{"id":7205,"date":"2008-08-08T12:00:00","date_gmt":"2008-08-08T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/informationen-zum-umgang-mit-patientenverfuegungen\/"},"modified":"2021-08-31T10:13:41","modified_gmt":"2021-08-31T08:13:41","slug":"informationen-zum-umgang-mit-patientenverfuegungen","status":"publish","type":"thema","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/informationen-zum-umgang-mit-patientenverfuegungen\/","title":{"rendered":"Informationen zum Umgang mit Patientenverf\u00fcgungen"},"content":{"rendered":"<p>Humanistische Union<\/p>\n<p>Hier finden Sie Antworten auf folgende Fragen: Was ist eine Patientenverf&uuml;gung? Warum sind Patientenverf&uuml;gungen sinnvoll und notwendig? Was sollte ich beim Abfassen einer solchen Verf&uuml;gung beachten? Welche Reichweite und Verbindlichkeit haben Patientenverf&uuml;gungen? Welche besonderen Regelungen enth&auml;lt die Musterverf&uuml;gung der Humanistischen Union? Warum sollte ich in meiner Patientenverf&uuml;gung einen Bevollm&auml;chtigten benennen?<\/p>\n<h5><span id=\"was-ist-eine-patientenverfuegung\">Was ist eine Patien&shy;ten&shy;ver&shy;f&uuml;&shy;gung?<\/span><\/h5>\n<p>Eine Patientenverf&uuml;gung ist nichts anderes als Ihr in Schriftform niedergelegter Wille f&uuml;r den Fall, dass Sie &auml;u&szlig;erungsunf&auml;hig sind. In der Patientenverf&uuml;gung geht es um Ihre vorweg genommene Entscheidung, wie Ihr m&ouml;gliches Lebensende aussehen soll &#8211; f&uuml;r Situationen, in denen Sie selbst nicht mehr entscheiden k&ouml;nnen. Das ist immer dann n&ouml;tig, wenn Sie durch eine schwere Erkrankung oder einen Unfall bewusstlos werden oder Ihren Willen verlieren. <br \/>An die Patientenverf&uuml;gung sind insbesondere die behandelnden &Auml;rzte, aber auch Ihre n&auml;chsten Angeh&ouml;rigen, Verwandten und Freunde gebunden. Sie kl&auml;ren mit der Verf&uuml;gung die m&ouml;glichen Beteiligten f&uuml;r den Ernstfall auf. Sie hinterlassen einen verbindlich formulierten Willen, aus dem hervorgeht, unter welchen Umst&auml;nden Sie welche &auml;rztlichen Behandlungen ablehnen.<\/p>\n<h5><span id=\"warum-sind-patientenverfuegungen-sinnvoll-und-notwendig\">Warum sind Patien&shy;ten&shy;ver&shy;f&uuml;&shy;gungen sinnvoll und notwendig?<\/span><\/h5>\n<p>Viele Menschen haben ganz eigene Vorstellungen davon, wie sie in W&uuml;rde sterben wollen. Die Patientenverf&uuml;gung erlaubt es Ihnen, sich mit der Thematik des Sterbens vorab differenziert auseinander zu setzen.<\/p>\n<p>Notwendig sind Patientenverf&uuml;gungen, um m&ouml;gliche Schutzvorkehrungen f&uuml;r die Selbstbestimmung am Lebensende zu treffen. Erfahrungen zeigen&nbsp; immer wieder, dass die von Betroffenen gegen&uuml;ber Verwandten, Freunden und engen Angeh&ouml;rigen ge&auml;u&szlig;erten W&uuml;nsche von den behandelnden &Auml;rzten nicht immer respektiert werden. Versch&auml;rft wird dieser Konflikt durch die sich dauernd verbessernden technischen M&ouml;glichkeiten der Lebenserhaltung und Lebensverl&auml;ngerung.<\/p>\n<p>Patientenverf&uuml;gungen sind aber auch deshalb n&ouml;tig, weil wir bis heute eine mangelnde Ausbildung der &Auml;rzteschaft in ethischen, aber auch in rechtlichen Fragen des Sterbens beklagen m&uuml;ssen. Immer wieder werden missverst&auml;ndliche, oft religi&ouml;s motivierte Vorstellungen von einer Pflicht zum Leben oder gar einer Pflicht zum Leiden von Sterbenden abverlangt.