{"id":9152,"date":"2010-10-29T09:00:00","date_gmt":"2010-10-29T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/gesellschaft-fuer-buergerrechte-pro-contra\/"},"modified":"2021-08-28T23:34:22","modified_gmt":"2021-08-28T21:34:22","slug":"gesellschaft-fuer-buergerrechte-pro-contra","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/mitteilungen\/210\/publikation\/gesellschaft-fuer-buergerrechte-pro-contra\/","title":{"rendered":"Gesellschaft f\u00fcr B\u00fcrgerrechte &#8211; Pro &amp; Contra"},"content":{"rendered":"<p>Mitteilungen Nr. 210 (3\/2010), S. 20-24<\/p>\n<p><i>In Vorbereitung auf die bevorstehende Urabstimmung zum Verbandsnamen hatten wir in der letzten Ausgabe der HU-Mitteilungen zu Stellungnahmen aufgerufen. Nach den Diskussionen im Vorfeld der Fusion mit der Gustav Heinemann-Initiative (GHI), auf dem L\u00fcbecker Verbandstag (2008) und der letzten Delegiertenkonferenz (2009) sind die wesentlichen Argumente wohl ausgetauscht. Uns erreichten lediglich zwei neue Stellungnahmen, die wir hier zusammen mit einer Antwort des Bundesvorstands wiedergeben.<\/i><\/p>\n<h5><span id=\"ja-zum-neuen-vereinsnamen\">Ja zum neuen Vereins&shy;namen<\/span><\/h5>\n<p>Die Delegiertenkonferenz der Humanistischen Union (HU) am 13. \/14. Juni 2009 in Frankfurt am Main und die Mitgliederversammlung der Gustav Heinemann-Initiative (GHI) am 13. Juni 2009 in Rastatt haben nahezu einm\u00fctig (HU: 3 Nein-Stimmen, GHI: 1 Enthaltung) dem Verschmelzungsvertrag zwischen der HU und der GHI zugestimmt. In der Pr\u00e4ambel des Vertrages hei\u00dft es:<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"bodytext\">&#8222;<i>Die Mitglieder von HU und GHI werden sich nach dem Zusammenschluss in einer Urabstimmung auf einen neuen Namen f\u00fcr ihre Organisation verst\u00e4ndigen<\/i>.&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Es geht also nicht darum, ob der Vereinsname &#8222;Humanistische Union&#8220; aufgegeben oder beibehalten werden soll, sondern um die Verst\u00e4ndigung auf einen neuen Vereinsnamen. Alles andere w\u00e4re ein Wortbruch gegen\u00fcber den bisherigen GHI Mitgliedern, die im Vertrauen auf den Vertrag der Verschmelzung zugestimmt haben.<\/p>\n<p>Hiervon einmal abgesehen: Im Gr\u00fcndungsjahr 1961 mag der Vereinsname Humanistische Union angebracht gewesen sein. Der Entwicklung zu einer B\u00fcrgerrechtsorganisation wurde der diffuse Vereinsname schon lange nicht mehr gerecht. HU-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Sven L\u00fcders hat in den Mitteilungen Nr. 208, Seite 27, die wesentlichen Argumente f\u00fcr einen neuen Vereinsnamen zusammengefasst. Erg\u00e4nzend sei ein Blick in den &#8222;Oeckl. Taschenbuch des \u00f6ffentlichen Lebens&#8220; gestattet. Neben der Humanistischen Union tauchen dort Verbandsnamen auf wie: Humanistischer Verband Deutschlands, Humanistischer Verband Niedersachsen, Humanistischer Freidenkerverband Brandenburg, sowie &#8211; ohne Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit &#8211; zahlreiche Ableitungen, wie Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Humanes Sterben, Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Humangenetik, Aktion Humane Schule, Humanistische Akademie. Es gibt oder gab sogar eine Humanistische Partei.<\/p>\n<p>Dass mit der Namens\u00e4nderung eine &#8222;Marke&#8220; aufgegeben w\u00fcrde, dass die Worte &#8222;Humanistische Union&#8220; sozusagen f\u00fcr B\u00fcrgerrechtsarbeit stehen, kann ich nach jahrzehntelanger Mitarbeit in der HU nicht best\u00e4tigen. Das gilt insbesondere f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeitsarbeit. Um Journalisten die Einordnung zu erleichtern, hatte der Vorstand der HU schon vor langer Zeit beschlossen, in Pressemitteilungen nicht nur den Vereinsnamen Humanistische Union zu verwenden, sondern von der B\u00fcrgerrechtsorganisation Humanistische Union zu sprechen. Statt solcher Hilfskonstruktionen w\u00e4re ein Vereinsname sinnvoller, aus dem die Verbandsarbeit bereits hervorgeht.