{"id":7072,"date":"2011-03-30T12:44:00","date_gmt":"2011-03-30T10:44:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/zum-umgang-mit-gewalttaten-im-strafvollzug-reaktionen-sanktionen-verarbeitungsmechanismen-1\/"},"modified":"2021-08-31T10:13:18","modified_gmt":"2021-08-31T08:13:18","slug":"zum-umgang-mit-gewalttaten-im-strafvollzug-reaktionen-sanktionen-verarbeitungsmechanismen-1","status":"publish","type":"thema","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/zum-umgang-mit-gewalttaten-im-strafvollzug-reaktionen-sanktionen-verarbeitungsmechanismen-1\/","title":{"rendered":"Zum Umgang mit Gewalttaten im Strafvollzug \u0096 Reaktionen, Sanktionen, Verarbeitungsmechanismen"},"content":{"rendered":"<p>Aus: Jens Puschke (Hrsg.), Strafvollzug in Deutschland. Strukturelle Defizite, Reformbedarf und Alternativen, S. 135-155<\/p>\n<h5><span id=\"i-einfuehrung\">I.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Einf&uuml;hrung<\/span><\/h5>\n<h5><span id=\"1-fragestellung\">1.&nbsp;&nbsp; Frage&shy;stel&shy;lung<\/span><\/h5>\n<p>Gewaltereignisse &ndash; jedenfalls solche geringerer Intensit&auml;t &ndash; geh&ouml;ren zum Alltag des Strafvollzugs.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn397\" name=\"_ftnref397\"><sup>[389]<\/sup><\/a> Eine Frage, die sich unmittelbar an diese Erkenntnis anschlie&szlig;t, ist: Wie reagieren die verschiedenen Akteure &ndash; also etwa Vollzugsbedienstete, Anstaltsleitungen, aber auch politische Entscheidungstr&auml;ger &ndash; auf (mutma&szlig;liche und tats&auml;chliche) Gewaltt&auml;tigkeiten im Strafvollzug? Und: Wie rational sind diese Reaktionen und wie tauglich, &auml;hnliche Geschehnisse zuk&uuml;nftig zu verhindern? Mit den folgenden &Uuml;berlegungen sollen einige Dimensionen dieser Fragestellungen ausgelotet werden.<\/p>\n<p>Dabei werden unter Gewaltvorkommnissen hier nur solche Ereignisse verstanden, die mit einer tats&auml;chlichen k&ouml;rperlichen Zwangswirkung einhergehen, also etwa K&ouml;rperverletzungen, N&ouml;tigungen unter Einsatz physischer Gewalt, F&auml;lle sexualisierter Gewalt und nat&uuml;rlich &ndash; die sehr seltenen, aber leider trotzdem vorkommenden &ndash; T&ouml;tungshandlungen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn398\" name=\"_ftnref398\"><sup>[390]<\/sup><\/a> Auf F&auml;lle von n&ouml;tigender Drohung beziehen sich die Ausf&uuml;hrungen demzufolge nicht. Dies aber nicht deshalb, weil Formen subtilerer Zwangsaus&uuml;bungen wie sogenanntes Mobbing oder Bullying weniger untersuchungsw&uuml;rdig w&auml;ren, sondern um den Gegenstand klarer eingrenzen zu k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Wenn man &uuml;ber Gewalt im Strafvollzug sprechen will, muss man au&szlig;erdem kl&auml;ren, auf wessen Taten man sich bezieht und wer von ihnen betroffen ist.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn399\" name=\"_ftnref399\"><sup>[391]<\/sup><\/a> Es kann einerseits um Gewaltt&auml;tigkeiten von <i>Inhaftierten<\/i> gehen, die sich gegen Mitgefangene, Bedienstete oder &ndash;&nbsp;etwa beim Missbrauch von Vollzugslockerungen&nbsp;&ndash; auch gegen Au&szlig;enstehende richten k&ouml;nnen. Da gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Gefangenen von diesen Konstellationen allerdings am weitaus h&auml;ufigsten auftreten, werden sich die nachfolgenden &Uuml;berlegungen darauf konzentrieren.<\/p>\n<p>Denkbar w&auml;re es aber auch, sich mit gewaltsamem Vorgehen von <i>Bediensteten<\/i> gegen&uuml;ber Gefangenen zu besch&auml;ftigen. Schlie&szlig;lich ist es nicht ausgeschlossen, dass Vollzugsbeamte das extreme Machtgef&auml;lle zwischen ihnen und den Inhaftierten zur Aus&uuml;bung (nicht nur von psychischer sondern auch) von physischer Gewalt ausnutzen. Allerdings gibt es hier&uuml;ber &ndash;&nbsp;auch wegen der Abschirmung des Strafvollzuges nach au&szlig;en&nbsp;&ndash; keine verl&auml;sslichen Erkenntnisse. Daher m&ouml;chte ich mich auf einen anderen Aspekt beschr&auml;nken, der mit Gewaltereignissen zwischen Gefangenen eng zusammenh&auml;ngt: Das pflichtwidrige Unterlassen von Bediensteten, Schutzma&szlig;nahmen gegen Gewalttaten unter Gefangenen zu ergreifen. Diese beiden Konstellationen &ndash;&nbsp;Gewaltanwendungen zwischen Gefangenen und die Unterlassungsverantwortlichkeit von Bediensteten&nbsp;&ndash; werden also im Folgenden daraufhin untersucht, wie die einzelnen Akteure des Vollzuges, der Verwaltung und der Politik mit ihnen umgehen.<\/p>\n<h5><span id=\"2-das-geschehen-in-der-jva-siegburg-2006-als-referenzpunkt\">2.&nbsp;&nbsp; Das Geschehen in der JVA Siegburg 2006 als Referenz&shy;punkt<\/span><\/h5>\n<p>Referenzpunkt dieser &Uuml;berlegungen ist ein Gewaltgeschehen mit den sich daran anschlie&szlig;enden Reaktionen, das in der Strafvollzugspraxis, der Strafrechtswissenschaft und den Medien weite Kreise gezogen hat: Die Ermordung des 20-j&auml;hrigen Jugendstrafgefangenen Hermann H. durch drei mit ihm in einem gemeinsamen Haftraum untergebrachte Mitgefangene in der Justizvollzugsanstalt Siegburg im November 2006.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn400\" name=\"_ftnref400\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[392]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Dass auf diesen Fall Bezug genommen wird, obwohl er schon einige Jahre zur&uuml;ckliegt, hat zwei Gr&uuml;nde: <i>Zum einen<\/i> sind die Geschehnisse &ndash; anders als die meisten anderen Gewaltvorkommnisse im Strafvollzug und die Reaktionen darauf &ndash; recht gut dokumentiert. Im Urteil des Landgerichts Bonn gegen die drei Jugendstrafgefangenen werden der Ablauf der Verletzungs- und T&ouml;tungshandlungen sowie das Verhalten der Anstaltsbediensteten (vor allem deren Unt&auml;tigkeit) relativ genau geschildert. Au&szlig;erdem hat sich ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss des nordrhein-westf&auml;lischen Landtags mit der Frage befasst, ob die politischen Entscheidungstr&auml;ger eine Verantwortlichkeit f&uuml;r die T&ouml;tung des Hermann H. trifft. Auch wenn das Ergebnis des im Jahr 2008 vorgelegten Teilabschlussberichts ziemlich unbefriedigend ist, so enth&auml;lt er doch zahlreiche relevante Fakten dar&uuml;ber, wie die Bediensteten der Anstalt, die Anstaltsleitung und die politischen Entscheidungstr&auml;ger auf die Geschehnisse in der Justizvollzugsanstalt Siegburg reagiert haben. Das leitet auch zum <i>zweiten Grund<\/i> &uuml;ber, warum diese Ereignisse in den Blick genommen werden sollen: Es manifestieren sich in ihnen mit besonderer Deutlichkeit die schweren Missst&auml;nde des vermeintlich erzieherisch ausgerichteten Jugendstrafvollzugs, die in sehr &auml;hnlicher Weise auch den vorgeblich auf Resozialisierung zielenden allgemeinen Strafvollzug pr&auml;gen.<\/p>\n<p>Es steht au&szlig;er Frage, dass diese extrem grausame Tat in keinem Fall repr&auml;sentativ f&uuml;r den gesamten Strafvollzug ist. Allerdings handelt es sich &ndash; anders als es der Untersuchungsausschuss glauben machen will &ndash; nicht um ein &bdquo;einmaliges, rational nicht begreifliches Ereignis&ldquo;<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn401\" name=\"_ftnref401\"><sup>[393]<\/sup><\/a>. So haben sich etwa im Oktober 2001 im th&uuml;ringischen Ichtershausen<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn402\" name=\"_ftnref402\"><sup>[394]<\/sup><\/a> oder im Mai 2002 im nordrhein-westf&auml;lischen Heinsberg<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn403\" name=\"_ftnref403\"><sup>[395]<\/sup><\/a> in ihrem Ablauf und ihrer Brutalit&auml;t sehr &auml;hnliche Gewalttaten unter Jugendstrafgefangenen ereignet. Auch in der Justizvollzugsanstalt Siegburg selbst wurden schon vor der Tat im Jahr 2006 Misshandlungen unter gemeinsam untergebrachten Gefangenen dokumentiert.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn404\" name=\"_ftnref404\"><sup>[396]<\/sup><\/a> Dennoch sind derartige schwerste Gewalttaten im Strafvollzug &ndash; zum Gl&uuml;ck &ndash; sehr ungew&ouml;hnlich. Aber die Missst&auml;nde, die sich bei der Aufarbeitung der Geschehnisse von Siegburg gezeigt haben, sind sicher nicht ungew&ouml;hnlich, sondern bezeichnend f&uuml;r den Zustand unseres Strafvollzugssystems. Bis heute hat sich daran nichts Grundlegendes ge&auml;ndert. Es lohnt sich daher auf diesen Fall zu schauen, um die Stellschrauben offenzulegen, an denen gedreht werden m&uuml;sste, um das Auftreten von Gewaltvorkommnissen so weit wie m&ouml;glich zu verhindern und den Schutzauftrag, den der Staat mit der Inhaftierung &uuml;bernimmt<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn405\" name=\"_ftnref405\"><sup>[397]<\/sup><\/a>, einzul&ouml;sen.<\/p>\n<h5><span id=\"3diechronologiedergewalttatunddiesieermoeglichendenumstaende-und-ablaeufe-des-strafvollzugs\">3.&nbsp;&nbsp;Die&nbsp;Chronologie&nbsp;der&nbsp;Gewalttat&nbsp;und&nbsp;die&nbsp;sie&nbsp;erm&ouml;g&shy;li&shy;chenden<br \/>Umst&auml;nde und Abl&auml;ufe des Straf&shy;voll&shy;zugs<\/span><\/h5>\n<p>Weil die nachfolgenden Ausf&uuml;hrungen daran ankn&uuml;pfen werden, sollen das Geschehen in der Justizvollzugsanstalt Siegburg und die sich unmittelbar daran anschlie&szlig;enden Ereignisse kurz in Erinnerung gerufen werden. Dabei geht es weniger darum, die kaum fassbare Brutalit&auml;t der Tat wiederzugeben, als aufzuzeigen, wie die Gewalthandlungen der drei Jugendstrafgefangenen und die institutionellen Missst&auml;nde bzw. Vers&auml;umnisse ineinandergreifen.<\/p>\n<p>Am Samstag, den 11. November 2006, gegen Mittag beginnen drei Jugendstrafgefangene in einer Gemeinschaftshaftzelle der Justizvollzugsanstalt Siegburg ihren vierten Mith&auml;ftling zu misshandeln.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn406\" name=\"_ftnref406\"><sup>[398]<\/sup><\/a> Unter anderem zwingen sie ihn, ein Gemisch aus Wasser, Salz und Chili zu trinken und anschlie&szlig;end sein Erbrochenes zu essen. Au&szlig;erdem schlagen und treten sie ihn so heftig, dass bei der sp&auml;teren Obduktion Einblutungen bis in die tieferen Muskelschichten festgestellt werden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn407\" name=\"_ftnref407\"><sup>[399]<\/sup><\/a> Um 15:15 Uhr betritt ein Bediensteter den Haftraum, um sich vor dem Einschluss zum Wochenende von den Gefangenen zu verabschieden. Dabei bleibt er in der Zellent&uuml;r stehen, so dass er die Kopfseite des Bettes von Hermann H. nicht einsehen kann.