{"id":7071,"date":"2011-03-30T12:48:00","date_gmt":"2011-03-30T10:48:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/gewalt-im-strafvollzug-1\/"},"modified":"2021-08-31T10:13:18","modified_gmt":"2021-08-31T08:13:18","slug":"gewalt-im-strafvollzug-1","status":"publish","type":"thema","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/gewalt-im-strafvollzug-1\/","title":{"rendered":"Gewalt im Strafvollzug"},"content":{"rendered":"<p>Aus: Jens Puschke (Hrsg.), Strafvollzug in Deutschland. Strukturelle Defizite, Reformbedarf und Alternativen, S. 105-134<\/p>\n<h5><span id=\"i-einstieg-wahrnehmung-von-gewalt-im-strafvollzug\">I.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Einstieg: Wahrnehmung von Gewalt im Straf&shy;vollzug<\/span><\/h5>\n<p>Wer sich heutzutage mit dem Thema Gewalt im Strafvollzug besch&auml;ftigt, f&uuml;r den liegt es nahe, zum Einstieg den St&auml;dtenamen &bdquo;Siegburg&ldquo; zu erw&auml;hnen (und indem ich dies erw&auml;hne, passiert dies nat&uuml;rlich auch in diesem Beitrag). &bdquo;Siegburg&ldquo; ist dabei das Synonym f&uuml;r den H&auml;ftlingsmord, der sich in der in dieser Stadt gelegenen Justizvollzugsanstalt in der Nacht vom 11. auf den 12. November 2006 ereignet hat.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn275\" name=\"_ftnref275\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[268]<\/span><\/a> &bdquo;Siegburg&ldquo; steht f&uuml;r das Martyrium eines jungen Menschen unter staatlicher Verantwortung, den &ndash; nicht auf den ersten Blick nachvollziehbare Gr&uuml;nde &ndash; zu einem Gefangenen im Jugendstrafvollzug gemacht haben und den seine Mitgefangenen &uuml;ber Stunden auf menschenverachtende Weise gedem&uuml;tigt, gequ&auml;lt, verletzt und misshandelt haben, bis er schlie&szlig;lich daran starb. Die ihm zugef&uuml;gten Verletzungen k&ouml;rperlicher und seelischer Art wurden ihm zwar von den Mitgefangenen zugef&uuml;gt, waren jedoch beg&uuml;nstigt durch ein Versagen der Aufsicht. Nicht zu Unrecht hat sich die Frage nach einer Mitverantwortung der diensthabenden Mitarbeiter und &ndash; im eher moralischen Sinne &ndash; des (Jugend-) Strafvollzugssystems als solchem gestellt.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn276\" name=\"_ftnref276\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[269]<\/span><\/a><\/p>\n<p>&bdquo;Siegburg&ldquo; ist dabei zweierlei zugleich: sowohl ein in seiner Brutalit&auml;t und den Folgen herausragendes Einzelereignis &ndash; als auch eine Chiffre f&uuml;r die Normalit&auml;t, die Allt&auml;glichkeit und die Unentrinnbarkeit der gewalthaltigen Verh&auml;ltnisse in geschlossenen Einrichtungen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn277\" name=\"_ftnref277\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[270]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Bleiben wir &ndash;&nbsp;bevor wir zu den Fragen kommen, wie au&szlig;ergew&ouml;hnlich &bdquo;Siegburg&ldquo; und wie typisch &bdquo;Siegburg&ldquo; f&uuml;r die Verh&auml;ltnisse und Vers&auml;umnisse im (Jugend-) Strafvollzug war und ist&nbsp;&ndash; zun&auml;chst im Jahr 2006: Eines gab es in der Tat, was an &bdquo;Siegburg&ldquo; au&szlig;ergew&ouml;hnlich, ja geradezu einzigartig war, und das ist das Ma&szlig; an &ouml;ffentlicher Aufmerksamkeit und die St&auml;rke seines <i>Impacts<\/i> auf die politischen Diskussionen und gesetzgeberischen Prozesse.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn278\" name=\"_ftnref278\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[271]<\/span><\/a> &bdquo;Siegburg&ldquo; war in aller Munde, in allen Zeitungen und in allen Nachrichtensendungen. &bdquo;Siegburg&ldquo; f&uuml;hrte zur Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn279\" name=\"_ftnref279\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[272]<\/span><\/a> und h&auml;tte beinahe der damaligen Justizministerin in Nordrhein-Westfalen das Amt gekostet. Noch am 29. November 2006 hatte diese eine Expertenkommission unter Leitung des ehemaligen Berliner Innensenators Eckart Werthebach<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn280\" name=\"_ftnref280\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[273]<\/span><\/a> einberufen und ihr den Auftrag erteilt, die vollzuglichen Rahmenbedingungen zun&auml;chst der Jugendstrafanstalten und sodann aller anderen Justizvollzugsanstalten des Landes Nordrhein-Westfalen unter dem Gesichtspunkt m&ouml;glicher Ursachen f&uuml;r Gewalt und Gewalt beg&uuml;nstigende Faktoren zu untersuchen und Ma&szlig;nahmen zur Gewaltpr&auml;vention zu entwickeln.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn281\" name=\"_ftnref281\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[274]<\/span><\/a> Und die Vermutung liegt nahe, dass &bdquo;Siegburg&ldquo; auch erheblichen Einfluss auf die nun g&uuml;ltigen Jugendstrafvollzugsgesetze genommen hat, insbesondere dort, wo es um die Gr&ouml;&szlig;e der Wohngruppen und die Art der (Einzel- oder Mehrfach-) Unterbringung geht. Und vermutlich &uuml;bt &bdquo;Siegburg&ldquo; bis heute einen diskreten, aber nachhaltigen Einfluss auf die Praxis der Vollzugsgestaltung aus.<\/p>\n<p>Freilich waren diese <i>Folgen<\/i> von &bdquo;Siegburg&ldquo; einzigartig &ndash; das Ereignis selbst kann zwar als herausragend, ungew&ouml;hnlich oder besonders, als Einzelfall, aber eben nicht als einzig bezeichnet werden. Es war nicht der erste derartige Vorfall, denn nur wenige Jahre zuvor hat es einen ganz &auml;hnlich gelagerten &bdquo;Foltermord&ldquo; in der th&uuml;ringischen Jugendstrafanstalt Ichtershausen gegeben.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn282\" name=\"_ftnref282\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[275]<\/span><\/a> Die Resonanz in der &Ouml;ffentlichkeit war weniger als m&auml;&szlig;ig, die politischen Auswirkungen ausgesprochen &uuml;berschaubar, nicht mal einen Untersuchungsausschuss hat das th&uuml;ringische Landesparlament eingesetzt.<\/p>\n<p>Was hat den Unterschied ausgemacht? &bdquo;Siegburg&ldquo; fiel in eine f&uuml;r den Jugendstrafvollzug entscheidende Zeit. Die Aufmerksamkeit f&uuml;r die Thematik Jugendstrafvollzug war schon hoch, und die M&ouml;glichkeit politische Folgen zu erzielen durch die noch im Flusse befindlichen Prozesse war besonders ausgepr&auml;gt. Am 31.&nbsp;Mai&nbsp;2006 hatte das Bundesverfassungsgericht<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn283\" name=\"_ftnref283\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[276]<\/span><\/a> die bis dahin allein auf die &bdquo;Verwaltungsvorschrift Jugendstrafvollzug&ldquo; (VVJug) gest&uuml;tzte Praxis des Jugendstrafvollzuges<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn284\" name=\"_ftnref284\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[277]<\/span><\/a> f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt und dem Gesetzgeber eine Frist bis zum Ende des Jahres 2007 gesetzt, um eine ordnungsgem&auml;&szlig;e gesetzliche Grundlage zu schaffen. Nur wenige Wochen sp&auml;ter &uuml;bertrug der Bundesgesetzgeber die Kompetenz f&uuml;r die gesetzliche Regelung des Strafvollzugs auf die Bundesl&auml;nder.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn285\" name=\"_ftnref285\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[278]<\/span><\/a> Dies war Teil der Einigung &uuml;ber die sog. F&ouml;deralismusreform, mit der die Gesetzgebungskompetenzen von Bund und L&auml;ndern entflochten und das Gesetzgebungsverfahren vereinfacht werden sollten. Trotz einhelligen Widerspruchs der Fachwelt zu diesem Punkt<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn286\" name=\"_ftnref286\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[279]<\/span><\/a> verabschiedete der Bundestag die Gesetze zur F&ouml;deralismusreform am 30.06.2006.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn287\" name=\"_ftnref287\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[280]<\/span><\/a> F&uuml;r die Umsetzung des BVerfG-Urteils sind seither die Bundesl&auml;nder zust&auml;ndig.<\/p>\n<p>Beides &ndash; zusammengenommen mit den permanenten Reizthemen Jugendkriminalit&auml;t und Jugendstrafrecht &ndash; f&uuml;hrte dazu, dass sich &bdquo;Siegburg&ldquo; ereignete, als in allen Bundesl&auml;ndern gerade die Gesetzgebungsverfahren und die damit verbundenen politischen Diskussionen stattfanden und nachdem die Aufmerksamkeit bereits durch die F&ouml;deralismusreform und die Nachricht von dem Bundesverfassungsgerichtsurteil besonders sensibel war.<\/p>\n<h5><span id=\"ii-gewalt-und-subkultur-in-totalen-institutionen\">II.&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gewalt und Subkultur in &bdquo;Totalen Insti&shy;tu&shy;ti&shy;onen&ldquo;<\/span><\/h5>\n<p>Dass geschlossene Institutionen Subkultur und ein Klima erh&ouml;hter Gewalt mit sich bringen, ist keine neue Beobachtung, sondern schon seit langem Gegenstand sozialwissenschaftlicher Er&ouml;rterungen. <i>Goffman<\/i> hatte hierf&uuml;r bereits Anfang der 1970er Jahre das Schlagwort der &bdquo;Totalen Institution&ldquo; gepr&auml;gt.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn288\" name=\"_ftnref288\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[281]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Kennzeichnend f&uuml;r diese Art von Einrichtung ist ihre Abgeschlossenheit nach &bdquo;drau&szlig;en&ldquo; und der umfassende Zugriff auf die &bdquo;Insassen&ldquo;, die einem alle Lebensbereiche umfassenden Einrichtungsregime unterworfen werden. Begriff und Analyse der &bdquo;Totalen Institution&ldquo; bezieht sich dabei nicht nur auf den Strafvollzug, sondern auch auf Internate, psychiatrische Anstalten, Jugendheime, Milit&auml;r- und Polizeikasernen, auch auf Kl&ouml;ster.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn289\" name=\"_ftnref289\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[282]<\/span><\/a> Der Begriff und seine Charakterisierung soll hier zun&auml;chst idealtypisch verwendet werden; er ist nicht auf den deutschen Strafvollzug zugeschnitten. Insofern ergibt sich sicherlich ein denkbares Kontinuum, in dem die folgenden Charakteristika mehr oder weniger durchgehend vorgefunden werden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn290\" name=\"_ftnref290\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[283]<\/span><\/a> Als idealtypische Merkmale &bdquo;totaler Institutionen&ldquo; wird man insbesondere die folgenden bezeichnen k&ouml;nnen:<\/p>\n<p>1. Der Aufenthalt der Insassen ist nicht oder nur eingeschr&auml;nkt freiwillig. In der Regel entscheiden andere Personen &ndash; Richter, &Auml;rzte, Kreiswehrersatz&auml;mter usw. &ndash; &uuml;ber die Einweisung und die Dauer des Aufenthaltes.<\/p>\n<p>2. In der Einrichtung gibt es eine strikte Trennung derer, die sich tagt&auml;glich dort aufhalten:<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn291\" name=\"_ftnref291\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[284]<\/span><\/a> auf der einen Seite &bdquo;Aufseher&ldquo; und sonstige Bedienstete, die das Leben in der Anstalt im Rahmen eines b&uuml;rgerlichen Arbeitsverh&auml;ltnisses beaufsichtigen und verwalten, die nach Beendigung ihrer t&auml;glichen Arbeitszeit die Einrichtung wieder verlassen und am &bdquo;normalen Leben&ldquo; als freie B&uuml;rger teilnehmen; auf der anderen Seite die Insassen, also Inhaftierte, Untergebrachte, Internierte, Patienten, Z&ouml;glinge, Sch&uuml;ler, deren &bdquo;Hier-Sein&ldquo; zu Zwecken der Bestrafung und Besserung, der medizinischen oder psychiatrischen Behandlung, der Bildung und Erziehung oder schlicht der Verf&uuml;g&shy;bar&shy;hal&shy;tung die Existenzberechtigung der Einrichtung ausmacht und deren gegenw&auml;rtiges Leben sich vollst&auml;ndig in der Anstalt abspielt, f&uuml;r die es also ein &bdquo;normales&ldquo;, b&uuml;rgerliches Leben nicht gibt. Beide Gruppen schauen aufeinander in feindlich gepr&auml;gten Stereotypen. Es besteht eine Art Kooperationsverbot &ndash; Zusammenarbeit mit der anderen Seite kann als &bdquo;Verrat&ldquo; gewertet werden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn292\" name=\"_ftnref292\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[285]<\/span><\/a><\/p>\n<p>3. Einhergehend mit der Rollentrennung zeichnen sich &bdquo;Totale Institutionen&ldquo; durch eine absolut hierarchische, von enormen Machtgef&auml;llen gepr&auml;gte innere Sozialstruktur aus. Diese besteht zun&auml;chst zwischen den beiden Gruppen, den Bediensteten einerseits und den Insassen andererseits. Die Bediensteten geben die offiziellen Regeln f&uuml;r das Anstaltsleben vor und haben innerhalb bestimmter Grenzen die Befugnis, &uuml;ber die Insassen zu bestimmen: Sie treffen Anordnungen, an die sich die Insassen zu halten haben. Andersherum funktioniert das nicht. Aber auch innerhalb der beiden Gruppen besteht ein streng hierarchischer Aufbau: Innerhalb der Gruppe der Bediensteten ist der offizielle hierarchische Aufbau durch Rangbezeichnungen, Funktionen und &Auml;mter gekennzeichnet, die jedem eine bestimmte Aufgabe und einen Platz in der Hierarchie zuordnen. Weniger einfach ist es in der Gruppe der Insassen, da die Ausbildung dieser Hierarchie im Wesentlichen informell, also allein durch die Interaktion der Gruppenmitglieder, und subkulturell und damit auch mehr oder weniger verdeckt, bestimmt wird. F&uuml;r die Insassen ist diese Ausbildung der inneren Sozialstruktur auch unausweichlich, da sie sich kaum aus dem Weg gehen k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>4. F&uuml;r die Insassen geht das Leben in der Anstalt mit einer nahezu allumfassenden Fremdbestimmung einher, also einem quasi totalen Autonomieverlust in allen Lebensbereichen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn293\" name=\"_ftnref293\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[286]<\/span><\/a> Als die Unterworfenen sind sie von den Anordnungen und Erlaubnissen der Bediensteten abh&auml;ngig. Ihr Tagesablauf, ihr Aufenthaltsort, ihr Essen, ihr Besitztum, ihre Sozialkontakte und ihr Sexualleben werden umfassend von den Bediensteten geregelt, kontrolliert, bestimmt.<\/p>\n<p>5. Die eigentliche Grundlage der besonderen Situation &bdquo;totaler Institutionen&ldquo; ist ihre Abgeschlossenheit gegen&uuml;ber dem &bdquo;normalen&ldquo; Leben au&szlig;erhalb der Anstalt. Zentrale Aufgabe des Personals ist es, &uuml;ber alle Interaktionen zwischen &bdquo;drinnen&ldquo; und &bdquo;drau&szlig;en&ldquo; Kontrolle auszu&uuml;ben. Wer als Insasse in der Anstalt ist, kann diese nicht nach eigenem Gutd&uuml;nken verlassen. Ob f&uuml;r kurze Zeit oder f&uuml;r immer: Ein Verlassen der Anstalt ist von der Genehmigung abh&auml;ngig, oft erfolgt es nur unter Bewachung (Ausf&uuml;hrung) oder mit bestimmten Auflagen, bspw. sich regelm&auml;&szlig;ig bei der Polizei zu melden. Auch der Besuch von drau&szlig;en kann nur erfolgen, wenn er zugelassen wird. Regelm&auml;&szlig;ig wird er nur eine sehr begrenzte Zeit erlaubt und Art und Weise des pers&ouml;nlichen Umgangs werden reglementiert und &uuml;berwacht. Im Strafvollzug findet er in der Regel in gr&ouml;&szlig;eren Besuchsr&auml;umen statt, so dass von vornherein keine Privatsph&auml;re gegeben ist und Intimit&auml;t unm&ouml;glich wird.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn294\" name=\"_ftnref294\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[287]<\/span><\/a> Auch die sonstige Kommunikation nach drau&szlig;en wird reglementiert, begrenzt und &uuml;berwacht. Dies alles bedeutet, dass der inhaftierte Mensch f&uuml;r die Zeit seiner Inhaftierung vollst&auml;ndig aus seinem sozialen Umfeld herausgerissen ist. Die eigentliche Bestrafung, das Haupt&uuml;bel des Strafvollzuges liegt weniger in der Unfreiheit, einen bestimmten Ort nicht verlassen zu k&ouml;nnen, als in dieser Tatsache, dass man aus seinem Sozialleben, aus den menschlichen Bindungen herausgerissen und einer hermetisch abgeriegelten Zwangsgemeinschaft unterworfen wird.