{"id":7065,"date":"2011-03-30T20:00:00","date_gmt":"2011-03-30T18:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/strafvollzug-in-deutschland-eine-bestandsaufnahme\/"},"modified":"2021-08-31T10:13:16","modified_gmt":"2021-08-31T08:13:16","slug":"strafvollzug-in-deutschland-eine-bestandsaufnahme","status":"publish","type":"thema","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/strafvollzug-in-deutschland-eine-bestandsaufnahme\/","title":{"rendered":"Strafvollzug in Deutschland \u0096 eine Bestandsaufnahme"},"content":{"rendered":"<p>Aus: ders. (Hrsg.), Strafvollzug in Deutschland. Strukturelle Defizite, Reformbedarf und Alternativen, S. 15-36<\/p>\n<p>Dieser Beitrag will einen akzentuierten und bewertenden &Uuml;berblick &uuml;ber aktuelle Entwicklungen und Diskussionen im Bereich des Strafvollzuges vermitteln. Hierdurch sollen Zustandsbeschreibungen, konkrete Tendenzen und Bewertungen, die in den folgenden Beitr&auml;gen dieses Bandes detailliert dargestellt werden, in einen Gesamtzusammenhang gestellt werden.<\/p>\n<h5><span id=\"i-ausmass-der-vom-strafvollzug-unmittelbar-betroffenen\">I. &nbsp;&nbsp;&nbsp; Ausma&szlig; der vom Straf&shy;vollzug unmittelbar Betroffenen<\/span><\/h5>\n<p>Um einen Eindruck zu vermitteln, wie viele Personen <i>unmittelbar<\/i> vom Strafvollzug und von sonstigen Formen der Inhaftierung betroffen sind, sollen zun&auml;chst aktuelle statistische Angaben dargestellt werden. Sie beziehen sich nur auf die unmittelbar Betroffenen, also die Inhaftierten selbst. Zu bedenken ist dabei nat&uuml;rlich, dass die Inhaftierung von Personen viel umfassendere Auswirkungen hat und einen weit gr&ouml;&szlig;eren Personenkreis ber&uuml;hrt. So schweigen Inhaftiertenstatistiken etwa &uuml;ber ehemalige Gefangene, Personen, denen Inhaftierung droht, Verwandte und Bekannte von Inhaftierten oder auch professionell und ehrenamtlich mit dem Strafvollzug besch&auml;ftigte Personen sowie letztlich &uuml;ber Belastungen der Allgemeinheit in G&auml;nze, die gro&szlig;e Teile der Kosten der Haft tragen muss.<\/p>\n<p>Am Stichtag des 31.3.2010 befanden sich bundesweit insgesamt 70.341 Personen im Vollzug der Freiheitsstrafe, der Jugendstrafe, der Sicherungsverwahrung und der Untersuchungshaft. Hinzu kommen noch weitere 1.711 Personen in sonstigen freiheitsentziehenden Ma&szlig;nahmen, worunter sich 555 Abschiebungsh&auml;ftlinge befanden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn18\" name=\"_ftnref18\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[17]<\/span><\/a> Rechnet man zu dieser Anzahl noch die Personen hinzu, die sich aufgrund strafrichterlicher Anordnung in einem psychiatrischen Krankenhaus oder einer Entziehungsanstalt befanden (9.590 zum Stichtag des 31.3.2009 in den alten Bundesl&auml;ndern einschlie&szlig;lich Gesamt-Berlin)<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn19\" name=\"_ftnref19\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[18]<\/span><\/a>, so ergibt sich eine Gesamtzahl von &uuml;ber 80.000 inhaftierten Personen in Deutschland. Insassen, die sich zum Stichtag, vornehmlich wegen Hafturlaubs, nicht in der Vollzugsanstalt befanden, sind hierin nicht enthalten.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn20\" name=\"_ftnref20\"><sup>[19]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Das entspricht einer Quote von knapp unter 1&permil; der Einwohnerzahl Deutschlands. Ohne Personen in psychiatrischen Krankenh&auml;usern und Entziehungsanstalten kamen auf 100.000 Personen der Wohnbev&ouml;lkerung ca. 86 Inhaftierte.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn21\" name=\"_ftnref21\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[20]<\/span><\/a> Dieser Anteil liegt im internationalen Vergleich eher im unteren Bereich. In Europa sind es insbesondere die osteurop&auml;ischen L&auml;nder, die eine wesentlich h&ouml;here Inhaftierungsquote aufweisen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn22\" name=\"_ftnref22\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[21]<\/span><\/a> Und auch die USA liegen mit 748 Inhaftieren je 100.000 Einwohner im Jahr 2009 weit dar&uuml;ber.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn23\" name=\"_ftnref23\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[22]<\/span><\/a> Deutlich niedriger fallen demgegen&uuml;ber die Zahlen in den skandinavischen L&auml;ndern mit Quoten um etwa 70 Inhaftierten aus.<\/p>\n<h5><span id=\"ii-tatsaechliche-entwicklungen-im-strafvollzug\">II. &nbsp;&nbsp; Tats&auml;ch&shy;liche Entwick&shy;lungen im Straf&shy;vollzug <\/span><\/h5>\n<p>Um den Umfang der Gefangenenpopulation bewerten zu k&ouml;nnen, sind die Entwicklung der Anzahl der Inhaftierten sowie Ver&auml;nderungen in den Haftbedingungen n&auml;her zu betrachten.<\/p>\n<h5><span id=\"1-entwicklung-der-anzahl-der-inhaftierten\">1.&nbsp;&nbsp; Entwicklung der Anzahl der Inhaf&shy;tierten<\/span><\/h5>\n<p>a)&nbsp;&nbsp; Entwicklung der Anzahl der Gefangenen und Verwahrten<\/p>\n<p>Die Anzahl der Gefangenen und Verwahrten<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn24\" name=\"_ftnref24\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[23]<\/span><\/a> erreichte nach H&ouml;hepunkten in den 1960er und Mitte der 1980er einen Tiefpunkt Anfang der 1990er Jahre, dem ein drastischer Anstieg folgte. 1993 waren 56.333 Personen im Strafvollzug, in der Untersuchungshaft und in der Sicherungsverwahrung untergebracht. Im Jahre 2003 waren es &uuml;ber 76.196.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn25\" name=\"_ftnref25\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[24]<\/span><\/a> Bis zum Jahre 2010 nahm die Gesamtzahl der Strafgefangenen und Verwahrten dann um ca. 13% ab und lag am Stichtag des 30.11.2010 bei 67.517.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn26\" name=\"_ftnref26\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[25]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Eine Beurteilung der Entwicklung der Anzahl inhaftierter Personen erfordert jedoch eine detailliertere Betrachtung. Wirft man einen Blick auf die Entwicklung der Gefangenenziffern in den unterschiedlichen Vollzugsarten, so zeigt sich ein sehr differenziertes Bild &uuml;ber die letzten Jahrzehnte hinweg. Die Zahlen der Strafgefangenen, die zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurden, steigen in den 1990er Jahren stark an, verweilen dann auf hohem Niveau und sind seit 2007 leicht r&uuml;ckl&auml;ufig. &Auml;hnlich verh&auml;lt es sich auch mit den Zahlen der Personen in Jugendstrafanstalten, die nach einem ebenfalls rasanten Anstieg in den 1990er Jahren seit 2004 eine abnehmende Tendenz aufweisen (Schaubild 1).<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn27\" name=\"_ftnref27\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[26]<\/span><\/a><\/p>\n<p><u>Schaubild 1<\/u><\/p>\n<p>Entwicklung der Inhaftiertenzahlen zum Stichtag des 31.3. <br \/>(Ver&auml;nderung in Prozent seit 1965)<\/p>\n<p>ab 1995 Gesamtdeutschland&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Quelle: Statistisches Bundesamt<\/p>\n<p>Ein anderes Bild ergibt sich demgegen&uuml;ber bei Personen in Untersuchungshaft. 10.941 Personen in U-Haft zum Stichtag des 31.3.2010<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn28\" name=\"_ftnref28\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[27]<\/span><\/a> ist der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung, der fast eine Halbierung der Zahlen im Vergleich zu denen aus den 1990er Jahren darstellt. Dieser R&uuml;ckgang wird zumindest teilweise mit einer wesentlich restriktiveren Zuwanderungs- bzw. Asylpolitik begr&uuml;ndet, da gerade Nicht-Deutsche von der U-Haft wegen einer angenommenen erh&ouml;hten Fluchtgefahr besonders stark betroffen sind. Ein ermittelter Ausl&auml;nderanteil von 41,4% f&uuml;r das Jahr 2008 best&auml;tigt dies nachdr&uuml;cklich.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn29\" name=\"_ftnref29\"><sup>[28]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Eine v&ouml;llig gegenteilige Entwicklung weisen jedoch die Zahlen der Personen auf, die sich in Sicherungsverwahrung befinden. Hier ist seit Mitte der 1990er Jahren ein fast ununterbrochener Anstieg zu konstatieren, der auch durch die Urteile des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschenrechte (EGMR)<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn30\" name=\"_ftnref30\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[29]<\/span><\/a> sein Ende wohl noch nicht gefunden hat.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn31\" name=\"_ftnref31\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[30]<\/span><\/a> In gleicher Weise stiegen auch die Zahlen von Personen, die aufgrund strafrichterlicher Anordnung in einem psychiatrischen Krankenhaus oder einer Entziehungsanstalt untergebracht wurden (Schaubild 2).<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn32\" name=\"_ftnref32\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[31]<\/span><\/a><\/p>\n<p><u>Schaubild 2<\/u><\/p>\n<p>Entwicklung der Inhaftiertenzahlen zum Stichtag des 31.3. <br \/>(Ver&auml;nderung in Prozent seit 1995)<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Quelle: Statistisches Bundesamt<\/p>\n<p>Der Anstieg ist des Weiteren besonderes drastisch und auch anhaltend im Bereich der Personen, die zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt wurden. Von 1995 bis 2009 stieg die Anzahl der zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilten Personen im Strafvollzug um &uuml;ber 50%.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn33\" name=\"_ftnref33\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[32]<\/span><\/a> Im gleichen Zeitraum ging die Anzahl der von der Polizei ermittelten Tatverd&auml;chtigen f&uuml;r Mord (das Delikt, aufgrund dessen der weit &uuml;berwiegende Teil der Verurteilungen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe erfolgt<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn34\" name=\"_ftnref34\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[33]<\/span><\/a>) um fast 35% zur&uuml;ck<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn35\" name=\"_ftnref35\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[34]<\/span><\/a>.<\/p>\n<p>Diese Zahlen legen die Schlussfolgerung nahe, dass eine Priorit&auml;tenverschiebung im Strafvollzug wie im gesamten System der Strafverfolgung erfolgt.