{"id":9784,"date":"2001-09-01T13:41:00","date_gmt":"2001-09-01T11:41:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/aus-den-anfaengen-der-humanistischen-union-1\/"},"modified":"2001-09-01T12:00:00","modified_gmt":"2001-09-01T10:00:00","slug":"aus-den-anfaengen-der-humanistischen-union-1","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/mitteilungen\/publikation\/aus-den-anfaengen-der-humanistischen-union-1\/","title":{"rendered":"Aus den Anf\u00e4ngen der HUMANISTISCHEN UNION"},"content":{"rendered":"<p>Mitteilungen Nr. 175 S. 66<\/p>\n<p>B\u00fchne wettern konnte. Und in den Schulen war es g\u00e4ngige<br \/>Praxis, den Unterricht in der &#132;christlichen Konfessionsschule&#147;<br \/>mit einem Schulgebet zu beginnen.<br \/>Eine Organisation zu gr\u00fcnden, die nicht nur im kulturellen<br \/>Bereich, sondern vor allem in den Bildungseinrichtungen<br \/>eine klare Front bezog und nicht nur durch Veranstaltungen<br \/>mit prominenten Rednern einen Gegenkurs propagierte,<br \/>sondern auch zur Gegenwehr ermunterte und \u00f6ffentliche<br \/>Unterst\u00fctzung versprach, die dar\u00fcber hinaus mit (zun\u00e4chst<br \/>aussichtslosen) Musterprozessen die Diskussion anheizte,<br \/>indem sie die inneren Widerspr\u00fcche dieses Staatswesens aufdeckte,<br \/>eine Organisation zu gr\u00fcnden, die versteckten Einzelk\u00e4mpfern<br \/>ein \u00f6ffentliches Forum bot und eine Phalanx<br \/>von nicht einfach zur Seite zu dr\u00e4ngenden einflussreichen<br \/>Pers\u00f6nlichkeiten wirkungsvoll versammelte &#150; eine solche<br \/>Organisation zu gr\u00fcnden, war in diesen durchaus noch finsteren<br \/>Zeiten ein ermutigendes Zeichen der Auflehnung &#150;<br \/>und so ist es kein Wunder, da\u00df in k\u00fcrzester Zeit in zahlreichen<br \/>St\u00e4dten Ortsverb\u00e4nde gegr\u00fcndet wurden, Sammelbecken<br \/>verstreuter Gleichgesinnter, die endlich die Chance<br \/>sahen, eine lokale \u00d6ffentlichkeit zu konstituieren und zugleich<br \/>ihre regionalen Konflikte wirksam bearbeiten zu k\u00f6n<br \/>k\u00f6nnen.<br \/>Auch an den Universit\u00e4ten g\u00e4rte es bereits, wenn auch<br \/>\u00e4u\u00dferlich alles noch &#132;in Schlips und Kragen&#147; ablief und von<br \/>inneruniversit\u00e4ren Konflikten noch wenig zu sp\u00fcren war. So<br \/>wurde bereits 1962 die Humanistische Studenten-Union<br \/>(HSU) gegr\u00fcndet, die bald an allen wichtigen Universit\u00e4ten<br \/>vertreten war.<br \/>Vom Honoratiorenclub zur B\u00fcrgerrechtsbewegung<br \/>Es soll hier nicht die Geschichte der HU ausgebreitet werden,<br \/>ich m\u00f6chte nur auf ein paar Aspekte aufmerksam<br \/>machen, wie aus dieser kulturpolitischen Vereinigung, die<br \/>ihren etwas unklar hochtrabenden Namen durchaus programmatisch<br \/>trug, eine B\u00fcrgerrechtsbewegung werden<br \/>konnte, denn das war sie damals &#150; zumindestens gemessen<br \/>an dem, was wir heute unter B\u00fcrgerrechten verstehen &#150;<br \/>durchaus noch nicht. Es ist nicht so, da\u00df die HU einen vollst\u00e4ndigen<br \/>Wechsel ihrer Themen vollzogen h\u00e4tte, ganz im<br \/>Gegenteil: erstaunlich viele Themen sind bis heute aktuell<br \/>geblieben, obwohl die Akzentuierung sich doch etwas verschoben<br \/>hat. Heute geht die HU nicht mehr von dem alten<br \/>Aufkl\u00e4rungspathos aus, sondern von einer konsequenten<br \/>Position der Verteidigung von B\u00fcrgerrechten als einem funda-<br \/>mental wichtigen und unantastbaren Kernbereich in einer<br \/>eher diffus pluralistischen und zunehmend global bestimmten<br \/>Gesellschaft. Hoffentlich.