{"id":7173,"date":"1985-02-24T09:00:00","date_gmt":"1985-02-24T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/armut-zwang-zur-kinderarbeit\/"},"modified":"2021-09-04T00:03:43","modified_gmt":"2021-09-03T22:03:43","slug":"armut-zwang-zur-kinderarbeit","status":"publish","type":"thema","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/armut-zwang-zur-kinderarbeit\/","title":{"rendered":"Armut &#8211; Zwang zur Kinderarbeit"},"content":{"rendered":"<p><i>aus vorg\u00e4nge Nr. 73 (Heft 1\/1985), S. 46-15<\/i><\/p>\n<p><i>Im Dunkeln der \u00bb Wohlstandsgesellschaft\u00ab<\/i><\/p>\n<p>Nur selten gelangt das an das Licht der \u00d6ffentlichkeit, wovon manche meinen: \u00bbSo lernen sie am schnellsten, was sie im Leben erwartet\u00ab, wie z.B. Arthur Laffer, Berater des US-Pr\u00e4sidenten Ronald Reagan, ein Freund der Kinderarbeit (Plus. Jg. 1980, H.52, S. 17) oder \u00bbKinderarbeit gibt es bei uns nicht, denn sie ist verboten\u00ab &#8211; wie z.B. der zust\u00e4ndige Ministerialrat f\u00fcr Arbeitsrecht und Arbeitsschutz im Bundesarbeitsministerium, Dr. Zmarzlik (Die Welt vom 07.11.80). Im Schatten der sogenannten Wohls tandsgesellschaft m\u00fcssen Kinder, die zur Schule gehen und au\u00dferdem hart arbeiten &#8212; in der Bundesrepublik etwa 300 000 &#8212; einen Acht- bis Zehnstundentag bew\u00e4ltigen &#8212; mehr als das, was manche Erwachsenen leisten m\u00fcssen.<br \/>Unter \u00bbKinderarbeit\u00ab wird hier die Erwerbst\u00e4tigkeit von Kindern zum Zwecke der Gewinnerzielung seitens der Unternehmer verstanden, und zwar unabh\u00e4ngig davon, wie lange die Kinderarbeit dauert, wie oft sie stattfindet und ob sie verboten ist oder nicht.\u00a0 Zur Kinderarbeit z\u00e4hlt nicht die Mitarbeit im elterlichen Haushalt sowie die Arbeitslehre einschlie\u00dflich des Betriebspraktikums. Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz gilt das Besch\u00e4ftigungsverbot f\u00fcr Kinder unter 14 Jahren und \u00e4ltere, soweit diese noch vollzeitschulpflichtig sind. Mit der Einf\u00fchrung der 10j\u00e4hrigen Schulpflicht gelten also auch 15-und evtl. 16j\u00e4hrige als Kinder im Sinne des Jugendarbeitsschutzgesetzes. Seitens der Kinder ist die famili\u00e4re Armut einer der wesentlichen Gr\u00fcnde der Kinderarbeit neben anderen &#8211; wie z.B. der Angst um einen Ausbildungsplatz bei der \u00bbProbearbeit\u00ab.<\/p>\n<p><i>Kinderarbeit f\u00fcr den Lebensunterhalt der Familie<\/i><\/p>\n<p>Kinderarbeit gibt es in der Bundesrepublik seit Beginn ihrer Existenz. In den 50er Jahren stand bei der Kinderarbeit aufgrund der Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Elternlosigkeit usw. das nackte \u00dcberleben im Vordergrund. F\u00fcr Hungerl\u00f6hne &#8212; \u00fcberwiegend zwischen 15 und 75 Pfennigen pro Stunde &#8212;schufteten die Kinder vielfach aus bitterer Not f\u00fcr die einfachsten Lebensbed\u00fcrfnisse. In den 60er Jahren spielte die Kinderarbeit aufgrund des gestiegenen Wohlstands eine teilweise geringere und teilweise ver\u00e4nderte Rolle: Zum Ausgleich des zunehmenden Arbeitskr\u00e4ftemangels werden Kinder vielfach als feste Hilfsarbeitskr\u00e4fte in den Produktionsproze\u00df eingesetzt &#8212;soweit die schnelle technische Entwicklung das noch zul\u00e4\u00dft, und zwar besser bezahlt. Im Vordergrund der \u00f6ffentlichen Diskussion steht der \u00bbTaschengelderwerb\u00ab f\u00fcr die Finanzierung eines Fahrrads, der Kleidung, der Ferienreise, eines Fotoapparates usw.. Die Kinderarbeit f\u00fcr unmittelbare Lebensmittel, f\u00fcr die Wohnungsmiete usw. spielte jedoch nach wie vor eine &#8211; wenn auch untergeordnete &#8211; Rolle.