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn36\" name=\"_ftnref36\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[35]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Freiheitsentziehende Ma&szlig;nahmen werden in Dauer und H&auml;ufigkeit st&auml;rker konzentriert auf als schwer empfundene Straftaten und auf als gef&auml;hrlich beurteilte Straft&auml;ter. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Ver&auml;nderung der Gefangenenstruktur wieder. Der Anteil von als besonders gef&auml;hrlich beurteilten Personen an der Gefangenenpopulation, die wegen Raubes, K&ouml;rperverletzung, Sexual- oder T&ouml;tungsdelikten inhaftiert wurden, also wegen Taten, die regelm&auml;&szlig;ig als schwerwiegend empfunden werden, ist heute h&ouml;her als fr&uuml;her. So betrug er 1995 etwa 34,5%, 2008 aber bereits 39,5%.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn37\" name=\"_ftnref37\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[36]<\/span><\/a> Dies geht einher mit der Zunahme staatlicher Interventionen bei Personen, die wegen eines Hanges oder einer psychischen St&ouml;rung als besonders gef&auml;hrlich angesehen werden, wie die Zahlen zur Sicherungsverwahrung, zur Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus und in einer Entziehungsanstalt gezeigt haben. Punitivit&auml;t in Form neuer Strafh&auml;rte verbindet sich mit an absoluten Sicherheitsbed&uuml;rfnissen<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn38\" name=\"_ftnref38\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[37]<\/span><\/a> orientierter Exklusion<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn39\" name=\"_ftnref39\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[38]<\/span><\/a> von als gef&auml;hrlich beurteilten Personen.<\/p>\n<h5><span id=\"2-vollzugslockerungen-im-strafvollzug\">2.&nbsp;&nbsp; Vollzugs&shy;lo&shy;cke&shy;rungen im Straf&shy;vollzug<\/span><\/h5>\n<p>Die These von einem zunehmenden Sicherheitsdenken, das mit erh&ouml;hter Punitivit&auml;t Hand in Hand geht, wird auch durch Zahlen zur Entwicklung von Vollzugslockerungen unterst&uuml;tzt.<\/p>\n<p>Dies betrifft zun&auml;chst die Anzahl derjenigen Personen, die sich w&auml;hrend der Zeit der Verb&uuml;&szlig;ung einer Jugendstrafe, Freiheitsstrafe oder Sicherungsverwahrung im offenen Vollzug befinden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn40\" name=\"_ftnref40\"><sup>[39]<\/sup><\/a> Von 2003 bis 2010, also in einer Phase hoher Inhaftierungsraten mit leicht sinkender Tendenz seit 2005, blieb die Anzahl der Personen im geschlossenen Vollzug konstant hoch, stieg sogar leicht an, w&auml;hrend die Anzahl der Personen im offenen Vollzug um 15,4% zur&uuml;ckging.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn41\" name=\"_ftnref41\"><sup>[40]<\/sup><\/a> Diese Zahlen werden auch <i>strukturell<\/i> durch die Ver&auml;nderung der Belegungsf&auml;higkeit in den beiden Vollzugsarten best&auml;tigt. W&auml;hrend die Anzahl der Pl&auml;tze im geschlossenen Vollzug 2010 2,2% &uuml;ber derjenigen von 2003 lag, nahm die Anzahl der Pl&auml;tze im offenen Vollzug im gleichen Zeitraum um 8,8% ab.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn42\" name=\"_ftnref42\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[41]<\/span><\/a> Die Abnahme der Gefangenenzahlen ging somit im Durchschnitt vollst&auml;ndig zu Lasten des offenen Vollzuges.<\/p>\n<p>Die Unterschiede in den einzelnen Bundesl&auml;ndern sind erheblich (vgl. Schaubild 3), was den Eindruck verst&auml;rkt, dass sich die Entscheidung zwischen offenem oder geschlossenem Vollzug nicht nach der Eignung der Gefangenen und der Beurteilung einer Entweichungs- oder Missbrauchsgefahr,<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn43\" name=\"_ftnref43\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[42]<\/span><\/a> sondern nach politischen Vorgaben richtet. W&auml;hrend beispielsweise in Bremen der Anteil der Haftpl&auml;tze im offenen Vollzug am Stichtag des 31.3.2010 bei ca. 10% und f&uuml;r die reale Belegung bei 8% liegt, sind in Berlin ca. 24% der Haftpl&auml;tze im offenen Vollzug und 23% der tats&auml;chlich Inhaftierten.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn44\" name=\"_ftnref44\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[43]<\/span><\/a><\/p>\n<p><u>Schaubild 3<\/u><\/p>\n<p>Gefangenenanteil im offenen Vollzug nach Bundesl&auml;ndern in Prozent <br \/>am Stichtag des 31.3.2010<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Quelle: Statistisches Bundesamt<\/p>\n<p>Auch die ver&auml;nderte Gew&auml;hrung von Hafturlaub deutet darauf hin, dass vermeintliche Sicherheit &uuml;ber Resozialisierung gestellt wird. Trotz einer um ca. 11% h&ouml;heren Jahresdurchschnittsbelegung in Strafvollzugsanstalten im Jahre 2007 gegen&uuml;ber 1995 ging im gleichen Zeitraum die Gew&auml;hrung von Urlaub aus der Haft (also die M&ouml;glichkeit f&uuml;r Gefangene, die Anstalt auch &uuml;ber Nacht zu verlassen) um ca. 15% zur&uuml;ck, wobei es um die Jahrtausendwende immerhin noch einen kleinen Zwischenanstieg gab.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn45\" name=\"_ftnref45\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[44]<\/span><\/a> Anders sieht es demgegen&uuml;ber bei der Gew&auml;hrung von Ausgang (die M&ouml;glichkeit einer kurzeitigen Abwesenheit aus dem Strafvollzug) aus. Hier ist nach einer Phase der Zur&uuml;ckhaltung zwischen 2003 und 2005 im gleichen Zeitraum ein Anstieg von ca. 31% festzustellen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn46\" name=\"_ftnref46\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[45]<\/span><\/a> Es scheint so, als wenn zwar &uuml;berschaubare, kurzeitige Lockerungen akzeptiert, langfristige Ma&szlig;nahmen zur Wiedereingliederung aber verweigert w&uuml;rden, obwohl die Missbrauchsrate seit Jahren stark r&uuml;ckl&auml;ufig ist und im Promillebereich liegt.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn47\" name=\"_ftnref47\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[46]<\/span><\/a><\/p>\n<h5><span id=\"3-betreuung-im-strafvollzug\">3.&nbsp;&nbsp; Betreuung im Straf&shy;vollzug<\/span><\/h5>\n<p>Nun schlie&szlig;t ein gestiegenes Sicherheitsbed&uuml;rfnis nicht zwingend gr&ouml;&szlig;ere Bem&uuml;hungen um Betreuung und Behandlung <i>im<\/i> Strafvollzug aus. Im Gegenteil, der Schutz der Gesellschaft verlangt &ndash;&nbsp;jedenfalls bei rationaler Betrachtung&nbsp;&ndash; geradezu nach gezielten Resozialisierungsbem&uuml;hungen. Dabei kann nur gut ausgebildetes, nicht &uuml;berfordertes und daher in der Zahl ausreichendes Personal die Grundlagen f&uuml;r ein zuk&uuml;nftiges Leben der Gefangenen in Freiheit ohne Straftaten legen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn48\" name=\"_ftnref48\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[47]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Ein Blick auf einzelne statistische Angaben zur personellen und strukturellen Betreuungssituation ist demgegen&uuml;ber ern&uuml;chternd, wenngleich mit einigen Lichtblicken.<\/p>\n<p>Den gr&ouml;&szlig;ten Anteil des Strafvollzugspersonals stellen mit nur etwa 27.000 Stellen Personen im Allgemeinen Vollzugsdienst dar,<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn49\" name=\"_ftnref49\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[48]<\/span><\/a> die haupts&auml;chlich mit Aufgaben wie der Gew&auml;hrleistung der Anstaltssicherheit und der Beaufsichtigung und Versorgung der Gefangenen betraut sind. Besonders gering erscheint zudem die Zahl von Personen in sog. Fachdiensten, also in den Bereichen der sozialen, psychologischen, p&auml;dagogischen, medizinischen und seelsorgerischen Betreuung. Mit 2.605 Personalstellen im Jahr 2009 kommt demnach gerade einmal eine Stelle in den Fachdiensten (insgesamt) auf 30 Haftpl&auml;tze.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn50\" name=\"_ftnref50\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[49]<\/span><\/a> F&uuml;r die psychologische Betreuung etwa ist das Verh&auml;ltnis etwa 1:120.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn51\" name=\"_ftnref51\"><sup>[50]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Der Lichtblick besteht darin, dass sich der Personalbestand bei den Fachdiensten leicht erh&ouml;ht. Sollte sich diese Entwicklung trotz sinkender Gefangenenzahlen fortsetzen, besteht die Hoffnung, dass Betreuung und Resozialisierungsbem&uuml;hungen mehr Platz einger&auml;umt werden kann.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn52\" name=\"_ftnref52\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[51]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Auch die Entwicklung im Bereich der speziellen therapeutischen Ma&szlig;nahmen ist in der Grundtendenz positiv zu bewerten,<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn53\" name=\"_ftnref53\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[52]<\/span><\/a> wenngleich die Verbesserungen nicht ausreichen. Die Anzahl der sozialtherapeutischen Einrichtungen hat sich ebenso wie die Anzahl der hierin bestehenden Haftpl&auml;tze seit Mitte der 1990er Jahre fast verdreifacht.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn54\" name=\"_ftnref54\"><sup>[53]<\/sup><\/a> Am Stichtag des 31.3.2010 erreichten die sozialtherapeutischen Haftpl&auml;tze damit aber immer noch nur eine Quote von knapp 2,7% an allen Haftpl&auml;tzen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn55\" name=\"_ftnref55\"><sup>[54]<\/sup><\/a> Bem&auml;ngelt wird zudem, dass sich die Entscheidung, wer in eine sozialtherapeutische Anstalt aufgenommen wird, weniger an der (f&uuml;r die meisten Bundesl&auml;nder noch g&uuml;ltigen) Vorschrift des &sect;&nbsp;9&nbsp;I StVollzG orientiert, die nunmehr eine Verlegung von Sexualstraft&auml;tern, die zu einer Freiheitsstrafe von mehr als zwei Jahren verurteilt wurden, als Regelfall vorsieht, sondern dass auch in diesem Bereich eher nach therapeutischen Effizienzgesichtspunkten entschieden wird.