{"id":7067,"date":"2011-03-30T12:58:00","date_gmt":"2011-03-30T10:58:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/exklusion-durch-strafvollzug-1\/"},"modified":"2021-08-31T10:13:16","modified_gmt":"2021-08-31T08:13:16","slug":"exklusion-durch-strafvollzug-1","status":"publish","type":"thema","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/exklusion-durch-strafvollzug-1\/","title":{"rendered":"Exklusion durch Strafvollzug"},"content":{"rendered":"<p>Aus: Jens Puschke (Hrsg.), Strafvollzug in Deutschland. Strukturelle Defizite, Reformbedarf und Alternativen, S. 63-74<\/p>\n<h5><span id=\"i-vorbemerkungen\"><span class=\"apple-style-span\">I.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/span>Vorbemerkungen<\/span><\/h5>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Das, was Gefangene verbindet, was ihnen gemeinsam ist, sind keine pers&ouml;nlichen Eigenschaften, mit deren Hilfe man sie von den Menschen unterscheiden k&ouml;nnte, die nicht straff&auml;llig geworden sind. Was Gefangenen gemeinsam ist, ist ihnen &auml;u&szlig;erlich: beispielsweise die Mauer, die sie umgibt, der Haftbefehl, die Entlassungspapiere. <i>Irving Goffman<\/i> hat in seiner erstmals 1963 ver&ouml;ffentlichten Studie &bdquo;Stigma. &Uuml;ber Techniken der Bew&auml;ltigung besch&auml;digter Identit&auml;t&ldquo; darauf hingewiesen:&nbsp; <\/span>&bdquo;Es ist bemerkenswert, dass jene, die rings um die Sozialwissenschaften angesiedelt sind, sich so schnell mit dem Gebrauch des Terminus &bdquo;deviant&ldquo; eingerichtet haben, als ob jene, auf die der Terminus angewandt wird, genug gemein h&auml;tten, so dass signifikante Dinge &uuml;ber sie als eine Ganzheit gesagt werden k&ouml;nnen. Gerade so wie es iatrogene St&ouml;rungen gibt, verursacht durch die Arbeit, die Mediziner leisten (was ihnen dann mehr zu tun gibt), so gibt es auch Personenkategorien, die von den Forschern der Gesellschaft erst geschaffen und dann von ihnen studiert werden.&ldquo;<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn222\" name=\"_ftnref222\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[219]<\/span><\/a><span class=\"apple-style-span\"><\/span><\/p>\n<h5><span id=\"1-in-welcher-gesellschaft-leben-wir\"><span class=\"apple-style-span\">1.&nbsp;&nbsp; <\/span>In welcher Gesell&shy;schaft leben wir?<\/span><\/h5>\n<p>In Deutschland hat sich das Ausma&szlig; sozialer Ungleichheit in den letzten zehn Jahren erheblich vergr&ouml;&szlig;ert. Bei den oberen zehn Prozent der Gesellschaft stieg das Verm&ouml;gen um 17 Prozent, w&auml;hrend das &auml;rmste Zehntel zehn Prozent weniger in der Tasche hat.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn223\" name=\"_ftnref223\"><sup>[220]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die Begriffe Exklusion und Inklusion verschleiern diese wachsende soziale Ungleichheit zwischen oben und unten. Haftentlassene, die ausgeschlossen bleiben, sind nicht irgendwo au&szlig;en, sondern in der Regel ganz unten. <span class=\"apple-style-span\"><\/span><\/p>\n<h5><span id=\"2-in-welches-gesellschaftliche-klima-wird-entlassen\"><span class=\"apple-style-span\">2.&nbsp;&nbsp; <\/span>In welches gesell&shy;schaft&shy;liche Klima wird entlassen?<\/span><\/h5>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Als von Sozialabbau noch nicht die Rede war und der Wohlfahrtsstaat auf Resozialisierung von Straft&auml;tern setzte, wurden diese als sozial benachteiligte B&uuml;rger wahrgenommen, die Unterst&uuml;tzung ben&ouml;tigen. Mit der Aufl&ouml;sung des Sozialstaats wandelte sich der Wohlfahrtsstaat zum strafenden Staat. In den Worten des ehemaligen Bundesverfassungsrichters <i>Winfried Hassemer<\/i>: &bdquo;Noch vor Jahren musste Strafe, besonders eine harte und hohe Strafe, begr&uuml;ndet werden. Heute ist das Gegenteil der Fall.&ldquo;<\/span><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn224\" name=\"_ftnref224\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[221]<\/span><\/a><span class=\"apple-style-span\"> Im strafenden Staat sind Straft&auml;ter zu gef&auml;hrlichen Individuen geworden, die es entsprechend zu behandeln gilt. Wie sehr wir dabei auf &bdquo;au&szlig;erkriminelle Faktoren&ldquo;<\/span><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn225\" name=\"_ftnref225\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[222]<\/span><\/a><span class=\"apple-style-span\"> zu achten haben, lehrt uns nicht nur die sich weitende Schere zwischen Arm und Reich. Selbst die r&uuml;ckl&auml;ufigen Kriminalit&auml;tszahlen der vergangenen Jahre konnten den zunehmenden Ruf nach H&auml;rte gegen Straft&auml;ter nicht stoppen. Es ist der Sozialabbau, der andauert und Unsicherheit und Angst steigert. Damit wird Politik gemacht. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"apple-style-span\">In Deutschland hat in der Debatte um die Sicherungsverwahrung der Chef einer Polizeigewerkschaft die Einf&uuml;hrung eines Internetprangers gefordert: Er wolle wissen, ob in der N&auml;he seiner Enkel ein Sittlichkeitsverbrecher wohne. In der Schweiz sollte die Wiedereinf&uuml;hrung der Todesstrafe durch eine Volksabstimmung erm&ouml;glicht werden. In Frankreich werden Roma nach Bulgarien und Rum&auml;nien abgeschoben, obwohl sie als EU-B&uuml;rger das Recht haben, sich in der EU frei zu bewegen. In Griechenland stehen Fl&uuml;chtlinge ohne jede &ouml;ffentliche Hilfe als Bettler auf der Stra&szlig;e.