<\/p>\n<h5><span id=\"die-politische-diskussion-um-patientenrechte\">Die politische Diskussion um Patien&shy;ten&shy;rechte<\/span><\/h5>\n<p>Die B&uuml;rgerrechtsorganisation Humanistische Union setzt sich seit Ende der 1970er Jahre f&uuml;r die Selbstbestimmung beim Sterben ein. F&uuml;r uns steht das selbstbestimmte Leben jeder und jedes einzelnen Menschen &#8211; und zwar in W&uuml;rde &#8211; im Mittelpunkt unserer Bem&uuml;hungen. Wir haben 1978 das erste Muster einer Patientenverf&uuml;gung in Deutschland vorgestellt und fordern seitdem, dass diese Willenserkl&auml;rungen verbindlich anerkannt werden. <br \/>Der Gesetzgeber hat sich jahrelang geweigert, die sich aus der Rechtsunsicherheit ergebenden Probleme Sterbewilliger zu l&ouml;sen. Im Fr&uuml;hsommer 2008 hat der Bundestag endlich mit den Beratungen eines Gesetzentwurfs (<a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/16\/084\/1608442.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BT-Drs. 16\/8442<\/a>) zur gesetzlichen Absicherung der Patientenverf&uuml;gung begonnen. Ob dieser Gesetzentwurf die n&ouml;tigen Mehrheiten findet, ist derzeit jedoch ungewiss. Die Humanistische Union setzt sich f&uuml;r eine rasche Verabschiedung dieses Gesetzentwurfs ein, weil wir davon ausgehen, dass mit seiner Verwirklichung die Rechte Sterbender gest&auml;rkt werden.<\/p>\n<h5><span id=\"die-verbindlichkeit-von-patientenverfuegungen\">Die Verbind&shy;lich&shy;keit von Patien&shy;ten&shy;ver&shy;f&uuml;&shy;gungen<\/span><\/h5>\n<p>Auch wenn es noch keine gesetzliche Regelung der Verbindlichkeit von Patientenverf&uuml;gungen gibt, sind die &Auml;rztinnen und &Auml;rzte dennoch angehalten, Ihre W&uuml;nsche nach einer humanen Behandlung zu befolgen. Dies entspricht dem &auml;rztlichen Selbstverst&auml;ndnis gem&auml;&szlig; den <a href=\"http:\/\/www.baek.de\/downloads\/EmpfPatientenverfuegung.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Empfehlungen der Bundes&auml;rztekammer<\/a> zum Umgang mit Vorsorgevollmachten und Patientenverf&uuml;gungen. Sollten &Auml;rztinnen und &Auml;rzte den ge&auml;u&szlig;erten Willen einer Patientin oder eines Patienten nicht respektieren, k&ouml;nnten sie wegen K&ouml;rperverletzung angeklagt werden. Jede &auml;rztliche, die k&ouml;rperliche Unversehrtheit nicht ganz unerheblich beeintr&auml;chtigende Behandlung stellt eine K&ouml;rperverletzung dar, sofern keine Einwilligung des Betroffenen vorliegt.<\/p>\n<p>&Auml;rztinnen und &Auml;rzte sind nicht von sich aus zur Behandlung verpflichtet, wenn die Patientin oder der Patient sie mit entsprechender Verf&uuml;gung aus dieser Verpflichtung entlassen hat. Das bedeutet: &Auml;rztinnen und &Auml;rzte trifft bei einem wirksamen Behandlungsverzicht keine Garantenpflicht &#8211; andernfalls w&auml;re das Selbstbestimmungsrecht der Patienten oder des Patienten nicht gewahrt.<\/p>\n<h5><span id=\"formvorschriften-und-musterentwuerfe\">Formvor&shy;schriften und Muster&shy;ent&shy;w&uuml;rfe<\/span><\/h5>\n<p>Eine Patientenverf&uuml;gung ist &#8211; juristisch betrachtet &#8211; eine im Voraus abgefasste Willenserkl&auml;rung, wie sie in vielen anderen Bereichen des t&auml;glichen Lebens m&ouml;glich ist. Insofern steht es Ihnen frei, Ihre Patientenverf&uuml;gung formlos und mit einem eigenst&auml;ndig formulierten Schreiben oder Brief abzufassen. Es gibt f&uuml;r Patientenverf&uuml;gungen keine allgemeinen Formvorschriften, Sie sind nicht an bestimmte Vordrucke oder Formulare gebunden.