<\/p>\n<p>Mit der zunehmenden Verarmung vieler Arbeiter- und Angestelltenfamilien seit der Krise 1974\/75 werden immer mehr Kinder gen\u00f6tigt, zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Inzwischen hat die H\u00e4lfte aller Familien mit vier oder mehr Kindern ein Einkommen unter dem Existenzminimum. Andauernde Arbeitslosigkeit, vermehrte\u00a0 Obdachlosigkeit, Reallohnverlust, Sozialabbau, drastische Mietsteigerungen usw. sind die Gr\u00fcnde, die den Zwang zur vermehrten Lohnarbeit von Kindern &#8211; auch aus nicht kinderreichen Familien &#8211; f\u00fcr den Lebensunterhalt verst\u00e4rken. Das gelegentliche Jobben zur Erf\u00fcllung von ein paar Kindertr\u00e4umen ist noch das geringste \u00dcbel. Diese Kinder h\u00f6ren meist dann auf, wenn die Arbeit zu viel, die Bezahlung zu niedrig ist oder wenn das begehrte Fahrrad oder der Fu\u00dfball erarbeitet sind. Viel schlimmer ist die Kinderarbeit, wenn damit der Lebensunterhalt der Familie gesichert werden mu\u00df, wenn der geringe Verdienst der Eltern die Kinder regelrecht zur Arbeit zwingt. Der Zusammenhang zwischen niedrigem Familieneinkommen und der daraus f\u00fcr die einzelnen Familien resultierenden Notwendigkeit, die Kinder auch zum Unterhalt beitragen zu lassen, wird in vielen Einzelf\u00e4llen deutlich. Dies macht die Handlungsweise der Eltern verst\u00e4ndlich und wirft gleichzeitig ein bezeichnendes Licht auf die kapitalistischen Produktionsverh\u00e4ltnisse, die die Eltern mehr oder weniger zwingen, ihre Kinder zur Lohnarbeit zu n\u00f6tigen. In zahllosen Einzelbeispielen wird deutlich, da\u00df Kinder direkt f\u00fcr den Lebensunterhalt der Familie arbeiten:<\/p>\n<blockquote>\n<p align=\"justify\" class=\"bodytext\">Ein 12j\u00e4hriger Junge arbeitet t\u00e4glich 12 Stunden in den gro\u00dfen Ferien in einer Autowaschanlage. Seine Eltern\u00a0 kassieren die H\u00e4lfte des verdienten Geldes (vgl. Semmler 1974, 24).<br \/>So zeigt sich auch in den Gewerbeaufsichtsberichten, da\u00df insbesondere Sonder- und Hauptsch\u00fcler bei verbotener Kinderarbeit angetroffen werden &#8211; wie z.B. im folgenden Fall: \u00bbIn einem Betrieb wurde ein 14j\u00e4hriger Junge besch\u00e4ftigt, den seine Eltern von der Schule abgemeldet hatten, um sich durch die Arbeit des Kindes eine zus\u00e4tzliche finanzielle Einnahmequelle zu verschaffen\u00ab (Jahresbericht der Gewerbeaufsicht (JdG) Baden-W\u00fcrttemberg 1972, 41).<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>So mu\u00df sich z.B. das Jugendamt in M\u00fcnchen mit einem 12j\u00e4hrigen t\u00fcrkischen Trebeg\u00e4nger befassen, aus dessen Lebensgeschichte hervorgeht, da\u00df er bereits vier Jahre zuvor, als damals achtj\u00e4hriger Junge, seiner Familie beim Geldverdienen helfen mu\u00dfte. Sein \u00e4lterer Bruder brachte ihn zur Zeitungsaustr\u00e4ger-Arbeit mit. In der kinderreichen Familie habe damals ein f\u00fcrchterliches Elend geherrscht, so schlimm, da\u00df sich einem das Herz umdrehen m\u00fc\u00dfte (vgl. Frankfurter Rundschau vom 27.04.81).