<\/p>\n<p>F\u00fcr HU-Mitglieder, denen der Abschied vom gewohnten Vereinsnamen schwerf\u00e4llt, und f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeitsarbeit k\u00f6nnte f\u00fcr eine \u00dcbergangszeit im Kopf von Briefb\u00f6gen und Pressemitteilungen der &#8211; k\u00fcnftigen &#8211; &#8222;Gesellschaft f\u00fcr B\u00fcrgerrechte&#8220; folgender Zusatz angebracht werden: &#8222;Hervorgegangen aus der Humanistischen Union und der Gustav Heinemann-Initiative&#8220;.<\/p>\n<p>Zwei Beispiele f\u00fcr Namens\u00e4nderungen in j\u00fcngster Zeit: PDS und WASG haben sich zur Partei &#8222;Die Linke&#8220; vereinigt. Aus dem Zusammenschluss von f\u00fcnf Einzelgewerkschaften (\u00d6TV, DPG, HBV, IG Medien und DAG) ging 2001 die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft mit der Kurzbezeichnung &#8222;Ver.di&#8220; hervor. Die Linke und Ver.di sind heute bei Medien und in der \u00d6ffentlichkeit feststehende Begriffe, was von der HU auch nach fast 50 Jahren nicht gesagt werden kann. Also Mut zum neuen Vereinsnamen Gesellschaft f\u00fcr B\u00fcrgerrechte (GFB).<\/p>\n<p><i>Gerhard Saborowski, Hannover<\/i><\/p>\n<h5><span id=\"ein-neuer-name-fuer-die-hu-besser-nicht\">Ein neuer Name f&uuml;r die HU? Besser nicht!<\/span><\/h5>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"warum-ueberhaupt-eine-namensaenderung\">Warum &uuml;berhaupt eine Namens&shy;&auml;n&shy;de&shy;rung? <\/span><\/h2>\n<p>Der Name &#8222;Humanistische Union&#8220; ist ein Markenzeichen. Mit dem vorgeschlagenen neuen Namen &#8222;Gesellschaft f\u00fcr B\u00fcrgerrechte&#8220; (engl. &#8222;German Society for Civil Liberties&#8220;) w\u00fcrden wir unseren bisherigen Namen vollst\u00e4ndig aufgeben. Das sollte ein unter seinem Namen gut eingef\u00fchrter Verband wirklich nur dann tun, wenn es daf\u00fcr absolut zwingende Gr\u00fcnde gibt. Diese scheinen uns keineswegs vorzuliegen.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"warum-nicht-eine-ergaenzung-unseres-namens-unter-beibehaltung-des-bisherigen\">Warum nicht eine Erg&auml;nzung unseres Namens unter Beibe&shy;hal&shy;tung des bisherigen?<\/span><\/h2>\n<p>Von den Bef\u00fcrwortern des vorgeschlagenen neuen Namens wird behauptet, der Name &#8222;Humanistische Union&#8220; f\u00fchre zu Verwechslungen mit anderen Organisationen, insbesondere mit dem &#8222;Humanistischen Verband Deutschlands&#8220; (HVD). \u00dcberdies lasse der Namensteil &#8222;humanistisch&#8220; nicht erkennen, dass wir uns als b\u00fcrgerrechtliche Organisation verstehen. Wir wollen dieses Argument gar nicht von der Hand weisen, aber um diesen Bedenken Rechnung zu tragen, w\u00e4re ein Aufgeben unseres Namens keineswegs erforderlich. Diesem Anliegen lie\u00dfe sich dadurch Gen\u00fcge tun, dass wir unserem Namen eine klarstellende Erg\u00e4nzung anf\u00fcgen. Einen entsprechenden Antrag hatte einer von uns, Theodor Ebert, schon f\u00fcr die Delegiertenkonferenz des letzten Jahres gestellt. Er lautete:<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"bodytext\">&#8222;<i>Der Name der Humanistischen Union wird in der Weise ge\u00e4ndert, dass er in Zukunft nur noch mit dem Zusatz &#8222;f\u00fcr Menschen- und B\u00fcrgerrechte&#8220; gef\u00fchrt wird<\/i>.&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>\u00dcbrigens w\u00fcrde diese Erg\u00e4nzung auch einen Namensteil des vollst\u00e4ndigen Namens der Gustav-Heinemann-Initiative aufnehmen, auf deren Dr\u00e4ngen in erster Linie es ja zu einer \u00c4nderung des Namens kommen soll: &#8222;Gustav-Heinemann-Initiative f\u00fcr Menschenrechte und Frieden&#8220;. Dieser Antrag wurde auf der DK seinerzeit zur\u00fcckgezogen. Dass nicht dieser Vorschlag, sondern der jetzt vorliegende der Mitgliedschaft zur Abstimmung vorgeschlagen wird, zeigt im \u00fcbrigen, dass das haupts\u00e4chliche Ziel der Namensdiskussion tats\u00e4chlich die Tilgung des Namensteils &#8222;humanistisch&#8220; ist.