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	<title>Mitteilungen Nr. 183 Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>Wechsel an der Spitze der Humanistischen Union</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Nov 2003 14:26:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Reinhard Mokros ist neuer Bundesvorsitzender der Humanistischen Union Mitteilungen 183, S.2 Reinhard Mokros, Dozent an der Fachhochschule füröffentliche Verwaltung Duisburg, ist von der 18. ordentlichenDelegiertenkonferenz zum neuen Bundesvorsitzendender HUMANISTISCHEN UNION gewählt worden. Der49-jährige Polizeidirektor ist Experte und bekannterPublizist im Bereich des Polizei- und Eingriffsrechts.Nach 8 Jahren Tätigkeit als Bundesvorsitzender kandidiertender Bingener Rechtsanwalt Dr. Till Müller-Heidelbergsowie [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Reinhard Mokros ist neuer Bundesvorsitzender der Humanistischen Union</p>
<p>Mitteilungen 183, S.2</p>
<p>Reinhard Mokros, Dozent an der Fachhochschule für<br />öffentliche Verwaltung Duisburg, ist von der 18. ordentlichen<br />Delegiertenkonferenz zum neuen Bundesvorsitzenden<br />der HUMANISTISCHEN UNION gewählt worden. Der<br />49-jährige Polizeidirektor ist Experte und bekannter<br />Publizist im Bereich des Polizei- und Eingriffsrechts.<br />Nach 8 Jahren Tätigkeit als Bundesvorsitzender kandidierten<br />der Bingener Rechtsanwalt Dr. Till Müller-Heidelberg<br />sowie seine langjährige Stellvertreterin, die Studienrätin<br />a.D. und Historikerin Ingeborg Rürup, nicht mehr für dieses<br />Amt.<br />Als stellvertretende Bundesvorsitzende wurde Dr.<br />Rosemarie Will, Professorin an der Humboldt-Universität in<br />Berlin, benannt. Neu in den Bundesvorstand gewählt wurde<br />Sophie Rieger, Architektin und ehemalige Abgeordnete des<br />bayerischen Landtags. Neues Vorstandsmitglied ist auch<br />Rechtsanwalt Ulrich Fuchs aus Miesbach, Regionalverband<br />Südbayern. Die bisherigen Vorstandsmitglieder<br />Irmgard Koll, Prof. Dr. Fritz Sack, Bundesverfassungsrichter<br />a.D. Dr. Jürgen Kühling und Rechtsanwalt Dr.<br />Fredrik Roggan wurden mit großer Mehrheit wieder<br />gewählt.<br />Der künftige Bundesvorstand wurde von der in diesem Jahr<br />in München zusammengetretenen Delegiertenkonferenz<br />beauftragt, sich neben traditionellen Bürgerrechtsfragen,<br />etwa der Gefährdung von Grundrechten durch überzogene<br />staatliche Sicherheitsansprüche, verstärkt auch dem<br />inneren Zusammenhang von sozialer Absicherung und<br />Bürgerrechten zuzuwenden.<br />Ebenfalls beschlossen wurde, die Menschen- und Bürgerrechtsarbeit<br />besser auf europäische und internationale<br />Entscheidungsprozesse auszurichten. Damit soll der<br />zunehmenden Verlagerung von relevanten Entscheidungskompetenzen<br /> auf diese Ebene Rechnung getragen werden.</p>
<p>Danke für das Vertrauen</p>
<p>Am 13. September 2003 wählten mich die Delegierten mit<br />großer Mehrheit zum Bundesvorsitzenden der<br />HUMANISTISCHEN UNION. Das Wahlergebnis hat mich<br />überrascht. Nach nur zweijähriger Mitarbeit im<br />Bundesvorstand konnten mich nicht alle Delegierten<br />kennen. Für den Vertrauensvorschuss bedanke ich mich<br />herzlich. Ich werde versuchen, die gute Arbeit meines<br />Vorgängers fortzusetzen. <br />Till Müller-Heidelberg hat wesentlich zu dem hohen<br />Ansehen beigetragen, das die HU in Bürgerrechtskreisen<br />und darüber hinaus genießt. Ihm sei an dieser Stelle noch<br />einmal dafür gedankt. Als neues Mitglied unseres Beirates<br />kann er sich noch nicht auf sein &#132;Altenteil&#147; zurückziehen.