<\/p>\n<p>Die durchschnittliche Entlohnung betr\u00e4gt &#8211; obwohl die Kinder teilweise schon wie Erwachsene arbeiten &#8212; im Durchschnitt zwischen 2 und 3 DM die Stunde. Diese niedrigen L\u00f6hne werden nicht nur im Handel oder in der Landwirtschaft gezahlt. So haben z.B. etwa 30 Kinder im Alter von 11 bis 15 Jahren &#8211; teilweise mit Lohnsteuerkarten &#8212; ca. 5 000 Stunden in einer Spielwarenfabrik f\u00fcr durchschnittlich 2 DM pro Stunde\u00a0 gearbeitet (JdG Bayern 1974, 66). Der \u00bbSpiegel\u00ab verkennt daher die Situation der Kinder, wenn er zu dem abenteuerlichen Schlu\u00df kommt, da\u00df nicht nur die Unternehmer, sondern auch die Kinder selbst Schuld an ihrer verheerenden Lage tr\u00fcgen: \u00bbVersto\u00dfen wird gegen das Verbot der Kinderarbeit gleicherma\u00dfen durch gewinns\u00fcchtige Arbeitgeber wie geldhungrige Kinder\u00ab (Kinderarbeit 1972, 63 und 65).<\/p>\n<p><i>Kinderarbeit f\u00fcr das Existenzminimum<\/i><\/p>\n<p>Die Krisenfolgen zeigen sich in einer Reihe von unterschiedlichen Formen und Anl\u00e4ssen\u00a0 der famili\u00e4ren Armut, die zur Kinderarbeit f\u00fchren: Dazu geh\u00f6ren neben der Arbeitslosigkeit, der Heimarbeit und der Ruinierung von Kleinbauern insbesondere<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0Reallohnsenkung,<br \/>&#8211;\u00a0Scheidung der Eltern,<br \/>&#8211;\u00a0Krankheit eines Elternteils,<br \/>&#8211;\u00a0Kinderreichtum,<br \/>&#8211;\u00a0fr\u00fchzeitige Arbeitsunf\u00e4higkeit, usw.,<\/p>\n<p>wozu im folgenden einige Beispiele zur Illustration angef\u00fchrt werden:<\/p>\n<blockquote>\n<p align=\"justify\" class=\"bodytext\">Auf dem Frankfurter Flughafen passiert jeden Abend eine Frau in Begleitung ihrer 12j\u00e4hrigen Tochter die\u00a0 Sicherheitskontrollen, um von 23 Uhr bis 4 Uhr fr\u00fch die Maschinen zu s\u00e4ubern. Das zu bew\u00e4ltigende Arbeitspensum ist so gewaltig, da\u00df sie ohne die Mithilfe ihrer Tochter nicht zurecht k\u00e4me. Das Flughafenpersonal nimmt keinen Ansto\u00df an dem ungleichen Duo. Die Mutter, die von ihrem geschiedenen Mann nur unregelm\u00e4\u00dfig Unterhalt bezieht, ist auf diesen n\u00e4chtlichen Job angewiesen &#8212; der Arbeitgeber spart eine zweite Arbeitskraft. Nach getaner Arbeit kann die 12j\u00e4hrige Tochter gerade drei Stunden schlafen, ehe sie dann m\u00fcde und unkonzentriert zur Schule geht (vgl. K\u00f6rner 1984, 14).<\/p>\n<p align=\"justify\" class=\"bodytext\">In einem Supermarkt arbeiten die noch schulpflichtigen Zwillinge, Kinder eines ehemaligen Mitarbeiters, \u00fcber mehrere Monate lang t\u00e4glich nach der Schule im Warenlager. Der Vater der Zwillinge war nach einem\u00a0 Herzinfarkt fr\u00fchzeitig Rentner geworden. Nach Aussage der Personalchefin wollte die Firma der Familie mit der Besch\u00e4ftigung der Kinder finanziell helfen (JdG Nordrhein-Westfalen 1981, 181).<\/p>\n<p align=\"justify\" class=\"bodytext\">F\u00fcr die 13j\u00e4hrige Beate Petri beginnt der Tag nicht wie f\u00fcr ihre Klassenkameraden um sieben Uhr, sondern schon gegen f\u00fcnf Uhr. Dann ist Beate bereits auf den Beinen und tr\u00e4gt Br\u00f6tchen aus. Den Vertrag mit dem B\u00e4ckermeister hat ihre Mutter unterschrieben, den Lohn liefert das Kind zu Hause ab. Wenn Beate nach Fr\u00fcharbeit und Schule endg\u00fcltig gegen Mittag nach Hause kommt, warten neue Pflichten auf sie. Dann mu\u00df das M\u00e4dchen auf ihre beiden j\u00fcngeren Geschwister aufpassen und den Haushalt versorgen, w\u00e4hrend ihre Mutter als