<br \/>Manches an ihrem Erscheinungsbild hat die HU seit ihrer<br \/>Gr\u00fcndungsphase beibehalten. Zum Beispiel das Layout, so<br \/>wie es noch heute ihren Briefkopf ziert. Das ist nicht nur<br \/>Tradition, sondern symbolisiert auch politische Entscheidungen,<br \/>eine bestimmte Strategie. Im Briefkopf wird nicht<br \/>nur eine breite Spalte in Rotdruck gef\u00fchrt, die die Vorstandsmitglieder<br \/>auflistet, sondern sie enth\u00e4lt auch die<br \/>Namen eines Beirates, in den immer wieder neue Mitglieder<br \/>mit ihrem wichtigsten Titel aufgenommen werden. Dieser<br \/>Beirat hat keine nennenswerte Funktion au\u00dfer der, &#132;prominent&#147;<br \/>zu sein &#150; ohne dieses gewiss fragw\u00fcrdige Kriterium<br \/>kommt keiner hinein. Die HU glaubt bis heute, dieser<br \/>&#132;F\u00fcrsprecher mit klingendem Namen&#147; zu bed\u00fcrfen, sie vertraut<br \/>also nicht allein auf die Kraft ihrer Argumente. In der<br \/>Gr\u00fcndungsphase freilich waren die gro\u00dfen Namen noch<br \/>Ausweis einer intellektuellen Kraft und der Zusammengeh\u00f6rigkeit:<br \/>ein Schutzschild nach au\u00dfen und zugleich ein<br \/>Bekenntnis, das einschloss, jederzeit f\u00fcr die gemeinsamen<br \/>Ziele einzustehen. Die auf dem Briefkopf standen waren<br \/>auch die, die jederzeit f\u00fcr die HU \u00f6ffentlich eintraten, mit<br \/>Vortr\u00e4gen, Gutachten und Stellungnahmen zur Verf\u00fcgung<br \/>standen.<br \/>Bei allem politischen Engagement &#150; und dazu geh\u00f6rte auch<br \/>eine Flexibilit\u00e4t und Schnelligkeit bei der Antwort auf die<br \/>Tagesereignisse und Zeitungsmeldungen, wie sie heute<br \/>kaum noch anzutreffen ist &#150; im Grunde war die HU in ihren<br \/>Anf\u00e4ngen vor allem ein Honoratiorenverein. Ein sehr gut vernetzter<br \/>obendrein, denn fast alle kannten sich pers\u00f6nlich,<br \/>viele verbanden lange pers\u00f6nliche Bekanntschaften und<br \/>Freundschaften. Und die vorg\u00e4nge waren bewusst als &#132;kulturpolitische<br \/>Korrespondenz&#147; gestaltet, waren also auch f\u00fcr<br \/>die Mitglieder ein sehr aktuelles Informationsmedium.<br \/>Aber der Erfolg wurde auch sehr bald zum Problem. Denn die<br \/>vielen Ortsverb\u00e4nde, die \u00fcberall entstanden, dazu die HSU, die<br \/>ebenso starken Zulauf fand, entwickelten rasch ein Eigenleben<br \/>mit eigenen Vorst\u00e4nden, eigenen Schwerpunkten der Arbeit,<br \/>eigenen Vorstellungen \u00fcber wichtige Themen und so fort.<br \/>Honoratioren interessieren sich h\u00e4ufig nicht so sehr f\u00fcr<br \/>Organisationsfragen, sondern pflegen eher ihre informellen<br \/>Kontakte, in deren Rahmen sich Sachfragen ja auch sehr effizient<br \/>abstimmen lassen. Aber die neu entstehenden Strukturen<br \/>der Ortsverb\u00e4nde waren damit nur schwer vereinbar. Gewiss,<br \/>in M\u00fcnchen gab es einen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der HU, der die gesamte<br \/>Arbeit koordinieren sollte. Aber er agierte nicht sehr<br \/>gl\u00fccklich. (Und \u00fcberdies gab es die Eigent\u00fcmlichkeit, da\u00df<br \/>in M\u00fcnchen therapeutische Verflechtungen