{"id":14318,"date":"2010-10-09T14:00:00","date_gmt":"2010-10-09T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/veranstaltungen\/termin\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\/"},"modified":"2021-08-30T15:43:57","modified_gmt":"2021-08-30T13:43:57","slug":"verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern","status":"publish","type":"termin","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/veranstaltungsberichte\/2010\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\/","title":{"rendered":"Verst\u00e4ndigungsschwierigkeiten zwischen Juristen und Historikern"},"content":{"rendered":"<p>Rede anl&auml;sslich der Verleihung des Fritz-Bauer-Preises durch die Humanistische Union am 9. Oktober 2010<\/p>\n<div><span class=\"migrated-image\"><a href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp2010_10250.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-5559 size-medium\" src=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp2010_10250-600x400.jpg\" alt=\"Verst&auml;ndigungsschwierigkeiten zwischen Juristen und Historikern\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp2010_10250-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp2010_10250-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp2010_10250-1000x667.jpg 1000w, https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp2010_10250-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp2010_10250-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp2010_10250-450x300.jpg 450w, https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp2010_10250.jpg 1662w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"news-single-imgcaption\">\n<\/div>\n<p>Die ergiebigste Forschung ist nur die H&auml;lfte wert, wenn ihr Wissen auf den Kreis weniger Eingeweihter beschr&auml;nkt bleibt. Das gilt auch f&uuml;r die Erforschung der Verbrechen des Dritten Reiches. Vermittelt wird das Wissen dar&uuml;ber in den Gedenkst&auml;tten, aber auch auf andere Weise. Was die Gedenkst&auml;tten angeht, leisten sie durchweg gute Arbeit. Gegenstand der Gedenkst&auml;tten sind allerdings mit wenigen Ausnahmen die Verbrechen in den Konzentrationslagern. Alle gro&szlig;en Gedenkst&auml;tten hei&szlig;en deshalb KZ-Gedenkst&auml;tten: Buchenwald, Neuengamme, Sachsenhausen, Bergen-Belsen usw. Hier sind t&uuml;chtige und flei&szlig;ige Historiker an der Arbeit. In ihrer Ausbildung haben sie meist viel &uuml;ber die Organisation und Struktur des Systems der Konzentrationslager erfahren, auch viel &uuml;ber die Mentalit&auml;t der Wachmannschaften und der Befehlsgeber in den Schaltstellen des Dritten Reiches.<\/p>\n<p>Problematisch kann es werden, wenn Historiker es mit einem Verbrechenskomplex zu tun haben, der in ihrer Ausbildung nicht vorkommt. Das ist &uuml;berall dort der Fall, wo Historiker es mit Fragen zu tun haben, die ohne Spezialwissen nicht ausreichend zu beantworten sind. Nun muss sich ein qualifizierter Historiker auch in neue Materien einarbeiten k&ouml;nnen. Was aber, wenn er es mit einer Berufsgruppe und T&auml;tern zu tun hat, deren Funktion gerade darin bestand, das Verbrecherische dieses Tuns zu verschleiern, eine Hinterfragung zu erschweren. Eben dies trifft f&uuml;r die Justiz des Dritten Reiches zu, wie &uuml;berhaupt in allen autorit&auml;ren Systemen der Justiz die Aufgabe zugedacht ist, Unrecht als Recht erscheinen zu lassen, Unrecht zu legitimieren. In diesem Fall ist eine interdisziplin&auml;re Zusammenarbeit unverzichtbar. Es bedarf einer Kooperation von Historikern mit Juristen, vor allem mit solchen Juristen, die sich nicht nur in der &auml;u&szlig;eren Technik des juristischen Methodeninstrumentariums auskennen, sondern auch das Fragw&uuml;rdige juristischer Arbeit reflektieren und sich &uuml;ber die M&ouml;glichkeiten eines Missbrauchs der juristischen Methoden im Klaren sind. Leider fehlt es oft an einer solchen interdisziplin&auml;ren Zusammenarbeit. Die Historiker, die ich im Auge habe, halten es in ihrer Selbstgewissheit, juristische und rechtshistorische Fragen selbst beantworten zu k&ouml;nnen, nicht