{"id":3228,"count":21,"description":"Der Krieg geh\u00f6rt zu den existenziellen Erfahrung der Menschheit. Sein existenzieller Charakter zeigt sich unter anderem darin, dass sich unser Handeln innerhalb k\u00fcrzester Zeit seiner Logik unterwirft und dass aus seiner Logik kaum ein Entrinnen m\u00f6glich scheint, weil sich so viele Entscheidungen im Krieg als unausweichlich darstellen. Das gilt auch f\u00fcr den aktuellen Krieg in der Ukraine. Als am 24.\u00a0Februar vergangenen Jahres die russische Armee in die Ukraine einmarschierte, sprach der deutsche Bundeskanzler drei Tage sp\u00e4ter im Bundestag von einer Zeitenwende, in deren Folge mit atemberaubender Geschwindigkeit au\u00dfen-, friedens- und finanzpolitische Grunds\u00e4tze au\u00dfer Kraft gesetzt wurden. Damit sollte der russischen Aggression ein milit\u00e4rpolitisches Signal entgegengesetzt werden. Dass die Bundesregierung und der Westen auf das imperiale Agieren Russlands nicht nur mit sch\u00f6nen Worten, sondern mit robusten Gegenma\u00dfnahmen reagierten, ist nachzuvollziehen: Wenn diese Entscheidung des russischen Pr\u00e4sidenten hingenommen w\u00fcrde, w\u00e4ren weitere \u201eR\u00fcckeroberungen\u201c zu bef\u00fcrchten. Gleichwohl stellt sich die Frage: Gab es eine realistische Chance, diesen Krieg zu vermeiden \u2013 und wenn ja: wann und worin h\u00e4tte sie bestanden? Eine abschlie\u00dfende Antwort auf diese Frage werden wir mit der vorliegenden Ausgabe der vorg\u00e4nge nicht liefern k\u00f6nnen. Zumindest wollen wir aber Ansatzpunkte daf\u00fcr suchen, wie ein Ausbruch aus der scheinbar zwingenden Kriegslogik gelingen k\u00f6nnte. Die Beitr\u00e4ge des vorliegenden Themenschwerpunkts konzentrieren sich dabei auf vier verschiedene Bereiche: die Vorgeschichte und Eskalationsgr\u00fcnde, die zum Krieg f\u00fchrten (soweit sie heute schon erkennbar sind); die innere Dynamik des Krieges und dessen unmittelbare Auswirkungen; die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine Beendigung des Konflikts und Perspektiven einer Nachkriegsordnung sowie die deutschen (friedens-)politischen Kontroversen \u00fcber den Krieg.","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/239-240-vorgaenge\/","name":"vorg\u00e4nge Nr. 239\/240: Keine Chance f\u00fcr den Frieden?","slug":"239-240-vorgaenge","taxonomy":"publikationen","parent":854,"meta":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>vorg\u00e4nge Nr. 239\/240: Keine Chance f\u00fcr den Frieden? Archive - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/239-240-vorgaenge\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"vorg\u00e4nge Nr. 239\/240: Keine Chance f\u00fcr den Frieden? Archive - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Der Krieg geh\u00f6rt zu den existenziellen Erfahrung der Menschheit. Sein existenzieller Charakter zeigt sich unter anderem darin, dass sich unser Handeln innerhalb k\u00fcrzester Zeit seiner Logik unterwirft und dass aus seiner Logik kaum ein Entrinnen m\u00f6glich scheint, weil sich so viele Entscheidungen im Krieg als unausweichlich darstellen. Das gilt auch f\u00fcr den aktuellen Krieg in der Ukraine. Als am 24.\u00a0Februar vergangenen Jahres die russische Armee in die Ukraine einmarschierte, sprach der deutsche Bundeskanzler drei Tage sp\u00e4ter im Bundestag von einer Zeitenwende, in deren Folge mit atemberaubender Geschwindigkeit au\u00dfen-, friedens- und finanzpolitische Grunds\u00e4tze au\u00dfer Kraft gesetzt wurden. Damit sollte der russischen Aggression ein milit\u00e4rpolitisches Signal entgegengesetzt werden. Dass die Bundesregierung und der Westen auf das imperiale Agieren Russlands nicht nur mit sch\u00f6nen Worten, sondern mit robusten Gegenma\u00dfnahmen reagierten, ist nachzuvollziehen: Wenn diese Entscheidung des russischen Pr\u00e4sidenten hingenommen w\u00fcrde, w\u00e4ren weitere \u201eR\u00fcckeroberungen\u201c zu bef\u00fcrchten. Gleichwohl stellt sich die Frage: Gab es eine realistische Chance, diesen Krieg zu vermeiden \u2013 und wenn ja: wann und worin h\u00e4tte sie bestanden? Eine abschlie\u00dfende Antwort auf diese Frage werden wir mit der vorliegenden Ausgabe der vorg\u00e4nge nicht liefern k\u00f6nnen. Zumindest wollen wir aber Ansatzpunkte daf\u00fcr suchen, wie ein Ausbruch aus der scheinbar zwingenden Kriegslogik gelingen k\u00f6nnte. Die Beitr\u00e4ge des vorliegenden Themenschwerpunkts konzentrieren sich dabei auf vier verschiedene Bereiche: die Vorgeschichte und Eskalationsgr\u00fcnde, die zum Krieg f\u00fchrten (soweit sie heute schon erkennbar sind); die innere Dynamik des Krieges und dessen unmittelbare Auswirkungen; die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine Beendigung des Konflikts und Perspektiven einer Nachkriegsordnung sowie die deutschen (friedens-)politischen Kontroversen \u00fcber den Krieg.