{"id":20584,"date":"2026-07-08T14:46:42","date_gmt":"2026-07-08T12:46:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?post_type=publikation&#038;p=20584"},"modified":"2026-07-08T14:46:42","modified_gmt":"2026-07-08T12:46:42","slug":"auf-der-suche-nach-dem-ddr-gefuehl","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-161\/publikation\/auf-der-suche-nach-dem-ddr-gefuehl\/","title":{"rendered":"Auf der Suche nach dem DDR-Gef\u00fchl"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zwei Neuerscheinungen st\u00fcrmten im vergangenen Herbst die Sachbuch-Bestsellerlisten: Dieter Bohlens <em>Nichts als die Wahrheit<\/em> und Jana Hensels <em>Zonenkinder.<\/em> Dieter Bohlen lag wochenlang unangefochten an erster Stelle und fand \u00fcber 500.000 K\u00e4ufer. Aber die Zonenkinder waren ausdauernder. Nie lagen sie wie Bohlen ganz vorn, doch im Februar 2003 rutschte dieser weit nach hinten auf Platz 11 der <em>Spiegel<\/em>-Bestsellerliste, w\u00e4hrend Hensels Buch immer noch den f\u00fcnften Platz innehatte. \u00dcber 115.000 Exemplare verkaufte der Rowohlt Verlag &#8211; und das fast ohne Werbung.<\/p>\n<p>Bohlens und Hensels auf den ersten Blick so unterschiedliche B\u00fccher eint jedoch noch mehr als ihr Verkaufserfolg. Beide Autoren haben Identifikationsb\u00fccher geschrieben. Sie erz\u00e4hlen Geschichten vom Aufstieg und Ankommen in der bundesdeutschen Gesellschaft aus einer urspr\u00fcnglichen Au\u00dfenseiterposition heraus &#8211; von unten nach oben oder doch zumindest von au\u00dfen hinein in die Mitte. Es geht um erfolgreich gemeisterte, vielfach krisenhafte Leben, um Siege und Niederlagen. Den Leser zwingen sie dazu, Position zu beziehen. Man kann nur zustimmen oder ablehnen; in beiden F\u00e4llen definiert man sich selbst. Darin besteht das Geheimnis ihrer au\u00dferordentlichen Erfolge. Vielleicht spendet gerade solcherart Lesestoff in gesamtdeutschen Krisenzeiten besonderen Trost?<\/p>\n<p>Nun mag es beim &#8222;erfolgreichsten Komponisten seit Mozart&#8220; (Bohlen \u00fcber Bohlen) noch einigerma\u00dfen erkl\u00e4rlich sein, weshalb eine halbe Million Menschen bereit ist, Geld f\u00fcr intime Details aus seinem Leben zu bezahlen. Dem omnipr\u00e4senten Dieter Bohlen kann man zwischen <em>Superstar<\/em> und BILD-Schlagzeilen schlecht entkommen. Im Falle einer unbekannten, 1976 geborenen Leipzigerin ist das anders &#8211; ihr pl\u00f6tzlicher Erfolg aus dem Nichts heraus ist in der deutschen Verlagsgeschichte nahezu beispiellos.<\/p>\n<h3 class=\"\"><span id=\"zonenkinder-im-medienrummel\"><br \/>\n<em>Zonenkinder<\/em> im Medienrummel<\/span><\/h3>\n<p>Kaum ein halbes Jahr nach ihrem Erscheinen k\u00f6nnen die <em>Zonenkinder<\/em> schon eine beachtliche Rezeptionsgeschichte vorweisen. Sie begann im Osten: Das September 2002-Heft des <em>Magazins<\/em>, jener ob ihrer erotischen Fotos legend\u00e4ren ostdeutschen Zeitschrift, machte die <em>Zonenkinder<\/em> zum Titelthema und stellte das &#8222;widerspr\u00fcchliche Lebensgef\u00fchl der 20- bis 30j\u00e4hrigen&#8220; anhand der Autorinnen Jana Hensel, Jana Simon (geb. 1972) und Ines Langel\u00fcddecke (geb. 1976) vor (<em>Das Magazin<\/em>, September 2002: 14-19). Doch rasch wurden die <em>Zonenkinder<\/em> auch in Hamburg, Z\u00fcrich, Frankfurt\/Main und M\u00fcnchen entdeckt: <em>Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung<\/em> begr\u00fc\u00dfte enthusiastisch die &#8222;Generation Golf des Ostens&#8220; (FAS vom 8. September 2002). \u00c4hnlich begeistert war der <em>Spiegel<\/em> vom &#8222;H\u00f6hepunkt in der Menge der Lebensbilder auf der Buchmesse&#8220;: Er fand das Buch &#8222;unpr\u00e4tenti\u00f6s und unverschmockt, pr\u00e4zise und klar, mit lyrischen Passagen und literarischen Ambitionen&#8220; (Der Spiegel Nr. 41 vom 7. Oktober 2002: 196-199).