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn408\" name=\"_ftnref408\"><sup>[400]<\/sup><\/a> Als der Bedienstete nach ihm fragt, antwortet H. &bdquo;ohne weiteren Zusatz&ldquo;, er liege im Bett.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn409\" name=\"_ftnref409\"><sup>[401]<\/sup><\/a> Der Beamte sch&ouml;pft keinen Verdacht und verl&auml;sst die Zelle. Ab diesem Zeitpunkt bleiben die vier Gefangenen bis zum n&auml;chsten Morgen sich selbst &uuml;berlassen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn410\" name=\"_ftnref410\"><sup>[402]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Anschlie&szlig;end setzen die drei M&auml;nner die Misshandlungen fort. H. wird unter anderem mehrfach zum Oralverkehr gezwungen und mit dem Stiel eines Handfegers vergewaltigt. Danach gelingt es H., die Lichtrufanlage zu bet&auml;tigen. Ein Beamter, dessen Identit&auml;t sich sp&auml;ter nicht mehr kl&auml;ren l&auml;sst<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn411\" name=\"_ftnref411\"><sup>[403]<\/sup><\/a>, meldet sich &uuml;ber die Gegensprechanlage und fragt, was los ist. W&auml;hrend zwei der Gefangenen H. von der Anlage wegziehen und ihm den Mund zuhalten, erkl&auml;rt der dritte, er habe die &bdquo;Ampel&ldquo; aus Versehen bet&auml;tigt. Der Bedienstete gibt &bdquo;sich mit dieser Erkl&auml;rung zufrieden und verfolgt(e) die Sache nicht weiter.&ldquo;<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn412\" name=\"_ftnref412\"><sup>[404]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die drei M&auml;nner beschlie&szlig;en, ihr Opfer f&uuml;r dessen Versuch, um Hilfe zu rufen, zu bestrafen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn413\" name=\"_ftnref413\"><sup>[405]<\/sup><\/a> Sie fesseln und knebeln H., um ihn anschlie&szlig;end weiter zu treten und zu schlagen. Sp&auml;ter diskutieren sie ausf&uuml;hrlich, ob sie H. durch Erh&auml;ngen t&ouml;ten und anschlie&szlig;end einen Suizid vort&auml;uschen sollten.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn414\" name=\"_ftnref414\"><sup>[406]<\/sup><\/a> Zu ihrer Entscheidungsfindung erstellen sie eine Pro-und-Contra-Liste. Anschlie&szlig;end setzen sie ihre Misshandlungen fort. Dabei schleudern sie ihr Opfer auch gegen Tische und St&uuml;hle. Das verursacht so erheblichen L&auml;rm, dass sich die Gefangenen des darunterliegenden Haftraumes gegen 21:00 Uhr &uuml;ber die Lichtrufanlage beim Allgemeinen Vollzugsdienst dar&uuml;ber beschweren. Daraufhin betreten zwei Beamte die Tatzelle.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn415\" name=\"_ftnref415\"><sup>[407]<\/sup><\/a> H. liegt mittlerweile auf dem Bett. Nach den stundenlangen Misshandlungen ist er bereits schwer verletzt. Auch sein Gesicht muss erheblich geschwollen sein.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn416\" name=\"_ftnref416\"><sup>[408]<\/sup><\/a> Da die anderen Gefangenen ihm zuvor eingesch&auml;rft haben, sich ruhig zu verhalten, blickt H. die Bediensteten nur an und bewegt sich kurz. Auf Nachfrage der Beamten erkl&auml;rt einer der drei anderen Inhaftierten den L&auml;rm damit, dass sie die Zelle aufger&auml;umt und dabei Tische und St&uuml;hle verr&uuml;ckt h&auml;tten. Damit geben sich die Bediensteten zufrieden und verlassen die Zelle.<\/p>\n<p>Danach beginnen die drei M&auml;nner ihren T&ouml;tungsplan umzusetzen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn417\" name=\"_ftnref417\"><sup>[409]<\/sup><\/a> Sie zwingen H., sich zu erh&auml;ngen. Nach mehreren Versuchen, die wegen untauglicher Strangulationswerkzeuge erfolglos bleiben, tritt zwischen 23:00 und 24:00 Uhr, also fast zw&ouml;lf Stunden nach Beginn der ersten Misshandlungen, der Tod des H. ein. Am n&auml;chsten Morgen melden die drei M&auml;nner den Tod ihres Opfers und geben ihn als Selbstt&ouml;tung aus. Auch von Seiten der Justizvollzugsanstalt wird zun&auml;chst von einem tragischen Suizid gesprochen, dessen Risiko unter anderem durch die gemeinschaftliche Unterbringung habe vermindert werden sollen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn418\" name=\"_ftnref418\"><sup>[410]<\/sup><\/a><\/p>\n<h5><span id=\"ii-reaktionen-auf-mutmassliche-gewalttaten-unter-gefangenen\">II.&nbsp;&nbsp;&nbsp; Reaktionen auf (mutma&szlig;liche) Gewalttaten unter Gefangenen<\/span><\/h5>\n<p>Hat sich ein Gewaltvorkommnis zwischen Gefangenen ereignet, so kann auf verschiedenen Ebenen und auf unterschiedliche Art darauf reagiert werden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn419\" name=\"_ftnref419\"><sup>[411]<\/sup><\/a><\/p>\n<h5><span id=\"1-wahrnehmung-und-bekanntwerden\">1.&nbsp;&nbsp; Wahrnehmung und Bekannt&shy;werden <\/span><\/h5>\n<p>Eine Reaktion der Bediensteten und aller anderen Entscheidungstr&auml;ger ist &uuml;berhaupt nur m&ouml;glich, wenn sie von der Gewalttat Kenntnis erlangen. Dabei kommt den Beamten des Allgemeinen Vollzugsdienstes eine zentrale Bedeutung zu, weil sie diejenigen sind, die mit den Inhaftierten in einem regelm&auml;&szlig;igen Alltags-Kontakt stehen und damit am ehesten auf Konflikte und Auseinandersetzungen aufmerksam werden k&ouml;nnen. Das Problem dabei ist aber, dass es in der Gefangenengesellschaft sehr wirksame Mechanismen gibt, die daf&uuml;r sorgen, dass sich die Gewaltbetroffenen den Vollzugsbediensteten nicht offenbaren. Man spricht daher auch von einem &bdquo;Kooperationsverbot&ldquo; in der Subkultur des Gef&auml;ngnisses.<\/p>\n<p>Selbst bei t&ouml;dlichen Gewalteinwirkungen kann es den Anstaltsbediensteten entgehen, dass eine Fremdeinwirkung vorliegt, wenn es den T&auml;tern gelingt, die T&ouml;tung wie einen Suizid aussehen zu lassen, wie es auch die drei Gefangenen in Siegburg zun&auml;chst versucht haben. Daher ist es durchaus denkbar, dass es auch bei T&ouml;tungsdelikten im Strafvollzug ein relevantes Dunkelfeld gibt.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn420\" name=\"_ftnref420\"><sup>[412]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Deshalb ist einer der wichtigsten Aspekte einer ad&auml;quaten Reaktion auf Gewaltereignisse die gesch&auml;rfte Aufmerksamkeit der einzelnen Bediensteten.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn421\" name=\"_ftnref421\"><sup>[413]<\/sup><\/a> Wenn das eigentliche Ziel, Gef&auml;hrdungspotentiale schon im Vorfeld zu erkennen und ihnen wirksam zu begegnen, nicht erreicht werden kann, so m&uuml;ssen wenigstens die sichtbaren Anzeichen einer gewaltsamen Auseinandersetzung (wie etwa Verletzungsfolgen oder bestimmte Verhaltens&auml;nderungen beim Opfer) wahrgenommen werden. Nur so k&ouml;nnen die erforderlichen Behandlungs-, Hilfs- und Schutzma&szlig;nahmen eingeleitet und weitere Gewalttaten und Eskalationen vermieden werden. Diese Sensibilit&auml;t erfordert zum Beispiel auch einen verantwortungsvollen Umgang mit der Kontaktaufnahme der Gefangenen &uuml;ber die Rufanlage. Anders als im November 2006 in Siegburg geschehen, d&uuml;rfen sich Vollzugsbedienstete mit der Erkl&auml;rung &bdquo;Ich habe mich verdr&uuml;ckt&ldquo; nicht einfach zufrieden geben.<\/p>\n<p>Notwendig ist au&szlig;erdem ein gewisses Ma&szlig; an Vertrauen. Den Bediensteten muss es gelingen, deutlich zu machen, dass ein Gefangener in Bedr&auml;ngnis &ndash; zumal in wortw&ouml;rtlich existentieller Bedr&auml;ngnis &ndash;&nbsp;von Seiten der Anstalt wirksamen Schutz erwarten kann. Auch dies scheint in Siegburg nicht der Fall gewesen zu sein. Dass H. sich keinem der Vollzugsbeamten offenbarte, die w&auml;hrend seines Martyriums f&uuml;r ihn erreichbar gewesen w&auml;ren, zeigt ein eklatantes Fehlen von Vertrauen gegen&uuml;ber dem von staatlicher Seite zu erwartenden Schutz.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn422\" name=\"_ftnref422\"><sup>[414]<\/sup><\/a> Ein solches Vertrauen kann aber nur entstehen, wenn die Betreuung durch die Vollzugsbediensteten von Kontinuit&auml;t gekennzeichnet ist. Dass dies in Siegburg nicht gew&auml;hrleistet war, zeigt sich u.a. darin, dass die Bediensteten je nach Bedarf abteilungs&uuml;bergreifend, also mal im Jugend- und mal im Allgemeinen Strafvollzug eingesetzt wurden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn423\" name=\"_ftnref423\"><sup>[415]<\/sup><\/a><\/p>\n<h5><span id=\"2-reaktionen-innerhalb-der-anstalt\">2.&nbsp;&nbsp; Reaktionen innerhalb der Anstalt<\/span><\/h5>\n<p>Gelangt den Vollzugsbediensteten &ndash;&nbsp;aufgrund ihrer Aufmerksamkeit oder allzu augenf&auml;lligen Verletzungsfolgen&nbsp;&ndash; eine gewaltsame Auseinandersetzung zur Kenntnis, so kommen bereits innerhalb der Anstalt sehr unterschiedliche Reaktionen in Betracht.<\/p>\n<p>a)&nbsp;&nbsp; Unmittelbare Schutzma&szlig;nahmen zugunsten des mutma&szlig;lichen Opfers<\/p>\n<p>Einerseits k&ouml;nnen kurzfristige Interventionen erforderlich sein.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn424\" name=\"_ftnref424\"><sup>[416]<\/sup><\/a> Zum Schutz des mutma&szlig;lichen Opfers vor weiteren Sch&auml;digungen m&uuml;ssen zumeist Ma&szlig;nahmen zur r&auml;umlichen Trennung vom mutma&szlig;lichen Angreifer ergriffen werden. Oftmals wird die Unterbringung des Aggressors in einem besonders gesicherten Haftraum angeordnet.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn425\" name=\"_ftnref425\"><sup>[417]<\/sup><\/a> In Betracht kommt aber auch die Verlegung von Gefangenen in eine andere Abteilung oder sogar in eine andere Justizvollzugsanstalt. Zudem m&uuml;ssen teilweise auch sofortige medizinische oder psychologische Ma&szlig;nahmen zur Betreuung von Verletzten durch die Fachdienste eingeleitet werden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn426\" name=\"_ftnref426\"><sup>[418]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Gegen&uuml;ber dem mutma&szlig;lichen Gewaltt&auml;ter kommt, wenn ihm ein schuldhafter Pflichtenversto&szlig; nachgewiesen werden kann, eine disziplinarische Ahndung in Betracht. Empirischen Erkenntnissen zufolge werden gegen&uuml;ber den meisten erfassten Gewaltdelinquenten Disziplinarma&szlig;nahmen verh&auml;ngt.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn427\" name=\"_ftnref427\"><sup>[419]<\/sup><\/a> Dabei sind das Verbot der Teilnahme an gemeinschaftlichen Veranstaltungen, die getrennte Unterbringung w&auml;hrend der Freizeit und Arrest die h&auml;ufigsten Sanktionen. Angeordnet werden Disziplinarma&szlig;nahmen vom Anstaltsleiter bzw. &ndash;&nbsp;bei &Uuml;bertragung der Befugnis&nbsp;&ndash; vom Teilanstalts- oder Abteilungsleiter.