{"id":20427,"date":"2026-03-18T15:19:21","date_gmt":"2026-03-18T14:19:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?post_type=publikation&#038;p=20427"},"modified":"2026-05-19T11:11:07","modified_gmt":"2026-05-19T09:11:07","slug":"im-gleichschritt-behinderung-und-einschraenkung-gesellschaftlicher-diskurse","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-253\/publikation\/im-gleichschritt-behinderung-und-einschraenkung-gesellschaftlicher-diskurse\/","title":{"rendered":"Im Gleichschritt: Behinderung und Einschr\u00e4nkung gesellschaftlicher Diskurse"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \" align=\"left\"><span id=\"i-ausgangslage\">I. Ausgangs&shy;lage<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">In den vergangenen Jahren wurde eine Reihe von Sachb\u00fcchern publiziert, die das Thema des vorliegenden Heftes aus unterschiedlichen Perspektiven und Fachrichtungen beleuchtet: beispielhaft aus juristischer Sicht sind die Arbeiten von Elisa Hoven (2025) sowie Frauke Rostalski (2024), philosophisch hat sich dazu unter anderem Julian Nida-R\u00fcmelin (2025) ge\u00e4u\u00dfert, und in demokratie- beziehungsweise politikwissenschaftlicher Hinsicht haben sich etwa Ulrike Gu\u00e9rot (2025) sowie Rainer Mausfeld (2025) zu Wort gemeldet. Alle diese Beitr\u00e4ge analysieren und kritisieren ein gravierendes Syndrom der Gef\u00e4hrdung von Demokratie und Rechtsstaat: die Einschr\u00e4nkung \u00f6ffentlicher Diskursr\u00e4ume. Die Gef\u00e4hrlichkeit dieser Einschr\u00e4nkung besteht darin, dass damit das Freiheitsverst\u00e4ndnis des Grundgesetzes in Frage gestellt wird. Die Angriffe auf die Freiheitsrechte erfolgen in paradoxer Weise unter Berufung auf diese Rechte. Die Einschr\u00e4nkung der \u00f6ffentlichen Diskursr\u00e4ume diene dem Schutz der Freiheitsrechte: insbesondere der Meinungs-, Presse- und Informationsfreiheit und der Kunst- und Wissenschaftsfreiheit (Art. 5 GG), der Glaubens- und Gewissensfreiheit (Art. 4 GG), sowie der Versammlungsfreiheit (Art. 8 GG). Es sind dies Freiheiten, die in letzter Instanz ihren Ursprung in der Aufkl\u00e4rung haben und universelle Geltung beanspruchen. Am \u201eProjekt der Aufkl\u00e4rung, der Sch\u00e4rfung der Urteilskraft durch Dialog, durch \u00f6ffentlichen Vernunftgebrauch, durch wechselseitige Anerkennung als Gleiche, Freie und Vernunftf\u00e4hige\u201c ist festzuhalten (Nida-R\u00fcmelin 2025: 141).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Vor diesem Hintergrund sollen hier einige grundlegende Zusammenh\u00e4nge und einzelne Aspekte, worin die Einschr\u00e4nkung der \u00f6ffentlichen Debatten- und Diskursr\u00e4ume sichtbar werden, aufgezeigt werden, wobei der zeitliche Ausgangspunkt daf\u00fcr in der Pandemiezeit gesehen wird, fortgef\u00fchrt bis heute in den Zeiten der Kriege in der Ukraine und in Gaza, verst\u00e4rkt durch den ausgreifenden \u201eTrumpismus\u201c seit 2025. Freilich gab es bereits zuvor Anzeichen staatlicher und medialer Diffamierung, aber auch Kriminalisierung gesellschaftlicher Kr\u00e4fte. Diese Anzeichen sowie die wachsenden Freiheitsbeschr\u00e4nkungen befinden sich in einem Wechselspiel mit einer \u201eCancel Culture\u201c oder \u201eVerbotskultur\u201c, die von Teilen der Zivilgesellschaft selbst betrieben wird.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \" align=\"left\"><span id=\"ii-gesellschaftspolitische-verortungen\">II. Gesell&shy;schafts&shy;po&shy;li&shy;ti&shy;sche Verortungen<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Im Zusammenhang mit dem Rechtsruck, vor allem in seinen spezifischen Ausformungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (Heitmeyer 1994; 2018) beziehungsweise eines \u201edemokratischen Faschismus\u201c (Nachtwey\/Amlinger 2025) ist Folgendes zu sehen: So umfasst eine Liste rechter Gewaltakte gegen Kulturbetriebe 20 kleingedruckte Seiten und stellt den Abschluss eines Berichts zur Bedrohungslage der Kulturarbeit durch rechts dar (Laudenbach 2023). Dem entspricht, dass die \u201eNeue Rechte\u201c Kultur als Konfliktfeld f\u00fcr sich entdeckt hat und \u201emit einigem Aufwand kontinuierlich bearbeitet\u201c (Laudenbach 2022: 104).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Die Angriffslust im medialen Diskurs w\u00e4chst generell \u2013 besonders in den \u201esozialen\u201c Netzwerken, die diesen Entwicklungsprozess spiegeln. \u201eHier agiert man aus der Distanz, \u00fcberzieht missliebige Personen mit Shitstorms, stellt sie blo\u00df, zerst\u00f6rt ihren Ruf, ihre Existenz [&#8230;].\u201c (Engler 2025: 21) Gleichwohl darf folgende \u201eDialektik\u201c nicht \u00fcbersehen werden: Diese Art von Rechtsruck erh\u00e4lt Auftrieb gerade durch staatliche und leitmediale \u201eCancel Culture\u201c sowie dementsprechende Einschr\u00e4nkung von Diskurs- und Debattenr\u00e4umen, sofern diese als vorrangige oder gar alleinige staatliche Mittel im Kampf gegen rechte politische gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und \u201edemokratischen Faschismus\u201c angewandt werden. Juli Zeh h\u00e4lt vor allem \u201egute Politik und guten Journalismus\u201c f\u00fcr ad\u00e4quat, um die hohen Zustimmungswerte f\u00fcr die AfD zu reduzieren, eine Politik und einen Journalismus, an denen es seit Jahren fehle (Lang-Lengdorff\/Unfried\/Zeh 2025).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Denn in der aktuellen Situation einer neoliberalen Gesellschaft, einer besonders aggressiven Phase des Kapitalismus, werden soziale Versprechen nicht mehr eingehalten. Die Menschen erleben eine Abwertung ihrer F\u00e4higkeiten; Solidarit\u00e4t geht verloren. Zunehmend sind Menschen der Missachtung ausgesetzt. Die Rechte abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigter werden beschnitten, die Zahl prek\u00e4r existierender Menschen w\u00e4chst. Die Infrastruktur verkommt, Konkurrenzen um Wohnraum, medizinische Versorgung, Schul- und Studienpl\u00e4tze werden gr\u00f6\u00dfer. Es kristallisiert sich ein erhebliches Ma\u00df an Armut heraus.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Gerade in solcher gesellschaftlichen Phase r\u00fcckt das politische Spektrum nach rechts, mithin erfolgt eine Verschiebung des Diskurses nach rechts. Begriffe, Rhetorik, Sprache der Rechten werden von liberaler, konservativer und auch sozialdemokratisch orientierter Politik sowie den Mainstreammedien \u00fcbernommen. Damit gehen Prozesse der Normalisierung des <i>democratic backsliding<\/i> einher \u2013 des schleichenden Verfalls demokratischer Verfahrensweisen und Institutionen.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Verursacht wird dieser Prozess durch die sich versch\u00e4rfenden gesellschaftlichen Widerspr\u00fcche, durch krisenhafte sozio\u00f6konomische und \u00f6kologische Entwicklungen im lokalen und globalen Ma\u00dfstab und die sich daraus ergebenden Narrative jener, die im Besitz der hegemonialen Kr\u00e4fte sind.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Tats\u00e4chlich handelt es sich also nicht ausschlie\u00dflich um eine Diskursverschiebung nach rechts, sondern um eine Polarisierung im Kampf um politische und weltanschauliche Hegemonie verschiedener Diskurse. Die staatlichen Reaktionen auf diese Widerspr\u00fcche beg\u00fcnstigen ein gravierendes Erstarken der gesellschaftlichen Rechten und deren Position im b\u00fcrgerlichen Spektrum.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Ausnahmezust\u00e4nde wie die Coronapandemie, die durch den Krieg in der Ukraine entstehenden atomaren Gefahren und den im Anschein eines V\u00f6lkermordes stattfindenden Krieg Israels in Gaza, zunehmende Armut und soziale Verwerfungen, eine \u00f6kologische Krise etc. werden sukzessive zum Dauerzustand. Giorgio Agamben ([1995] 2021) geht davon aus, dass der Ausnahmezustand in der Demokratie bereits zum Dauerzustand geworden ist und dadurch Demokratie und Rechtsstaatlichkeit erheblichen Gef\u00e4hrdungen und permanent erfolgenden Einschr\u00e4nkungen ausgesetzt sind, sei es auf schleichende, sei es auf eskalierende Weise.