<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Mitteilungen Nr. 229 Archive - Humanistische Union</title>
	<atom:link href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Mon, 30 Aug 2021 13:42:12 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.4</generator>
	<item>
		<title>Geheimdienste vor Gericht &#8211; Kongress und Tribunal zu BND und Verfassungsschutz</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/geheimdienste-vor-gericht-kongress-und-tribunal-zu-bnd-und-verfassungsschutz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2016 12:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verbandsnachrichten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/publikationen/publikation/geheimdienste-vor-gericht-kongress-und-tribunal-zu-bnd-und-verfassungsschutz/</guid>

					<description><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 229 (2/2016), S. 1/2 Vergangenes Jahr hat die Delegiertenkonferenz beschlossen, dass die Humanistische Union 2016 eine öffentlichkeitswirksame Veranstaltung zu den deutschen Geheimdiensten organisiert. Seitdem haben der Bundesvorstand, ein Koordinationskreis Ehrenamtlicher sowie die Geschäftsstelle an der Konkretisierung des Konzeptes gearbeitet.Im Ergebnis werden im Oktober 2016 in Berlin ein Kongress und ein Tribunal unter [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/geheimdienste-vor-gericht-kongress-und-tribunal-zu-bnd-und-verfassungsschutz/">Geheimdienste vor Gericht &#8211; Kongress und Tribunal zu BND und Verfassungsschutz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 229 (2/2016), S. 1/2</p>
<p>Vergangenes Jahr hat die Delegiertenkonferenz beschlossen, dass die Humanistische Union 2016 eine öffentlichkeitswirksame Veranstaltung zu den deutschen Geheimdiensten organisiert. Seitdem haben der Bundesvorstand, ein Koordinationskreis Ehrenamtlicher sowie die Geschäftsstelle an der Konkretisierung des Konzeptes gearbeitet.<br />Im Ergebnis werden im Oktober 2016 in Berlin ein Kongress und ein Tribunal unter dem Motto &#8222;Geheimdienste vor Gericht&#8220; stattfinden, mit denen die Zivilgesellschaft ihre Kritik an der Arbeit der Geheimdienste untermauert.</p>
<h2 class="auto-created">Format</h2>
<p>Der Kongress findet als eintägige Veranstaltung an einem Samstag im Oktober 2016 an der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Zudem wird es am Vorabend eine kulturelle Auftaktveranstaltung geben. Der Kongress besteht im Kern aus drei Veranstaltungsreihen zu den Themen:</p>
<ul>
<li>Verfassungsschutz und V-Leute: der Einsatz sog. V-Leute, die staatlich bestellte/bezahlte Straftaten verüben (dürfen) und die häufig die zu überwachenden Kreise stärken,</li>
<li>Kommunikationsüberwachung und Datenaustausch: die Rechtsbrüche von BND und Verfassungsschutz bei der massenhaften Überwachung der Telekommunikation und dem Datenaustausch mit ausländischen Geheimdiensten,</li>
<li>Wer kontrolliert wen &#8211; Geheimdienste und Politik: das beständige Unterlaufen, Hintergehen oder gar bewusste Täuschen parlamentarischer bzw. gesetzlicher Kontrollorgane.</li>
</ul>
<p>Der rechtspolitische Kern des Kongresses wird ergänzt durch weitere politische und künstlerische Angebote für andere Zugänge zum Überwachungsthema (z.B. Cryptoparty, Workshops in digitaler Selbstverteidigung, Filme, Ausstellungen, Aktionskunst usw.).<br />Als Höhepunkt des Kongresses findet ein Tribunal zur Rolle der Geheimdienste innerhalb eines demokratischen Rechtsstaates statt. Das Tribunal wird als dokumentarisches Theater im großen Saal des Maxim Gorki Theaters Berlin aufgeführt und greift die Themen des Kongresses auf.</p>
<p>Die Veranstaltung hat folgende Ziele:</p>
<ul>
<li>Sammlung von Informationen und Argumenten zur Kritik geheimdienstlicher Überwachungsaktivitäten</li>
<li>Kritische Auseinandersetzung mit den bisherigen gesetzgeberischen Konsequenzen aus NSA-/NSU-Affäre sowie den derzeit diskutierten Reformvorschlägen</li>
<li>Erhöhung des politischen Druckes auf den Gesetzgeber </li>
<li>(Wieder-)Belebung der gesellschaftlichen Debatte um die Gefahren der Geheimdienste</li>
<li>Steigerung der medialen Aufmerksamkeit für das Thema</li>
</ul>
<h2 class="auto-created">Als Zielgruppen &hellip;</h2>
<p>&#8230; spricht der Kongress das juristische Fachpublikum, Fachjournalist/innen und Aktivist/innen sowie die Bundestagsabgeordneten an. Rechtspolitiker/innen sowie Jurist/innen finden hier die Möglichkeit zum Austausch über aktuelle gesetzgeberische Maßnahmen im Geheimdienstrecht. Für Fachjournalist/innen werden die Ergebnisse der bisherigen parlamentarischen und gerichtlichen Untersuchungen im Kontext von NSA und NSU aufbereitet sowie technische, rechtliche und praktische Hintergrundinformationen zu zwei geplanten Verfassungsbeschwerden geliefert.</p>
<p>Ein vielfältiges Begleit- und Rahmenprogramm mit Diskussionen, weiterbildenden Workshops und der Möglichkeit zur Vernetzung sowie das Geheimdiensttribunal sollen darüber hinaus auch jene politisch interessierten Menschen erreichen, die mit Arbeitsweise und rechtspolitischen Problemen der Geheimdienste bisher nicht vertraut sind. Je nach Budget und Reichweite in der Vorbereitung erwarten wir etwa 200 bis 500 Teilnehmer/innen.</p>