<\/p>\n<p>Nahezu regelhaft bildet sich in derartig charakterisierten Institutionen eine Subkultur der Insassen. Da soziale Systeme das Ergebnis dynamischer Interaktionsprozesse sind, ist auch die jeweilige Subkultur einer Anstalt nicht statisch, sondern ein fortlaufender Prozess von Aktion und Reaktion. Vom Beginn ihrer Inhaftierung an, versuchen die Gefangenen den Faktoren des Freiheitsentzuges entgegenzuwirken. Sie ergeben sich nicht passiv, sondern reagieren aktiv und versuchen, Gegenkr&auml;fte zu mobilisieren, sich dem Zugriff zu entziehen, suchen nach Freir&auml;umen und M&ouml;glichkeiten, die Beschr&auml;nkungen des Gef&auml;ngnisalltags zu unterlaufen. Das Verhalten der Gefangenen wird gepr&auml;gt von ihrer bisherigen Lebenserfahrung, von ihrer Pers&ouml;nlichkeit, ihren Ressourcen und F&auml;higkeiten, ihrer normativen Einstellung usw. Diese Reaktionen werden teilweise wiederum von den Bediensteten als St&ouml;rung, Provokation oder Regelverletzung interpretiert und k&ouml;nnen damit Anlass erneuten Einschreitens sein. Die Vorstellung liegt nahe, dass sich somit gegenseitig stabilisierende Systeme ergeben und sich mitunter auch wechselseitig verst&auml;rkende Eskalationszyklen ergeben k&ouml;nnen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn295\" name=\"_ftnref295\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[288]<\/span><\/a> Die Herausbildung der Gefangenen-Subkultur steht demnach in enger Wechselwirkung zur offiziellen Anstaltskultur und dem vorherrschenden Anstaltsklima.<\/p>\n<p>In engem Zusammenhang mit der Subkultur steht die Herausbildung einer informellen Sozialstruktur unter den Insassen einer Anstalt. Zu ihr geh&ouml;rt die Konstituierung unterschiedlicher Gruppen, die sich als zusammengeh&ouml;rig empfinden und voneinander abgrenzen. Als ein wichtiger Faktor f&uuml;r die Gruppenzusammenh&auml;nge erweisen sich immer wieder ethnische Eigenschaften bzw. solche der sozialen und geografischen Herkunft.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn296\" name=\"_ftnref296\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[289]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Zur Sozialstruktur geh&ouml;rt ebenso die Verteilung der individuellen sozialen Rollen innerhalb der jeweiligen Gruppe und damit verbunden die interne Gruppenhierarchie. Rollenverteilung und Hierarchiebildung werden h&auml;ufig unter Einsatz erheblicher Gewalt ausgefochten.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn297\" name=\"_ftnref297\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[290]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Gewalt in der &bdquo;totalen Institution&ldquo; des geschlossenen (Jugend-)Strafvollzuges ist ein Ph&auml;nomen, das alle in der Institution lebenden oder arbeitenden Personen und Gruppen ber&uuml;hrt. Sie kann in folgenden Konstellationen auftreten:<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn298\" name=\"_ftnref298\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[291]<\/span><\/a><\/p>\n<p>&#9679;&nbsp; gegen sich selbst gewendete Gewalt (Selbstverletzung, Selbstt&ouml;tung) insb. bei Inhaftierten, wahrscheinlich auch von Bediensteten,<\/p>\n<p>&#9679;&nbsp; bei Gefangenen untereinander (spontane Rempeleien, sexuelle Gewalt, Gewalt zum Ausbau oder zur Festigung der Stellung in der Hackordnung und zur Durchsetzung subkultureller Normen, Machtk&auml;mpfe zwischen Gruppen),<\/p>\n<p>&#9679;&nbsp; von Inhaftierten gegen Bedienstete (Beschimpfung, Bedrohungen, k&ouml;rperliche Attacken, Meuterei, Geiselnahmen),<\/p>\n<p>&#9679;&nbsp; von Inhaftierten gegen&uuml;ber Au&szlig;enstehenden,<\/p>\n<p>&#9679;&nbsp; von Bediensteten gegen Inhaftierte<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn299\" name=\"_ftnref299\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[292]<\/span><\/a> (Beleidigungen, apokryphe Sicherungs- oder Disziplinarma&szlig;nahmen, &bdquo;Rollkommando&ldquo;),<\/p>\n<p>&#9679;&nbsp; von Bediensteten untereinander (bspw. Mobbing).<\/p>\n<h5><span id=\"iii-woher-kommt-die-gewalt-im-jugend-strafvollzug\">III.&nbsp;&nbsp; Woher kommt die Gewalt im (Jugend-)Straf&shy;voll&shy;zug?<\/span><\/h5>\n<h5><span id=\"1-kulturelle-uebertragung-oder-deprivation\">1. &nbsp; Kulturelle &Uuml;bertragung oder Depri&shy;va&shy;tion?<\/span><\/h5>\n<p>&Uuml;blicherweise werden zwei Erkl&auml;rungsans&auml;tze herangezogen, um das besondere Gewaltniveau als Teil der anstaltstypischen Subkultur zu erkl&auml;ren.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn300\" name=\"_ftnref300\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[293]<\/span><\/a><\/p>\n<p>1. Subkultur und Gewalt kommen mit den Gefangenen in die Anstalt: vor allem die Konzentration von Menschen mit bestimmten Pers&ouml;nlichkeitsmerkmalen und sozialen Identit&auml;ten sei Ursache f&uuml;r die Entstehung von Subkultur und Gewalt in den Anstalten. Die sich unter den Gefangenen herauspr&auml;gende Kultur werde bestimmt durch die Lebenspr&auml;gungen und sozialen Identit&auml;ten, die die Gefangenen aus ihrem Leben vor Haftantritt mit in die Anstalt bringen (sog. <i>kulturelle &Uuml;bertragungstheorie<\/i>).<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn301\" name=\"_ftnref301\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[294]<\/span><\/a><\/p>\n<p>2. Nach dem <i>Deprivationsmodell<\/i> ist die Entstehung einer gewaltgepr&auml;gten Subkultur eine Folge der speziellen Einschlusssituation in den Gef&auml;ngnissen. Sie ist demnach als Reaktion auf die vielf&auml;ltigen Entzugs-, Dem&uuml;tigungs- und Stresssituationen sowie auf den eklatanten Autonomieverlust und die Unm&ouml;glichkeit, sich all dem zu entziehen, zu verstehen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn302\" name=\"_ftnref302\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[295]<\/span><\/a><\/p>\n<h5><span id=\"2-gefangenenpopulation-im-deutschen-strafvollzug\">2. &nbsp; Gefan&shy;ge&shy;nen&shy;po&shy;pu&shy;la&shy;tion im deutschen Straf&shy;vollzug<\/span><\/h5>\n<p>Schaut man sich die Zusammensetzung derjenigen Menschen an, die im Strafvollzug in Deutschland interniert werden, so wird schnell deutlich, dass die Struktur der Insassenpopulation anders aussieht als die der deutschen Mittelschicht. Zusammenfassend l&auml;sst sich sagen, dass die Insassen des Strafvollzuges in Deutschland im Vergleich zur &bdquo;Normalbev&ouml;lkerung&ldquo; &uuml;ber eine schlechtere Schulbildung<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn303\" name=\"_ftnref303\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[296]<\/span><\/a> verf&uuml;gen, h&auml;ufiger keine Arbeitserfahrung haben, h&auml;ufiger alkohol- und drogenabh&auml;ngig<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn304\" name=\"_ftnref304\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[297]<\/span><\/a> sind, h&auml;ufiger unter psychischen St&ouml;rungen<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn305\" name=\"_ftnref305\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[298]<\/span><\/a> leiden und seltener in festen sozialen Bindungen leben<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn306\" name=\"_ftnref306\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[299]<\/span><\/a>.<\/p>\n<p>Der Anteil der Gefangenen, die aufgrund einer Verurteilung zu einem Gewaltdelikt im weitesten Sinne im Strafvollzug sitzen, hat sich in den letzten Jahrzehnten erh&ouml;ht. So l&auml;sst sich feststellen, dass seit 1970 der Anteil der Gefangenen, die wegen Betrug und Untreue &bdquo;sitzen&ldquo;, recht stabil zwischen 10 und 13% liegt, ebenso mit wenig Ver&auml;nderungen liegen die Sexualdelikte im Bereich von 6 bis 8% und die T&ouml;tungsdelikte bei 6,2 bis 7,3%. W&auml;hrend hingegen Diebstahl und Unterschlagung von fast 50% auf nur noch rund 20% gesunken sind, sind die Verurteilungen wegen K&ouml;rperverletzungsdelikten von 3 auf 12%, die wegen Raubes und Erpressung von 8 auf 12% und wegen Bet&auml;ubungsmitteldelikten von fast 0 auf 15% gestiegen. Fasst man diese drei Kategorien &ndash; K&ouml;rperverletzung, Raub und Erpressung und Drogendelikte &ndash; einmal zusammen, so ist ihr Anteil von ca. 11% im Jahr 1970 auf nun 39% gestiegen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn307\" name=\"_ftnref307\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[300]<\/span><\/a> Die Anteile der &bdquo;Gewaltt&auml;ter&ldquo; (T&ouml;tungs-, Sexual-, K&ouml;rperverletzungsdelikte sowie Raub und Erpressung) im Vollzug variieren je nach Bundesland zwischen einem Viertel und rund 40%, wobei der entsprechende Anteil in den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern tendenziell h&ouml;her ist als in Westdeutschland (wo insb. die Drogendelinquenten st&auml;rker vertreten sind). Im Jugendstrafvollzug reichen die Anteile bis zu 60%.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn308\" name=\"_ftnref308\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[301]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Es liegt daher nahe, dass viele Gefangene eine Neigung zu Gewalt oder einen R&uuml;ckgriff auf gewaltt&auml;tige Verhaltensweisen als Antwort auf Konflikte mit in den Vollzug bringen.<\/p>\n<h5><span id=\"3-die-praegende-kraft-der-strukturen\">3.&nbsp;&nbsp; Die pr&auml;gende Kraft der Strukturen<\/span><\/h5>\n<p>Andererseits hat insbesondere <i>Zimbardo<\/i> mit seinem <i>Standford-Prison-Experiment<\/i><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn309\" name=\"_ftnref309\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[302]<\/span><\/a><span class=\"MsoFootnoteReference\"> <\/span>eindrucksvoll zeigen k&ouml;nnen, dass die oben beschriebenen Strukturen einen eigenen, situationsbezogenen Beitrag zur Entfaltung der f&uuml;r solche Einrichtungen typischen sozialen Interaktionsmuster liefern. <i>Zimbardo<\/i> und seine Mitarbeiter richteten im Keller ihres Institutes ein experimentelles Modell-Gef&auml;ngnis ein. Dort inhaftierten sie zehn &bdquo;H&auml;ftlinge&ldquo;, die von einer Gruppe von elf &bdquo;Aufsehern&ldquo; bewacht wurde. &bdquo;H&auml;ftlinge&ldquo; wie &bdquo;Aufseher&ldquo; waren freiwillige Teilnehmer des Experimentes, allesamt unauff&auml;llig wei&szlig;e Studenten aus der Mittelschicht, denen ihre Rolle zuf&auml;llig durch Los zugewiesen wurde. Obschon beide so gebildete Gruppen in ihrer sozialen Ausgangslage identisch waren, verinnerlichten beide Gruppen in kurzer Zeit die Rollen derart, dass die &bdquo;Aufseher&ldquo; ihre Macht zusehends durch Schikanen und Misshandlungen ausnutzten und die &bdquo;Gefangenen&ldquo; sich mehr und mehr in sich selbst zur&uuml;ckzogen und sich ihrem Schicksal ergaben. Das Experiment musste vorzeitig abgebrochen werden, nachdem schon vier Gefangene wegen ihrer Angstzust&auml;nde und Depressionen entlassen worden waren,<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn310\" name=\"_ftnref310\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[303]<\/span><\/a> weil <i>Zimbardo<\/i> und seine Kollegen erkannten, dass &bdquo;es nicht mehr l&auml;nger nur ein Experiment war.&ldquo;<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn311\" name=\"_ftnref311\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[304]<\/span><\/a><\/p>\n<p><i>Zimbardos<\/i> Experiment bezog sich vor allem auf die &Uuml;bernahme der Rollen als Aufseher und Gefangener und besch&auml;ftigte sich insbesondere mit der Interaktion zwischen diesen beiden Gruppen, also weniger mit der Entstehung und Aus&uuml;bung von Gewalt zwischen den Gefangenen. Trotz aller Einschr&auml;nkungen, die mit dem experimentellen Design einhergehen<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn312\" name=\"_ftnref312\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[305]<\/span><\/a>, kann festgestellt werden, dass die Rollenaufteilung und das Machtgef&auml;lle offensichtlich zur Machtaus&uuml;bung, ja zum Missbrauch der Macht verf&uuml;hren, soweit dies nicht durch gegenl&auml;ufige Mechanismen eingefangen wird. Genauso wie die &bdquo;Aufseher&ldquo; ihren Machtstatus verinnerlicht haben, haben die Gefangenen ihre Machtlosigkeit und Entpersonalisierung verinnerlicht und haben sich spiegelbildlich in sich zur&uuml;ckgezogen. <i>Zimbardo<\/i> selbst beschreibt als frappierende Erkenntnis, dass die Gefangenen sich untereinander kaum solidarisierten, sondern augenscheinlich ganz mit dem eigenen &Uuml;berleben besch&auml;ftigt waren.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn313\" name=\"_ftnref313\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[306]<\/span><\/a> Die Strukturen liefern einen eigenst&auml;ndigen Beitrag zur Entfaltung der als typisch anzusehenden Verhaltensmuster, zu denen auch die teilweise gewaltt&auml;tige Austragung von Konflikten und Durchsetzung von Interessen gegen&uuml;ber Mitgefangenen geh&ouml;rt.<\/p>\n<p>Beide Modelle liefern plausible Begr&uuml;ndungen. Es ist daher davon auszugehen, dass beide Arten von Einfl&uuml;ssen miturs&auml;chlich sind (sog. <i>Integrationsmodell<\/i>).<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn314\" name=\"_ftnref314\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[307]<\/span><\/a><\/p>\n<h5><span id=\"iv-untersuchungen-zur-gewalt-im-strafvollzug\">IV. Unter&shy;su&shy;chungen zur Gewalt im Straf&shy;vollzug<\/span><\/h5>\n<h5><span id=\"1-gewalt-zwischen-gefangenen-aktenauswertungen\">1. &nbsp; Gewalt zwischen Gefangenen, Akten&shy;aus&shy;wer&shy;tungen<\/span><\/h5>\n<p>Die Forschungslage zum Gewaltaufkommen im Strafvollzug ist insgesamt noch als d&uuml;rftig zu bezeichnen. Aus j&uuml;ngerer Zeit liegen Untersuchungen von <i>Heinrich<\/i><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn315\" name=\"_ftnref315\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[308]<\/span><\/a>, <i>Wirth<\/i><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn316\" name=\"_ftnref316\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[309]<\/span><\/a> und <i>Hinz <\/i>und<i> Hartenstein<\/i><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn317\" name=\"_ftnref317\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[310]<\/span><\/a> vor. Bei diesen handelt es sich um Hellfelduntersuchungen anhand von Aktenanalysen, die die dokumentierte von den Gefangenen ausgehende bzw. die Gewalt zwischen den Gefangenen analysiert. Die Berichte der bereits erw&auml;hnten Werthebach-Kommission sind in dem Sinne keine wissenschaftliche Erhebung, aber dennoch hilfreich. Insbesondere haben sie gegen&uuml;ber den genannten anderen Untersuchungen den Vorzug, dass sie nicht nur Vollzugsakten auswerten, sondern das direkte Gespr&auml;ch mit den Gefangenen gesucht haben.<\/p>\n<p><i>Wirth<\/i> wertete anhand von 518 Gefangenenpersonalakten 403 Vorkommnisse von Gewaltt&auml;tigkeiten unter Gefangenen im nordrhein-westf&auml;lischen Strafvollzug aus dem Jahr 2005 aus. Als Gewaltvorkommnisse waren definiert: Sexuelle N&ouml;tigung\/Vergewaltigung, T&ouml;tungsdelikte, K&ouml;rperverletzung, Beteiligung an einer Schl&auml;gerei, Schwere K&ouml;rperverletzung, Gef&auml;hrliche K&ouml;rperverletzung, K&ouml;rperverletzung mit Todesfolge, Bedrohung, N&ouml;tigung, Freiheitsberaubung, Erpresserischer Menschenraub, Geiselnahme, Raub, Erpressung. Unter den untersuchten Vorf&auml;llen waren keine K&ouml;rperverletzungen mit Todesfolge und keine vors&auml;tzlichen oder versuchten T&ouml;tungsdelikte. Der Gro&szlig;teil bestand aus K&ouml;rperverletzungsdelikten (79%), N&ouml;tigungs-, Bedrohungs- und Erpressungsdelikte machten rund 13% (53 F&auml;lle) aus, die Beteiligung an einer Schl&auml;gerei 7%, f&uuml;nf Vorf&auml;lle (1,2%) wurden als Vergewaltigung\/Sexuelle N&ouml;tigung eingestuft.