit\u00e4t und Phantasie haben ja, wenn \u00fcberhaupt, nur Menschen, nicht Maschinen.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"nachsatz-she-was-thinking-about-the-fun-they-had\">Nachsatz: She was thinking about the fun they had<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Im zweiten Teil der Geschichte von Asimov findet der 13-j\u00e4hrige Tommy auf dem Speicher ein altes Buch, in dem beschrieben wird, wie das fr\u00fcher war mit B\u00fcchern und der Schule. Geschichten gab es fr\u00fcher nur in solchen B\u00fcchern. Als Tommy weiter vorliest, dass die Kinder nicht von Maschinen unterrichtet wurden, sondern von M\u00e4nnern, protestiert Margie. Ein Mann sei daf\u00fcr nicht klug genug und kein Mensch k\u00f6nne so viel wissen wie ein mechanischer Lehrer. Zudem:<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>\u201eMir w\u00fcrde es nicht gefallen, wenn ein fremder Mann ins Haus k\u00e4me, um Schule zu halten.\u201c Tommy kreischte vor Lachen. \u201eDu wei\u00dft nichts, Margie. Die Lehrer haben nicht bei den Kindern im Haus gelebt. Sie hatten ein besonderes Haus, und alle Kinder gingen dorthin.\u201c \u2013 \u201eUnd alle Kinder lernten dasselbe?\u201c \u2013 \u201eKlar, wenn sie im gleichen Alter waren.\u201c \u2013 \u201eAber meine Mutter sagt, ein Lehrer muss genau f\u00fcr den Jungen oder das M\u00e4dchen eingestellt werden, die er lehrt, und dass jedes Kind andere Lektionen bekommen muss, weil die Kinder im Lernen ganz verschieden sind.\u201c \u2013 \u201eTrotzdem haben sie es damals nicht so gemacht. Wenn es dir nicht gef\u00e4llt, brauchst du das Buch ja nicht zu lesen.\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote54sym\" name=\"sdendnote54anc\"><sup>liv<\/sup><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Sie bettelt darum, das Buch lesen zu d\u00fcrfen. Doch die Mutter ruft sie zur Ordnung, sie m\u00fcsse zur\u00fcck an ihre Schulmaschine. W\u00e4hrend sie wieder alleine vor ihrer, nun reparierten mechanischen Lernmaschine sitzt, stellt sie sich vor, wie es wohl w\u00e4re, mit anderen Kindern zusammen in einem Klassenraum zu lernen, gemeinsam zu spielen und sich gegenseitig zu helfen. Der letzte Satz, der Kurzgeschichte gibt der Geschichte im Englischen ihren Titel. \u201eMargie musste daran denken, wie gl\u00fccklich die Kinder in den alten Tagen gewesen sein mussten. Wie sch\u00f6n sie es gehabt hatten.\u201c \u201eShe was thinking about the fun they had\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote55sym\" name=\"sdendnote55anc\"><sup>lv<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"v-autoreninfo-western\"><em><strong class=\"western\">Prof. Dr. Ralf Lankau<\/strong> ist Grafiker, Philologe und promovierter Kunstp\u00e4dagoge. Seit 2002 lehrt er als Professor f\u00fcr Digitaldesign, Mediengestaltung und Ethik an der HS Offenburg. Er publiziert zu Digitaltechnik und (Medien-) P\u00e4dagogik unter anderem auf der Website futur-iii.de (Web: <a href=\"https:\/\/futur-iii.de)\" rel=\"nofollow noopener\">https:\/\/futur-iii.de)<\/a> und im Projekt \u201eDie p\u00e4dagogische Wende\u201c (<a href=\"https:\/\/die-paedagogische-wende.de\">https:\/\/die-paedagogische-wende.de<\/a>).<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"anmerkungen\">Anmerkungen<\/span><\/h3>\n<div id=\"sdendnote1\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote1anc\" name=\"sdendnote1sym\">i <\/a>Asimov, Isaac (2016) Die Schule [1954], in: Geliebter Roboter, 3. Aufl., S. 154-158, M\u00fcnchen: Heyne.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote2\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote2anc\" name=\"sdendnote2sym\">ii <\/a>Herkersdorf, Markus (2020) KI-basierte Avatare als empathische Lernbegleiter; eLearning-Journal, <a href=\"https:\/\/www.elearning-journal.com\/2020\/05\/14\/empathische-lernbegleiter\/\">https:\/\/www.elearning-journal.com\/2020\/05\/14\/empathische-lernbegleiter\/<\/a> (6.3.22).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote3\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote3anc\" name=\"sdendnote3sym\">iii <\/a>Das klassische Beispiel f\u00fcr kybernetische Steuerungssysteme ist der Thermostat. Die Zieltemperatur wird vorgegeben, Sensoren messen die tats\u00e4chliche Temperatur und \u00f6ffnen bzw. schlie\u00dfen das Ventil, messen erneut etc. Es sind Regelkreisl\u00e4ufe mit klaren Parametern (Zieltemperatur X) und Handlungsanweisungen (\u00f6ffnen\/schlie\u00dfen des Ventils, bis X erreicht ist) als Schleife.