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn56\" name=\"_ftnref56\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[55]<\/span><\/a> Die Auswirkungen sollen sich darin zeigen, dass mutma&szlig;lich schwieriger zu therapierende Personen nicht aufgenommen werden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn57\" name=\"_ftnref57\"><sup>[56]<\/sup><\/a> Dies f&uuml;hre dazu, dass vornehmlich Personen, die wegen Kindesmissbrauchs verurteilt wurden, in die Sozialtherapie k&auml;men. Vergewaltigungst&auml;ter w&uuml;rden demgegen&uuml;ber, trotz einer &auml;hnlichen R&uuml;ckfallgef&auml;hrdung und Therapiebed&uuml;rftigkeit, seltener in sozialtherapeutischen Einrichtungen behandelt. Mit ein Grund hierf&uuml;r d&uuml;rfte auch in diesem Bereich die nach wie vor unbefriedigende Personalsituation sein. Ein Verh&auml;ltnis von Fachkr&auml;ften zu Haftpl&auml;tzen von 1:7,4<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn58\" name=\"_ftnref58\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[57]<\/span><\/a> ist weit von der vom Arbeitskreis Sozialtherapeutischer Anstalten gew&uuml;nschten Relation von 1:5 entfernt.<\/p>\n<h5><span id=\"4-fazit\">4. &nbsp; Fazit<\/span><\/h5>\n<p>Insgesamt deuten die Zahlen auf eine (neuerliche) Ver&auml;nderung im Umgang mit Kriminalit&auml;t hin. Dieser Umgang ist gepr&auml;gt von punitiven Z&uuml;gen. Es stehen weniger Resozialisierung und Behandlung im Vordergrund als ein hartes Vorgehen gegen Kriminalit&auml;t und die hierf&uuml;r verantwortlich gemachten Personen. Dieses h&auml;rtere Vorgehen, insbesondere in Form langer und von der Au&szlig;enwelt abgeschotteter Inhaftierung, ist auch auf das gestiegene Sicherheitsbed&uuml;rfnis zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn59\" name=\"_ftnref59\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[58]<\/span><\/a> Dem Ruf nach absoluter Sicherheit soll durch Exklusion von als gef&auml;hrlich beurteilten Personengruppen entsprochen werden.<\/p>\n<p>Dies bedeutet nicht, dass die Strafverfolgung und -vollstreckung nunmehr <i>isoliert<\/i> h&auml;rter, mit l&auml;ngerer Freiheitsentziehung und mit weniger Strafaussetzungen reagiert. Bestimmte Formen abweichenden Verhaltens werden vielmehr auf allen gesellschaftlichen Ebenen als bedrohlicher wahrgenommen, was sich von der Anzeigeerstattung, &uuml;ber das Ermittlungsverfahren bis hin zu Urteil und Strafvollzug und auch dar&uuml;ber hinaus auswirken kann, man denke nur an die Diskussion zum sog. Internetpranger. Sicherheitsdenken und Punitivit&auml;t durch Ver&auml;nderung der gef&uuml;hlten Bedrohung stehen dabei im Zusammenhang mit permanenter Versch&auml;rfung des strafrechtlichen Rechtsfolgensystems und medialer Berichterstattung.<\/p>\n<p>Von den Auswirkungen dieser Entwicklung sind vor allem als T&auml;ter beurteilte Personen in den Bereichen Gewalt- und Sexualdelinquenz betroffen. Eine andere Entwicklung scheint sich demgegen&uuml;ber im Bereich der Wirtschaftskriminalit&auml;t zu zeigen. Obwohl dieser Bereich in den letzten Jahren medial intensiv begleitet wurde, man denke nur an die F&auml;lle VW, Siemens, Ackermann und Zumwinkel, l&auml;sst sich eine zunehmende justizielle H&auml;rte bisher nicht ausmachen. Zwar steigen bei exponierten Delikten wie der Untreue und strafbaren Zuwiderhandlungen gegen Zoll- und Steuerbestimmungen die Verurteilungen tendenziell an, der Anteil an verh&auml;ngten Freiheitsstrafen ist dabei jedoch r&uuml;ckl&auml;ufig bei gleichzeitig steigenden Strafaussetzungen zur Bew&auml;hrung.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn60\" name=\"_ftnref60\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[59]<\/span><\/a> Interessant d&uuml;rfte sein, ob im Zusammenhang mit der Finanzkrise und der dadurch noch einmal versch&auml;rften Wahrnehmung von Bedrohung und Unrecht der Anteil der unbedingten Freiheitsstrafen in den Jahren, die noch nicht in der Statistik enthalten sind, zugenommen hat und zunehmen wird.<\/p>\n<p>Bei der wiedergegebenen Datenlage lassen sich Assoziationen mit dem Konzept des Feindstrafrechts<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn61\" name=\"_ftnref61\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[60]<\/span><\/a> kaum vermeiden. Die beschriebene Verschiebung der Priorit&auml;ten bzgl. der Adressaten von Strafverfolgung und Strafvollzug sind dabei tats&auml;chliche Auswirkungen eines (Straf)Rechts, dass sich zunehmend gegen als nicht-integrierbar angesehene Personen wendet. Hiermit verbunden sind die Ver&auml;nderungen und Ver&auml;nderungsw&uuml;nsche, die sich aus der Gesellschaft heraus, also quasi von unten, entwickeln und dann Anpassungen der Gesetzgebung nach sich ziehen.<\/p>\n<h5><span id=\"iii-gesetzliche-grundlagen-und-entwicklungen\">III.&nbsp;&nbsp; Gesetzliche Grundlagen und Entwick&shy;lungen<\/span><\/h5>\n<p>Die rechtstats&auml;chlichen Befunde m&uuml;ssen im Zusammenhang mit den gesetzlichen &Auml;nderungen betrachtet werden.<\/p>\n<p>Der Blick auf die gesetzlichen Grundlagen des Strafvollzugs ist vornehmlich gepr&auml;gt von den Ver&auml;nderungen durch die F&ouml;deralismusreform. Hierdurch ist die Gesetzgebungskompetenz f&uuml;r den Strafvollzug (Erwachsenen- wie Jugendstrafvollzug) und den Untersuchungshaftvollzug zum 1.9.2006 auf die Bundesl&auml;nder &uuml;bergegangen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn62\" name=\"_ftnref62\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[61]<\/span><\/a> Eine Ver&auml;nderung, die zu einer Aufspaltung der Gesetzgebungskompetenzen f&uuml;hrt, da das Verfahrensrecht zur Regelung des Rechtsschutzes gegen Ma&szlig;nahmen des Vollzugs weiterhin in den H&auml;nden des Bundes verbleibt.<\/p>\n<p>W&auml;hrend wegen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts, in dem eine gesetzliche Grundlage f&uuml;r den Jugendstrafvollzug eingefordert wurde,<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn63\" name=\"_ftnref63\"><sup>[62]<\/sup><\/a> alle Bundesl&auml;nder nunmehr ein Jugendstrafvollzugsgesetz verabschiedet haben, haben von der Gesetzgebungskompetenz im Bereich des allgemeinen Strafvollzuges bisher nur Bayern, Baden-W&uuml;rttemberg, Hamburg und Niedersachen und zuletzt auch Hessen Gebrauch gemacht.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn64\" name=\"_ftnref64\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[63]<\/span><\/a> In den &uuml;brigen Bundesl&auml;ndern gilt das StVollzG des Bundes bisher fort. Zieht man zudem in Betracht, dass in zehn Bundesl&auml;ndern das Jugendstrafvollzugsgesetz auf einem einheitlichen Entwurf beruht<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn65\" name=\"_ftnref65\"><sup>[64]<\/sup><\/a> und Vergleichbares auch f&uuml;r die Regelungen zur Ausgestaltung der U-Haft gilt,<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn66\" name=\"_ftnref66\"><sup>[65]<\/sup><\/a> ist festzustellen, dass die F&ouml;deralismusreform im Bereich des Strafvollzuges zwar (teilweise) kompetenz-rechtlich, nicht aber materiell-rechtlich umgesetzt wurde. Dies ist darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass es, wie von den meisten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und auch Praktikerinnen und Praktikern von Beginn an bekr&auml;ftigt, keinen inhaltlichen Bedarf f&uuml;r landesspezifische gesetzliche Regelungen gibt.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn67\" name=\"_ftnref67\"><sup>[66]<\/sup><\/a> <i>Frieder D&uuml;nkel<\/i> spricht dementsprechend auch von &bdquo;der Farce der F&ouml;deralismusreform&ldquo;.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn68\" name=\"_ftnref68\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[67]<\/span><\/a><span class=\"MsoFootnoteReference\"> <\/span><\/p>\n<p>Das Fehlen eines auf Notwendigkeiten des Strafvollzugs beruhenden Bedarfs darf jedoch nicht gleichgesetzt werden mit dem Fehlen eines politischen Bedarfs. Zwar ist der bef&uuml;rchtete &bdquo;Wettbewerb der Sch&auml;bigkeiten&ldquo;,<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn69\" name=\"_ftnref69\"><sup>[68]<\/sup><\/a> in der Anfangsphase der Umsetzung noch nicht umfassend eingetreten. Jedoch l&auml;sst eine zunehmend an Einzelf&auml;llen und symbolischer Wirkung orientierte Kriminalpolitik bef&uuml;rchten, dass ein solcher im Sinne einer politischen Instrumentalisierung vor allem der Sicherheit im Strafvollzug, noch eintreten kann. Denn treten in einem Bundesland &ouml;ffentlichkeitswirksam aufbereitete F&auml;lle von Entweichungen oder Vollzugslockerungsmissbrauch auf, werden die Strafvollzugsgesetze in anderen Bundesl&auml;ndern schnell in den Fokus geraten. Mit anderen Worten, es werden Stimmen laut werden, die diese Einzelf&auml;lle auf angeblich zu laxe rechtliche Bestimmungen zur&uuml;ckf&uuml;hren und mit Blick auf andere Bundesl&auml;nder Versch&auml;rfungen fordern. So kann eine Spirale entstehen, die sich immer weiter dreht und Tendenzen einer Versch&auml;rfung sch&uuml;rt, die in der Regel nur kurzfristig mehr Sicherheit vort&auml;uscht, in Wirklichkeit aber resozialisierungsfeindlich und daher auch in Bezug auf Sicherheitsbelange der Allgemeinheit kontraproduktiv ist.<\/p>\n<p>Schaut man unter Ber&uuml;cksichtigung des eben Gesagten auf die neuen Strafvollzugsgesetze der L&auml;nder, so f&auml;llt zun&auml;chst auf, dass die Grundausrichtung des Strafvollzuges nicht mehr einheitlich ist. W&auml;hrend das Vollzugsziel des StVollzG des Bundes war, den Gefangenen zu bef&auml;higen, k&uuml;nftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu f&uuml;hren (&sect;&nbsp;2 S.&nbsp;1 StVollzG-Bund), stellen die Strafvollzugsgesetze von Bayern, Hamburg, Baden-W&uuml;rttemberg und Hessen den Schutz der Allgemeinheit an die erste Stelle. Lediglich das Strafvollzugsgesetz des Landes Niedersachsen legt wenigstens die Priorit&auml;t auf die Resozialisierung. Hierin wird ganz deutlich die Symbolwirkung der vom urspr&uuml;nglichen Gesetz abweichenden Regelung erkennbar, indem erkl&auml;rt wird: &bdquo;In unserem Bundesland z&auml;hlt die Sicherheit der Allgemeinheit mehr als Belange des einzelnen Straft&auml;ters&ldquo;. Ein Satz, der bei gro&szlig;en Teilen der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler gut ankommen d&uuml;rfte, aber einer differenzierteren Argumentation mit dem Leitgedanken &bdquo;Sicherheit <i>durch<\/i> Resozialisierung&ldquo; nur wenige Chancen bel&auml;sst. &Uuml;ber die symbolische Wirkung hinaus hat diese Priorisierung von Sicherheit aber auch tats&auml;chlichen Einfluss, da sie die Auslegung von Rechtsbegriffen und die Ermessensaus&uuml;bung mitbestimmt.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn70\" name=\"_ftnref70\"><sup>[69]<\/sup><\/a> Ob einem Gefangenen Urlaub oder sonstige Vollzugslockerungen gew&auml;hrt werden oder nicht, ist damit <i>zuerst<\/i> an zumeist vagen Sicherheitskriterien zu bemessen und erst dann sind positive Auswirkungen auf eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu bedenken.