Verk\u00e4uferin arbeitet. Wenn Beate schlie\u00dflich ihre Geschwister zu Bett bringt, ist es 18.30 Uhr. Wenn sich die kleine Schwerarbeiterin dann endlich \u00fcber ihre Schularbeiten beugt, hat sie einen 13-Stunden-Tag hinter sich. Meist ist sie viel zu ersch\u00f6pft, um noch Lernstoff in sich aufzunehmen. Im Leben der 13j\u00e4hrigen wird sich sobald nichts \u00e4ndern, denn ihre Mutter ist auf den Zusatzverdienst von 100 DM angewiesen. Frau Petri ist geschieden, Beates Vater zahlt nur unregelm\u00e4\u00dfig Unterhalt (vgl. Plus. Jg. 1980, 17) Die 10- und 12j\u00e4hrigen S\u00f6hne einer alleinstehenden Frau \u00bbhelfen dem Bauern, der ihrer Mutter sein ehemaliges Gesindehaus vermietet hat, t\u00e4glich 2 1\/2 Stunden&#8230;. Jeder &#8230; bekommt daf\u00fcr in der Woche 10 Mark, das sind 60 Pfennig f\u00fcr die Stunde. In Niedersachsen bekommen Hilfsarbeiter in der Landwirtschaft sonst einen Stundenlohn von 3 Mark. Doch die Arbeit dieser beiden Jungen wird haupts\u00e4chlich als Gegenleistung f\u00fcr eine billige Wohnung bewertet\u00ab (Richter 1973, 5).<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Gerade bei kinderreichen Arbeiterfamilien und bei den \u00e4rmere Familien auf dem Lande f\u00fchrt die schlechtere materielle Situation dazu, da\u00df die Kinder arbeiten oder mitarbeiten m\u00fcssen, damit die Familien sich das Lebensnotwendige leisten k\u00f6nnen. Insbesondere Sonder- und Hauptsch\u00fcler werden bei der Kinderarbeit angetroffen. Dieser Druck zur Kinderarbeit nimmt in der Krise zu, obwohl die Kinderarbeit sich jetzt schlechter realisieren l\u00e4\u00dft. Zahlreiche Familien sind bereits bei normaler Konjunktur auf die Nebenarbeit ihrer Kinder angewiesen, noch mehr Familien sind es in Krisenzeiten. Niedrige L\u00f6hne, Kinderreichtum und Obdachlosigkeit f\u00fchren auch infolge des Sozialabbaus vermehrt zur Kinderarbeit.<\/p>\n<p><i>Kinderarbeit und Arbeitslosigkeit<\/i><\/p>\n<p>Kinderarbeit mit ihren negativen Folgen trifft in erster Linie die materiell schw\u00e4chsten\u00a0 Gruppen der Gesellschaft, die auf einen Zusatzverdienst angewiesen sind. Dies zeigt sich insbesondere bei Arbeiterfamilien, Heimarbeiterfamilien, Familien, in denen der Vater oder die Mutter arbeitslos ist und obdachlosen Familien. F\u00fcr Kinder aus Arbeiterfamilien gilt generell, da\u00df in Krisensituationen die Arbeitslosigkeit viele un- und angelernte Arbeiterfamilien zwingt, ihre Kinder arbeiten zu lassen. Nach Berechnungen des IAB sind gegenw\u00e4rtig weit \u00fcber 1 Million Kinder von der Arbeitslosigkeit in ihren Familien mitbetroffen. F\u00fcr viele Kinder, die in der eigenen Familie erleben, wie dr\u00fcckend sich die Arbeitslosigkeit des Vaters oder der Mutter auswirkt, hat die Arbeit einen so hohen Wert bekommen, da\u00df sie bereit sind, vieles daf\u00fcr in Kauf zu nehmen.<\/p>\n<blockquote>\n<p align=\"justify\" class=\"bodytext\">\u00bbBei uns zu Hause wird eigentlich nur \u00fcber Arbeit geredet, wie froh man sein darf, wenn man welche hat,\u00a0 wie schlimm es ist, wenn man keine hat\u00ab berichtet die 11j\u00e4hrige Martina, deren Vater seit drei Jahren vergeblich auf Arbeitsuche ist. \u00bbWenn Vater sich w\u00fcnscht, endlich wieder arbeiten zu k\u00f6nnen, wieso soll dann Arbeit f\u00fcr mich etwas Schlechtes sein?\u00ab, fragt das M\u00e4dchen, das seit zwei Jahren regelm\u00e4\u00dfig in einer Gastst\u00e4tte beim Gl\u00e4sersp\u00fclen hilft (K\u00f6rner 1984, 169).