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"warum-heisst-die-humanistische-union-eigentlich-humanistisch\">Warum hei&szlig;t die &bdquo;Huma&shy;nis&shy;ti&shy;sche Union&ldquo; eigentlich &sbquo;huma&shy;nis&shy;tisch&lsquo;?<\/span><\/h2>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt unser Verband mit dem Namensteil &#8222;humanistisch&#8220; zu erkennen, dass wir einen deutlichen Akzent in Richtung Kritik, zwar nicht der Religion, aber doch der Religionsgesellschaften, der Kirchen, setzen. Auch wenn wir keine s\u00e4kulare Organisation sind, antiklerikal sind wir schon. Warum kam es schlie\u00dflich zur Gr\u00fcndung der HU? Weil es 1961 in M\u00fcnchen auf Betreiben der katholischen Kirche zum Verbot einer Auff\u00fchrung von Mozarts Figaro kam, wegen des\u00a0 &#8218;unsittlichen&#8216; B\u00fchnenbildes (!). Das war der Ausl\u00f6ser, der Dr. Gerhard Szczesny dazu brachte, zur Gr\u00fcndung der Humanistischen Union aufzurufen. Im Gr\u00fcndungsaufruf sprach Szczesny &#8222;<i>von dem immer unverh\u00fcllter und anma\u00dfender zutage tretenden Versuch, eine Gesellschaft, die nur zu einem Teil aus gl\u00e4ubigen Christen besteht, dem totalen Machtanspruch einer christlichen Sprach-, Denk- und Verhaltensregelung zu unterwerfen<\/i>.&#8220; Ist das nicht mehr aktuell?<\/p>\n<p>Der Name einer Organisation hat, wenn er gut gew\u00e4hlt ist, immer auch eine klare Signalwirkung an die allgemeine \u00d6ffentlichkeit. Und der Name &#8222;Humanistische Union&#8220; ist zweifellos von Gerhard Szczesny gut gew\u00e4hlt worden: Er macht mit dem Namensteil &#8222;humanistisch&#8220; klar, dass wir uns in die Tradition der europ\u00e4ischen Aufkl\u00e4rung stellen und uns kirchlichen Einflussnahmen und Machtanspr\u00fcchen entgegenstellen. Der Umstand, dass mit dem Namensteil &#8218;Union&#8216; ein Wort gew\u00e4hlt wurde, dass auch die C-Parteien an Stelle von &#8218;Partei&#8216; in ihre Namen aufgenommen haben, setzt &#8218;humanistisch&#8216; umso deutlicher in Gegensatz zu &#8218;christlich&#8216;. Das Signal: Hier sind Nichtchristen willkommen!<\/p>\n<p>Die Satzung der HU bestimmt als Zweck des Vereins, &#8222;<i>alle Bestrebungen zu f\u00f6rdern, welche (. . .) 3. die Unabh\u00e4ngigkeit des Staates und seiner Einrichtungen (. . .) gegen\u00fcber Machtanspr\u00fcchen konfessioneller und weltanschaulicher Gruppen zu wahren suchen<\/i>&#8222;. Und an wen ist denn bei konfessionellen Gruppen wohl zu denken? Na eben! Wenn wir als Humanistische Union versuchen &#8222;die Unabh\u00e4ngigkeit des Staates und seiner Einrichtungen&#8220; zu wahren, so nicht um des Staates willen, sondern um dem selbstbestimmten Individuum die M\u00f6glichkeiten seiner Selbstverwirklichung in Freiheit und M\u00fcndigkeit zu garantieren. Das autonome, sich selbst bestimmende Individuum muss aber Organisationen suspekt sein und ihren Widerstand herausfordern, die den Einzelnen der Heteronomie eines g\u00f6ttlichen Gesetzgebers unterordnen wollen. Klar, &#8211; um das aktuellste Beispiel anzuf\u00fchren &#8211; wenn Gott der Herr auch \u00fcber Leben und Tod ist, dann hat der Mensch kein Recht, \u00fcber seinen Tod selbst zu bestimmen, und der Widerstand der Kirchen gegen die Sterbehilfe ist dann nur konsequent. Das hei\u00dft aber f\u00fcr eine Vereinigung wie die Humanistische Union, die ihre politischen Aktivit\u00e4ten am Leitbild des \u00fcber sich selbst bestimmenden Individuums ausrichtet und die von daher ihr Engagement f\u00fcr B\u00fcrger- und Menschenrechte begr\u00fcndet, dass sie zu den Kirchen notwendig in einem sehr kritischen Verh\u00e4ltnis steht.<\/p>\n<p>All das spricht f\u00fcr die Beibehaltung unseres bisherigen Namens, auch wenn der kirchenkritische Unterton manchen (neuen) Mitgliedern nicht sonderlich behagt!