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn318\" name=\"_ftnref318\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[311]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Die Studie von <i>Hinz<\/i> und <i>Hartenstein<\/i> lehnt sich im Design an die von <i>Wirth<\/i> an und untersucht dokumentierte Gewaltvorf&auml;lle im s&auml;chsischen Jugendstrafvollzug (JSA Regis-Breitingen sowie f&uuml;r den Frauen-Vollzug die JVA Chemnitz) im Zeitraum Januar 2007 bis Juli 2009. Dabei ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass der Beginn der Erhebung zusammenf&auml;llt mit der Aufnahme der T&auml;tigkeit in der neuen JSA Regis-Breitingen, w&auml;hrend der Vollzug in der fr&uuml;heren Jugendanstalt Zeithain beendet wurde. Sowohl die von dort nach Regis-Breitingen verlegten Gefangenen wie auch das Personal fingen quasi bei null an, ein eingespielter Betrieb musste sich erst aufbauen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn319\" name=\"_ftnref319\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[312]<\/span><\/a> Untersucht wurden insgesamt 118 Vorf&auml;lle aus Regis-Breitingen und Chemnitz.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn320\" name=\"_ftnref320\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[313]<\/span><\/a> <i>Hinz<\/i> und <i>Hartenstein<\/i> differenzieren zwischen Vorf&auml;llen mit erkennbaren Rollenzuschreibungen f&uuml;r T&auml;ter und Opfer einerseits und &bdquo;Schl&auml;gereien&ldquo; andererseits, womit Auseinandersetzungen gemeint sind, bei denen eine solche Rollenzuschreibung nicht m&ouml;glich war.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn321\" name=\"_ftnref321\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[314]<\/span><\/a> Auch in ihrer Studie machen die K&ouml;rperverletzungen (einfache, gef&auml;hrliche und schwere) den Hauptteil der Vorf&auml;lle aus, n&auml;mlich 90% der mit T&auml;ter- und Opfer-Rollen qualifizierten Vorf&auml;lle, insgesamt 5% wurden als Bedrohung, Erpressung und N&ouml;tigung qualifiziert und 2% sind als Sexualdelikte wahrgenommen worden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn322\" name=\"_ftnref322\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[315]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Die Studie von <i>Heinrich<\/i> untersucht die Gewaltentwicklung im Hessischen Strafvollzug im Zehnjahreszeitraum von 1989 bis 1998. Es handelt sich ebenfalls um eine retrospektive Aktenanalyse, wobei alle besonderen Vorkommnisse und Strafantr&auml;ge aus Anlass von Gewaltt&auml;tigkeiten von Gefangenen gegen andere Personen ausgewertet wurden. Insgesamt wurden 1229 Ereignisse ausgewertet.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn323\" name=\"_ftnref323\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[316]<\/span><\/a> Gewalt im Sinne seiner Untersuchung definiert <i>Heinrich<\/i> etwas schwammig als &bdquo;alle Formen von Gewalt, die sich in der Anwendung oder Androhung von Zwang manifestieren und dazu dienen: einen anderen zu sch&auml;digen, die eigenen Interessen durchzusetzen oder jemanden gegen seinen Willen zu einem bestimmten Verhalten zu veranlassen&ldquo;.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn324\" name=\"_ftnref324\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[317]<\/span><\/a> Jeweils etwa die H&auml;lfte der Gewaltvorkommnisse betraf andere Mitgefangene und Bedienstete.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn325\" name=\"_ftnref325\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[318]<\/span><\/a> <i>Heinrich <\/i>konstatiert f&uuml;r den Beobachtungszeitraum eine Verdoppelung der j&auml;hrlich registrierten F&auml;lle in absoluten Zahlen; bei Ber&uuml;cksichtigung der Belegungszunahme verbleibe immerhin eine Zunahme der relativen H&auml;ufigkeit um fast die H&auml;lfte.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn326\" name=\"_ftnref326\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[319]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Anhand dieser Studien lassen sich folgende Befunde zum Gewaltvorkommen im (Jugend-) Strafvollzug festhalten:<\/p>\n<p>&#9679;&nbsp; Das Gewaltniveau im Jugendstrafvollzug liegt merklich &uuml;ber dem des Erwachsenenstrafvollzuges.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn327\" name=\"_ftnref327\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[320]<\/span><\/a> So fanden 43% der von <i>Wirth<\/i> untersuchten, im Jahr 2005 begangenen T&auml;tlichkeiten im nordrhein-westf&auml;lischen Strafvollzug im Jugendstrafvollzug statt, dem aber lediglich rund 10% der Gefangenen zuzuordnen waren.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn328\" name=\"_ftnref328\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[321]<\/span><\/a> Die Erkl&auml;rung f&uuml;r diese h&ouml;here Belastung des Jugendstrafvollzugs d&uuml;rfte unmittelbar mit der Jugend- und Adoleszenzphase zusammenh&auml;ngen. Der Befund korrespondiert auch mit der bekannten <i>Age-Crime-Curve<\/i>, nach der die Belastung mit (registrierter) Kriminalit&auml;t ihren H&ouml;hepunkt bei der Altersgruppe der Heranwachsenden erreicht und danach ausl&auml;uft. Zu dieser geh&ouml;rt ein h&ouml;herer Bewegungsdrang, eine erh&ouml;hte Impulsivit&auml;t, vielfach Unausgeglichenheit und ein oft vermindertes Selbstbewusstsein. Diese Ausgangsfaktoren tragen zu einer allgemein gr&ouml;&szlig;eren Unruhe im Vollzug bei.<\/p>\n<p>&#9679;&nbsp; T&auml;tliche Auseinandersetzungen im Strafvollzug ergeben sich ganz &uuml;berwiegend aus der Situation heraus und sind eher selten geplant.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn329\" name=\"_ftnref329\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[322]<\/span><\/a> Waffen und gef&auml;hrliche Werkzeuge finden eher selten Anwendung.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn330\" name=\"_ftnref330\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[323]<\/span><\/a> Auch ein Vorgehen in der Gruppe ist die Ausnahme, wobei im Jugendstrafvollzug ein Gruppen- bzw. Cliquen-Kontext h&auml;ufiger gegeben ist als im Erwachsenenstrafvollzug.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn331\" name=\"_ftnref331\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[324]<\/span><\/a><\/p>\n<p>&#9679;&nbsp; Etwa die H&auml;lfte der gemeldeten Gewaltt&auml;tigkeiten zieht behandlungsbed&uuml;rftige oder sogar schwere Folgen nach sich.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn332\" name=\"_ftnref332\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[325]<\/span><\/a> Dabei erh&ouml;ht sich der Anteil der mittelschweren und schweren Tatfolgen, wenn ein Gruppenbezug gegeben ist.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn333\" name=\"_ftnref333\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[326]<\/span><\/a><\/p>\n<p>&#9679;&nbsp; Die meisten Gewaltt&auml;tigkeiten ereignen sich in Haftr&auml;umen,<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn334\" name=\"_ftnref334\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[327]<\/span><\/a> jedoch nicht ausschlie&szlig;lich in den Haftr&auml;umen der T&auml;ter, sondern auch in denen der Gesch&auml;digten oder in denen Dritter. Dar&uuml;ber hinaus kommt grunds&auml;tzlich jeder andere Ort in der Anstalt auch in Betracht. Allerdings erh&ouml;ht sich das Risiko schwererer Tatfolgen bei Gewaltt&auml;tigkeiten, die in einem Haftraum begangen werden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn335\" name=\"_ftnref335\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[328]<\/span><\/a> Die Vorf&auml;lle verteilen sich relativ gleichm&auml;&szlig;ig &uuml;ber den gesamten Tag; etwa ein Zehntel ereignet sich in der Nachtzeit.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn336\" name=\"_ftnref336\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[329]<\/span><\/a><\/p>\n<p>&#9679;&nbsp; Die Meldungen von Gewaltvorkommnissen gehen in der Regel auf Bedienstete zur&uuml;ck, sei es, dass diese die Vorkommnisse als Augenzeugen miterlebt haben, oder dass sie auf andere Weise auf diese aufmerksam ge&shy;wor&shy;den sind. Die Gefangenen selbst melden nur einen Bruchteil der Vor&shy;kommnisse, selbst von den unmittelbar gesch&auml;digten Gefangenen machen die meisten keine Mitteilung an die Anstalt.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn337\" name=\"_ftnref337\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[330]<\/span><\/a> Offensichtlich besteht unter den Gefangenen eine verbreitete Angst davor, als Verr&auml;ter angesehen und entsprechend von den Mitgefangenen sanktioniert zu werden, wenn man sich mit einer derartigen Meldung an die &bdquo;andere Seite&ldquo; wendet.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn338\" name=\"_ftnref338\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[331]<\/span><\/a> Derartige Reaktionsweisen zeigten sich bei den &bdquo;Gefangenen&ldquo; schon unter den Bedingungen des Milgram-Experimentes.<\/p>\n<p>&#9679;&nbsp; Soziale Randst&auml;ndigkeit und mehrfache Problembelastung erh&ouml;hen auch im Vollzug das Risiko, mit Gewaltt&auml;tigkeiten aufzufallen. So hatten in der Untersuchung von <i>Wirth<\/i> bei den untersuchten Vorf&auml;llen 20% der T&auml;ter bei Haftantritt keinen festen Wohnsitz, obwohl ihr Anteil an der Gefangenenpopulation nur bei rund 0,5% lag.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn339\" name=\"_ftnref339\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[332]<\/span><\/a> Ebenso ist Alkohol- und Drogenabh&auml;ngigkeit ein Faktor, der die Wahrscheinlichkeit, in Gewaltt&auml;tigkeiten involviert zu sein, erh&ouml;ht.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn340\" name=\"_ftnref340\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[333]<\/span><\/a><\/p>\n<p>&#9679;&nbsp; Auch Gefangene mit Migrationshintergrund haben ein erh&ouml;htes Risiko, mit gewaltt&auml;tigen &Uuml;bergriffen auff&auml;llig zu werden.<span class=\"MsoFootnoteReference\"> [334]<\/span><\/p>\n<p>&#9679;&nbsp; Die meisten Gefangenen, die im Vollzug mit Gewaltt&auml;tigkeiten auffallen, verb&uuml;&szlig;en ihre Strafe wegen bzw. auch wegen Gewaltdelikten und sind bereits mehrfach vorbestraft.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn342\" name=\"_ftnref342\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[335]<\/span><\/a> Nach <i>Hinz<\/i> und <i>Hartenstein<\/i> ist bei fast der H&auml;lfte der T&auml;ter das schwerste Delikt bei der aktuellen Verurteilung ein K&ouml;rperverletzungsdelikt, w&auml;hrend dies nur bei 20% der Opfer und rund 35% der Vergleichsgruppe der Fall ist. Andererseits wird bei den Opfern vergleichsweise h&auml;ufig ein Sexualdelikt oder Betrug als schwerste Straftat angegeben.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn343\" name=\"_ftnref343\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[336]<\/span><\/a><\/p>\n<p>&#9679;&nbsp; Eine gemeinschaftliche Unterbringung erh&ouml;ht die Wahrscheinlichkeit von Gewaltt&auml;tigkeiten. In der Untersuchung von <i>Wirth<\/i> waren mehr als die H&auml;lfte, 57% der auff&auml;llig gewordenen Gefangenen gemeinschaftlich untergebracht &ndash; das waren rund 10 Prozentpunkte mehr als im Gesamtdurchschnitt.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn344\" name=\"_ftnref344\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[337]<\/span><\/a> Zu einem &auml;hnlichen Ergebnis komm <i>Hinz<\/i> und <i>Hartenstein<\/i>: Auch nach ihrer Untersuchung war rund die H&auml;lfte der T&auml;ter in der Gemeinschaftsunterbringung, obwohl insgesamt weniger als ein Drittel der Inhaftierten gemeinschaftlich untergebracht war.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn345\" name=\"_ftnref345\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[338]<\/span><\/a><\/p>\n<p>&#9679;&nbsp; Gewaltt&auml;tigkeiten h&auml;ufen sich nach <i>Heinrich<\/i> vor allem in der Untersuchungshaft und zu Beginn der (Straf-)Haftzeit. Die H&auml;lfte der von ihm untersuchten F&auml;lle ereignete sich im ersten halben Jahr nach der Inhaftierung des T&auml;ters.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn346\" name=\"_ftnref346\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[339]<\/span><\/a> Auch <i>Hinz<\/i> und <i>Hartenstein<\/i> stellen in der Tendenz fest, dass das Risiko, Opfer von &Uuml;bergriffen zu werden, in den ersten drei Monaten besonders ausgepr&auml;gt ist und dann abnimmt.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn347\" name=\"_ftnref347\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[340]<\/span><\/a><\/p>\n<p>&#9679;&nbsp; Unter den Opfern<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn348\" name=\"_ftnref348\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[341]<\/span><\/a> finden sich h&auml;ufiger junge, schwache, unerfahrene Gefangene<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn349\" name=\"_ftnref349\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[342]<\/span><\/a>. Und auch im Vollzug zeigt sich, dass eine Beziehung zwischen der Aus&uuml;bung von Gewalt und zuvor selbst erlittener Viktimisierung besteht: Opfer schwerer k&ouml;rperlicher Bedrohungen und Misshandlungen sowie sexuellen Missbrauchs werden demnach auch tendenziell h&auml;ufiger mit Gewaltt&auml;tigkeiten im Vollzug auff&auml;llig.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn350\" name=\"_ftnref350\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[343]<\/span><\/a><\/p>\n<p>&#9679;&nbsp; Das Gewaltpotenzial der geschlossenen Institution Strafvollzug &auml;u&szlig;ert sich auch in der gegen&uuml;ber dem Bev&ouml;lkerungsdurchschnitt deutlich erh&ouml;hten Suizidrate. So hat <i>Wirth<\/i> bei 34,1% seiner Untersuchungsgruppe Anzeichen einer bestehenden Suizidgefahr gefunden. Bei drogenabh&auml;ngigen Gefangenen lag dieser Anteil sogar bei 64,6%.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn351\" name=\"_ftnref351\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[344]<\/span><\/a><\/p>\n<h5><span id=\"2-strafvollzug-und-suizidalitaet\">2. &nbsp; Straf&shy;vollzug und Suizi&shy;da&shy;lit&auml;t<\/span><\/h5>\n<p>Auch das Suizidniveau im Strafvollzug soll deutlich &uuml;ber dem in Freiheit liegen: So soll die Selbstt&ouml;tungsrate bei m&auml;nnlichen Gefangenen um das 4,5-fache h&ouml;her liegen als in der &bdquo;Normalbev&ouml;lkerung&ldquo;, bei weiblichen Gefangenen sogar bis um das 11-fache.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn352\" name=\"_ftnref352\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[345]<\/span><\/a> Nach einer Studie von <i>Bennefeld-Kersten<\/i> haben sich in den f&uuml;nf Jahren von 2000 bis 2004 bundesweit 467 Gefangene das Leben genommen. Davon ereigneten sich 443 im geschlossenen M&auml;nnervollzug<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn353\" name=\"_ftnref353\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[346]<\/span><\/a> und von diesen wiederum f&uuml;nf in der Jugend-U-Haft und 20 im Jugendstrafvollzug.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn354\" name=\"_ftnref354\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[347]<\/span><\/a> Ber&uuml;cksichtigt man die etwa 10-mal gr&ouml;&szlig;ere Belegung des Erwachsenenstrafvollzugs (Strafhaft), ergibt sich daraus eine h&ouml;here Belastung des Jugendstrafvollzugs (Erwachsenenstrafvollzug: 156 Suizide zu 20 im Jugendstrafvollzug). Im &Uuml;brigen sticht insbesondere heraus, dass mehr als die H&auml;lfte dieser Selbstt&ouml;tungen in der U-Haft begangen worden sind.<\/p>\n<p>In der Altersverteilung sind von den 443 Suiziden des geschlossenen M&auml;nnervollzugs 27 von Gefangenen begangenen worden, die j&uuml;nger als 20 Jahre waren, und 68 von Gefangenen im Alter zwischen 20 und 25 Jahren. <a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn355\" name=\"_ftnref355\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[348]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Deutlich konnte die Untersuchung von <i>Bennefeld-Kersten<\/i> zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit eines Suizides in den ersten Tagen der Inhaftierung am h&ouml;chsten ist. So erfolgten rund 18% der Selbstt&ouml;tungen in der ersten Woche der Inhaftierung, mehr als ein Viertel im ersten Monat (kumulierter Anteil).