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn428\" name=\"_ftnref428\"><sup>[420]<\/sup><\/a> Bei schwereren Verst&ouml;&szlig;en soll vor der Entscheidung eine Disziplinarkonferenz mit den an der Behandlung des betreffenden Gefangenen beteiligten Personen stattfinden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn429\" name=\"_ftnref429\"><sup>[421]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Von vielen Praktikern und Politikern wird &ndash;&nbsp;durchaus zu Recht&nbsp;&ndash; gefordert, nach dem Bekanntwerden eines Gewaltvorkommnisses schnell und eindeutig ein Zeichen gegen Gewalt und f&uuml;r die Solidarisierung mit dem Gewaltbetroffenen zu setzen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn430\" name=\"_ftnref430\"><sup>[422]<\/sup><\/a> Dies ist allerdings insofern schwierig, als K&ouml;rperverletzungen unter Gefangenen oftmals durch gegenseitige Provokationen und Beleidigungen eingeleitet werden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn431\" name=\"_ftnref431\"><sup>[423]<\/sup><\/a> Dadurch wird eine eindeutige Zuweisung der Rollen des Angreifers bzw. Opfers erschwert und teilweise mehr oder weniger zuf&auml;llig danach vorgenommen, wer die schwereren k&ouml;rperlichen Verletzungen davontr&auml;gt.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn432\" name=\"_ftnref432\"><sup>[424]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Besonders problematisch wird diese Forderung dann, wenn auch in diesem Zusammenhang die Kampf-Rhetorik Einzug h&auml;lt: Im Bericht des Untersuchungsausschusses ist von &bdquo;Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung der Gewalt unter Gefangenen&ldquo;<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn433\" name=\"_ftnref433\"><sup>[425]<\/sup><\/a> die Rede. Klar ist, dass Gewalt als Kommunikationsmittel zur Regelung von Konflikten im Vollzug ge&auml;chtet werden muss. Aber es hilft nicht weiter, gewaltt&auml;tig agierende Gefangene &uuml;ber ihre Inhaftierung hinaus noch weiter zu stigmatisieren. Stattdessen muss der Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit gewahrt sein und zus&auml;tzlich bedacht werden, dass zu einschneidende Ma&szlig;nahmen auch gewaltf&ouml;rdernde Effekte produzieren k&ouml;nnen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn434\" name=\"_ftnref434\"><sup>[426]<\/sup><\/a> Au&szlig;erdem muss der Vollzugsalltag auch von einem Umgang gepr&auml;gt sein, der &uuml;berhaupt kommunikative Alternativen zu gewaltsamem Vorgehen er&ouml;ffnet.<\/p>\n<p>&Uuml;ber die genannten Ma&szlig;nahmen hinaus k&ouml;nnen Gewaltt&auml;tigkeiten noch weiterreichende Vollzugsentscheidungen gegen&uuml;ber dem mutma&szlig;lichen Gewaltt&auml;ter zur Folge haben. Sie k&ouml;nnen zum Beispiel negativ bei der Eignungspr&uuml;fung f&uuml;r Vollzugslockerungen ber&uuml;cksichtigt werden oder zur Verlegung vom offenen in den geschlossenen Vollzug f&uuml;hren.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn435\" name=\"_ftnref435\"><sup>[427]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Sehr uneinheitlich wird in den Justizvollzugsanstalten die Entscheidung dar&uuml;ber gehandhabt, ob bei einer gewaltt&auml;tigen Auseinandersetzung zwischen Gefangenen auch Strafanzeige zu erstatten ist. In einigen Anstalten scheint fast jedes Gewaltereignis zur Anzeige gebracht zu werden, w&auml;hrend in anderen fast nie die Polizei eingeschaltet wird.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn436\" name=\"_ftnref436\"><sup>[428]<\/sup><\/a> Rechtlich ist die Verh&auml;ngung von Disziplinarma&szlig;nahmen auch neben der Einleitung eines Straf- oder Bu&szlig;geldverfahrens zul&auml;ssig.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn437\" name=\"_ftnref437\"><sup>[429]<\/sup><\/a> Dennoch scheint insgesamt ein erheblicher Anteil der bekanntgewordenen Gewaltvorf&auml;lle im Vollzug ausschlie&szlig;lich anstaltsintern erledigt zu werden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn438\" name=\"_ftnref438\"><sup>[430]<\/sup><\/a> Umgekehrt werden nicht alle von den Anstaltsleitungen angezeigten mutma&szlig;lichen Delikte auch disziplinarisch geahndet. Teilweise wird auf Disziplinarma&szlig;nahmen dann verzichtet, wenn aufgrund des eingeleiteten Strafverfahrens mit einer Verurteilung zu einer Strafsanktion gerechnet wird.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn439\" name=\"_ftnref439\"><sup>[431]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Ebenso unterschiedlich wie die Praxis der Anzeigeerstattung ist die Handhabung der Berichtspflichten der Anstalten gegen&uuml;ber den Aufsichtsbeh&ouml;rden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn440\" name=\"_ftnref440\"><sup>[432]<\/sup><\/a> In Nordrhein-Westfalen galt zum Beispiel bis zu den Ereignissen in Siegburg eine &bdquo;Anordnung&ldquo;, nach der Vorkommnisse von &bdquo;erheblicher Tragweite&ldquo; oder &bdquo;&uuml;ber&ouml;rtlicher Bedeutung&ldquo; berichtet werden sollten; Gewaltvorf&auml;lle wurden nicht explizit als berichtspflichtig benannt.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn441\" name=\"_ftnref441\"><sup>[433]<\/sup><\/a> Demgegen&uuml;ber wird etwa in einem baden-w&uuml;rttembergischen Erlass die Pflicht zur Meldung von Gewalt unter Gefangenen ausdr&uuml;cklich genannt, allerdings nur, wenn die Folgen erheblich sind. Das soll insbesondere dann der Fall sein, wenn das Opfer aufgrund der Verletzungen arbeitsunf&auml;hig geworden ist.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn442\" name=\"_ftnref442\"><sup>[434]<\/sup><\/a> Diese Unterschiedlichkeit der Erfassung von Gewaltvorf&auml;llen erschwert im &Uuml;brigen die Gewinnung von systematischen Erkenntnissen &uuml;ber das Ph&auml;nomen &bdquo;Gewalt im Strafvollzug&ldquo;.<\/p>\n<h5><span id=\"3-reaktionen-der-strafverfolgungsbehoerden\">3.&nbsp;&nbsp; Reaktionen der Straf&shy;ver&shy;fol&shy;gungs&shy;be&shy;h&ouml;rden<\/span><\/h5>\n<p>Von den Strafverfahren, die aufgrund einer Strafanzeige der Anstaltsleitungen oder Aufsichtsbeh&ouml;rden eingeleitet werden, stellen die Staatsanwaltschaften einen relevanten Anteil &ndash;&nbsp;zumeist nach &sect;&nbsp;154 StPO&nbsp;&ndash; ein.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn443\" name=\"_ftnref443\"><sup>[435]<\/sup><\/a> Das d&uuml;rfte auch damit zu tun haben, dass die Staatsanwaltschaften vor der Verfolgung von Taten zur&uuml;ckschrecken, zu deren Beweis nur die Aussage eines verurteilten Straft&auml;ters zur Verf&uuml;gung steht. Nach US-amerikanischen Studien bef&uuml;rchten die Strafverfolgungsbeh&ouml;rden, dass die Bereitschaft des Gefangenen zur Kooperation eingeschr&auml;nkt ist und das Gericht den Zeugen als unglaubw&uuml;rdig ansehen wird.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn444\" name=\"_ftnref444\"><sup>[436]<\/sup><\/a> Ungeachtet gro&szlig;er Unterschiede in den Gerichtssystemen d&uuml;rfte das in der Tendenz auch f&uuml;r das bundesdeutsche Strafrechtswesen gelten.<\/p>\n<p>Anders ist dies allerdings bei schwerwiegenden Gewaltdelikten zwischen Gefangenen, die &ndash;&nbsp;wie der Fall in Siegburg&nbsp;&ndash; auch gro&szlig;e &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit erregen. Hier stehen die Strafverfolgungsbeh&ouml;rden und Gerichte auch unter gro&szlig;em medialen Druck, eine Strafe zu verh&auml;ngen, die die &ouml;ffentliche Erregung wieder beruhigt. Auch daf&uuml;r ist der Siegburger Fall ein Beispiel:<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn445\" name=\"_ftnref445\"><sup>[437]<\/sup><\/a> Das Landgericht Bonn hat den zur Tatzeit noch jugendlichen Angeklagten zur H&ouml;chststrafe von zehn Jahren, die beiden bereits heranwachsenden Angeklagten nach allgemeinem Strafrecht zu 14 bzw. 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Von der M&ouml;glichkeit, die beiden Heranwachsenden nach Jugendstrafrecht zu verurteilen, wurde also kein Gebrauch gemacht.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn446\" name=\"_ftnref446\"><sup>[438]<\/sup><\/a> Bei dem Angeklagten, der als Hauptakteur gilt, wurde &ndash;&nbsp;nach der Revision der Staatsanwaltschaft zum Bundesgerichtshof<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn447\" name=\"_ftnref447\"><sup>[439]<\/sup><\/a>&nbsp;&ndash; zus&auml;tzlich die Sicherungsverwahrung vorbehalten.<\/p>\n<h5><span id=\"4-administrative-und-politische-reaktionen\">4.&nbsp;&nbsp; Adminis&shy;tra&shy;tive und politische Reaktionen <\/span><\/h5>\n<p>Schwere oder gar t&ouml;dliche Gewalttaten unter Inhaftierten verletzen die gesellschaftliche Erwartung, dass der Staat den Schutz von in seiner Obhut befindlichen, existentiell bedr&auml;ngten Gefangenen gew&auml;hrleistet. Diese Erwartungsverletzung verlangt nach gesellschaftlicher Verarbeitung.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn448\" name=\"_ftnref448\"><sup>[440]<\/sup><\/a> Im Fall Siegburg fand diese Verarbeitung ihren Ausdruck u.a. in Parlamentsdebatten, in der Schaffung einer Kommission zur Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug (sog. Werthebach-Kommission), in der Einrichtung des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses und in Presseverlautbarungen des zust&auml;ndigen Justizministeriums.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn449\" name=\"_ftnref449\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[441]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Das Produkt dieser Verarbeitungsmaschinerie ist die gro&szlig;e &ouml;ffentliche Beruhigung: Niemand ist schuld, au&szlig;er den drei Jugendlichen selbst. Der Bericht des Untersuchungsausschusses beispielsweise liest sich wie eine Verteidigungsschrift f&uuml;r die zur Tatzeit amtierende Justizministerin Roswitha M&uuml;ller-Piepenk&ouml;tter. Sie und die &uuml;brigen politischen Entscheidungstr&auml;ger werden von jeder Verantwortung freigestellt. Soweit &uuml;berhaupt Vers&auml;umnisse festgestellt werden, werden sie ausschlie&szlig;lich dem Vorg&auml;nger M&uuml;ller-Piepenk&ouml;tters, Wolfgang Gerhards, angelastet.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn450\" name=\"_ftnref450\"><sup>[442]<\/sup><\/a> So sei es &bdquo;als tragisch zu bezeichnen, dass sich der schreckliche Vorfall vom 11.11.2006 zu einer Zeit ereignete, in der die Justizministerin als erste &uuml;berhaupt bereits mit viel Druck an der Schaffung von Grundlagen f&uuml;r Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung der Gewalt im Justizvollzug mit der z&uuml;gig organisierten und durchgef&uuml;hrten Studie des Kriminologischen Dienstes arbeiten lie&szlig;.