<\/span><\/p>\n<h5><span id=\"ii-eigene-erfahrungen-mit-dem-thema-haftfolgen\"><span class=\"apple-style-span\">II.&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/span>Eigene Erfahrungen mit dem Thema Haftfolgen<\/span><\/h5>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Als mich Johannes Feest fragte, ob ich zu dieser Tagung der Humanistischen Union nach Bremen kommen wollte, sagte er mir, dass mir das Thema auf den Leib geschrieben sei. Dass Menschen- und B&uuml;rgerrechtsorganisationen angefangenen haben, einzelne ehemalige Gefangene zu ihren Tagungen zum Thema Strafvollzug einzuladen und zu Wort kommen zu lassen, ist ein Fortschritt gegen&uuml;ber Zeiten, in denen nur <i>&uuml;ber<\/i> die Gefangenen gesprochen wurde. Die extreme Asymmetrie in den Beziehungen zwischen Eingesperrten und ihren Bewachern im Gef&auml;ngnis ist allerdings noch nicht wirklich dadurch in Frage gestellt, dass auf &ouml;ffentlichen Tagungen einzelne ehemalige Inhaftierte mitreden d&uuml;rfen. <\/span><\/p>\n<h5><span id=\"1-isolationshaft-strenge-einzelhaft\"><span class=\"apple-style-span\">1.&nbsp;&nbsp; <\/span>Isola&shy;ti&shy;ons&shy;haft \/ Strenge Einzelhaft<\/span><\/h5>\n<p><span class=\"apple-style-span\">In den ersten sieben Jahren meiner Inhaftierung war ich in Einzel- und Kleingruppenisolation, bzw. im korrekten Jargon des Strafvollzugs in strenger Einzelhaft. Wie man das auch nennen mag: Wer mehrere Jahre 23 Stunden am Tag allein in einer Zelle zubringen muss und in der einen Stunde Hofgang auch allein ist, wird unweigerlich krank. Nach meiner Verlegung von der JVA Zweibr&uuml;cken in die JVA Diez, das war 1979, dauerte es noch einmal sechs Jahre, bis ich im dreizehnten Haftjahr Haftbedingungen hatte, wie sie in diesem Gef&auml;ngnis &uuml;blich waren. Die &uuml;ber sechs Jahre andauernde schrittweise Integration in den Normalvollzug hatte sich ein Gef&auml;ngnispsychologe ausgedacht, von dem man anderes erwarten sollte. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Wenn ich nach den Jahren der Isolation in Haft gefragt wurde, wie ich das &uuml;berlebt habe, habe ich geantwortet, von einem Tag auf den anderen, in manchen N&auml;chten von einer Minute auf die andere, von einer Stunde auf die andere.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"apple-style-span\">In der &ouml;ffentlichen Auseinandersetzung &uuml;ber die Entstehung der RAF und ihrer jahrelangen Fortexistenz hat die Isolationshaft eine wichtige Rolle gespielt. Der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum hat mehrfach &ouml;ffentlich ge&auml;u&szlig;ert, dass auch von Seiten des Staates in diesem Konflikt Fehler gemacht worden seien, einer davon sei die Isolationshaft gewesen. Seine auch selbstkritisch gemeinte Feststellung blieb marginal. Die Leugnung der Isolationshaft und die andauernde Behauptung von privilegierten Haftbedingungen fanden und finden mehr Geh&ouml;r in der &Ouml;ffentlichkeit. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Durch meine Mitarbeit im Beirat der JVA K&ouml;ln-Ossendorf &ndash; seit 1995 bin ich daf&uuml;r viermal vom Rat der Stadt K&ouml;ln gew&auml;hlt worden &ndash; habe ich immer wieder mit Gefangenen zu tun, die isoliert waren oder sind, also dem Haftregime der strengen Einzelhaft unterliegen. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"apple-style-span\">So habe ich einen wegen Drogenhandels Verurteilten kennengelernt, der nach vier Jahren strenger Einzelhaft Artikulationsst&ouml;rungen bekam und schlicht nicht mehr sprechen konnte. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Wie ich das selbst auch erlebt habe. Zurzeit besuche ich eine Gefangene t&uuml;rkischer Herkunft, der unterstellt wird, eine terroristische Organisation in der T&uuml;rkei von der Bundesrepublik aus zu unterst&uuml;tzen. Sie ist seit &uuml;ber eineinhalb Jahren isoliert. Eine Gesellschaft, die die Realit&auml;t der Isolationshaft leugnet, hat nat&uuml;rlich auch keinen Zugang zur Heilung ihrer Folgen. Bei den aus Afghanistan zur&uuml;ckkehrenden deutschen Soldaten wird zunehmend PTBS diagnostiziert: Posttraumatische Belastungsst&ouml;rungen. In der Auseinandersetzung mit den Problemen von Haftentlassenen ist mir das noch nicht untergekommen. Entsprechend unbekannt sind gezielte Behandlungsangebote. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Wenn aber mehrere Studien davon ausgehen,<\/span><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn226\" name=\"_ftnref226\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[223]<\/span><\/a><span class=\"apple-style-span\"> dass deutlich &uuml;ber 50% aller Gefangenen psychiatrische bzw. psychotherapeutische Behandlung ben&ouml;tigen, kann man sich leicht vorstellen, dass auch diejenigen, die nur den ganz normalen Standardvollzug kennengelernt haben, nicht unbesch&auml;digt davon in Freiheit kommen. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"apple-style-span\">In unserer Gesellschaft gibt es keinen Begriff vom Leben in einer normalen Gef&auml;ngniszelle, von der Existenz auf acht qm in einem Raum, der innen keine Klinke an der T&uuml;r hat, der folglich nur verlassen werden kann, wenn von drau&szlig;en aufgeschlossen wird. Die Bem&uuml;hungen um Haftvermeidungsprojekte bei Jugendlichen, die in Untersuchungshaft kommen, gehen inzwischen immerhin von der Tatsache aus, dass die Jugendlichen psychische Sch&auml;den durch den Aufenthalt in solchen Zellen davontragen. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Ich habe nach der Haft Freunde gefunden und immer Menschen gehabt, die mir geholfen haben, wenn ich Hilfe brauchte. Dennoch gab es in all diesen Jahren immer wieder Panikattacken, Vernichtungs&auml;ngste, verbunden mit tage- oder wochenlanger Arbeitsunf&auml;higkeit. Daran konnte auch eine dreij&auml;hrige Therapie nichts wirklich &auml;ndern. Ich habe gelernt, damit zu leben. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Wer keine menschliche Hilfe findet, wo nur Menschen helfen k&ouml;nnen, wird irgend&shy;etwas suchen, um sich zu bet&auml;uben. <\/span><\/p>\n<h5><span id=\"2-schulden\"><span class=\"apple-style-span\">2.&nbsp;&nbsp; <\/span>Schulden<\/span><\/h5>\n<p><span class=\"apple-style-span\">In einer Gesellschaft mit hoher Arbeitslosigkeit ist es f&uuml;r Haftentlassene nicht einfach, Arbeit zu finden. Ich habe am Tag meiner Entlassung im Sommer 1988 die Mitteilung bekommen, dass ich 260.000 DM Prozesskosten zu zahlen habe. Meinem Anwalt ist es gelungen, diese unbezahlbare Summe in eine bezahlbare umzuwandeln. Wie viele Jahre ich ben&ouml;tigte, um die zu zahlenden 26.000 DM abzustottern, wei&szlig; ich nicht mehr genau. Ich habe aber geh&ouml;rt, dass diese Summe nahe an dem Betrag liegt, den Haftentlassene als Schulden mit aus der Strafhaft bringen. <\/span><\/p>\n<h5><span id=\"3-altersvorsorge\"><span class=\"apple-style-span\">3.&nbsp;&nbsp; <\/span>Altersvorsorge<\/span><\/h5>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Unter den vielen Fragen, die mir von Studenten oder jungen Wissenschaftlern zum Thema RAF gestellt worden sind, war auch die Frage, ob es in der RAF eine Diskussion zur Altersvorsorge gegeben habe. In der RAF war das nicht der Fall. Im Bundestag hat man sich dar&uuml;ber, was die Sozialversicherung von Gefangenen im Allgemeinen angeht, schon Gedanken gemacht. Aber keine entsprechenden Beschl&uuml;sse gefasst. Gefangene sind nicht in der Sozialversicherung und wer nach vielen Jahren Haft entlassen wird, hat entsprechende Fehlzeiten.<\/span><\/p>\n<h5><span id=\"4-partizipation\"><span class=\"apple-style-span\">4.&nbsp;&nbsp; <\/span>Partizipation<\/span><\/h5>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Als ich 1993 anfing, im Rahmen meiner Arbeit beim K&ouml;lner Appell gegen Rassismus e.V. gemeinsam mit einer Kollegin die erste Gespr&auml;chsgruppe mit inhaftierten Jugendlichen zu starten, hatte ich keine Vorstellung, was daraus folgen w&uuml;rde. 1995 bin ich erstmals in den Beirat der JVA K&ouml;ln gew&auml;hlt worden. Seitdem bin ich fast regelm&auml;&szlig;ig einmal im Monat im Knast, spreche mit Gefangenen und kann Einzelnen hin und wieder auch wirklich helfen. 1997 haben wir im K&ouml;lner Appell das &bdquo;K&ouml;lner Stadtbuch Jugendkriminalit&auml;t. Gegen die Kriminalisierung von Jugendlichen&ldquo; ver&ouml;ffentlicht und 2006 folgte &bdquo;Pop-Shop. Gespr&auml;che mit Jugendlichen in Haft.&ldquo; Seit 2007 sind wir mit unserer Ausstellung &bdquo;Menschen statt Mauern &ndash; f&uuml;r ein Europa ohne Jugendgef&auml;ngnisse&ldquo; unterwegs. Das habe ich auf einer Homepage dokumentiert.<\/span><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn227\" name=\"_ftnref227\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[224]<\/span><\/a><span class=\"apple-style-span\"> Nicht nur die Abschaffung der Jugendgef&auml;ngnisse, auch eine an Leidverminderung orientierte Drogenpolitik und die Abschaffung der Ausweisung und Abschiebung von straff&auml;llig gewordenen Menschen, die hier ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben, haben wir immer wieder thematisiert. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Es gibt eine ganze Reihe anderer ehemaliger Gefangener, die auf &auml;hnliche Weise versuchen, ihr Wissen aus eigener Erfahrung &uuml;ber die Unsinnigkeit der Gef&auml;ngnisstrafe umzusetzen. All diese Aktivit&auml;ten sind ohne institutionelles Echo: Haftentlassene sind mehr oder weniger Objekte von Hilfsangeboten und Kontrollbem&uuml;hungen. Ihre Partizipation in der Auseinandersetzung mit dem Strafvollzug und der Kriminalpr&auml;vention ist nicht wirklich gefragt. Gut dotierte Stellen bekommen sie nicht angeboten &ndash; die bleiben denen vorbehalten, die f&uuml;r das &bdquo;weiter-so&ldquo; stehen. <\/span><\/p>\n<h5><span id=\"iii-zu-den-haftfolgen\"><span class=\"apple-style-span\">III.&nbsp;&nbsp; <\/span>Zu den Haftfolgen<\/span><\/h5>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Michael Walter<\/span>, Autor eines Standardwerks &uuml;ber den Strafvollzug, nennt als wichtigste Entscheidung des Gesetzgebers bei der Verabschiedung des Strafvollzugsgesetzes im Jahre 1977 &bdquo;die Bef&ouml;rderung der Resozialisierung zur ma&szlig;geblichen Gestaltungs- und Arbeitsperspektive f&uuml;r die Vollzugspraxis&ldquo;.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn228\" name=\"_ftnref228\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[225]<\/span><\/a> Der Gesetzgeber kann das nicht so sehr ernst gemeint haben, wie es der engagierte Kriminologe aufgenommen hat. Denn noch im Jahr 2006 mussten die Forscher im Zweiten Periodischen Sicherheitsbericht, der von den Bundesministerien des Innern und der Justiz in Auftrag gegeben worden war, feststellen, dass in keiner Statistik erfasst wird, in welchem Ma&szlig; dieses Resozialisierungsziel des Strafvollzugs erreicht worden ist. &bdquo;Die Rechtspflegestatistiken informieren nur &uuml;ber Vorstrafen, nicht &uuml;ber die R&uuml;ckf&auml;lligkeit.