<h2 class="auto-created">Veran&shy;stalter &amp; Partner</h2>
<p>Kongress und Tribunal werden gemeinsam veranstaltet von Humanistischer Union (HU) und Amnesty International (AI) in Kooperation mit dem Chaos Computer Club (CCC). Die organisatorische Planung liegt bei der HU.</p>
<p>Der Kongress ist offen für Unterstützer/innen, die eingeladen sind, sich inhaltlich einzubringen.</p>
<p>Über den genauen Termin und das ausführliche Programm werden wir alle Mitglieder und Freund/innen der HU rechtzeitig informieren.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/geheimdienste-vor-gericht-kongress-und-tribunal-zu-bnd-und-verfassungsschutz/">Geheimdienste vor Gericht &#8211; Kongress und Tribunal zu BND und Verfassungsschutz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Positionen &#038; Aktivitäten zu TTIP, CETA und TISA</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/positionen-aktivitaeten-zu-ttip-ceta-und-tisa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2016 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtspolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/publikationen/publikation/positionen-aktivitaeten-zu-ttip-ceta-und-tisa/</guid>

					<description><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 229 (2/2016), S. 3/6 Seit Monaten wird intensiv und auf breiter gesellschaftlicher Basis &#252;ber die geplanten Freihandelsvertr&#228;ge TTIP und CETA, deren m&#246;gliche Folgen und die absurde Geheimhaltung ihrer Aushandlung diskutiert. Ein weiteres Abkommen, das derzeit verhandelt wird, TiSA (Trade in Services Agreement), ist jedoch bislang unterhalb der allgemeinen Wahrnehmungsschwelle geblieben. Sehr zu [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/positionen-aktivitaeten-zu-ttip-ceta-und-tisa/">Positionen &amp; Aktivitäten zu TTIP, CETA und TISA</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 229 (2/2016), S. 3/6</p>
<p><i>Seit Monaten wird intensiv und auf breiter gesellschaftlicher Basis &uuml;ber die geplanten Freihandelsvertr&auml;ge TTIP und CETA, deren m&ouml;gliche Folgen und die absurde Geheimhaltung ihrer Aushandlung diskutiert. Ein weiteres Abkommen, das derzeit verhandelt wird, TiSA (Trade in Services Agreement), ist jedoch bislang unterhalb der allgemeinen Wahrnehmungsschwelle geblieben. Sehr zu Unrecht, wie einige Mitglieder der HU Hamburg finden.</i></p>
<p><i>Ma&szlig;geblich vorangetrieben wird TiSA von den USA. W&auml;hrend die Vertragswerke von TTIP und CETA erst vier Jahre nach Vertragsabschluss (oder dem Scheitern der Verhandlungen) einsehbar sein sollen, soll der TiSA-Vertrag sogar f&uuml;nf Jahre lang unter Geheimhaltung stehen.</i></p>
<p><i>Mithilfe von TiSA soll der Beschaffungs- und Dienstleistungssektor auf breitester Basis einer Privatisierung ge&ouml;ffnet werden. Renationalisierungen sollen verboten werden, selbst wenn im Nachhinein Risiken bekannt werden, die zun&auml;chst nicht absehbar waren.</i></p>
<p><i>Geleakten Dokumenten zufolge sind die zentralen Absichten von TiSA die F&ouml;rderung kommerzieller Interessen von US-Dienstleistern, der Schutz von Wettbewerbsvorteilen und Monopolrechten der USA in Bezug auf Urheberrechte und Technologien, der freie Fluss von Daten und deren potenzielle Aneignung durch die USA zugunsten von kommerziellen Interessen und der US-Regierung.</i></p>
<p><i>Durch den geplanten Wegfall der Pflicht f&uuml;r Unternehmen, in einem Staat, in dem sie t&auml;tig sind, eine Niederlassung zu unterhalten, w&uuml;rden dem Staat jegliche M&ouml;glichkeiten der Besteuerung des Unternehmens genommen. Zudem w&uuml;rden Datenschutz, Verbraucherschutz, staatliche Regulierungs- und &Uuml;berwachungsm&ouml;glichkeiten, zivil- und strafrechtliche Ma&szlig;nahmen massiv eingeschr&auml;nkt bzw. beseitigt. Insbesondere im Hinblick auf den Datenschutz k&ouml;nnte der Staat nicht einmal dann regulierend eingreifen, wenn ein Unternehmen die staatlichen Regeln zum Datenschutz missachtet.</i></p>
<p><i>Aus diesen und weiteren Gr&uuml;nden hat sich die HU Hamburg entschlossen, zu diesem Thema aktiv zu werden. Wir haben eine Arbeitsgruppe gegr&uuml;ndet und ein Positionspapier entworfen und m&ouml;chten nun m&ouml;glichst viele interessierte Mitglieder der Humanistischen Union einladen, in der Arbeitsgruppe mitzumachen.<br />Interessierte laden wir herzlich ein, Kontakt zur HU Hamburg aufzunehmen. (Kontaktadressen finden sich am Ende des Artikels.)</i></p>
<h2 class="auto-created">Kritische Punkte</h2>