&ldquo;<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn451\" name=\"_ftnref451\"><sup>[443]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die Belegung eines f&uuml;r drei Gefangene ausgelegten Haftraumes mit vier Personen, darunter zweien, die als &bdquo;potentiell gewaltt&auml;tig einzusch&auml;tzen waren&ldquo;<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn452\" name=\"_ftnref452\"><sup>[444]<\/sup><\/a>, wird den politisch Verantwortlichen nicht vorgeworfen. Im Gegenteil: Es habe &bdquo;hinreichende strukturelle Ma&szlig;nahmen&ldquo; gegeben, &bdquo;um mit dem (&#8230;) Haftplatzmangel organisatorisch umzugehen&ldquo;.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn453\" name=\"_ftnref453\"><sup>[445]<\/sup><\/a> Dazu h&auml;tten die &bdquo;gut funktionierenden Systeme zum Ausgleich der Gefangenenzahlen&ldquo; gedient. Ebenso habe ein &bdquo;in der Praxis hinreichend erprobtes Verfahren&ldquo; bestanden, &bdquo;um die Gemeinschaftshaftf&auml;higkeit der einzelnen Gefangenen zu &uuml;berpr&uuml;fen&ldquo;.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn454\" name=\"_ftnref454\"><sup>[446]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Da dieses Verfahren in der R&uuml;ckschau offensichtlich versagt hat, fragt es sich doch, worin es bestanden haben soll. Nach Angaben des damaligen Anstaltsleiters beruhte die Vertr&auml;glichkeitspr&uuml;fung in erster Linie auf der Berufserfahrung und dem &bdquo;Fingerspitzengef&uuml;hl&ldquo; der Bereichsleiter und Abteilungsbeamten.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn455\" name=\"_ftnref455\"><sup>[447]<\/sup><\/a> Dabei zogen sie die Gefangenenpersonalakte heran, in der sich das Strafurteil befinden konnte, aber nicht musste. Die Tatsache, dass ein Gefangener wegen eines Gewaltdelikts verurteilt war, habe erst einmal nicht gegen eine Zusammenlegung mit anderen Gefangenen gesprochen, weil dies f&uuml;r die meisten Jugendstrafgefangenen gelte. Nach der Zusammenlegung sei aber beobachtet worden, ob sich die Entscheidung bew&auml;hre. Dass die tats&auml;chlich entscheidenden Kriterien, zu denen u.a. die Art der strafrechtlichen Vorbelastungen, bisherige Gewaltvorkommnisse, Alter, physischer Reifezustand, bisherige Hafterfahrung, ethnische Zugeh&ouml;rigkeit zu z&auml;hlen sind, gezielt ber&uuml;cksichtigt werden, musste allerdings nach dem Vorfall in Siegburg erst vom Justizministerium angeordnet werden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn456\" name=\"_ftnref456\"><sup>[448]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Auch das schutzlose Ausgeliefertsein des Hermann H. wird niemandem zur Last gelegt. Schlie&szlig;lich habe mit der Zellenkommunikationsanlage den Gefangenen eine Notrufm&ouml;glichkeit zur Verf&uuml;gung gestanden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn457\" name=\"_ftnref457\"><sup>[449]<\/sup><\/a> Dass sich diese Anlage f&uuml;r den Gefangenen H. allerdings nicht als wirkliche Notrufm&ouml;glichkeit erwiesen hat, wird dabei ausgespart. Da klingt es fast zynisch, wenn der Untersuchungsausschuss es &bdquo;begr&uuml;&szlig;t, dass aufgrund der Ereignisse aus der schrecklichen Tat (&#8230;) die Beamten (&#8230;) nunmehr gehalten sind, die Haftzellen auch bei einem &sbquo;versehentlichen&rsquo; Bet&auml;tigen der Kommunikationsanlage zu &uuml;berpr&uuml;fen&ldquo;<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn458\" name=\"_ftnref458\"><sup>[450]<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Es soll hier keinesfalls behauptet werden, dass einzelne Akteure eine <i>individuelle<\/i> Verantwortlichkeit trifft. Aber es erscheint doch offenkundig, dass strukturelle M&auml;ngel in der Belegung der Haftr&auml;ume vorhanden waren und zum gro&szlig;en Teil noch sind. Diese aufzudecken und zu beseitigen, dazu scheinen die genannten Aufarbeitungsmechanismen wenig geeignet. Sie dienen stattdessen der politischen Stabilisierung und dem Machterhalt der Verantwortlichen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn459\" name=\"_ftnref459\"><sup>[451]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Immerhin hat der tragische Vorfall von Siegburg dazu gef&uuml;hrt, dass einige &ndash;&nbsp;zum Teil l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige&nbsp;&ndash; Ma&szlig;nahmen getroffen wurden. Als Sofortma&szlig;nahmen<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn460\" name=\"_ftnref460\"><sup>[452]<\/sup><\/a> hat das nordrhein-westf&auml;lische Justizministerium beispielsweise landesweit die Belegung von Gemeinschaftshaftr&auml;umen mit mehr als zwei Gefangenen untersagt, erh&ouml;hte Anforderungen an die Zusammenlegung von Gefangenen vorgeschrieben und verst&auml;rkte optische und akustische Kontrollen in den Abend- und Nachtstunden angeordnet. Speziell in der Justizvollzugsanstalt Siegburg wurden einige besonders eklatante M&auml;ngel behoben,<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn461\" name=\"_ftnref461\"><sup>[453]<\/sup><\/a> indem zus&auml;tzliche Personalstellen geschaffen, das Sportangebot erweitert, die Besuchszeiten f&uuml;r ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer ausgeweitet, die Aufschlusszeiten verl&auml;ngert und neue arbeitstherapeutische Ma&szlig;nahmen eingef&uuml;hrt wurden. Au&szlig;erdem wurde der rechtswidrige Zustand des Mischvollzuges<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn462\" name=\"_ftnref462\"><sup>[454]<\/sup><\/a> aufgehoben. Seit April 2009 ist die Justizvollzugsanstalt Siegburg nun eine reine Jugendvollzugsanstalt.<\/p>\n<h5><span id=\"5-mediale-verarbeitung\">5.&nbsp;&nbsp; Mediale Verar&shy;bei&shy;tung<\/span><\/h5>\n<p>F&uuml;r die Medien ist die Realit&auml;t des Strafvollzugs und damit auch das Problem der Gewalt unter Inhaftierten ganz &uuml;berwiegend uninteressant. Das mag vielleicht auch darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sein, dass der &bdquo;Entzug von Sicherheit&ldquo;<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn463\" name=\"_ftnref463\"><sup>[455]<\/sup><\/a> bei Strafgefangenen von Teilen der Bev&ouml;lkerung als Teil der &bdquo;verdienten&ldquo; Strafe angesehen wird.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn464\" name=\"_ftnref464\"><sup>[456]<\/sup><\/a> Offenkundig taugt das Anliegen, ein komplexes System wie den Strafvollzug zu reformieren, nicht zur vereinfachenden und polarisierenden Darstellung in den Medien. Die Parteinahme f&uuml;r verurteilte Straft&auml;ter als Rechtssubjekte schon gar nicht. Anders ist das nur, wenn Prominente inhaftiert werden oder sich spektakul&auml;re Gewalttaten ereignen wie diejenige in der Justizvollzugsanstalt Siegburg. Dann kocht das &ouml;ffentliche Interesse hoch, ebbt aber nach Abschluss der justiziellen Aufarbeitung des betreffenden Falls ebenso schnell wieder ab.<\/p>\n<h5><span id=\"iii-reaktionen-auf-mutmassliches-unterlassen-von-schutzmassnahmen-durch-bedienstete\">III.&nbsp;&nbsp; Reaktionen auf (mutma&szlig;&shy;li&shy;ches) Unterlassen von Schutz&shy;ma&szlig;&shy;nahmen durch Bedienstete<\/span><\/h5>\n<p>Nachdem auf die verschiedenen Formen von Reaktionen auf Gewalttaten von Gefangenen hingewiesen wurde, sollen auch die Reaktionen auf (mutma&szlig;liches) strafbares Unterlassen von Schutzma&szlig;nahmen durch Bedienstete kurz am Beispiel des Gewaltgeschehens in Siegburg dargestellt werden.<\/p>\n<p>Kann einem Bediensteten ein schuldhaftes Unterlassen von gebotenen Hilfs- und Schutzma&szlig;nahmen gegen&uuml;ber &Uuml;bergriffen zwischen Gefangenen nachgewiesen werden, so k&ouml;nnen gegen ihn <i>Disziplinarma&szlig;nahmen<\/i> nach den jeweils geltenden beamtenrechtlichen Vorschriften verh&auml;ngt werden.<b> <\/b>Daneben kann nat&uuml;rlich bei Verdacht eines strafbaren Unterlassens von Bediensteten <i>Strafanzeige<\/i> bei den Strafverfolgungsbeh&ouml;rden erstattet werden.<b> <\/b><\/p>\n<p>Im Fall Siegburg wurden Ermittlungsverfahren gegen die beiden Bediensteten eingeleitet, die f&uuml;r die Zusammenlegung der Gefangenen verantwortlich waren, au&szlig;erdem gegen die zwei Bediensteten, die am Tattag Dienst hatten und zur Kontrolle die Tatzelle betraten, sowie gegen den damaligen Leiter der Justizvollzugsanstalt Siegburg. F&uuml;r alle f&uuml;nf Beschuldigten ist die Staatsanwaltschaft Bonn zu dem Ergebnis gekommen, dass kein hinreichender Tatverdacht besteht, und hat die Verfahren nach &sect;&nbsp;170&nbsp;II StPO eingestellt.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn465\" name=\"_ftnref465\"><sup>[457]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Den Bediensteten, die die Tatzelle kontrollierten, k&ouml;nne kein strafrechtlicher Vorwurf daraus gemacht werden, H. nicht gezielt angesprochen zu haben. Schlie&szlig;lich sei die Zelle nur von einer &ndash;&nbsp;zum Teil mit dunkler Farbe angestrichenen&nbsp;&ndash; Neonr&ouml;hre beleuchtet worden.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn466\" name=\"_ftnref466\"><sup>[458]<\/sup><\/a> Da der Haftraum einen &bdquo;umger&auml;umten Eindruck&ldquo; gemacht habe, sei auch die Erkl&auml;rung der Inhaftierten, es seien M&ouml;bel ger&uuml;ckt worden, nicht als &bdquo;blo&szlig;es Abwimmeln&ldquo; der Beamten erkennbar gewesen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn467\" name=\"_ftnref467\"><sup>[459]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Der Vollzugsbeamte, der auf die Bet&auml;tigung der Lichtrufanlage antwortete, dann aber keine weiteren Schritte einleitete, war &ndash;&nbsp;wie schon erw&auml;hnt&nbsp;&ndash; &bdquo;nicht mehr identifizierbar&ldquo;.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn468\" name=\"_ftnref468\"><sup>[460]<\/sup><\/a> Ohnehin &ndash;&nbsp;so stellte die Staatsanwaltschaft fest&nbsp;&ndash; handele es sich bei der &bdquo;Ampel&ldquo; nicht um eine Notrufanlage. Auch habe es keine &bdquo;spezielle Dienstanweisung&ldquo; gegeben, wie auf eine Bet&auml;tigung der Anlage zu reagieren sei. Daher k&ouml;nne auch kein strafrechtlicher Vorwurf erhoben werden, wenn sich Bedienstete mit der Antwort &bdquo;Ich habe mich verdr&uuml;ckt&ldquo; zufrieden gegeben haben.