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \" align=\"left\"><span id=\"iii-gesellschaftstheoretische-verortungen\">III. Gesell&shy;schafts&shy;the&shy;o&shy;re&shy;ti&shy;sche Verortungen<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Aber es ist nicht allein der gesellschaftspolitische Zustand, der sich berechtigter Kritik ausgesetzt sieht. Auch in gesellschaftstheoretischer Hinsicht gilt es, bestimmte Zusammenh\u00e4nge zu betrachten. Etwa weist Susan Neiman (2023) nach, dass sich linke Bewegungen mit einer identit\u00e4tspolitischen Kritik an der Aufkl\u00e4rung der Konzepte beraubt, die gegen den Rechtsruck dringend gebraucht werden (vgl. Fallois 2026).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Dem liegt folgende gesellschaftliche Entwicklung zugrunde: W\u00e4hrend auf der Seite der Kapitalkonzentration und seiner Akkumulation nur die historisch anhaltende Zuspitzung zu beobachten ist, vollzieht sich ein Prozess der Ver\u00e4nderung der Strukturen der gesellschaftlichen Zwischenschichten. Besonderen Ver\u00e4nderungen ist das Kleinb\u00fcrgertum unterworfen. In der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts verschob sich seine Struktur vom kleinen Gewerbetreibenden und Handwerker zur \u201eProfessional Managerial Class\u201c. Der Begriff beschreibt die Gruppe akademisch gebildeter Funktionstr\u00e4ger*innen, die nun die Gruppe zwischen Kapital und Arbeit bilden. Wie es einst die Aufgabe des Kleinb\u00fcrgertums war, kommt auch ihnen nun eine gesellschaftliche Disziplinierungsfunktion zu (Schlaudt\/Burnfin 2025), die sie als stetig wachsende gesellschaftliche Gruppe gegen\u00fcber der traditionellen Arbeiterklasse inne hat, die jedoch angesichts der Entwicklung der Produktivkr\u00e4fte kleiner wird.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Zwischen diesen Schichten entsteht ein Konflikt: Die neue \u201eProfessional Managerial Class\u201c setzt gegenw\u00e4rtig auf Libertinage, Diversifizierung, Political Correctness, Antirassismus und Antidiskriminierung (Dingeldey 2025: 384-386). Die traditionelle Arbeiterklasse driftet als Gegenbewegung nach rechts.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Der Diskurs zwischen den in ihrer sozialen und \u00f6konomischen Abh\u00e4ngigkeit vereinten Schichten ist nachhaltig gest\u00f6rt, die Kommunikation wegen der Entfremdung voneinander nur schwer m\u00f6glich. Die politische Rechte greift dies mittels diffamierender Zuschreibungen auf, die die Entfremdung zwischen den Gruppen zum Ausdruck bringen und sich in verrohten politischen Debatten widerspiegeln.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Nida-R\u00fcmelin (2025: 140) bescheinigt bestimmten linken politischen Theoretiker*innen, wie Chantal Mouffe, dass sie unter Bezug auf Carl Schmitt eine politische Praxis kritisieren, die sich um Verst\u00e4ndigung bem\u00fcht. Zu beobachten sei eine Schmitt-Renaissance, deren politische Zuschreibung \u00fcbergreifend ist. Nicht zuletzt der mit dem Machtantritt von Donald Trump erfolgende autorit\u00e4re Staatsumbau in den USA (Solty 2025) und die Negierung des V\u00f6lkerrechts, zu der er sich klar bekennt (im Originalton Trumps: \u201eIch brauche kein V\u00f6lkerrecht\u201c, wobei eine Erg\u00e4nzung wie \u201eIch bin das Recht\u201c nur konsequent erscheint), legen davon Zeugnis ab. Dessen ausstrahlende internationale Wirkung zeigt sich nicht zuletzt auch an dem Erstarken von politisch rechten Kr\u00e4ften in Europa. Damit einher geht nicht nur eine Renaissance des Freund-Feind-Denkens bei Schmitt, sondern auch die missbr\u00e4uchliche Aneignung der linken Staatstheorie von Antonio Gramsci. Der b\u00fcrgerliche Staat sieht sich immer weniger in der Lage, \u201eHegemonie [als Zustimmung] gepanzert mit Zwang\u201c zu gew\u00e4hrleisten, in der die integrativen, auf Zustimmung und Loyalit\u00e4t gerichteten Momente die Oberhand behalten (Gramsci [1929-1935] 2012: 783; vgl. Buckel\/Fischer- Lescano 2007).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Diese Unf\u00e4higkeit macht sich die \u201eNeue Rechte\u201c zu eigen, indem sie versucht, Gramscis Hegemonie-Theorie zu usurpieren und dabei Werte wie nationale Identit\u00e4t, Hierarchie und Tradition in den Mittelpunkt zu stellen. F\u00fcr Gramsci hingegen war das Ziel eine Gesellschaft, die auf Pluralit\u00e4t und sozialer Gerechtigkeit basiert, kulturelle Hegemonie war f\u00fcr ihn ein Werkzeug der Befreiung (Fachstelle Extremismusdistanzierung 2025). Die gesellschaftliche Linke muss sich Gramsci in genau solchem Sinne aneignen. Voraussetzung daf\u00fcr ist das Ringen um das Verst\u00e4ndnis der Aufkl\u00e4rung und die Verst\u00e4ndigung dar\u00fcber. Oder auch \u2013 um einen pointierten Beitrag von Michael J\u00e4ger (2026) aufzugreifen: <i>Wie wir mit Gramsci die Demokratie gegen Trump und Thiel verteidigen k\u00f6nnen<\/i>. Verst\u00e4ndigung, so Nida-R\u00fcmelin (2025: 140ff.),<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>\u201esetzt die wechselseitige Anerkennung zumindest als Gespr\u00e4chspartner voraus. Mit Personen, die ich hasse, oder die ich mit Gewalt bek\u00e4mpfe, gehe ich nicht in den Dialog. Es ist das dialogische Verst\u00e4ndnis politischer Kommunikation in der Demokratie, die ihre Gegner ablehnen. [\u2026] Im Gegensatz zwischen einem dialogischen und einem polemischen Verst\u00e4ndnis des politischen Diskurses liegt die tiefere Problematik einer Praxis des Zum-Verstummen-Bringens, des Cancelns unliebsamer Auffassungen, der Unterdr\u00fcckung abweichender Meinungen, der Formatierung des politischen Diskurses. Treten wir als Feinde in den \u00f6ffentlichen Raum der Gr\u00fcnde, mit dem Ziel, den anderen zu vernichten, ihn jedenfalls zum Schweigen zu bringen, oder sind wir bereit, im Geiste des Fallibilismus die eigene Position kritischen Einw\u00e4nden auszusetzen und sie gegebenenfalls zu revidieren?\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Hier wird die Idee eines offenen Diskurses verteidigt, der auf J\u00fcrgen Habermas zur\u00fcckgeht, wonach jede*r mitsprechen darf. Was wir in der Wirklichkeit erleben, sei jedoch eine <i>Diskursvulnerabilit\u00e4t<\/i>. Das hei\u00dft, dass sich eine Vielzahl von Menschen gegen\u00fcber bestimmten Themen, Argumenten, Personen als extrem verletzlich zeigten und das als Grund gelte, nicht zuzuh\u00f6ren oder zu diskutieren. So aber funktioniere Demokratie nicht. Man solle genau dorthin gehen, \u201ewo es schmerzt, auch um Br\u00fccken zu bauen\u201c. Die Alternative sei, dass sich Lager bilden und nur noch innerhalb dieser Lager miteinander gesprochen werde (Beer\/Rostalski 2025). Es sind jedoch Politik und Medien, die diese <i>Diskursvulnerabilit\u00e4t<\/i> mit erzeugen, statt die Freiheiten des Grundgesetzes realiter zu verteidigen und sich damit in der Praxis zum Erbe der Aufkl\u00e4rung zu bekennen. Denn die Verschr\u00e4nkung von identit\u00e4tspolitischen Debatten, linker Selbstkritik und rechter Vereinnahmung ereignet sich im Rahmen einer affektiven Moralisierung (Dingeldey\/Sheplyakova 2025: 358f.). So praktizieren auch die herrschende Politik und viele Leitmedien das Gegenteil von guter Politik und gutem Journalismus, sondern zeigen eine <i>totale Moral<\/i>, auch wenn es sich bei den konkreten repressiven Folgen, wie zu zeigen sein wird, oftmals um den Anschein von Einzelf\u00e4llen handelt. Doch jeder Einzelfall beinhaltet ein gewolltes einsch\u00fcchterndes Bedrohungs- und Abschreckungspotential, das Demokratie und Rechtsstaat gef\u00e4hrdet. Dabei l\u00e4sst sich nicht einmal mehr das gefl\u00fcgelte Wort <i>Wehret den Anf\u00e4ngen<\/i> benutzen, da dieses sich auf ein fr\u00fchzeitiges Stadium von Gefahren bezieht. Dieses Stadium indes ist l\u00e4ngst \u00fcberschritten. Wie fortgeschritten dieser Prozess ist, zeigen nicht nur wissenschaftliche Untersuchungen, sondern auch empirische Erhebungen von Nichtregierungsorganisationen, wie jene des Civicus-Monitors, der der Zivilgesellschaft Deutschlands bescheinigt, dass diese nicht mehr frei arbeiten k\u00f6nne (Nowak 2025; Strittmatter 2026).