<\/p>\n<p>Das sah die <em>Neue Z\u00fcrcher Zeitung<\/em> ganz anders: Sie attestierte dem Buch eine krude &#8222;Mischung aus Selbstbezichtigung und Ostalgie, Selbstironie und pubert\u00e4rem Mitteilungsdrang&#8220; voller Platit\u00fcden (NZZ vom 26. September 2002). Auch in der <em>Frankfurter Allgemeinen<\/em> ging der ostdeutsche Rezensent Peter Richter mit den <em>Zonenkindern<\/em> ins Gericht: Es handele sich &#8222;um den hektisch zusammengeschriebenen Anf\u00fchrer der Sachbuchliste eines Verlages&#8220;, der &#8222;rechtzeitig zur DDR-Erinnerungswelle auf dem Markt sein wollte&#8220; &#8211; &#8222;eine inhaltliche Fehlleistung&#8220; (FAZ vom 5. November 2002, Literaturbeilage). F\u00fcr die <em>S\u00fcddeutsche Zeitung<\/em> deutete deren ostdeutscher Feuilletonredakteur Jens Bisky Wolfgang Englers <em>Die Ostdeutschen als Avantgarde<\/em> und Jana Hensels <em>Zonenkinder<\/em> gemeinsam aus. Auch Bisky konstatierte: &#8222;Das greisenhaft kindlich geschriebene Buch interessiert als Symptom&#8220;; die &#8222;Wende hat die Vielfalt des Lebens im Osten enth\u00fcllt, die &#8218;Zonenkinder&#8216; werden als einf\u00e4ltige Gruppe gezeichnet.&#8220; (SZ vom 9. Oktober 2002)<\/p>\n<p>Bald schon setzte der Metadiskurs ein: die Deutung der Rezeptionsgeschichte. Der <em>Spiegel<\/em> thematisierte zuerst die vehemente Kritik an den <em>Zonenkindern<\/em>, angeblich vorwiegend von ostdeutschen Kritikern vorgebracht, entdeckte bei ihnen gar &#8222;geballte Wut&#8220;. Sowohl Verleger als auch Autorin meinten hilflos, dass sich wohl die Ostdeutschen am Henselschen &#8218;Wir&#8216; st\u00f6ren w\u00fcrden, da ihnen solcherart Zwangsvereinnahmung noch aus DDR-Zeiten verhasst sei (<em>Der Spiegel<\/em> Nr. 2 vom 6. Januar 2003: S. 138-140).[1]<\/p>\n<p>Die ungew\u00f6hnlich polarisierte Debatte verschaffte dem Buch die n\u00f6tige Aufmerksamkeit. Zahlreiche Interviews der Autorin und ihre souver\u00e4nen Auftritte in vielen Talkshows, so in der denkbar westlichsten aller Fernsehsendungen, in der <em>Harald Schmidt Show<\/em>, taten ihr \u00fcbriges.<\/p>\n<h3 class=\"\"><span id=\"schwierigkeiten-mit-den-zonenkindern\"><br \/>\nSchwierigkeiten mit den Zonenkindern<\/span><\/h3>\n<p>Der Vorzug, kaum jemanden gleichg\u00fcltig zu lassen, ist ebenso Teil des Buchkonzepts wie der Drang, m\u00f6glichst viele anzusprechen. Das Buch ist vor allem auf Wirkung kalkuliert. Die knapp \u00fcber 150 Textseiten plus f\u00fcnf Seiten Glossar lesen sich rasch. Gegliedert ist das Buch in acht Kapitel: Kindheit, Heimatgef\u00fchl, Geschmacksfragen, die Beziehung zu den Eltern, Schule in der DDR und nach 1989, Freundschaften und Liebesbeziehungen, Sport und zuletzt Gegenwart und Zukunft der Zonenkinder. All das erinnert an Florian Illies&#8216; <em>Generation Golf,<\/em> weshalb beide B\u00fccher h\u00e4ufig miteinander verglichen wurden &#8211; zu Recht. Das Buch des ehemaligen FAZ-Redakteurs endete in auch auf den Henselschen Versuch passender Selbstironie: &#8222;Wir haben, obwohl kaum erwachsen, schon jetzt einen merkw\u00fcrdigen Hang zur Retrospektive, und manche von uns schreiben schon mit 28 Jahren ein Buch \u00fcber ihre eigene Kindheit, im eitlen Glauben, daran lasse sich die Geschichte einer ganzen Generation erz\u00e4hlen.