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote4\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote4anc\" name=\"sdendnote4sym\">iv <\/a>Armbruster, Alexander (2019): Nicht jeder muss ein Informatiker sein, Interview mit Microsoft-Deutschland-Chefin Sabine Bendiek, FAZ v. 01.04.2019; <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/diginomics\/microsoft-deutschland-chefin-sabine-bendiek-im-interview-16117321.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/diginomics\/microsoft-deutschland-chefin-sabine-bendiek-im-interview-16117321.html<\/a> (3.5.2023).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote5\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote5anc\" name=\"sdendnote5sym\">v <\/a>Siehe die Stellungnahme \u201eMensch und Maschine \u2013 Herausforderungen durch K\u00fcnstliche Intelligenz\u201c des Deutschen Ethikrats vom 20. M\u00e4rz 2023, hier Kap. 3.4.2 Der Mensch als Maschine \u2013 die Maschine als Mensch?, S. 107f.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote6\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote6anc\" name=\"sdendnote6sym\">vi <\/a>KI-Systeme wie ChatGPT, Bard u.a. eignen sich weder f\u00fcr das wissenschaftliche Arbeiten noch f\u00fcr den Un-terricht. Die eingesetzten Algorithmen sind ebenso intransparent wie die sich st\u00e4ndig \u00e4ndernde Datenbasis. Beides wird permanent modifiziert durch Suchanfragen, automatisch erweiterte Datenbest\u00e4nde und erweiter-te Algorithmen bzw. Parameter. Es sind Black Boxes, die ob ihrer Komplexit\u00e4t nicht einmal mehr von ihren Entwicklern verstanden und beherrscht werden (k\u00f6nnen).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote7\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote7anc\" name=\"sdendnote7sym\">vii <\/a>Der aktuelle KI-Hype ist der dritte Versuch, informationstechnische Systeme als kybernetische Steuerungs-instrumente zu etablieren. Ausgangspunkt ist die Kybernetik (Norbert Wiener), von John MacCarthy aus Marketinggr\u00fcnden in Artificial Intelligence (AI) umbenannt (Dartmour-Conference, 1956), Expertensysteme in den 1980er Jahren und heute KI-Systeme als Bots.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote8\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote8anc\" name=\"sdendnote8sym\">viii <\/a>Meredith Whittacker, zit nach Hauck, Mirjam (2023) Eine von den Guten, in: SZ vom 7.\/8. Juni 2023, S. 17); siehe auch Leisegang, Daniel; K\u00f6ver, Chris (2022) Neue Signal-Chefin: \u201eK\u00fcnstliche Intelligenz ist vor allem ein Marketinghype, in: netzpolitik.org vom 30.9.2022; <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2022\/neue-signal-chefin-kuenstliche-intelligenz-ist-vor-allem-ein-marketinghype\/\">https:\/\/netzpolitik.org\/2022\/neue-signal-chefin-kuenstliche-intelligenz-ist-vor-allem-ein-marketinghype\/<\/a> (10.6.2023) und ihr Vortrag auf der re:publica 2023 re:publica 2023: Meredith Whittaker &#8211; AI, Privacy, and the Surveillance Business Model, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=x_vD1KUfhl8\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=x_vD1KUfhl8<\/a> (10.6.2023).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote9\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote9anc\" name=\"sdendnote9sym\">ix <\/a>Zuboff, Shoshana (1988) In the Age of the Smart Machine. The Future of Work and Power, New York: Basics Book<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote10\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote10anc\" name=\"sdendnote10sym\">x <\/a>Zuboff, Shoshanna (2018) Das Zeitalter des \u00dcberwachungskapitalismus, Frankfurt: Campus.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote11\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote11anc\" name=\"sdendnote11sym\">xi <\/a>Burchardt, Matthias; Lankau, Ralf (2020) Aufruf zur Besinnung: Humane Bildung statt Metrik und Technik, in bildungsklick, 3.7.2020; <a href=\"https:\/\/bildungsklick.de\/schule\/detail\/aufruf-zur-besinnung-humane-bildung-statt-metrik-und-technik\">https:\/\/bildungsklick.de\/schule\/detail\/aufruf-zur-besinnung-humane-bildung-statt-metrik-und-technik<\/a> (20.1.2023).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote12\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote12anc\" name=\"sdendnote12sym\">xii <\/a>Negroponte, Nicholas (1998) Being Digital, Wired.