<p>TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership), CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement) und TiSA (Trade in Services Agreement) haben in den vergangenen Jahren aus berechtigten Gr&uuml;nden ein stetig wachsendes Misstrauen bei den B&uuml;rger*innen erzeugt. Allein schon die Tatsache, dass geheim verhandelt wird, Parlamentarier nur sehr eingeschr&auml;nkt Zugang zu den Dokumenten haben und &uuml;ber das Gelesene nicht sprechen d&uuml;rfen, l&auml;sst nichts Gutes erahnen. Hinzu kommt der geplante Abbau von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und B&uuml;rgerrechten. Als besonders problematisch werden in der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung die geplante Einsetzung von Schiedsgerichten ohne Berufungsm&ouml;glichkeiten sowie die Tatsache wahrgenommen, dass Unternehmen die unterzeichnenden Staaten auf entgangene mutma&szlig;liche Gewinne verklagen k&ouml;nnen sollen. Ein Atomausstieg, wie ihn die derzeitige Regierung beschlossen hat, w&auml;re dann nicht mehr m&ouml;glich. Zudem wird ein massiver Abbau von Umwelt-, Verbraucherschutz und Datenschutzstandards bef&uuml;rchtet; die Klage von Occidental Petroleum gegen Ecuador (H&ouml;he der Strafzahlung: 1,1 Mrd. US Dollar) (1), Philip Morris gegen Australien (H&ouml;he der Forderung: mehrere Mrd. US Dollar) (2) oder Vattenfall gegen Deutschland (H&ouml;he der Forderung: 4,675 Mrd. Euro) sind willk&uuml;rlich ausgew&auml;hlte Kostproben.</p>
<p>W&auml;hrend TTIP und CETA inzwischen ein gro&szlig;es Ma&szlig; an kritischer Aufmerksamkeit erfahren, ist das in Bezug auf TiSA nicht der Fall. Das halten wir f&uuml;r problematisch, denn es handelt sich hier um ein Abkommen &uuml;ber den Handel mit Dienstleistungen zwischen 28 EU- und 23 Nicht-EU-L&auml;ndern Europas, Nord- und S&uuml;damerikas, Ozeaniens und Asiens. Ziel ist die Beseitigung sogenannter &bdquo;Handelshemmnisse&ldquo; in der Daseinsvorsorge. &Ouml;ffentliche Dienstleistungen sollen frei ausgeschrieben, sprich: privatisiert werden.</p>
<p>TiSA birgt daher folgende Gefahren:</p>
<ul>
<li>Absenken von Standards: Umwelt-, Sozial-, Daten- und Verbraucherschutzstandards drohen auf das niedrigste Niveau zu sinken. Im Bereich des Datenschutzes zeigen sich bereits massive Erosionen auf europ&auml;ischer Ebene, die vor allem gro&szlig;en Konzernen wie Facebook oder Alphabet n&uuml;tzen. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r Umwelt- und Verbraucherschutzstandards im Bereich von Lebensmittelproduktion und -handel.</li>
<li><strong>Massive Beschr&auml;nkung des kommunalen Gestaltungsspielraums:</strong> Werden &ouml;ffentliche Dienstleistungen in den Bereichen Bildung, Soziales, Verkehr oder Kultur privatisiert, ohne dass eine Rekommunalisierung noch m&ouml;glich w&auml;re, beschneidet das die Kommunen drastisch in ihrer M&ouml;glichkeit &ouml;ffentlicher F&ouml;rderung von demokratisch und gesellschaftlich w&uuml;nschenswerten Belangen, z.B. von Theatern, Projektschulen, Integrationsprogrammen oder bezahlbaren Fahrkarten f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Personennahverkehr.</li>
<li><strong>Massive Beschr&auml;nkung des staatlichen Gestaltungsspielraums:</strong> Insbesondere eine Privatisierung des Gef&auml;ngnis- oder des Milit&auml;rwesens kann zu gravierenden Sicherheitsl&uuml;cken, rechtsstaatlichen Problemen sowie zur Verletzung v&ouml;lkerrechtlicher Regelungen f&uuml;hren (die von der privaten S&ouml;ldnerfirma Blackwater (3) ver&uuml;bten Verbrechen u.a. im Irak sollten hier als Warnung dienen). Eine Privatisierung des Gef&auml;ngniswesens beinhaltet zudem die Gefahr eines Absenkens humanit&auml;rer und grundrechtlicher Standards f&uuml;r Gefangene. Ebenfalls problematisch ist die geplante Privatisierung des Rentensystems, die dem Staat jegliche M&ouml;glichkeit nehmen w&uuml;rde, eine Rentenversorgung zu gestalten. Auch die mithilfe von TiSA angestrebte vollst&auml;ndige Privatisierung und Deregulierung des Finanzsektors w&uuml;rde es dem Staat k&uuml;nftig unm&ouml;glich machen, eine Finanzkrise wie die von 2008ff. abzufangen. </li>
<li><strong>Unm&ouml;glichkeit steuernder Eingriffe der Kommunen: </strong>In wichtigen Bereichen wie dem Wohnungsmarkt (sozialer Wohnungsbau, Mietpreisbremse), dem Umweltschutz (Fracking, CO2-Abscheidung und -Speicherung) oder dem Personenverkehr w&uuml;rden den Kommunen wichtige Instrumente genommen, eine b&uuml;rgernahe und vorausschauende Politik zu betreiben.</li>
<li><strong>Privatisierung kommunaler Daseinsvorsorge: </strong>Wasser, Energie, Abfallentsorgung, Krankenh&auml;user etc. w&uuml;rden f&uuml;r die B&uuml;rger aller Erfahrung nach teurer und qualitativ schlechter. Gef&auml;hrdet w&auml;ren unter anderem die Dichte an Krankenh&auml;usern und der bezahlbare Zugang zu qualitativ hochwertigem Trinkwasser. So verschlechterte sich nach der Privatisierung des Wasserparks von S&atilde;o Louren&ccedil;o (Brasilien) die Qualit&auml;t des Wassers. In Cochabamba (Bolivien) kam es durch die Privatisierung binnen k&uuml;rzester Zeit zu einer Verdreifachung des Wasserpreises, was zu massiven Streiks und Protesten und schlie&szlig;lich einer Verh&auml;ngung des Kriegsrechts &uuml;ber die Stadt f&uuml;hrte (&bdquo;Wasserkrieg&ldquo;).</li>
</ul>
<p>Internationale Konzerne und deren Lobby propagieren TiSA und betonen seinen gro&szlig;en Nutzen f&uuml;r alle, der jedoch nicht belegt ist; statt dessen greift TiSA stark in das Leben jedes B&uuml;rgers ein und droht zu einer massiven sozialen Spaltung und Verwerfung der Gesellschaft sowie zu einem Abbau von Demokratie, Sozial- und Rechtsstaatlichkeit beizutragen.</p>
<h2 class="auto-created">Forderungen</h2>