einmal f&uuml;r n&ouml;tig, Hilfe von Rechtshistorikern in Anspruch zu nehmen. Historiker, die es mit rechts- und justizgeschichtlichen Themen zu tun haben, also mit Fragen, die ohne juristische Fachkenntnisse nicht ersch&ouml;pfend beantwortet werden k&ouml;nnen, m&uuml;ssen scheitern, wenn sie meinen, ohne juristische Hilfe auskommen zu k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Schon die historische Forschung f&uuml;r fr&uuml;here Jahrhunderte kam nicht immer ohne rechtshistorische Kenntnisse aus; man denke an das V&ouml;lkerrecht, das sich im 17. Jahrhundert allm&auml;hlich entwickelt hat. Dass historische Auseinandersetzungen zunehmend als juristische stattfinden, ist allerdings ein Charakteristikum der j&uuml;ngeren Geschichte. Der Vorgang beruht auf einer Wechselwirkung. Die Grausamkeiten und Zivilisationsbr&uuml;che des 20. Jahrhunderts haben zur Entstehung eines globalen Rechts strafrechtlicher Verantwortlichkeit gef&uuml;hrt, und dieses neue Recht &#8211; inzwischen das V&ouml;lkerstrafrecht &#8211; wird zu einem ma&szlig;geblichen Faktor der Zeitgeschichtsschreibung. Es &ouml;ffnet sich eine neue Perspektive: Historische Deutungsmacht hat derjenige, der sich der Unterscheidung von Recht und Unrecht bedienen kann. N&uuml;rnberg ist die Chiffre dieses Codes. Was Recht und Unrecht unterscheidet, lernt man besonders gut an den Extremen. Unverr&uuml;ckbarer Referenzpunkt ist hier das nationalsozialistische Deutschland als historisch beispielloser Unrechtsstaat, als einmalige Form der staatlich organisierten Kriminalit&auml;t. Eine der besonders umstrittenen Fragen in diesem Zusammenhang ist die nach den Organisationen und Gruppen, die funktional zu dem kriminogenen Gesamtkomplex geh&ouml;rten. Das hat Bedeutung nicht nur f&uuml;r die Gedenkst&auml;ttenarbeit, sondern f&uuml;r alle, die es mit der Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts zu tun haben. Daher muss immer wieder gefragt werden, wie sich das System von Grausamkeit und Unrecht entwickeln und durchsetzen konnte.<\/p>\n<p>Es gibt reichlich Beispiele daf&uuml;r, wie gewinnbringend sich eine Zusammenarbeit zwischen Historikern und Juristen auswirken kann, umgekehrt aber auch Beispiele f&uuml;r die fatalen Folgen verschm&auml;hter Kooperationsbereitschaft. Heute nur einige davon:<\/p>\n<p>Beispiel 1: <br \/>F&uuml;r einen rechtsstaatlich befriedigenden Ausgang einiger bedeutender NSG-Verfahren war entscheidend, dass die beteiligten Juristen wenigstens zeitweise von der Vorstellung Abschied genommen hatten, ein Jurist m&uuml;sse &#8222;alles k&ouml;nnen&#8220;. Das zeigte sich ganz besonders in dem gro&szlig;en Auschwitz-Prozess in Frankfurt, wo man schon vor dem eigentlichen Prozessbeginn mehrere gr&uuml;ndliche Gutachten von Historikern eingeholt hatte. Daraus erhielten die Richter und Staatsanw&auml;lte Aufschluss u. a. &uuml;ber die un&uuml;bersichtlichen Befehls- und Kommandostrukturen, die auf verschlungenen Umwegen zu den Taten vor Ort f&uuml;hrten. Andere NSG-Verfahren scheiterten dagegen, weil die Juristen keinen Durchblick in diesen Strukturen und Zusammenh&auml;ngen hatten, auch unter Verzicht auf Beratung durch Experten zur Zeitgeschichte.<\/p>\n<p>Beispiel 2:<br \/>Gleich ein Gegenbeispiel: das &#8211; von vielen Historikern bis heute nicht recht zur Kenntnis genommene &#8211; zweite gro&szlig;e von Fritz Bauer eingeleitete Verfahren gegen die mehr als hundert Teilnehmer der gro&szlig;en &#8222;Euthanasie&#8220;-Konferenz des Reichsjustizministeriums am 23.\/24. April 1942. Lothar Gruchmann vom Institut f&uuml;r Zeitgeschichte war sicherlich ein gro&szlig;er Historiker, insbesondere ein Experte zur Zeitgeschichte. Ohne Kontakt zu Juristen &#8211; wobei damals, in den 1960er und 1970er Jahren, nur wenige Juristen ein Interesse an den Justizverbrechen aufbrachten &#8211; kam er bei der W&uuml;rdigung des Beitrages der Juristen zum Anstaltsmord zu einem im Wesentlichen entlastenden Ergebnis. Die Juristen, so Gruchmann, h&auml;tten es doch immerhin geschafft, die Euthanasie &#8222;einzuhegen&#8220;, mit anderen Worten: Schlimmeres zu verh&uuml;ten. Dass er in seinem Aufsatz geflissentlich vermied, das von Fritz Bauer im Jahre 1962 eingeleitete Verfahren gegen die Juristenprominenz und den sch&auml;ndlichen Ausgang dieses Verfahrens auch nur mit einem Wort zu erw&auml;hnen, sei hier nur nebenbei angemerkt.