<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn356\" name=\"_ftnref356\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[349]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Die meisten Suizide wurden in Einzelunterbringung begangen: Bei 287 Suiziden w&auml;hrend der Einzelunterbringung gegen&uuml;ber 118 in Mehrfachbelegung macht dies einen Anteil von rund 71% aus. Da die Einzelunterbringung aber nur geringf&uuml;gig &uuml;ber der Gemeinschaftsunterbringung lag<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn357\" name=\"_ftnref357\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[350]<\/span><\/a>, scheint das auf eine gewisse Wirksamkeit der Praxis hinzuweisen, dass suizidgef&auml;hrdete Gefangene gemeinschaftlich untergebracht werden &ndash; wenngleich dies aus ethischen Gr&uuml;nden problematisch ist und nichts dagegen besagt, dass akut suizidgef&auml;hrdete Gefangene in der medizinischen Abteilung oder einem Krankenhaus unterzubringen sind.<\/p>\n<h5><span id=\"3-aeusserungen-von-gefangenen-insb-werthebach-kommission\">3. &nbsp; &Auml;u&szlig;erungen von Gefangenen (insb. Werthe&shy;bach-&shy;Kom&shy;mis&shy;sion)<\/span><\/h5>\n<p>In Erg&auml;nzung zu diesen eher quantitativ ausgerichteten Aktenuntersuchungen von <i>Heinrich<\/i>, <i>Wirth<\/i> und <i>Hinz<\/i> und <i>Hartenstein<\/i> ergeben sich weitere und weiterf&uuml;hrende Hinweise aus den Berichten der Werthebach-Kommission. Wie bereits erw&auml;hnt ist eine Eigenart dieser Berichte, dass sie Erkenntnisse auch aus direkten Gespr&auml;chen mit den Betroffenen gezogen haben, so dass insbesondere auch die Gefangenen die M&ouml;glichkeit hatten, ihre Erfahrungen und Einsch&auml;tzungen zu den Entstehungszusammenh&auml;ngen von Gewalt einzubringen. Auch auf Grundlage dieser Berichte m&ouml;chte ich n&auml;her auf die folgenden vier Aspekte eingehen:<\/p>\n<p>a)&nbsp;&nbsp; Personal<\/p>\n<p>Ein Schl&uuml;sselaspekt stellt das Personal dar. Die Gefangenen &auml;u&szlig;erten die Erwartung, dass die Bediensteten in der Lage sein m&uuml;ssten, sich aggressiv aufbauende Situationen zu erkennen und diese durch ihre Intervention zu entsch&auml;rfen. Diese Kompetenz bei den Bediensteten wird offensichtlich &uuml;berwiegend vermisst, wenn Verwunderung dar&uuml;ber ge&auml;u&szlig;ert wird, dass das Personal solche kritischen &Auml;u&szlig;erungen h&auml;ufig nicht erkenne. Es wird allerdings auch die Vermutung ge&auml;u&szlig;ert, dass Bedienstete die Situationen nicht erkennen wollen, um nicht t&auml;tig werden zu m&uuml;ssen. Es werde mitunter &bdquo;stillschweigend dar&uuml;ber hinweggeschaut&ldquo;.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn358\" name=\"_ftnref358\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[351]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Diese Aussagen sprechen zwei Aspekte bezogen auf den Mitarbeiterstab einer JVA an, n&auml;mlich K&ouml;nnen und Wollen, Kompetenz und Haltung. Denn das eine ist, dass Bedienstete in der Lage sein m&uuml;ssen, sich zuspitzende Situationen zu erkennen, also auch Stimmungen in einer Gruppe oder zwischen den involvierten Gefangenen wahrzunehmen, Drohungen durch Worte oder Gesten zu erkennen, die K&ouml;rpersprache zu deuten usw. Ebenfalls ist es eine Frage der Kompetenz &ndash; und damit der Qualifikation, der Ausbildung und der fortlaufenden Schulung &ndash; in solchen Situation angemessen, also aggressionsreduzierend, gewaltvermeidend intervenieren zu k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Eine andere Frage ist aber, ob diese Kompetenzen durch den Bediensteten eingesetzt werden. In einen sich aufbauenden Streit einzugreifen ist risikobehaftet. Zumindest l&auml;uft man Gefahr, dass dies als Einmischen in fremde Angelegenheiten abgetan und nicht goutiert wird. Man exponiert sich, macht sich dadurch angreifbar, wird m&ouml;glicherweise selbst angefeindet und in einen Konflikt verwickelt. Einfacher ist sicher die Haltung: &bdquo;Das geht mich nichts an&ldquo;. Genau das darf aber nicht die Grundhaltung der Bediensteten sein. Notwendig ist stattdessen eine Haltung und Kultur der aktiven Einflussnahme, ein bewusstes Wahrnehmen und fr&uuml;hzeitiges Eingreifen oder Lenken, um Konflikte zu entsch&auml;rfen und &Uuml;bergriffe zu vermeiden.<\/p>\n<p>Ber&uuml;hrt ist hier schlie&szlig;lich auch das Grundverh&auml;ltnis zwischen Gefangenen und Bediensteten: Je gr&ouml;&szlig;er der Abstand zwischen Gefangenen und Bediensteten ist, desto mehr ist die Rolle des Bediensteten auf ein Beobachten von au&szlig;en und ein Intervenieren von au&szlig;en angewiesen. Das wird es sicher nicht einfacher machen, sich anbahnende Konflikte wahrzunehmen und m&ouml;glichst fr&uuml;hzeitig und niedrigschwellig zu intervenieren. Auch wenn die Unterschiede in der Rolle nie verschwinden werden: Je ausgepr&auml;gter der wechselseitige Respekt ist, je st&auml;rker ein Bediensteter an dem Sozialleben einer Gruppe beteiligt ist, je st&auml;rker der pers&ouml;nliche Draht zu den Gefangenen ist, desto mehr wird er mitbekommen und desto fr&uuml;hzeitiger und wirkungsvoller wird er intervenieren k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Bereits hier wird die Komplexit&auml;t deutlich: Angesprochen sind hier ganz verschiedene Ebenen der Personalauswahl und der Personalf&uuml;hrung.<\/p>\n<p>Sehr eindr&uuml;cklich wird im Werthebach-Bericht auch der Personalmangel als gewaltbeg&uuml;nstigender Faktor beschrieben. Fast in jeder JVA sei als ein Aspekt benannt worden: &bdquo;zu wenig Sozialarbeiter, zu wenig Psychologen, zu wenig Bedienstete&ldquo;.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn359\" name=\"_ftnref359\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[352]<\/span><\/a> So haben die Gefangenen offenbar h&auml;ufiger Zur&uuml;ckweisungen erlebt, wenn sie Probleme besprechen wollten: Anstatt bestimmte problematische Situationen zu er&ouml;rtern, sei ihnen das Gespr&auml;ch mit der Begr&uuml;ndung verweigert worden, daf&uuml;r gebe es zu wenig Personal, sie sollten Beschwerden schreiben. Dies lasse das Gef&uuml;hl von Zur&uuml;ckweisung und Ohnmacht entstehen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn360\" name=\"_ftnref360\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[353]<\/span><\/a> Gefangene aus dem Jugendstrafvollzug teilten mit, es fehle ihnen an Ansprechpartnern, die Gelegenheit zu einem Gespr&auml;ch b&ouml;ten und die gegen&uuml;ber &uuml;bergriffigen Mitgefangenen Schutz geben k&ouml;nnten.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn361\" name=\"_ftnref361\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[354]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Auch die Wohngruppenarbeit funktioniere nicht mehr so, wie es sein sollte und anscheinend auch mal war. Denn Gefangene berichten, dass es fr&uuml;her in Wohngruppen eine aktive Selbstverwaltung gegeben habe, bei der auch das Personal Zeit zur Mitwirkung gehabt habe. Damit habe man nicht nur mehr Freizeit im offenen Gruppenbereich verbringen k&ouml;nnen, sondern es habe unter Mitwirkung und Anleitung der Bediensteten auch ein allt&auml;gliches &Uuml;bungsfeld f&uuml;r Selbstorganisation, angemessenen Interessenausgleich und gewaltfreie Konfliktl&ouml;sungen gegeben.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn362\" name=\"_ftnref362\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[355]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Schlie&szlig;lich f&uuml;hre Personalmangel auch bei den Bediensteten zu Stress und in dessen Folge zu knappen und schroffen Antworten. Der Ton versch&auml;rfe sich und erzeuge damit allgemein ein h&ouml;heres Aggressivit&auml;tsniveau.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn363\" name=\"_ftnref363\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[356]<\/span><\/a> Gefangene des Jugendstrafvollzugs &auml;u&szlig;erten, es entstehe &bdquo;Hass&ldquo;, wenn nicht saubere, klare und eindeutige Entscheidungen getroffen w&uuml;rden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn364\" name=\"_ftnref364\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[357]<\/span><\/a> Angesprochen wird auch, dass es nicht angehe, wenn von den Bediensteten unvereinbare Doppelfunktionen ausge&uuml;bt w&uuml;rden, also einerseits Aufgaben der Betreuung oder Behandlung wahrgenommen werden, andererseits Kontrollfunktionen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn365\" name=\"_ftnref365\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[358]<\/span><\/a> Hinsichtlich des Sozialdienstes wird im Werthebach-Bericht die Aussage kolportiert: Die Arbeit des Fachdienstes sei im schlimmsten Fall ein &bdquo;Hinrichten und kein Aufrichten&ldquo;.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn366\" name=\"_ftnref366\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[359]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Andererseits wird auch positiv ge&auml;u&szlig;ert, dass, wenn ein Bediensteter den Respekt der Gefangenen habe, man Mitgefangene vor Angriffen gegen diesen zur&uuml;ckhalte.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn367\" name=\"_ftnref367\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[360]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Gut belegt und unmittelbar plausibel ist ein Zusammenhang zwischen der Belegungssituation und dem Gewaltaufkommen. Auch hier gibt der Werthebach-Bericht sehr eindringliche &Auml;u&szlig;erungen der Gefangenen wieder. Dabei gibt es nat&uuml;rlich Abstufungen: Am schlimmsten wird die Unterbringung in sog. Notgemeinschaften empfunden, also die unfreiwillige Unterbringung in Haftr&auml;umen, die f&uuml;r die Art der Belegung nicht vorgesehen sind, als Ma&szlig;nahme, die &Uuml;berbelegung einer Anstalt zu verwalten. Ebenso wird die Unterbringung in einer Drei- oder Vierpersonenzelle mit Zellengenossen unterschiedlicher Nationalit&auml;t erlebt, wenn also Menschen unterschiedlicher Mentalit&auml;t und mit eingeschr&auml;nkten Verst&auml;ndigungs&shy;m&ouml;g&shy;lich&shy;keiten permanent in Sicht- und H&ouml;rkontakt liegen und keinerlei R&uuml;ckzugsm&ouml;glichkeiten haben. Versch&auml;rfend kann hinzukommen, dass die Sanit&auml;reinrichtungen nicht abgetrennt sind, so dass bspw. die Notdurft &bdquo;im Raum&ldquo; erledigt werden muss. Derartige Unterbringungssituationen sind von den Gerichten inzwischen auch als menschenw&uuml;rdewidrig gebrandmarkt worden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn368\" name=\"_ftnref368\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[361]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Aber auch wenn eine gemeinschaftliche Unterbringung im Einverst&auml;ndnis mit den betroffenen Gefangenen erfolge, komme es nach einiger Zeit h&auml;ufig zu Spannungen, weil jegliche R&uuml;ckzugsm&ouml;glichkeiten fehlten.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn369\" name=\"_ftnref369\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[362]<\/span><\/a> Zumindest m&uuml;sse auf eine sorgf&auml;ltige Auswahl der zusammen untergebrachten Gefangenen geachtet werden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn370\" name=\"_ftnref370\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[363]<\/span><\/a> Von den Gefangenen wurde ge&auml;u&szlig;ert, es sei dabei insbesondere auf die ethnische Zugeh&ouml;rigkeit, die sprachlichen Verst&auml;ndigungsm&ouml;glichkeiten, ein &auml;hnliches Alter und gleichgelagerte Interessen zu achten.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn371\" name=\"_ftnref371\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[364]<\/span><\/a> Betont wurde allerdings auch die Einsch&auml;tzung der Gefangenen, dass junge Gefangene, auch junge Erwachsene, unbedingt einen Einzelhaftraum ben&ouml;tigten, da das Risiko von Gewaltt&auml;tigkeiten bei diesen auch bei einer freiwilligen Zusammenlegung hoch sei.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn372\" name=\"_ftnref372\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[365]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Angesichts derartiger eindeutiger und auch nicht &uuml;berraschender Befunde muss es schon verwundern, wenn die neu gebaute Jugendstrafanstalt des Freistaates Sachsen in Regis-Breitingen nicht nur f&uuml;r Ausnahmesituationen, sondern in bestimmtem Umfang regelhaft Gemeinschaftsunterbringung vorsieht<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn373\" name=\"_ftnref373\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[366]<\/span><\/a>.<\/p>\n<p>Lange Phasen des Einschlusses ohne Ablenkung und Besch&auml;ftigung werden von Gefangenen ebenfalls als gewaltf&ouml;rderlicher Umstand benannt. 23 Stunden lang auf der Zelle inhaftiert zu sein, lasse &bdquo;Hass&ldquo; entstehen, berichtet ein Gefangener des Jugendstrafvollzuges.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn374\" name=\"_ftnref374\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[367]<\/span><\/a> Langeweile und Leere erzeugten Wut und Aggression.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn375\" name=\"_ftnref375\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[368]<\/span><\/a> Das erscheint unmittelbar nachvollziehbar. Demzufolge ist es auch wenig &uuml;berraschend, wenn sich durch &uuml;berlange Einschlusszeiten erzeugte Frustration und Hass bei einer Mehrfachbelegung durch &Uuml;bergriffe gegen&uuml;ber Mitgefangenen bahnbrechen. Bei den beiden H&auml;ftlingsmorden im Jugendstrafvollzug handelte es sich nicht um von Anfang an geplante Mordtaten, sondern um einen dynamischen Aufschaukelungsprozess, der nur unter den besonderen Umst&auml;nden der jeweiligen Situation (langer gemeinsamer Einschluss von mehreren Gefangenen in einem Haftraum) erkl&auml;rbar ist.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn376\" name=\"_ftnref376\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[369]<\/span><\/a> Au&szlig;ergew&ouml;hnlich sind die Vorf&auml;lle zwar insofern, wie sich die Geschehnisse bis hin zum tats&auml;chlichen Todeseintritt entwickelt haben &ndash; der vorgelagerte Prozess der systematischen Gewaltt&auml;tigkeit und Erniedrigung sowie auch die genannten Umst&auml;nde, unter denen es zu dieser Eskalation kommen konnte, k&ouml;nnen jedoch gar nicht als au&szlig;ergew&ouml;hnlich bezeichnet werden. Die oftmals an den Wochenenden vorherrschenden langen Einschlusszeiten sind vielfach kritisiert worden. Auch das European Committee for the Prevention of Torture and Inhuman or Degrading Treatment or Punishment (CPT) &auml;u&szlig;erte sich in seinem Bericht &uuml;ber die Besuche in den Jugendstrafanstalten Hameln und Weimar\/Ichtershausen und Halle im November 2005 sehr besorgt &uuml;ber das dort festgestellte Gewaltniveau. Es kritisiert insbesondere die geringe Personalausstattung w&auml;hrend der Nachtzeit (Hameln) und an Wochenenden (Weimar).<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn377\" name=\"_ftnref377\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[370]<\/span><\/a> Man muss hoffen, dass eine derartige Vollzugsgestaltung gerade im Jugend-, aber auch im Erwachsenenstrafvollzug der Vergangenheit angeh&ouml;rt.<\/p>\n<p>&bdquo;Der dritte P&auml;dagoge (neben dem Erzieher und dem zu Erziehenden) ist der Raum&ldquo;, hei&szlig;t es. Der Architektur und der Gestaltung der (Au&szlig;en- und Innen-) R&auml;ume wird oft nur unter dem Aspekt der Sicherheit und reinen Funktionalit&auml;t Aufmerksamkeit zuteil. Die Gefangenen nehmen hingegen die Wirkung nackter Betonmauern und Nato-Draht bewehrter Zaunanlagen durchaus wahr und verinnerlichen sie. Es erzeuge oder verst&auml;rke ein Gef&uuml;hl der Ohnmacht und des Verlorenseins. Bei <i>Werthebach<\/i> werden Gefangene einer Anstalt zitiert, in der f&uuml;r den Bau von Sicherungsanlagen B&auml;ume gef&auml;llt wurden: Z&auml;une und fehlendes Gr&uuml;n dr&uuml;cke auf die Stimmung und erzeuge den Eindruck, die Vollzugsgestaltung entwickle sich hin zum Verwahrvollzug, wo dem Menschen keine Bedeutung zukomme.