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Es bedurfte keiner hellseherischen Gabe, um vorauszusehen, dass die Pr\u00fcfungen der UN-Sonderberichterstatterin f\u00fcr Meinungs- und \u00c4u\u00dferungsfreiheit, Irene Khan, die vom 26. Januar bis zum 6. Februar 2026 in Deutschland f\u00fcr verschiedene Bereiche des Rechts stattfanden \u2013 darunter Medienfreiheit, Meinungsfreiheit im Internet und Hassrede, Meinungsfreiheit im Rahmen der Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit sowie Teilhabe am \u00f6ffentlichen Leben \u2013 zu einem \u00e4hnlichen Ergebnis f\u00fchren w\u00fcrden. Nach Abschluss der Untersuchungen stellte Khan so auch fest, dass die Meinungsfreiheit in Deutschland zunehmend schwinde und durch mehrere negative Trends untergraben werde. Deutschland befinde sich an einem \u201eScheideweg\u201c (Grigutsch 2026). Der schriftliche Bericht wird dem UN-Menschenrechtsrat im Juni 2026 vorgelegt.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \" align=\"left\"><span id=\"iv-fragestellungen\">IV. Frage&shy;stel&shy;lungen<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">F\u00fcr die Auswahl der Beitr\u00e4ge in dem vorliegenden Heft spielten neben den aufgezeigten grundlegenden Zusammenh\u00e4ngen und Einzelaspekten die konkrete Realit\u00e4t der Einschr\u00e4nkung von Diskursr\u00e4umen eine Rolle, wobei mit der vorliegenden Ausgabe nicht vollumf\u00e4nglich die Thematik abgedeckt werden kann. Bei einer ganzen Reihe von Fragen handelt es sich um nach wie vor bestehende programmatische Aufgabenstellungen, die wir aber zumindest angedeutet haben wollen, nicht ohne zuvor darauf hinzuweisen, dass dabei bedeutende Probleme der Einschr\u00e4nkung von Diskursr\u00e4umen mit einem Kampf um Deutungshoheit verbunden sind, der seinerseits die Meinungsfreiheit gef\u00e4hrdet. Auf zwei besonders virulente Beispiele kann hier leider nicht n\u00e4her eingegangen werden, weil f\u00fcr ihre Er\u00f6rterungen notwendiger Tiefe in einem \u00dcberblickbeitrag wie dem vorliegenden nicht gen\u00fcgend Platz zur Verf\u00fcgung steht. Wenigstens genannt aber seien zum einen die v\u00f6llig unterschiedlichen Auseinandersetzungen um die einseitigen und negativen Berichterstattungen \u00fcber Ostdeutschland in den Leitmedien (Schirrmeister 2026), und zum anderen die \u00f6ffentlichen Interpretationen der ver\u00f6ffentlichten Epstein-Files (Sch\u00e4fer 2026). Nicht unerw\u00e4hnt soll schlie\u00dflich der neueste \u201eCoup\u201c von Bundeskanzler Merz bleiben, der eine Klarnamenpflicht im Internet fordert, worin ein Frontalangriff auf gleich mehrere Grundrechte zum Ausdruck kommt (Reuter 2026).<\/p>\n<h4 class=\"\"><span id=\"a-corona\">a) Corona<\/span><\/h4>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Immer mehr hat sich herausgestellt, dass herrschende Politik mit Unterst\u00fctzung weiter Teile der Medien grundlegende Verfassungsrechte missachtet und eingeschr\u00e4nkt hat, dass Ma\u00dfnahmenkritiker*innen als mitunter rechtsoffene Verschw\u00f6rungstheoretiker*innen und \u201eQuerdenker\u201c pauschal verunglimpft und auch verfolgt wurden.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Derzeit besteht weitgehend Konsens bei der Forderung, diese Defizite bei der Bek\u00e4mpfung der Corona-Pandemie aufzuarbeiten, auch, um das schwerwiegend gest\u00f6rte Vertrauensverh\u00e4ltnis zwischen Bev\u00f6lkerung und Staat zu befrieden. Die Umsetzung steht jedoch vor Schwierigkeiten. Seien es die Forderungen nach parlamentarischen Untersuchungsaussch\u00fcssen oder der Aufkl\u00e4rung der Rolle der Medien \u2013 es existieren bewusst herbeigef\u00fchrte politische und mediale Widerst\u00e4nde.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Was die Untersuchungsrichtungen der Einengung von Diskursr\u00e4umen betrifft, ist Folgendes zu sehen:<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Zum einen geht es um die retrospektive Untersuchung,<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\" align=\"justify\">inwieweit durch die Corona-Politik und die unterst\u00fctzenden Medien Diskursr\u00e4ume f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung eingeschr\u00e4nkt wurden, insbesondere hinsichtlich der Einschr\u00e4nkung der pers\u00f6nlichen Freiheit wie auch der Meinungsfreiheit, nicht selten verbunden mit staatlichen Repressalien, Stigmatisierungen und Diffamierungen,<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\" align=\"justify\">zugleich aber auch darum, welche politischen Diskursr\u00e4ume betroffen waren, welche Intransparenz der Staat an den Tag legte, um die Bev\u00f6lkerung \u00fcber bestimmte Fragen und Zusammenh\u00e4nge, wie auch virologische Feststellungen und Einsch\u00e4tzungen im Unklaren zu lassen,<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\" align=\"justify\">oder konkrete Gef\u00e4hrdungssituationen in einer Weise darzustellen, die nicht den Tatsachen entsprachen und nicht im Einklang mit den Warnungen von Wissenschaftler*innen, Psycholog*innen und Mediziner*innen waren, aber f\u00fcr Einschr\u00e4nkungen von Verfassungsrechten genutzt worden sind.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Zum anderen betrifft das Thema der Einengung von Diskursr\u00e4umen die politische und mediale Aufarbeitung, was sich an den Widerst\u00e4nden gegen die Art und Formen der Aufarbeitung, die mit Rechtfertigungen und politischen Verharmlosungen einhergehen, zeigt.<\/p>\n<h4 class=\"\"><span id=\"b-im-krieg-sterben-zuerst-wahrheit-und-freie-diskurse\">b) Im Krieg sterben zuerst Wahrheit und freie Diskurse<\/span><\/h4>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Der v\u00f6lkerrechtswidrige Krieg Russlands gegen die Ukraine, der wohl als provoziert betrachtet werden muss, m\u00fcndete in einen Stellvertreterkrieg des Westens gegen Russland. Dabei sind wir Zeug*innen eines geostrategischen Ver\u00e4nderungsprozesses. Die bipolare Weltordnung wankt zugunsten einer neuen Ordnung, die zugleich das aktuelle Machtgef\u00fcge gef\u00e4hrdet. Dem wird mit einer Politik der Hochr\u00fcstung begegnet, die den Weltfrieden bedroht. In der Durchsetzung dieses Versuchs des Erhalts der Bipolarit\u00e4t wird im \u00f6ffentlichen Diskurs zunehmend die Sprache des Krieges strapaziert. Die Rede von der Kriegst\u00fcchtigkeit, von der russischen Gefahr f\u00fcr Europa und das Geschacher um den Anteil der R\u00fcstungsausgaben am Bruttosozialprodukt m\u00f6gen als Beispiele gen\u00fcgen.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Diskurse, die das Friedensstreben in den Mittelpunkt stellen, wurden angesichts dieser Gemengelage angegriffen, ihre Vertreter*innen oft diffamiert und ausgegrenzt. Die Zuspitzung erlaubte kein Fairplay im Sinne eines offenen Diskurses. Die Bedrohungslage spaltet die Gesellschaft (Zick 2016: 214) und f\u00fchrt zur Verrohung politischer Debatten.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Gegenw\u00e4rtig scheint jedoch die Tendenz zu entstehen, dass vor dem Hintergrund st\u00e4rkerer diplomatischer Bem\u00fchungen, den Krieg zu beenden, die Debattenr\u00e4ume wieder etwas gr\u00f6\u00dfer werden, was keine nennenswerten Auswirkungen auf die Aufhebung der Sanktionen hat, die gegen\u00fcber Personen ausgesprochen wurden, deren Kritik an der Kriegsunterst\u00fctzung der Ukraine durch den Westen als besonders nachhaltig gelten. Doch scheint deren Sanktionierung vor allem eine Abschreckungsfunktion gegen\u00fcber anderen Kriegskritiker*innen erf\u00fcllen zu sollen. Genannt sei der Fall des Schweizer Milit\u00e4ranalysten und Autors Jacques Baud, der von der Europ\u00e4ischen Union (EU) bis zur Gef\u00e4hrdung seiner Existenz sanktioniert wurde. Bereits ein Jahr zuvor wurden die Journalistin Alina Lipp und der Journalist Thomas R\u00f6per von der EU mit Einreiseverboten belegt und ihre Konten eingefroren. Die offizielle Begr\u00fcndung lautet, dass beide \u201esystematisch russische Desinformation verbreitet\u201c h\u00e4tten. Zu Recht wird daran kritisiert, dass die EU damit eine rote Linie \u00fcberschreitet, denn es gebe \u201ekein Verfahren, keine Verteidigung, kein Urteil, nur eine politische Bewertung. Meinungs\u00e4u\u00dferung wird zum politischen Delikt\u201c (Burbach 2025). Genannt seien aber auch die beruflichen innerstaatlichen Repressalien gegen\u00fcber dem Journalisten Patrick Baab durch die Berliner Hochschule f\u00fcr Medien, Kommunikation und Wirtschaft sowie die Universit\u00e4t Kiel (Hett 2024). Gegen beide setzte sich Baab juristisch erfolgreich zur Wehr.