<\/p>\n<p>Das von Fritz Bauer bis zu seinem Tod im Jahre 1968 nahezu zur Anklagereife vorangebrachte Verfahren wurde von seinem Nachfolger eingestellt. Sein Nachfolger, der Frankfurter Generalstaatsanwalt Dr. Horst Gauff, hatte sich f&uuml;r die Straflosstellung der f&uuml;hrenden NS-Juristen auf einige wenige, sogar juristisch unhaltbare S&auml;tze beschr&auml;nkt, ohne jegliche historische Beratung. M&ouml;glich war dies nur, weil die Verfahrenseinstellung vom M&auml;rz 1970 in aller Heimlichkeit vor sich ging. Von der Existenz dieses Verfahrens hatte ich nur durch einen gro&szlig;en Zufall in jungen Richterjahren erfahren, als im Jahre 1965 die Anschuldigungsschrift Fritz Bauers beil&auml;ufig &uuml;ber meinen Schreibtisch lief, ohne dass ich mich damit irgendwie amtlich befassen musste. Die Erinnerung daran erm&ouml;glichte es mir sp&auml;ter, die Veruntreuung des Erbes von Fritz Bauer durch seinen Nachfolger ans Tageslicht bringen zu k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Beispiel 3: <br \/>Im Jahre 2004 ver&ouml;ffentlichte das Fritz-Bauer-Institut in Frankfurt einen Aufsatz. Darin kam ein Mitarbeiter des Instituts, Werner Renz, von Haus aus ein Germanist, zu dem Ergebnis, Fritz Bauer habe die Auschwitz-T&auml;ter zu Unrecht angeklagt. Bar jeder Kenntnis wenigstens der grundlegenden strafrechtlichen und strafprozessualen Begriffe und Grunds&auml;tze berief sich Renz u. a. auf den Gleichheitsgrundsatz, auf den Sinn und Zweck staatlichen Strafens &uuml;berhaupt und darauf, dass die T&auml;ter inzwischen doch l&auml;ngst resozialisiert seien. In seinem laienhaften Verst&auml;ndnis hatte Renz geglaubt, solche Dinge ohne juristische Vorkenntnisse beurteilen zu k&ouml;nnen. Nat&uuml;rlich h&auml;tte vor der Ver&ouml;ffentlichung der wissenschaftliche Beirat des Instituts befragt werden m&uuml;ssen, zumindest dessen Vorsitzender Joachim Perels. Schlie&szlig;lich war der Aufsatz eine Art Schm&auml;hschrift gegen den Namensgeber des Fritz-Bauer-Instituts. Joachim Perels sandte sogleich einen kritischen Gegenartikel ein. Nun kam das Erstaunlichste: Der kommissarische Institutsdirektor lehnte einen Abdruck der Kritik mit schroffen Worten rundum ab. Und noch unglaublicher: Der Konflikt endete damit, dass der Institutsdirektor Professor Krause-Vilmar eigenm&auml;chtig, in &Uuml;berschreitung seiner Befugnisse Joachim Perels von dem Vorsitz des Beirats abberief. Damit war &uuml;brigens ein Muster daf&uuml;r geschaffen, wie selbstgerechte Leiter historischer Institutionen sich l&auml;stige Kritiker vom Hals schaffen k&ouml;nnen: Entweder setzt man die Kritiker ab oder man vergrault sie, was nat&uuml;rlich auf das gleiche Ergebnis hinausl&auml;uft. &Uuml;brigens auch ein Anlass zum Nachdenken &uuml;ber Sinn und Unsinn der T&auml;tigkeit mancher Fachgremien.<\/p>\n<p>Beispiel 4:<br \/>Wie ergiebig, ja unentbehrlich die interdisziplin&auml;re Zusammenarbeit von Historikern und Juristen bzw. Rechtshistorikern sein kann, hat die intensive Kooperation zwischen einem Historiker, dem Milit&auml;rhistoriker Wolfram Wette in Freiburg, und einem Juristen, n&auml;mlich mit mir, wiederholt erwiesen. Dies zuletzt u. a. mit unserem &#8211; in &ouml;ffentlicher Sitzung des Deutschen Bundestages lobend anerkannten &#8211; gemeinsamen Beitrag zur Verabschiedung des Zweiten &Auml;nderungsgesetzes zum Unrechtsbeseitigungsgesetz vom 8. September 2009, kurz: zur Rehabilitierung der sog. Kriegsverr&auml;ter.