<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Gerade in Wirtschaftskrisen wirkt sich das materielle Elend eines Teils der Arbeitneh mer versch\u00e4rft auf die Lebenslage ihrer Kinder aus. Zunehmende Kinderarbeit als Folge von Verarmung durch Arbeitslosigkeit? Der Trend, das Jugendarbeitsschutzgesetz den wirtschaftlichen Interessen zu opfern, macht auch denkbar, Kinderarbeit zu erlauben, mit der Begr\u00fcndung \u00bbschlie\u00dflich h\u00e4nge die Existenz tausender Familien daran\u00ab. Horrorvision? Nein. Schon die sogenannte Reform des Jugendarbeitsschutzgesetzes von 1976 hat weite Teile vorher verbotener Kinderarbeit legalisiert. Das Unterbinden der Kinderarbeit allein allerdings schafft noch keine L\u00f6sung der famili\u00e4ren Existenzprobleme. Nicht nur die Kinderarbeit mu\u00df g\u00e4nzlich verboten und verhindert werden, sondern auch die Arbeitslosigkeit wie die Armut generell: Der Schaffung und auch politischen F\u00f6rderung eines gro\u00dfen Arbeitslosen- und Armenheeres seit Mitte der siebziger Jahre als Druckmittel gegen soziale Reformen mu\u00df nachdr\u00fccklich begegnet werden.<\/p>\n<p><i>Kinderarbeit im Rahmen der Heimarbeit<\/i><\/p>\n<p>Die L\u00f6hne sind besonders in der Heimarbeit f\u00fcr die mehr als 200000 Heimarbeiter mit\u00a0 ca. 50000 heimarbeitenden Kindern niedrig. Kinder werden hier extrem massiv ausgebeutet. W\u00e4hrend andere spielen, m\u00fcssen sie daheim hart arbeiten: kleben, flechten, h\u00e4keln, sticken usw. Die Schularbeiten k\u00f6nnen oftmals nur \u00bbschnell, nebenbei\u00ab erledigt\u00a0 werden. Zeit ist Geld. Und die Familie braucht Geld. Das Einkommen reicht nicht aus. Oder der Vater ist arbeitslos. Die Gewerbeaufsicht ist machtlos. Aber einer profitiert: der Unternehmer. Denn Heimarbeit ist billig. Vor allem die Schw\u00e4chsten dieser Gesellschaft, kinderreiche Familien, sind bei den Unternehmern besonders beliebt: Ihre Heimarbeitsproduktivit\u00e4t ist hoch, das Entgelt gering, sozialer Schutz bei Krankheit, Unfall oder Auftragsmangel weitgehend unbekannt. In der Heimarbeit spielt vielfach bei der materiellen Not der Familie die Mitarbeit der Kinder eine entscheidende Rolle: Da heute noch in der Heimarbeit der Stundenlohn teilweise unter der Zweimarkgrenze liegt, k\u00f6nnten viele Familien auch gar nicht existieren, \u00bbwenn nicht selbst der Kanarienvogel Zwirnf\u00e4den mitz\u00f6ge\u00ab &#8212; wie man im Bayerischen Wald, dem klassischen Heimarbeitergebiet, zu sagen pflegt. Wo M\u00fctter Papierblumen drehen oder Schmuckk\u00e4stchen falten, kleben und beziehen, packen die Kinder flei\u00dfig zu:<\/p>\n<blockquote>\n<p align=\"justify\" class=\"bodytext\">Die Mutter des 9j\u00e4hrigen Gerd R. fertigt Kn\u00f6pfe. Gerd: \u00bbMein Vater hilft auch mit. Der ist Soldat und geht zur Bundeswehrschule. Meine Schwester ist 13, und die hilft fast jeden Tag. Und wenn sie nicht will, dann mu\u00df sie halt ins Bett, genau wie ich, wenn ich nicht arbeiten will\u00ab (Deutsche Zeitung vom 22.3.74). In der s\u00fcddeutschen Stadt Alt\u00f6tting kn\u00fcpfen Hunderte von Heimarbeiterinnen &#8212; zusammen mit ihren Kindern &#8212; Rosenkr\u00e4nze f\u00fcr 1,30 DM (durchschnittlichen) Stundenlohn. Andere Kinder stellen mit ihren M\u00fcttern dort Topfreiniger her, und zwar in der Stunde etwa 100 St\u00fcck f\u00fcr 1,05 DM Stundenlohn (Merseburger in: \u00bbPanorama\u00ab-Fernsehsendung im M\u00e4rz 1971; vgl. auch: Arbeitnehmer. Heimarbeiter: F\u00e4den zieht der Vogel 1971, 84).