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/239-240-vorgaenge\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Humanistische Union\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@humunion\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"CollectionPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/239-240-vorgaenge\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/239-240-vorgaenge\\\/\",\"name\":\"vorg\u00e4nge Nr. 239\\\/240: Keine Chance f\u00fcr den Frieden? Archive - Humanistische Union\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/239-240-vorgaenge\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/239-240-vorgaenge\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"vorg\u00e4nge\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"vorg\u00e4nge Nr. 239\\\/240: Keine Chance f\u00fcr den Frieden?\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"Humanistische Union\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\",\"name\":\"Humanistische Union e.V.\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"width\":1000,\"height\":536,\"caption\":\"Humanistische Union e.V.\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/x.com\\\/humunion\",\"https:\\\/\\\/mastodon.social\\\/@humunion\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/humanistischeunion.bsky.social\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"vorg\u00e4nge Nr. 239\/240: Keine Chance f\u00fcr den Frieden? Archive - Humanistische Union","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/239-240-vorgaenge\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"vorg\u00e4nge Nr. 239\/240: Keine Chance f\u00fcr den Frieden? Archive - Humanistische Union","og_description":"Der Krieg geh\u00f6rt zu den existenziellen Erfahrung der Menschheit. Sein existenzieller Charakter zeigt sich unter anderem darin, dass sich unser Handeln innerhalb k\u00fcrzester Zeit seiner Logik unterwirft und dass aus seiner Logik kaum ein Entrinnen m\u00f6glich scheint, weil sich so viele Entscheidungen im Krieg als unausweichlich darstellen. Das gilt auch f\u00fcr den aktuellen Krieg in der Ukraine. Als am 24.\u00a0Februar vergangenen Jahres die russische Armee in die Ukraine einmarschierte, sprach der deutsche Bundeskanzler drei Tage sp\u00e4ter im Bundestag von einer Zeitenwende, in deren Folge mit atemberaubender Geschwindigkeit au\u00dfen-, friedens- und finanzpolitische Grunds\u00e4tze au\u00dfer Kraft gesetzt wurden. Damit sollte der russischen Aggression ein milit\u00e4rpolitisches Signal entgegengesetzt werden. Dass die Bundesregierung und der Westen auf das imperiale Agieren Russlands nicht nur mit sch\u00f6nen Worten, sondern mit robusten Gegenma\u00dfnahmen reagierten, ist nachzuvollziehen: Wenn diese Entscheidung des russischen Pr\u00e4sidenten hingenommen w\u00fcrde, w\u00e4ren weitere \u201eR\u00fcckeroberungen\u201c zu bef\u00fcrchten. Gleichwohl stellt sich die Frage: Gab es eine realistische Chance, diesen Krieg zu vermeiden \u2013 und wenn ja: wann und worin h\u00e4tte sie bestanden? Eine abschlie\u00dfende Antwort auf diese Frage werden wir mit der vorliegenden Ausgabe der vorg\u00e4nge nicht liefern k\u00f6nnen. Zumindest wollen wir aber Ansatzpunkte daf\u00fcr suchen, wie ein Ausbruch aus der scheinbar zwingenden Kriegslogik gelingen k\u00f6nnte. Die Beitr\u00e4ge des vorliegenden Themenschwerpunkts konzentrieren sich dabei auf vier verschiedene Bereiche: die Vorgeschichte und Eskalationsgr\u00fcnde, die zum Krieg f\u00fchrten (soweit sie heute schon erkennbar sind); die innere Dynamik des Krieges und dessen unmittelbare Auswirkungen; die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine Beendigung des Konflikts und Perspektiven einer Nachkriegsordnung sowie die deutschen (friedens-)politischen Kontroversen \u00fcber den Krieg.","og_url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/239-240-vorgaenge\/","og_site_name":"Humanistische Union","twitter_card":"summary_large_image","twitter_site":"@humunion","schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"CollectionPage","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/239-240-vorgaenge\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/239-240-vorgaenge\/","name":"vorg\u00e4nge Nr. 239\/240: Keine Chance f\u00fcr den Frieden? Archive - Humanistische Union","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/239-240-vorgaenge\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/239-240-vorgaenge\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"vorg\u00e4nge","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"vorg\u00e4nge Nr. 239\/240: Keine Chance f\u00fcr den Frieden?"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","name":"Humanistische Union","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization","name":"Humanistische Union e.V.","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","width":1000,"height":536,"caption":"Humanistische Union e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/humunion","https:\/\/mastodon.social\/@humunion","https:\/\/bsky.app\/profile\/humanistischeunion.bsky.social"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikationen\/3228","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikationen"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/taxonomies\/publikationen"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikationen\/854"}],"wp:post_type":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikation?publikationen=3228"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}