<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"warum-soll-humanistisch-aus-unserem-namen-verschwinden\">Warum soll &sbquo;huma&shy;nis&shy;tisch&lsquo; aus unserem Namen verschwin&shy;den?<\/span><\/h2>\n<p>Antwort: Weil in erster Linie bestimmte Personen der Gustav-Heinemann-Initiative das gerne m\u00f6chten. Es reicht, dazu einen Absatz aus dem Protokoll der gemeinsamen Vorstandssitzung von GHI und HU (17.\/18. 10. 2008) zu zitieren:<\/p>\n<p>&#8222;<i>Die Vorst\u00e4nde diskutieren m\u00f6gliche inhaltliche Konflikte, die aus dem Engagement der HU zum Themenbereich Staat\/Kirche entstehen k\u00f6nnten. Die Vertreter der GHI betonen, dass viele ihrer Mitglieder ihr politisches Engagement auf einem modern verstandenen Protestantismus begr\u00fcnden. Au\u00dferdem wird darauf hingewiesen, dass unter integrativen Aspekten eine staatliche F\u00f6rderung von Religionsgemeinschaften durchaus w\u00fcnschenswert sei (z.B. islamischer Religionsunterricht). Die Vertreter der HU betonen, dass sich die HU als religi\u00f6s-weltanschaulich neutrale Organisation verst\u00fcnde, die sich f\u00fcr eine strikte Trennung von Staat und Kirche einsetzt. (&#8230;) Der Vorschlag, das Engagement der HU zum Themenbereich Staat\/Kirche bis zu einer verbandsinternen Kl\u00e4rung der Positionen mit den neuen Mitgliedern auszusetzen, sei f\u00fcr die HU nicht annehmbar (&#8230;)<\/i>.&#8220;<\/p>\n<p>Manchen unter unseren neuen, protestantisch gepr\u00e4gten Mitgliedern passt eben die kirchenkritische Richtung der Humanistischen Union nicht. Manchen, nicht allen: das, was Ulrich Finkh, evangelischer Pfarrer i. R., zu den letzten Berliner Gespr\u00e4chen in den Mitteilungen Nr. 208 gesagt hat, wird jedes HU-Mitglied nur begr\u00fc\u00dfen. Aber es gibt eben auch andere, und f\u00fcr sie soll dann eben ein neuer Name her, mit dem der &#8218;alten&#8216; HU der kirchenkritische Zahn gezogen werden kann. Die &#8222;<i>neue Organisation<\/i>&#8220; (so die GHI-Vertreter laut Protokoll v. 17.\/18. 10. 2008) soll dann wohl auch &#8222;<i>eine staatliche F\u00f6rderung von Religionsgemeinschaften durchaus w\u00fcnschenswert<\/i>&#8220; finden. Da ist mir doch der alte Name der alten Organisation viel lieber!<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"der-neue-name-farb-und-konturenlos\">Der neue Name, farb- und konturenlos!<\/span><\/h2>\n<p>Mit seinem Namensvorschlag hat der Vorstand praktisch das \u00fcbernommen, was schon von der GHI auf ihrer letzten Mitgliederversammlung als Namensvorschlag beschlossen war: &#8222;Gesellschaft (oder Vereinigung) f\u00fcr B\u00fcrgerrechte e.V.&#8220; (s. den Bericht \u00fcber die letzte Mitgliederversammlung der GHI in den HU-Mitteilungen 205\/206 von 2009 S. 18f.). Der neue Name &#8222;Gesellschaft f\u00fcr B\u00fcrgerrechte&#8220; scheint mir aber unter mehreren Gesichtspunkten ganz untauglich, um dem politischen Anliegen unseres Vereins ein semantisches Gesicht zu geben. Im Deutschen hat die Rede vom B\u00fcrger und seinen Rechten immer schon die Misslichkeit, dass das Wort &#8222;B\u00fcrger&#8220; den bourgeois ebenso wie den citoyen bezeichnet. Nat\u00fcrlich soll der citoyen, der Staatsb\u00fcrger, gemeint sein, aber dann h\u00e4tte man doch besser gleich von staatsb\u00fcrgerlichen Rechten reden sollen. Zwar hat man auf das Adjektiv &#8222;deutsch&#8220; im (deutschen) Namen verzichtet, aber in der englischen \u00dcbersetzung (&#8222;German Society for Civil Liberties&#8220;) taucht er dann pl\u00f6tzlich wieder auf. Sind wir jetzt also doch eine &#8222;(Deutsche) Gesellschaft f\u00fcr B\u00fcrgerrechte&#8220;? Wollte man im deutschen Titel den nationalen Touch vermeiden, warum l\u00e4sst man ihn dann im englischen wieder herein?