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote13\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote13anc\" name=\"sdendnote13sym\">xiii <\/a>Damberger, Thomas (2023) De m\u00fcndige Cyborg, in: Lankau, Ralf (2023) Unterricht in Pr\u00e4senz und Distanz, Weinheim: Beltz, S. 136-148.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote14\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote14anc\" name=\"sdendnote14sym\">xiv <\/a>Harari 2017, S. 515.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote15\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote15anc\" name=\"sdendnote15sym\">xv <\/a>Andere Vordenker der Digitalisten und Technizisten fl\u00fcchten in pseudophilosophische Konstrukte wie den So-lutionism (Es gibt f\u00fcr alles technische L\u00f6sungen.) oder Longtermism (Wir l\u00f6sen die Problem der n\u00e4chsten hunderttausend Jahre, k\u00f6nnen uns daher nicht im heutige Probleme k\u00fcmmern). Oder sie versprechen Un-sterblichkeit wie Ray Kurzweil (Transhumanismus, Singularity). Aus Technik wird Religion und Heilsversprechen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote16\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote16anc\" name=\"sdendnote16sym\">xvi <\/a>Astrid Lindgrens (1987) Pippi Langstrumpf geht einkaufen, Werl: Oetinger.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote17\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote17anc\" name=\"sdendnote17sym\">xvii <\/a>Pias, Claus (2013): Eine kurze Geschichte der Unterrichtsmaschinen, FAZ vom 10. Dezember 2013; www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/forschung-und-lehre\/automatisierung-der-lehre-eine-kurze-geschichte-der-unterrichtsmaschinen-12692010.html (30.6.2022).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote18\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote18anc\" name=\"sdendnote18sym\">xviii <\/a>Ebd.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote19\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote19anc\" name=\"sdendnote19sym\">xix <\/a>Stern, William (1903) Angewandte Psychologie. L. William Stern, E. Bernheim (Hrsg.): Beitr\u00e4ge zur Psycholo-gie der Aussage : mit besonderer Ber\u00fccksichtigung von Problemen der Rechtspflege, P\u00e4dagogik, Psychiatrie und Geschichtsforschung. Band 1: Beitr\u00e4ge zur Psychologie der Aussage. Barth, Leipzig 1903\u20131904, S. 4\u201345.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote20\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote20anc\" name=\"sdendnote20sym\">xx <\/a>Gelhard, Andreas (2011) Kritik der Kompetenz, Z\u00fcrich: diaphanes.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote21\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote21anc\" name=\"sdendnote21sym\">xxi <\/a>Die \u201eBig Five\u201c des OCEAN-Modells sind im Englischen: Openness to experience, Conscientiousness, Extra-version, Agreeableness, Neuroticism, jeweils auf einer Skala von schwach (-5) bis stark ausgepr\u00e4gt (+5).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote22\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote22anc\" name=\"sdendnote22sym\">xxii <\/a>Hansch, Dieter (2023) Der ehrlichere Name w\u00e4re \u201eSimulierte Intelligenz\u201c, in: FAZ vom 1.3.23, S. N2.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote23\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote23anc\" name=\"sdendnote23sym\">xxiii <\/a>Schulzki-Haddouti, Christiane (2023) Wenn der stochastische Papagei sich verplappert, in: Golem vom 28.2.2023; <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/chatgpt-und-datenschutz-wenn-der-stochastische-papagei-sich-verplappert-2302-172227.html\">https:\/\/www.golem.de\/news\/chatgpt-und-datenschutz-wenn-der-stochastische-papagei-sich-verplappert-2302-172227.html<\/a> (10.6.2023).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote24\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote24anc\" name=\"sdendnote24sym\">xxiv <\/a>Beim deutsch-franz\u00f6sischen Sender Arte gab es im Mai\/Juni 2023 dazu eine ganze Sendereihe mit l\u00e4ngeren Beitr\u00e4gen und kurzen Clips zu einzelnen Social Media Apps (je ca. 8 Minuten), die f\u00fcr den Unterricht zu empfehlen sind.