<br />Der neu gewählte Bundesvorstand hat Till Müller-<br />Heidelberg gebeten, sich in Zukunft besonders um die<br />Pflege der Kontakte zwischen dem Bundesvorstand und<br />dem Beirat zu kümmern. Auf die dringenden Probleme<br />unserer Zeit können wir als kleine Bürgerrechtsbewegung<br />nur mit Hilfe und Unterstützung unserer Beiräte angemessen<br /> und wirksam reagieren. <br />In den Tagen nach der Wahl habe ich Glückwünsche von<br />Mitgliedern, Beiräten, Politikerinnen und Politikern und den<br />Vorständen befreundeter Organisationen erhalten. Das<br />macht mir Mut und gibt mir Zuversicht. <br />Die anstehenden Aufgaben kann einer allein nicht meistern.<br />Deshalb bin ich froh, dass mich alle Vorstandsmitglieder<br />unterstützen. Nach vielen Jahren Vorstandsarbeit hat sich<br />Ingeborg Rürup entschlossen, nicht mehr zu kandidieren. In<br />München äußerten viele Delegierte ihr Bedauern darüber,<br />aber Ingeborg Rürup blieb bei ihrem Entschluss. Für ihr<br />Engagement und den unermüdlichen Einsatz für die HU<br />danken wir ihr alle. Nachfolgerin als stellvertretende<br />Vorsitzende ist Rosemarie Will. Ich bin sehr froh, dass sie<br />dieses Amt trotz ihrer vielen Verpflichtungen als Professorin<br />übernommen hat. Neu im Bundesvorstand sind Sophie<br />Rieger und Ulrich Fuchs. Es ist schön, dass nun auch<br />wieder der Freistaat in Berlin vertreten ist. Die übrigen<br />Vorstandsmitglieder sind mit großer Mehrheit wieder<br />gewählt worden. Der scheidende Vorsitzende hat in<br />München erwähnt, wie gern er mit diesem Vorstand<br />zusammen war. Ich kann mich dem nur anschließen. Auf<br />den Punkt gebracht: Wir sind ein starkes Team. <br />Gemeinsam mit unserem Geschäftsführer Nils Leopold<br />wollen wir das Schiff HU auch durch unruhige Gewässer<br />bringen. Sie werden wissen, dass unsere Finanzlage nicht<br />günstig ist und die Mitgliederzahl stagniert. Aber als<br />Rheinländer sage ich: &#132;Et hätt noch immer joot jejange.&#147;<br />(Für die Berliner in hochdeutsch): &#132;Es ist noch immer gut<br />gegangen&#8220;!</p>
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		<title>Vorstandsbericht zur DK 2003 (Auszüge)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Nov 2003 14:15:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem 40-jährigen Jubiläum der HU. [&#8230;] Was hat sich seither getan? Mitteilungen 183, S. 2ff Zunächst hat der Vorstand sich mit den Aufträgen derletzten DK befasst. So wurde u.a. auf Anregung vonDietrich Schade und Nils Leopold eine Arbeitsgruppe Bioethik/Genforschung ins Leben gerufen, die erste Zwischenergebnisseauf dem Verbandstag im letzten Jahrpräsentiert hat, seither aber wohl [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem 40-jährigen Jubiläum der HU. [&#8230;] Was hat sich</p>
<p>seither getan?</p>
<p>Mitteilungen 183, S. 2ff</p>
<p>Zunächst hat der Vorstand sich mit den Aufträgen der<br />letzten DK befasst. So wurde u.a. auf Anregung von<br />Dietrich Schade und Nils Leopold eine Arbeitsgruppe Bioethik/<br />Genforschung ins Leben gerufen, die erste Zwischenergebnisse<br />auf dem Verbandstag im letzten Jahr<br />präsentiert hat, seither aber wohl etwas eingeschlafen ist. <br />Ein weiteres Thema war die Forderung, insbesondere von<br />Klaus Scheunemann, die Bildung wieder zum HU Thema<br />zu machen. Diesmal ist es gelungen. Im Frühjahr diesen<br />Jahres hat die HU, vertreten insbesondere durch Ingeborg<br />Rürup, gemeinsam mit dem Komitee und der Gustav-<br />Heinemann-Initiative einen Bildungskongress in Berlin<br />durchgeführt. Schade, dass dabei wohl nur ein oder zwei<br />HU-Mitglieder gesichtet wurden, die nicht aus Berlin<br />stammten!<br />Und schließlich hatte die letzte DK auf Antrag von Gerhard<br />Saborowski beschlossen, als Gegengewicht zu den kirchlichen<br />Essener Gesprächen durch die HU die Berliner<br />Gespräche zur Trennung von Kirche und Staat ins Leben<br />zu rufen. Dies ist dank des Engagements und der Fähigkeiten<br />&#8211; und es sei nicht verschwiegen: Dank seines<br />Namens und seines Titels &#8211; mit Jürgen Kühling gelungen.