<\/p>\n<p align=\"justify\" class=\"bodytext\">\u00bbIch fertige in Heimarbeit Topfreiniger und kann aber nur ausreichend verdienen, wenn ich ein ungeheueres Pensum schaffe. Das geht eben nur, wenn alle Kinder mithelfen, und zwar ohne Pause den ganzen Nachmittag lang\u00ab, erz\u00e4hlt eine Mutter, die sich und die vier Kinder fast ausschlie\u00dflich \u00fcber Heimarbeit ern\u00e4hren mu\u00df. F\u00fcr sie ist unbegreiflich, weshalb die Gewerbeaufsichts\u00e4mter oder P\u00e4dagogen die Kinderarbeit als \u00bbmoralisch verurteilenswert und gesundheitssch\u00e4dlich\u00ab hinstellen und verbieten wollen. Sie sieht den Sachverhalt ganz anders. \u00bbVerurteilt werden m\u00fc\u00dften die Ausbeuter, die uns wenig Lohn f\u00fcr die monotone Arbeit geben, keine Sozialleistungen zahlen, und genau wissen, da\u00df wir es nur durch die Mithilfe der Kinder schaffen, die sind verantwortlich, nicht ich als Mutter\u00ab, argumentiert sie verbittert (vgl. K\u00f6rner 1984, 16).<\/p>\n<p align=\"justify\" class=\"bodytext\">Ein Beispiel aus Friedrichskoog in Schleswig-Holstein. F\u00fcr Sophie J\u00e4ger, Mutter von neun Kindern, ist das Krabbenpulen eine Erwerbsquelle, auf die sie angewiesen ist, ebenso wie Karl-Heinz S\u00f6hl, Vater von acht Kindern. Der gelernte Maurer ist arbeitslos. F\u00fcr den Krabbenhaufen braucht Familie S\u00f6hl etwa vier Stunden &#8212; daf\u00fcr gibt es ganze 9 Mark. Frau S\u00f6hl: \u00bbMein Mann ist Sch\u00e4fer von Beruf und die Sch\u00e4ferei geht jetzt ganz schlecht, die Wolle kostet nichts. Die Schafe sind im Preis gesunken, also mu\u00df ich schon das als Heimarbeit annehmen\u00ab. Die Kinder, \u00bbdie kriegen jeden Tag 50 Pfennig, wenn Badewetter ist &#8230; ein bi\u00dfchen mehr. &#8230;, die kriegen kein Taschengeld, Anziehsachen kauf ich daf\u00fcr\u00ab. Ab dem 5. oder 6. Lebensjahr arbeiten die Kinder mit. \u00bbPuhlen alle, die hier in Friedrichskoog wohnen, praktisch Krabben?\u00ab \u00bbAlle, ich t\u00e4t sagen, doch zum gr\u00f6\u00dften Teil\u00ab. \u00bbUnd \u00fcberall helfen auch die Kinder mit?\u00ab \u00bbJa, das ist hier \u00fcberhaupt, das ist hier so Brauch und Sitte, da\u00df die Kinder mit ran m\u00fcssen\u00ab. F\u00fcr ein Kilo Krabbenfleisch m\u00fcssen drei Kilo Krabben entsch\u00e4lt werden. Die Fischer bekommen 4,50 DM, die Heimarbeiter 3 DM. Der Konsument zahlt im Laden f\u00fcr das Kilo Krabbenfleisch 28 DM (vgl. Schr\u00f6der-Jahn 1976, 4 f.).<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Zusammenfassend ist hervorzuheben, da\u00df angesichts wirtschaftlicher Krisen die Verarmung vieler Familien dazu f\u00fchrt, da\u00df die billige Arbeitskraft von Kindern wieder Konjunktur hat. In der Bundesrepublik, einem der reichsten L\u00e4nder der Welt, arbeiten wieder zigtausende Kinder aus Armut. Ohne R\u00fccksicht auf k\u00f6rperliche und seelische Belastungen der Kinder machen die Unternehmer Sondergewinne. Bei zust\u00e4ndigen Regierungsstellen wird das Problem nicht zur Kenntnis genommen. Im Gegenteil: Die Streichungen und K\u00fcrzungen bei der Sozialhilfe, der Arbeitslosenunterst\u00fctzung, dem Baf\u00f6g usw. verst\u00e4rken den Druck zur Kinderarbeit mit all den bekannten verheerenden Folgen. In erster Linie sind wieder Arbeiterkinder betroffen, die materiell, sozial und bildungsm\u00e4\u00dfig sowieso schon besonders benachteiligt sind.