{"id":9328,"date":"2008-10-30T16:14:00","date_gmt":"2008-10-30T15:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/offene-arbeitsgruppen\/"},"modified":"2024-12-02T15:50:44","modified_gmt":"2024-12-02T14:50:44","slug":"offene-arbeitsgruppen","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/mitteilungen\/202\/publikation\/offene-arbeitsgruppen\/","title":{"rendered":"Offene Arbeitsgruppen"},"content":{"rendered":"<p>Aus. Mitteilungen Nr. 202 S. 18\/19<\/p>\n<p><b>Arbeitsgruppe f\u00fcr Neumitglieder: Engagieren in der HU. Ja, aber wie f\u00e4ngt man&#8217;s an?<\/b><br \/>\nNeu in der HU? Im Verband, den Zirkeln und Arbeitskreisen der HU (noch) nicht zu Hause? Dann sind Sie\/bist Du hier genau richtig!<br \/>\nB\u00fcrgerrechte lassen sich am besten durch aktive B\u00fcrger-innen und B\u00fcrger verteidigen, dies war und ist das Leitmotiv der Humanistischen Union. Ob Steuernummer, Vorratsdatenspeicherung oder Kirchenprivilegien \u2013 die Humanistische Union bietet viele Themen, zu denen sich Mitglieder und Interessierte engagieren k\u00f6nnen. Zu dieser thematischen Vielfalt passt hervorragend, dass in der HU \u2013 im Gegensatz zur \u00f6ffentlichen Wahrnehmung \u2013 nicht nur Jurist\/innen, sondern Menschen mit verschiedensten beruflichen Hintergr\u00fcnden und aus allen Generationen organisiert sind. Doch wie in die HU einsteigen, wenn vor Ort kein Regionalverband der HU existiert? Was kann ich beitragen, wenn ich keine juristische Ausbildung habe und mich dennoch b\u00fcrgerrechtlich engagieren m\u00f6chte? Um Antworten auf solche Fragen wollen wir uns in dieser Arbeitsgruppe bem\u00fchen.<br \/>\nZiel ist zun\u00e4chst eine Bestandsaufnahme: Welche Formen der Mitarbeit bieten sich in der HU f\u00fcr Neueinsteiger\/innen an? Wie kann ich Mitteilungen, Webseite, Mailinglisten oder Wiki f\u00fcr mein Engagement in der HU nutzen? Welche F\u00e4higkeiten, welche Expertise kann ich in die HU einbringen? Wobei kann mich die Bundesgesch\u00e4ftsstelle unterst\u00fctzen? Daneben werden wir konkrete Projektideen vorstellen, zu welchen Themen sich interessierte Mitglieder b\u00fcrgerrechtlich engagieren k\u00f6nnen.<br \/>\nDie Arbeitsgruppe soll jedoch keine Einbahnstra\u00dfe sein. Uns interessieren die Erfahrungen der zahlreichen neuen Mitglieder. Was k\u00f6nnte die HU tun, um das Engagement und die Vernetzung ihrer Mitglieder untereinander zu f\u00f6rdern? Welche Barrieren f\u00fcr ein st\u00e4rkeres Engagement in der HU lie\u00dfen sich abbauen? Wir m\u00f6chten diese Erfahrungen in einem Workshop aufgreifen, der an einem Wochenende im n\u00e4chsten Fr\u00fchjahr stattfinden wird. In der Arbeitsgruppe wollen wir das bisherige Konzept dieses \u201eEinsteiger-Workshops&#8220; vorstellen und hoffen auf zahlreiche Anregungen, wie er vielleicht noch interessanter gestaltet werden kann. Der Workshop soll zun\u00e4chst den Austausch zwischen neuen Mitgliedern und heutigen wie ehemaligen Aktivist\/innen der HU erleichtern: Welche Erfahrungen mit der B\u00fcrgerrechtsarbeit in der Humanistischen Union gab und gibt es, welche M\u00f6glichkeiten bestehen f\u00fcr den Einzelnen, sich in die Verbandsarbeit einzubringen? Ausgehend von den Erfahrungen und den M\u00f6glichkeiten der HU wollen wir im Laufe des Workshops versuchen, mit den Teilnehmer\/innen eigene Konzepte f\u00fcr konkrete Aktionen zu entwickeln \u2013 zu Themen, die sie selbst bewegen oder zu solchen, die schon lange auf der Agenda der HU stehen.