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote25\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote25anc\" name=\"sdendnote25sym\">xxv <\/a>Matthes, Sebastian (2021) Sie haben gelernt, unser Gehirn zu hacken, Interview mit dem Historiker Yuval Noah Harari; in: Handelsblatt vom 30. Dezember 2021 bis 2. Januar 2022, Nr. 253, S. 16-18, <a href=\"https:\/\/futur-iii.de\/2022\/01\/sie-haben-gelernt-unser-gehirn-zu-hacken\/\">https:\/\/futur-iii.de\/2022\/01\/sie-haben-gelernt-unser-gehirn-zu-hacken\/<\/a> (12.6.2023)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote26\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote26anc\" name=\"sdendnote26sym\">xxvi <\/a>Kindeswohlgef\u00e4hrdung von Amts wegen. Offener Brief zu Tablets in Stuttgarter Kitas, vom 18.10.2021, <a href=\"https:\/\/www.aufwach-s-en.de\/2021\/10\/kindeswohlgefaehrdung-von-amts-wegen\/\">https:\/\/www.aufwach-s-en.de\/2021\/10\/kindeswohlgefaehrdung-von-amts-wegen\/<\/a> (9.6.2023).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote27\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote27anc\" name=\"sdendnote27sym\">xxvii <\/a>U.S. Surgeon General (2023) Social Media and Youth Mental Health; <a href=\"https:\/\/www.hhs.gov\/surgeongeneral\/priorities\/youth-mental-health\/social-media\/index.html\">https:\/\/www.hhs.gov\/surgeongeneral\/priorities\/youth-mental-health\/social-media\/index.html<\/a> (10.6.2023).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote28\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote28anc\" name=\"sdendnote28sym\">xxviii <\/a>Siehe z.B. <a href=\"https:\/\/die-paedagogische-wende.de\/category\/diskussion\/studien\/\">https:\/\/die-paedagogische-wende.de\/category\/diskussion\/studien\/<\/a> (12.6.2023).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote29\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote29anc\" name=\"sdendnote29sym\">xxix <\/a>dpa (2000) Joseph Weizenbaum: Das Internet ist ein riesiger Misthaufen. Heise-online, 24.1.2000; <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Weizenbaum-Das-Internet-ist-ein-riesiger-Misthaufen-30053.html\">https:\/\/www.heise.de\/news\/Weizenbaum-Das-Internet-ist-ein-riesiger-Misthaufen-30053.html<\/a> (10.6.2023).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote30\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote30anc\" name=\"sdendnote30sym\">xxx <\/a>Dazu geh\u00f6ren Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V.), der Bundesverband K\u00fcnstliche Intelligenz e.V. , der Bundesverband IT-Mittelstand e.V., das Hasso-Plattner-Institut f\u00fcr Digital Engineering gGmbH und mehrere Lehrerverb\u00e4nde.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote31\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote31anc\" name=\"sdendnote31sym\">xxxi <\/a>GI (2020) Pressemeldung Gesellschaft f\u00fcr Informatik: GI startet \u201eOffensive Digitale Schultransformation\u201c.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote32\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote32anc\" name=\"sdendnote32sym\">xxxii <\/a>Hannes Federrath, Pr\u00e4sident der Gesellschaft f\u00fcr Informatik und Mitinitiator der Initiative; PM vom 18.5.2020.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote33\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote33anc\" name=\"sdendnote33sym\">xxxiii <\/a><a href=\"https:\/\/offensive-digitale-schultransformation.de\/\">https:\/\/offensive-digitale-schultransformation.de\/<\/a> (12.6.2023)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote34\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote34anc\" name=\"sdendnote34sym\">xxxiv <\/a>Wing, Jeannette M.(2006) Computational Thinking. Communications of the ACM, vol. 49, no. 3, pp. 33-35, March 2006; dt. \u00fcbersetzung: &#8222;Computational Thinking \u2013 Informatisches Denken&#8220; von Hermann Hellwagner (AAU Klagenfurt), Gerti Kappel und Radu Grosu (TU Wien).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote35\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote35anc\" name=\"sdendnote35sym\">xxxv <\/a>Cameron, William Bruce (1963) Informal Sociology, a Casual Introduction to Sociological Thinking. New York: Random House.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote36\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote36anc\" name=\"sdendnote36sym\">xxxvi <\/a>Bridle, James (2019) New Dark Age. Der Sieg der Technologie und das Ende der Zukunft, M\u00fcnchen: Beck, S. 12.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote37\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote37anc\" name=\"sdendnote37sym\">xxxvii <\/a>Ebd., S. 46.