<br />Am 1./2. November 2002 haben die Berliner Gespräche zur<br />Religion, Weltanschauung, Staat und Gesellschaft in der<br />Wissenschaftsakademie in Berlin stattgefunden &#8211; wer daran<br />teilgenommen hat, war begeistert. Zum Thema Kirche und<br />Arbeitsrecht waren unter den Teilnehmern vier amtierende<br />Mitglieder des Bundesverfassungsgerichts, viele ehemalige<br />Mitglieder des Bundesverfassungsgerichts und des<br />Bundesarbeitsgerichts, Arbeitsrechtprofessoren, der DGB,<br />ein katholischer Prälat, Beirats- und Vorstandsmitglieder<br />der HU vertreten. Gegenwärtig ist Jürgen Kühling mit der<br />Publizierung dieser Tagung befasst. Und da es ihm<br />gelungen ist, verschiedene Töpfe anzuzapfen &#8211; was wohl<br />kein Schatzmeister geschafft hätte &#8211; entstand und entsteht<br />hierdurch keine nennenswerte finanzielle Belastung der<br />HU. Die nächsten Berliner Gespräche im Herbst kommenden<br />Jahres werden sich möglicherweise mit der staatlichen<br />Finanzierung und den kirchlichen Privilegien befassen oder<br />mit der Frage, wie sehen eigentlich Kirchen und Weltanschauungsgemeinschaften<br />selbst ihre Position zum Staat.<br />Herzlichen Dank an Jürgen Kühling, der auch hierfür wieder<br />die Verantwortung übernommen hat. <br />Die weiteren Aktivitäten der vergangenen zwei Jahre seien<br />in lockerer Folge und unsystematisch aufgezählt:<br />&#8211; Die vor einigen Jahren begonnenen jährlichen Bürgerrechtstreffen<br />mit dem Komitee für Grundrechte und<br />Demokratie, der Gustav-Heinemann-Initiative und der<br />Internationalen Liga für Menschenrechte wurden und<br />werden fortgeführt; möglicherweise entwickelt sich hieraus<br />auch eine engere Zusammenarbeit von HU und GHI mit<br />Synergieeffekten.<br />&#8211; Im Forum Menschenrechte waren wir insbesondere durch<br />Ingeborg Rürup und mich vertreten und prägten dessen<br />Arbeit und Verlautbarungen im Bereich &#132;Innere Sicherheit&#147;<br />und &#132;Freiheitsrechte&#147;.<br />&#8211; Mit Fredrik Roggan sind wir inzwischen Mitveranstalter<br />des Big Brother Award. <br />&#8211; Auf einer Veranstaltung der Bertelsmann-Stiftung am 08.<br />April dieses Jahres zum Akteinsichtsrecht habe ich für die<br />HU auf dem Podium teilgenommen.<br />&#8211; Mit einem von unserem Mitglied Dr. Helmut Kramer entworfenen<br />Schreiben haben wir uns im Rahmen einer<br />Anhörung an das Bundesjustizministerium gewandt, um<br />eine Änderung des Rechtsberatungsgesetzes zu erreichen,<br />damit uneigennützige Rechtsberatung etwa von Kriegsdienstverweigerern,<br />Demonstranten, Gefangenen, NSOpfern<br /> u.s.w. künftig straffrei wird. <br />&#8211; Für die Aufhebung des von Otto Schily verhängten PKKVerbots<br />haben wir uns schriftlich und durch Teilnahme in<br />der Person von Jürgen Kühling an einer Veranstaltung<br />stark gemacht. <br />&#8211; Nils Leopold führt für die HU einen Musterprozess gegen<br />die private Videoüberwachung der Firma Dussmann in<br />Berlin auf öffentlichen Gehwegen. <br />&#8211; Im Juli 2003 hat die HU Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe<br />eingelegt gegen das Gesetz über die Zulässigkeit des<br />IMSI-Catchers im Strafprozess; Rosi Will hat die Verfassungsbeschwerde<br />ausgearbeitet und fungiert als Prozessbevollmächtigte.<br />&#8211; Im März 2003 haben Reinhard Mokros und ich an einem<br />von der Friedrich-Ebert-Stiftung organisierten deutschfranzösischen<br />Treffen von Bürger- und Menschenrechtsorganisationen<br />teilgenommen (übrigens auf private<br />Kosten), um Kontakt mit entsprechenden französischen<br />Partnerorganisationen zu finden; leider mit nur sehr<br />eingeschränktem Erfolg.