zwischen Psychoanalytikern,<br \/>die im Vorstand sa\u00dfen, und anderen HUVerantwortlichen,<br \/>die ihre Klienten waren, f\u00fcr einen unguten<br \/>Dauerstreit sorgten, von dem selbst der Vorsitzende der HU,<br \/>Gerhard Szczesny, nicht verschont blieb. In anderen Ortsverb\u00e4nden<br \/>war man h\u00f6chst befremdet \u00fcber das, was davon bekannt<br \/>wurde.) So war es nicht verwunderlich, da\u00df unter den<br \/>Mitgliedern der HU der Wunsch nach klareren Strukturen laut<br \/>wurde, nach festgelegten Verantwortlichkeiten und Verbindlichkeiten<br \/>f\u00fcr den Verband. In einer Mitgliederversammlung in<br \/>Kassel sollte dar\u00fcber beraten werden.<br \/>Showdown in Kassel<br \/>Wer im November 1967 in Kassel dabei war, wird sich nur<br \/>mit einem gewissen Schaudern erinnern, denn es kam zu<br \/>einer Kraftprobe unterschiedlicher politischer &#132;Kulturen&#147;:<br \/>Um Szczesny gruppierten sich jene, die die HU als einen<br \/>gro\u00dfen Freundeskreis verstanden, der in dieser Weise auch<br \/>seine politischen Anliegen vertreten sollte &#150; eher informell,<br \/>bestenfalls mit Mitgliederversammlungen. Auf der anderen<br \/>Seite waren diejenigen, die eine straff organisierte HU bevorzugten<br \/>und &#150; entsprechend den demokratischen Zielsetzungen<br \/>der HU &#150; auch die innerverbandliche Demokratie<br \/>forderten, also auch ein Delegiertenwesen. Da es sich in<br \/>Kassel um eine Mitgliederversammlung handelte, versuchte<br \/>jede Seite m\u00f6glichst viele Unterst\u00fctzer mitzubringen. Nat\u00fcrlich<br \/>musste erst einmal gepr\u00fcft werden, ob sie \u00fcberhaupt<br \/>Mitglieder waren. Szczesnys Freunde waren klar in der<br \/>Minderheit, von seinen Honoratioren waren die meisten erst<br \/>gar nicht erschienen. Die anderen, vor allem der Berliner<br \/>Ortsverband, wurden angeleitet von einem Organisationssoziologen,<br \/>Walter Girschner, der das ganze taktische Arsenal<br \/>von Gro\u00dfverb\u00e4nden, wie etwa der SPD, studiert hatte und<br \/>auch \u00fcber s\u00e4mtliche Gesch\u00e4ftsordnungstricks verf\u00fcgte, wie<br \/>man sie im Zusammenhang mit Parteitagen kennen lernen<br \/>kann. Mit allen Finessen wurde nun f\u00fcr die HU eine neue Satzung<br \/>verabschiedet, die mit unwesentlichen Modifikationen<br \/>bis heute gilt. F\u00fcr Szczesny war das gewiss nicht mehr die HU,<br \/>wie er sie sich vorgestellt hatte, jedoch muss man zu<br \/>seiner Ehre sagen, da\u00df er sich bereit erkl\u00e4rte, als Bundesvorsitzender<br \/>weiterzuarbeiten, denn noch war die HUMANISTISCHE<br \/>UNION in der \u00d6ffentlichkeit vor allem auch mit seinem Namen<br \/>identifiziert. Doch sein R\u00fcckzug wurde in Kassel eingeleitet,<br \/>und es war der gro\u00dfen Integrationskraft Walter Fabians zu verdanken,<br \/>der ab 1969 f\u00fcr vier Jahre Bundesvorsitzender wurde,<br \/>da\u00df der weitere R\u00fcckzug Gerhard Szczesnys aus der HU so<br \/>ger\u00e4uschlos und f\u00fcr den Verband unsch\u00e4dlich verlief.<br \/>Szczesnys St\u00e4rke bestand vor allem darin, Verbindungen<br \/>zwischen heterogenen Pers\u00f6nlichkeiten herzustellen und<br \/>sie zum Gespr\u00e4ch \u00fcber gro\u00dfe Themen zusammenzubringen.<br \/>Dar\u00fcber hinaus f\u00fchrte er seinem Freundeskreis auch verm\u00f6gende<br \/>Pers\u00f6nlichkeiten zu, die bereit waren, seine publizistischen<br \/>und verlegerischen Unternehmungen zu finanzieren.