&ldquo;<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn229\" name=\"_ftnref229\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[226]<\/span><\/a> Die Ergebnisse einer R&uuml;ckfallstudie sind laut diesem Periodischen Sicherheitsbericht: Die R&uuml;ckfallquoten im Allgemeinen sind geringer als angenommen. Nur von einem Drittel aller Verurteilten wird eine erneute Straff&auml;lligkeit bekannt. Am h&ouml;chsten sind die R&uuml;ckfallquoten bei Jugendhaftstrafen ohne Bew&auml;hrung und beim Jugendarrest. Wegen wahrscheinlicher Selektionseffekte k&ouml;nne aber die Rolle der Haftstrafe beim Zustandekommen der R&uuml;ckf&auml;lligkeit nicht genau bestimmt werden.<\/p>\n<p>In Nordrhein-Westfalen gibt es wie in allen anderen Bundesl&auml;ndern gezielte Bem&uuml;hungen, durch Bildung und Ausbildung von jugendlichen Gefangenen und ihrer Betreuung &uuml;ber die Haft hinaus, die R&uuml;ckfallquoten zu senken.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn230\" name=\"_ftnref230\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[227]<\/span><\/a> Ein Hinweis darauf, was getan werden k&ouml;nnte, wenn mehr Geld und mehr qualifiziertes Personal f&uuml;r das vorhanden w&auml;re, was die Autoren des Strafvollzugsgesetzes sich in den 1970er Jahren unter Resozialisierung vorstellten. Dazu geh&ouml;rte auch, dass der Offene Vollzug zum Regelvollzug werden sollte. <i>Harald Preusker<\/i>, fr&uuml;her im s&auml;chsischen Justizministerium f&uuml;r den Strafvollzug zust&auml;ndig, hat dazu erkl&auml;rt, dass es heute nicht mehr m&ouml;glich sei, ein Strafvollzugsgesetz wie das von 1977 durch den Bundestag zu bekommen. Aber auch die Entlassungsrealit&auml;t vieler Gefangener ist weit von den Vorgaben eines &bdquo;modernen Behandlungsvollzugs&ldquo; entfernt. Es finden Entlassungen ohne Entlassungsvorbereitung statt, es finden Entlassungen in die Arbeitslosigkeit statt und Entlassungen in die Obdachlosigkeit.<\/p>\n<p>&Uuml;ber die inneren Zust&auml;nde in den Justizvollzugsanstalten geben nicht nur die Studien &uuml;ber Gewalt unter Gefangenen Auskunft, sondern auch die Krankenst&auml;nde bei den Bediensteten. Laut Anstaltsleiter <i>Wingerten<\/i> lag z.B. der Krankenstand in der JVA Gelsenkirchen bei 20 Prozent.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn231\" name=\"_ftnref231\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[228]<\/span><\/a><\/p>\n<h5><span id=\"1-tod-im-gefaengnis\"><span class=\"apple-style-span\">1.&nbsp;&nbsp; <\/span>Tod im Gef&auml;ngnis<\/span><\/h5>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Bevor ich verschiedene weitere Aspekte der Probleme, die Haftentlassene haben, diskutiere, m&ouml;chte ich daran erinnern, dass im Gef&auml;ngnis &ndash; wie in allen anderen Bereichen der Gesellschaft &ndash; Menschen sterben, durch die eigenen H&auml;nde, infolge von Gewalt durch andere, durch Unf&auml;lle und Krankheiten. Statistiken dazu konnte ich nicht finden. Obwohl es einfach sein sollte, sie zu erstellen, denn jeder Todesfall im Strafvollzug muss der Staatsanwaltschaft gemeldet werden. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Es ist anzunehmen, dass die Justizvollzugsanstalten bem&uuml;ht sind, Gefangenen, die nicht mehr lange zu leben haben, auf dem Wege der Haftverschonung zu erm&ouml;glichen, au&szlig;erhalb der Gef&auml;ngnisse zu sterben. Aber es gibt auch <\/span>Gefangene, die sterben an Altersschw&auml;che in Haft. Im Jahr 2008 ist der wegen der Ermordung von vier Frauen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilte Heinrich Pommerenke nach 49 Jahren Haft im Alter von 79 Jahren im Gef&auml;ngniskrankenhaus Hohenasperg verstorben. Heinrich Pommerenke war so lange wie kein anderer T&auml;ter in Deutschland in Haft.<\/p>\n<p>Daten zu den Suiziden in deutschen Haftanstalten werden vom kriminologischen Dienst im Bildungsinstitut des nieders&auml;chsischen Justizvollzuges gesammelt, ausgewertet und ver&ouml;ffentlicht.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn232\" name=\"_ftnref232\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[229]<\/span><\/a> <span class=\"apple-style-span\"><\/span><\/p>\n<p>Die Forschungen &uuml;ber Selbstt&ouml;tungen in Haft sind bisher nicht zu einer Antwort auf die Frage gekommen, in welchem Umfang die Haft selbst als Suizidrisikofaktor zu betrachten ist. L&auml;nder&uuml;bergreifend scheint festzustehen, dass die Haupttodesursache von Gefangenen die Selbstt&ouml;tung ist und dass deren Rate um ein Mehrfaches h&ouml;her ist als bei der allgemeinen Bev&ouml;lkerung.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn233\" name=\"_ftnref233\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[230]<\/span><\/a><\/p>\n<h5><span id=\"2-maenner-werden-entlassen\"><span class=\"apple-style-span\">2.&nbsp;&nbsp; <\/span>M&auml;nner werden entlassen<\/span><\/h5>\n<p><span class=\"apple-style-span\">In den 200 deutschen Gef&auml;ngnissen mit ihren rund 80.000 Haftpl&auml;tzen sind 96% aller Gefangenen m&auml;nnlichen Geschlechts. Wer zu diesem Ph&auml;nomen in den kriminologischen Handb&uuml;chern und Lexika Artikel sucht, findet zwar Stichworte wie Ausl&auml;nderkriminalit&auml;t, Kinderkriminalit&auml;t, Jugendkriminalit&auml;t, Frauenkriminalit&auml;t, seit neuestem auch Seniorenkriminalit&auml;t, aber nicht das Thema M&auml;nnerkriminalit&auml;t. Aus der Perspektive kritischer M&auml;nnerforschung reflektiert dieser blinde Fleck den<\/span> systematischen Ausschluss von Frauen aus der Forschung in den Universit&auml;ten bis in die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts hinein.