<\/p>\n<p>In die gleiche falsche Richtung weist auch die Abkehr vom offenen Vollzug als gesetzlich verankertem Regelvollzug. Zwar wurde dieses Regel-Ausnahme-Verh&auml;ltnis (offener\/geschlossener Vollzug) in der Strafvollzugspraxis nie umgesetzt.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn71\" name=\"_ftnref71\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[70]<\/span><\/a> Die Manifestierung des geschlossenen Vollzugs als Normalfall, wie in Bayern, Hamburg und Hessen vorgesehen, macht Resozialisierung aber wiederum ein St&uuml;ck unwahrscheinlicher, insbesondere dann, wenn die Verlegung in den offenen Vollzug wie etwa in Hessen auch noch im Ermessen der Anstalt liegt.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn72\" name=\"_ftnref72\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[71]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Bedenklich sind auch bundeslandspezifische zus&auml;tzliche Vollzugsaufgaben wie der Beitrag des Strafvollzuges f&uuml;r den Rechtsfrieden im baden-w&uuml;rttembergischen Justizvollzugsgesetz<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn73\" name=\"_ftnref73\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[72]<\/span><\/a> oder das Abstellen auf allgemeine Strafzwecke, also z.B. auf eine normenstabilisierende Wirkung wie sie in der Begr&uuml;ndung zum neuen Strafvollzugsgesetz in Hessen erw&auml;hnt ist.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn74\" name=\"_ftnref74\"><sup>[73]<\/sup><\/a> Nicht nur, dass solche Zielvorgaben v&ouml;llig unbestimmt sind und daher nicht zur Beschr&auml;nkung von Rechten der Gefangen dienen d&uuml;rfen. Sie widersprechen auch unmittelbar dem Resozialisierungsgedanken, wenn sie dahingehend ausgelegt werden, dass Lockerungen nicht nur wegen konkreter Sicherheitsbedenken verweigert werden k&ouml;nnen, sondern etwa auch weil sie nach Ansicht der Anstaltsleitung dem Rechtsfrieden zuwiderlaufen.<\/p>\n<p>Nat&uuml;rlich existieren durchaus auch positive Ans&auml;tze in den landesspezifischen Regelungen. So sind etwa abschlie&szlig;ende Disziplinartatbest&auml;nde in Hessen geregelt,<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn75\" name=\"_ftnref75\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[74]<\/span><\/a> in den Jugendstrafvollzugsgesetzen werden teilweise konkrete Freizeit- bzw. Sportangebote bestimmt<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn76\" name=\"_ftnref76\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[75]<\/span><\/a> und Regelungen zum &Uuml;bergangsmanagement wurden verbessert. Jedoch besteht auch f&uuml;r Verbesserungen der Preis in vielen unterschiedlichen Regelungen, die insbesondere f&uuml;r die Erlangung von Rechtsschutz und kompetenter Rechtsberatung nicht f&ouml;rderlich sind und Ungleichheit produzieren.<\/p>\n<p>Insgesamt &uuml;berwiegen daher auch in der Gesetzgebung die Tendenzen hin zu einer Priorisierung von Sicherheit gegen&uuml;ber Resozialisierung und zu einer &Uuml;berbordung des Strafvollzuges mit Zielvorgaben, die als w&uuml;nschenswert empfundene Verhaltensweisen hervorbringen sollen, letztlich aber Resozialisierungsbem&uuml;hungen entgegenstehen d&uuml;rften.<\/p>\n<p>Neben den konkreten Regelungen in den Strafvollzugsgesetzen haben auch weitere gesetzliche &Auml;nderungen Einfluss auf die Gefangenenpopulation und damit auch auf das Leben im Strafvollzug.<\/p>\n<p>Obwohl die absolute Zahl der sie betreffenden Personen gering ist, sollen wegen der extrem hohen Eingriffsintensit&auml;t, der gro&szlig;en relativen Ver&auml;nderung der Insassenzahlen und des hohen Symbolwertes zun&auml;chst die kontinuierlichen Erweiterungen der Sicherungsverwahrung genannt werden. Diese bestehen in der Verl&auml;ngerung des H&ouml;chstma&szlig;es des Freiheitsentzuges von zehn Jahren auf eine unbestimmte Zeitspanne im Jahre 1998,<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn77\" name=\"_ftnref77\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[76]<\/span><\/a> der Einf&uuml;hrung der vorbehaltenen Sicherungsverwahrung im Jahre 2002<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn78\" name=\"_ftnref78\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[77]<\/span><\/a> und der nachtr&auml;glichen Sicherungsverwahrung f&uuml;r nach Erwachsenenstrafrecht Verurteilte im Jahre 2004<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn79\" name=\"_ftnref79\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[78]<\/span><\/a> sowie der nachtr&auml;glichen Sicherungsverwahrung auch f&uuml;r nach Jugendstrafrecht Verurteilte im Jahre 2008<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn80\" name=\"_ftnref80\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[79]<\/span><\/a>. Eine Versch&auml;rfungsflut, die sich wie gesehen auch auf die Inhaftiertenzahlen ausgewirkt hat. Seit 1.1.2011 gilt nun das neue Recht der Sicherungsverwahrung, das teilweise neuerliche Erweiterungen vor allem im Bereich der vorbehaltenen Sicherungsverwahrung mit sich brachte.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn81\" name=\"_ftnref81\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[80]<\/span><\/a> Die nachtr&auml;gliche Sicherungsverwahrung wurde demgegen&uuml;ber zwar beschr&auml;nkt. Die Anordnungsm&ouml;glichkeit besteht aber f&uuml;r einen beachtlichen Personenkreis fort.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn82\" name=\"_ftnref82\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[81]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Auch im materiellen Strafrecht gab es in den letzten Jahren und Jahrzehnten eine Reihe von Erweiterungen und Versch&auml;rfungen. So etwa 2009 gegen terroristische Vorbereitungshandlungen<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn83\" name=\"_ftnref83\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[82]<\/span><\/a>, 2008 und 2004 zum Schutz von sexueller Selbstbestimmung und vor sexueller Ausbeutung und Kinderpornografie,<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn84\" name=\"_ftnref84\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[83]<\/span><\/a> 2007 gegen bestimmte Formen von Computerkriminalit&auml;t<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn85\" name=\"_ftnref85\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[84]<\/span><\/a> und gegen das sog. Stalking<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn86\" name=\"_ftnref86\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[85]<\/span><\/a>, um nur einige wenige zu nennen. Von besonderer Relevanz ist zudem das 6. Strafrechtsreformgesetz von 1998<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn87\" name=\"_ftnref87\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[86]<\/span><\/a>, durch das die Strafrahmen f&uuml;r Gewaltdelikte massiv erh&ouml;ht wurden.<\/p>\n<p>Insgesamt weist also auch der Bereich sonstiger gesetzlicher &Auml;nderungen in Richtung mehr Strafe. Entkriminalisierungen oder Strafmilderungen gab es in den letzten Jahren, zumindest durch den Gesetzgeber selbst,<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn88\" name=\"_ftnref88\"><sup>[87]<\/sup><\/a> jedenfalls kaum. Nach der Entkriminalisierung von homosexuellen Handlungen im Jahre 1994<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn89\" name=\"_ftnref89\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[88]<\/span><\/a> und der Absenkung von Mindeststrafen f&uuml;r einzelne Verm&ouml;gensdelikte 1998<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn90\" name=\"_ftnref90\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[89]<\/span><\/a>, k&ouml;nnte neben einer Reduzierung der Mindestfreiheitsstrafe f&uuml;r bandenm&auml;&szlig;ige Steuerhinterziehung 2008<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn91\" name=\"_ftnref91\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[90]<\/span><\/a> allenfalls die unter rechtstaatlichen Gesichtspunkten problematische Wiedereinf&uuml;hrung der sog. Kronzeugenregelung<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn92\" name=\"_ftnref92\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[91]<\/span><\/a> dahingehend interpretiert werden.<\/p>\n<p>Die angesprochenen Erweiterungen und Versch&auml;rfungen k&ouml;nnen dabei zum einen zur Folge haben, dass unmittelbar auf Grundlage der neuen Bestimmungen mehr Personen f&uuml;r l&auml;ngere Zeit zu freiheitsentziehenden Sanktionen verurteilt werden. Sie k&ouml;nnen aber auch im bereits erw&auml;hnten Sinne vermittelt &uuml;ber eine Steigerung von Kriminalit&auml;tsfurcht und Punitivit&auml;t zu h&ouml;herer Anzeigebereitschaft und auch zu h&ouml;heren Strafen insgesamt bzw. vornehmlich in dem neu geregelten Kriminalit&auml;tsbereich f&uuml;hren.<\/p>\n<h5><span id=\"iv-rechtsprechung\">IV.&nbsp; Recht&shy;spre&shy;chung<\/span><\/h5>\n<p>Neben den gesetzlichen Regelungen spielen auch die sie beeinflussenden Entscheidungen der h&ouml;chsten Gerichte<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn93\" name=\"_ftnref93\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[92]<\/span><\/a> eine wichtige Rolle. Punktuell seien bedeutsame Judikate zweier Gerichte angesprochen: die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Jugendstrafvollzug<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn94\" name=\"_ftnref94\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[93]<\/span><\/a> und die Entscheidungen des EGMR zur Sicherungsverwahrung<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn95\" name=\"_ftnref95\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[94]<\/span><\/a>.<\/p>\n<h5><span id=\"1-jugendstrafvollzug\">1. Jugend&shy;s&shy;traf&shy;vollzug<\/span><\/h5>\n<p>Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Jugendstrafvollzug war zum einen besonders wichtig, weil nunmehr endlich die lang geforderte gesetzliche Grundlage auch f&uuml;r Ma&szlig;nahmen und Eingriffe in diesem Bereich geschaffen werden musste, da Jugendstrafvollzug etwas grundlegend anderes darstellt als Erwachsenenstrafvollzug.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn96\" name=\"_ftnref96\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[95]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Zum anderen sind es aber detaillierte Feststellungen des Gerichts, die besondere Aufmerksamkeit verdienen. Zun&auml;chst wird der elementare Grundsatz wiederholt, dass &bdquo;nur ein auf soziale Integration ausgerichteter Strafvollzug der Pflicht zur Achtung der Menschenw&uuml;rde jedes Einzelnen und dem Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit staatlichen Strafens entspricht&ldquo;.