<\/p>\n<p>Wie verheerend, ja destruktiv sich dagegen der Verzicht auf eine solche interdisziplin&auml;re Zusammenarbeit auswirken kann, daf&uuml;r gleich in demselben Gesetzgebungsverfahren ein Gegenbeispiel. Der Rechtsausschuss des Bundestages hatte in der &auml;u&szlig;erst kontrovers verlaufenen Auseinandersetzung um die Aufhebung der Todesurteile gegen die &#8222;Kriegsverr&auml;ter&#8220; einen Historiker als Sachverst&auml;ndigen hinzugezogen: Professor Rolf-Dieter M&uuml;ller, leitender Historiker beim milit&auml;rgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam. Sein ausf&uuml;hrliches Gutachten, mit dem er einer Rehabilitierung der &#8222;Kriegsverr&auml;ter&#8220; scharf entgegentrat und womit er die Mitglieder des Rechtsausschusses sichtlich beeindruckte, h&auml;tte wohl mit Sicherheit zum Scheitern des ohnehin ungeliebten Gesetzesvorhabens gef&uuml;hrt, wenn nicht Ungew&ouml;hnliches passiert w&auml;re.<\/p>\n<p>Zum n&auml;heren Verst&auml;ndnis muss ich zuvor auf einige Einzelheiten eingehen. In seinem Gutachten hatte Professor M&uuml;ller ein Todesurteil des Reichskriegsgerichts pr&auml;sentiert. Darin ging es um den General Edgar Feuchtinger, der sich bereichert und in vertraulichen Briefen an seine Geliebte &uuml;ber seine damalige milit&auml;rische T&auml;tigkeit berichtet hatte. Nach Auffassung von Professor M&uuml;ller &#8222;ein besonders krasser Fall&#8220; von Kriegsverrat, dessen Rehabilitierung einen &#8222;Skandal&#8220; ausl&ouml;sen w&uuml;rde. Der von dem Milit&auml;rhistoriker M&uuml;ller geschilderte Sachverhalt machte mich, auch ich war als Sachverst&auml;ndiger geladen, stutzig.<\/p>\n<p>Aus meiner langj&auml;hrigen Besch&auml;ftigung mit den Tausenden von Todesurteilen des Reichskriegsgerichts wusste ich zwar von der Bedenkenlosigkeit, mit der das Gericht meist v&ouml;llig unschuldige Menschen unter das Fallbeil brachte. Doch hatte ich auch die Methode des Vorgehens vieler NS-Juristen und gerade auch des Reichskriegsgerichts kennen gelernt: Eine Entscheidung mochte noch so furchtbar, noch so unmenschlich sein, stets legten die Richter gro&szlig;en Wert darauf, ihre Entscheidungen mit dem Schein der juristischen Korrektheit zu versehen. Womit sie &uuml;brigens den Machthabern eine besonders wirksame Unterst&uuml;tzung gew&auml;hrten. Unter dem Einsatz ihres reichhaltigen juristischen Methodeninstrumentariums verrechtlichten sie das Unrecht, legitimierten sie den Terror, errichteten sie vor dem Terror eine Legalit&auml;tsfassade.<\/p>\n<p>Aus dieser Perspektive betrachtet, zweifelte ich an der Existenz des Urteils, so wie Professor M&uuml;ller es dargestellt hatte. Also schrieb ich an Professor M&uuml;ller. Von mir um eine Kopie des Urteils oder wenigstens die Angabe eines Aktenzeichens oder einer Archiv-Signatur gebeten, verwies M&uuml;ller mich wortkarg an das Milit&auml;rarchiv in Freiburg, ohne n&auml;here Angaben. Ich lie&szlig; in Freiburg recherchieren und erhielt die Auskunft, ein solches Urteil sei dort nicht bekannt. Also wiederholte ich meine Bitte an Professor M&uuml;ller, nun etwas nachdr&uuml;cklicher. Aus der von ihm endlich, immer noch ausweichend, genannten Quelle ergab sich, dass Feuchtinger wegen Wehrkraftzersetzung, also nicht wegen Kriegsverrat, verurteilt worden war. Und deswegen war Feuchtinger bereits aufgrund des Unrechtsbeseitigungsgesetzes von 1998 rehabilitiert worden. Leider hatte auch der langj&auml;hrige, renommierte Historiker des SPIEGEL, Georg B&ouml;hnisch, das von M&uuml;ller &#8222;erfundene&#8220; Urteil unbesehen &uuml;bernommen. Erst als der SPIEGEL sp&auml;ter, rechtzeitig vor der Beratung des Bundestages, dar&uuml;ber berichtete, wie ich Professor M&uuml;ller &uuml;berf&uuml;hrt hatte, kippte die politische Stimmung gegen das M&uuml;llersche Gutachten. Der Fall zeigt: Gerade der selbstgewisse, aber beratungsresistente Allround-Historiker kann auf grandiose Weise scheitern.