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn378\" name=\"_ftnref378\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[371]<\/span><\/a> Wo massive bauliche Sicherungsanlagen vorherrschen, entstehe folgende Denkweise: &bdquo;Wenn wegen mir so viele massive Sicherungsanlagen erforderlich sind, bin ich gef&auml;hrlich, wenn ich gef&auml;hrlich bin, bin ich gewaltt&auml;tig, also werde ich gewaltt&auml;tig!&ldquo;<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn379\" name=\"_ftnref379\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[372]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Die Erm&ouml;glichung sozialer Kontakte nach drau&szlig;en wird von den Gefangenen selbst als bedeutender gewaltpr&auml;ventiver Faktor wahrgenommen. Durch solche Kontakte k&ouml;nne der Gefangene innerlich besser zur Ruhe kommen, weil er an dem sozialen Leben au&szlig;erhalb der Anstalt weiter teilhaben k&ouml;nne.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn380\" name=\"_ftnref380\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[373]<\/span><\/a> Selbst&auml;ndig und un&uuml;berwacht telefonieren zu k&ouml;nnen, k&ouml;nnte zu einer enormen Befriedigung der Gefangenen beitragen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn381\" name=\"_ftnref381\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[374]<\/span><\/a><\/p>\n<h5><span id=\"v-einige-schlussfolgerungen\">V. &nbsp; Einige Schluss&shy;fol&shy;ge&shy;rungen<\/span><\/h5>\n<p>In seiner Entscheidung zum Jugendstrafvollzug hat das BVerfG u.a. eine Vollzugsgestaltung und die entsprechende Bereitstellung von personellen und finanziellen Mitteln gefordert, durch die der Schutz der Gefangenen vor wechselseitigen &Uuml;bergriffen sichergestellt wird.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn382\" name=\"_ftnref382\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[375]<\/span><\/a> Dies ist selbstverst&auml;ndlich auch auf den Erwachsenenstrafvollzug zu &uuml;bertragen.<\/p>\n<p>Gewaltreduzierend werden grunds&auml;tzlich alle Ans&auml;tze sein, die die idealtypischen Merkmale totaler Institutionen durchbrechen, relativieren oder durch diesen entgegengerichtete Ma&szlig;nahmen eind&auml;mmen, sei es, dass die Abschottung zwischen Bediensteten und Insassen versucht wird aufzubrechen und pers&ouml;nliche Beziehungen gef&ouml;rdert werden<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn383\" name=\"_ftnref383\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[376]<\/span><\/a>, dass eine m&ouml;glichst umfassende Kommunikation der Gefangenen mit ihrer Partnerin\/ihrem Partner, der Familie und anderen Bezugspersonen erm&ouml;glicht wird,<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn384\" name=\"_ftnref384\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[377]<\/span><\/a> dass von Vollzugslockerungen und insbesondere dem offenem Vollzug m&ouml;glichst weitgehend Gebrauch gemacht wird,<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn385\" name=\"_ftnref385\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[378]<\/span><\/a> dass &Uuml;berbelegung absolut vermieden wird<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn386\" name=\"_ftnref386\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[379]<\/span><\/a> und in allen Bereichen eine Einzelunterbringung zum Regelfall wird, von dem nur in eng umgrenzten, besonderen Ausnahmesituationen abgewichen werden darf,<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn387\" name=\"_ftnref387\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[380]<\/span><\/a> dass der Wohngruppenvollzug umfassend umgesetzt wird,<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn388\" name=\"_ftnref388\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[381]<\/span><\/a> dass Innenr&auml;ume, Haftr&auml;ume und Au&szlig;enr&auml;ume der Anstalten m&ouml;glichst ansprechend gestaltet werden und auf martialische technische Sicherungsma&szlig;nahmen so weit als m&ouml;glich verzichtet wird.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn389\" name=\"_ftnref389\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[382]<\/span><\/a> All das ist richtig und notwendig, vieles davon hat sich bereits in den Jugendstrafvollzugsgesetzen und der Vollzugspraxis niedergeschlagen. Insbesondere kommt einer ausreichenden personellen Ausstattung mit qualifizierten, motivierten, engagierten, aufmerksamen und zugewandten Mitarbeitern eine zentrale Bedeutung zu. Das macht nicht nur die Bereitstellung ausreichender Stellen erforderlich, sondern dar&uuml;ber hinaus auch die Bereitstellung von Freir&auml;umen f&uuml;r regelm&auml;&szlig;ige Fortbildungen und Supervision. Es ist also zu hoffen, dass in der gegenw&auml;rtigen Situation, in der die Gefangenenzahlen bundesweit r&uuml;ckl&auml;ufig sind, der Versuchung widerstanden wird, den Personalbestand abzubauen, sondern dass er gehalten und m&ouml;glichst noch ausgebaut wird.<\/p>\n<p>Dar&uuml;ber hinaus m&ouml;chte ich auf zwei strukturelle Ans&auml;tze besonders eingehen:<\/p>\n<p>1. Um das mit der Abschottung der Anstalten verbundene Machtgef&auml;lle zu reduzieren, um die Entstehung &uuml;bergriffiger Dynamiken nach M&ouml;glichkeit zu verhindern und auch um in der Gefangenschaft ein m&ouml;glichst hohes Autonomiepotential f&uuml;r die Gefangenen zu erm&ouml;glichen, kommen Strukturen der Transparenz (f&uuml;r die Gefangenen und f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit), der externen Kontrolle, des effektiven Rechtsschutz- und Beschwerdemanagements eine besondere Bedeutung zu. F&uuml;r die Gefangenen ist sowohl ein effektives und erreichbares Rechtsschutzsystem<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn390\" name=\"_ftnref390\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[383]<\/span><\/a> als auch ein informelles Beschwerdesystem wichtig. Dieses kann durch einen Justizvollzugsbeauftragten oder Ombudsmann wahrgenommen werden, wie ihn &ndash; leider als bislang einziges Bundesland &ndash; Nordrhein-Westfalen installiert hat.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn391\" name=\"_ftnref391\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[384]<\/span><\/a> Auch den internationalen und nationalen Kontrollmechanismen, die das Fakultativprotokoll zu dem &Uuml;bereinkommen der Vereinten Nationen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (OP-CAT) vom 10. Dezember 1984 vorsieht, kommt eine ebenso gro&szlig;e Bedeutung zu, wie den Besuchen durch das European Committee for the Prevention of Torture and Inhuman or Degrading Treatment or Punishment, das auf der Grundlage der Europ&auml;ischen Menschenrechtskonvention agiert.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn392\" name=\"_ftnref392\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[385]<\/span><\/a> Daher ist zu begr&uuml;&szlig;en, dass nun endlich die Nationale Stelle zur Verh&uuml;tung von Folter eingerichtet worden ist und im letzten Jahr ihre Arbeit aufgenommen hat.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn393\" name=\"_ftnref393\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[386]<\/span><\/a> Es wird weiter zu beobachten sein, wie effektiv diese Einrichtung mit der ihr zugewiesenen Ausstattung arbeiten kann.<\/p>\n<p>2. Erkenntnis bringt Ver&auml;nderung. Das BVerfG hat dem Gesetzgeber hierzu auch ins Stammbuch geschrieben:<\/p>\n<p>&bdquo;Der Gesetzgeber selbst ist verpflichtet, ein wirksames Resozialisierungskonzept zu entwickeln und den Strafvollzug darauf aufzubauen. (&#8230;) F&uuml;r die Ausgestaltung dieses Konzepts hat er, nicht zuletzt im Hinblick darauf, dass gesichertes Wissen &uuml;ber die Wirksamkeit und das Verh&auml;ltnis von Aufwand und Erfolg unterschiedlicher Vollzugsgestaltungen und Behandlungsma&szlig;nahmen nur begrenzt verf&uuml;gbar ist, einen weiten Spielraum. Auch bezogen auf den Jugendstrafvollzug ist er nicht auf eine<span class=\"NexusItalic\"> <\/span>im Einzelnen bestimmte Vollzugsgestaltung verfassungsrechtlich festgelegt. (&#8230;) Die gesetzlichen Vorgaben f&uuml;r die Ausgestaltung des Vollzuges m&uuml;ssen zudem auf sorgf&auml;ltig ermittelten Annahmen und Prognosen &uuml;ber die Wirksamkeit unterschiedlicher Vollzugsgestaltungen und Behandlungsma&szlig;nahmen beruhen. Der Gesetzgeber muss vorhandene Erkenntnisquellen, zu denen auch das in der Vollzugspraxis verf&uuml;gbare Erfahrungswissen geh&ouml;rt, aussch&ouml;pfen und sich am Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse orientieren.<\/p>\n<p>(&hellip;) Die Verpflichtung, der gesetzlichen Ausgestaltung des Vollzuges m&ouml;glichst realit&auml;tsgerechte Annahmen und Prognosen zugrundezulegen, wirkt auch in die Zukunft. Mit R&uuml;cksicht auf das besonders hohe Gewicht der grundrechtlichen Belange, die durch den Jugendstrafvollzug ber&uuml;hrt werden, ist der Gesetzgeber zur Beobachtung und nach Ma&szlig;gabe der Beobachtungsergebnisse zur Nachbesserung verpflichtet. Der Gesetzgeber muss daher sich selbst und den mit der&nbsp;Anwendung der gesetzlichen Bestimmungen befassten Beh&ouml;rden die M&ouml;glichkeit sichern, aus Erfahrungen mit der jeweiligen gesetzlichen Ausgestaltung des Vollzuges und der Art und&nbsp;Weise, in der die gesetzlichen Vorgaben angewendet werden, und&nbsp;dem Vergleich mit entsprechenden Erfahrungen au&szlig;erhalb des eigenen r&auml;umlichen Kompetenzbereichs zu lernen. In diesem Zusammenhang liegt vor allem die Erhebung aussagef&auml;higer, auf Vergleichbarkeit angelegter Daten nahe, die bis hinunter auf die Ebene der einzelnen Anstalten eine Feststellung und Bewertung der Erfolge und Misserfolge des Vollzuges<span class=\"NexusItalic\"> <\/span>&ndash; insbesondere der R&uuml;ckfallh&auml;ufigkeiten &ndash; sowie die gezielte Erforschung der hierf&uuml;r verantwortlichen Faktoren erm&ouml;glichen. Solche Daten dienen wissenschaftlicher und politischer Erkenntnisgewinnung sowie einer &ouml;ffentlichen Diskussion, die die&nbsp;Suche nach besten L&ouml;sungen anspornt und demokratische Verantwortung geltend zu machen erlaubt.&ldquo;<\/p>\n<p>Das Bundesverfassungsgericht entwirft hier nicht weniger als eine permanente wissenschaftlich fundierte und auf Erfahrungswissen basierende Qualit&auml;tskontrolle des gesetzlichen Vollzugssystems und benennt zugleich einige der wesentlichen Voraussetzungen. Der Gesetzgeber ist gehalten, die Wirksamkeit seines im Gesetz niedergelegten Vollzugskonzeptes regelm&auml;&szlig;ig auf seine Wirksamkeit in Hinblick auf das Resozialisierungsziel hin zu &uuml;berpr&uuml;fen. Dies setzt voraus, dass unterschiedliche Vollzugskonzepte miteinander verglichen werden und dass Ver&auml;nderungen in den Konzepten auf ihre Wirkung hin evaluiert werden. Vergleiche lassen sich nur anstellen, wenn vergleichbare Erkenntnisse erhoben werden. Voraussetzung f&uuml;r grundlegende Aussagen &uuml;ber die Vollzugsentwicklung ist wiederum &ndash; und das spricht auch das BVerfG ausdr&uuml;cklich so an &ndash;, dass regelm&auml;&szlig;ig vergleichbare und standardisierte Daten erhoben werden. Hier mangelt es zum Teil bereits daran, dass relevante statistische Basisdaten gesammelt werden, die m&ouml;glicherweise als Indikator f&uuml;r den Stand und die Entwicklung des Anstaltsklimas herangezogenen werden k&ouml;nnten (bspw. die statistische Erfassung von besonderen Vorkommnissen, verh&auml;ngten Sicherungs-, Erziehungs- und Disziplinarma&szlig;nahmen, Selbstverletzungen und -t&ouml;tungen, Krankmeldungen bei Bediensteten wie Gefangenen usw.).<\/p>\n<p>Was konkret die Frage nach der Gewaltbelastung der Strafvollzugsanstalten angeht, gibt es noch einiges, was zu tun ist: Die oben dargestellten Forschungen haben Akten &uuml;ber Gewaltakte zwischen Gefangenen ausgewertet, konnten also einerseits keine Aussagen zum Dunkelfeld machen (das allseits als gro&szlig; eingesch&auml;tzt wird, da davon ausgegangene wird, dass sich Gefangene nur ungern wegen &Uuml;bergriffen an die Bediensteten wenden, weil sie dann damit rechnen m&uuml;ssen, als Verr&auml;ter gebrandmarkt zu werden).<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn394\" name=\"_ftnref394\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[387]<\/span><\/a> Sie haben zudem relativ wenig empirische Aussagekraft dahingehend, welche Aspekte der Vollzugsgestaltung gewaltf&ouml;rderlich oder gewaltpr&auml;ventiv wirken.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn395\" name=\"_ftnref395\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[388]<\/span><\/a> Insbesondere fehlt es hier noch an vergleichenden Untersuchungen. Die Bundesl&auml;nder sind also aufgefordert, hier koordiniert und gemeinsam t&auml;tig zu werden, Erkenntnisse zu erbringen und diese auch bei regelm&auml;&szlig;igen Revisionen zur Grundlage ihrer Vollzugsgestaltung zu machen.<\/p>\n<h5><span id=\"vi-fazit\">VI.&nbsp; Fazit<\/span><\/h5>\n<p>Es besteht somit die Hoffnung, dass externe Pr&auml;ventionsmechanismen und institutionalisierte Evaluationen zu einer best&auml;ndigen Verbesserung des Strafvollzugssystems beitragen. Allerdings bleibt abzuwarten, ob sie Ausgangspunkt nachhaltiger Ver&auml;nderungen werden &ndash; oder ob der &ouml;ffentliche Sparwille und repressive Str&ouml;mungen in der Kriminalpolitik nicht doch die st&auml;rkeren Kr&auml;fte bleiben und Verbesserungen verhindern oder bestehende Standards erodieren.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref274\" name=\"_ftn274\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">*<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Jochen Goerdeler<\/i> ist Staatsanwalt in Itzehoe und war Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Deutschen Vereinigung f&uuml;r Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref275\" name=\"_ftn275\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[268]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zum Tatablauf siehe BGHSt <span class=\"verdana\">52, 316<\/span>&ndash;<span class=\"verdana\">321 = ZJJ 2008, 379<\/span>&ndash;<span class=\"verdana\">381 = StV 2009, 95<\/span>&ndash;<span class=\"verdana\">96 und den Tatbestand in dem vorangegangenen Urteil des LG Bonn 8 Kls 16\/07 vom 04.10.2007, zitiert im <\/span>Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900<span class=\"verdana\">, S.&nbsp;29<\/span>&ndash;<span class=\"verdana\">48.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref276\" name=\"_ftn276\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[269]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Eisenberg<\/i> ZJJ 2008,&nbsp;381&nbsp;ff.; <i>Walter<\/i> ZJJ 2007,&nbsp;72; vgl. <span class=\"verdana\">die Befassung mit dieser Frage im <\/span>Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900<span class=\"verdana\">; s.<\/span>a. die Presseerkl&auml;rung der StA Bonn zur ihrer Einstellungsverf&uuml;gung bzgl. der Ermittlungsverfahren gegen die Bediensteten, <span class=\"verdana\">zitiert im <\/span>Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900<span class=\"verdana\">, S.&nbsp;48<\/span>&ndash;<span class=\"verdana\">52.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref277\" name=\"_ftn277\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[270]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; &bdquo;Gewalt geh&ouml;rt zum Alltag&ldquo;, <i>K&uuml;hnel<\/i> Aus Politik und Zeitgeschichte, 37\/2007, 24 (29); <i>Walter<\/i> ZJJ 2007, 72&nbsp;ff.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref278\" name=\"_ftn278\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[271]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; S. hierzu auch <i>Walter<\/i> ZJJ 2007, 72&nbsp;ff.