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Die Einschr\u00e4nkung der Diskursr\u00e4ume im Rahmen des Ukraine-Krieges ist zugleich gekennzeichnet durch eine beispiellose Russophobie. Abgesagt werden Auftritte russischer K\u00fcnstler*innen; geduldet werden russische K\u00fcnstler*innen in Deutschland zumeist nur dann, wenn sie sich in aller \u00d6ffentlichkeit gegen den russischen Angriffskrieg wenden. \u00d6ffentliche Personen in Deutschland, die sich gegen Waffenlieferungen an die Ukraine aussprachen, wurden und werden zum Teil noch durch die von Staat und Medien befeuerte \u00f6ffentliche Meinung als \u201ePutinversteher\u201c oder \u201ePutinknechte\u201c diffamiert. Diese Diffamierung galt auch Pazifist*innen, die vor allem durch Medienvertreter*innen als \u201eLumpenpazifisten\u201c beschimpft wurden. So entstand ein gesellschaftspolitisches antirussisches Klima, das an die reaktion\u00e4re Zeit in der Bundesrepublik der 1950er und 1960er Jahre erinnert.<\/p>\n<h4 class=\"\"><span id=\"c-bedingungslose-solidaritaet-mit-israel-als-deutsche-staatsraeson\">c) Bedin&shy;gungs&shy;lose Solidarit&auml;t mit Israel als deutsche Staatsr&auml;son<\/span><\/h4>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Anders als im Ukrainekrieg gestaltet sich die Zerst\u00f6rung des Diskurses angesichts des Krieges im Gazastreifen. Die Solidarit\u00e4t mit Israel war angesichts des terroristischen \u00dcberfalls der Hamas auf Unschuldige allumfassend. Nachdem Israel in putativer Notwehr den Gazastreifen angriff, scheinbar wahllos t\u00f6tete und die Infrastruktur nachhaltig zerst\u00f6rte, kam die Frage nach einem genozidalen Vorgehen Israels gegen\u00fcber Pal\u00e4stinenser*innen auf. Die Opferzahlen auf pal\u00e4stinensischer Seite erh\u00e4rten diese Vermutung, der sofort mit dem Antisemitismusvorwurf begegnet wurde. <i>Antisemitismus<\/i> wurde zum Kampfbegriff, der darauf abzielte, das pal\u00e4stinensische Leid unaussprechbar zu machen.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Das f\u00fchrte dazu, dass Israel und die deutsche Staatsr\u00e4son den Antisemitismus und das j\u00fcdischen Menschen in der deutschen Geschichte angetane Leid instrumentalisierten und es in Stellung brachten gegen das Leid, das die rechtsextreme israelische Regierung Pal\u00e4stinenser*innen antut. Etwa wurde der Journalist H\u00fcseyin Do\u011fru f\u00fcr seine israelkritische Haltung von der EU sanktioniert. Das traf ihn unmittelbar in seiner Existenz.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Nicht \u00fcbersehen werden darf, dass die Einschr\u00e4nkung der Debattenr\u00e4ume im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg auch j\u00fcdische Intellektuelle betraf, die sich kritisch mit jenen auseinandersetzen, die eine einseitige Solidarit\u00e4t mit der pal\u00e4stinensischen Seite bekunden w\u00fcrden und ihnen deshalb Israel-Hass unterstellt wird. Diese kritischen Stimmen wurden durch linke Pal\u00e4stina-Aktivist*innen unterbunden, wie das Beispiel Eva Illouz zeigt, was die \u201eDiagnose eines autorit\u00e4r wirkenden linken Antisemitismus zu best\u00e4tigen [scheint]\u201c (Hanloser 2026).<\/p>\n<h4 class=\"\"><span id=\"d-politisches-strafrecht-und-andere-staatliche-repressalien\">d) Politisches Strafrecht und andere staatliche Repres&shy;sa&shy;lien<\/span><\/h4>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Die Einengung der Diskursr\u00e4ume erfolgt auch durch die Anwendung politischen Strafrechts und durch andere staatliche Repressalien. Derartiges bezieht sich dabei etwa auf:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\" align=\"justify\">Widerstand gegen die staatlichen Corona-Ma\u00dfnahmen und Teilnahme an Versammlungen und Demonstrationen;<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\" align=\"justify\">Erfindung der Formel \u201everfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates\u201c als trojanisches Pferd zur Konstruktion von strafbarem Verhalten;<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\" align=\"justify\">\u00f6ffentliche \u00c4u\u00dferungen oder Bekundungen zur Legitimierung des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine;<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\" align=\"justify\">\u00f6ffentlich bekundeter Widerstand gegen den Gaza-Krieg Israels, auch durch \u00c4u\u00dferung der Formel \u201eFrom the river to the sea, Palestine will be free\u201c, selbst wenn diese sich nicht gegen das Existenzrecht Israels richtet;<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\" align=\"justify\">abgesagte \u00f6ffentliche Veranstaltungen von israelkritischen, selbst j\u00fcdischen Personen des \u00f6ffentlichen Lebens, wie Wissenschaftler*innen, Politiker*innen sowie Autor*innen; Beispiele daf\u00fcr sind die Absagen von deutschen Veranstaltungen mit Francesca Albanese, der UN-Sonderberichterstatterin f\u00fcr das besetzte pal\u00e4stinensische Gebiet;<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\" align=\"justify\">Abschiebung von Personen in ihre Herkunftsl\u00e4nder, die an propal\u00e4stinensischen Demonstrationen teilgenommen haben, ohne dass diesen kriminelles Verhalten vorgeworfen werden kann;<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\" align=\"justify\">Verfolgung vermeintlicher Beleidigungen von Politiker*innen; hier spielt die Strafvorschrift des \u00a7 188 StGB eine unr\u00fchmliche Rolle (\u201eGegen Personen des politischen Lebens gerichtete Beleidigung, \u00fcble Nachrede und Verleumdung\u201c).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\" align=\"justify\">Gewichtige Stimmen sprechen sich f\u00fcr die Abschaffung dieses Paragrafen der \u201ePolitikerbeleidigung\u201c aus, zumal er ausgeweitet und zu einem relativen Antragsdelikt wurde, was bedeutet, dass der Staat von sich aus aktiv werden kann, das hei\u00dft, die Staatsanwaltschaften k\u00f6nnen \u00f6ffentliches Interesse an der Strafverfolgung geltend machen, ohne dass der vermeintlich Beleidigte einen privaten Strafantrag von sich aus stellen muss, wie das zuvor zwingend der Fall war (Beer\/ Rostalski 2025). Auch der Straftatbestand der Volksverhetzung (\u00a7 130 StGB) wurde in den vergangenen Jahren erweitert, was zu Gefahren f\u00fcr die Meinungsfreiheit f\u00fchrte, beispielsweise zu jener, dass Historiker*innen nicht mehr ohne Strafbarkeitsrisiko solche \u201eForschungsergebnisse ver\u00f6ffentlichen, wenn diese die Feststellung enthielten, dass ein bestimmtes historisches Ereignis entgegen der in Politik, Justiz und Gesellschaft vorherrschenden Ansicht kein V\u00f6lkermord oder kein Kriegsverbrechen gewesen sei\u201c (Mitsch 2023: 17). Mittlerweile wurden erneute Gesetzesinitiativen ergriffen, um \u00a7 130 StGB noch weiter zu versch\u00e4rfen. Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist offenbar bereits darauf ausgerichtet (H\u00f6rnle 2025a). \u00dcberhaupt ist die Debatte zu f\u00fchren, ob und inwieweit mittels Strafrechtsausweitung Hass und Hetze wirksam bek\u00e4mpft werden kann (H\u00f6rnle 2025b);<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\" align=\"justify\">unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Ermittlungsma\u00dfnahmen wie Untersuchungen von Verd\u00e4chtigen und Beschuldigten sowie Beschlagnahmungen beim Verdacht derartiger Straftaten;<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\" align=\"justify\">Strafverfolgung oder K\u00fcndigungen von kritischen Professor*innen als Mittel der Disziplinierung, die eklatante Eingriffe in die Wissenschaftsfreiheit darstellen (Egner\/Uhlenwinkel 2025);<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\" align=\"justify\">Verweigerung der Anstellung\/Verbeamtung von kapitalismuskritischen, Bewerber*innen. Auf den ersten Blick existiert hier kein Unterschied zur Verweigerung von Anstellung\/Verbeamtung oder Entfernung aus dem \u00f6ffentlichen Dienst von Bewerber*innen mit rechtsextremer Gesinnung. Doch unter Anwendung der antikommunistischen Totalitarismustheorie f\u00fchrt das dazu, dass die \u201eneuen Berufsverbote\u201c eher Personen mit linker Weltanschauung betreffen und in Wirklichkeit damit die \u201ealten Berufsverbote\u201c Urst\u00e4nde \u201efeiern\u201c;<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\" align=\"justify\">Festzustellen sind auch Repressalien gegen\u00fcber besonders gesellschaftskritischen Vereinen und Organisationen wie die Sperrung von Bankkonten der Roten Hilfe sowie der DKP.