&#8220; Fragw\u00fcrdig und angreifbar wird Jana Hensels Adaption des Prinzips Illies allerdings durch etwas anderes:<\/p>\n<p>W\u00e4hrend in der <em>Generation Golf<\/em> der geschlossene Raum der Bundesrepublik der 1980er Jahre beschrieben wird, will Jana Hensel Kindheit und Jugend in der DDR\/Ostdeutschland vor und nach 1989, also mithin in zwei verschiedenen Welten, schildern. Hinzu tritt noch die eigene Entdeckung des Westens. Drei Orte hat also dieses Buch &#8211; diese drei Erfahrungen und heterogenen Welten auf einen Nenner f\u00fcr m\u00f6glichst viele junge Ostdeutsche bringen zu wollen, ist ein kaum zu bew\u00e4ltigendes Unterfangen. Zudem hat die Generationenkonstruktion bekanntlich ihre T\u00fccken: Die alle einende Umbruchserfahrung l\u00e4\u00dft sich mit dem Wasser vergleichen, das f\u00fcr alle Schwimmer die gemeinsame Erfahrung ist &#8211; wobei letzteres auch noch zu kl\u00e4ren w\u00e4re. Umbruch ist also nicht gleich Umbruch.<\/p>\n<p>An diesem Ma\u00dfstab gemessen, musste das Buch zu einem problematischen Fall werden. Hensels Handwerkszeug ist das Schleifpapier f\u00fcr die Oberfl\u00e4chenbearbeitung, nicht das Bohrger\u00e4t zum Vordringen in tiefere Schichten. Im Buch weckt sie zwar anf\u00e4nglich die sch\u00f6nsten Hoffnungen: &#8222;Ich m\u00f6chte wieder wissen, wo wir herkommen, und so werde ich mich auf die Suche nach den verlorenen Erinnerungen machen&#8220; (14). Doch die werden rasch entt\u00e4uscht: Zu oft schon hat man sich an die Produktpalette der untergegangenen DDR erinnert, als dass man sich mit Beobachtungen wie &#8222;statt Puffreis a\u00dfen wir Popkorn, die &#8218;Bravo&#8216; ersetzte die &#8218;Trommel'&#8220; (20) zufrieden geben w\u00fcrde. Mit wachsendem \u00c4rger stellt man fest, dass Jana Hensels Erinnerungsarbeit nicht gerade intensiv war, obwohl oder besser gerade weil sie viel in alten Fr\u00f6si-Ausgaben herumgest\u00f6bert hat: Oft genug reduziert sie das Kindsein im Osten auf die Erinnerung an ihre allj\u00e4hrliche Aufregung in der Nacht auf den 13. Dezember, dem Pioniergeburtstag (113). So \u00f6stlich wie bei Hensel war der Osten zu DDR-Zeiten nie. Erstaunlich ist auch die eigent\u00fcmliche Sterilit\u00e4t des Buches: Zwar ist andauernd von den Produkten, Orten und Erlebnissen einer Kindheit in der DDR die Rede, doch es entsteht kein Zusammenhang; alles wird hintereinander weg kurz angerissen. Diese andere Kindheit bleibt seltsam geruchlos, ohne Intensit\u00e4t.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Zeit nach 1989\/90 fallen ihre Beobachtungen deutlich reflektierter aus. Doch auch hier findet sich Abstruses, so die Verkl\u00e4rung Franziska van Almsicks zum gr\u00f6\u00dften Vorbild der Zonenkinder (147ff.) &#8211; von ihr selbst als &#8222;essayistische Idee&#8220; entschuldigt (<em>Berliner Zeitung<\/em> vom 9.\/10. November 2002). Franzi d\u00fcrfte ihre identifikatorischen Qualit\u00e4ten, im Unterschied zu Britney Spears oder Robbie Williams, an nicht allzu vielen Zonenkinder-W\u00e4nden entfaltet haben. Zudem gibt es selbst noch in der f\u00fcnften Auflage Fehler: beispielsweise die Verwandlung des Kirchenjuristen Manfred Stolpe in einen Pfarrer oder die von Rolf Schwanitz, Staatsminister im Kanzleramt, in einen &#8222;Carsten Schwanitz&#8220; (73). Die Schwierigkeiten von Politik und Moral sind Hensels Sache ohnehin nicht: &#8222;Die Stasi-Diskussion geht uns am Arsch vorbei&#8220;, so ihr knackiges Statement (<em>Saarbr\u00fccker Zeitung<\/em> vom 2. November 2002).