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref279\" name=\"_ftn279\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[272]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Eingesetzt am 28.03.2007, LT NRW-Drs.14\/4011. Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref280\" name=\"_ftn280\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[273]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen (sog. Werthebach-Kommission). Dar&uuml;ber hinaus geh&ouml;rten ihr an: Hubert Fluhr, Leiter der JVA Heimsheim (Baden-W&uuml;rttemberg), der ehemalige Pr&auml;sident des Justizvollzugsamtes Rheinland Klaus Koepsel, Rechtsanwalt Johannes Latz sowie Professor Klaus Laubenthal.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref281\" name=\"_ftn281\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[274]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Erster Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;5&nbsp;ff.; Schlussbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;7&nbsp;f.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref282\" name=\"_ftn282\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[275]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; S. <i>Schaaf<\/i>, Fische duschen kalt, FAS vom 29.09.2002, S.&nbsp;51.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref283\" name=\"_ftn283\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[276]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; BVerfG, Urteil vom 31.05.2006 &ndash; 2 BvR 1673\/04 und 2 BvR 2402\/04; ZJJ 2006, 193&nbsp;ff.; Urteilsbesprechung <i>Goerdeler\/Poll&auml;hne<\/i> ZJJ 2006, 250&nbsp;ff.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref284\" name=\"_ftn284\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[277]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. <i>Poll&auml;hne<\/i>, in: Poll&auml;hne\/Bammann\/Feest (Hrsg), Wege aus der Gesetzlosigkeit, Rechtslage und Regelungsbed&uuml;rfnis des Jugendstrafvollzugs, 2004, S.&nbsp;45 (46&nbsp;ff.).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref285\" name=\"_ftn285\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[278]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Durch Art.&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 Gesetz zur &Auml;nderung des Grundgesetzes (BT-Drs.&nbsp;16\/813) wurde der Strafvollzug aus dem Katalog der konkurrierenden Gesetzgebung in Art.&nbsp;74&nbsp;I Nr.&nbsp;1&nbsp;GG herausgenommen.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref286\" name=\"_ftn286\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[279]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Exemplarisch der Aufruf von mehr als 100 Strafrechtswissenschaftlern, Strafvollzugsrechtlern und Kriminologen in NK 2005, 2&nbsp;f.; vgl. auch <i>Ostendorf<\/i> NJW 2006, 2073&nbsp;f. und die Nachweise bei <i>Goerdeler\/Poll&auml;hne<\/i> ZJJ 2006, 250 (251 Fn.&nbsp;4).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref287\" name=\"_ftn287\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[280]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; BGBl. I 2006, 2034 (in Kraft seit dem 01.09.2007).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref288\" name=\"_ftn288\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[281]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Goffman<\/i>, Asyle &ndash; &Uuml;ber die soziale Situation psychiatrischer Patienten und anderer Insassen, 1972.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref289\" name=\"_ftn289\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[282]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Goffman<\/i>, Asyle &ndash; &Uuml;ber die soziale Situation psychiatrischer Patienten und anderer Insassen, 1972, S.&nbsp;14.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref290\" name=\"_ftn290\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[283]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. zum Begriffsumgang auch <i>Feest<\/i>, in: Deutsches Institut f&uuml;r Menschenrechte (Hrsg.), Pr&auml;vention von Folter und Misshandlung in Deutschland, 2007, S.&nbsp;93 (94).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref291\" name=\"_ftn291\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[284]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Neubacher<\/i> NStZ 2008, 361 (362).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref292\" name=\"_ftn292\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[285]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>K&uuml;hnel<\/i> Aus Politik und Zeitgeschichte, 37\/2007, 24 (25); <i>Neubacher<\/i> NStZ 2008, 361&nbsp;(362).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref293\" name=\"_ftn293\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[286]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Neubacher<\/i> NStZ 2008, 361&nbsp;(362).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref294\" name=\"_ftn294\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[287]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; S. auch Zweiter Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;157.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref295\" name=\"_ftn295\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[288]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. <i>M&uuml;ller-Marsell<\/i>, in: Pecher (Hrsg.), Justizvollzugspsychologie in Schl&uuml;sselbegriffen, 2004, S.&nbsp;286&nbsp;(290).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref296\" name=\"_ftn296\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[289]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>K&uuml;hnel<\/i> Aus Politik und Zeitgeschichte, 37\/2007, 24 (29).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref297\" name=\"_ftn297\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[290]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>M&uuml;ller-Marsell<\/i>, in: Pecher (Hrsg.), Justizvollzugspsychologie in Schl&uuml;sselbegriffen, 2004, S.&nbsp;286&nbsp;(293).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref298\" name=\"_ftn298\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[291]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Nach <i>Walkenhorst<\/i>, in: Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalpr&auml;vention (Hrsg.), Strategien der Gewaltpr&auml;vention im Kindes- und Jugendalter. Eine Zwischenbilanz in sechs Handlungsfeldern, 2007, S.&nbsp;230 (234).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref299\" name=\"_ftn299\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[292]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Das European Committee for the Prevention of Torture and Inhuman or Degrading Treatment or Punishment (CPT) erw&auml;hnt in seinem Bericht vom 18.4.2007 Beschwerden von einigen Gefangenen in den beiden besuchten JSAen Hameln und Weimar\/Ichtershausen &uuml;ber &bdquo;rude behavior and\/or the use of insulting or disrespectful language&ldquo; gegen&uuml;ber den Gefangenen, Abs.&nbsp;Nr.&nbsp;108.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref300\" name=\"_ftn300\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[293]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Schlussbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;10; <i>Eisenberg<\/i>, Kriminologie, 6.&nbsp;Aufl. 2005, &sect;&nbsp;37&nbsp;Rn.&nbsp;10&nbsp;ff. m.w.N.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref301\" name=\"_ftn301\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[294]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Eisenberg<\/i>, Kriminologie, 6.&nbsp;Aufl. 2005, &sect;&nbsp;37&nbsp;Rn.&nbsp;11 m.w.N.; <i>Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006, S.&nbsp;18. <i>M&uuml;ller-Marsell<\/i>, in: Pecher (Hrsg.), Justizvollzugspsychologie in Schl&uuml;sselbegriffen, 2004, S.&nbsp;286&nbsp;(289).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref302\" name=\"_ftn302\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[295]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Eisenberg<\/i>, Kriminologie, 6.&nbsp;Aufl. 2005, &sect;&nbsp;37 Rn.&nbsp;12&nbsp;f. m.w.N.; <i>M&uuml;ller-Marsell<\/i>, in: Pecher (Hrsg.), Justizvollzugspsychologie in Schl&uuml;sselbegriffen, 2004, S.&nbsp;286 (288&nbsp;f.).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref303\" name=\"_ftn303\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[296]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Nach einer Erhebung von <i>K&ouml;hler<\/i> in der Jugendstrafanstalt Schleswig hatte fast die H&auml;lfte (47,1%) der im Zeitraum 2001&ndash;2003 aufgenommenen Gefangenen bei Haftantritt die F&ouml;rder- oder Hauptschule ohne Abschluss verlassen. Weitere 38,9% hatten einen Abschluss einer F&ouml;rder- oder Hauptschule, 10% haben mit oder ohne Abschluss die Realschule besucht nur ein einzelner Gefangener in dieser Zeit (=0,7%) hatte &uuml;berhaupt das Gymnasium besucht; <i>K&ouml;hler<\/i>, Psychische St&ouml;rungen bei jungen Straft&auml;tern, 2004, S.&nbsp;129.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref304\" name=\"_ftn304\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[297]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Drogenproblematik hat sich europaweit deutlich versch&auml;rft. In Deutschland wird der Anteil Drogenabh&auml;ngiger auf bis zu 30% der m&auml;nnlichen und bis zu 70% der weiblichen Inhaftierten beziffert. So nennt <i>K&ouml;nig<\/i> f&uuml;r die M&auml;dchenabteilung der JVA Vechta 80 &ndash; 90% akut Hartdrogenabh&auml;ngige, <i>K&ouml;nig<\/i>, in: Bereswill\/H&ouml;ynck (Hrsg.), Jugendstrafvollzug in Deutschland, Grundlagen, Konzepte, Handlungsfelder, 2002, S.&nbsp;143&nbsp;(146); f&uuml;r die JVA Wiesbaden bezeichnet <i>Kirchner<\/i> lediglich ca. 22% als v&ouml;llig suchtmittelfrei, <i>Kirchner<\/i>, in: DVJJ (Hrsg), Kinder und Jugendliche als Opfer und T&auml;ter, 1999, S.&nbsp;510&nbsp;(520).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref305\" name=\"_ftn305\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[298]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Nach der Untersuchung von <i>K&ouml;hler<\/i>, Psychische St&ouml;rungen bei jungen Straft&auml;tern, 2004 wurden bei 81% der in der JSA Schleswig 2001&ndash;2003 aufgenommenen Gefangenen eine St&ouml;rung im Sozialverhalten und bei 77% eine Pers&ouml;nlichkeitsst&ouml;rung festgestellt.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref306\" name=\"_ftn306\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[299]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Als ein Indiz f&uuml;r die Bindungsschw&auml;che vieler Gefangener werden auch die Angaben zum Familienstand herangezogen: Von den m&auml;nnlichen Gefangenen waren zum Stichtag 31.03.2008 fast 2\/3 ledig, 15% waren geschieden und 19% verheiratet. Bei den inhaftierten Frauen sieht das Bild etwas anders aus, dort sind immerhin mehr als ein Viertel (26%) aktuell verheiratet, aber auch 23% geschieden und gut die H&auml;lfte ledig, <i>D&uuml;nkel\/Geng\/Morgenstern<\/i> Forum Strafvollzug 2010, 20&nbsp;(25).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref307\" name=\"_ftn307\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[300]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>D&uuml;nkel\/Geng\/Morgenstern<\/i> Forum Strafvollzug 2010, 20.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref308\" name=\"_ftn308\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[301]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>D&uuml;nkel\/Geng\/Morgenstern<\/i> Forum Strafvollzug 2010, 20&nbsp;(23).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref309\" name=\"_ftn309\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[302]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Zimbardo\/Haney\/Banks\/Jaffe<\/i>, in: Neubacher\/Walter (Hrsg.), Sozialpsychologische Experimente in der Kriminologie, Milgram, Zimbardo und Rosenhan kriminologisch gedeutet, mit einem Seitenblick auf D&uuml;rrenmatt, 2002, S.&nbsp;69&nbsp;ff.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref310\" name=\"_ftn310\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[303]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Zimbardo\/Haney\/Banks\/Jaffe<\/i>, in: Neubacher\/Walter (Hrsg.), Sozialpsychologische Experimente in der Kriminologie, Milgram, Zimbardo und Rosenhan kriminologisch gedeutet, mit einem Seitenblick auf D&uuml;rrenmatt, 2002, S.&nbsp;69&nbsp;(81).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref311\" name=\"_ftn311\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[304]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Zimbardo\/Haney\/Banks\/Jaffe<\/i>, in: Neubacher\/Walter (Hrsg.), Sozialpsychologische Experimente in der Kriminologie, Milgram, Zimbardo und Rosenhan kriminologisch gedeutet, mit einem Seitenblick auf D&uuml;rrenmatt, 2002, S.&nbsp;69&nbsp;(80).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref312\" name=\"_ftn312\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[305]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Unterbringung erfolgte in einem Kellertrakt des Institutes in Dreimann-&bdquo;Zellen&ldquo;, die mit einer Gittert&uuml;r verschlossen wurden; die &bdquo;Gefangenen&ldquo; erhielten als &bdquo;Anstaltskleidung&ldquo; offene Kittel, die sie ohne Unterw&auml;sche tragen mussten; ihnen wurden Nummern zugewiesen, und sie wurden nur mit diesen Nummern angesprochen und durften sich auch untereinander nur mit der Nummer ansprechen; Befehle wurden gebr&uuml;llt; es gab 16 ausgesprochen restriktive Regeln, wie bspw., dass Gefangene w&auml;hrend des Essens, der Ruhepausen, nach dem L&ouml;schen des Lichtes und immer wenn sie au&szlig;erhalb des Gef&auml;ngnishofes sind, still zu sein hatten, <i>Zimbardo\/Haney\/Banks\/Jaffe<\/i>, in: Neubacher\/Walter (Hrsg.), Sozialpsychologische Experimente in der Kriminologie, Milgram, Zimbardo und Rosenhan kriminologisch gedeutet, mit einem Seitenblick auf D&uuml;rrenmatt, 2002, S.&nbsp;69&nbsp;ff.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref313\" name=\"_ftn313\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[306]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Zimbardo\/Haney\/Banks\/Jaffe<\/i>, in: Neubacher\/Walter (Hrsg.), Sozialpsychologische Experimente in der Kriminologie, Milgram, Zimbardo und Rosenhan kriminologisch gedeutet, mit einem Seitenblick auf D&uuml;rrenmatt, 2002, S.&nbsp;69&nbsp;(77).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref314\" name=\"_ftn314\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[307]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; So auch <i>Eisenberg<\/i>, Kriminologie, 6.&nbsp;Aufl. 2005, &sect;&nbsp;37 Rn.&nbsp;14&nbsp;f. m.w.N.; <i>Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006<i>,<\/i> S.&nbsp;18; <i>Meier<\/i> ZfStrVo 2002, 139.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref315\" name=\"_ftn315\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[308]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Gewalt im Gef&auml;ngnis &ndash; eine Untersuchung der Entwicklung von Gewalt im hessischen Justizvollzug (1989&ndash;1998), BewHi 2002, 369&ndash;383.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref316\" name=\"_ftn316\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[309]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref317\" name=\"_ftn317\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[310]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Studie: Jugendgewalt im Strafvollzug, Kriminologischer Dienst des Freistaates Sachsen (Hrsg.), 2010.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref318\" name=\"_ftn318\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[311]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006<i>,<\/i> S.&nbsp;9&nbsp;f.