<br />&#8211; Rosi Will erarbeitet eine Neufassung unserer seit 1978<br />auf dem Markt befindlichen Patientenverfügung. Ein großer<br />Schritt vorwärts ist hier in der Juristerei und auch in der<br />öffentlichen Diskussion erreicht worden durch ein Urteil des<br />BGH vom 19. März diesen Jahres. Hierin hat der BGH<br />ausdrücklich ausgeführt &#8211; wie schon unser früherer<br />Bundesvorsitzender Prof. Dr. Ulrich Klug in einer Anhörung<br />vor dem Bundestag im Jahre 1985 &#8211; dass es zur durch<br />Artikel 1 Grundgesetz geschützten Menschenwürde gehört,<br />dass jeder Patient auch selbstbestimmt über seinen<br />gegebenenfalls menschenwürdigen Tod entscheiden kann<br />und dass der in einer Patientenverfügung geäußerte Wille<br />für den Arzt und alle anderen Beteiligten verbindlich ist. [&#8230;] <br />&#8211; Unter Federführung der IALANA hat sich die HU<br />gemeinsam mit der IPPNW an einer Aktion beteiligt, die<br />Friedensstaatlichkeit der EU in der neuen EU-Verfassung<br />zum Ausdruck zu bringen. [&#8230;] Es ist gelungen, in der<br />Präambel und in Artikel 3 als Ziel der Union den Frieden<br />aufzunehmen und in der gemeinsamen Sicherheits- und<br />Verteidigungspolitik in Artikel III-205 nicht nur auf<br />militärische Mittel abzustellen, sondern davor zivile Mittel,<br />humanitäre Aufgaben, Aufgaben der Konfliktverhütung und<br />Erhaltung des Friedens zu nennen. <br />Auch ist in Artikel III-188 über die allgem. Bestimmungen<br />des auswärtigen Handelns der Union &#132;Die Achtung des<br />Völkerrechts gemäß den Grundsätzen der Charta der<br />Vereinten Nationen&#147; festgeschrieben, und die humanitäre<br />Hilfe hat einen eigenen umfangreichen Artikel III-218<br />erhalten, der in seinem Absatz 2 wiederum auf die<br />Grundsätze des humanitären Völkerrechts verweist. <br />&#8211; Last but not least sei der Grundrechtereport wieder einmal<br />erwähnt, dessen 7. Band im Mai dieses Jahres erschienen<br />ist und der federführend von mir verantwortet wird und<br />inzwischen von insgesamt 7 Bürgerrechtsorganisationen<br />gemeinsam herausgegeben wird.<br />Daneben haben wir eine Reihe von Tagungen und Veranstaltungen<br /> durchgeführt oder daran mitgewirkt. <br />&#8211; Am 06. Mai 2002 fand gemeinsam mit dem Institut für<br />Recht und Politik in Berlin eine Völkerrechtstagung statt<br />unter Mitwirkung von Nils Leopold und Katharina Ahrendts.<br />&#8211; Im Juni letzten Jahres haben wir den Verbandstag in<br />Düsseldorf durchgeführt mit Sabine Leutheusser-<br />Schnarrenberger als Hauptrednerin sowie einem Polizeidirektor<br />des Landeskriminalamts zum Thema &#132;Abschied<br />vom Grundgesetz&#147;.<br />&#8211; Im November 2002 hat der Bundesvorsitzende der HU auf<br />dem internationalen IALANA-Kongress in Marburg ein<br />Referat über die deutschen Terrorismusgesetze gehalten.<br />&#8211; Im März 2003 hat die HU gemeinsam mit der Friedrich-<br />Ebert-Stiftung in Berlin unter Federführung von Frederik<br />Roggan eine Tagung &#132;Sicherheit vor Freiheit &#8211; sind wir auf<br />dem Weg in einen Polizeistaat?&#147; veranstaltet.<br />&#8211; Am 16. Juli 2003, dem 100. Geburtstag von Fritz Bauer,<br />haben wir im Eisenhowersaal des IG Farben-Hauses in<br />Frankfurt in einer gutbesuchten Veranstaltung mit mehr als<br />100 Teilnehmern den Fritz-Bauer-Preis an Dieter Schenk<br />verliehen, einen ehemaligen BKA-Direktor, für seine polizeikritischen<br />Stellungnahmen und seine Aufarbeitung der NSGeschichte<br />im BKA sowie der NS-Verbrechen in Polen. Die<br />Preisrede hielt Ingeborg Rürup, die Laudatio der stellvertretende<br /> polnische Generalstaatsanwalt Witold Kulesza.