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Es sei hinzugef\u00fcgt, dass in einer ganzen Reihe dieser F\u00e4lle die Instanzgerichte auf Freispr\u00fcche entschieden oder dem Ausspruch von Strafma\u00dfnahmen der vielfach geringen Tatschwere Rechnung trugen. Hinsichtlich eher geringer strafrechtlicher Ma\u00dfnahmen muss jedoch unterschieden werden zwischen jenen, die gerechtfertigt sind, und solchen, die zur Abschreckung und Bedrohung anderen gegen\u00fcber ausgesprochen werden. Letzteres gilt beispielsweise f\u00fcr den Fall der Entscheidung des Freiburger Amtsgerichts, dem Abiturienten Bentik wegen Memes gegen die Bundeswehr 15 gemeinn\u00fctzige Arbeitsstunden aufzuerlegen. Hier wurde der legitime Sch\u00fclerprotest gegen die Militarisierung der Gesellschaft als Beleidigung der Bundeswehr kriminalisiert (Dreyer 2026). Bemerkenswert und so nicht unbedingt erwartbar sind neueste Entscheidungen des BVerfG, mit denen die Meinungsfreiheit nachhaltig gesch\u00fctzt wird, indem die Instanzgerichte ermahnt werden, die verfassungsrechtlichen Anforderungen an die Sinnermittlung von vermeintlichen Beleidigungen sowie die Kontextbezogenheit der \u00c4u\u00dferungen zu beachten (Kolter 2026).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Im Hinblick auf bestimmte verwaltungsrechtliche und arbeitsrechtliche Ma\u00dfnahmen gegen Kritiker*innen im Kontext der genannten Symptomatik wurden solche von den Fachgerichten mitunter korrigiert. Dazu geh\u00f6rt auch die Aufhebung des staatlichen Verbots bestimmter Medienerzeugnisse. Allerdings f\u00e4llt auch die Unterschiedlichkeit der Rechtsprechung in vergleichbaren F\u00e4llen auf, insbesondere im Strafrecht. Nicht zu \u00fcbersehen ist ferner, dass in Bezug auf Restriktionen im Zusammenhang mit staatlichen Corona-Ma\u00dfnahmen sowohl der Bundesgerichtshof wie auch das Bundesverfassungsgericht trotz des in Anspruch genommenen Weges dorthin selbst offensichtlich rechtswidrige Ma\u00dfnahmen kaum einmal aufgehoben haben. Mit dieser Feststellung soll nicht geleugnet werden, dass Tatgeschehen, das sich auf Gewalt oder auch schwerwiegende Beleidigungen und Hass gr\u00fcndete, zu Recht der strafrechtlichen Verfolgung ausgesetzt war und ist. Ob und inwieweit hinsichtlich von verh\u00e4ngten freiheitsentziehenden Strafen bei Umgehung von Corona-Ma\u00dfnahmen durch Straftaten wie Betrug und Urkundenf\u00e4lschungen jedoch der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeitsgrundsatz gewahrt wird, d\u00fcrfte weiter f\u00fcr \u00f6ffentlichen Gespr\u00e4chsstoff sorgen und das letzte juristische Wort noch nicht gesprochen sein (Becchi 2026).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Ein weiterer unr\u00fchmlicher \u201eH\u00f6hepunkt\u201c des politischen Strafrechts im Kontext der Einschr\u00e4nkung von Diskursr\u00e4umen entsteht durch das vom Deutschen Bundestag am 15. Januar 2026 verabschiedete Gesetz zur Anpassung von Straftatbest\u00e4nden und Sanktionen bei Verst\u00f6\u00dfen gegen EU-Restriktionsma\u00dfnahmen. Strafbar ist dann, wer sanktionierten Personen finanzielle Zuwendungen zukommen l\u00e4sst, oder wer sie bei der Einreise in ein anderes EU-Land unterst\u00fctzt (Monroy 2026).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Generell wird an diesem Gesetz kritisiert, dass es sich dabei um ein spezifisches neu geschaffenes Strafrecht durch die Hintert\u00fcr handele, mit dem die Unschuldsvermutung umgekehrt werde und dass aus Ordnungswidrigkeiten Straftaten werden, ohne dass daf\u00fcr der Rechtsweg vorgesehen sei (Hermann 2026). EU-Parlamentarier*innen fordern vom Europ\u00e4ischen Parlament, sich dem entgegenzustellen. Es ist bezeichnend, dass dar\u00fcber in den deutschen Leitmedien bisher kaum berichtet wird. Am 17. Februar 2024 ist zudem der Digital Services Act (kurz: DSA) in Kraft getreten. Damit kann die EU festlegen, was Plattformen wie Meta, TikTok, X etc. von ihren Seiten streichen m\u00fcssen und was nicht. Dar\u00fcber hinaus gibt es einen \u201eKrisenmechanismus\u201c, der der EU noch weitreichendere Eingriffsrechte gibt. Es gibt Bestrebungen innerhalb der EU, auf dieser Grundlage ein orwellianisch anmutendes \u201eWahrheitsministerium\u201c zu gr\u00fcnden (Friedrich 2024; Braungart 2025; Boehme-Ne\u00dfler 2026).<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \" align=\"left\"><span id=\"v-rolle-der-medien\">V. Rolle der Medien<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Im Hinblick auf die aufgezeigten Gef\u00e4hrdungen der verfassungsrechtlichen Grundfreiheiten in Rechtsstaat und Demokratie erweisen sich insbesondere viele Leitmedien nicht als H\u00fcter der Grundrechte, wenn sie beispielsweise Kriegspropaganda betreiben, Kriegst\u00fcchtigkeit (Arnold\/Diestel 2025; Scheidler 2025) fordern und alle m\u00f6glichen Akteure diffamieren.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Demgegen\u00fcber gelten als kritische Medien heute bestimmte \u201ealternative\u201c Medien, die sich jenseits des Mainstreams bewegen und jene Einschr\u00e4nkungen der Diskurs- und Debattenr\u00e4ume zu Recht anprangern, die vorstehend aufgezeigt wurden. Dazu geh\u00f6ren etwa solche Plattformen wie Nachdenkseiten, Overton oder Printmedien wie der Freitag und die junge Welt. Auch die Berliner Zeitung erweist sich als ein aufgekl\u00e4rtes kritisches Medium, das sich \u00e4hnlich wie der Freitag einer solchen Verst\u00e4ndigung verschrieben hat. Einige Leitmedien versuchen sich darin, kritische Medien \u2013 gerade wie die Berliner Zeitung \u2013 auf ihre Weise zu diffamieren (M\u00fcller 2026).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Es mag sein, dass Mainstreammedien ihre Berichterstattung als Ausfluss der Pressefreiheit betrachten; sie seien eben so frei, ihre Staatsn\u00e4he zu dokumentieren. Richard David Precht und Harald Welzer gehen in ihrem Buch <i>Die vierte Gewalt. Wie Mehrheitsmeinung gemacht wird, auch wenn sie keine ist<\/i> der Beobachtung nach, warum der Vertrauensverlust der B\u00fcrger*innen gegen\u00fcber solchen Medien so hoch ist. Sie gelangen zu dem Ergebnis, wie es auch unserem Eindruck zu Grunde liegt: Die Mainstreammedien erf\u00fcllen nur mangelhaft ihre Aufgabe der St\u00e4rkung der Demokratie und der Kontrolle des Staates, denn die Meinungsvielfalt ist deutlich geringer, als es der Pluralismus in einer demokratischen Gesellschaft verlangt (Precht\/Welzer 2024). Es nimmt deshalb nicht Wunder, dass das Buch bei seinem Erscheinen in den Leitmedien fast nur auf negatives Echo stie\u00df. Das kritisiert auch Hoven (2025: 28), indem sie feststellt, dass darauf eine grundlegende \u00f6ffentliche Debatte \u00fcber die Verantwortung der Medien im \u00f6ffentlichen Diskurs h\u00e4tte stattfinden m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Immerhin sahen sich Precht und Welzer im Unterschied zu Michael Meyen oder die Zeitung junge Welt keinen staatlichen Repressalien ausgesetzt (Milkow 2026). Es ist die Berliner Zeitung, die sich kritisch zum \u201eFall Meyen\u201c ge\u00e4u\u00dfert hat. Und diese Zeitung ist es auch, die sich auf die Seite der jungen Welt stellt, die immer wieder im Verfassungsschutzbericht erscheint und dort als vermeintlich verfassungsfeindlich abgestempelt wird (Tr\u00f6ger 2024). Nicht nur, dass das Verwaltungsgericht Berlin am 18. Juli 2024 entschied, dass die marxistisch orientierte junge Welt weiterhin in den j\u00e4hrlichen Berichten des sogenannten Verfassungsschutzes als \u201elinksextremistisch\u201c und folglich verfassungsfeindlich aufgef\u00fchrt werden darf, womit die Todeserkl\u00e4rung der Pressefreiheit jedenfalls insoweit juristisch abgesegnet wurde; jener Richter, der Vizepr\u00e4sident des Verwaltungsgerichts Berlin, Wilfried Peters, der so entschied, wurde ein Jahr sp\u00e4ter zum Leiter des \u201eVerfassungsschutzes\u201c Brandenburgs ernannt. Das ist ein Grund mehr, dass nicht die Verfassung vor der jungen Welt zu sch\u00fctzen ist, sondern die junge Welt vor dem \u201eVerfassungsschutz\u201c.