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref319\" name=\"_ftn319\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[312]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Hinz\/Hartenstein<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006, S.&nbsp;14.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref320\" name=\"_ftn320\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[313]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Hinz\/Hartenstein<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006, S.&nbsp;11.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref321\" name=\"_ftn321\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[314]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Hinz\/Hartenstein<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006, S.&nbsp;11.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref322\" name=\"_ftn322\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[315]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Hinz\/Hartenstein<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006, S.&nbsp;19.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref323\" name=\"_ftn323\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[316]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Heinrich<\/i> BewHi 2002, 369&nbsp;(371&nbsp;f.).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref324\" name=\"_ftn324\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[317]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Heinrich<\/i> BewHi 2002, 369&nbsp;(370).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref325\" name=\"_ftn325\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[318]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Heinrich<\/i> BewHi 2002, 369&nbsp;(377).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref326\" name=\"_ftn326\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[319]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Heinrich<\/i> BewHi 2002, 369&nbsp;(372&nbsp;f.): 1989: 86 F&auml;lle, 1998: 176 F&auml;lle; der relativierte, auf die Gefangenenpopulation bezogene Wert sei von 1,9 auf 2,9 gestiegen.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref327\" name=\"_ftn327\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[320]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Kury\/Smartt<\/i> ZfStrVo 2002, 323 (327).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref328\" name=\"_ftn328\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[321]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006<i>,<\/i> S.&nbsp;14. Zu einem &auml;hnlichen Ergebnis kommt <i>Heinrich<\/i> BewHi 2002, 369&nbsp;(373).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref329\" name=\"_ftn329\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[322]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Wenngleich auch von regelrechten Verabredungen berichtet wird, Erster Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;26.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref330\" name=\"_ftn330\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[323]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006<i>,<\/i> S.&nbsp;11: Anzeichen f&uuml;r ein geplantes Vorgehen: 10,2%; Einsatz von Waffen: 6%. <i>Heinrich<\/i> ermittelt in immerhin 28% der F&auml;lle die Verwendung von Waffen oder Werkzeugen (<i>Heinrich<\/i> BewHi 2002, 369&nbsp;[378]).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref331\" name=\"_ftn331\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[324]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Bei <i>Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006<i> <\/i>war ein Gruppenbezug in insg. 11% der untersuchten Vorf&auml;lle erkennbar, im Jugendstrafvollzug bei 15,4%, im Erwachsenenvollzug bei 7,5% (S.&nbsp;11). Heinrich ermittelte in 17% der Vorf&auml;lle mehr als einen T&auml;ter (S.&nbsp;374). <i>Hinz<\/i> und <i>Hartenstein<\/i> stellten in 78% Einzelt&auml;ter fest, in weiteren 16% der F&auml;lle zwei bis drei T&auml;ter (<i>Hinz\/Hartenstein<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006, S.&nbsp;18).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref332\" name=\"_ftn332\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[325]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Wirth<\/i> stellte bei 45,3% der Vorf&auml;lle leichte Tatfolgen, bei ebenso vielen mittelschwere und bei 9,3% schwere Folgen fest (<i>Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen [Hrsg.], 2006, S.&nbsp;12). In der Untersuchung von <i>Heinrich<\/i> wurden 50% der Delikte als &bdquo;leicht&ldquo;, 35% als &bdquo;mittel&ldquo; und 15% als &bdquo;schwer&ldquo; eingeordnet (<i>Heinrich<\/i> BewHi 2002, 369&nbsp;[378]). <i>Hinz<\/i> und <i>Hartenstein<\/i> ermitteln in 79% der T&auml;ter-Opfer-Konstellationen und 88% der Schl&auml;gereien leichte Tatfolgen, in 15 bzw. 8% mittelschwere und in 6 bzw. 4% schwere Tatfolgen (<i>Hinz\/Hartenstein<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen [Hrsg.], 2006, S.&nbsp;19).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref333\" name=\"_ftn333\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[326]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; In der Untersuchung von <i>Wirth<\/i> erh&ouml;hte sich bei einem Gruppenbezug der Anteil der mittelschweren Tatfolgen auf 53% und der schweren Tatfolgen auf 16%, <i>Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006<i>,<\/i> S.&nbsp;12. In der Tendenz ebenso, wegen der geringen Fallzahlen jedoch weniger eindeutig, <i>Hinz\/Hartenstein<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006, S.&nbsp;20.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref334\" name=\"_ftn334\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[327]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Wirth<\/i> ermittelte folgende Tatortverteilung: Haftraum: 33,2%; Anstaltsg&auml;nge: 17%; Freistundenh&ouml;fe: 20%; Duschen: 7%; Betriebe: 6%; wenig: Freizeitr&auml;ume, Sporthallen, Ausbildungsr&auml;umlichkeiten, Sanit&auml;tsbereich, Kammern, andere &Ouml;rtlichkeiten (<i>Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen [Hrsg.], 2006<i>,<\/i> S.&nbsp;14). In der Untersuchung von <i>Heinrich<\/i> spielten sich 45% der Vorf&auml;lle in den Haftr&auml;umen, 17% in den Fluren und 8,4% w&auml;hrend der Freistunde ab (<i>Heinrich<\/i> BewHi 2002, 369&nbsp;[373]). Zu &auml;hnlichen Ergebnisse kommt die JSA Hameln, <i>Jesse<\/i> Forum Strafvollzug 2007, 23&nbsp;(24&nbsp;f.). <i>Hinz\/Hartenstein<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006 ermitteln folgende Verteilung: Haftraum 30% der T&auml;ter-Opfer-Konstellationen und 29% der Schl&auml;gereien, dabei Haftraum des T&auml;ter: 9 bzw. 24%, des Opfers 17 bzw. 5% (warum es &uuml;berhaupt in &bdquo;Schl&auml;gerei&ldquo;-Konstellationen &bdquo;T&auml;ter&ldquo;- und &bdquo;Opfer&ldquo;-Haftr&auml;ume gibt, wird nicht erkl&auml;rt) und andere Haftr&auml;ume 4 bzw. 0%; weitere 21 bzw. 29% ereigneten sich im Wohngruppenbereich, 20 bzw. 14% in den Ausbildungsbetrieben, 7 bzw. 10% im Hof und 0 bzw. 14% im Sportbereich.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref335\" name=\"_ftn335\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[328]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Wirth<\/i> ermittelte bei den in einem Haftraum begangenen T&auml;tlichkeiten in 13% schwere Folgen (im Jugendstrafvollzug sogar 15%): Die Quote ist gegen&uuml;ber der Gesamtquote deutlich erh&ouml;ht und doppelt so hoch wie an anderen &Ouml;rtlichkeiten (7,5%, Jugendstrafvollzug: 6%) (<i>Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen [Hrsg.], 2006<i>,<\/i> S.&nbsp;14). Nach (der grafischen Auswertung von ) <i>Hinz<\/i> und <i>Hartenstein<\/i> haben sich rund 40% der Vorf&auml;lle mit mittleren oder schweren Tatfolgen in einem Haftraum ereignet, mehr als ein Viertel in den Ausbildungsbetrieben (<i>Hinz\/Hartenstein<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen [Hrsg.], 2006, S.&nbsp;20).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref336\" name=\"_ftn336\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[329]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006<i>,<\/i> S.&nbsp;13.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref337\" name=\"_ftn337\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[330]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Nach <i>Wirth<\/i> werden rund &frac34; der F&auml;lle von Bediensteten gemeldet, die diese entweder unmittelbar als Augenzeugen miterlebt haben (44%) oder auf andere Weise auf diese aufmerksam wurden (u.a. durch Notruf, Alarm). Nur etwa ein Drittel wurde (auch) vom Opfer gemeldet, jeden zehnten Fall meldeten andere Gefangene, die Augenzeugen waren (<i>Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen [Hrsg.], 2006<i>,<\/i> S.&nbsp;15). <i>Hinz<\/i> und <i>Hartenstein<\/i> haben ermittelt, dass nur in 18% der T&auml;ter-Opfer-Konstellationen ein &Uuml;bergriff bekannt wird, weil sich der Gesch&auml;digte einem Bediensteten anvertraut und nur in 2% der F&auml;lle durch anderer Gefangene als Augenzeugen oder Zeugen vom H&ouml;rensagen; hingegen werden 79% dieser Vorf&auml;lle &uuml;ber Wahrnehmungen von Bediensteten bekannt, sei es durch direkte Beobachtung (38%), in weiteren 12% in Verbindung mit unmittelbarem Einschreiten oder durch Beobachtungen von Ver&auml;nderungen bei dem Gesch&auml;digten (29%), <i>Hinz\/Hartenstein<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006, S.&nbsp;17.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref338\" name=\"_ftn338\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[331]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; So auch <i>Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006<i>,<\/i> S.&nbsp;15. Vor dem Hintergrund der ermittelten Zur&uuml;ckhaltung der Meldungen durch die Gesch&auml;digten, ist die Aussage bei <i>Hinz<\/i> und <i>Hartenstein<\/i>, die Opfer w&uuml;rden sich &bdquo;h&auml;ufig&ldquo; an Bedienstete wenden und dies zeige, dass seitens der Opfer ein Vertrauen auf Unterst&uuml;tzung durch die Bediensteten vorhanden sei (<i>Hinz\/Hartenstein<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen [Hrsg.], 2006, S.&nbsp;17), nicht ganz nachvollziehbar.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref339\" name=\"_ftn339\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[332]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006<i>,<\/i> S.&nbsp;17.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref340\" name=\"_ftn340\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[333]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Nach <i>Wirth<\/i> wiesen 42% der Gefangenen seiner Gewalt-Untersuchung Symptome einer akuten Drogenanh&auml;ngigkeit auf, w&auml;hrend er unter den Zug&auml;ngen bei rund 32% der Gefangenen Drogenabh&auml;ngigkeit annimmt (<i>Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen [Hrsg.], 2006<i>,<\/i> S.&nbsp;17, mit Verweis auf <i>Wirth<\/i> BewHi 2002, 104&nbsp;[108]). In der Untersuchung von <i>Hinz<\/i> und <i>Hartenstein<\/i> waren mehr als 30% der T&auml;ter und mehr als 40% der Opfer alkoholabh&auml;ngig, aber &bdquo;nur&ldquo; 17% in der Vergleichsgruppe. Eine dokumentierte Drogenabh&auml;ngigkeit lag bei rund 45% der T&auml;ter, rund 30% der Opfer und etwa 20% der Vergleichsgruppe vor (<i>Hinz\/Hartenstein<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen [Hrsg.], 2006, S.&nbsp;31). Vgl. auch <i>Walter<\/i>, Strafvollzug, 2.&nbsp;Aufl. 1999, Rn.&nbsp;271.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref341\" name=\"_ftn341\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[334]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; In der Untersuchung von <i>Wirth<\/i> gingen mehr als die H&auml;lfte der untersuchten T&auml;tlichkeiten von Gefangenen mit einem Migrationshintergrund aus (Ausl&auml;ndern, zugewanderte Deutsche [i.d.R. Aussiedler], die Studie sagt aber hier nichts zum Anteil von Gefangenen mit Migrationshintergrund im Strafvollzug). Der Ausl&auml;nderanteil bei den untersuchten Vorkommnissen lag bei &uuml;ber einem Drittel (38%), w&auml;hrend er bei der Gefangenpopulation bei unter einem Viertel (22,8%) lag (<i>Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen [Hrsg.], 2006<i>,<\/i> S.&nbsp;16). <i>Heinrich<\/i> ermittelt, dass 62% der T&auml;ter der von ihm untersuchten Ereignisse im hessischen Strafvollzug einen Migrationshintergrund aufweisen (gibt aber keinen Vergleichswert f&uuml;r die Gesamtpopulation an). Die H&auml;ufigkeit von Vorkommnissen, die von ausl&auml;ndischen Gefangenen ausgingen, sei in dem von ihm untersuchten Zehnjahreszeitraum angestiegen, w&auml;hrend die Anzahl der von deutschen Gefangenen ausgehenden Gewaltt&auml;tigkeit in etwa stabil geblieben sei (<i>Heinrich<\/i> BewHi 2002, 369&nbsp;[374&nbsp;f.]).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref342\" name=\"_ftn342\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[335]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; In der Untersuchung von <i>Wirth<\/i> waren es 63,5%, die ihre Haft (auch) wegen eines Gewaltdeliktes verb&uuml;&szlig;ten, wobei der Anteil bei jungen Gefangen unter 21 Jahren sogar bei drei Vierteln lag. 82% waren schon mehrfach verurteilt worden (11% nur einmal, 7% waren ohne Vorstrafen), knapp die H&auml;lfte (48,4%) hatte bereits Hafterfahrungen aus einer anderen Verurteilung (<i>Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen [Hrsg.], 2006<i>,<\/i> S.&nbsp;18). Hingegen nimmt <i>Heinrich<\/i> an, dass vorbelastete Gefangene seltener auff&auml;llig werden (<i>Heinrich<\/i> BewHi 2002, 369&nbsp;[375]).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref343\" name=\"_ftn343\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[336]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Hinz\/Hartenstein<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006, S.&nbsp;29.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref344\" name=\"_ftn344\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[337]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006<i>,<\/i> S.&nbsp;20.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref345\" name=\"_ftn345\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[338]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Hinz<\/i>\/<i>Hartenstein<\/i> ZJJ 2010, 176 (178).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref346\" name=\"_ftn346\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[339]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Heinrich<\/i> BewHi 2002, 369&nbsp;(373&nbsp;ff.). &Auml;hnliche Beobachtungen wurden auch in der Jugendstrafanstalt Hameln gemacht, <i>Jesse<\/i> Forum Strafvollzug 2007, 23&nbsp;(24).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref347\" name=\"_ftn347\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[340]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Hinz\/Hartenstein<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006, S.&nbsp;23.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref348\" name=\"_ftn348\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[341]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; &Uuml;berblick &uuml;ber die (insb. englischsprachigen) Forschungsberichte zur Viktimisierung von Gefangenen bei <i>Kury\/Brandenstein<\/i> ZfStrVo 2002, 22&nbsp;ff. und <i>Kury\/Smartt<\/i> ZfStrVo 2002, 323&nbsp;ff.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref349\" name=\"_ftn349\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[342]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006<i>,<\/i> S.&nbsp;16; <i>Kury\/Brandenstein<\/i> ZfStrVo 2002, 22&nbsp;(24&nbsp;f.).