<\/p>\n<h3 class=\"\"><span id=\"ddr-gefuehl-oder-ddr-erinnerung\"><br \/>\nDDR-Gef\u00fchl oder DDR-Erinnerung<\/span><\/h3>\n<p>Ein Trugschluss offenbart sich somit schnell: Es geht in Jana Hensels Text nicht um die Erinnerung an die DDR oder um die Umbrucherfahrung nach 1989. Denn sie erinnert sich nicht an ihre DDR-Kindheit, sondern versucht sie zu empfinden. Dieser Unterschied ist nicht zu untersch\u00e4tzen: Die DDR mutiert im R\u00fcckblick zu einem DDR-Gef\u00fchl. Durch dieses DDR-Gef\u00fchl, das naturgem\u00e4\u00df noch diffuser und schwankender als die Erinnerung ausf\u00e4llt, ist das Andocken an vielf\u00e4ltige Erfahrungen m\u00f6glich. Deshalb m\u00fcssen die <em>Zonenkinder<\/em> auch an der Oberfl\u00e4che bleiben, um diese allseitige Anschlussf\u00e4higkeit nicht zu gef\u00e4hrden. Das hat mit Erinnerungsliteratur im eigentlichen Sinne nicht mehr viel zu tun. Jana Hensel selbst hat oft darauf verwiesen, dass sie 1989 erst dreizehn Jahre alt war und somit viele Erfahrungen des DDR-Alltags nicht in ihr Buch h\u00e4tte aufnehmen k\u00f6nnen. Umso dr\u00e4ngender h\u00e4tte sich ihr eigentlich die Frage nach der Pr\u00e4gekraft fr\u00fcher Bummi-Lekt\u00fcre stellen m\u00fcssen. Sehr schnell w\u00e4re sie dann bei anderen Dingen gelandet, die wichtiger f\u00fcr eine DDR-Kindheit gewesen sind, in ihrem Buch aber wenn \u00fcberhaupt, dann nur schemenhaft vorkommen: Kinder, Eltern, Schule, Konflikte und Gl\u00fccksmomente. Das w\u00e4re jedoch Erinnerungsarbeit gewesen, die das Risiko geringerer Kompatibilit\u00e4t eingegangen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Es bleibt ein erstaunliches Ph\u00e4nomen, dass Mitzwanziger glauben, ihre autobiographisch gef\u00e4rbten Texte k\u00f6nnten unter solchen Umst\u00e4nden interessant genug f\u00fcr eine Ver\u00f6ffentlichung sein. Das spricht f\u00fcr ein ausgepr\u00e4gtes Selbstbewusstsein. Eine gewisse Erfahrungslosigkeit scheint das Verfassen solcher Erz\u00e4hlungen zu bef\u00f6rdern. Die Erinnerungen eines jeden 60- oder 70j\u00e4hrigen Ostdeutschen w\u00e4ren allerdings um einiges spannender. Hensels nicht sonderlich interessante Geschichten profitierten vom Wissen um das Ereignis von 1989, das hinter ihnen lag: Dessen Licht w\u00fcrde auch noch dem Unbedeutendsten den Glanz historischer Wichtigkeit verleihen, so Jens Bisky in der <em>S\u00fcddeutschen Zeitung<\/em> (9. Oktober 2002).<\/p>\n<p>Diese Entscheidung h\u00e4tte Jana Hensel treffen sollen: schreibt man ein Generationenportr\u00e4t, dann muss man mehr Inhalt bieten als schon oft gelesene Problemkonstellationen \u00e1 la &#8222;Die Kaufhalle hie\u00df jetzt Supermarkt&#8220; (21), erst recht, wenn diese Generation vor dem Hintergrund der sp\u00e4ten DDR inszeniert wird. Oder man schreibt die pers\u00f6nliche Erinnerung auf, vielleicht an das Leipzig vor und nach 1989, mit den Augen eines Kindes betrachtet. Dies h\u00e4tte dann mit der daf\u00fcr notwendigen Lust an der seelischen Tiefenbohrung indirekt sogar tats\u00e4chlich eine Generation kreieren k\u00f6nnen. Was f\u00fcr eine Chance wurde hier verpasst!<\/p>\n<h3 class=\"\"><span id=\"die-strategien-der-integrationsliteratur\"><br \/>\nDie Strategien der Integrationsliteratur<\/span><\/h3>\n<p>Doch all diese Kritik kann die Autorin kaum treffen, denn sie verfehlt deren eigentliches Anliegen. Im Grunde best\u00e4tigen vielmehr alle Einw\u00e4nde ihr Konzept: Sie h\u00e4tte beim Schreiben ihre Schulklasse vor Augen gehabt, Kinder von &#8211; in der DDR-Terminologie &#8211; &#8218;Asozialen&#8216;, Funktion\u00e4rskinder, Arbeiterkinder, Kinder aus b\u00fcrgerlichen Elternh\u00e4usern. &#8222;Die sollen das Buch lesen k\u00f6nnen.&#8220; (<em>Berliner Zeitung<\/em> vom 9.