<\/p>\n<p>Zum Schluss ein letztes Beispiel. Es geht um Kommunikationsprobleme in der Gedenkst&auml;ttenarbeit. W&auml;hrend es die meisten Gedenkst&auml;tten bei ihrer Arbeit mit brutalen handgreiflichen Menschenrechtsverletzungen (u. a. mit Schusswaffen, Giftgas usw.) zu tun haben, ist das Tatwerkzeug mordender Juristen die verschleiernde Sprache, insbesondere die juristische Methode, mit der sie Unrecht in Recht verwandeln. Was den Tatbeitrag der Juristen besonders lehrreich macht, ist die Methode ihres Vorgehens: Indem sie ihre Entscheidungen mit dem Schein der juristischen Korrektheit versahen, gew&auml;hrten sie den Machthabern eine weitaus wirksamere Unterst&uuml;tzung, als dies bei offensichtlich weisungsgebundenen Richtern der Fall gewesen w&auml;re. Mit gekonnter Juristentechnik verrechtlichten sie das Unrecht, legitimierten sie den Terror, errichteten vor dem Terror eine Legalit&auml;tsfassade. Sie kamen <b><u>nicht trotz <\/u><\/b>ihrer soliden juristischen Ausbildung, sondern <b><u>mit Hilfe<\/u><\/b> der noch zu demokratischen Zeiten gelernten Rechtstechniken zu ihren m&ouml;rderischen Ergebnissen.<\/p>\n<p>Schon eine allgemeine KZ-Gedenkst&auml;tte kommt nicht ganz ohne Interesse an der Rechts- und Justizgeschichte aus. Es waren Rechtsprofessoren, die schon in den Jahren 1933\/34 mit der Erfindung des Begriffs der &#8222;Schutzhaft&#8220; alle rechtsstaatlichen Sicherungen gegen terroristische Freiheitsberaubung beiseite r&auml;umten; an der Spitze die Staatsrechtler Ulrich Scheuner und Theodor Maunz, der sp&auml;tere bayerische Kultusminister. Die Notwendigkeit einer Einbeziehung von Juristen und Rechtshistorikern in die Arbeit einer der NS-Justiz gewidmeten Gedenkst&auml;tte ist unabweisbar. Eine solche Gedenkst&auml;tte gibt es in Wolfenb&uuml;ttel; bei ihrer Er&ouml;ffnung im Jahre 1990 einzigartig f&uuml;r die gesamte Bundesrepublik. Und sie k&ouml;nnte bundesweite Ausstrahlung haben. Erst seit 2002 gibt es noch die Gedenkst&auml;tte Roter Ochse in Halle, die sich mit der NS-Justiz und der SED-Justiz befasst.<\/p>\n<p>Warum eine Gedenkst&auml;tte gerade in Wolfenb&uuml;ttel? Hier gibt es seit etwa drei Jahrhunderten ein Gef&auml;ngnis. Es liegt noch in der Altstadt von Wolfenb&uuml;ttel. Und mitten auf dem Gel&auml;nde der Justizvollzugsanstalt gibt es eine der gr&ouml;&szlig;ten Hinrichtungsst&auml;tten des Dritten Reiches. Schon die Entstehung ist bemerkenswert. Es war das Jahr 1938, als den Planern des NS-Vernichtungskrieges in Berlin einfiel, dass ein solcher Krieg nicht ohne Unterdr&uuml;ckung und Grausamkeit gegen&uuml;ber den eigenen B&uuml;rgern durchf&uuml;hrbar ist. In diesem Fall also nicht ohne eine Sondergerichtsbarkeit, einschlie&szlig;lich des Volksgerichtshofs. Konkret: Schon im September 1938 rechnete man mit einem erh&ouml;hten Hinrichtungsbedarf. Welch eine Vorgeschichte, welch ein Anschauungsunterricht f&uuml;r Sch&uuml;ler und andere Besucher der Gedenkst&auml;tte.<\/p>\n<p>&Uuml;brigens hat man sich bei der Architektur des T&ouml;tungsgeb&auml;udes M&uuml;he gegeben. Im Unterschied zu den anderen Hinrichtungsr&auml;umen des Dritten Reiches &#8211; auch in Pl&ouml;tzensee gingen die Vollstreckungen in einem Raum des Gef&auml;ngnisgeb&auml;udes vonstatten &#8211; hatte man eigens ein neues Geb&auml;ude errichtet, zweist&ouml;ckig und mit einem Uhren- und Glockenturm. Hinrichtungen wurde schon seit dem Mittelalter eine sakrale Weihe verliehen. &Auml;hnlich wie die Juristen taten auch die Theologen das Ihrige, um Grausamkeit zu legitimieren, als etwas Gutes und Wertvolles zu verbr&auml;men. Deshalb wurde vor und nach Hinrichtungen in Wolfenb&uuml;ttel die Glocke gel&auml;utet. Erst als das immer h&auml;ufigere Glockenl&auml;uten die Anwohner der angrenzenden Wohnh&auml;user beunruhigte, h&ouml;rte man damit auf. In den Jahren 1939 bis 1945 wurden hier in Wolfenb&uuml;ttel weit &uuml;ber 600 Menschen hingerichtet. Darunter viele ausl&auml;ndische Widerstandsk&auml;mpfer, auch Zwangsarbeiter, ein Jude, sog. Volkssch&auml;dlinge und Wehrkraftzersetzer.