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote38\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote38anc\" name=\"sdendnote38sym\">xxxviii <\/a>Andreas Schleicher (2018) Pro und Kontra: Brauchen wir Informatik als Pflichtfach in der Schule?, SZ-Beilage: <a href=\"http:\/\/advertorial.sueddeutsche.de\/Arbeit-und-Bildung\/Pro-und-Kontra-Brauchen-wir-Informatik-als-Pflichtfach-in-der-Schule-\/\">http:\/\/advertorial.sueddeutsche.de\/Arbeit-und-Bildung\/Pro-und-Kontra-Brauchen-wir-Informatik-als-Pflichtfach-in-der-Schule-\/<\/a> (14.12.2018).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote39\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote39anc\" name=\"sdendnote39sym\">xxxix <\/a>Ebd.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote40\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote40anc\" name=\"sdendnote40sym\">xl <\/a>Exemplarisch OECD-Koordinator Andreas Schleicher in einem Vortrag 2016 in Sydney: Digitaltechnik k\u00f6nne \u201einnovatives Unterrichten\u201c f\u00f6rdern\u201c (Folie 9). In der Praxis gelinge das nicht. (Folie 10) und man m\u00fcsse es als Realit\u00e4t betrachten, dass Technologie in unseren Schulen mehr schadet als n\u00fctzt \u2013 weil es uns nicht gelun-gen sei, sie gut zu integrieren\u201c (because we have not succeeded in integrating well). Andreas Schleicher: Making Education Everybody\u2019s Business. Er\u00f6ffnungsansprache auf dem Global Education &amp; Skills Forum 2016; Folien <a href=\"https:\/\/de.slideshare.net\/OECDEDU\/making-education-everybodys-business\">https:\/\/de.slideshare.net\/OECDEDU\/making-education-everybodys-business<\/a>; Video (ab Minute 30.45): <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=YArPNnqf4nQ\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=YArPNnqf4nQ<\/a> (10.6.2023).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote41\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote41anc\" name=\"sdendnote41sym\">xli <\/a>Balslev, Jesper (2020) Evidence of a potential. The political arguments for digitizing education 1983 -\u00ac\u2010 2015. Ph.D. Dissertation, Jesper Balslev, Department of Communication and Arts, Roskilde University, January 2020.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote42\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote42anc\" name=\"sdendnote42sym\">xlii <\/a>Das Forum Bildung Digitalisierung e.V. ist eine Initiative der Deutsche Telekom Stiftung, der Bertelsmann Stif-tung, der Dieter Schwarz Stiftung, der Joachim Herz Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Siemens Stif-tung, der Vodafone Stiftung Deutschland und der W\u00fcbben Stiftung.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote43\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote43anc\" name=\"sdendnote43sym\">xliii <\/a>Forum Bildung Digitalisierung: <a href=\"https:\/\/www.forumbd.de\/verein\/\">https:\/\/www.forumbd.de\/verein\/<\/a>; 20.11.2022.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote44\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote44anc\" name=\"sdendnote44sym\">xliv <\/a>Krommer, Axel (2018) Wider den Mehrwert! Oder: Argumente gegen einen \u00fcberfl\u00fcssigen Begriff, <a href=\"https:\/\/axelkrommer.com\/2018\/09\/05\/wider-den-mehrwert-oder-argumente-gegen-einen-ueberfluessigen-begriff\/\">https:\/\/axelkrommer.com\/2018\/09\/05\/wider-den-mehrwert-oder-argumente-gegen-einen-ueberfluessigen-begriff\/<\/a> (12.6.2023).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote45\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote45anc\" name=\"sdendnote45sym\">xlv <\/a>Weniger, E. (2018). zit. n. \u201eDas z\u00e4he Ringen um verpflichtenden Informatikunterricht an Schulen\u201c, in: FAZ v. 27.12.2018, S. 16.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote46\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote46anc\" name=\"sdendnote46sym\">xlvi <\/a>M\u00fcnch, Richard (2018) Der bildungsindustrielle Komplex. Schule und Unterricht im Wettbewerbsstaat, Wein-heim: Beltz.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote47\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote47anc\" name=\"sdendnote47sym\">xlvii <\/a>Gruschka, Andreas (2011) Verstehen lehren. Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr guten Unterricht. Ditzingen: Reclam.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote48\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote48anc\" name=\"sdendnote48sym\">xlviii <\/a>Simanowski, Roberto (2021) Digitale Revolution und Bildung S. 92, Weinheim: Beltz.