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Welche Rolle der \u201eVerfassungsschutz\u201c gegen\u00fcber vermeintlichem Linksextremismus aktuell spielt, zeigt sich auch daran, dass er die Einb\u00fcrgerung des linken Gewerkschafters Danial Bamdadi verhindert (Scholz 2026). Einmal mehr erweist sich, dass die kritische Position der Humanistischen Union gegen\u00fcber dem \u201eVerfassungsschutz\u201c bedeutsam und berechtigt ist (Humanistische Union\/Internationale Liga f\u00fcr Menschenrechte\/Bundesarbeitskreis Kritischer Juragruppen 2013).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Eine kritische Betrachtung verdienen schlie\u00dflich auch die sozialen Medien. Angesto\u00dfen wurde eine berechtigte Debatte dar\u00fcber, wie die sozialen Medien am Beispiel von Instagram die Politik beeinflussen. Die sozialen Medien w\u00fcrden immer mehr zum Austragungsort f\u00fcr politische Debatten.<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>\u201eUnd je lauter diese Debatten auf den Plattformen werden, desto mehr \u00fcbertr\u00e4gt sich die gesellschaftliche Polarisierung auf die dortigen Communitys. Andererseits leisten die sozialen Medien aktuell selbst einen Beitrag zur Polarisierung. Dass die Plattformen besonders stark emotionalisierenden Content priorisieren, f\u00f6rdert Echokammern.\u201c (Schulz\/Giglinger 2026)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Hinzu kommt der unter anderem von Hoven (2025: 51ff.) notwendigerweise gef\u00fchrte Diskurs \u00fcber \u201eSoziale Netzwerke und Wahrheit\u201c und was gegen Fake News hilft (vgl. H\u00f6rnle 2025b).<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"vi-fazit\">VI. Fazit<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\" align=\"justify\">Wir sehen keine Patentl\u00f6sung, den beschriebenen Gleichschritt bei der Behinderung und Einschr\u00e4nkung gesellschaftlicher Diskurse zum Stoppen zu bringen. Dass dieser Gleichschritt der Demokratie und des Rechtsstaates wegen gestoppt werden muss, ergibt das Ergebnis des Versuchs vorstehender Bestandsaufnahme, worin dieser Gleichschritt besteht. Letztlich deuten die dabei vorgenommenen gesellschaftspolitischen sowie gesellschaftstheoretischen Verortungen darauf hin, worin das eigentliche Problem besteht. So banal es klingen mag, bedarf es einer konsequent anderen Politik und einer anderen Medienwelt, die in der Praxis die Freiheiten des Grundgesetzes ernst nehmen, die sich dem fortschrittlichen Erbe der Aufkl\u00e4rung und der Mitmenschlichkeit verpflichtet f\u00fchlen. Eine Analyse der gesellschaftlichen und medialen Wirklichkeit, die vorstehend nur angedeutet werden konnte und notwendigerweise an der Oberfl\u00e4che bleiben musste, zeigt aber dennoch die Verwerfungen einer realen Politik und Medienwelt, die Freiheit, Frieden, Rechtsstaat und Demokratie gern in den Mund nehmen, in Wirklichkeit aber den Kurs auf eine gef\u00e4hrliche Entwicklung von Staat und Gesellschaft genommen haben. Es gibt eine ganze Reihe von partikularen Gegenbewegungen, die zwar ernsthaft auf die Erhaltung von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat ausgerichtet sind, sei es parteipolitisch, politisch au\u00dferparlamentarisch, zivilgesellschaftlich, medial \u2013 aber es kann nicht von einer sich an relativer Geschlossenheit orientierenden politischen und sozialen Gegenmacht gesprochen werden. Einer solchen aber bedarf es, um die herrschende Politik und die Leitmedien an dem immer weiter voranschreitenden Gleichschritt zu hindern.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\"><i>Ein letzter Gedanke: <\/i>Der Kampf f\u00fcr die Erhaltung von Frieden, Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat ist nichts Geringeres als der Kampf um einen humanistischen b\u00fcrgerlichen Staat, und zwar unabh\u00e4ngig von der wichtigen Frage, ob es einen solchen kapitalistischen Staat \u00fcberhaupt geben kann (Arnold 2016: 84). Diese Frage wird in dem Moment zweitrangig, wenn die Errungenschaften des b\u00fcrgerlichen Staates existentiell gef\u00e4hrdet erscheinen, was bei der derzeitigen Einschr\u00e4nkung von Debattenr\u00e4umen und den damit zusammenh\u00e4ngenden gesellschaftlichen Zust\u00e4nden der Fall ist. Eine antikapitalistische reale Zukunftsvision \u2013 wozu sich die Autoren dieses Beitrages bekennen \u2013 kann erst von einem rechtsstaatlichen, demokratischen b\u00fcrgerlichen Staat aus gedacht werden. Gerade auch deshalb ist er zu verteidigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"v-autoreninfo-western\"><strong class=\"western\">Prof. Dr. <\/strong><strong class=\"western\">J\u00f6rg Arnold<\/strong> ist Strafrechtswissenschaftler und war bis zum Ruhestand Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalit\u00e4t, Sicherheit und Recht. Er ist habilitierter Honorarprofessor an der Universit\u00e4t M\u00fcnster sowie Rechtsanwalt in Freiburg; ferner Mitglied der Redaktion der <b>vor<\/b><i>g\u00e4nge<\/i>. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist nach wie vor das Thema \u201eFrieden durch Recht\u201c. Zuletzt von ihm dazu erschienen: <i>Kriegst\u00fcchtig. Nein danke. Pl\u00e4doyer f\u00fcr Frieden und V\u00f6lkerrecht, <\/i>Das Neue Berlin, Berlin 2025 (mit Peter-Michael Diestel).<\/p>\n<p class=\"v-autoreninfo-western\"><strong class=\"western\">Dr. Wolfram Grams<\/strong> ist Oberstudiendirektor a. D. Er hat Sozialp\u00e4dagogik, Politik und Philosophie in Hildesheim, Hannover und Marburg studiert und bei Reinhard K\u00fchnl mit einer Arbeit zur Kontinuit\u00e4t nazistischer Eliten im Bildungswesen von BRD und DDR promoviert. Er war langj\u00e4hrig als Lehrbeauftragter an Hochschulen, in der \u00f6ffentlichen Verwaltung und in der gewerkschaftlichen Arbeit. Zahlreiche Ver\u00f6ffentlichungen und Vortr\u00e4ge zur Allgemeinen P\u00e4dagogik, Sozialarbeit, Schule und Bildungspolitik. Langj\u00e4hrige T\u00e4tigkeit als Direktor beruflicher Schulen mit dem Schwerpunkt Sozialp\u00e4dagogik. Grams ist stellvertretender Vorsitzender der Humanistischen Union und Mitglied der Redaktion der <b>vor<\/b><i>g\u00e4nge<\/i>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"\"><span id=\"literatur\">Literatur<\/span><\/h3>\n<p align=\"justify\"><em>Agamben, Giorgio<\/em> [1995] 2021: Homo sacer. Die souver\u00e4ne Macht und das nackte Leben, 13. Aufl., Frankfurt am Main.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Arnold, J\u00f6rg<\/em> 2016: Wohin sind wir unterwegs? Nachdenken \u00fcber Christa Wolfs \u201eStadt der Engel\u201c, in: Pl\u00f6se, Michael\/Fritsche, Thomas\/Kuhn, Michaela\/L\u00fcders, Sven\/Kuhn, Michael (Hrsg.): <em>\u201eWor\u00fcber reden wir eigentlich?\u201c Festgabe f\u00fcr Rosemarie Will<\/em>, unter Mitarbeit von Rosemarie Will, Berlin, S. 62\u201386.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Arnold, J\u00f6rg\/Diestel, Peter-Michael<\/em> 2025: Kriegst\u00fcchtig. Nein danke. Pl\u00e4doyer f\u00fcr Frieden und V\u00f6lkerrecht, Berlin.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Beer, Maximilian\/Rostalski, Frauke<\/em> 2025: \u201eDas f\u00fchrt zu Selbstzensur\u201c. Ethikrat-Mitglied kritisiert staatliche Eingriffe in Meinungsfreiheit, in: <em>Berliner Zeitung<\/em> vom 03.05.2025, <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/das-fuehrt-zu-selbstzensur-ethikrat-mitglied-kritisiert-staatliche-eingriffe-in-meinungsfreiheit-li.2320958\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/das-fuehrt-zu-selbstzensur-ethikrat-mitglied-kritisiert-staatliche-eingriffe-in-meinungsfreiheit-li.2320958<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Becchi, Franz<\/em> 2026: Trotz Warkens Aussagen zu Therapiefreiheit: \u00c4rztin muss wegen Corona-Attesten erneut ins Gef\u00e4ngnis, in: <em>Berliner Zeitung<\/em> vom 27.01.2026, <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/hausaerztin-aus-sachsen-muss-wegen-corona-attesten-erneut-ins-gefaengnis-li.10015922\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/hausaerztin-aus-sachsen-muss-wegen-corona-attesten-erneut-ins-gefaengnis-li.10015922<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Boehme-Ne\u00dfler, Volker<\/em> 2026: Verfassungsrechtler: \u201eWir sind auf dem Weg in einen Einsch\u00fcchterungsstaat\u201c, in: <em>Berliner Zeitung<\/em> vom 28.01.2026, <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/verfassungsrechtler-volker-boehme-nessler-wir-sind-auf-dem-weg-in-einen-einschuechterungsstaat-li.10016009\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/verfassungsrechtler-volker-boehme-nessler-wir-sind-auf-dem-weg-in-einen-einschuechterungsstaat-li.10016009<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Braungart, Eva Maria<\/em> 2025: Koalition will L\u00fcgen verbieten? \u201eKann nicht sein, dass sich der Staat zum Wahrheitsministerium aufschwingt\u201c, in: <em>Berliner Zeitung<\/em> vom 28.03.2025, <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/koalition-will-luegen-verbieten-kann-nicht-sein-dass-der-staat-sich-zum-wahrheitsministerium-aufschwingt-li.2311481\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/koalition-will-luegen-verbieten-kann-nicht-sein-dass-der-staat-sich-zum-wahrheitsministerium-aufschwingt-li.2311481<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Buckel, Sonja\/Fischer-Lescano, Andreas<\/em> (Hrsg.) 2007: Hegemonie gepanzert mit Zwang. Zivilgesellschaft und Politik im Staatsverst\u00e4ndnis Antonio Gramscis, Baden-Baden.