<\/p>\n<p>Im Jahre 1983 erfuhr ich, dass das nieders&auml;chsische Justizministerium plante, die Hinrichtungsst&auml;tte abzurei&szlig;en und durch ein Wirtschaftsgeb&auml;ude zu ersetzen. Von mir organisierte protestierende Unterschriften waren vergeblich. Die gesamte Presse, die &uuml;berregionalen Medien, aber auch die Lokalpresse schwiegen. Mit einer Ausnahme: Mein Freund Eckart Spoo berichtete in der Frankfurter Rundschau &uuml;ber den Skandal. Doch auch das n&uuml;tzte nichts. Ebenso wenig wie mein im Auftrag der Gewerkschaft &Ouml;TV mit dem nieders&auml;chsischen Justizminister Werner Remmers gef&uuml;hrtes Gespr&auml;ch. Dieser bekr&auml;ftigte die Abrissentscheidung sogar im nieders&auml;chsischen Landtag. Fast in letzter Stunde wandte ich mich mit etwa 100 Schreiben an das Ausland, dort an viele Organisationen der NS-Verfolgten und ehemaligen Widerstandsk&auml;mpfer. Dies in den wichtigsten europ&auml;ischen Sprachen. Die dadurch ausgel&ouml;sten rund 60 Protestschreiben an das nieders&auml;chsische Justizministerium brachten den Durchbruch. Der Minister musste den R&uuml;ckzug antreten. Auch gab er der Forderung der Gewerkschaft &Ouml;TV nach und gr&uuml;ndete eine Gedenkst&auml;tte. Von dieser interessanten Vorgeschichte findet sich in der Gedenkst&auml;tte kein Wort. Der Gedenkst&auml;ttenleiter hat diese Geschichte vollst&auml;ndig getilgt.<\/p>\n<p>Immerhin haben mein Freund Joachim Perels sowie drei weitere f&uuml;r die Probleme der NS-Justiz aufgeschlossene Historiker mit mir gemeinsam bis 1999 eine Ausstellung erarbeitet. Untergebracht ist sie in R&auml;umen des Gef&auml;ngnisses. Nach Anmeldung kann sie von Gruppen und einzelnen B&uuml;rgern besichtigt werden. Zur Besonderheit einer Gedenkst&auml;tte &uuml;ber die NS-Justiz erinnere ich nochmals an die besonderen Tatwerkzeuge mordender Juristen, die verschleiernde Sprache und die juristische Methode. Diese Eigenart erforderte eine besondere Ausstellungskonzeption: F&uuml;r die erste Orientierung gibt es die gro&szlig;en Stelltafeln, geordnet teils nach Zeitabschnitten, teils nach Aspekten. Bei der Ausstellungser&ouml;ffnung im Jahre 1999 waren die Schautafeln vollst&auml;ndig geschaffen. Wie bei vielen modernen Ausstellungen geh&ouml;rt zu der Konzeption auch der Ausstellung in Wolfenb&uuml;ttel, dass sich interessierte Ausstellungsbesucher n&auml;here Informationen beschaffen k&ouml;nnen. Unverzichtbar war dies gerade wegen der Besonderheit der NS-Justiz, &uuml;ber deren Struktur informiert werden muss. Dazu geh&ouml;ren die Arbeitsweise und die Mentalit&auml;ten der damaligen Juristen, die sich auch nach 1945 fortsetzten. Viele dieser Juristen blieben nach 1945 nicht nur von der Strafverfolgung verschont, sondern durften sogar ihre Karrieren fortsetzen.<\/p>\n<p>F&uuml;r all dies sind in den Tafelgestellen unterhalb der Schautafeln Aktenschuber vorgesehen, aus denen die Ausstellungsbesucher Aktenordner herausziehen k&ouml;nnen mit Opferbiographien, T&auml;terbiographien und Themenordnern.<\/p>\n<p>F&uuml;r die T&auml;terbiographien hatten wir etwas ganz Besonderes geschaffen. Das war der sog. &#8222;T&auml;terturm&#8220;: Ein auf einem Tisch platziertes, schwarzes, vierseitiges Aktengestell. Die darin vorhandenen 32 Aktenschuber sind zur Aufnahme der T&auml;terbiographien bestimmt. Bei der Ausstellungser&ouml;ffnung im Jahre 1999 hatte der Gedenkst&auml;ttenleiter erst vier T&auml;terakten erstellt, obgleich ich ihm die n&ouml;tigen Unterlagen zur Verf&uuml;gung gestellt hatte. Die n&ouml;tige Erg&auml;nzung steht bis heute aus. Allerdings hat der Gedenkst&auml;ttenleiter den &#8222;T&auml;terturm&#8220; etwa um die Jahreswende 2007\/2008 spurlos verschwinden lassen. Er steht jetzt auf dem Dachboden der Justizvollzugsanstalt.<\/p>\n<p>&Uuml;ber diesen eigenm&auml;chtigen Eingriff sowie &uuml;ber viele andere Pflichtverletzungen des Gedenkst&auml;ttenleiters habe ich den seit dem 1. Januar 2008 amtierenden neuen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Stiftung Nieders&auml;chsische Gedenkst&auml;tten unterrichtet. Erst nach zahlreichen Erinnerungen erhielt ich eine kurze Antwort. Darin teilte mir der Stiftungsgesch&auml;ftsf&uuml;hrer mit, zu den &#8222;Prim&auml;raufgaben&#8220; auch der Gedenkst&auml;tte Wolfenb&uuml;ttel geh&ouml;re das Gedenken an die Opfer. &#8222;Es gebietet der Respekt vor den Opfern, an dieser Prim&auml;raufgabe keine Abstriche zu machen.&#8220; Mit anderen Worten: Die Wolfenb&uuml;tteler Ausstellungsbesucher m&uuml;ssen sich mit den bescheidenen vier T&auml;terakten begn&uuml;gen.