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn469\" name=\"_ftnref469\"><sup>[461]<\/sup><\/a> Das ist schon bemerkenswert: Die politisch Verantwortlichen werden &ndash;&nbsp;wie bereits dargestellt&nbsp;&ndash; mit der Begr&uuml;ndung entlastet, sie h&auml;tten mit dem Vorhandensein einer Lichtrufanlage ihrer Verpflichtung gen&uuml;ge getan, den Gefangenen eine <i>Notruf<\/i>m&ouml;glichkeit zu geben. Die Bediensteten vor Ort, die die Kontaktaufnahme durch den Bedr&auml;ngten nicht ernst genommen haben, werden hingegen mit dem Hinweis entlastet, die Lichtrufanlage sei eben <i>keine<\/i> Notrufanlage, so dass nicht jedem Bet&auml;tigen nachgegangen werden m&uuml;sse.<\/p>\n<h5><span id=\"iv-schlussfolgerungen\">IV.&nbsp; Schluss&shy;fol&shy;ge&shy;rungen<\/span><\/h5>\n<h5><span id=\"1-zusammenfassung\">1.&nbsp;&nbsp; Zusam&shy;men&shy;fas&shy;sung<\/span><\/h5>\n<p>Es soll noch einmal betont werden, dass ich mir nicht anma&szlig;e, in Abweichung von den offiziellen Instanzen irgendjemandem au&szlig;er den drei verurteilten Jugendstrafgefangenen eine <i>pers&ouml;nliche<\/i> Verantwortung zuzuschreiben. Aber es erstaunt schon, was f&uuml;r eine Maschinerie angeworfen wurde, um zu dem Ergebnis zu gelangen, dass die strukturellen Missst&auml;nde, die es offenkundig gab und zu einem gro&szlig;en Teil noch immer gibt, niemandem anzulasten sind. Es scheint, als f&uuml;hre der Strafvollzug ein Eigenleben, auf das weder Anstaltsleitungen noch Ministerialbeamte noch Politiker wirksamen Einfluss h&auml;tten.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn470\" name=\"_ftnref470\"><sup>[462]<\/sup><\/a> Stattdessen werden die Entstehungszusammenh&auml;nge so weit fragmentiert, dass nur noch die strafrechtliche Verantwortlichkeit der misshandelnden Jugendstrafgefangenen &uuml;brig bleibt.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn471\" name=\"_ftnref471\"><sup>[463]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Immerhin wurden als Reaktion auf die Gewalttat in Siegburg besonders krasse Missst&auml;nde beseitigt. Das kann aber nicht gen&uuml;gen. Die Politik und die Strafvollzugsadministration m&uuml;ssen zu ihrer Verantwortung f&uuml;r die Systementscheidungen stehen.<\/p>\n<h5><span id=\"2-was-siegburg-uns-lehrt-konkrete-forderungen\">2.&nbsp;&nbsp; Was Siegburg uns lehrt &ndash; Konkrete Forderungen<\/span><\/h5>\n<p>Der Fall Siegburg f&uuml;hrt besonders eindr&uuml;cklich vor Augen, dass ein einfaches Wegsperren den Sicherheitsinteressen der Gesellschaft nicht nur langfristig, sondern ganz unmittelbar zuwiderl&auml;uft. Stattdessen legt die Analyse der vollzuglichen Umst&auml;nde dieser Tat und der sich an die Tat anschlie&szlig;enden Reaktionen der Anstalt, der Administration und der Politik offen, an welchen Stellschrauben zu drehen ist, um besonders gravierende Missst&auml;nde zu beseitigen und Gewaltvorkommnisse auf ein unumg&auml;ngliches Ma&szlig; zu reduzieren.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn472\" name=\"_ftnref472\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[464]<\/span><\/a><\/p>\n<p>Es muss endlich gelingen, den schon seit 1977 gesetzlich geregelten Anspruch auf generelle Einzelunterbringung w&auml;hrend der Ruhezeit (&sect;&nbsp;18&nbsp;I&nbsp;1 StVollzG) in die Tat umzusetzen.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn473\" name=\"_ftnref473\"><sup>[465]<\/sup><\/a> Denn die gemeinschaftliche Unterbringung w&auml;hrend der Ruhezeit, insbesondere bei l&auml;ngeren Einschlusszeiten, ist einer der Hauptrisikofaktoren f&uuml;r schwerere gewaltsame &Uuml;bergriffe auf Mitgefangene.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn474\" name=\"_ftnref474\"><sup>[466]<\/sup><\/a> Trotzdem werden noch immer 35% der Gefangenen im geschlossenen Vollzug gemeinschaftlich untergebracht.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn475\" name=\"_ftnref475\"><sup>[467]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Besonders beunruhigend ist, dass in den neuen Strafvollzugsgesetzen der L&auml;nder die ohnehin viel zu umfang&shy;reichen Ausnahme&shy;regelungen des (Bundes-)Strafvollzugs&shy;gesetzes teilweise noch erweitert werden. Nach den bayerischen und den nieders&auml;chsischen Regelungen beispielsweise ist die gemeinschaftliche Unterbringung unabh&auml;ngig vom Alter der Anstaltsgeb&auml;ude auch ohne Zustimmung oder besondere Gefahrenlage schon dann m&ouml;glich, wenn &bdquo;die r&auml;umlichen Verh&auml;ltnisse der Anstalt dies erfordern&ldquo;.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn476\" name=\"_ftnref476\"><sup>[468]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Eng verkn&uuml;pft mit der Frage nach der Erm&ouml;glichung fl&auml;chendeckender Einzelunterbringung ist das Problem der &Uuml;berbelegung deutscher Haftanstalten, das trotz leichter Entspannung nach wie vor besteht.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn477\" name=\"_ftnref477\"><sup>[469]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Wir wissen l&auml;ngst, dass die Entwicklung der Inhaftierungszahlen nicht den Grad tats&auml;chlich bestehender gesellschaftlicher Gef&auml;hrdung widerspiegelt, sondern in hohem Ma&szlig;e Ausdruck der vorherrschenden kriminalpolitischen Linie ist.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn478\" name=\"_ftnref478\"><sup>[470]<\/sup><\/a> Diese M&ouml;glichkeit zu Systementscheidungen muss die Politik wahrnehmen. Ein Ansatzpunkt f&uuml;r die Senkung von Belegungszahlen k&ouml;nnte zum Beispiel der Ausbau von Alternativen zu Ersatzfreiheitsstrafen sein, deretwegen immerhin 7,8% aller Freiheitsstrafe verb&uuml;&szlig;enden Personen inhaftiert sind.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn479\" name=\"_ftnref479\"><sup>[471]<\/sup><\/a> Au&szlig;erdem sollten die Kapazit&auml;ten des offenen Vollzugs besser genutzt werden. W&auml;hrend der geschlossene Vollzug n&auml;mlich in vielen Bundesl&auml;ndern an &Uuml;berbelegung leidet, ist hier die Belegungsf&auml;higkeit bei weitem nicht ausgesch&ouml;pft.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn480\" name=\"_ftnref480\"><sup>[472]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Es gibt einen weiteren Hoffnungsschimmer, dass sich die Probleme der Mehrfachunterbringung und der &Uuml;berbelegung in naher Zukunft l&ouml;sen k&ouml;nnten: Die Abnahme der Gefangenenzahlen insgesamt.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn481\" name=\"_ftnref481\"><sup>[473]<\/sup><\/a> Seit einigen Jahren sind in fast allen Bundesl&auml;ndern r&uuml;ckl&auml;ufige Gefangenenraten zu verzeichnen. Diese sind zwar &uuml;berwiegend auf eine erhebliche Abnahme der Untersuchungsh&auml;ftlinge<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn482\" name=\"_ftnref482\"><sup>[474]<\/sup><\/a> zur&uuml;ckzuf&uuml;hren; teilweise &ndash;vor allem in den neuen Bundesl&auml;ndern &ndash; d&uuml;rften sie aber auch mit dem Geburtenr&uuml;ckgang seit der Wende zu tun haben.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn483\" name=\"_ftnref483\"><sup>[475]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Wenn sich der Trend fallender Gefangenenzahlen best&auml;tigen sollte, dann ist das eine erfreuliche Entwicklung, die eine Entlastung des Personals und der Betreuungsressourcen der Anstalten erm&ouml;glichen k&ouml;nnte.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn484\" name=\"_ftnref484\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[476]<\/span><\/a> Daf&uuml;r muss es aber verhindert werden, dass das Personal einfach im Verh&auml;ltnis zu den Gefangenen reduziert wird. Das ist schon allein deshalb erforderlich, weil sich offenbar die Insassenstruktur ver&auml;ndert: Es gibt weniger Verurteilte wegen Eigentumsdelikten ohne Gewaltanwendung und mehr Verurteilte wegen Gewalt- und Drogendelinquenz.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn485\" name=\"_ftnref485\"><sup>[477]<\/sup><\/a> Das l&auml;sst erwarten, dass die Insassenpopulation zunehmend mehr Risikofaktoren f&uuml;r Gewaltt&auml;tigkeiten aufweisen wird und die Betreuungsintensit&auml;t daher nicht reduziert, sondern erh&ouml;ht werden muss. Auch die Zunahme von Gefangenen mit langen, auch lebenslangen, Freiheitsstrafen sowie von Sicherungsverwahrten verdeutlicht die Notwendigkeit, einen qualitativ ausgerichteten Resozialisierungsvollzug zu entwickeln.<a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftn486\" name=\"_ftnref486\"><sup>[478]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Diese Chance d&uuml;rfen wir nicht verpassen.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref396\" name=\"_ftn396\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">*<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Ingke Goeckenjan<\/i> ist akademische R&auml;tin am Institut f&uuml;r Wirtschaftsstrafrecht der Universit&auml;t Osnabr&uuml;ck.<\/p>\n<p><u>389]<\/u> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Ausf&uuml;hrlich dazu <i>Goerdeler<\/i> in diesem Band, S.&nbsp;105&nbsp;(108&nbsp;ff.).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref398\" name=\"_ftn398\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[390]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zu dem Problem, dass unterschiedlichste Gewaltdefinitionen den &ndash;&nbsp;vor allem internationalen&nbsp;&ndash; Vergleich erschweren, vgl. <i>Goeckenjan<\/i>, in: M&uuml;ller\/Sander\/V&aacute;lkov&aacute; (Hrsg.), Festschrift f&uuml;r Ulrich Eisenberg, 2009, S.&nbsp;705 (715).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref399\" name=\"_ftn399\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[391]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Allgemein zu den Zusammenh&auml;ngen strafrechtlich beurteilter Geschehensabl&auml;ufe im Strafvollzug <i>Goeckenjan<\/i>, in: M&uuml;ller\/Sander\/V&aacute;lkov&aacute; (Hrsg.), Festschrift f&uuml;r Ulrich Eisenberg, 2009, S.&nbsp;705 (713&nbsp;ff.).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref400\" name=\"_ftn400\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[392]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. dazu auch <i>Goerdeler<\/i> in diesem Band, S.&nbsp;105&nbsp;ff.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref401\" name=\"_ftn401\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[393]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;9.