<p>Die Humanistische Union fordert, die folgenden Mindeststandards bei den Verhandlungen wie auch der Ratifizierung der Freihandelsvertr&auml;ge einzuhalten:</p>
<p>1. Investitionen m&uuml;ssen sich an das im jeweiligen Staat geltende Recht halten. Regelungen, die die Herstellung oder den Vertrieb bestimmter G&uuml;ter im Interesse des Allgemeinwohls beschr&auml;nken, d&uuml;rfen auch im Interesse des Freihandels nicht eingeschr&auml;nkt werden. Den nationalen Gesetzgebern d&uuml;rfen keine Beschr&auml;nkungen hinsichtlich zuk&uuml;nftiger Regelungen auferlegt werden. Das gilt vor allem f&uuml;r die Bereiche Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz.</p>
<p>2. Internationale, durch Rechtsanw&auml;lte besetzte Schiedsgerichte sind abzulehnen. Gegebenenfalls sind eigene Gerichte mit Berufsrichtern einzurichten. Die Auswahl der Richter ist von den beteiligten Staaten gemeinsam zu treffen. Das Verfahren muss &ouml;ffentlich stattfinden. Revisionsm&ouml;glichkeiten sind verpflichtend einzuf&uuml;hren.</p>
<p>3. Einrichtungen der Daseinsvorsorge sind der Verf&uuml;gungsgewalt &ouml;ffentlicher Tr&auml;ger (auch im Hinblick auf Personalverwaltung und &ouml;ffentliche Dienstleistungen) nicht zu entziehen. Insbesondere sensible und gesellschaftlich wichtige Bereiche wie Gesundheit, Bildung, Energie- und Wasserversorgung, Abfallentsorgung, Kl&auml;ranlagen, Kanalisation, &ouml;ffentliche Stra&szlig;en und Wasserstra&szlig;en sind vom Verbot einer Rekommunalisierung/Verstaatlichung auszunehmen.</p>
<p>4. Regelungen &uuml;ber &ouml;ffentliches Beschaffungswesen und &ouml;ffentliche Dienstleistungen sind den nationalen Rechtsordnungen vorzubehalten.</p>
<p>5. Der Schutz des geistigen Eigentums ist so zu regeln, dass er den Austausch von Wissen, den Zugang zu Medikamenten und den Klimaschutz nicht behindert, ihn aber auch nicht ausschlie&szlig;lich &ouml;konomischen Interessen unterwirft.</p>
<h2 class="auto-created">Ma&szlig;nahmen der Humanis&shy;ti&shy;schen Union</h2>
<p>Die Humanistische Union sollte:</p>
<p>1. gegen TiSA, TTIP und CETA offen Stellung beziehen und die Bev&ouml;lkerung entsprechend aufkl&auml;ren,</p>
<p>2. hierbei besonderes Augenmerk auf die drohenden Einschr&auml;nkungen der Menschen- und B&uuml;rgerrechte legen,</p>
<p>3. sich verst&auml;rkt an der &ouml;ffentlichen Debatte beteiligen,</p>
<p>4. ihren Einfluss dazu nutzen, auf die Politik einzuwirken,</p>
<p>5. einen noch zu verfassenden offenen Brief an den Bundestag unterzeichnen und</p>
<p>6. die Landesverb&auml;nde dazu ermutigen und dabei unterst&uuml;tzen, Aufkl&auml;rungsarbeit und politische Mobilisation zu leisten.</p>
<p>Die B&uuml;rgerrechte waren selten so massiv bedroht, die Demokratie und die Rechtsstaatlichkeit selten so sehr herausgefordert. Es geht hier nicht zuletzt auch um die Existenzberechtigung der Humanistischen Union.</p>
<h2 class="auto-created">Ma&szlig;nahmen der HU Hamburg</h2>
<p>Die HU Hamburg m&ouml;chte Wegbereiterin in diesem Prozess sein. Geplant sind folgende Ma&szlig;nahmen:</p>
<p>Kurzfristig:</p>
<ul>
<li>Informationsveranstaltungen (Podiumsdiskussionen, Filmvorf&uuml;hrungen mit anschlie&szlig;ender Diskussion etc.) und Workshops</li>
<li>B&uuml;ndnisse mit anderen gesellschaftlichen Gruppen wie Campact, Attac, Republikanischer Anwaltsverein, politischen Parteien usw.</li>
<li>Befragung von Abgeordneten zu TiSA, TTIP und CETA (&uuml;ber Abgeordnetenwatch)</li>
</ul>
<p>Mittelfristig:</p>
<ul>
<li>stabile Kooperationen mit anderen Stakeholdern</li>
<li>offener Brief zur Unterzeichnung durch den Bundesvorstand und prominente HU-Mitglieder an das europ&auml;ische Parlament</li>
<li>Verfassen einer Petition an den Bundestag</li>
<li>kommunale/lokale Einflussnahme</li>
<li>Kooperation mit anderen Landesverb&auml;nden</li>
</ul>
<p>Langfristig:</p>
<ul>
<li>sp&uuml;rbare Einflussnahme auf die Politik/ politische Entscheidungen</li>
<li>Aktivierung des Zivilgesellschaft</li>
</ul>
<p>Kontakt &uuml;ber: Stephanie Thiel (<span class="objectivation_name"><a title="posteo.de" href="mailto:stephanie.thiel%40posteo.de">stephanie.thiel@posteo.de</a>)</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/positionen-aktivitaeten-zu-ttip-ceta-und-tisa/">Positionen &amp; Aktivitäten zu TTIP, CETA und TISA</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Idomeni und das Scheitern der EU in der Flüchtlingsfrage</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/idomeni-und-das-scheitern-der-eu-in-der-fluechtlingsfrage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2016 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asyl & Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Verbandsnachrichten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/publikationen/publikation/idomeni-und-das-scheitern-der-eu-in-der-fluechtlingsfrage/</guid>