\/10. November 2002) Wer dieses heterogene Publikum erreichen will, darf sich um Genauigkeit nicht scheren. Daher ist auch das eigent\u00fcmliche Changieren zwischen &#8222;Ich&#8220; und &#8222;Wir&#8220; ein genialer Schachzug des Buches: Er suggeriert immer eine Position der Autorin, wo f\u00fcr sie doch in Wirklichkeit die Resonanz beim Publikum z\u00e4hlt. Genau dies macht das Buch zu Integrationsliteratur: Der Erfolg misst sich hier nicht mehr an der Stimmigkeit oder Authentizit\u00e4t der Erinnerung, sondern an der medialen Resonanz. Die Zonenkinder sind ein Produkt, das als Konfektionsware Integrationsfunktionen erf\u00fcllt, ganz nach dem aus der Parteienwerbung bekannten Prinzip der Stimmenmaximierung. Es geht um die Integration in den Westen: \u00f6stlich angehauchte Geschichtchen werden in die Formen und Farben des Westens \u00fcbersetzt. Ihre Leistung besteht eben nicht in der Erinnerungsarbeit. Ostdeutsche k\u00f6nnen sehen, dass es eine der ihren mit den gleichen Geschichten, die auch sie h\u00e4tten erz\u00e4hlen k\u00f6nnen, geschafft hat &#8211; sogar bis zu Harald Schmidt. Diese Literatur ist im doppelten Wortsinne angekommen. Jana Hensel hat verstanden, dass ihre Herkunft ihr Kapital ist, das, den Marktgegebenheiten angepasst, eine sch\u00f6ne Rendite abwirft: &#8222;Wir wollen Geld verdienen und allen zeigen, dass wir die Spielregeln des Westens gelernt haben und damit umgehen k\u00f6nnen&#8220; (80). &#8222;Ich denke viel intellektueller, als mein Buch geschrieben ist&#8220; &#8211; gerne glaubt man ihre nachtr\u00e4gliche Rechtfertigung (zit. n. Der Spiegel Nr. 2 vom 6. Januar 2003: 140).<\/p>\n<p>Indem sie virtuos die Klaviatur der westdeutsch dominierten \u00d6ffentlichkeit mit scheinbar \u00f6stlichen Geschichten bespielt, ist sie tats\u00e4chlich weniger ein &#8222;zwittriges Ostwestkind&#8220; (74), sondern ein &#8222;erster Wessi aus Ostdeutschland&#8220; (166). In diesem Sinne offenbart sich auch ein &#8222;Ich bin nie ganz angekommen in diesem neuen Deutschland&#8220; (Langel\u00fcddecke 2003: 75) bei n\u00e4herem Hinsehen als Koketterie mit einer allseits goutierten Fremdheit, die in Wirklichkeit sehr wohl anschlussf\u00e4hig an westliche Rezeptionsmuster ist. Die &#8222;Verteidigung unserer Kindheit&#8220; (ebd.: 78) ist unn\u00f6tig, weil es den \u00f6ffentlichen Resonanzraum ohnehin nach den &#8222;anderen&#8220; Erinnerungen d\u00fcrstet, solange die Form kompatibel ist. Doch dieser exotische Status bedeutet Anerkennung und Diskriminierung zugleich; in diesem Spannungsverh\u00e4ltnis liegt das eigentliche Problem.<\/p>\n<p>Auch Hensels Sprache passt in ihr Konzept: Sie ist abgestimmt auf rasche Konsumierbarkeit und auf eine unbestimmte Sehnsucht nach Sentenzen. Wie sich \u00f6stliche und westliche Diktion und sprachliche Motive mittlerweile \u00e4hneln k\u00f6nnen, illustriert folgender Vergleich: Jana Hensel teilt nicht nur ihre Initialen mit einer bekannten anderen j\u00fcngeren Autorin, sondern auch die Vorliebe f\u00fcr Inhalte von Jeans- oder Jackentaschen: &#8220; [&#8230;] die Jacke, die er immer trug und in deren unz\u00e4hligen Taschen er fr\u00fcher alles M\u00f6gliche aufbewahrt hatte, Angelhaken, Vogelfedern, N\u00fcsse und eine Paketschnur, einen kleinen, blauen Stein von der franz\u00f6sischen Atlantikk\u00fcste, ein Token f\u00fcr die Untergrundbahn in New York [usw.]&#8220;, hei\u00dft es bei der einen, und bei der anderen liest man: &#8222;und so habe ich keine Tasche mitgenommen, in der Jeans aber alle meine Sachen verteilt, Hausschl\u00fcssel, Zigaretten, Feuerzeug, ein paar Euro, einen H\u00fchnergott.&#8220; Es ist schwer zu erraten, von wem welcher klischeebeladene Text stammt &#8211; der erste findet sich bei Judith Hermann (Hermann 2003: 166f.), der zweite ist dem Schlusssatz der Zonenkinder entnommen (168). Auch die Sprache ist im Westen angekommen.