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote49\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote49anc\" name=\"sdendnote49sym\">xlix <\/a>Luepke, Marc von; Harms, Florian (2020) &#8222;Im schlimmsten Fall kollabiert unsere Weltordnung. Interview mit dem Historiker Harari, 23.10.2020; <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/wissen\/geschichte\/id_88582030\/harari-zur-pandemie-corona-hat-das-potential-die-welt-besser-zu-machen-.html\">https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/wissen\/geschichte\/id_88582030\/harari-zur-pandemie-corona-hat-das-potential-die-welt-besser-zu-machen-.html<\/a> (2.5.2023).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote50\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote50anc\" name=\"sdendnote50sym\">l <\/a>Braun et. al. (2021) Braun, Tom, Andreas B\u00fcsch, Valentin Dander, Sabine Eder, Annina F\u00f6rschler, Max Fuchs, Harald Gapski, Martin Geisler, Sigrid Hartong, Theo Hug, Hans-Dieter K\u00fcbler, Heinz Moser, Horst Niesyto, Horst Pohlmann, Christoph Richter, Klaus Rummler, und Gerda Sieben. 2021. \u00abPositionspapier Zur Weiter-entwicklung Der KMK-Strategie \u2039Bildung in Der Digitalen Welt\u203a\u00bb. MedienP\u00e4dagogik: Zeitschrift f\u00fcr Theorie Und Praxis Der Medienbildung, Nr. Statements and Frameworks (November):1-7. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.21240\/mpaed\/00\/2021.11.29.X\">https:\/\/doi.org\/10.21240\/mpaed\/00\/2021.11.29.X<\/a>. (10.6.2023).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote51\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote51anc\" name=\"sdendnote51sym\">li<\/a> Grunwald, Armin (2019) Gretchenfrage 4.0, in: SZ vom 26.12.2019, S. 9, <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/kuenstliche-intelligenz-gretchenfrage-4-0-1.4736017\">https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/kuenstliche-intelligenz-gretchenfrage-4-0-1.4736017<\/a> (16.6.2023).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote52\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote52anc\" name=\"sdendnote52sym\">lii <\/a>Lankau, Ralf (2020) Alternative IT-Infrastruktur f\u00fcr Schule und Unterricht, PDF: <a href=\"https:\/\/bildung-wissen.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/lankau_flugschrift_web.pdf\">https:\/\/bildung-wissen.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/lankau_flugschrift_web.pdf<\/a> (12.6.2023).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote53\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote53anc\" name=\"sdendnote53sym\">liii <\/a>Hier in dt. \u00dcbersetzung: <a href=\"https:\/\/contractfortheweb.org\/de\/252-2\/\">https:\/\/contractfortheweb.org\/de\/252-2\/<\/a> (10.6.2023).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote54\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote54anc\" name=\"sdendnote54sym\">liv <\/a>Asimov, 2016, S. 157.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote55\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote55anc\" name=\"sdendnote55sym\">lv <\/a>Asimov., 2016, S. 158.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[5,2952],"tags":[],"autoren":[3302],"publikationen":[4041],"class_list":["post-19829","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","category-bildung","category-kuenstliche-intelligenz","autoren-ralf-lankau","publikationen-vorg-247-248"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los \u2026 Lehrkunst, Digitalisierung und Virtualit\u00e4t oder: \u00dcber die R\u00fcckgewinnung der Autonomie \u00fcber das eigene Denken und Handeln - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-247-248\/publikation\/die-ich-rief-die-geister-werd-ich-nun-nicht-los-lehrkunst-digitalisierung-und-virtualitaet-oder-ueber-die-rueckgewinnung-der-autonomie-ueber-das-eigene-denken-und-handeln\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los \u2026 Lehrkunst, Digitalisierung und Virtualit\u00e4t oder: \u00dcber die R\u00fcckgewinnung der Autonomie \u00fcber das eigene Denken und Handeln - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Inzwischen wird Unterrichten und Lernen durch mechanische Lehrer (heute digitale Systeme) reduziert auf abfragbares Repetitionswissen, das nach Alters- und Leistungsstufen vermittelt und sofort abgepr\u00fcft wird. Lernen wird zur Re-Aktion auf Pr\u00fcfungsfragen. Eine Maschine \u201eversteht\u201c ja nicht, was an Texten oder Grafiken angezeigt, per Sprachsoftware artikuliert oder als n\u00e4chste Aufgabe gestellt wird. 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