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn97\" name=\"_ftnref97\"><sup>[96]<\/sup><\/a> F&uuml;r den Jugendstrafvollzug stellt das Gericht dazu Anforderungen an Besuchsm&ouml;glichkeiten, an Unterbringungsmodalit&auml;ten, an den Rechtsschutz und an die personelle und finanzielle Ausstattung auf. Es fordert zudem, dass sich die gesetzlichen Vorgaben f&uuml;r die Ausgestaltung des Vollzuges am Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse orientieren m&uuml;ssen;<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn98\" name=\"_ftnref98\"><sup>[97]<\/sup><\/a> und zwar nicht nur zum Zeitpunkt des Erlasses des Gesetzes, sondern auch mittels begleitender Evaluationen, deren Ergebnisse ggf. zu Nachbesserungen verpflichten. Das ist eine gerichtliche Inpflichtnahme des Gesetzgebers, die rationale Argumentation unterst&uuml;tzen und m&ouml;glichst objektiven wissenschaftlichen Erkenntnissen Geh&ouml;r verschaffen soll.<\/p>\n<p>Und in der Tat sehen die Jugendstrafvollzugsgesetze regelm&auml;&szlig;ig die Erhebung von Daten und die Orientierung an wissenschaftlichen Erkenntnissen vor.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn99\" name=\"_ftnref99\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[98]<\/span><\/a> Es bleibt abzuwarten, wie unabh&auml;ngig die erstatteten Berichte sein werden und vor allem wie der Gesetzgeber negative Evaluationsergebnisse behandeln wird. Bisherige Erfahrungen mit dem Einfluss empirischer Erkenntnisse auf gesetzgeberische Entscheidungen stimmen diesbez&uuml;glich allerdings eher pessimistisch.<\/p>\n<h5><span id=\"2-sicherungsverwahrung\">2. Siche&shy;rungs&shy;ver&shy;wah&shy;rung<\/span><\/h5>\n<p>In der aktuellen kriminalpolitischen und strafrechtswissenschaftlich-krimino&shy;logischen Diskussion von besonderer Relevanz sind des Weiteren die Urteile des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschenrechte zur Sicherungsverwahrung und die sich daraus ergebenden Folgen.<\/p>\n<p>In den Urteilen entschied der EGMR, dass die Sicherungsverwahrung in Deutschland eine Strafe darstelle und dementsprechend auch an den Ma&szlig;st&auml;ben der Europ&auml;ischen Menschenrechtskonvention, die f&uuml;r Freiheitsstrafen gelten, zu messen sei. Konkret wurde die Verl&auml;ngerung der Sicherungsverwahrung von zehn Jahren auf eine unbestimmte Zeitspanne im Jahre 1998 wegen der Anwendbarkeit des R&uuml;ckwirkungsverbotes jedenfalls dann mit der Europ&auml;ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) f&uuml;r nicht vereinbar erkl&auml;rt, wenn diese auch r&uuml;ckwirkend auf bereits verurteilte Personen Anwendung findet. Auch die Anordnung einer nachtr&auml;glichen Sicherungsverwahrung versto&szlig;e gegen Art. 5&nbsp;I&nbsp;2&nbsp;lit.&nbsp;a EMRK und sei somit konventionswidrig.<\/p>\n<p>Man muss nicht mit der Auffassung des EGMR, der Freiheitsstrafe und Sicherungsverwahrung gleichsetzt, &uuml;bereinstimmen. Ergeben sich doch bereits Unterschiede daraus, dass schon die Androhung von Freiheitsstrafe psychisch vermittelt Straftaten verhindern soll, w&auml;hrend die Sicherungsverwahrung lediglich unmittelbar durch Einwirkung auf den T&auml;ter, also durch Einsperren und bestenfalls durch Betreuung und Therapie, pr&auml;ventive Effekte hervorbringen soll.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn100\" name=\"_ftnref100\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[99]<\/span><\/a> Aber dennoch kn&uuml;pfen beide Rechtsfolgen an begangene Straftaten an und dienen dazu, zuk&uuml;nftige Straftaten zu verhindern. Und wie der EGMR klarstellt, ist dieses unmittelbare Ankn&uuml;pfen an eine strafbare Handlung Voraussetzung f&uuml;r eine intensiv eingreifende Freiheitsentziehung, sofern keine psychische Erkrankung i.S.d. Art.&nbsp;5&nbsp;I&nbsp;2&nbsp;lit.&nbsp;e EMRK vorliegt. Eine andere Interpretation, die die Sicherungsverwahrung als eine von der strafrechtlichen Verurteilung unabh&auml;ngige, ausschlie&szlig;lich an der Gef&auml;hrlichkeit orientierte Ma&szlig;nahme ansieht &ndash;&nbsp;und sie damit auch nicht dem R&uuml;ckwirkungsverbot unterstellen will&nbsp;&ndash; w&uuml;rde dazu f&uuml;hren, dass es keinen nachvollziehbaren Grund g&auml;be, weshalb der Schutz der Allgemeinheit nicht dadurch verbessert werden sollte, dass mittels j&auml;hrlicher psychologischer Zwangsuntersuchung vermeintlich gef&auml;hrliche Personen identifiziert und der Verwahrung zugef&uuml;hrt werden. Ein Szenario, das m.E. den Versto&szlig; einer solchen Interpretation gegen die Menschenw&uuml;rde offenkundig macht.<\/p>\n<p>Au&szlig;erdem hat der EGMR festgestellt, dass der Vollzug von Sicherungsverwahrung und des Strafvollzugs Parallelen aufweisen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn101\" name=\"_ftnref101\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[100]<\/span><\/a> Ein Befund, der auch bereits gegen die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zum sog. Abstandsgebot<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn102\" name=\"_ftnref102\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[101]<\/span><\/a> verst&ouml;&szlig;t, nach der Personen in Sicherungsverwahrung wegen des von ihnen erbrachten Sonderopfers &uuml;ber ihre Schuld hinaus gegen&uuml;ber dem Strafvollzug verbesserte Bedingungen erhalten m&uuml;ssen.<\/p>\n<p>Die Gesetzesreform, die seit dem 1.1.2011 in Kraft ist, ist ein unzureichender Schritt, um den Vorgaben des EGMR gerecht zu werden. Zwar sind die Beschr&auml;nkungen der nachtr&auml;glichen Sicherungsverwahrung zu begr&uuml;&szlig;en. Jedoch besteht die M&ouml;glichkeit, nachtr&auml;gliche Sicherungsverwahrung anzuordnen nach der neuen gesetzlichen Regelung f&uuml;r sog. Altf&auml;lle, also Personen, die die Anlasstat vor dem 1.1.2011 begangen haben (Art.&nbsp;316e&nbsp;I EGStGB), f&uuml;r Personen, die zuvor in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht waren (&sect;&nbsp;66b StGB) und f&uuml;r nach Jugendstrafrecht Verurteilte<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn103\" name=\"_ftnref103\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[102]<\/span><\/a> (&sect;&nbsp;7&nbsp;II JGG, &sect;&nbsp;106&nbsp;V JGG) fort. Auch diese F&auml;lle einer nachtr&auml;glichen Anordnung weisen nicht den vom EGMR geforderten hinreichenden Bezug zur Verurteilung wegen der Tat auf. Die Regelungen m&uuml;ssen daher als konventionswidrig angesehen werden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn104\" name=\"_ftnref104\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[103]<\/span><\/a> Zudem ist zu bef&uuml;rchten, wenngleich vom Gesetzgeber intendiert<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn105\" name=\"_ftnref105\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[104]<\/span><\/a>, dass die vorbehaltene Sicherungsverwahrung wegen des geplanten Verzichts auf die Feststellung eines Hanges und die M&ouml;glichkeit des Vorbehalts bei Erstt&auml;tern eine Renaissance erlebt, die der vollst&auml;ndigen Beibehaltung einer nachtr&auml;glichen Sicherungsverwahrung mindestens entspricht. Auch das neue Therapieunterbringungsgesetz, das sich unmittelbar auf die Personen bezieht, die aufgrund des Urteils des EGMR aus dem Dezember 2009 teilweise bereits aus der Sicherungsverwahrung entlassen wurden bzw. noch zu entlassen sind,<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn106\" name=\"_ftnref106\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[105]<\/span><\/a> erf&uuml;llt die Vorgaben des EGMR nicht, da erneut eine Inhaftierung durch eine r&uuml;ckwirkende Ankn&uuml;pfung an eine Straftat gerechtfertigt werden soll. Aufgrund der stark pr&auml;ventiven Ausrichtung der Regelungen ist zudem fraglich, ob die Gesetzgebungskompetenz gem. Art.&nbsp;74&nbsp;I&nbsp;Nr.&nbsp;1&nbsp;GG beim Bund liegt.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn107\" name=\"_ftnref107\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[106]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Es scheint dem Gesetzgeber erneut nicht gelungen zu sein, ein in sich schl&uuml;ssiges, rechtstaatlichen Anforderungen gen&uuml;gendes Konzept der Sicherungsverwahrung zu schaffen. Betrachtet man die Situation im Strafvollzug insgesamt gerade auch unter Einbeziehung der Personen, die schwerwiegende Straftaten begangen haben, so ist festzustellen, dass die h&auml;ufig angemahnte, konsequente und richtig angegangene<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn108\" name=\"_ftnref108\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[107]<\/span><\/a> Ausrichtung des Strafvollzugs am Ziel der Resozialisierung und die dringend notwendige Erweiterung der Behandlungsm&ouml;glichkeiten in sozialtherapeutischen Einrichtungen nie wirklich umgesetzt wurden. Gerade dies w&uuml;rde jedoch erheblich zur Verbesserung des Schutzes der Allgemeinheit und zu einem menschenw&uuml;rdigen Umgang mit den Inhaftierten beitragen. Die Institution der Sicherungsverwahrung verringert demgegen&uuml;ber die Bem&uuml;hungen des Gesetz- und Geldgebers, der Strafvollzugsanstalten und der Strafgefangenen selbst, schon w&auml;hrend des Strafvollzuges effektiv auf ein Leben in Freiheit hinzuwirken. Die Reduktion von Resozialisierungsbem&uuml;hungen betrifft dabei nicht nur diejenigen Gefangenen, die anschlie&szlig;end tats&auml;chlich in den Vollzug der Sicherungsverwahrung kommen. Sie hat Auswirkungen auch auf diejenigen, &uuml;ber denen das Damoklesschwert der nachtr&auml;glichen oder vorbehaltenen Sicherungsverwahrung schwebt und letztlich auch auf das Vollzugsklima insgesamt. Die Abschaffung der Sicherungsverwahrung in allen ihren Formen k&ouml;nnte daher zu einer erheblichen Verbesserung der Vollzugssituation f&uuml;hren und damit unmittelbar dem Schutz der Allgemeinheit zu Gute kommen.<\/p>\n<h5><span id=\"v-fazit\">V.&nbsp;&nbsp; Fazit<\/span><\/h5>\n<p>Die Lage des Strafvollzuges aus rechtstaatlicher und humanistischer Sicht ist ernst. Gesetze der L&auml;nder und des Bundes versto&szlig;en teilweise offen, teilweise versteckter gegen Vorgaben des Grundgesetzes und der EMRK. Der Vollzug ist zunehmend von Punitivit&auml;t und Sicherheit gepr&auml;gt. Die f&uuml;r die Inhaftierten wie f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung au&szlig;erhalb der Gef&auml;ngnisse so wichtige Resozialisierung tritt in den meisten Bereichen immer weiter in den Hintergrund. Auch das Versprechen, mehr Sicherheit zu schaffen, wird von den Gef&auml;ngnissen nicht eingel&ouml;st.