<\/p>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Angesichts dieser Zahlen &ndash; 4% weibliche und 96% m&auml;nnliche Gefangene &ndash; liegt auf der Hand, dass das Geschlecht von M&auml;nnern bei ihrer Kriminalisierung eine bedeutende Rolle spielt. &Uuml;brigens genauso wie an der Spitze der gesellschaftlichen Hierarchie in den Vorst&auml;nden von Banken, Industrie- und Handels- und Dienstleistungskonzernen, wo die M&auml;nner nahezu unter sich sind. Beide Gruppen, die Gefangenen und die Konzernvorst&auml;nde, rekrutieren sich aus extrem unterschiedlichen sozialen Schichten. <\/span><\/p>\n<p>Mit&nbsp; solchen Differenzierungen unter M&auml;nnern hat sich die transsexuelle australische Soziologin <i>Raewyn Connell<\/i> befasst, und zu ihrem besseren Verst&auml;ndnis u.a. die Begriffe hegemoniale und marginalisierte M&auml;nnlichkeiten eingef&uuml;hrt.<\/p>\n<p>Ihre Definition von hegemonialer M&auml;nnlichkeit aus der Zeit, als sie noch Robert hie&szlig;: &bdquo; (&hellip;) jene Konfiguration geschlechtsbezogener Praxis(&#8230;), welche die momentan akzeptierte Antwort auf das Legitimationsproblem des Patriarchats verk&ouml;rpert und die Dominanz der M&auml;nner sowie die Unterordnung der Frauen gew&auml;hrleistet.&ldquo;<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn234\" name=\"_ftnref234\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[231]<\/span><\/a> Marginalisierte M&auml;nnlichkeiten rekrutieren sich aus den Angeh&ouml;rigen der Unterschicht und aus den Reihen ethnischer Minderheiten. Beide sind bekanntlich in den Gef&auml;ngnissen &uuml;berrepr&auml;sentiert.<\/p>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Im Anschluss an <i>Connell<\/i> und <i>Elijah Andersons<\/i> Studie &bdquo;Code of the streets&ldquo;<\/span><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn235\" name=\"_ftnref235\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[232]<\/span><\/a><span class=\"apple-style-span\"> hat sich in der Bundesrepublik besonders <i>Joachim Kersten<\/i><\/span><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn236\" name=\"_ftnref236\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[233]<\/span><\/a><span class=\"apple-style-span\"> bem&uuml;ht, den Zusammenhang von Geschlecht und Kriminalisierung zu verstehen und &ouml;ffentlich zu diskutieren. Er kritisiert die Geschlechtsblindheit der Kriminalit&auml;tstheorien und empfiehlt in den strafbaren Handlungen auch Bem&uuml;hungen zur &bdquo;Bewerkstelligung von Geschlecht&ldquo;, zur Entwicklung von M&auml;nnlichkeit zu sehen. Das, was erwachsene M&auml;nner in einer Gesellschaft zu leisten haben, f&uuml;r Nachwuchs zu sorgen, die Familie zu sch&uuml;tzen und sie zu ern&auml;hren, finde sich auch in <\/span>Ern&auml;hrer-, Besch&uuml;tzer- und Erzeugerm&auml;nnlichkeiten.<span class=\"apple-style-span\"><\/span><\/p>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Mir ist nicht bekannt, ob es Justizvollzugsanstalten gibt, in denen mit Gefangenen aus dieser Perspektive versucht wird, einen Zugang zum Verstehen ihrer strafbaren Handlungen zu finden. Immerhin zeigen die Einf&uuml;hrung von Langzeitbesuchszellen und die Durchf&uuml;hrung von Partnerseminaren und Paargruppen in vielen Strafanstalten, dass die Sexualit&auml;t nicht mehr g&auml;nzlich tabuisiert wird.<\/span><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn237\" name=\"_ftnref237\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[234]<\/span><\/a><span class=\"apple-style-span\"> <\/span><\/p>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Jugendliche und Heranwachsende, die noch nie die M&ouml;glichkeit hatten, Liebe zu erleben, weil sie zu oft und zu lange eingesperrt waren, k&ouml;nnen gar nicht anders, als labile Identit&auml;ten zu entwickeln. Auch bei vielen Erwachsenen im M&auml;nnerstrafvollzug kann man feststellen, dass sie regredieren und sozusagen j&uuml;nger, infantilisiert aus der Haft rauskommen, als sie reingekommen sind. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Ohne einen Begriff von der Bedeutung der eigenen M&auml;nnlichkeit aus dem Gef&auml;ngnis entlassen zu werden, f&uuml;hrt mit Sicherheit zum Scheitern damit, einen selbstbestimmten Weg in neues Leben zu finden. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Die Diskussion &uuml;ber die Funktion des Gef&auml;ngnisses f&uuml;r eine vom Patriarchat dominierte Gesellschaft hat noch gar nicht begonnen. <\/span><\/p>\n<h5><span id=\"3-drogensuechtige-werden-entlassen\"><span class=\"apple-style-span\">3.&nbsp;&nbsp; <\/span>Drogen&shy;s&uuml;ch&shy;tige werden entlassen<\/span><\/h5>\n<p><span class=\"apple-style-span\">In den Gef&auml;ngnissen sitzen nur ca. 15% der Gefangenen wegen einer Verurteilung nach dem Bet&auml;ubungsmittelgesetz. Wer mit den Sozialarbeitern in den Haftanstalten &uuml;ber die Suchtproblematiken der Inhaftierten spricht, h&ouml;rt ganz andere Zahlen. Danach sind in den Jugendabteilungen 50% und in den Frauenh&auml;usern sogar 70% aller Inhaftierten als s&uuml;chtig einzustufen. Der verstorbene Leiter der JVA K&ouml;ln Ossendorf, <i>J&ouml;rn Foegen<\/i>, sprach das immer wieder &ouml;ffentlich an, indem er die rhetorisch gemeinte Frage stellte, ob er Klinikdirektor oder Gef&auml;ngnisdirektor sei. F&uuml;r ihn war ausgemacht, dass eine an Leidverminderung orientierte Drogenpolitik dazu f&uuml;hren k&ouml;nnte, dass er ein Drittel aller Zellen dicht machen k&ouml;nnte, weil sie &uuml;berfl&uuml;ssig geworden w&auml;ren. Seine Feststellung, dass die Drogens&uuml;chtigen als Kranke wahrgenommen werden m&uuml;ssen und nicht ins Gef&auml;ngnis geh&ouml;rten, blieb folgenlos.