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Burbach, G\u00fcnther<\/em> 2025: Demokratie unter Druck, in: <em>Overton Magazin<\/em> vom 03.06.2025, <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/politik\/demokratie-unter-druck\/\">https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/politik\/demokratie-unter-druck\/<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Dingeldey, Philip<\/em> 2025: \u201eErst kommt das Fressen, dann kommt die Identit\u00e4t\u201c. Zwei Formen der Intersektionalit\u00e4t im Spannungsfeld von totaler Moral und Solidarit\u00e4t, in: <em>Rechtsphilosophie<\/em>, Jg. 11, H. 4, S. 384-395.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Dingeldey, Philip\/Sheplyakova, Tatjana<\/em> 2025: Totale Mortal. Zur politischen Funktionalisierung der moralischen Effekte, in: <em>Rechtsphilosophie<\/em>, Jg. 11, H. 4, S. 357\u2013362.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Dreyer, Ruta<\/em> 2026: Der Bundeswehr ein Dorn im Auge, in: <em>Neues Deutschland<\/em> vom 07.01.2026, <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1196661.antimilitarismus-der-bundeswehr-ein-dorn-im-auge.html\">https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1196661.antimilitarismus-der-bundeswehr-ein-dorn-im-auge.html<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Engler, Wolfgang<\/em> 2025: Stand der Zivilisation, Berlin.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Fachstelle Extremismusdistanzierung<\/em> 2025: Kulturelle Hegemonie Neue Rechte. Warum das Weltbild der neuen Rechten f\u00fcr ihre eigenen Anh\u00e4nger unattraktiv sein m\u00fcsste \u2013 und welche Gefahr die Begriffs\u00fcbernahme birgt, in: <em>Fachstelle Extremismusdistanzierung<\/em> vom 06.01.2025, <a href=\"https:\/\/fexbw.de\/kulturelle-hegemonie-neue-rechte\/\">https:\/\/fexbw.de\/kulturelle-hegemonie-neue-rechte\/<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Friedrich, Marc<\/em> 2024: Das Wahrheitsministerium ist da \u2013 der Digital Services Act, in: <em>Wirtschaft TV<\/em> vom 23.02.2024, <a href=\"https:\/\/wirtschaft-tv.com\/wissen\/das-wahrheitsministerium-ist-da-der-digital-services-act.html\">https:\/\/wirtschaft-tv.com\/wissen\/das-wahrheitsministerium-ist-da-der-digital-services-act.html<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Gramsci, Antonio<\/em> [1929-1935] 2012: Gef\u00e4ngnis-Hefte, Bd. 4: Hefte 6-7, Hamburg.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Grigutsch, Max<\/em> 2026: Deutschland am Scheideweg, in: <em>Junge Welt<\/em> vom 09.02.2026, <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/517097.deutschland-am-scheideweg.html\">http:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/517097.deutschland-am-scheideweg.html<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Gu\u00e9rot, Ulrike<\/em> 2025: ZeitenWenden. Skizzen zur geistigen Situation der Gegenwart, Neu-Isenburg.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Hanloser, Gerhard <\/em>2026: Vernarrt in Narrative, in: <em>Junge Welt<\/em> vom 05.02.2026, <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/516948.antisemitismusvorw\u00fcrfe-vernarrt-in-narrative.html\">https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/516948.antisemitismusvorw\u00fcrfe-vernarrt-in-narrative.html<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Heitmeyer, Wilhelm<\/em> 1994: Das Desintegrations-Theorem. Ein Erkl\u00e4rungsansatz zu fremdenfeindlich motivierter, rechtsextremistischer Gewalt und zur L\u00e4hmung gesellschaftlicher Institutionen, in: Ders. (Hrsg.): <em>Das Gewalt-Dilemma. Gesellschaftliche Reaktionen auf fremdenfeindliche Gewalt und Rechtsextremismus<\/em>, Frankfurt am Main, S. 29\u201372.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Heitmeyer, Wilhelm<\/em> 2018: Autorit\u00e4re Versuchungen. Signaturen der Bedrohung, Bd. 1, Berlin.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Hermann, Jana<\/em> 2026: Scharfe Kritik an EU-Sanktionen: Neues Strafrecht ohne Richter? In: <em>Berliner Zeitung<\/em> vom 10.02.2026, <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/von-der-ordnungswidrigkeit-zur-straftat-bundestag-setzt-eu-sanktionsrecht-um-eu-sanktionen-schaerfer-durchgesetzt-bundestag-verschaerft-strafrahmen-li.10018143\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/von-der-ordnungswidrigkeit-zur-straftat-bundestag-setzt-eu-sanktionsrecht-um-eu-sanktionen-schaerfer-durchgesetzt-bundestag-verschaerft-strafrahmen-li.10018143<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Hett, Julian<\/em> 2024: Die Lizenz zum L\u00fcgen, in: <em>Overton Magazin<\/em> vom 17.04.2024, <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/kultur\/die-lizenz-zum-luegen\/\">https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/kultur\/die-lizenz-zum-luegen\/<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>H\u00f6rnle, Tatjana<\/em> 2025a: \u00dcbertriebene absurde Politsatiren als Volksverhetzung bestrafen? BGH. Beschluss v. 04.02.2025 &#8211; 3 StR468\/24 (LG K\u00f6ln), in: <em>Juristenzeitung<\/em>, Jg. 80, H. 15, S. 732.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>H\u00f6rnle, Tatjana<\/em> 2025b: \u201eHass und Hetzes bek\u00e4mpfen\u201c. \u00dcber die Versuchung mit Strafrecht Sprache zu zivilisieren, in: <em>Verfassungsblog <\/em>vom 22.08.2025, <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/hass-und-hetze-bekampfen\/\">https:\/\/verfassungsblog.de\/hass-und-hetze-bekampfen\/<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Hoven, Elisa<\/em> 2025: Das Ende der Wahrheit? Wie L\u00fcgen, Fake News und Framing unsere Gesellschaft bedrohen &#8211; und was wir dagegen tun m\u00fcssen, K\u00f6ln.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Humanistische Union\/Internationale Liga f\u00fcr Menschenrechte\/Bundesarbeitskreis Kritischer Juragruppen<\/em> 2013: Brauchen wir den Verfassungsschutz? Nein! Memorandum, Berlin.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>J\u00e4ger, Michael<\/em> 2026: Wie wir mit Gramsci die Demokratie gegen Trump und Thiel verteidigen k\u00f6nnen, in: <em>Der Freitag<\/em> vom 26.01.2026, <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/michael-jaeger\/gegen-donald-trump-und-peter-thiel-die-demokratie-verteidigen\">https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/michael-jaeger\/gegen-donald-trump-und-peter-thiel-die-demokratie-verteidigen<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Kolter, Max<\/em> 2026: Gerichte d\u00fcrfen Meinungsfreiheit nicht vergessen, in <em>Legal Tribune Online<\/em> vom 25.02.2026, <a href=\"https:\/\/www.lto.de\/recht\/nachrichten\/n\/bverfg-1bvr98625-1bvr58124-beleidigung-meinungsfreiheit-abwaegung\">https:\/\/www.lto.de\/recht\/nachrichten\/n\/bverfg-1bvr98625-1bvr58124-beleidigung-meinungsfreiheit-abwaegung<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Lang-Lengdorff, Antje\/Unfried, Peter\/Zeh, Juli<\/em> 2025: \u201eIch bin nicht der Heldinnen-Typ\u201c. Juli Zeh \u00fcber Nachbarn, die AfD w\u00e4hlen, in: <em>taz <\/em>vom 27.12.2025, <a href=\"https:\/\/taz.de\/Juli-Zeh-ueber-Nachbarn-die-AfD-waehlen\/!6137251\/\">https:\/\/taz.de\/Juli-Zeh-ueber-Nachbarn-die-AfD-waehlen\/!6137251\/<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Laudenbach, Peter<\/em> 2022: \u201eDie Entsiffung des Kulturbetriebs\u201c. Der rechte Angriff auf Kunst und Medien, in: <em>Bl\u00e4tter f\u00fcr deutsche und internationale Politik<\/em> , Jg. 67, H. 8, S. 103\u2013110.