<br \/>\n<i>Verantwortliche: Bj\u00f6rn Schreinermacher &amp; Sven L\u00fcders<\/i><\/p>\n<p><i><\/i><br \/>\n<b>Arbeitsgruppe: Kampagne \u201eSelbsbestimmtes Sterben\u201c<\/b><br \/>\nNachdem voraussichtlich im November der dritte Gesetzentwurf zur Regelung von Patientenverf\u00fcgungen in den Bundestag eingebracht wird, steht die seit langem erwartete gesetzliche Regelung kurz bevor. Die Humanistische Union will den Beratungsprozess nutzen, um auf die M\u00e4ngel der bisherigen Entw\u00fcrfe und ihren eigenen Vorschlag zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe und der Verbindlichkeit von Patientenverf\u00fcgungen hinzuweisen. Rosemarie Will wird die parlamentarischen Gesetzentw\u00fcrfe sowie eine ausf\u00fchrliche Kommentierung unseres eigenen Gesetzentwurfs vorstellen, der den Abgeordneten demn\u00e4chst zugesandt werden soll.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus bereitet sich die Humanistische Union derzeit auf eine bundesweite Kampagne vor, bei der Abgeordnete vor Ort Rede und Antwort \u00fcber ihre Positionen zur Selbstbestimmung am Lebensende stehen sollen. Rosemarie Will berichtet von den Vorbereitungen f\u00fcr diese Kampagne; gemeinsam wollen wir \u00fcberlegen, wie die HU an m\u00f6glichst vielen Orten das Thema aufgreifen kann.<br \/>\n<i>Verantwortliche: Rosemarie Will<\/p>\n<p><\/i><b>Arbeitskreis Soziale Grundrechte<br \/>\n<\/b>Eine intensive Diskussion \u00fcber Soziale Grundrechte und deren k\u00fcnftige Ausgestaltung hat sich der Arbeitskreis Soziale Grundrechte (AKSG) der Humanistischen Union vorgenommen. Derzeit fristen die Sozialen Rechte in Deutschland eher noch ein Schattendasein. Das m\u00f6chte der AKSG \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Deswegen plant der AKSG f\u00fcr das Fr\u00fchjahr 2009 einen bundesweiten Kongress in Marburg. Dabei soll eine Bestandsaufnahme der wirtschaftlichen Situation Deutschlands vorangestellt werden, der dann eine konkrete Bewertung der aktuellen Praxis im Umgang mit Erwerbslosen folgt. In einem weiteren Schritt werden die derzeit verbrieften Sozialen Grundrechte benannt und um weitere sinnvolle Postulate erg\u00e4nzt. Der AKSG m\u00f6chte damit von einer defensiven Verteidigung der sozialen Errungenschaften in Deutschland zu einer offensiven Formulierung w\u00fcnschenswerter und notwendiger sozialer Rechte gelangen. Ziel ist eine zukunftsorientierte Debatte \u00fcber die Bedeutung sozialer Rechte in einem demokratischen Gemeinwesen. Angesichts der derzeitigen Wirtschaftskrise sieht der AKSG nicht nur eine Chance, mit derartigen Debatten eine gesellschaftliche Bewegung anzusto\u00dfen. In der momentanen Lage scheint es uns notwendig, vorausschauende Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eine Weiterentwicklung der sozialen Gerechtigkeit in Deutschland zu unterbreiten. Beim Verbandstag der Humanistischen Union in L\u00fcbeck m\u00f6chte der AKSG einen Austausch der Anwesenden \u00fcber diese Fragen er\u00f6ffnen. Au\u00dferdem m\u00f6chte er dort seine Fachtagung weiter vorbereiten.<br \/>\n<i>Verantwortlicher: Franz-Josef Hanke<\/p>\n<p><\/i><b>Arbeitskreis Staat\/Kirche<br \/>\n<\/b>Nach der Tagung ist vor der (n\u00e4chsten) Tagung: Der Arbeitskreis wird sich mit der Vorbereitung der 4. Berliner Gespr\u00e4che befassen, die f\u00fcr n\u00e4chstes Fr\u00fchjahr geplant sind. Johann-Albrecht Haupt hat dazu ein Konzept vorgelegt, das die kirchlichen Privilegien zum Gegenstand hat. Ziel der Tagung ist es, die Vermengung der verfassungsrechtlich vorgesehenen Privilegien (etwa: staatlich finanzierter Religionsunterricht, Verf\u00fcgbarkeit von b\u00fcrgerlichen Steuerlisten, Zulassung zur Anstaltsseelsorge) und deren