					<description><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 229 (2/2016), S. 7/8 (Red.) Seit &#252;ber zwei Monaten warten tausende Fl&#252;chtlinge an der mazedonischen Grenze auf eine Grenz&#246;ffnung, um weiter reisen zu k&#246;nnen. Helga Lenz von der Humanistischen Union L&#252;beck besuchte k&#252;rzlich das Lager in Idomeni. Eindr&#252;cke ihrer Reise hat sie in einem Bericht zusammengefasst, der auf der Webseite der HU [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/idomeni-und-das-scheitern-der-eu-in-der-fluechtlingsfrage/">Idomeni und das Scheitern der EU in der Flüchtlingsfrage</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 229 (2/2016), S. 7/8</p>
<p><i>(Red.) Seit &uuml;ber zwei Monaten warten tausende Fl&uuml;chtlinge an der mazedonischen Grenze auf eine Grenz&ouml;ffnung, um weiter reisen zu k&ouml;nnen. Helga Lenz von der Humanistischen Union L&uuml;beck besuchte k&uuml;rzlich das Lager in Idomeni. Eindr&uuml;cke ihrer Reise hat sie in einem Bericht zusammengefasst, der auf der Webseite der HU L&uuml;beck (bzw. in der Gesch&auml;ftsstelle) abrufbar ist. Ausgehend von ihren Erfahrungen macht sie im vorliegenden Beitrag Vorschl&auml;ge, wo und wie sich die HU-Mitglieder in der aktuellen Fl&uuml;chtlingssituation engagieren k&ouml;nnen.</i></p>
<h2 class="auto-created">Warum noch Idomeni? </h2>
<p>Auf der Autobahn, kurz vor der mazedonischen Grenze, haben sich drei Rastst&auml;tten in Zeltlager verwandelt. Hier harren trotz schlechter medizinischer und hygienischer Bedingungen und trotz eines zunehmenden staatlichen Drucks rund 10.000 Gefl&uuml;chtete aus. Sie hoffen immer noch auf das Wunder einer Grenz&ouml;ffnung, auch wenn das immer unwahrscheinlicher wird. Es gibt viele Gr&uuml;nde, warum die Gefl&uuml;chteten dennoch in dem Zeltlager von Idomeni ausharren: etwa die Angst, in den Milit&auml;rlagern ganz aus dem &ouml;ffentlichen Bewusstsein zu verschwinden und vergessen zu werden. Die Gefl&uuml;chteten f&uuml;rchten auch, dass die Milit&auml;rcamps eines Tages wie die Internierungslager auf den griechischen Inseln abgeschlossen und die Insassen damit zu Gefangenen werden. Dar&uuml;ber hinaus ist Idomeni ein Zufluchtsort f&uuml;r all jene, die nicht zur&uuml;ck in die T&uuml;rkei wollen. Viele von ihnen bef&uuml;rchten, dort in einem Gef&auml;ngnis zu landen oder in ihr Heimatland abgeschoben zu werden.</p>
<p>In Griechenland leben derzeit gesch&auml;tzte 52.000 Fl&uuml;chtlinge. Sie und die griechischen Beh&ouml;rden werden mit der unhaltbaren humanit&auml;ren Situation und der Bearbeitung der Asylantr&auml;ge weitgehend allein gelassenen. F&uuml;r die H&auml;lfte der in den Camps wartenden Menschen, die ein Anrecht auf Familienzusammenf&uuml;hrung haben, k&ouml;nnte das Warten in den Zelten dank Dublin III-Abkommen und der langen Bearbeitungszeiten noch Jahre dauern. Dabei waren die griechischen Beh&ouml;rden bereits vor den gestiegenen Zahlen im letzten Jahr mit der Erstaufnahme der Fl&uuml;chtlinge und der Bearbeitung ihrer Antr&auml;ge &uuml;berfordert. Schon seit Jahren hatten deutsche Gerichte immer wieder festgestellt, dass &bdquo;massive M&auml;ngel&ldquo; im griechischen Asylsystem vorliegen und Dublin-&Uuml;berstellungen nach Griechenland deshalb nicht rechtm&auml;&szlig;ig sind. Unter diesen Voraussetzungen wurde die R&uuml;ckf&uuml;hrung von Fl&uuml;chtlingen nach Griechenland seit 2011 auch von der Bundesregierung ausgesetzt. Ausgerechnet jetzt aber hebt die Regierung diese Entscheidung auf. Seit dem 12. Januar 2016 d&uuml;rfen nach dem Willen des Bundesinnenministers die Fl&uuml;chtlinge wieder nach Griechenland zur&uuml;ck &uuml;berstellt werden, wo kranke S&auml;uglinge mit ihren Eltern auf der Stra&szlig;e leben und es kaum m&ouml;glich ist, nur den Termin f&uuml;r einen Asylantrag zu erhalten. Demgegen&uuml;ber sind in Deutschland f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge geschaffene Aufnahmeeinrichtungen nicht ausgelastet, r&auml;umliche und personelle Kapazit&auml;ten bleiben ungenutzt.</p>
<h2 class="auto-created">Was tun?</h2>
<p>Initiativen wie die Refugees Welcome 2 Wuppertal fordern in einem offenen Brief ihren Stadtrat auf, Fl&uuml;chtlinge aus Griechenland direkt aufzunehmen. Spanische Kommunen in den Regionen Barcelona und Valencia haben bereits angeboten, Gefl&uuml;chtete aus Griechenland aufzunehmen. Dazu k&ouml;nnen wir unsere B&uuml;rgermeister, Kreis- und Stadtvertretungen auch auffordern. Sie sollten &sect;&nbsp;22 Aufenthaltsgesetz anwenden. Dieser erlaubt im Einzelfall eine Aufnahme eines Fl&uuml;chtlings aus dringenden humanit&auml;ren Gr&uuml;nden, wenn sich der/die Gefl&uuml;chtete in einer Situation befindet, die &uuml;ber die &bdquo;allgemeine&ldquo; Fl&uuml;chtlingsnot hinausgeht.</p>
<p>Auch die Landesinnenminister k&ouml;nnten auf der Grundlage von &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Aufenthaltsgesetz bestimmte Fl&uuml;chtlingsgruppen von R&uuml;ck&uuml;berf&uuml;hrungen nach dem Dublin-Verfahren ausnehmen. Th&uuml;ringens Ministerpr&auml;sident Bodo Ramelow hat sich dazu bereit erkl&auml;rt. Zur Umsetzung bedarf es der Genehmigung des Bundesinnenministers. Eine solche Genehmigung wurde im letzten Jahr f&uuml;r die direkte Aufnahme von Jesidinnen durch die L&auml;nder Baden-W&uuml;rttemberg und Schleswig-Holstein erteilt. Entsprechend sollten wir die Innenminister der Bundesl&auml;nder auffordern, zumindest Familien mit Kindern, Kranke und unbegleitete minderj&auml;hrige Fl&uuml;chtlinge aus Griechenland aufzunehmen.</p>