<\/p>\n<p>Demn&auml;chst wird sich der Kultusminister mit meiner noch fertig zu stellenden, gro&szlig;en Dienstaufsichtsbeschwerde befassen m&uuml;ssen.<\/p>\n<p><i>Sie k&ouml;nnen die Rede des Preistr&auml;gers hier auch nachh&ouml;ren (Dauer: ca. 45&nbsp;Minuten): <\/i><\/p>\n","protected":false},"featured_media":5559,"template":"","categories":[2634],"tags":[751,850],"autoren":[609],"class_list":["post-14318","termin","type-termin","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-veranstaltungsberichte","tag-veranstaltungsberichte-audio","tag-verband-fritz-bauer-preis","autoren-helmut-kramer"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Verst\u00e4ndigungsschwierigkeiten zwischen Juristen und Historikern - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/veranstaltungsberichte\/2010\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Verst\u00e4ndigungsschwierigkeiten zwischen Juristen und Historikern - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Rede anl&auml;sslich der Verleihung des Fritz-Bauer-Preises durch die Humanistische Union am 9. Oktober 2010 Die ergiebigste Forschung ist nur die H&auml;lfte wert, wenn ihr Wissen auf den Kreis weniger Eingeweihter beschr&auml;nkt bleibt. Das gilt auch f&uuml;r die Erforschung der Verbrechen des Dritten Reiches. Vermittelt wird das Wissen dar&uuml;ber in den Gedenkst&auml;tten, aber auch auf andere [weiterlesen]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/veranstaltungsberichte\/2010\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2021-08-30T13:43:57+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp2010_10250.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1662\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1108\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@humunion\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"17\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/veranstaltungsberichte\\\/2010\\\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/veranstaltungsberichte\\\/2010\\\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\\\/\",\"name\":\"Verst\u00e4ndigungsschwierigkeiten zwischen Juristen und Historikern - Humanistische Union\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/veranstaltungsberichte\\\/2010\\\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/veranstaltungsberichte\\\/2010\\\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/08\\\/fbp2010_10250.jpg\",\"datePublished\":\"2010-10-09T12:00:00+00:00\",\"dateModified\":\"2021-08-30T13:43:57+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/veranstaltungsberichte\\\/2010\\\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/veranstaltungsberichte\\\/2010\\\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/veranstaltungsberichte\\\/2010\\\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/08\\\/fbp2010_10250.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/08\\\/fbp2010_10250.jpg\",\"width\":1662,\"height\":1108},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/veranstaltungsberichte\\\/2010\\\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Termine\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/termine\\\/%year%\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Veranstaltungen\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/themen\\\/veranstaltungen\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Veranstaltungsberichte\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/themen\\\/veranstaltungen\\\/veranstaltungsberichte\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":4,\"name\":\"Verst\u00e4ndigungsschwierigkeiten zwischen Juristen und Historikern\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"Humanistische Union\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\",\"name\":\"Humanistische Union e.V.\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"width\":1000,\"height\":536,\"caption\":\"Humanistische Union e.V.