<\/p>\n<p>Allerdings empfehlen wir Ihnen, sich bei der Formulierung einer eigenen Patientenverf&uuml;gung entweder von einem qualifizierten Mediziner bzw. Rechtsanwalt beraten zu lassen oder sich an einem der zahlreichen Musterentw&uuml;rfe zu orientieren. So vermeiden Sie eine juristisch unklare Formulierung, die im Zweifelsfall dazu f&uuml;hrt, dass die &Auml;rztinnen und &Auml;rzte Ihre Verf&uuml;gung nicht anwenden (k&ouml;nnen). Durch die Verwendung eines Mustertextes stellen Sie sicher, dass Ihre W&uuml;nsche medizinisch wie juristisch m&ouml;glichst eindeutig formuliert sind. Die Mustervorlage der HU-Patientenverf&uuml;gung enth&auml;lt ein Freitextfeld, in dem Sie Ihre Verf&uuml;gung um spezielle W&uuml;nsche erweitern oder begrenzen k&ouml;nnen. Formulierungsvorschl&auml;ge f&uuml;r weitere Verf&uuml;gungen\/Einschr&auml;nkungen finden Sie in dieser <a href=\"http:\/\/www.bmj.de\/files\/-\/1065\/Textbausteine%20Patientenvfg%20Stand%20September%202005%5B1%5D.doc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Handreichung des Bundesjustizministeriums<\/a>.<\/p>\n<h5><span id=\"aufbewahrung-und-aktualisierung\">Aufbe&shy;wah&shy;rung und Aktua&shy;li&shy;sie&shy;rung<\/span><\/h5>\n<p>Sie sollten Ihre Patientenverf&uuml;gung immer bei sich tragen (etwa in der Geldb&ouml;rse), damit die behandelnden &Auml;rzte diese im Notfall sofort sehen und Ihre Verf&uuml;gungen ber&uuml;cksichtigen k&ouml;nnen.<br \/>Au&szlig;erdem empfehlen wir Ihnen, Ihre Patientenverf&uuml;gung etwa aller zwei Jahre durch eine erneute Unterschrift (mit Datumsangabe) zu aktualisieren. Damit zeigen Sie den behandelnden &Auml;rzten an, dass Sie weiterhin an den in der Verf&uuml;gung genannten (Nicht-)Behandlungsw&uuml;nschen festhalten.<\/p>\n<h5><span id=\"die-musterpatientenverfuegung-der-humanistischen-union\">Die Muster&shy;pa&shy;ti&shy;en&shy;ten&shy;ver&shy;f&uuml;&shy;gung der Humanis&shy;ti&shy;schen Union<\/span><\/h5>\n<p>Die Humanistische Union stellt Ihnen einen Mustertext f&uuml;r eine Patientenverf&uuml;gung bereit. Sie k&ouml;nnen dieses Muster:<\/p>\n<p>&#8211; vorgedruckt im <a href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/shop\/sonstiges\/\">Online-Shop<\/a> bestellen (Setpreis inkl. Informationsblatt 3.50 &euro;)<\/p>\n<p>&#8211; als <a href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/hu-pv2008_formularversion_DINA4_1-01-2.pdf\">PDF-Formular<\/a> laden und am Rechner ausf&uuml;llen<\/p>\n<p>&#8211; als <a href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/hu-pv2008_druckversion_DINA4_1-00-2.pdf\">PDF-Vorlage <\/a>ausdrucken und handschriftlich ausf&uuml;llen.<\/p>\n<h5><span id=\"was-die-patientenverfuegung-der-humanistischen-union-regelt\">Was die Patien&shy;ten&shy;ver&shy;f&uuml;&shy;gung der Humanis&shy;ti&shy;schen Union regelt:<\/span><\/h5>\n<p>Der Musterentwurf der HU-Patientenverf&uuml;gung enth&auml;lt Bestimmungen f&uuml;r vier typische Situationen:<\/p>\n<ul>\n<li>Einen Behandlungsabbruch f&uuml;r den Fall der dauernden Bewusstlosigkeit oder schwerer, dauerhafter Sch&auml;digungen der Gehirnfunktionen, durch die man gehindert ist, seinen Willen zum Abbruch der Behandlung bzw. lebensverl&auml;ngernder Ma&szlig;nahmen zu &auml;u&szlig;ern. (passive Sterbehilfe)<\/li>\n<li>Einen Behandlungsabbruch f&uuml;r