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Laudenbach, Peter<\/em> 2023: Volkstheater. Der rechte Angriff auf die Kunstfreiheit, Berlin.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Mausfeld, Rainer<\/em> 2025: Hegemonie oder Untergang. Die letzte Krise des Westens? Neu-Isenburg.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Radio M\u00fcnchen<\/em> 2026: Der Umstrittene &#8211; Erfahrungen mit dem Medienkritiker Prof. Michael Meyen, in: <em>YouTube<\/em> vom 07.01.2026, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=BIAzOELEcSw\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=BIAzOELEcSw<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Mitsch, Wolfgang<\/em> 2023: Die Erweiterung des \u00a7 130 StGB, in: <em>Kriminalpolitische Zeitschrift<\/em>, H. 1, S. 17-22.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Monroy, Matthias<\/em> 2026: Am langen Arm der EU verhungert, in: <em>Neues Deutschland<\/em> vom 21.01.2026, <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1197010.russland-sanktionen-am-langen-arm-der-eu-verhungert.html\">https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1197010.russland-sanktionen-am-langen-arm-der-eu-verhungert.html<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>M\u00fcller, Michael<\/em> 2026: Die Bewertung Gerhard Schr\u00f6ders in der S\u00fcddeutschen Zeitung ist reine Demagogie, in: <em>Berliner Zeitung<\/em> vom 11.02.2026, <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/die-bewertung-gerhard-schroeders-in-der-sueddeutschen-zeitung-ist-reine-demagogie-li.10018416\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/die-bewertung-gerhard-schroeders-in-der-sueddeutschen-zeitung-ist-reine-demagogie-li.10018416<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Nachtwey, Oliver\/Amlinger, Carolin<\/em> 2025: Zerst\u00f6rungslust. Elemente des demokratischen Faschismus, Berlin.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Neiman, Susan<\/em> 2023: Links \u2260 woke, Berlin.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Nida-R\u00fcmelin, Julian<\/em> 2025: \u201eCancel Culture\u201c \u2013 Ende der Aufkl\u00e4rung? Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr eigenst\u00e4ndiges Denken, M\u00fcnchen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Nowak, Peter<\/em> 2025: Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Deutschland hat sich verschlechtert. Peter Nowak, in: <em>Overton Magazin<\/em> vom 17.12.2025, <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/meinungs-und-versammlungsfreiheit-in-deutschland-hat-sich-verschlechtert\/\">https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/meinungs-und-versammlungsfreiheit-in-deutschland-hat-sich-verschlechtert\/<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Precht, Richard David\/Welzer, Harald <\/em>2024: Die vierte Gewalt. Wie Mehrheitsmeinung gemacht wird, auch wenn sie keine ist, M\u00fcnchen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Reuter, Markus 2026: Eine Klarnamenpflicht schadet der Demokratie, in: <em>Netzpolitik<\/em> vom 19.02.2026, <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2026\/autoritaeres-instrument-eine-klarnamenpflicht-schadet-der-demokratie\/\">https:\/\/netzpolitik.org\/2026\/autoritaeres-instrument-eine-klarnamenpflicht-schadet-der-demokratie\/<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Rostalski, Frauke<\/em> 2024: Die vulnerable Gesellschaft. Die neue Verletzlichkeit als Herausforderung der Freiheit, M\u00fcnchen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Sch\u00e4fer, Velter<\/em> 2026: Chomsky, Mette Marit, Oprah und der ewige Putin: Was lehren uns die Epstein-Akten? In: <em>Der Freitag<\/em> vom 12.02.2026, <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/velten-schaefer\/noam-chomsky-mette-marit-oprah-winfrey-was-lehren-uns-die-epstein-akten\">https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/velten-schaefer\/noam-chomsky-mette-marit-oprah-winfrey-was-lehren-uns-die-epstein-akten<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Scheidler, Fabian <\/em>2025: Friedenst\u00fcchtig. Wie wir aufh\u00f6ren k\u00f6nnen, unsere Feinde selbst zu schaffen, Wien.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Schirrmeister, Johannes<\/em> 2026: \u201eSo isser, der Besserwessi\u201c, in: <em>Berliner Zeitung<\/em> vom 12.02.2026, <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/so-isser-der-besserwessi-li.10018448\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/so-isser-der-besserwessi-li.10018448<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Schlaudt, Oliver\/Burnfin, Daniel<\/em> 2025: Die Geburt der woken Falken, in: <em>Der Freitag<\/em> vom 09.01.2025, S. 14\u201315.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Scholz, Nina<\/em> 2026: Zu links f\u00fcr Deutschland? Danial Bamdadi erh\u00e4lt im Prozess prominenten Beistand, in: <em>Der Freitag<\/em> vom 22.01.2026, S. 5.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Schulz, Sophie-Marie\/Giglinger, Marion<\/em> 2026: \u201eAttacke ist der bessere Content\u201c &#8211; wie soziale Medien die Politik ver\u00e4ndern, in: <em>Berliner Zeitung<\/em> vom 01.02.2026, <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/wachstum-durch-zuspitzung-warum-instagram-politische-extreme-belohnt-li.10016744\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/wachstum-durch-zuspitzung-warum-instagram-politische-extreme-belohnt-li.10016744<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Solty, Ingar<\/em> 2025: Trumps Triumph? Gespaltene Staaten von Amerika, autorit\u00e4rer Staatsumbau, neue Blockkonfrontation, Hamburg.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Strittmatter, Judka<\/em> 2026: Wie geht es unserer Meinungsfreiheit? UN-Sonderberichterstatterin inspiziert Deutschland, in: <em>Berliner Zeitung<\/em> vom 25.01.2026, <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/wie-ist-es-um-die-meinungsfreiheit-bestellt-un-sonderberichterstatterin-inspiziert-deutschland-li.10015549\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/wie-ist-es-um-die-meinungsfreiheit-bestellt-un-sonderberichterstatterin-inspiziert-deutschland-li.10015549<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Tr\u00f6ger, Mandy<\/em> 2024: Junge Welt: Warum steht diese Zeitung \u00fcberhaupt im Verfassungsschutzbericht? In: <em>Berliner Zeitung<\/em> vom 09.07.2024, <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/linke-zeitung-junge-welt-warum-steht-sie-ueberhaupt-im-verfassungsschutzbericht-li.2232688\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/linke-zeitung-junge-welt-warum-steht-sie-ueberhaupt-im-verfassungsschutzbericht-li.2232688<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Zick, Andreas<\/em> 2016: Polarisierung und radikale Abwehr \u2013 Fragen an eine gespaltene Gesellschaft und Leitmotive politischer Bildung, in: Ders.\/K\u00fcpper, Beate\/Krause, Daniela: <em>Gespaltene Mitte &#8211; feindselige Zust\u00e4nde. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland<\/em>, Bonn, S. 203\u2013218.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":20423,"template":"","categories":[24,47,2974,16,7,3003],"tags":[],"autoren":[4550],"publikationen":[4546],"class_list":["post-20427","publikation","type-publikation","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-innere-sicherheit","category-lebensweisen-pluralismus","category-pressefreiheit","category-rechtspolitik","category-sozialpolitik","category-verfassungsschutz","autoren-joerg-arnold-wolfram-grams","publikationen-vorg-253"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Im Gleichschritt: Behinderung und Einschr\u00e4nkung gesellschaftlicher Diskurse - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-253\/publikation\/im-gleichschritt-behinderung-und-einschraenkung-gesellschaftlicher-diskurse\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Im Gleichschritt: Behinderung und Einschr\u00e4nkung gesellschaftlicher Diskurse - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"I. 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