<br \/>Auch die HU profitierte in ihren Anf\u00e4ngen von diesem<br \/>auf die Person Szczesnys fixierten Unterst\u00fctzungssystem.<br \/>Wenn man sich die Vielzahl von Themen ansieht, mit denen<br \/>sich die HU seit ihrer Gr\u00fcndung besch\u00e4ftigt hat &#150; sie aufzuz\u00e4hlen<br \/>und auch nur ihre Zielsetzungen anzugeben, w\u00fcrde<br \/>allein einen umfangreichen chronikalen Beitrag ausmachen &#150;<br \/>zeigt sich sowohl Konstanz wie auch Ver\u00e4nderung. Beides<br \/>h\u00e4ngt wesentlich mit der Gesellschaftsgeschichte der Bundesrepublik<br \/>zusammen und, in der Rhythmik, mit der Themen in<br \/>den Vordergrund dr\u00e4ngen oder eine Zeit lang wieder in den<br \/>Hintergrund treten, spiegelt sich auch etwas von der Erfolgsgeschichte<br \/>der HU.<br \/>Das Verh\u00e4ltnis von Kirche und Staat spielte in den ersten<br \/>Jahren eine beherrschende Rolle in vielen Bereichen der<br \/>Bildungs- Justiz- und Innenpolitik. In Erwin Fischer, der mit<br \/>seinem Buch &#132;Die Trennung von Staat und Kirche&#147; b\u00fcndig<br \/>die zentralen Forderungen formuliert hatte, gewann die HU<br \/>aber auch einen z\u00e4hen und ausdauernden Juristen, der \u00fcber<br \/>Jahrzehnte und auch mit<br \/>Erfolg versuchte, dieses Thema vor dem Bundesverfassungsgericht<br \/>durchzufechten. In der \u00d6ffentlichkeit verlor dies Thema<br \/>zwischendurch an Bedeutung, als Streit um Grundrechte ist es<br \/>bis heute nicht g\u00e4nzlich ausgestanden.\u00dcberhaupt geh\u00f6rt es zu<br \/>den Ver\u00e4nderungen im Erscheinungsbild der HU, da\u00df anf\u00e4nglich<br \/>das \u00f6ffentliche Wortgefecht, die publizistische Auseinandersetzung<br \/>einen gr\u00f6\u00dferen Stellenwert hatte und die HU dadurch<br \/>auch st\u00e4rker und wortm\u00e4chtiger wahrgenommen<br \/>wurde.Doch sehr bald gab es eine Verlagerung in Bereiche,die<br \/>vielleicht zwar erfolgreicher bearbeitet werden konnten, sich<br \/>aber der Wahrnehmung durch Presse und Medien mehr entzogen.<br \/>Vor allem der Einfluss auf die Gesetzgebung durch<br \/>Stellungnahmen,Alternativentw\u00fcrfe, Formulierungshilfen und<br \/>Gutachten.Hier ist vor allem die Reform des Strafgesetzbuches<br \/>zu nennen, die Ende der sechziger Jahre begonnen wurde.Nur<br \/>ein kleiner Teil davon &#150; etwa die Abschaffung des \u00a7 175 StGB<br \/>(Homosexualit\u00e4t) &#150; fand auch ein gr\u00f6\u00dferes Echo in der<br \/>\u00d6ffentlichkeit. Die Verlagerung eines Gro\u00dfteils der Arbeit der<br \/>HU in den justizpolitischen Sektor hat bis heute angehalten:<br \/>ihr f\u00fcr die \u00f6ffentliche Wahrnehmung eher schwieriger Charakter<br \/>ist bis heute f\u00fcr die HU ein Problem.<br \/>In den siebziger Jahren begann in der Bundesrepublik<br \/>mit dem \u00fcberraschenden Ph\u00e4nomen des Terrorismus eine<br \/>verdeckte Staatskrise, die in der grotesk anmutenden Hilflosigkeit<br \/>begr\u00fcndet lag, selbstbewusst mit den vorhandenen<br \/>legitimierten Mitteln zu reagieren. Stattdessen wurde mit<br \/>einer Vielzahl von &#132;Terroristen-Gesetzen&#147; (neue Straftatbest\u00e4nde,<br \/>Kontaktsperre, Verteidigereinschr\u00e4nkungen etc.)