den Fall einer unheilbaren, zum Tode f&uuml;hrenden Krankheit, bei der die &Auml;rzte mit keiner Besserung des Gesamtzustandes mehr rechnen und &uuml;berlebenswichtige Funktionen des K&ouml;rpers auf Dauer und nicht mehr heilbar ausgefallen sind. (passive Sterbehilfe)<\/li>\n<li>Einen Behandlungsabbruch f&uuml;r den Fall, dass man nur am Leben erhalten wird, um eine Organentnahme zu erm&ouml;glichen. (Dieser Teil sollte gestrichen werden, wenn man im Falle seines Todes durchaus Organe spenden will oder sogar einen Organspendeausweis hat.)<\/li>\n<li>Die vierte Verf&uuml;gung zielt darauf ab, die Linderung Ihrer Schmerzen sicher zu stellen.&nbsp; Sie erkl&auml;ren damit gegen&uuml;ber dem Arzt, dass Sie mit einer Behandlung einverstanden sind, die Ihr Leiden lindert, aber u.U. dazu f&uuml;hrt, dass Sie Ihr Bewusstsein verlieren. Starke schmerzlindernde Mittel wirken h&auml;ufig &#8211; auf den gesamten Behandlungsverlauf gesehen &#8211; lebensverk&uuml;rzend. Ihr Einsatz ist deshalb in der &Auml;rzteschaft nicht unumstritten und rechtlich gesehen rechtfertigungsbed&uuml;rftig. (indirekte oder mittelbare Sterbehilfe)<\/li>\n<\/ul>\n<h5><span id=\"was-die-patientenverfuegung-der-humanistischen-union-nicht-regelt\">Was die Patien&shy;ten&shy;ver&shy;f&uuml;&shy;gung der Humanis&shy;ti&shy;schen Union nicht regelt:<\/span><\/h5>\n<ul>\n<li>Die Patientenverf&uuml;gung der HU enth&auml;lt keine Bestimmungen zur umstrittenen aktiven Sterbehilfe. Da aktive Sterbehilfe in Deutschland verboten ist ( &sect; 216 Strafgesetzbuch), w&auml;re eine hierauf ausgerichtete Patientenverf&uuml;gung unwirksam. Mit der Patientenverf&uuml;gung k&ouml;nnen Sie ausschlie&szlig;lich zul&auml;ssige (Nicht-)Behandlungsw&uuml;nsche festlegen, an die sich andere in k&uuml;nftigen Situationen halten sollen.&nbsp;<\/li>\n<li>Die Patientenverf&uuml;gung der HU regelt nicht den Fall der Bestellung einer Betreuerin oder eines Betreuers. Bitte informieren Sie sich &uuml;ber diesen Fall gesondert, z.B. &uuml;ber die Verbraucherzentralen oder Ihr &ouml;rtliches Amtsgericht.<\/li>\n<\/ul>\n<h5><span id=\"das-ausfuellen-der-formulare\">Das Ausf&uuml;llen der Formulare<\/span><\/h5>\n<p>Bitte f&uuml;llen Sie das Original der Patientenverf&uuml;gung (die Faltkarte) sorgsam aus. Alle Verf&uuml;gungen, mit denen Sie nicht einverstanden sind, streichen Sie einfach aus der Vorlage (und den Duplikaten!). Wenn Sie Ihre Verf&uuml;gung erweitern wollen, empfehlen wir Ihnen, die erw&auml;hnten Formulierungsvorschl&auml;ge des Bundesjustizministeriums oder anderer Musterverf&uuml;gungen zu Rate zu ziehen. Wenn Sie das Formular ausgef&uuml;llt haben, versehen Sie die Erkl&auml;rung mit Unterschrift und Datum. Dadurch dokumentieren Sie die von Ihnen gefasste Entscheidung.<\/p>\n<p>Wir empfehlen Ihnen, zwei <b>Duplikate<\/b> Ihrer Verf&uuml;gung bei Personen Ihres Vertrauens (Partner, Verwandte oder Freunde) zu hinterlegen. Entsprechende Vorlagen sind in den Online-Formularen bzw. dem gedruckten Set enthalten. Bitte reden Sie mit diesen Vertrauenpersonen &uuml;ber Ihre (Nicht-)Behandlungsw&uuml;nsche, damit jene auch verstehen, worum es Ihnen geht! Nur wenn die Vertrauenspersonen ausreichend &uuml;ber Ihren Willen informiert sind und Duplikate Ihrer Verf&uuml;gung besitzen, k&ouml;nnen Sie erwarten, dass sie sich im Konfliktfall f&uuml;r Sie einsetzen. Tragen Sie bitte in Ihrer Patientenverf&uuml;gung ein, bei wem Sie die Duplikate hinterlegt haben. Wenn Sie die Formulare handschriftlich ausf&uuml;llen, achten Sie bitte darauf, dass die Verf&uuml;gungen im Original und auf den Duplikaten textlich &uuml;bereinstimmen (bei dem PDF-Formular werden die Angaben in den Duplikaten automatisch aus Ihren Eingaben im Originaldokument &uuml;bernommen.)