<\/span><\/p>\n<p>Nur hin und wieder traut sich auch ein Politiker diese Erfahrungen der Praktiker aufzugreifen und eine Entkriminalisierung des Drogenkonsums zu verlangen. Eine j&uuml;ngste derartige &Auml;u&szlig;erung war von <i>Tom K&ouml;nigs<\/i> in der Frankfurter Rundschau zu lesen. Er schloss seinen Beitrag mit den Worten: &bdquo;Die Konsequenzen der Drogenbek&auml;mpfung sind gef&auml;hrlicher als die Drogen selbst. &hellip; Nach Jahrzehnten erfolgloser Drogenpolitik ist radikales Umdenken n&ouml;tig.&ldquo;<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn238\" name=\"_ftnref238\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[235]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Als einen Schritt in diese Richtung kann die Zulassung von Heroin als Medikament f&uuml;r Schwerstabh&auml;ngige bezeichnet werden, die der Bundestag im Sommer 2010 beschlossen hat. Dem war ein f&uuml;nfj&auml;hriger Modellversuch in mehreren Gro&szlig;st&auml;dten vorausgegangen, in denen sich &auml;ltere Erfahrungen aus der Schweiz best&auml;tigten: Heroinabh&auml;ngige, die mit Methadon und anderen Ersatzdrogen nicht zu erreichen waren, konnten erfolgreich mit Heroin behandelt werden: Ihr Gesundheitszustand stabilisierte sich und die Beschaffungskriminalit&auml;t er&uuml;brigte sich.<\/p>\n<p>F&uuml;r die Bem&uuml;hungen, die Ausbreitung von AIDS und anderen Krankheiten zu stoppen und das Leid der Drogens&uuml;chtigen zu mildern, stehen die Europ&auml;ischen Konferenzen zur Gesundheitsf&ouml;rderung in Haft, die seit 2004 alle zwei Jahre von akzept e.V., der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. und dem wissenschaftlichen Institut der &Auml;rzte Deutschlands e.V. veranstaltet und dokumentiert werden.<\/p>\n<p>Auch 2009 wurden wie in den Jahren davor fast 1.500 Drogentote gez&auml;hlt, die meisten von ihnen waren Heroinabh&auml;ngige. Die Deutsche AIDS-Hilfe in einer Presseerkl&auml;rung vom 13.09.2010 zum Thema &bdquo;Drogentod nach Haftentlassung&ldquo;:<\/p>\n<p>&bdquo;Kriminalpolizeiliche Daten und Daten aus Drogenkonsumr&auml;umen zeigen deutlich, dass Drogengebraucher nach Haftentlassung besonders gef&auml;hrdet sind, an einer &Uuml;berdosis zu sterben. Die WHO geht von einem mehr als 100fach erh&ouml;hten Sterberisiko f&uuml;r drogenabh&auml;ngige, r&uuml;ckf&auml;llige gewordene Haftentlassene in den ersten Wochen nach Haftentlassung aus. Diese Sterbef&auml;lle kommen durch unbeabsichtigte &Uuml;berdosierungen zustande &ndash; t&ouml;dliche Unf&auml;lle, die vermeidbar sind.&ldquo;<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn239\" name=\"_ftnref239\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[236]<\/span><\/a><span class=\"apple-style-span\"><\/span><\/p>\n<h5><span id=\"4-auslaender-werden-entlassen\"><span class=\"apple-style-span\">4.&nbsp;&nbsp; <\/span>Ausl&auml;nder werden entlassen<\/span><\/h5>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Gefangene werden aus ganz unterschiedlichen Einrichtungen entlassen: dem geschlossenen Strafvollzug, dem offenen Vollzug, der Untersuchungshaft, dem Jugendstrafvollzug (27 Jugendstrafanstalten mit 7.000 Inhaftierten), dem Ma&szlig;regelvollzug (74 Einrichtungen mit ca. 10.000 Gefangenen), der Sicherungsverwahrung, aus Sozialtherapeutischen Anstalten und aus der Abschiebehaft. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Manche werden nicht entlassen, sondern abgeschoben. In der Bundesrepublik wird abgeschoben, wer mindestens zu zwei Jahren Freiheitsstrafe wegen Verst&ouml;&szlig;en gegen das Bet&auml;ubungsmittelgesetz oder zu mehr als drei Jahren Freiheitsstrafe wegen anderer Delikte verurteilt worden ist. Mir war es nicht m&ouml;glich herauszufinden, wie viele Gefangene infolge ihrer Verurteilung jedes Jahr ausgewiesen und abgeschoben werden. Es scheint dazu keine zug&auml;ngliche Statistik zu geben. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Daf&uuml;r kann man immer mal wieder in den Medien lesen, dass sich &uuml;ber zwei Drittel der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler aller Parteien in diesem Punkt einig sind: Die Abschiebung von straff&auml;llig geworden Ausl&auml;ndern ist richtig. F&uuml;r sie ist Straff&auml;lligkeit quasi zu einer Ausl&auml;ndereigenschaft geworden und die Beseitigung dieser Ausl&auml;nder die angemessene Konsequenz. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Immerhin liegen mit den beiden Periodischen Sicherheitsberichten, die von den Bundesministerien des Innern und der Justiz herausgeben wurden, eine amtliche Schrift vor, in der das Thema &bdquo;Ausl&auml;nderkriminalit&auml;t&ldquo; im Kontext der Migration und der dazu erlassenen Gesetze analysiert wird: &bdquo;Insofern die Deliktbegehung stark mit dem Aufenthaltsstatus und dessen Folgen f&uuml;r die Integrationschancen zusammenh&auml;ngt, ist Pr&auml;vention vor allem durch Integration und dabei f&uuml;r die 2. und 3. Generation mittels Bildungsf&ouml;rderung zu erreichen.