<\/p>\n<p><b>Literatur:<\/b><\/p>\n<p>Arbeitnehmer. Heimarbeiter: F\u00e4den zieht der Vogel. In: Der Spiegel.\u00a0 25. Jg. 1971, H. 13, S. 84-90<br \/>Jahresberichte der Gewerbeaufsicht (JdG)<br \/>K\u00f6rner, Irmela: Kinderarbeit. In: Sozialmagazin.\u00a0 9. Jg. 1984, H. 6, S. 12-17<br \/>Richter, Bernt: Kinderarbeit in der Bundesrepublik. Manuskript einer Sendung des NDR vom\u00a0 21.6.73<br \/>Schr\u00f6der-Jahn, J\u00fcrgen: Kinderarbeit. Informationen \u00fcber ein altes \u00dcbel. Manuskript einer Fernsehsendung des NDR vom 28.2.76<br \/>Semmler, Nortrud: Der 12-Stunden-Tag des Oliver T. Kinderarbeit 74: Das gro\u00dfe Gesch\u00e4ft mit den kleinen Helfern. In: Deutsche Zeitung, 22.3.74<br \/>Stark-von der Haar, Elke: Stichwort \u00bbKinderarbeit\u00ab. In: Auernheimer, Georg (Hrsg.): Handw\u00f6rterbuch Ausl\u00e4nderarbeit.\u00a0Weinheim-Basel 1984, S. 211-215<br \/>Stark-von der Haar, Elke\/ von der Haar, Heinrich: Kinderarbeit in der Bundesrepublik und im Deutschen Reich. Eine Bestandsaufnahme \u00fcber Ausma\u00df und Folgen der Besch\u00e4ftigung von Kindern und \u00fcber den gesetzlichen Kinderarbeitsschutz. Berlin\u00a0 1980<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-7173","thema","type-thema","status-publish","hentry","category-sozialpolitik"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Armut - Zwang zur Kinderarbeit - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/armut-zwang-zur-kinderarbeit\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Armut - Zwang zur Kinderarbeit - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"aus vorg\u00e4nge Nr. 73 (Heft 1\/1985), S. 46-15 Im Dunkeln der \u00bb Wohlstandsgesellschaft\u00ab Nur selten gelangt das an das Licht der \u00d6ffentlichkeit, wovon manche meinen: \u00bbSo lernen sie am schnellsten, was sie im Leben erwartet\u00ab, wie z.B. Arthur Laffer, Berater des US-Pr\u00e4sidenten Ronald Reagan, ein Freund der Kinderarbeit (Plus. Jg. 1980, H.52, S. 17) oder [weiterlesen]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/armut-zwang-zur-kinderarbeit\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2021-09-03T22:03:43+00:00\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@humunion\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"13\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/thema\\\/armut-zwang-zur-kinderarbeit\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/thema\\\/armut-zwang-zur-kinderarbeit\\\/\",\"name\":\"Armut - Zwang zur Kinderarbeit - Humanistische Union\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"datePublished\":\"1985-02-24T08:00:00+00:00\",\"dateModified\":\"2021-09-03T22:03:43+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/thema\\\/armut-zwang-zur-kinderarbeit\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/thema\\\/armut-zwang-zur-kinderarbeit\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/thema\\\/armut-zwang-zur-kinderarbeit\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Themen\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/thema\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Sozialpolitik\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/themen\\\/sozialpolitik\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Armut &#8211; Zwang zur Kinderarbeit\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"Humanistische Union\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\",\"name\":\"Humanistische Union e.V.