<\/p>\n<p>Wir empfehlen Ihnen, Ihre Patientenverf&uuml;gung mit der Benennung von ein oder zwei <b>Bevollm&auml;chtigten<\/b> zu kombinieren. Diese k&ouml;nnen in F&auml;llen, die sie nicht vorverf&uuml;gt haben (weil Situationen eingetreten sind, die Sie nicht voraussehen konnten) an Ihrer Stelle entscheiden. Dadurch entsteht ein fast l&uuml;ckenloser Schutz bez&uuml;glich der Durchsetzung Ihrer eigenen Vorstellungen von einem w&uuml;rdigen Lebensende.<\/p>\n<p>Wen Sie als Bevollm&auml;chtigten f&uuml;r sich ausw&auml;hlen, ist eine Frage des h&ouml;chstpers&ouml;nlichen Vertrauens. Bevor Sie Bevollm&auml;chtigten benennen, sollten Sie mit ihnen ausf&uuml;hrlich &uuml;ber ihre W&uuml;nsche sprechen, um sicher zu gehen, dass er\/sie Ihre Erwartungen kennt und versteht.<\/p>\n<p>Wenn Sie einen Bevollm&auml;chtigten benennen, tritt dieser an die Stelle des gesetzlichen Betreuers, der ansonsten f&uuml;r Sie im Falle der &Auml;u&szlig;erungsunf&auml;higkeit entscheiden m&uuml;sste. Der Bevollm&auml;chtigte ist zun&auml;chst vollst&auml;ndig an den Text Ihrer Patientenverf&uuml;gung gebunden. Er kann aber in all den F&auml;llen, die Sie nicht vorbedacht haben, so entscheiden wie Sie selbst. Achten Sie bitte darauf, dass der Bevollm&auml;chtigte vom Lebensalter her so gestellt ist, dass er Sie im Ernstfall auch vertreten kann.&nbsp;<\/p>\n<p>Sie sind nicht verpflichtet, einen Bevollm&auml;chtigten einzusetzen. Wenn Sie sich dagegen entscheiden, streichen Sie die entsprechenden Abs&auml;tze auf Ihrer Verf&uuml;gung (und den Duplikaten) einfach durch. Die Wirkung Ihrer Patientenverf&uuml;gung ist dann auf die von Ihnen unmittelbar beschriebenen Situationen beschr&auml;nkt, in allen anderen F&auml;llen entscheidet der staatlich eingesetzte Betreuer f&uuml;r Sie.<\/p>\n<p>Die Humanistische Union wird ihren Mustertext einer Patientenverf&uuml;gung &uuml;berarbeiten, sobald durch den Gesetzgeber &Auml;nderungen notwendig oder Erweiterungen des Anwendungsbereiches von Patientenverf&uuml;gungen m&ouml;glich werden.<\/p>\n<p>Sollten Sie weitere Fragen zum Thema Patientenverf&uuml;gung\/Patientenrechte haben, steht Ihnen unsere <a href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/ueber-uns\/kontakt\/\">Bundesgesch&auml;ftsstelle <\/a>gern zur Verf&uuml;gung.<\/p>\n<p>Kategorie: Patientenverf&uuml;gung: Service<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[56],"tags":[],"class_list":["post-7205","thema","type-thema","status-publish","hentry","category-anwendung-muster"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Informationen zum Umgang mit Patientenverf\u00fcgungen - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/informationen-zum-umgang-mit-patientenverfuegungen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Informationen zum Umgang mit Patientenverf\u00fcgungen - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Humanistische Union Hier finden Sie Antworten auf folgende Fragen: Was ist eine Patientenverf&uuml;gung? 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