<\/p>\n<p>Die Analyse der Probleme, die Frage nach der Verbesserung der Situation im Strafvollzug und in anderen Formen der Inhaftierung sowie die Suche nach Alternativen zum Strafvollzug sind daher dr&auml;ngender denn je.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref17\" name=\"_ftn17\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">*<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Jens Puschke<\/i> ist akademischer Rat am Institut f&uuml;r Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht der Universit&auml;t Freiburg. Er ist au&szlig;erdem Mitglied im Bundesvorstand der Humanistischen Union.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref18\" name=\"_ftn18\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[17]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Statistisches Bundesamt, Rechtspflege: Bestand der Gefangenen und Verwahrten in den deutschen Justizvollzugsanstalten, 2010.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref19\" name=\"_ftn19\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[18]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Statistisches Bundesamt, Rechtspflege: Strafvollzug &ndash; Demographische und kriminologische Merkmale der Strafgefangenen zum Stichtag 31.3., Fachserie 10\/Reihe 4.1, 2009, Tabelle 6.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref20\" name=\"_ftn20\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[19]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zum 31.03.2010 waren 1.354 Straf- und Untersuchungsgefangene abwesend, s. Statistisches Bundesamt, Rechtspflege: Bestand der Gefangenen und Verwahrten in den deutschen Justizvollzugsanstalten, 2010.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref21\" name=\"_ftn21\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[20]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Errechnet aus Statistisches Bundesamt, Rechtspflege: Bestand der Gefangenen und Verwahrten in den deutschen Justizvollzugsanstalten, 2010 und Statistisches Jahrbuch, 2010.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref22\" name=\"_ftn22\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[21]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; S. die &Uuml;bersichtskarte f&uuml;r die Gefangenenraten in Europa im Jahr 2008 Greifswalder Inventar zum Strafvollzug unter:<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"http:\/\/www.rsf.uni-greifswald.de\/duenkel\/gis\/internationale-daten\/europa.html\" rel=\"nofollow noopener\">http:\/\/www.rsf.uni-greifswald.de\/duenkel\/gis\/internationale-daten\/europa.html<\/a> [20.2.2011].<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref23\" name=\"_ftn23\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[22]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>West<\/i>, Bureau of Justice Statistics: Prison Inmates at Midyear 2009 &ndash; Statistical Tables, Juni 2010, S.&nbsp;2.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref24\" name=\"_ftn24\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[23]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ohne Personen im psychiatrischen Krankenhaus und in der Entziehungsanstalt.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref25\" name=\"_ftn25\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[24]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Statistisches Bundesamt, Rechtspflege: Ausgew&auml;hlte Zahlen f&uuml;r die Rechtspflege, Fachserie 10\/Reihe 1, 2010, Tabelle 4.3 (f&uuml;r das Jahr 1993 Stichtagserhebung zum 31.12. und Ergebnisse f&uuml;r Hamburg aus dem Jahr 1991; f&uuml;r das Jahr 2003 Stichtagserhebung zum 30.11.).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref26\" name=\"_ftn26\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[25]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Statistisches Bundesamt, Rechtspflege: Bestand der Gefangenen und Verwahrten in den deutschen Justizvollzugsanstalten, 2010.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref27\" name=\"_ftn27\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[26]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Statistisches Bundesamt, Rechtspflege: Strafvollzug &ndash; Demographische und kriminologische Merkmale der Strafgefangenen zum Stichtag 31.3., Fachserie 10\/Reihe 4.1, 2009, Tabelle 1.1.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref28\" name=\"_ftn28\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[27]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Statistisches Bundesamt, Rechtspflege: Bestand der Gefangenen und Verwahrten in den deutschen Justizvollzugsanstalten, 2010.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref29\" name=\"_ftn29\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[28]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>D&uuml;nkel\/Geng\/Morgenstern<\/i>, Rechtstats&auml;chliche Analysen, aktuelle Entwicklungen und Problemlagen des Strafvollzugs in Deutschland, 2010, S.&nbsp;15.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref30\" name=\"_ftn30\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[29]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; EGMR Urteil vom 17.12.2009 &ndash; 19359\/04&nbsp;M.\/Deutschland = NJW 2010, 2495; Urteil vom 13.1.2010 &ndash; 6587\/04&nbsp;H.\/Deutschland.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref31\" name=\"_ftn31\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[30]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; S. unter V.2.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref32\" name=\"_ftn32\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[31]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Statistisches Bundesamt, Rechtspflege: Strafvollzug &ndash; Demographische und kriminologische Merkmale der Strafgefangenen zum Stichtag 31.3.,Fachserie 10\/Reihe 4.1, 2009, Tabelle 1.1. und Tabelle 6.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref33\" name=\"_ftn33\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[32]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Statistisches Bundesamt, Rechtspflege: Strafvollzug &ndash; Demographische und kriminologische Merkmale der Strafgefangenen zum Stichtag 31.3., Fachserie 10\/Reihe 4.1, 2009, Tabelle 1.1.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref34\" name=\"_ftn34\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[33]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. Statistisches Bundesamt, Rechtspflege: Strafverfolgung, Fachserie 10\/Reihe&nbsp;3\/ 2009, Tabelle 3.1. Im Jahr 2009 ergingen 102 von 104 Verurteilungen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen Mordes.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref35\" name=\"_ftn35\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[34]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. PKS-Zeitreihen 1987 bis 2009, Tabelle 20.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref36\" name=\"_ftn36\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[35]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Singelnstein\/Stolle<\/i>, Die Sicherheitsgesellschaft, 2.&nbsp;Aufl.&nbsp;2008, S.&nbsp;81&nbsp;ff.; vgl. auch <i>Suhling\/Schott<\/i>, Der Anstieg der Gefangenenzahlen in Deutschland &ndash; Folge der Kriminalit&auml;tsentwicklung oder wachsender Strafh&auml;rte?, Forschungsberichte des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachen e.V. Nr. 82, S.&nbsp;52&nbsp;ff.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref37\" name=\"_ftn37\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[36]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; S. Greifswalder Inventar zum Strafvollzug unter: <a href=\"http:\/\/www.rsf.uni-greifswald.de\/duenkel\/gis\/erwachsenenvollzug\/insassenstruktur.html\" rel=\"nofollow noopener\">http:\/\/www.rsf.uni-greifswald.de\/duenkel\/gis\/erwachsenenvollzug\/insassenstruktur.html<\/a> [20.2.2011].<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref38\" name=\"_ftn38\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[37]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; S. zur Ver&auml;nderung hin zu einer sog. Risiko- bzw. Sicherheitsgesellschaft nur <i>Prittwitz<\/i>, Strafrecht und Risiko, 1993, S.&nbsp;49&nbsp;ff.; <i>Singelnstein\/Stolle<\/i>, Die Sicherheitsgesellschaft, 2.&nbsp;Aufl.&nbsp;2008, S.&nbsp;33&nbsp;ff.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref39\" name=\"_ftn39\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[38]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gegen diesen Begriff wendet sich <i>J&uuml;nschke<\/i> in diesem Band, S.&nbsp;63.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref40\" name=\"_ftn40\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[39]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Personen in U-Haft wurden nicht ber&uuml;cksichtigt, da diese grunds&auml;tzlich im geschlossenen Vollzug untergebracht sind.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref41\" name=\"_ftn41\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[40]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Statistisches Bundesamt, Rechtspflege: Bestand der Gefangenen und Verwahrten in den deutschen Justizvollzugsanstalten, 2010. Der kurzeitig besonders starke R&uuml;ckgang der Personen im offenen Vollzug in den Jahren 2006 und 2007 ist darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass der Stichtag des 31.3. in diesen Jahren auf einen Freitag bzw. Samstag fiel und an diesen Tagen gerade die Gefangenenpopulation im offenen Vollzug durch urlaubsbedingte Abwesenheit kleiner ist.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref42\" name=\"_ftn42\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[41]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Statistisches Bundesamt, Rechtspflege: Bestand der Gefangenen und Verwahrten in den deutschen Justizvollzugsanstalten, 2010.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref43\" name=\"_ftn43\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[42]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gesetzlich vorgesehene Voraussetzungen sind nur die Zustimmung des Gefangenen, seine Eignung und die Verneinung einer Entweichungs- oder Missbrauchsgefahr, s. <i>Lesting<\/i>, in: Feest (Hrsg.), StVollzG, 5.