\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"width\":1000,\"height\":536,\"caption\":\"Humanistische Union e.V.\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/x.com\\\/humunion\",\"https:\\\/\\\/mastodon.social\\\/@humunion\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/humanistischeunion.bsky.social\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Armut - Zwang zur Kinderarbeit - Humanistische Union","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/armut-zwang-zur-kinderarbeit\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Armut - Zwang zur Kinderarbeit - Humanistische Union","og_description":"aus vorg\u00e4nge Nr. 73 (Heft 1\/1985), S. 46-15 Im Dunkeln der \u00bb Wohlstandsgesellschaft\u00ab Nur selten gelangt das an das Licht der \u00d6ffentlichkeit, wovon manche meinen: \u00bbSo lernen sie am schnellsten, was sie im Leben erwartet\u00ab, wie z.B. Arthur Laffer, Berater des US-Pr\u00e4sidenten Ronald Reagan, ein Freund der Kinderarbeit (Plus. Jg. 1980, H.52, S. 17) oder [weiterlesen]","og_url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/armut-zwang-zur-kinderarbeit\/","og_site_name":"Humanistische Union","article_modified_time":"2021-09-03T22:03:43+00:00","twitter_card":"summary_large_image","twitter_site":"@humunion","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"13\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/armut-zwang-zur-kinderarbeit\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/armut-zwang-zur-kinderarbeit\/","name":"Armut - Zwang zur Kinderarbeit - Humanistische Union","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website"},"datePublished":"1985-02-24T08:00:00+00:00","dateModified":"2021-09-03T22:03:43+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/armut-zwang-zur-kinderarbeit\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/armut-zwang-zur-kinderarbeit\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/armut-zwang-zur-kinderarbeit\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Themen","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Sozialpolitik","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/sozialpolitik\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Armut &#8211; Zwang zur Kinderarbeit"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","name":"Humanistische Union","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization","name":"Humanistische Union e.V.","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","width":1000,"height":536,"caption":"Humanistische Union e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/humunion","https:\/\/mastodon.social\/@humunion","https:\/\/bsky.app\/profile\/humanistischeunion.bsky.social"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/thema\/7173","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/thema"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/types\/thema"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/media?parent=7173"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories?post=7173"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/tags?post=7173"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}