&ldquo;<\/span><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn240\" name=\"_ftnref240\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[237]<\/span><\/a><span class=\"apple-style-span\"><\/span><\/p>\n<h5><span id=\"iv-folgerungen\"><span class=\"apple-style-span\">IV.&nbsp; <\/span>Folgerungen<\/span><\/h5>\n<h5><span id=\"1-hinsichtlich-der-haftbedingungen\"><span class=\"apple-style-span\">1.&nbsp;&nbsp; <\/span>Hinsicht&shy;lich der Haftbe&shy;din&shy;gungen<\/span><\/h5>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Wir brauchen in der Bundesrepublik eine &ouml;ffentliche Debatte &uuml;ber die Haftbedingungen, &uuml;ber die Unterbringung in Zellen. Die Debatte um die K&auml;fighaltung von H&uuml;hnern in den Legebatterien ist weiter und &ouml;ffentlicher als die Tatsache, dass Menschen in Zellen festgehalten werden. Es kann nicht sein, dass Menschen, die sich neu orientieren sollen, weil sie falsch gehandelt haben, in R&auml;umen untergebracht werden, die in der Kaiserzeit zur Unterwerfung der Untertanen gebaut worden sind. Wenn &uuml;berhaupt Behandlung gelingen soll, dann in offenen Formen. Wie die Todesstrafe und die Folter, so sollten die Gef&auml;ngniszellen ge&auml;chtet und abgeschafft werden. <\/span><\/p>\n<h5><span id=\"2-hinsichtlich-der-zusammensetzung-der-gefangenen-aus-angehoerigen-der-unterschichten\"><span class=\"apple-style-span\">2.&nbsp;&nbsp; <\/span>Hinsicht&shy;lich der Zusam&shy;men&shy;set&shy;zung der Gefangenen aus Angeh&ouml;rigen der Unter&shy;schichten <\/span><\/h5>\n<p><span class=\"apple-style-span\">Am Ende seiner Studie &bdquo;Elend hinter Gittern&ldquo; stellt <i>Lo&iuml;c Wacquant <\/i>fest: &bdquo;Europa steht heute vor einer historischen Entscheidung: Wegschluss der Armen und polizeiliche und strafrechtliche Kontrolle der von den Umw&auml;lzungen auf dem Arbeitsmarkt und dem entsprechenden Abbau sozialer Schutzma&szlig;nahmen destabilisierten Bev&ouml;lkerungsschichten einerseits, (&hellip;) offensive Wiederherstellung der sozialen Leistungsf&auml;higkeit des Staates andererseits.&ldquo;<\/span><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn241\" name=\"_ftnref241\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[238]<\/span><\/a><span class=\"apple-style-span\"><\/span><\/p>\n<h5><span id=\"3-hinsichtlich-der-gefaengnisse-ueberhaupt\"><span class=\"apple-style-span\">3.&nbsp;&nbsp; <\/span>Hinsicht&shy;lich der Gef&auml;ngnisse &uuml;berhaupt<\/span><\/h5>\n<p><span class=\"longtext\">Der Qu&auml;ker-Ausschuss f&uuml;r Gef&auml;ngnisse und Justiz in Kanada begann in den 1970er Jahren Aufkl&auml;rungskampagnen f&uuml;r die Abschaffung der Gef&auml;ngnisse. Dies f&uuml;hrte 1981 zur folgenden amtlichen Erkl&auml;rung kanadischer Qu&auml;ker:<\/span><\/p>\n<p>&bdquo;<span class=\"longtext\">Das Gef&auml;ngnis ist sowohl Ursache als auch Folge von Gewalt und sozialer Ungerechtigkeit. Im Laufe der Geschichte waren die meisten der Gefangenen machtlos und unterdr&uuml;ckt gewesen. Wir sehen immer deutlicher, dass die Inhaftierung von Menschen genauso unmoralisch ist wie ihre Versklavung. Sie ist genauso destruktiv f&uuml;r die Bewacher wie f&uuml;r die Gefangenen.&ldquo;<\/span><\/p>\n<p><span class=\"longtext\">Im Jahr 1982 begannen die Planungen f&uuml;r die erste Internationale Konferenz zur Abschaffung der Gef&auml;ngnisse (ICOPA, <\/span><span class=\"apple-style-span\">International Conference on Penal\/Prison Abolition)<\/span><span class=\"longtext\">. Sie fand 1983 in Toronto statt. 2010 kam es zur 12. Konferenz in Irland.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref221\" name=\"_ftn221\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">*<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Klaus J&uuml;nschke<\/i> ist im Vorstand des K&ouml;lner Appell gegen Rassismus e.V. und im Beirat der Justizvollzugsanstalt K&ouml;ln-Ossendorf.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref222\" name=\"_ftn222\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[219]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Goffman<\/i>, Stigma. &Uuml;ber Techniken der Bew&auml;ltigung besch&auml;digter Identit&auml;t. 1980, S.&nbsp;172.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref223\" name=\"_ftn223\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[220]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/kulturzeit\/themen\/147011\/index.html\" rel=\"nofollow noopener\">http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/kulturzeit\/themen\/147011\/index.html<\/a> [20.2.2011].<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref224\" name=\"_ftn224\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[221]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Hassemer<\/i>, Die neue Lust auf Strafe, Frankfurter Rundschau vom 15.01.2001.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref225\" name=\"_ftn225\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[222]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Sack<\/i>, in: Schweizerischer Nationalfonds, Programmabteilung NFP 40 (Hrsg.), Gewaltt&auml;tige Jugend &ndash; ein Mythos? Bulletin Nr. 4, 1999, S.&nbsp;5&ndash;36.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref226\" name=\"_ftn226\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[223]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Schr&ouml;der<\/i>, Psychische Erkrankungen bei m&auml;nnlichen Gefangenen im geschlossenen Vollzug, 2005.