&nbsp;Aufl. 2006, &sect;&nbsp;10&nbsp;Rn. 8&nbsp;ff.; zu einer nicht sachgem&auml;&szlig;en Eignungspr&uuml;fung auch <i>Eisenberg<\/i>, Kriminologie, 6.&nbsp;Aufl. 2005, &sect;&nbsp;36&nbsp;Rn.&nbsp;33.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref44\" name=\"_ftn44\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[43]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Statistisches Bundesamt, Rechtspflege: Bestand der Gefangenen und Verwahrten in den deutschen Justizvollzugsanstalten, 2010.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref45\" name=\"_ftn45\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[44]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Ullenbruch<\/i>, in: Schwind\/B&ouml;hm\/Jehle\/Laubenthal (Hrsg.), Strafvollzugsgesetz, 5.&nbsp;Aufl. 2009, &sect;&nbsp;11 Rn.&nbsp;6.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref46\" name=\"_ftn46\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[45]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Ullenbruch<\/i>, in: Schwind\/B&ouml;hm\/Jehle\/Laubenthal (Hrsg.), Strafvollzugsgesetz, 5.&nbsp;Aufl. 2009, &sect;&nbsp;11 Rn.&nbsp;6.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref47\" name=\"_ftn47\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[46]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Ullenbruch<\/i>, in: Schwind\/B&ouml;hm\/Jehle\/Laubenthal (Hrsg.), Strafvollzugsgesetz, 5.&nbsp;Aufl. 2009, &sect;&nbsp;11 Rn.&nbsp;6.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref48\" name=\"_ftn48\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[47]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. auch die Forderungen von <i>Preusker<\/i> S. 97 (104), <i>Goerdeler<\/i> S.&nbsp;105 (125&nbsp;ff.) und <i>Goeckenjan<\/i> S.&nbsp;135 (149, 154) in diesem Band.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref49\" name=\"_ftn49\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[48]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bundesministeriums der Justiz &ndash; Personalsituation im Justizvollzug &ndash; &Uuml;bersicht bundesweit, Stand 1.9.2009.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref50\" name=\"_ftn50\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[49]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Auskunft des Bundesministeriums der Justiz, Stand 1.9.2009.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref51\" name=\"_ftn51\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[50]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; S. <i>Wydra<\/i>, in: Schwind\/B&ouml;hm\/Jehle\/Laubenthal (Hrsg.), Strafvollzugsgesetz, 5.&nbsp;Aufl. 2009, &sect;&nbsp;155 Rn.&nbsp;3.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref52\" name=\"_ftn52\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[51]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; S. zu dieser Hoffnung auch <i>Goerdeler<\/i> S.&nbsp;105 (131&nbsp;f.) und <i>Goeckenjan<\/i> S.&nbsp;135 (154) in diesem Band.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref53\" name=\"_ftn53\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[52]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Kritisch zur Sozialtherapie innerhalb der Strafvollzugsanstalten <i>Feest<\/i> in diesem Band, S.&nbsp;81&nbsp;(85).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref54\" name=\"_ftn54\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[53]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Niemz<\/i>, Sozialtherapie im Strafvollzug, 2010, S.&nbsp;7&nbsp;f.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref55\" name=\"_ftn55\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[54]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Niemz<\/i>, Sozialtherapie im Strafvollzug, 2010, S.&nbsp;8; Statistisches Bundesamt, Rechtspflege: Bestand der Gefangenen und Verwahrten in den deutschen Justizvollzugsanstalten, 2010.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref56\" name=\"_ftn56\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[55]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; S. <i>Hefendehl<\/i> MschrKrim, 93 (2010), 24&nbsp;(39).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref57\" name=\"_ftn57\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[56]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; S. <i>Hefendehl<\/i> MschrKrim, 93 (2010), 24&nbsp;ff.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref58\" name=\"_ftn58\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[57]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Niemz<\/i>, Sozialtherapie im Strafvollzug, 2010, S.&nbsp;25.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref59\" name=\"_ftn59\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[58]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Singelnstein\/Stolle<\/i>, Die Sicherheitsgesellschaft, 2.&nbsp;Aufl.&nbsp;2008, S.&nbsp;37&nbsp;ff.; <i>Hefendehl\/Hohmann<\/i> ZRP 2001, 23 (26); s. zum erh&ouml;hten Sicherheitsbed&uuml;rfnis auch <i>J&uuml;nschke<\/i> in diesem Band, S.&nbsp;63 (64).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref60\" name=\"_ftn60\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[59]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Statistisches Bundesamt, Rechtspflege: Strafverfolgung (Fachserie 10\/Reihe&nbsp;3\/1999-2009), Tabelle 2.3.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref61\" name=\"_ftn61\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[60]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; S. hierzu <i>Jakobs<\/i> HRRS 2004, 98. Der Begriff des &bdquo;Feindstrafrechts&ldquo; weist dabei auf eine Entwicklung vor allem im Bereich des materiellen und prozessualen Strafrechts hin, bei der rechtsstaatliche Garantien f&uuml;r bestimmte Personen nur noch eingeschr&auml;nkt gelten. Diese Personen werden zunehmend als Feinde der Gesellschaft behandelt, die sich selbst au&szlig;erhalb des grunds&auml;tzlich geltenden Rechts f&uuml;r B&uuml;rger gestellt haben und schwer reintegrierbar sein sollen. Zur umfassenden Kritik an dem Konzept vgl. <i>Albrecht<\/i>, Kriminologie, 3.&nbsp;Aufl.&nbsp;2005, &sect;&nbsp;6&nbsp;D.; <i>Greco<\/i>, Feindstrafrecht, 2010; <i>Hefendehl<\/i> StV 2005, 156&nbsp;ff.; <i>H&ouml;rnle<\/i> GA 2006, 80 (89&nbsp;ff.); <i>Sch&uuml;nemann<\/i> GA 2001, 205 (210&nbsp;ff.); <i>Sauer<\/i> NJW 2005,&nbsp;1703&nbsp;ff.; zu weiteren Nachweisen s. <i>Heinrich<\/i> ZStW 121 (2009), 94 (101, Fn.&nbsp;37).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref62\" name=\"_ftn62\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[61]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; BGBl. I 2006, 2034.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref63\" name=\"_ftn63\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[62]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; BVerfGE 116, 69.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref64\" name=\"_ftn64\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[63]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; BayStVollzG vom 10.12.2007 (BayGVBl 2007, 866); JVollzGB-BaW&uuml; vom 10.11.2009 (BaW&uuml;GBl 2009, 545); HmbStVollzG vom 14.7.2009 (HmbGVBl I 2009, 257); NJVollzG vom 14.12.2007 (Nds.GVBl. 2007 720), HStVollzG vom 28.6.2010 (HessGVBl I 2010, 185).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref65\" name=\"_ftn65\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[64]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. <i>Ostendorf<\/i>, in: Ostendorf (Hrsg.), Jugendstrafvollzugsrecht 2009, Erster Abschn., Rn.&nbsp;3.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref66\" name=\"_ftn66\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[65]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; S. <i>D&uuml;nkel\/Geng\/Morgenstern<\/i>, Rechtstats&auml;chliche Analysen, aktuelle Entwicklungen und Problemlagen des Strafvollzugs in Deutschland, 2010, S.&nbsp;2.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref67\" name=\"_ftn67\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[66]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; S. Strafrechtswissenschaftler, Strafvollzugsrechtler und Kriminologen sprechen sich gegen die &Auml;nderungsvorschl&auml;ge der F&ouml;deralismuskommission aus: &bdquo;Gesetzgebungskompetenz f&uuml;r den Strafvollzug muss beim Bund bleiben&ldquo;, abrufbar unter: <a href=\"http:\/\/www.dvjj.de\/download.php?id=243\" rel=\"nofollow noopener\">http:\/\/www.dvjj.de\/download.php?id=243<\/a><span class=\"MsoHyperlink\"><u> <\/u><\/span>[20.2.2011]; s. auch <i>Poll&auml;hne<\/i>, Stellungnahme f&uuml;r den Hessischen Landtag zum Gesetzentwurf der Landesregierung f&uuml;r ein Gesetz zur Schaffung und &Auml;nderung hessischer Vollzugsgesetze vom 09.11.2009 (Drucksache 18\/1396), 2010, S.&nbsp;2.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref68\" name=\"_ftn68\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[67]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>D&uuml;nkel<\/i>, Die Farce der F&ouml;deralismusreform &ndash; ein Vergleich der vorliegenden Gesetzesentw&uuml;rfe zum Jugendstrafvollzug, Stand 24.9.2007, abrufbar unter: <a href=\"http:\/\/www.rsf.uni-greifswald.de\/fileadmin\/mediapool\/lehrstuehle\/duenkel\/Stand_JuVoG_24_9_2007.pdf\" rel=\"nofollow noopener\">http:\/\/www.rsf.uni-greifswald.de\/fileadmin\/mediapool\/lehrstuehle\/duenkel\/Stand_JuVoG_24_9_2007.pdf<\/a> [20.2.2011].<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref69\" name=\"_ftn69\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[68]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>D&uuml;nkel\/Sch&uuml;ler-Springorum<\/i> ZfStrVo 55 (2006), 145.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref70\" name=\"_ftn70\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[69]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; S. auch <i>Poll&auml;hne<\/i>, Stellungnahme f&uuml;r den Hessischen Landtag zum Gesetzentwurf der Landesregierung f&uuml;r ein Gesetz zur Schaffung und &Auml;nderung hessischer Vollzugsgesetze vom 09.11.2009 (Drucksache 18\/1396), 2010, S.&nbsp;6.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref71\" name=\"_ftn71\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[70]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Lesting<\/i>, in: Feest (Hrsg.), StVollzG, 5.&nbsp;Aufl. 2006, &sect;&nbsp;10&nbsp;Rn.&nbsp;6.