<\/p>\n<p>Der neue Name ist ein Titel ohne wirklichen Biss, ein Allerweltsname, die Signalwirkung, die von unserem bisherigen Namen ausgeht, fehlt ihm vollst\u00e4ndig. Er ist politisch farblos und ohne deutliche Kontur. Ein Alleinstellungsmerkmal unseres Verbandes l\u00e4sst sich damit nicht kenntlich machen. Dass wir als &#8222;Gesellschaft f\u00fcr B\u00fcrgerrechte&#8220; jemals jenen Wiedererkennungswert erreichen, den der Name &#8222;Humanistische Union&#8220; uns verschafft hat, erscheint daher mehr als zweifelhaft. Und mit einer Abk\u00fcrzung wie GfB treten wir in Konkurrenz zu allen m\u00f6glichen Gesellschaften, etwa zur &#8222;Gesellschaft f\u00fcr Besch\u00e4ftigungsf\u00f6rderung&#8220; oder auch zu einer Catering-Gesellschaft, um nur zwei Beispiele zu nennen. Wer an weiteren interessiert ist, der kann ja diese Abk\u00fcrzung einmal bei Google eingeben. Was f\u00fcr den Namensvorschlag aus der Sicht der Bef\u00fcrworter einer Umbenennung spricht, ist wohl einzig die Tatsache, dass damit der Name &#8222;Humanistische Union&#8220; g\u00e4nzlich und f\u00fcr immer ausgel\u00f6scht wird. Wollen wir das?<\/p>\n<p>\u00c0 propos Verwechslung: Es gibt schon eine &#8222;Gesellschaft zum Schutz von B\u00fcrgerrecht und Menschenw\u00fcrde&#8220;. Diese Gesellschaft vergibt sogar jedes Jahr einen Menschenrechts-preis. Vielleicht werden wir in Zukunft mit denen verwechselt. Leider handelt es sich um einen Club von DDR-Nostalgikern, u. a. von fr\u00fcheren Stasi-Mitarbeitern. Den Menschen- rechtspreis des Jahres 1998 vergab diese Organisation an &#8211; Fidel Castro! Da sollten wir uns doch immer noch lieber mit dem HVD verwechseln lassen.<\/p>\n<p>Im Jahre 2011 wird die Humanistische Union den 50sten Jahrestag ihres Bestehens feiern k\u00f6nnen. Wir hoffen sehr, dass sie das unter dem Namen wird tun k\u00f6nnen, den sie seit ihrer Gr\u00fcndung nicht ohne Erfolg und mit Stolz getragen hat: &#8222;Humanistische Union&#8220;.<\/p>\n<p><i>Sophie Rieger, N\u00fcrnberg<br \/>Dr. Theodor Ebert, Erlangen<\/i><\/p>\n<h5><span id=\"fuer-eine-realistische-und-faire-namensdebatte\">F&uuml;r eine realis&shy;ti&shy;sche und faire Namens&shy;de&shy;batte<\/span><\/h5>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"gruendungsmythen-und-humanismusbegriff\">Gr&uuml;ndungs&shy;my&shy;then und Humanis&shy;mus&shy;be&shy;griff<\/span><\/h2>\n<p>Als Gerhard Szczesny im Juni 1961 seinen Aufruf zur Gr\u00fcndung einer Humanistischen Union (HU) an 200 Pers\u00f6nlichkeiten des \u00f6ffentlichen Lebens verschickte, wollte er mit dem Namen der zu gr\u00fcndenden Vereinigung einen Kontrapunkt setzen. Theodor Ebert und Sophie Rieger weisen in ihrem Text zurecht darauf hin, dass die HU eine Union sein sollte, die gegen den hegemonialen Anspruch der Christlichen Unionsparteien steht und die Religionsfreiheit f\u00fcr alle religi\u00f6sen \u00dcberzeugungen und Weltanschauungen verteidigte &#8211; durch eine strikte Trennung von (pers\u00f6nlichem) Glauben und Staat. Worauf aber zielte Szczesny mit dem Humanismus? Und was ist aus jenem Humanismus geworden, den die Humanistische Union stets aus der Tradition der Aufkl\u00e4rung kommend f\u00fcr sich in Anspruch nahm?<\/p>\n<p>Der Gr\u00fcndungsaufruf von 1961 zielte nicht gegen die Kirchen, sondern gegen die Politik. Schon die Geschichte jener Figaro-Auff\u00fchrung, deren unsittliches B\u00fchnenbild die Katholische Kirche auf den Plan gerufen habe und gegen deren Zensurgel\u00fcste sich der Gr\u00fcndungsaufruf richtete &#8211; ist ein Mythos. Er passt ins Bild des &#8222;antichristlichen Kampfbundes&#8220;, gegen das sich die HU seit ihrer Gr\u00fcndung zu erwehren hatte, und wurde sp\u00e4ter leichtfertig von uns selbst gepflegt. Der Mythos ist historisch dennoch falsch. Das besagte Theaterst\u00fcck feierte am 30. September 1962 in Augsburg Premiere, da war die Humanistische Union l\u00e4ngst im Vereinsregister eingetragen.