<p>Attac hat dar&uuml;ber hinaus einen unterst&uuml;tzenswerten Appell initiiert: &bdquo;Familien helfen &ndash; rasche Visa-Ausstellung &uuml;ber Botschaften und Konsulate erm&ouml;glichen&ldquo;. Diesen Appell sollten die HU, aber auch m&ouml;glichst viele Mitglieder unterzeichnen. In dem Appell werden die Bundesregierung bzw. der Au&szlig;enminister dazu aufgefordert, mehr Kapazit&auml;ten f&uuml;r die Visaausstellung in Griechenland zu schaffen. Neben der &Uuml;berforderung der griechischen Beh&ouml;rden verz&ouml;gert auch die v&ouml;llig &uuml;berlaufene deutsche Botschaft in Athen die Aufnahme der in Griechenland Gestrandeten.</p>
<p><i>Helga Lenz<br />leitet die Frauen- und Familienberatungsstelle der HU L&uuml;beck <br />und engagiert sich seit Jahren f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge</i></p>
<p>Offener Brief der Initiative Welcome 2 Wuppertal: <a href="https://w2wtal.noblogs.org/post/2016/04/19/offener-brief-menschen-aus-idomeni-in-wuppertal-aufnehmen/" target="_blank" rel="noopener">https://w2wtal.noblogs.org/post/2016/04/19/offener-brief-menschen-aus-idomeni-in-wuppertal-aufnehmen/</a></p>
<p>Attac-Aufruf an die Bundesregierung: <br /><a href="http://www.attac.de/uploads/media/Aufruf_Visa_fuer_Deutschland_21_April_2016.pdf" target="_blank" rel="noopener">http://www.attac.de/uploads/media/Aufruf_Visa_fuer_Deutschland_21_April_2016.pdf</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/idomeni-und-das-scheitern-der-eu-in-der-fluechtlingsfrage/">Idomeni und das Scheitern der EU in der Flüchtlingsfrage</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chance vertan: Das neue Berliner Strafvollzugsgesetz</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/chance-vertan-das-neue-berliner-strafvollzugsgesetz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2016 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin: Verein]]></category>
		<category><![CDATA[Strafen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/publikationen/publikation/chance-vertan-das-neue-berliner-strafvollzugsgesetz/</guid>

					<description><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 229 (2/2016), S. 8/10 Obwohl die Bundesländer seit dem 1. September 2006 eigene Strafvollzugsgesetze beschließen dürfen, hat das Land Berlin erst letztes Jahr einen Entwurf für ein eigenes Strafvollzugsgesetz ins Parlament eingebracht. Das &#132;Gesetz zur Weiterentwicklung des Justizvollzugs&#147; (Drs. 17/2442 vom 9.9.2015) des SPD/ CDU-Senats schrieb dann in weiten Teilen einfach nur [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/chance-vertan-das-neue-berliner-strafvollzugsgesetz/">Chance vertan: Das neue Berliner Strafvollzugsgesetz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 229 (2/2016), S. 8/10</p>
<p>Obwohl die Bundesländer seit dem 1. September 2006 eigene Strafvollzugsgesetze beschließen dürfen, hat das Land Berlin erst letztes Jahr einen Entwurf für ein eigenes Strafvollzugsgesetz ins Parlament eingebracht. Das &#132;Gesetz zur Weiterentwicklung des Justizvollzugs&#147; (Drs. 17/2442 vom 9.9.2015) des SPD/ CDU-Senats schrieb dann in weiten Teilen einfach nur den Status Quo fest. Das wurde auch bei der parlamentarischen Anhörung zum Gesetz im November kritisiert, an der u.a. Prof. Dr. Johannes Feest teilnahm. <br />Der Landesverband Berlin-Brandenburg der HU brachte sich schon früh in die Diskussion ein mit einem Informationsgespräch über den Inhalt des Gesetzes im Dezember, mit der Unterzeichnung des &#132;Aufrufs für ein liberales und progressives Strafvollzugsgesetz in Berlin&#147;, der Forderung nach der Geltung des Briefgeheimnisses für den Schriftwechsel zwischen Gefangenen und Behörden (Behördenpost) und einer gut besuchten und hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion zum Gesetz am 17. Februar. Es diskutierten Annette Linkhorst (Berliner Vollzugsbeirat), Oliver Rast (Gefangenen-Gewerkschaft), Dirk Behrendt (Rechtspolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen), Niklas Schrader (Referent der Linksfraktion) und Simon Weiß (Rechts- und Verfassungspolitischer Sprecher der Piratenfraktion). Vertreter von CDU und SPD konnten aus verschiedenen Gründen nicht kommen.</p>
<p>Obwohl der Gesetzesvorschlag vor allem den Ist-Zustand beschrieb, gab es einige Punkte, die wir sehr kritisch sahen, wie die &#132;verletztenbezogene Vollzugsgestaltung&#147;, bei der die Belange der Opfer von Straftaten eine Rolle im Vollzug spielen sollen. Zu mehreren Punkten forderten wir konkrete Änderungen, etwa:</p>
<p>&#8211; Offener Vollzug als Regelvollzug: Im Gesetz ist dieser Vorrang nicht festgeschrieben. Möglich wäre eine Gleichrangigkeit oder sogar ein Vorrang des geschlossenen Vollzugs vor dem offenem Vollzug, obwohl nur der den Gefangenen ein weitgehend normales Leben ermöglicht. Deshalb wollten wir eine entsprechende Festschreibung.</p>
<p>&#8211; Gesetzliche Ansprüche statt Ermessen: Im Gesetz stehen viele gut klingende Kann-Vorschriften, die daher schnell zu einem Belohnungssystem für fügsame Häftlinge werden können. Dabei wären einklagbare und entsprechend überprüfbare Ansprüche der Gefangenen besser.</p>