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref72\" name=\"_ftn72\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[71]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. &sect;&nbsp;13&nbsp;I&nbsp;2 HStVollzG.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref73\" name=\"_ftn73\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[72]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &sect;&nbsp;2&nbsp;I&nbsp;2 Buch&nbsp;1 JVollzGB-BaW&uuml;.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref74\" name=\"_ftn74\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[73]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; S. <i>Poll&auml;hne<\/i>, Stellungnahme f&uuml;r den Hessischen Landtag zum Gesetzentwurf der Landesregierung f&uuml;r ein Gesetz zur Schaffung und &Auml;nderung hessischer Vollzugsgesetze vom 09.11.2009 (Drucksache 18\/1396), 2010, S.&nbsp;6; s. auch &sect;&nbsp;83&nbsp;II JStVollG-Bln, hierzu <i>Eisenberg\/Singelnstein<\/i> ZKJ 2007, 184 (188).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref75\" name=\"_ftn75\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[74]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. &sect;&nbsp;55&nbsp;I&nbsp;HStVollzG, wenn auch mit weiter &Ouml;ffnungsklausel in Nr.&nbsp;6.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref76\" name=\"_ftn76\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[75]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. <i>Eisenberg<\/i> NStZ 2008, 250 (258); <i>Fiedler\/Vogel<\/i>, in: Ostendorf (Hrsg.), Jugendstrafvollzugsrecht 2009, F&uuml;nfter Abschn., Rn.&nbsp;8.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref77\" name=\"_ftn77\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[76]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; BGBl.&nbsp;I&nbsp;1998, 160.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref78\" name=\"_ftn78\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[77]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; BGBl.&nbsp;I&nbsp;2002, 3344.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref79\" name=\"_ftn79\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[78]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; BGBl.&nbsp;I&nbsp;2004, 1838.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref80\" name=\"_ftn80\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[79]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; BGBl.&nbsp;I&nbsp;2008, 1212.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref81\" name=\"_ftn81\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[80]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. <i>Kinzig<\/i> NJW 2011, 177 (178&nbsp;ff.).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref82\" name=\"_ftn82\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[81]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; S. auch unter V.2.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref83\" name=\"_ftn83\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[82]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; BGBl.&nbsp;I&nbsp;2009,&nbsp;2437.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref84\" name=\"_ftn84\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[83]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; BGBl.&nbsp;I&nbsp;2003,&nbsp;3007; BGBl.&nbsp;I&nbsp;2008,&nbsp;2149.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref85\" name=\"_ftn85\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[84]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; BGBl.&nbsp;I&nbsp;2007,&nbsp;1786.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref86\" name=\"_ftn86\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[85]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; BGBl.&nbsp;I&nbsp;2007,&nbsp;354.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref87\" name=\"_ftn87\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[86]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; BGBl.&nbsp;I&nbsp;1998, 164. So wurde etwa die Mindeststrafe f&uuml;r den besonders schweren Fall des Betruges von einem Jahr Freiheitsstrafe auf sechs Monate Freiheitsstrafe abgesenkt.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref88\" name=\"_ftn88\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[87]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vereinzelt wurden durch die Rechtsprechung bestimmte Verhaltensweisen aus dem Bereich des Strafbaren entnommen bzw. h&ouml;here Anforderungen an den Nachweis der Strafbarkeit gestellt.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref89\" name=\"_ftn89\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[88]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; BGBl.&nbsp;I&nbsp;1994, 1168.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref90\" name=\"_ftn90\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[89]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; BGBl.&nbsp;I&nbsp;1998, 164.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref91\" name=\"_ftn91\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[90]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; BGBl.&nbsp;I&nbsp;1998, 164<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref92\" name=\"_ftn92\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[91]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; BGBl.&nbsp;I&nbsp;2007, 3198.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref93\" name=\"_ftn93\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[92]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Allerdings werden die Vorgaben der h&ouml;chsten Gerichte im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens oder in der praktischen Ausgestaltung des Vollzuges h&auml;ufig nicht hinreichend beachtet. Auch die Rechtsprechung der Fachgerichte st&ouml;&szlig;t dann an ihre Grenzen, wenn Strafvollzugsbeh&ouml;rden renitent die Umsetzung der Beschl&uuml;sse verweigern. S. hierzu <i>Feest\/Lesting<\/i>, in: M&uuml;ller\/Sander\/V&aacute;lkov&aacute; (Hrsg.), Festschrift f&uuml;r Ulrich Eisenberg, 2009, S.&nbsp;675&nbsp;ff.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref94\" name=\"_ftn94\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[93]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; BVerfGE 116, 69.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref95\" name=\"_ftn95\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[94]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; EGMR Urteil vom 17.12.2009 &ndash; 19359\/04&nbsp;M.\/Deutschland = NJW 2010, 2495; Urteil vom 13.1.2010 &ndash; 6587\/04&nbsp;H.\/Deutschland.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref96\" name=\"_ftn96\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[95]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; S. zum diesem Urteil auch <i>Goerdeler<\/i> in diesem Band, S.&nbsp;105 (132&nbsp;ff.).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref97\" name=\"_ftn97\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[96]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; BVerfGE 116, 69&nbsp;(85).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref98\" name=\"_ftn98\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[97]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; BVerfGE 116, 69&nbsp;(90).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref99\" name=\"_ftn99\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[98]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. etwa &sect;&nbsp;87&nbsp;Buch&nbsp;4 JVollzGB-BaW&uuml;.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref100\" name=\"_ftn100\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[99]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zur Notwendigkeit einer Orientierung des Strafrechts an einer psychischen Vermittlung s. <i>Puschke<\/i>, in: Hefendehl (Hrsg.), Grenzenlose Vorverlagerung des Strafrechts?, 2010, S.&nbsp;9&nbsp;(24&nbsp;ff.).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref101\" name=\"_ftn101\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[100]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; EGMR NJW 2010, 2495 (2498&nbsp;f.).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref102\" name=\"_ftn102\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[101]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; BVerfG NJW 2004, 739 (744).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref103\" name=\"_ftn103\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[102]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; S. zur Verfassungs- und Konventionswidrigkeit der jugendstrafrechtlichen Regelungen <i>Eisenberg<\/i> JR 2010, 314&nbsp;ff.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref104\" name=\"_ftn104\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[103]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; So auch <i>Kinzig<\/i> NJW 2011, 177 (180).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref105\" name=\"_ftn105\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[104]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; BT-Drs. 17\/3403, S.&nbsp;43.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref106\" name=\"_ftn106\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[105]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; BT-Drs. 17\/3403, S.&nbsp;31&nbsp;f.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref107\" name=\"_ftn107\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[106]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; S. hierzu <i>Kinzig<\/i> NJW 2011, 177 (181).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref108\" name=\"_ftn108\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[107]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Kritisch zu einfachem Reformismus <i>Rehn<\/i> in diesem Band, S.&nbsp;75 (79&nbsp;ff.).<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[66],"tags":[],"class_list":["post-7065","thema","type-thema","status-publish","hentry","category-strafvollzug-2010"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Strafvollzug in Deutschland \u0096 eine Bestandsaufnahme - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/strafvollzug-in-deutschland-eine-bestandsaufnahme\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Strafvollzug in Deutschland \u0096 eine Bestandsaufnahme - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Aus: ders. 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