<\/p>\n<p>Der Humanismus, den Gerhard Szczesny vor Augen hatte, war kein Entwurf einer sinnstiftenden Ordnung, keine Ersatzreligion oder Weltanschauung. Im Gr\u00fcndungsaufruf hie\u00df es dazu: &#8222;<i>Diese &#8218;Humanistische Union&#8216; sollte eine Vereinigung sein, die die Solidarit\u00e4t unseres menschlich b\u00fcrgerlichen Lebens ebenso entschieden pflegt und f\u00f6rdert wie die Pluralit\u00e4t unseres individuellen Daseins und Glaubens; sie h\u00e4tte \u00fcber das Bekenntnis zu einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaftsordnung hinaus weder ein bestimmtes politisches noch ein bestimmtes weltanschauliches Programm zu vertreten.<\/i>&#8220; F\u00fcr Szczesny bestand der Humanismus der HU also in einer strikten politischen wie weltanschaulichen Neutralit\u00e4t. Folglich lud er alle Christen, die der Ideologisierung und Politisierung ihres Glaubens \u00fcberdr\u00fcssig waren, ausdr\u00fccklich dazu ein, in der Humanistischen Union mitzuwirken. Sein Angebot zeigte Wirkung: 1963 gaben 18 Prozent der Mitglieder an, dem katholischen und 35 Prozent dem evangelischen Glauben anzugeh\u00f6ren; 40 Prozent stuften sich als konfessionsfrei ein (Hofmann 1967). Damit war die HU von Beginn an &#8222;unchristlicher&#8220; als die deutsche Durchschnittsbev\u00f6lkerung. Unter lebenspraktischen Gesichtspunkten ist jedoch festzuhalten, dass viele unserer Mitglieder den Humanismus der HU nicht als weltanschaulichen Gegenentwurf deuten.<\/p>\n<p>Dass der von Szczesny gew\u00e4hlte Name in dieser Hinsicht mehrdeutig ist, wurde schnell klar. Bereits in einer Befragung aus dem Jahre 1963 (!) beklagte ein Mitglied: &#8222;<i>Ich finde den ganzen Namen HU verkehrt, klingt so nach Goethes Humanismus<\/i>&#8220; (zit. nach Hofmann 1967, S. 131). 30 Jahre sp\u00e4ter diskutierte die HU erneut \u00fcber ihren Namen, diesmal im Kontext der Gr\u00fcndung des Humanistischen Verbandes und der damit verbundenen Verwechslungsgefahren. Damals schlug Albert Eckert vor: &#8222;<i>Und kennen wir nicht alle die zahllosen Missverst\u00e4ndnisse, die sich bei HU-Interessenten mit dem Namen verkn\u00fcpfen? Lieber sollte eines Tages &#8211; falls der &#8218;Humanistische Verband&#8216; gr\u00f6\u00dfere Bekanntheit erreichen sollte &#8211; die HU sich einen neuen Namen geben, der sie unmissverst\u00e4ndlich als Menschenrechtsorganisation ausweist<\/i>&#8220; (Mitteilungen 142, S. 31).<\/p>\n<p>Was Albert Eckert bef\u00fcrchtete, ist tats\u00e4chlich eingetreten: Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) hat uns nicht nur in \u00f6konomischer Hinsicht \u00fcberholt, sondern gewinnt auch zunehmend die Deutungshoheit \u00fcber den Humanismus. Wurde um den Humanismus\/Antihumanismus in den 1960er\/1970er Jahren noch politisch gerungen, w\u00e4chst der Humanismus heute mehr und mehr zur naturalistischen Weltanschauung heran, die sich in einem humanistischen Alltag von der Schule \u00fcber Jugend und Familie bis zum Sterben bew\u00e4hren will (s. dazu die Rezension auf S. 25 dieser Ausgabe). Derlei sinnstiftendes Engagement war nie das Anliegen der HU, und wir sollten heute gut \u00fcberlegen, ob wir uns die immer wieder n\u00f6tige Abgrenzungsarbeit zur &#8222;humanistischen Bewegung&#8220; nicht durch eine Umbenennung ersparen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"die-hu-als-markenzeichen\">Die HU als Marken&shy;zei&shy;chen?<\/span><\/h2>\n<p>Gegen eine Umbenennung wird das Argument eines Markenverlustes (bzw. die Furcht vor einem Bedeutungsverlust) angef\u00fchrt. Die Einsch\u00e4tzung eines solchen Risikos teilen wir nicht. Amnesty International hat vor zwei Jahren eine repr\u00e4sentative Untersuchung in Auftrag gegeben (AI 2008), bei der die Bekanntheit von Menschenrechtsorganisationen abgefragt wurde. Bekannt waren demnach die Auftraggeber selbst (ai: 30 %), die UNO (21 %), die UNICEF (12 %) sowie die UNESCO, das Deutsche Rote Kreuz und eine Reihe kirchlicher Organisationen (alle max. 3 %). Die Humanistische Union tauchte in dieser Liste gar nicht erst auf. <br \/>Machen wir