\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/x.com\\\/humunion\",\"https:\\\/\\\/mastodon.social\\\/@humunion\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/humanistischeunion.bsky.social\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Verst\u00e4ndigungsschwierigkeiten zwischen Juristen und Historikern - Humanistische Union","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/veranstaltungsberichte\/2010\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Verst\u00e4ndigungsschwierigkeiten zwischen Juristen und Historikern - Humanistische Union","og_description":"Rede anl&auml;sslich der Verleihung des Fritz-Bauer-Preises durch die Humanistische Union am 9. Oktober 2010 Die ergiebigste Forschung ist nur die H&auml;lfte wert, wenn ihr Wissen auf den Kreis weniger Eingeweihter beschr&auml;nkt bleibt. Das gilt auch f&uuml;r die Erforschung der Verbrechen des Dritten Reiches. Vermittelt wird das Wissen dar&uuml;ber in den Gedenkst&auml;tten, aber auch auf andere [weiterlesen]","og_url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/veranstaltungsberichte\/2010\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\/","og_site_name":"Humanistische Union","article_modified_time":"2021-08-30T13:43:57+00:00","og_image":[{"width":1662,"height":1108,"url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp2010_10250.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_site":"@humunion","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"17\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/veranstaltungsberichte\/2010\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/veranstaltungsberichte\/2010\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\/","name":"Verst\u00e4ndigungsschwierigkeiten zwischen Juristen und Historikern - Humanistische Union","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/veranstaltungsberichte\/2010\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/veranstaltungsberichte\/2010\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp2010_10250.jpg","datePublished":"2010-10-09T12:00:00+00:00","dateModified":"2021-08-30T13:43:57+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/veranstaltungsberichte\/2010\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.humanistische-union.de\/veranstaltungsberichte\/2010\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/veranstaltungsberichte\/2010\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp2010_10250.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp2010_10250.jpg","width":1662,"height":1108},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/veranstaltungsberichte\/2010\/verstaendigungsschwierigkeiten-zwischen-juristen-und-historikern\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Termine","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/termine\/%year%\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Veranstaltungen","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Veranstaltungsberichte","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/veranstaltungsberichte\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"Verst\u00e4ndigungsschwierigkeiten zwischen Juristen und Historikern"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","name":"Humanistische Union","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization","name":"Humanistische Union e.V.","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","width":1000,"height":536,"caption":"Humanistische Union e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/humunion","https:\/\/mastodon.social\/@humunion","https:\/\/bsky.app\/profile\/humanistischeunion.bsky.social"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/termin\/14318","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/termin"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/types\/termin"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/media\/5559"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/media?parent=14318"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories?post=14318"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/tags?post=14318"},{"taxonomy":"autoren","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/autoren?post=14318"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}