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref227\" name=\"_ftn227\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[224]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; www.jugendliche-in-haft.de [20.2.2011]<span class=\"apple-style-span\">.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref228\" name=\"_ftn228\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[225]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Walter<\/i>, Strafvollzug, 2.&nbsp;Aufl. 1999, S.&nbsp;89.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref229\" name=\"_ftn229\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[226]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Bundesministerium des Innern\/Bundesministerium der Justiz (Hrsg.), Zweiter Periodischer Sicherheitsbericht, 2006, S.&nbsp;640.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref230\" name=\"_ftn230\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[227]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. www.mabis-net.de [20.2.2011].<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref231\" name=\"_ftn231\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[228]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Bucek<\/i>, Der neue Folterskandal, Der Westen vom 29.12.2008, abrufbar unter:<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/waz\/rhein-ruhr\/Der-neue-Folter-Skandal-id1160658.html\" rel=\"nofollow noopener\">http:\/\/www.derwesten.de\/waz\/rhein-ruhr\/Der-neue-Folter-Skandal-id1160658.html<\/a> [20.2.2011].<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref232\" name=\"_ftn232\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[229]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"http:\/\/prisonportal.informatik.uni-bremen.de\/knowledge\/index.php\/Suizide_in_Haft_2000-2005\" rel=\"nofollow noopener\">http:\/\/prisonportal.informatik.uni-bremen.de\/knowledge\/index.php\/Suizide_in_Haft_2000-2005<\/a> [20.2.2011].<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref233\" name=\"_ftn233\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[230]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Konrad<\/i> Schweiz Arch Neurol Psychiatr 153 (2002), 131-136.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref234\" name=\"_ftn234\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[231]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Connell<\/i>, Der gemachte Mann. Konstruktion und Krise von M&auml;nnlichkeiten, 1999, S.&nbsp;98.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref235\" name=\"_ftn235\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[232]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Anderson<\/i>, Code of the streets, 1999.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref236\" name=\"_ftn236\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[233]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Kersten<\/i> Aus Politik und Zeitgeschichte B 44\/2002, 14&nbsp;ff.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref237\" name=\"_ftn237\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[234]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Bundesarbeitsgemeinschaft f&uuml;r Straff&auml;lligenhilfe e.V. (Hrsg.), Arbeit mit Angeh&ouml;rigen Inhaftierter, 2010.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref238\" name=\"_ftn238\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[235]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Koenigs<\/i>, Krieg gegen Drogen ist gescheitert, Frankfurter Rundschau vom 7.11.2010.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref239\" name=\"_ftn239\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[236]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; S. Pressemitteilung der Deutschen AIDS-Hilfe, Drogentod nach Haftentlassung, <a href=\"http:\/\/www.aidshilfe.de\/aktuelles\/meldungen\/pressemitteilung-drogentod-nach-haftentlassung\" rel=\"nofollow noopener\">http:\/\/www.aidshilfe.de\/aktuelles\/meldungen\/pressemitteilung-drogentod-nach-haftentlassung<\/a> [20.2.2011].<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref240\" name=\"_ftn240\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[237]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Bundesministerium des Innern\/Bundesministerium der Justiz (Hrsg.), Zweiter Periodischer Sicherheitsbericht, 2006, S.&nbsp;411.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref241\" name=\"_ftn241\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[238]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Wacquant<\/i>, Elend hinter Gittern, 2000.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[66],"tags":[],"class_list":["post-7067","thema","type-thema","status-publish","hentry","category-strafvollzug-2010"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Exklusion durch Strafvollzug - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/exklusion-durch-strafvollzug-1\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Exklusion durch Strafvollzug - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Aus: Jens Puschke (Hrsg.), Strafvollzug in Deutschland. Strukturelle Defizite, Reformbedarf und Alternativen, S. 63-74 I.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vorbemerkungen Das, was Gefangene verbindet, was ihnen gemeinsam ist, sind keine pers&ouml;nlichen Eigenschaften, mit deren Hilfe man sie von den Menschen unterscheiden k&ouml;nnte, die nicht straff&auml;llig geworden sind. 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