<\/p>\n<h3 class=\"\"><span id=\"der-osten-als-traumlandschaft-deutscher-gegenwartsliteratur\"><br \/>\nDer Osten als Traumlandschaft deutscher Gegenwartsliteratur<\/span><\/h3>\n<p>Jana Hensels Buch bedurfte eines Vorlaufs, um Resonanz zu erreichen. Vielerorts wurde schon auf den Boom der jungen ostdeutschen Literatur verwiesen, welcher den Zonenkindern vorangegangen war. Seit Mitte der 1990er Jahre re\u00fcssierten DDR-Retro-Parties, wurden B\u00fccher wie Thomas Brussigs <em>Helden wie wir<\/em> zu Verkaufsschlagern, sp\u00e4ter dann Filme wie <em>Sonnenallee<\/em> von Brussig und Regisseur Leander Hau\u00dfmann. Sp\u00e4testens mit diesem Film war die DDR Pop geworden, auch f\u00fcr die Generation Golf. Dasselbe gilt in gewissem Sinne f\u00fcr die Berliner Leseb\u00fchnenbewegung: Witzige Geschichten aus dem Alltagsleben der sp\u00e4ten DDR konnte man da h\u00f6ren, vorgetragen von den jungen Ostautoren Falko Hennig, Jakob Hein oder Jochen Schmidt &#8211; auch dies vor einem gemischten Ost-West-Publikum. Es war das Unernste an diesen Geschichten, das auch dem jungen Westler Spa\u00df machte. B\u00fccher wie<em> Mein erstes T-Shirt<\/em> oder <em>Trabanten<\/em> folgten &#8211; Integrationsliteratur, die eigene Absonderlichkeiten zur Resonanzverst\u00e4rkung benutzte, um so in West und Ost anzukommen.<\/p>\n<p>Doch auch hier lohnt ein genauerer Blick: Im Grunde ist das westdeutsche Interesse f\u00fcr den Osten ein altes Ph\u00e4nomen. Der Soziologe Heinz Bude hat 1996 mit Beispielen von G\u00fcnter Grass bis G\u00fcnter Gaus auf die DDR &#8222;als realexistierende Traum- und Trostlandschaft&#8220; f\u00fcr bundesrepublikanische Bildungsb\u00fcrger vor 1989 verwiesen: &#8222;Der Osten wird zum geheimen Wunschbild einer kulturellen Heimat, die der Nationalsozialismus zerst\u00f6rt hat.&#8220; Bude weiter: &#8222;Da waren noch Geschichten m\u00f6glich, die man sich im gro\u00dfen Konsumverein nicht vorstellen konnte.&#8220; (Bude 1996) Diese Projektionsbeziehung setzte sich im bundesdeutschen Literaturbetrieb, der schon vor 1989 zu Recht gro\u00dfes Interesse an literarischen Erzeugnissen \u00f6stlicher Provenienz hatte, auch nach dem Ende der DDR vielfach fort. Christa Wolfs B\u00fccher verkauften sich weiterhin gesamtdeutsch blendend. Die ostdeutschen Dichter Volker Braun und Durs Gr\u00fcnbein erhielten den B\u00fcchner-Preis. Ingo Schulzes <em>Simple Storys<\/em> wurden zum gesamtdeutschen Bestseller. Doch allm\u00e4hlich wandelte sich das Rezeptionsverhalten, was am Beispiel einiger j\u00fcngerer Autoren sichtbar wird: Gro\u00dfe Literatur wie das Deb\u00fct der 1971 in Ungarn geborenen Ingeborg-Bachmann-Preistr\u00e4gerin Ter\u00e9zia Mora, ihre unter dem Titel <em>Seltsame Materie<\/em> (Reinbek 1999) gesammelten Erz\u00e4hlungen \u00fcber l\u00e4ndliche Kindheiten, verkaufte sich nurmehr m\u00e4\u00dfig. Die nachwachsende westdeutsche Generation, nicht zuletzt in den Feuilletonredaktionen und Rundfunkanstalten, hatte Mitte der 1990er Jahre mittlerweile ihre eigene \u00f6stliche Trostlandschaft auf der Sonnenallee entdeckt. Das waren die popromankompatiblen Formate, die Jungredakteuren die Abgrenzung zur ach so altmodischen \u00c4sthetik der Altvorderen erm\u00f6glichten. Der B\u00fcchner-Preistr\u00e4ger des letzten Jahres ragt da als ein einsamer Fremdk\u00f6rper aus dem Literaturbetrieb: Wolfgang Hilbig, 1941 in Meuselwitz bei Leipzig geboren, musste unter solchen Umst\u00e4nden mit seinem gro\u00dfen, verst\u00f6renden Roman <em>Das Provisorium (<\/em>Frankfurt\/Main 2000), der Schilderung einer entwurzelten Schriftstellerexistenz zwischen beiden deutschen Staaten w\u00e4hrend der 1980er Jahre, auf weitgehendes Unverst\u00e4ndnis bei den n\u00f6tigen Multiplikatoren sto\u00dfen. Vielleicht war er auch nur zu alt?