<p>&#8211; Verlängerung der Besuchszeiten auf mindestens vier Stunden Besuch pro Monat. Im Gesetz steht eine Mindestbesuchszeit von zwei Stunden, was für das Aufrechterhalten von sozialen Kontakten sehr wenig ist. <br />&#8211; Keine Einschränkung der Paketregelung: Gefangene sollten, wie wir es von der HU Berlin-Brandenburg schon länger fordern, an wichtigen Feiertagen und Geburtstagen Pakete erhalten können. Der Hinweis, dass im Gefängnis Waren gekauft werden können, ist kein Ersatz für den von der Familie gebackenen Kuchen.</p>
<p>&#8211; Zugang zum Internet: Heute ist, auch bei der Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche, ein Leben ohne den Zugang zum Internet kaum noch möglich. Weil sich das Leben in Haft möglichst wenig von dem Leben in Freiheit unterscheiden sollte, sollten Gefangene einen Zugang zum Internet haben, der selbstverständlich kontrolliert werden kann.</p>
<p>&#8211; Telefonieren und Internet zu marktüblichen Preisen: Derzeit fordert Telio überhöhte Preise. Weil für Gefangene der Kontakt zu ihrer Familie und Freunden wichtig ist und dieser vor allem telefonisch erfolgen muss, sollten hier die Kosten (ein fünfminütiges Ortsgespräch kostet 0,42 Euro) nicht exorbitant hoch sein. Es wäre auch zu prüfen, inwiefern die Gefangenen eigene Telefone haben dürfen.</p>
<p>&#8211; Briefgeheimnis auf Behördenpost ausdehnen: Bis auf wenige Ausnahmen, wie der Schriftverkehr mit Anwälten, Parlamentariern, Datenschutzbeauftragten und dem Vollzugsbeirat, kann der Schriftverkehr von Gefangenen überwacht werden. Auch der Schriftverkehr von Gefangenen mit Behörden, wozu auch Beschwerden über die Strafanstalt gehören können, kann überwacht werden. Das sollte geändert werden.</p>
<p>&#8211; Vollzugsplanung und Übergangsmanagement verbessern: die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Diensten beim Übergang von der Haft in die Freiheit muss verbessert werden. Außerdem sollten Vollzugsplanungen erstellt werden, die regelmäßig auf eine vorzeitige Entlassung hinarbeiten. In Berlin werden weniger als acht Prozent der Gefangenen vorzeitig entlassen. Das ist bundesweit der letzte Platz, während im Saarland und Bayern, den Spitzenreitern, fast ein Viertel vorzeitig entlassen werden.</p>
<p>Etliche dieser Forderungen nahmen die Oppositionsfraktionen auf. Ihre Änderungsanträge lehnte der Rechtsausschuss am 9. März alle ab. Angenommen wurden nur zwei letztlich kosmetische Änderungsanträge der Koalition und ein vom Gesetz unabhängiges Pilotprojekt zur Nutzung des Internets. Brandenburg verkündete wenige Tage später einen wesentlich umfangreicheren Zugang von Gefangenen zum Internet.</p>
<p>Am 18. März beschloss das Abgeordnetenhaus von Berlin das neue Strafvollzugsgesetz, das am 1. September 2016, wenige Tage vor der Abgeordnetenhauswahl, in Kraft tritt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/chance-vertan-das-neue-berliner-strafvollzugsgesetz/">Chance vertan: Das neue Berliner Strafvollzugsgesetz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aktuelle Stellungnahmen der HU</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/aktuelle-stellungnahmen-der-hu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2016 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gutachten/Stellungnahmen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/publikationen/publikation/aktuelle-stellungnahmen-der-hu/</guid>

					<description><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 229 (2/2016), S. 10/11 Stellung&#173;nahme zur Erweiterung des Sexual&#173;straf&#173;rechts: Schlie&#223;ung von Schutz&#173;l&#252;&#173;cken bei Verge&#173;wal&#173;ti&#173;gungen (&#167;&#167;&#160;177-179 StGB) Das Bundesministerium der Justiz und f&#252;r Verbraucherschutz hatte im Dezember 2015 einen Referentenentwurf vorgelegt, mit dem Schutzl&#252;cken im deutschen Strafrecht beim Tatbestand der Vergewaltigung geschlossen werden sollen. Mit den neu gestalteten &#167;&#160;179 Abs.&#160;1 Nr.&#160;1 und 3 [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/aktuelle-stellungnahmen-der-hu/">Aktuelle Stellungnahmen der HU</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 229 (2/2016), S. 10/11</p>
<h2 class="auto-created">Stellung&shy;nahme zur Erweiterung des Sexual&shy;straf&shy;rechts: Schlie&szlig;ung von Schutz&shy;l&uuml;&shy;cken bei Verge&shy;wal&shy;ti&shy;gungen (&sect;&sect;&nbsp;177-179 StGB)</h2>
<p>Das Bundesministerium der Justiz und f&uuml;r Verbraucherschutz hatte im Dezember 2015 einen Referentenentwurf vorgelegt, mit dem Schutzl&uuml;cken im deutschen Strafrecht beim Tatbestand der Vergewaltigung geschlossen werden sollen. Mit den neu gestalteten &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und 3 werden Vergewaltigungen auch dann strafbar sein, wenn das Opfer keinen nachweisbaren Widerstand geleistet hat, weil der T&auml;ter bspw. &Uuml;berraschungsmomente ausnutze oder das Opfer bedroht und eingesch&uuml;chtert hat.</p>