<br \/>versucht, einen Erfolg herbeizuzwingen, was im Hinblick auf<br \/>die Bew\u00e4ltigung des Terrorismus zum Scheitern verurteilt<br \/>war, sich in den Auswirkungen auf das rechtsstaatliche<br \/>System jedoch katastrophal auswirkte. (Das einschr\u00e4nkende<br \/>Gesetze, einmal eingef\u00fchrt, dann vor allem f\u00fcr ganz andere<br \/>Zwecke missbraucht werden,ist eine in Deutschland seit der<br \/>Weimarer Zeit hinreichend bekannte Erfahrung.) Hinzu kam<br \/>eine Praxis staatlichen Handelns, die ebenso hilflos wie martialisch<br \/>war, ineffizient aber einsch\u00fcchternd. Da\u00df in dieser<br \/>Ausnahmesituation ein internationales Russel-Tribunal zur<br \/>Situation der Menschenrechte in der BRD gegr\u00fcndet wurde,<br \/>war nur eine der Folgen. Es war gewiss eine Bew\u00e4hrungsprobe<br \/>f\u00fcr die HU, sich an der Arbeit dieses Tribunals allen<br \/>Einw\u00e4nden zum Trotz, es handle sich dabei um ein unterwandertes<br \/>Propagandaman\u00f6ver, zu beteiligen mit der unbefangenen<br \/>Selbstgewissheit, sich von niemandem beeinflussen<br \/>zu lassen und nur nach Ma\u00dfgabe eigener Erkenntnisse<br \/>zu urteilen. Durch diese ebenso engagierte wie neutrale<br \/>Arbeit hat die HU in einer aufgeheizten Situation dar\u00fcber<br \/>hinaus sehr zur Versachlichung und Entsch\u00e4rfung der Konfliktlinien<br \/>beigetragen.<br \/>Vermutlich resultiert aus dieser Zeit, den sp\u00e4ten siebziger<br \/>Jahren, auch innerhalb der HU ein deutlicheres Bewusstsein<br \/>daf\u00fcr, da\u00df der Schwerpunkt ihrer T\u00e4tigkeit, &#150; von der<br \/>Forderung nach Trennung von Kirche und Staat, \u00fcber die<br \/>Auseinandersetzung \u00fcber die Notstandsgesetze,Fragen des<br \/>Post- und Fernmeldegeheimnisses, des Datenschutzes, des<br \/>Verfassungsschutzes und der Geheimdienste, des Radikalenerlasses,<br \/>der Formulierung eines Kernbereichs der Demokratie,<br \/>bis hin zu Einzelfragen des Strafrechts wie etwa der<br \/>Abschaffung des \u00a7 218 StGB, &#150; in erster Linie eine Verteidigung<br \/>der B\u00fcrgerrechte ist. Denn erst seit dieser Zeit tauchte<br \/>der Begriff der B\u00fcrgerrechte in HU-Publikationen h\u00e4ufiger<br \/>auf und f\u00fchrte schlie\u00dflich zu der auch in ihrem<br \/>Werbematerial h\u00e4ufig benutzten Formulierung, da\u00df die HU<br \/>&#132;die \u00e4lteste deutsche B\u00fcrgerrechtsorganisation&#147; sei.<br \/>Volkmar Braunbehrens<br \/>Der Verfasser war von 1967 bis 1971 Mitglied des Bundesvorstands<br \/>der HUMANISTISCHEN UNION<br \/>Der Beitrag wurde leicht gek\u00fcrzt. Er erscheint ungek\u00fcrzt unter dem<br \/>Titel &#132;Aus den Anf\u00e4ngen der HU &#150; Pers\u00f6nliche Erfahrungen&#147; in der<br \/>Ausgabe 155 der vorg\u00e4nge.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[],"autoren":[],"publikationen":[871],"class_list":["post-9784","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","publikationen-mitteilungen"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Aus den Anf\u00e4ngen der HUMANISTISCHEN UNION - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/mitteilungen\/publikation\/aus-den-anfaengen-der-humanistischen-union-1\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Aus den Anf\u00e4ngen der HUMANISTISCHEN UNION - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Mitteilungen Nr. 175 S. 66 B\u00fchne wettern konnte. 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