uns nichts vor! So wichtig unser Engagement auch ist, so erfolgreich wir manche Nadelstiche setzen k\u00f6nnen &#8211; die Humanistische Union ist definitiv keine Marke, die in einem gr\u00f6\u00dferen Kreis bekannt oder gar unersetzbar w\u00e4re. Mit unseren begrenzten Ressourcen erreichen wir spezialisierte Teil\u00f6ffentlichkeiten, etwa die rechtspolitischen Korrespondenten, Abgeordnete oder Richter. In diesem \u00fcberschaubaren Kreis lie\u00dfe sich eine Namens\u00e4nderung schnell und gezielt vermitteln. Alle anderen Kontakte zu Journalisten wie Interessenten beginnen auch heute mit der Frage: &#8222;<i>Wof\u00fcr steht eigentlich die Humanistische Union? Was macht Ihr<\/i>?&#8220;<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"ein-neuer-name-als-zugestaendnis-an-die-gustav-heinemann-initiative\">Ein neuer Name als Zugest&auml;ndnis an die Gustav Heine&shy;mann-I&shy;n&shy;i&shy;tia&shy;tive?<\/span><\/h2>\n<p>Neue Gruppen wachsen besser zusammen, wenn sie ihren Namen und damit einen wichtigen Teil ihrer Identit\u00e4t gemeinsam w\u00e4hlen d\u00fcrfen. Das galt f\u00fcr die Ostdeutschen nach 1989 und gilt heute f\u00fcr die Mitglieder der ehemaligen GHI in unseren Reihen. Sich dem Integrationsbedarf einer Namensdiskussion ganz zu verweigern, entspricht der Mentalit\u00e4t eines elit\u00e4ren, geschlossenen Zirkels, aber nicht einer weltoffenen Organisation, wie sie die Humanistische Union sein will.<\/p>\n<p>Wenn Sophie Rieger und Theodor Ebert so tun, als ob uns der GHI-Vorstand in den Fusionsverhandlungen eine Namensdiskussion aufgedr\u00e4ngt h\u00e4tte, verdrehen sie schlicht die Tatsachen. Die Namensdebatte begleitet die Humanistische Union seit ihrer Gr\u00fcndungszeit. Ihr zentrales Motiv ist die jahrzehntelange Erfahrung (auch schon vor der Gr\u00fcndung des HVD), dass der Name ein falsches Signal setzt. Niemand vermutet dahinter eine B\u00fcrgerrechtsorganisation. Dieses Verwechslungspotential unseres Verbandsnamens erf\u00e4hrt, wer sich au\u00dferhalb der eingespielten Zirkel, im Kreise der Nicht-Kundigen bewegt. Allein zwei j\u00fcngere Veranstaltungen zeigen, wie missverst\u00e4ndlich das religionspolitische Profil der HU von au\u00dfen wahrgenommen wird: In der Ringvorlesung zu &#8222;60 Jahren Grundgesetz&#8220; gelang es selbst unserer Vorsitzenden nicht, dem eingeladenen Referenten zum Religionsverfassungsrecht auszureden, dass die HU kein Weltanschauungsverband, sondern eine B\u00fcrgerrechtsorganisation sei. Und in diesem Jahr ermunterte uns der Vertreter der FDP bei den 4. Berliner Gespr\u00e4chen, den (vom HVD) eingeschlagenen Weg der humanistischen Hospize, der Kinderg\u00e4rten etc. fortzusetzen. Dass eine Organisation, die sich humanistisch nennt, eine B\u00fcrgerrechtsorganisation und keine Gegenkirche sein wolle, konnte er nicht verstehen. Beides passierte wohlgemerkt bei unseren eigenen Veranstaltungen, in einem Kontext, in dem noch eine gewisse Bekanntheit vorausgesetzt werden darf.<\/p>\n<p>Aus diesen \u00dcberlegungen halten wir eine \u00c4nderung unseres Vereinsnamens f\u00fcr sinnvoll. Der Vorwurf, damit ginge eine heimliche Verschiebung unserer Agenda einher, zielt eindeutig unter die G\u00fcrtellinie. Uns sind keine Bem\u00fchungen bekannt, die die kritische Position der HU zu den kirchlichen Privilegien in Frage stellen w\u00fcrden. Andererseits sehen wir keinen Platz f\u00fcr Denkverbote und Tabus &#8211; weder in der Humanistischen Union noch in der Gesellschaft f\u00fcr B\u00fcrgerrechte. Wir wollen auch in Zukunft kontrovers und fair um unsere Grundsatzpositionen streiten.