<\/p>\n<p>In j\u00fcngster Zeit mehrten sich ein paar Hoffnungsschimmer, es k\u00f6nnte aus der jungen ostdeutschen Literatur doch noch etwas werden. An erster Stelle w\u00e4re da Andr\u00e9 Kubiczeks (geb. 1969) Deb\u00fctroman <em>Junge Talente<\/em> zu nennen. Auch Jana Simon ist in ihren autobiographischen Beobachtungen ostdeutscher Heranwachsender genauer als Jana Hensel: &#8222;Fr\u00fcher, ein Wort, das diese Generation der in den siebziger Jahren Geborenen zusammenh\u00e4lt &#8211; das einzige vielleicht. Sie hatten dieses komische Land noch miterlebt, das sp\u00e4ter unterging, sie waren sich einig in ihrem Hass dagegen oder in ihrer Gleichg\u00fcltigkeit.&#8220; (Simon 2002: 25) &#8222;Schlie\u00dflich waren sie alle Kinder des Westens, die nur im Osten aufwuchsen, vor\u00fcbergehend&#8220;, so ihre Beschreibung einer DDR-Kindheit (ebd.: 42; zu Kubiczek und Simon vgl. den Literaturbericht in diesem Heft). Man kann nur hoffen, dass diese zarten Pfl\u00e4nzchen durch das heftige <em>Zonenkindergetrampel<\/em> nicht zertreten werden. Vielleicht b\u00f6te ihnen ein Abflauen der medialen Aufregungen einen Schutzraum; die Nischenexistenzen haben sie ja noch in ihren Genen.<\/p>\n<p>Im Westen tauchen jene wieder auf, die auch jenseits der Sonnenallee <em>Ostsucht<\/em> entwickeln: Der M\u00fcnchner Schriftsteller Hans Pleschinski hatte unter diesem Titel schon vor zehn Jahren ein sch\u00f6nes B\u00fcchlein \u00fcber seine Jugenderlebnisse als Westdeutscher mit und in der DDR geschrieben. Zwischenzeitlich bezeichnenderweise fast vergessen, wird es in diesem Fr\u00fchjahr neuaufgelegt: &#8222;Ost-Deutschland ist schlie\u00dflich ein Teil meiner Seele&#8220;, so der Autor, der in einem kleinen Ort drei Kilometer entfernt von der Grenze zur DDR in der L\u00fcneburger Heide aufwuchs (Pleschinski 1993: 8). \u00c4hnliches findet sich im Buch der 1968 geborenen Berliner Journalistin Susanne Leinemann, das im vergangenen Jahr unter dem Titel <em>Aufgewacht. Mauer weg<\/em> erschien (vgl. den Literaturbericht in diesem Heft). Nat\u00fcrlich schimmert auch hier das Traumbild Heinz Budes hindurch: Der Osten wird zur Projektionsfl\u00e4che f\u00fcr westliche W\u00fcnsche und Forderungen. Dennoch beeindrucken diese Ann\u00e4herungsversuche durch ihre Intensit\u00e4t.<\/p>\n<h3 class=\"\"><span id=\"im-wartesaal-die-zukunft-der-oestlichen-erinnerungsliteratur\"><br \/>\nIm Wartesaal: die Zukunft der \u00f6stlichen Erinnerungsliteratur<\/span><\/h3>\n<p>&#8222;Die Zeit w\u00e4re also reif f\u00fcr eine Ost-Berliner Kindheit um 1980&#8220;, diagnostizierte der FAZ-Literaturredakteur Richard K\u00e4mmerlings in Anlehnung an Walter Benjamins Erinnerungswerk noch vor der Ver\u00f6ffentlichung der <em>Zonenkinder<\/em> (K\u00e4mmerlings 2002: 109). Er verwies auf den besonderen Erfahrungsraum Ost, der zu autobiographisch grundierter Literatur pr\u00e4destiniere. Lenkt der billige Erfolg der <em>Zonenkinder<\/em> diese Ans\u00e4tze nicht dauerhaft in eine falsche Richtung? Gut sieht es jedenfalls im Moment nicht aus. Jana Hensels Verlag hat soeben die Lebenserinnerungen der Popmusikredakteurin der<em> Berliner Zeitung<\/em> &#8211; Jahrgang 1967, farbig und aus dem Osten &#8211; auf den Markt geworfen: <em>Schokoladenkind. Meine Familie und andere Wunder<\/em> von Abini Z\u00f6llner.<\/p>\n<p>Erinnerung, sprich: Im Januar 1996 war die Geschichte der jungen ostdeutschen Literatur noch offen. In den tristen Tagen nach seinem Tod schien es einen Moment so, als ob der Geschichtsmystiker Heiner M\u00fcller zur neuen Ikone einer jungen Generation werden k\u00f6nnte. Auf den viele Tage dauernden Non-Stop-Trauer-Lesungen aus seinem Werk sa\u00dfen zu F\u00fc\u00dfen der lesenden Schauspieler im <em>Berliner Ensemble<\/em> viele and\u00e4chtige, junge, ernste Menschen, Ost und West bunt durcheinander gemischt. Auch Jana Hensel h\u00e4tte sich dort sch\u00f6n gemacht, in ihren wei\u00dfen, hohen Lederstiefeln. Vielleicht h\u00e4tte sie sich von dort aus ernsthaft auf die Suche nach ihrer Geschichte begeben. Es sah zumindest damals so aus, als ob sich einige von dort aus an die f\u00e4llige Arbeit an der Geschichte machen w\u00fcrden. Der utopische Augenblick verstrich allzu rasch.