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref350\" name=\"_ftn350\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[343]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Kury\/Brandenstein<\/i> ZfStrVo 2002, 22&nbsp;(29&nbsp;f.): Nach einer anonymen Befragung von 177 Gefangenen in der Jugendanstalt Hameln sind bspw. 22% der Gefangenen mit schwachem Gewaltpotenzial vor Vollzugsbeginn Opfer einer k&ouml;rperlichen Misshandlung, bei den Gefangenen mit einem mittelschweren Gewaltpotenzial waren es 41% und bei den Gefangenen mit starkem Gewaltpotenzial 43%.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref351\" name=\"_ftn351\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[344]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 2006<i>,<\/i> S.&nbsp;17.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref352\" name=\"_ftn352\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[345]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Schwind<\/i>, in: Schwind\/B&ouml;hm\/Jehle\/Laubenthal (Hrsg.), Strafvollzugsgesetz, 5.&nbsp;Aufl. 2009, &sect;&nbsp;88&nbsp;Rn.&nbsp;16 m.w.N; &auml;hnlich <i>Bennefeld-Kersten<\/i>, Suizide in Justizvollzugsanstalten der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 2000 bis 2004, Kriminologischer Dienst im Bildungszentrum des nieders&auml;chsischen Justizvollzuges (Hrsg.), 2005, S.&nbsp;1 m.w.N.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref353\" name=\"_ftn353\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[346]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Bennefeld-Kersten<\/i>, Suizide in Justizvollzugsanstalten der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 2000 bis 2004, Kriminologischer Dienst im Bildungszentrum des nieders&auml;chsischen Justizvollzuges (Hrsg.), 2005, S.&nbsp;2&nbsp;ff.; des Weiteren: Frauenvollzug 3, offener Vollzug 12, Abschiebehaft 5, Sicherungsverwahrung 1, sonstige Haftarten 3.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref354\" name=\"_ftn354\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[347]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Bennefeld-Kersten<\/i>, Suizide in Justizvollzugsanstalten der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 2000 bis 2004, Kriminologischer Dienst im Bildungszentrum des nieders&auml;chsischen Justizvollzuges (Hrsg.), 2005, S.&nbsp;7; des Weiteren: U-Haft 256, Strafhaft 156, Ersatzfreiheitsstrafe 6.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref355\" name=\"_ftn355\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[348]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Das sind 95 Suizide in der Altersgruppe, die f&uuml;r den Jugendstrafvollzug relevant ist. Der scheinbare Widerspruch zu den &bdquo;nur&ldquo; 25 ermittelten Suiziden in Jugend-U-Haft und Jugendstrafvollzug k&ouml;nnte so zu erkl&auml;ren sein, dass der &uuml;berwiegende Teil der Suizide von jungen Erwachsenen in der (normalen) U-Haft begangen worden ist.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref356\" name=\"_ftn356\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[349]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Bennefeld-Kersten<\/i>, Suizide in Justizvollzugsanstalten der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 2000 bis 2004, Kriminologischer Dienst im Bildungszentrum des nieders&auml;chsischen Justizvollzuges (Hrsg.), 2005, S.&nbsp;9&nbsp;f.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref357\" name=\"_ftn357\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[350]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Bennefeld-Kersten<\/i>, Suizide in Justizvollzugsanstalten der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 2000 bis 2004, Kriminologischer Dienst im Bildungszentrum des nieders&auml;chsischen Justizvollzuges (Hrsg.), 2005, S.&nbsp;15.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref358\" name=\"_ftn358\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[351]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zweiter Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;154.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref359\" name=\"_ftn359\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[352]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zweiter Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;154.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref360\" name=\"_ftn360\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[353]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zweiter Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;154.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref361\" name=\"_ftn361\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[354]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Erster Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;25.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref362\" name=\"_ftn362\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[355]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zweiter Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;155.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref363\" name=\"_ftn363\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[356]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zweiter Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;155.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref364\" name=\"_ftn364\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[357]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Erster Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;25.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref365\" name=\"_ftn365\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[358]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zweiter Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;154.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref366\" name=\"_ftn366\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[359]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zweiter Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;155.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref367\" name=\"_ftn367\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[360]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zweiter Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;155.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref368\" name=\"_ftn368\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[361]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zweiter Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;156.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref369\" name=\"_ftn369\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[362]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zweiter Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;156.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref370\" name=\"_ftn370\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[363]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Erster Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;25.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref371\" name=\"_ftn371\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[364]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zweiter Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;159.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref372\" name=\"_ftn372\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[365]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zweiter Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;159.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref373\" name=\"_ftn373\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[366]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Dies ergibt sich aus dem &bdquo;1. Bericht des S&auml;chsischen Staatsministeriums der Justiz und f&uuml;r Europa zur Lage des Jugendstrafvollzugs in Sachsen&ldquo;, LT-Drs.&nbsp;5\/2023. Merkw&uuml;rdig ist auch die &bdquo;Verschleierungstaktik&ldquo;, die <i>Hinz<\/i> und <i>Hartenstein<\/i> in ihrer Studie zu der von ihnen selbst ermittelten &Uuml;berrepr&auml;sentation von T&auml;tern, die gemeinschaftlich untergebracht sind, betreiben: Anstatt zumindest auch die naheliegende Eskalation von Konflikten und eine h&ouml;here &bdquo;Grundgereiztheit&ldquo; auch nur als eine m&ouml;gliche Ursache anzuf&uuml;hren, wird dort versucht, den Zusammenhang mit anderen m&ouml;glichen Erkl&auml;rungen zu bagatellisieren.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref374\" name=\"_ftn374\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[367]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Erster Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;25.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref375\" name=\"_ftn375\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[368]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zweiter Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;155.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref376\" name=\"_ftn376\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[369]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; S. dazu eingehend <i>Lamott\/Schott<\/i> Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik 2007,&nbsp;294&nbsp;ff.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref377\" name=\"_ftn377\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[370]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; CPT, Bericht vom 18.4.2007, Abs.&nbsp;Nr.&nbsp;109&nbsp;ff.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref378\" name=\"_ftn378\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[371]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zweiter Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;157.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref379\" name=\"_ftn379\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[372]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zweiter Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;160.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref380\" name=\"_ftn380\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[373]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zweiter Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;160&nbsp;f.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref381\" name=\"_ftn381\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[374]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zweiter Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;161.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref382\" name=\"_ftn382\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[375]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; BVerfG ZJJ 2006, 197.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref383\" name=\"_ftn383\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[376]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Bspw. indem u.a. daf&uuml;r gesorgt wird, dass Bedienstete feste Personen- und Wohngruppen-Zust&auml;ndigkeiten haben und nicht permanent fluktuieren, Schlussbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;108&nbsp;ff.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref384\" name=\"_ftn384\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[377]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Schlussbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;117.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref385\" name=\"_ftn385\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[378]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Schlussbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;101&nbsp;ff; Erster Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;61&nbsp;f.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref386\" name=\"_ftn386\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[379]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Neubacher<\/i> NStZ 2008, 361&nbsp;(364); Schlussbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;101&nbsp;ff; Erster Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;61&nbsp;f.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref387\" name=\"_ftn387\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[380]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Neubacher<\/i> NStZ 2008, 361&nbsp;(365).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref388\" name=\"_ftn388\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[381]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; F&uuml;r den Jugendstrafvollzug: Schlussbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;110; Erster Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;64.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref389\" name=\"_ftn389\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[382]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Weitere Strategien zur Gewaltpr&auml;vention finden sich bei <i>Walkenhorst<\/i>, in: Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalpr&auml;vention (Hrsg.), Strategien der Gewaltpr&auml;vention im Kindes- und Jugendalter. Eine Zwischenbilanz in sechs Handlungsfeldern, 2007, S.&nbsp;230&nbsp;(236&nbsp;ff.).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref390\" name=\"_ftn390\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[383]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. hierzu auch BVerfG ZJJ 2006, 197.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref391\" name=\"_ftn391\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[384]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Durch die AV vom 13.12.2010 wurde aus dem bisherigen Ombudsmann der Justizvollzugsbeauftragte. Nunmehr wird das Amt von Prof. Dr. Michael Walter ausge&uuml;bt, vgl. <a href=\"http:\/\/www.justizvollzugsbeauftragter.nrw.de\" rel=\"nofollow noopener\">http:\/\/www.justizvollzugsbeauftragter.nrw.de<\/a> [20.2.2011]; gesetzliche Grundlage ist &sect;&nbsp;97&nbsp;II JStVollzG-NRW.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref392\" name=\"_ftn392\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[385]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"http:\/\/www.cpt.coe.int\/en\/about.htm\" rel=\"nofollow noopener\">http:\/\/www.cpt.coe.int\/en\/about.htm<\/a> [20.2.2011].<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref393\" name=\"_ftn393\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[386]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href=\"http:\/\/www.antifolterstelle.de\" rel=\"nofollow noopener\">http:\/\/www.antifolterstelle.de<\/a> [20.2.2011].<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref394\" name=\"_ftn394\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[387]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Daher ist es gut und wichtig, dass nun die Deutsche Forschungsgesellschaft und die Universit&auml;t K&ouml;ln ein Forschungsprojekt zu dieser Thematik durchf&uuml;hren; allerdings erstreckt sich diese lediglich auf den Jugendstrafvollzug, <a href=\"http:\/\/www.gewaltundsuizid.uni-koeln.de\" rel=\"nofollow noopener\">http:\/\/www.gewaltundsuizid.uni-koeln.de<\/a> [20.2.2011].<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref395\" name=\"_ftn395\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[388]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Plausibel belegt ist der bereits erw&auml;hnte Zusammenhang zur Art der Unterbringung (Einzelhaftraum vs. Gemeinschaftsunterbringung).<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[66],"tags":[],"class_list":["post-7071","thema","type-thema","status-publish","hentry","category-strafvollzug-2010"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Gewalt im Strafvollzug - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/gewalt-im-strafvollzug-1\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Gewalt im Strafvollzug - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Aus: Jens Puschke (Hrsg.), Strafvollzug in Deutschland. 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