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref402\" name=\"_ftn402\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[394]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; In einem Vierer-Gemeinschaftshaftraum in der JVA Ichtershausen misshandelten zwei Jugendstrafgefangene einen Mith&auml;ftling und erdrosselten ihn. Der vierte Gefangene schritt gegen die Misshandlungen nicht ein. Nach dem Todeseintritt des Opfers stellten die Jugendstrafgefangenen das Geschehen zun&auml;chst als Suizid des Opfers dar. Vgl. LG Erfurt, Urteil vom 21.11.2002, Az. 920 Js 31952\/01 &ndash; 3 Ks jug (unver&ouml;ffentlicht); dazu auch <i>Neubacher<\/i> NStZ 2008, 361 (364&nbsp;f.); <i>Walter<\/i> ZJJ 2009, 149 (150) sowie Der Spiegel 36\/2002, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-24389592.html\" rel=\"nofollow noopener\">http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-24389592.html<\/a> [20.2.2011] und Der Spiegel, 41\/2002, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-25396461.html\" rel=\"nofollow noopener\">http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-25396461.html<\/a> [20.2.2011] sowie <i>Goerdeler<\/i> in diesem Band, S.&nbsp;105&nbsp;(107).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref403\" name=\"_ftn403\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[395]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; In der JVA Heinsberg wurde &ndash;&nbsp;ebenfalls in einem Vierer-Gemeinschaftshaftraum&nbsp;&ndash; das Opfer von drei Mitgefangenen im Mai 2002 &uuml;ber einen Zeitraum von zwei Wochen hinweg systematisch gequ&auml;lt und so schwer verletzt, dass es an den Folgen fast verstarb, vgl. Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;79&nbsp;ff.; <i>Walter<\/i> ZJJ 2009, 149 (150).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref404\" name=\"_ftn404\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[396]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S. 72 ff.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref405\" name=\"_ftn405\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[397]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; BVerfGE 116, 69 (86) spricht von einer &bdquo;besonderen Verantwortung&ldquo;, die der Staat mit der Inhaftierung von Jugendstrafgefangenen &uuml;bernimmt.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref406\" name=\"_ftn406\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[398]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Urteil des LG Bonn vom 4.10.2007, Az. 8 KLs 16\/07, abgedruckt im Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;33&nbsp;ff. (abrufbar auch unter juris).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref407\" name=\"_ftn407\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[399]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; LG Bonn, LT NRW-Drs. 14\/6900, S. 33.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref408\" name=\"_ftn408\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[400]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; LG Bonn, LT NRW-Drs. 14\/6900, S. 35.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref409\" name=\"_ftn409\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[401]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; LG Bonn, LT NRW-Drs. 14\/6900, S. 35.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref410\" name=\"_ftn410\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[402]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; LG Bonn, LT NRW-Drs. 14\/6900, S. 35.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref411\" name=\"_ftn411\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[403]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; LG Bonn, LT NRW-Drs. 14\/6900, S. 38.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref412\" name=\"_ftn412\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[404]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; LG Bonn, LT NRW-Drs. 14\/6900, S. 38.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref413\" name=\"_ftn413\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[405]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; LG Bonn, LT NRW-Drs. 14\/6900, S. 38&nbsp;f.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref414\" name=\"_ftn414\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[406]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; LG Bonn, LT NRW-Drs. 14\/6900, S. 39&nbsp;ff.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref415\" name=\"_ftn415\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[407]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; LG Bonn, LT NRW-Drs. 14\/6900, S. 41&nbsp;f.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref416\" name=\"_ftn416\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[408]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; LG Bonn, LT NRW-Drs. 14\/6900, S. 40.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref417\" name=\"_ftn417\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[409]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; LG Bonn, LT NRW-Drs. 14\/6900, S. 42&nbsp;ff.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref418\" name=\"_ftn418\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[410]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;16,&nbsp;216.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref419\" name=\"_ftn419\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[411]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Allgemein zu den Zusammenh&auml;ngen strafrechtlicher Beurteilung von Geschehensabl&auml;ufen im Strafvollzug <i>Goeckenjan<\/i>, in: M&uuml;ller\/Sander\/V&aacute;lkov&aacute; (Hrsg.), Festschrift f&uuml;r Ulrich Eisenberg, 2009, S.&nbsp;705 (709&nbsp;ff.).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref420\" name=\"_ftn420\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[412]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; S. auch <i>Eisenberg<\/i> ZJJ 2008,&nbsp;381 (Fn.&nbsp;5).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref421\" name=\"_ftn421\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[413]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. auch Schlussbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen (sog. Werthebach-Kommission), 2007, S.&nbsp;94 f.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref422\" name=\"_ftn422\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[414]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; So auch <i>Eisenberg<\/i> ZJJ 2008, 381; <i>Walter<\/i> ZJJ 2009, 149 (151).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref423\" name=\"_ftn423\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[415]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;156.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref424\" name=\"_ftn424\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[416]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Im Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses werden diese Interventionen missverst&auml;ndlich zu den &bdquo;spezialpr&auml;ventiven Ma&szlig;nahmen&ldquo; zur &bdquo;Sanktionierung im Einzelfall&ldquo; gez&auml;hlt, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;78&nbsp;f.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref425\" name=\"_ftn425\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[417]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Nach der Studie von <i>Heinrich<\/i> BewHi 2002, 369 (381) wurde in fast 65% der dokumentierten F&auml;lle von Gewaltt&auml;tigkeiten eine Verbringung in einen besonders gesicherten Haftraum angeordnet.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref426\" name=\"_ftn426\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[418]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Nach <i>Heinrich<\/i> BewHi 2002, 369 (381) werden in ca. 5% der F&auml;lle Behandlungsma&szlig;nahmen durch die Fachdienste eingeleitet.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref427\" name=\"_ftn427\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[419]<\/span><\/a><i> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, 2006, S.&nbsp;21, abrufbar unter: <a href=\"http:\/\/www.justiz.nrw.de\/JM\/justizpolitik\/schwerpunkte\/vollzug\/\" rel=\"nofollow noopener\">http:\/\/www.justiz.nrw.de\/JM\/justizpolitik\/schwerpunkte\/vollzug\/<\/a><br \/>studie_gewalt_gefangene.pdf [20.2.2011].<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref428\" name=\"_ftn428\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[420]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. f&uuml;r den allgemeinen Strafvollzug &sect;&nbsp;105&nbsp;I&nbsp;1 i.V.m. 156&nbsp;II&nbsp;2 und III StVollzG; &sect;&nbsp;65&nbsp;I&nbsp;1 und 3 JVollzGB Ba-W&uuml;; Art.&nbsp;112&nbsp;I i.V.m. Art.&nbsp;177&nbsp;II&nbsp;2 und III BayStVollzG; &sect;&nbsp;88&nbsp;I&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;104&nbsp;II HmbStVollzG; &sect;&nbsp;56&nbsp;I&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;75&nbsp;I HessStVollzG; &sect;&nbsp;97&nbsp;I&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;176&nbsp;I&nbsp;2 NdsJVollzG.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref429\" name=\"_ftn429\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[421]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; S. f&uuml;r den allgemeinen Strafvollzug &sect;&nbsp;106&nbsp;II&nbsp;1 StVollzG; &sect;&nbsp;66&nbsp;II&nbsp;1 JVollzGB Ba-W&uuml;; Art.&nbsp;113&nbsp;II BayStVollzG; &sect;&nbsp;89&nbsp;II HmbStVollzG; &sect;&nbsp;56&nbsp;II&nbsp;5 HessStVollzG; &sect;&nbsp;98&nbsp;II&nbsp;1 NdsJVollzG.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref430\" name=\"_ftn430\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[422]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Schlussbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;93.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref431\" name=\"_ftn431\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[423]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. <i>O&acute;Donnell\/Edgar<\/i> Howard Journal 37 (1998), 266 (270); f&uuml;r den Jugendvollzug <i>Kury\/Smartt<\/i> ZfStrVo 2002, 323 (333).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref432\" name=\"_ftn432\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[424]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. <i>Goeckenjan<\/i>, in: M&uuml;ller\/Sander\/V&aacute;lkov&aacute; (Hrsg.), Festschrift f&uuml;r Ulrich Eisenberg, 2009, S.