<\/p>\n<p>Im diesem Herbst wird die Epochenscheide 1989 vierzehn Jahre zur\u00fcckliegen. Vierzehn Jahre waren auch 1959 seit dem letzte Epochenbruch vergangen. Jenes Jahr sollte das wichtigste der deutschen Nachkriegsliteratur werden: Es erschienen Die <em>Blechtrommel<\/em> von G\u00fcnter Grass und die <em>Mutma\u00dfungen \u00fcber Jakob<\/em> von Uwe Johnson. Der eine Roman drang tief in die deutsche NS-Geschichte vor 1945 ein, der andere sezierte die deutsche Gegenwart der DDR. Grass war 32 Jahre alt, so alt wie Judith Hermann heute, Johnson 25, ein Jahr j\u00fcnger als Jana Hensel. Heute, im Jahr 2003, scheint die Auseinandersetzung mit dem, was vor vierzehn Jahren war und noch immer w\u00e4hrt, keine vergleichbaren Ergebnisse zu zeitigen. Wir werden uns diesmal wohl noch etwas gedulden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>1 Aus der Vielzahl weiterer Rezensionen seien besonders erw\u00e4hnt: Der Tagesspiegel vom 15. September 2002 (Steffen Richter: Als die Dinge noch so hie\u00dfen, wie sie waren); Die Welt vom 2. Oktober 2002 (Michael Pilz: Generation Zone); Rheinischer Merkur Nr. 45 vom 7. November 2002 (Marion L\u00fche: Oden auf den Goldbroiler); Freitag Nr. 46 vom 8. November 2002 (Ingo Arend: Der Setzkasten der Erinnerung); Literaturen 11\/2002 (Martin Z. Schr\u00f6der: Die DDR war gar nicht lustig); die tageszeitung vom 26. November 2002 (Jan Brandt: Mit der Krise steigt die Sehnsucht); Berliner Zeitung vom 2. Dezember 2002 (Natascha Freundel: Wir gehen ins Museum); Die Zeit Nr. 51\/2002, Dezember-Literaturbeilage, S. 36 (Nadja Geer: DDR-Safari)<\/p>\n<h3 class=\"\"><span id=\"literatur\"><br \/>\nLiteratur<\/span><\/h3>\n<p><em>Bude, Heinz 1996:<\/em> Das Land, das an Gott grenzt. Sibirien, Auschwitz, Weimar, Bitterfeld: Der Mythos des Ostens und seine Spuren im deutschen Nachkriegsbewu\u00dftsein; in: <em>die tageszeitung<\/em> vom 18.\/19. Mai, S. 12-13<\/p>\n<p><em>Hensel, Jana <\/em>2002: Zonenkinder, Reinbek<\/p>\n<p><em>Hermann, Judith <\/em>2003<em>:<\/em> Nichts als Gespenster. Erz\u00e4hlungen, Frankfurt\/Main<\/p>\n<p><em>K\u00e4mmerlings, Richard<\/em> 2002: Das Ich und seine Gesamtausgabe. Zum Problem der Autobiographie; in: Kursbuch 148, Juni, S. 99-109<\/p>\n<p><em>Kubiczek, Andr\u00e9<\/em> 2002: Junge Talente, Berlin<\/p>\n<p><em>Langel\u00fcddecke, Ines<\/em> 2003: Gehen oder bleiben; in<em>: Merkur<\/em> 645, 57. Jg., H. 1, S. 75-78<\/p>\n<p><em>Leinemann, Susanne<\/em> 2002: Aufgewacht. Mauer weg, Stuttgart\/M\u00fcnchen<\/p>\n<p>Pleschinski, Hans 1993: Ostsucht. Eine Jugend im deutsch-deutschen Grenzland, M\u00fcnchen<\/p>\n<p><em>Simon, Jana<\/em> 2002: Denn wir sind anders. Die Geschichte des Felix S., Berlin<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[],"autoren":[589],"publikationen":[1209],"class_list":["post-20584","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","autoren-alexander-cammann","publikationen-vorg-161"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Auf der Suche nach dem DDR-Gef\u00fchl - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-161\/publikation\/auf-der-suche-nach-dem-ddr-gefuehl\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Auf der Suche nach dem DDR-Gef\u00fchl - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"&nbsp; Zwei Neuerscheinungen st\u00fcrmten im vergangenen Herbst die Sachbuch-Bestsellerlisten: Dieter Bohlens Nichts als die Wahrheit und Jana Hensels Zonenkinder. 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