<br />&#8211; Anfang November diesen Jahres beginnt die HU<br />gemeinsam mit der Raschplatz-Pavillon-Initiative in<br />Hannover eine Reihe über Sicherheit und Freiheit u.a. auch<br />mit einem bundesweiten Karikaturenwettbewerb zu diesem<br />Thema. [&#8230;]<br />&#8211; Und am 29./30. November wird in Berlin gemeinsam von<br />HU / Friedrich-Ebert-Stiftung / Humanistischer Verband<br />eine Tagung zum menschenwürdigen Sterben und zur<br />Patientenverfügung mit Rosi Will und mir durchgeführt<br />werden.<br />Neben all diesen Aktivitäten jedoch waren die beiden<br />Schwerpunkte der vergangenen zwei Jahre die<br />traditionellen Themen Kirche und Staat sowie innere<br />Sicherheit.<br />-,&#8220;   <br />Zum einen erwähne ich hier zum wiederholten Male die von<br />Jürgen Kühling geleiteten Berliner Gespräche zur Religion,<br />Weltanschauung, Staat und Gesellschaft. <br />Ebenfalls hat die HU sich beteiligt mit Friedrich-Ebert-<br />Stiftung und Humanistischer Verband Deutschland am 1.<br />Dezember letzten Jahres an einer Tagung in Berlin zum<br />Thema &#147;200 Jahre Reichsdeputationshauptschluss von<br />1803&#147;. <br />Weiter haben wir uns beteiligt an der Kopftuchdebatte mit<br />einer im wesentlichen von Jürgen Kühling ausgearbeiteten<br />Stellungnahme zur Verfassungsbeschwerde der Lehrerin<br />Fereshta Ludin. [&#8230;] Bei Beginn der Debatte schien eine<br />große Kontroverse im Bundesvorstand zu erwarten &#8211;<br />schlussendlich haben wir aber mit großem Konsens eine<br />einhellige Position gefunden: Zwar fordert das Grundgesetz<br />die staatliche Neutralität in religiösen Angelegenheiten,<br />weshalb das Kruzifix im Klassenzimmer nichts zu suchen<br />hat; wir haben bekanntlich mit Engagement die Kruzifixentscheidung<br />des Verfassungsgerichts verteidigt. Die Kleidung<br />einer Lehrerin ist aber keine staatliche Veranstaltung,<br />sondern Ausdruck ihrer persönlichen religiösen Entscheidung.<br />Solange die Lehrerin ihre Schüler und Schülerinnen<br />nicht missioniert, muss es ihr daher genauso erlaubt sein,<br />ein Kopftuch zu tragen, wie zahllose Lehrerinnen ein<br />Kettchen mit Kreuz tragen. Dies ist Ausfluss ihres Grundrechts<br />auf Religionsfreiheit und dokumentiert auch in der<br />Schule, dass es in diesem Staate nicht nur Christen gibt,<br />sondern auch andere Religionen; es fördert die Toleranz.<br />Schließlich haben wir uns auch in die Diskussion eingemischt,<br />ob Gott in die EU-Verfassung gehört. Irmgard Koll<br />hat für den Vorstand dazu einen Brief an die Bundesregierung<br />und an die deutschen Mitglieder im Verfassungskonvent<br /> geschrieben.<br />Entgegen der Präambel des Grundgesetzes (&#132;Im Bewusstsein<br />seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen&#8230;&#147;)<br />findet sich in der Präambel der EU-Verfassung jetzt lediglich<br />der Satz: &#132;Schöpfend aus den kulturellen, religiösen<br />und humanistischen Überlieferungen Europas&#8230;&#147; damit<br />können wir gut leben. Und wenn es in Artikel 51 der<br />Verfassung heißt: &#132;Die Union achtet den Status, den<br />Kirchen und religiöse Vereinigungen oder Gemeinschaften<br />in den Mitgliedstaaten nach deren Rechtsvorschriften<br />genießen, und beeinträchtigt ihn nicht,&#147; (und dasselbe gilt<br />nach Abs. 2 für weltanschauliche Gemeinschaften), so gibt<br />die EU damit den Kirchen keine Sonderrechte, sondern legt<br />lediglich fest, dass sie sich nicht in die einzelstaatlichen<br />Regelungen einmischt. Für die Trennung von Staat und<br />Kirche in Deutschland müssen wir schon selbst sorgen und<br />können nicht die EU verantwortlich machen.</p>
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