Ausweitungen durch kirchenfreundliche Verfassungsinterpretationen oder die Schaffung weiterer Kirchenprivilegien au\u00dferhalb des Verfassungstextes kritisch aufzuarbeiten. Beide Formen der Privilegien werden h\u00e4ufig miteinander vermengt und lassen sich nur schwer voneinander trennen. Dar\u00fcber hinaus zeigt sich in der Privilegierung religi\u00f6s-weltanschaulicher Gruppierungen eine permanente Ungleichbehandlung, da zahlreiche staatliche Unterst\u00fctzungen de facto nur oder ganz \u00fcberwiegend den beiden \u201egro\u00dfen&#8220;, d.h. mitgliederstarken christlichen Kirchen zuteil werden. Wie kann eine Anwendungsgleichheit zugunsten kleinerer christlicher wie auch nichtchristlicher Religionsgemeinschaften sowie zugunsten nichtreligi\u00f6ser Weltanschauungsgemeinschaften b\u00fcrgerrechtlich erk\u00e4mpft und bewahrt werden?<\/p>\n<p>Au\u00dferdem stehen bei dem Treffen des Arbeitskreises ein Vorschlag f\u00fcr eine Kooperationsveranstaltung zum Verh\u00e4ltnis von Meinungs- und Religionsfreiheit sowie die laufenden Aktivit\u00e4ten zur Konkordatsklage in Bayern zur Diskussion.<br \/>\n<i>Verantwortliche: Kirsten Wiese &amp; Roland Otte<\/p>\n<p><\/i><b>Arbeitsgruppe Strafvollzug<\/b><br \/>\nStrafvollzug und die bestehenden Haftbedingungen sind seit jeher ein wichtiges Thema f\u00fcr B\u00fcrgerrechtsorganisationen. Die Humanistische Union m\u00f6chte diese Tradition wieder aufnehmen und sich im kommenden Jahr den zum Teil unw\u00fcrdigen Bedingungen des Strafvollzugs widmen. Als Impuls regt der Bundesvorstand eine Tagung an, die f\u00fcr Oktober 2009 geplant ist. Jens Puschke wird erste Themenvorschl\u00e4ge zur Diskussion stellen. Wir erhoffen uns wertvolle Beitr\u00e4ge von Mitgliedern der Humanistischen Union und sonstigen am Thema Interessierten, die bei der Vorbereitung der Fachtagung Ber\u00fccksichtigung finden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wurde in den 70er und 80er Jahren die Diskussion noch von Abolitionisten, also Vertretern einer vollst\u00e4ndigen Abschaffung von Gef\u00e4ngnissen, entscheidend mitbestimmt, so ist der politische Diskurs nunmehr gepr\u00e4gt von Floskeln wie \u201eWegsperren, und zwar f\u00fcr immer&#8220; oder \u201eDas vorrangige Ziel ist die Sicherung der Allgemeinheit&#8220;. Au\u00dfen vor bzw. einem kleinen Kreis Interessierter vorbehalten bleiben dabei Themen wie die zunehmende Ausgrenzung durch Strafvollzug, die zum Teil menschenunw\u00fcrdigen Haftbedingungen oder die Frage danach, ob auch Strafgefangene ihre Rechte angemessen durchsetzen k\u00f6nnen. Die Diskussion wurde dadurch belebt, aber auch erschwert, dass seit dem 1. Januar 2008 statt dem Bund nun die Bundesl\u00e4nder f\u00fcr den Strafvollzug verantwortlich sind. Vor diesem Hintergrund m\u00f6chte die HU eine Tagung zu den aktuellen Problemen des Strafvollzugs veranstalten, die wir in L\u00fcbeck zur Diskussion stellen.<br \/>\n<i>Verantwortlicher: Jens Puschke<\/i><\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[808],"autoren":[1627],"publikationen":[932],"class_list":["post-9328","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-verband-verbandstag","autoren-verbandstag-der-humanistischen-union","publikationen-932"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Offene Arbeitsgruppen - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/mitteilungen\/202\/publikation\/offene-arbeitsgruppen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Offene Arbeitsgruppen - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Aus. 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