&nbsp;705 (721).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref433\" name=\"_ftn433\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[425]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;78&nbsp;ff.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref434\" name=\"_ftn434\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[426]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zweiter Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;157, 160; Schlussbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;91.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref435\" name=\"_ftn435\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[427]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zu weiteren denkbaren Reaktionen s. Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;78&nbsp;f.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref436\" name=\"_ftn436\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[428]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Nach den Angaben des Zweiten Teilberichts der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;172&nbsp;ff. hat etwa die JVA Duisburg-Hamborn in den Jahren 2002 bis 2007 nur bei sieben von 44 dokumentierten Gewaltvorkommnissen Strafanzeige erstattet, w&auml;hrend die JVA Aachen und die JVA D&uuml;sseldorf jeden der bekannt gewordenen F&auml;lle angezeigt haben.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref437\" name=\"_ftn437\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[429]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; &sect;&nbsp;102&nbsp;III StVollzG; &sect;&nbsp;62&nbsp;III JVollzGB Ba-W&uuml;; Art.&nbsp;109&nbsp;III BayStVollzG; &sect;&nbsp;86&nbsp;IV HmbStVollzG; &sect;&nbsp;55&nbsp;IV&nbsp;1 HessStVollzG; &sect;&nbsp;94&nbsp;III NdsJVollzG.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref438\" name=\"_ftn438\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[430]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; S. bereits <i>Ritz<\/i>, Reaktionen der Vollzugsverwaltung auf Straftaten von Gefangenen, 1984, S.&nbsp;301&nbsp;ff. sowie <i>Eisenberg<\/i>, Kriminologie, 6.&nbsp;Aufl. 2005, &sect;&nbsp;26 Rn.&nbsp;19.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref439\" name=\"_ftn439\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[431]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Wirth<\/i>, Gewalt unter Gefangenen, 2006, S.&nbsp;8, Fn.&nbsp;5.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref440\" name=\"_ftn440\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[432]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Daher lehnte die sog. Werthebach-Kommission einen Vergleich des berichteten Gewaltaufkommens in den einzelnen Jugendstrafvollzugsanstalten ab, s. Erster Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;58.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref441\" name=\"_ftn441\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[433]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; RV des JM von 26.05.2004, 4434-IV.5; s. dazu auch Zweiter Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;168&nbsp;f. &ndash;&nbsp;Nach den Ereignissen in der JVA Siegburg wurde mit Erlass vom 24.11.2006 allerdings angeordnet, dass &bdquo;ab sofort auch &uuml;ber Vorkommnisse von Gewaltanwendungen mit geringerer Intensit&auml;t zu berichten&ldquo; ist; s. dazu auch Zweiter Teilbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;169&nbsp;f.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref442\" name=\"_ftn442\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[434]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Schlussbericht der Kommission Gewaltpr&auml;vention im Strafvollzug Nordrhein-Westfalen, 2007, S.&nbsp;126.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref443\" name=\"_ftn443\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[435]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. bereits <i>Ritz<\/i>, Reaktionen der Vollzugsverwaltung auf Straftaten von Gefangenen, 1984, S.&nbsp;302: Verfahrenseinstellung bei 30% der angezeigten Delikte.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref444\" name=\"_ftn444\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[436]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Eichenthal\/Blatchford<\/i> The Prison Journal 77 (1997), 457 (461); <i>Dumond<\/i> International Journal of the Sociology of Law 20 (1992), 135 (152).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref445\" name=\"_ftn445\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[437]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. die Urteile des LG Bonn vom 4.10.2007, Az. 8 KLs 16\/07 (abgedruckt im Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;33&nbsp;ff. sowie abrufbar unter juris) und vom 8.5.2009, Az. 22 KLs 38\/08 (abrufbar unter juris).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref446\" name=\"_ftn446\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[438]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Kritisch gegen&uuml;ber dieser Entscheidung <i>Eisenberg<\/i> ZJJ 2008, 381 (382&nbsp;ff.).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref447\" name=\"_ftn447\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[439]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Urteil des BGH vom 13.8.2008, Az. 2 StR 240\/08, BGHSt 52, 316.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref448\" name=\"_ftn448\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[440]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Dazu ausf&uuml;hrlich <i>Walter<\/i> ZJJ 2009, 149.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref449\" name=\"_ftn449\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[441]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. dazu auch <i>Goerdeler<\/i> in diesem Band, S.&nbsp;105&nbsp;(106&nbsp;ff.).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref450\" name=\"_ftn450\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[442]<\/span><\/a> <i>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Walter<\/i> ZJJ 2009, 149 (152) spricht von eigent&uuml;mlicher &bdquo;Schwarz-Wei&szlig;-Malerei&ldquo;. &ndash; Allerdings dr&auml;ngt sich bei der Lekt&uuml;re der Aussagen Gerhards tats&auml;chlich der Eindruck auf, dass er den gesamten Bereich des Strafvollzugs w&auml;hrend seiner Amtszeit vernachl&auml;ssigt hat und einem Stellenabbau trotz Erh&ouml;hung der Gefangenenzahlen in keiner Weise entgegengetreten ist. Seinen fehlenden Einsatz f&uuml;r eine Verbesserung der Stellensituation begr&uuml;ndete er damit, dass keine systematischen Erkenntnisse &uuml;ber den tats&auml;chlichen Personalbedarf bestanden habe (s. Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;139). Dies verwundert zum einen, weil er selbst f&uuml;r dessen Feststellung h&auml;tte sorgen k&ouml;nnen und m&uuml;ssen. Zum anderen ist es widerspr&uuml;chlich, eine Erh&ouml;hung des Personals unter Hinweis auf fehlende Erkenntnisse abzulehnen, aber <i>trotz<\/i> der fehlenden Erkenntnisse Personal abzubauen.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref451\" name=\"_ftn451\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[443]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;9,&nbsp;90.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref452\" name=\"_ftn452\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[444]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; S. Gr&uuml;nde der Einstellungsverf&uuml;gung im Verfahren gegen das Vollzugspersonal, abgedruckt im Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT-Drs. 14\/6900, S. 49 f.; dazu auch <i>Walter<\/i> ZJJ 2009, 149 (151).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref453\" name=\"_ftn453\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[445]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;10,&nbsp;117.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref454\" name=\"_ftn454\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[446]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;10,&nbsp;117.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref455\" name=\"_ftn455\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[447]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Dazu Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;110&nbsp;f.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref456\" name=\"_ftn456\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[448]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;112.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref457\" name=\"_ftn457\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[449]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;11,&nbsp;117.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref458\" name=\"_ftn458\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[450]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;11,&nbsp;117.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref459\" name=\"_ftn459\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[451]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Dazu <i>Walter<\/i> ZJJ 2009, 149: &bdquo;&uuml;beraus aufw&auml;ndige administrative Kraftanstrengung zur politischen Stabilisierung und Machterhaltung&ldquo;.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref460\" name=\"_ftn460\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[452]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;86.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref461\" name=\"_ftn461\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[453]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;88&nbsp;f.,&nbsp;143,&nbsp;148.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref462\" name=\"_ftn462\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[454]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. die Einsch&auml;tzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;155&nbsp;f.: So wurden etwa Sportangebote, Hof- und Reinigungsarbeiten sowie der Kirchgang von jugendlichen und erwachsenen Gefangenen gemeinsam wahrgenommen. Zudem wurde offenbar auch in den Duschen und beim Freigang das Trennungsgebot nicht durchg&auml;ngig beachtet.