<\/p>\n<p><i>Die Mitglieder des Bundesvorstands<\/i><\/p>\n<p><i>Quellen:<br \/>Amnesty International: Die Menschenrechte aus Sicht der deutschen Bev\u00f6lkerung. Marktforschung, April 2008<br \/>J\u00fcrgen Hofmann: Die Humanistische Union. Eine Untersuchung \u00fcber Struktur und Funktion einer neuen kulturpolitischen Vereinigung. M\u00fcnchen 1967<br \/>Arthur Vierbacher (Hrsg.), Der Obsz\u00f6ne Figaro. Eine Dokumentation in Wort und Bild zur Auff\u00fchrung von &#8222;Figaros Hochzeit&#8220; an den St\u00e4dtischen B\u00fchnen Augsburg. (= Sonderheft der kulturpolitischen Korrespondenz vorg\u00e4nge), Augsburg 1963<\/i><\/p>\n<h5><span id=\"eine-chance-fuer-die-buergerrechte\">Eine Chance f&uuml;r die B&uuml;rger&shy;rechte?!<\/span><\/h5>\n<p>Lange habe ich gez\u00f6gert, ob ich auf die wiederholten Einlassungen gegen die protestantisch gepr\u00e4gten Mitglieder der Gustav Heinemann-Initiative in der HU im Allgemeinen und meine Person als ehemaliger Synodalin in evangelischen Kirchenparlamenten im Besonderen reagieren soll. Ich antworte jetzt, weil ich von einem \u00fcberzeugt bin: Die B\u00fcrgerrechtsbewegung in Deutschland braucht eine n\u00fcchterne Betrachtung ihrer Lage und die Kraft zu einem Neuanfang. Die Verschmelzung von GHI und HU bietet daf\u00fcr eine Chance, die nicht verspielt werden sollte. Zwischen den beiden Vorst\u00e4nden in Berlin verliefen die vorbereitenden Gespr\u00e4che und die Verhandlungen bis zu dem Verschmelzungsvertrag zwar nicht reibungslos, aber au\u00dferordentlich offen und zugeneigt: Wir waren und sind Realisten, auch in der Betrachtung unserer eigenen Organisationen. Beide sind mehr oder weniger \u00fcberaltert und vor Ort auf eine Handvoll Aktive geschrumpft. Die j\u00fcngere Generation verbindet eine engagierte B\u00fcrger- und Menschenrechtsarbeit weder mit dem Namen Gustav Heinemann noch mit Humanistischer Union. Sie aber m\u00fcssen wir\u00a0 gewinnen, so schwer uns auch der Abschied von liebgewordenen Traditionen gefallen ist und noch f\u00e4llt. In diesem Sinne haben HU und GHI vor einem Jahr beschlossen, einen neuen Anfang mit einem neuen Namen zu wagen: einem Namen, der vor allem auch im Internet sofort erkennbar macht, wof\u00fcr wir stehen und wof\u00fcr wir uns einsetzen. Beide Organisationen haben sich mit Skepsis und Optimismus zugleich auf den Weg der Urabstimmung verst\u00e4ndigt.<\/p>\n<p>Einen neuen Namen, mit dem eine andere Generation von B\u00fcrgerrechtsbewegten etwas anfangen kann, halte ich daher nach wie vor f\u00fcr richtig und wichtig. Eine Voraussetzung daf\u00fcr ist allerdings eine Bereitschaft zur \u00d6ffnung und eine Toleranzf\u00e4higkeit, welche die unterschiedlichen Str\u00f6mungen und Entstehungsgeschichten der alten B\u00fcrgerrechtsgruppen und -initiativen anerkennt und respektiert. Zu den Mitstreiterinnen und Mitstreitern beim Kampf um Menschenrechte geh\u00f6ren heute ohne Zweifel auch kirchliche Gruppen und christlich gepr\u00e4gte Menschen so wie ich. Abgrenzungen und Streitigkeiten, die nur historisch zu erkl\u00e4ren sind, bringen f\u00fcr die Zukunft nichts, schon gar nichts angesichts der kleinen Zahl von Engagierten. Wir brauchen diesen Neuansatz und an ihm sollten alle teilnehmen &#8211; die Optimisten wie die Skeptiker.<\/p>\n<p><i>Jutta Roitsch-Wittkowsky, Frankfurt\/M.<\/i><\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[770],"autoren":[1608],"publikationen":[927],"class_list":["post-9152","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-verbandsnachrichten","autoren-verschiedene","publikationen-927"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Gesellschaft f\u00fcr B\u00fcrgerrechte - Pro &amp; Contra - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/mitteilungen\/210\/publikation\/gesellschaft-fuer-buergerrechte-pro-contra\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Gesellschaft f\u00fcr B\u00fcrgerrechte - Pro &amp; Contra - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Mitteilungen Nr. 210 (3\/2010), S. 20-24 In Vorbereitung auf die bevorstehende Urabstimmung zum Verbandsnamen hatten wir in der letzten Ausgabe der HU-Mitteilungen zu Stellungnahmen aufgerufen. 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