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref463\" name=\"_ftn463\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[455]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Sykes<\/i>, The Society of Captives, 1958, S.&nbsp;76&nbsp;f.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref464\" name=\"_ftn464\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[456]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>Braswell\/Miller<\/i> Journal of Criminal Justice 17 (1989), 47&nbsp;(51); <i>Kury\/Brandenstein<\/i> ZfStrVo 2002, 22&nbsp;(30); <i>Kury\/Smartt<\/i> ZfStrVo 2002, 323&nbsp;(334).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref465\" name=\"_ftn465\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[457]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Gr&uuml;nde der Einstellungsverf&uuml;gung der Staatsanwaltschaft Bonn, abgedruckt im Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;49&nbsp;ff.; dazu auch <i>Walter<\/i> ZJJ 2009, 149&nbsp;(150).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref466\" name=\"_ftn466\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[458]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Gr&uuml;nde der Einstellungsverf&uuml;gung im Verfahren gegen das Vollzugspersonal, LT-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;51.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref467\" name=\"_ftn467\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[459]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Gr&uuml;nde der Einstellungsverf&uuml;gung im Verfahren gegen das Vollzugspersonal, LT-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;51.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref468\" name=\"_ftn468\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[460]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Urteil des LG Bonn, abgedruckt im Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;38.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref469\" name=\"_ftn469\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[461]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. Gr&uuml;nde der Einstellungsverf&uuml;gung der Staatsanwaltschaft Bonn, abgedruckt im Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;50.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref470\" name=\"_ftn470\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[462]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Besonders deutlich wird dies in der Aussage des ehemaligen nordrhein-westf&auml;lischen Justizministers Wolfgang Gerhards vor dem Untersuchungsausschuss, s. Teilabschlussbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, LT NRW-Drs. 14\/6900, S.&nbsp;197&nbsp;ff. F&uuml;r seine Amtszeit konstatiert er, dass es &bdquo;keine klare Linie und keine klare F&uuml;hrung des Ministeriums gegen&uuml;ber dem Landesjustizvollzugsamt und des Landesjustizvollzugsamts gegen&uuml;ber den einzelnen Anstalten&ldquo; gab (S.&nbsp;198).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref471\" name=\"_ftn471\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[463]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; &Auml;hnlich auch <i>Eisenberg<\/i> ZJJ 2008, 381&nbsp;(382).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref472\" name=\"_ftn472\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[464]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zu konkreten Forderungen zur Gewaltpr&auml;vention auch <i>Goerdeler<\/i> in diesem Band, S.&nbsp;105&nbsp;(130&nbsp;ff.).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref473\" name=\"_ftn473\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[465]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Ausf&uuml;hrlich zu dieser Forderung <i>Goeckenjan<\/i>, in: M&uuml;ller\/Sander\/V&aacute;lkov&aacute; (Hrsg.), Festschrift f&uuml;r Ulrich Eisenberg, 2009, S.&nbsp;705 (718&nbsp;f., 723&nbsp;f.).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref474\" name=\"_ftn474\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[466]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>D&uuml;nkel<\/i> Aus Politik und Zeitgeschichte 7\/2010, 7&nbsp;(14).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref475\" name=\"_ftn475\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[467]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>D&uuml;nkel\/Geng\/Morgenstern<\/i>, Rechtstats&auml;chliche Analysen, aktuelle Entwicklungen und Problemlagen des Strafvollzugs in Deutschland, 2010, S.&nbsp;31, abrufbar unter www.bpb.de\/files\/5P6XI7.pdf [20.2.2011], beruhend auf den Abgaben des Statistischen Bundesamtes. Nicht ber&uuml;cksichtigt ist Bremen, da f&uuml;r dieses Bundesland keine Zahlen vorliegen.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref476\" name=\"_ftn476\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[468]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Art.&nbsp;20&nbsp;II BayStVollzG und &sect;&nbsp;20&nbsp;II NJVollzG; kritisch bez&uuml;glich der Regelungen zum Jugendstrafvollzug <i>Eisenberg<\/i> NStZ 2008, 250&nbsp;(253).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref477\" name=\"_ftn477\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[469]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Am Stichtag 31.3.2009 lag die Auslastung der Belegungskapazit&auml;ten im geschlossenen Vollzug in zehn Bundesl&auml;ndern bei mehr als 90%, vgl. <i>D&uuml;nkel\/Geng\/Morgenstern<\/i>, Rechtstats&auml;chliche Analysen, aktuelle Entwicklungen und Problemlagen des Strafvollzugs in Deutschland, 2010, Abb. 16. Ab diesem Wert wird bereits von &Uuml;berbelegung ausgegangen.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref478\" name=\"_ftn478\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[470]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Das wird angesichts stark abweichender Gefangenenraten der Bundesl&auml;nder selbst bei vergleichbarer Kriminalit&auml;tsbelastung besonders deutlich (vgl. etwa Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein), s. <i>D&uuml;nkel\/Geng\/Morgenstern<\/i>, Rechtstats&auml;chliche Analysen, aktuelle Entwicklungen und Problemlagen des Strafvollzugs in Deutschland, 2010, S.&nbsp;15&nbsp;f.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref479\" name=\"_ftn479\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[471]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Angaben zu 2009, <i>D&uuml;nkel\/Geng\/Morgenstern<\/i>, Rechtstats&auml;chliche Analysen, aktuelle Entwicklungen und Problemlagen des Strafvollzugs in Deutschland, 2010, S.&nbsp;3, beruhend auf den Angaben des Statistischen Bundesamtes. &ndash;&nbsp;S. dazu bereits <i>Goeckenjan<\/i>, in: M&uuml;ller\/Sander\/V&aacute;lkov&aacute; (Hrsg.), Festschrift f&uuml;r Ulrich Eisenberg, 2009, S.&nbsp;705 (724).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref480\" name=\"_ftn480\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[472]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>D&uuml;nkel\/Geng\/Morgenstern<\/i>, Rechtstats&auml;chliche Analysen, aktuelle Entwicklungen und Problemlagen des Strafvollzugs in Deutschland, 2010, Abb.&nbsp;16, beruhend auf den Angaben des Statistischen Bundesamtes.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref481\" name=\"_ftn481\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[473]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; Zusammenfassend <i>D&uuml;nkel\/Geng\/Morgenstern<\/i>, Rechtstats&auml;chliche Analysen, aktuelle Entwicklungen und Problemlagen des Strafvollzugs in Deutschland, 2010, S.&nbsp;32.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref482\" name=\"_ftn482\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[474]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>D&uuml;nkel\/Geng\/Morgenstern<\/i>, Rechtstats&auml;chliche Analysen, aktuelle Entwicklungen und Problemlagen des Strafvollzugs in Deutschland, 2010, S.&nbsp;5, Abb.&nbsp;2, beruhend auf den Angaben des Statistischen Bundesamtes.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref483\" name=\"_ftn483\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[475]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>D&uuml;nkel\/Geng\/Morgenstern<\/i>, Rechtstats&auml;chliche Analysen, aktuelle Entwicklungen und Problemlagen des Strafvollzugs in Deutschland, 2010, S.&nbsp;19.<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref484\" name=\"_ftn484\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[476]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; So in diesem Band auch <i>Puschke<\/i> S.&nbsp;15&nbsp;(24) und <i>Goerdeler<\/i> S.&nbsp;105&nbsp;(131&nbsp;f.).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref485\" name=\"_ftn485\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[477]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <i>D&uuml;nkel<\/i> Aus Politik und Zeitgeschichte 7\/2010, 7&nbsp;(10&nbsp;f.); <i>D&uuml;nkel\/Geng\/Morgenstern<\/i>, Rechtstats&auml;chliche Analysen, aktuelle Entwicklungen und Problemlagen des Strafvollzugs in Deutschland, 2010, S.&nbsp;9&nbsp;ff., beruhend auf den Angaben des Statistischen Bundesamtes; vgl. dazu auch <i>Puschke<\/i> in diesem Band, S.&nbsp;15&nbsp;(17&nbsp;ff.).<\/p>\n<p><a href=\"\/\/C%3a\/Dokumente%20und%20Einstellungen\/Praktikant\/Desktop\/Strafvollzug%20in%20Deutschland\/Strafvollzug%20in%20Deutschland.html#_ftnref486\" name=\"_ftn486\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">[478]<\/span><\/a> &nbsp;&nbsp;&nbsp; So auch <i>D&uuml;nkel\/Geng\/Morgenstern<\/i>, Rechtstats&auml;chliche Analysen, aktuelle Entwicklungen und Problemlagen des Strafvollzugs in Deutschland, 2010, S.&nbsp;32.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[66],"tags":[],"class_list":["post-7072","thema","type-thema","status-publish","hentry","category-strafvollzug-2010"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Zum Umgang mit Gewalttaten im Strafvollzug \u0096 Reaktionen, Sanktionen, Verarbeitungsmechanismen - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/zum-umgang-mit-gewalttaten-im-strafvollzug-reaktionen-sanktionen-verarbeitungsmechanismen-1\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Zum Umgang mit Gewalttaten im Strafvollzug \u0096 Reaktionen, Sanktionen, Verarbeitungsmechanismen - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Aus: Jens Puschke (Hrsg.), Strafvollzug in Deutschland. 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