<p>Die Stellungnahme der HU regt eine grunds&auml;tzliche, systematische Reform des Sexualstrafrechts an. Die Grundannahme des Gesetzentwurfs, wonach eine L&uuml;cke im Straftatbestand f&uuml;r die mangelnde Strafverfolgung bzw. Verurteilung von Vergewaltigungen ma&szlig;geblich sei, wird bezweifelt. Bisher gebe es daf&uuml;r keine fundierten Erhebungen, sondern nur Fallbeispiele, die von verschiedenen Seiten f&uuml;r bzw. gegen eine Strafversch&auml;rfung ins Feld gef&uuml;hrt werden. Grunds&auml;tzliche Bedenken werden auch gegen die Formulierung des Tatbestands in &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 erhoben, da sie allein darauf baut, wie das mutma&szlig;liche Opfer die Situation subjektiv wahrnimmt. Dies widerspreche der gebotenen Normenklarheit, da objektive Kriterien f&uuml;r die strafbare Handlung fehlen.</p>
<p><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/HU2016_Stellungnahme-179StGB-2.pdf">Stellungnahme vom 19.2.2016, <br />erarbeitet von Mara Kunz</a></p>
<h2 class="auto-created">Stellung&shy;nahme zu Entw&uuml;rfen f&uuml;r Islam-&shy;Staats&shy;ver&shy;tr&auml;ge (Nieder&shy;sachsen)</h2>
<p>Die nieders&auml;chsische Landesregierung hat Ende 2015 die Entw&uuml;rfe f&uuml;r Staatsvertr&auml;ge mit der Islamischen Religionsgemeinschaft DITIB, der SCHURA und den Alevitischen Gemeinden Niedersachsens vorgelegt. Die Vertr&auml;ge gew&auml;hren nach dem Vorbild der Staatskirchenvertr&auml;ge besondere Rechte f&uuml;r die Religionsgemeinschaften, etwa bei Feiertagsregelungen, der Mitbestimmung in Rundfunk- und Fernsehgremien und dergleichen mehr.</p>
<p>Die Stellungnahme der HU kritisiert, dass viele der vorgeschlagenen Regelungen &uuml;berfl&uuml;ssig seien (weil bereits andernorts vereinbart). Zudem sei die Zusicherung in Form eines Staatsvertrages grunds&auml;tzlich undemokratisch, weil Parlament und &Ouml;ffentlichkeit von den Verhandlungen weitgehend ausgeschlossen bleiben, w&auml;hrend die beg&uuml;nstigten Verb&auml;nde allein mit der Regierung verhandeln d&uuml;rfen. Einige der vorgesehenen Zusicherungen, etwa die Finanzzusch&uuml;sse f&uuml;r die Gesch&auml;ftsstellen von DITIB und SCHURA i.H.v. 100.000 &euro; j&auml;hrlich f&uuml;r den Zeitraum von f&uuml;nf Jahren, werden als offen verfassungswidrig eingestuft, weil sie das Gebot staatlicher Neutralit&auml;t in religi&ouml;sen Fragen verletzen.</p>
<p><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/HU-NI2016_StellungnahmeIslamVertrag.pdf">Stellungnahme vom 23.2.2016, <br />erarbeitet von Johann-Albrecht Haupt</a></p>
<h2 class="auto-created">Stellung&shy;nahme zur Einf&uuml;hrung eines Landes&shy;-&shy;Po&shy;li&shy;zei&shy;be&shy;auf&shy;tragten (Schles&shy;wig-Hol&shy;stein)</h2>
<p>In Schleswig-Holstein hat die Koalition aus SPD, B&uuml;ndnis 90/Die Gr&uuml;nen und SSW einen Gesetzentwurf vorgelegt, mit dem der Aufgabenbereich des B&uuml;rgerbeauftragten erweitert, er k&uuml;nftig auch als Polizeibeauftragter des Landes t&auml;tig werden soll (Drs.&nbsp;18/3655). Dagegen wendet sich die CDU-Fraktion, die in einem Polizeibeauftragten ein Misstrauensvotum gegen&uuml;ber der Polizei sieht (Drs. 18/3642).</p>
<p>Die Stellungnahme der HU betont den verfassungsrechtlichen Anspruch auf die Kontrolle staatlichen Handelns (Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 GG), die in besonderem Ma&szlig;e f&uuml;r das polizeiliche Handeln gelte, da Polizisten teilweise Zwangsbefugnisse aus&uuml;ben und gegen ihre Aufforderungen auch kein Rechtsschutz mit aufschiebender Wirkung m&ouml;glich sei. Die Wahrnehmung der Aufgaben eines Polizeibeauftragten durch den B&uuml;rgerbeauftragten &ndash; der bereits jetzt f&uuml;r Fragen des Sozialrechts, der Gleichbehandlung sowie der Kinder- und Jugendhilfe zust&auml;ndig ist &ndash; wird als potenzielle &Uuml;berlastung des Amtes gesehen. Die Einf&uuml;hrung eines Polizeibeauftragten wird grunds&auml;tzlich begr&uuml;&szlig;t, einzelne verbesserungsw&uuml;rdige Details der gesetzlichen Regelung benannt.</p>
<p><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/HU2016_Stellungnahme-SH-Drs18-3655_Ende.pdf">Stellungnahme vom 24.2.2016, <br />erarbeitet von Anja Heinrich</a></p>
<h2 class="auto-created">Stellung&shy;nahme zum Einsatz von Body-Cams bei der Polizei (Schles&shy;wig-Hol&shy;stein)</h2>
<p>Der Innenausschuss des Landestags von Schleswig-Holstein f&uuml;hrte eine Sachverst&auml;ndigen-Anh&ouml;rung zum umstrittenen Einsatz von Body-Cams bei der Polizei durch. Grundlage der Anh&ouml;rung waren zwei Antr&auml;ge der CDU (die den unverz&uuml;glichen Einsatz bei der Landespolizei forderte, Drs.&nbsp;18/3849) sowie der Fraktion der Piraten (die das ablehnt, Drs.&nbsp;18/3886).</p>
<p>In ihrer Stellungnahme f&uuml;r die HU hinterfragt Anja Heinrich zun&auml;chst, ob aus der Polizeilichen Kriminalstatistik eine zunehmende Gewaltbereitschaft gegen Polizisten und damit der von der CDU behauptete Handlungsbedarf abzulesen ist. Zahlreiche Gr&uuml;nde werden angef&uuml;hrt, die dagegen sprechen, dass Body-Cams geeignet sind, &Uuml;bergriffe gegen Polizeibeamte bzw. umgekehrt das Fehlverhalten von Polizisten gegen B&uuml;rger zu verringern. Auch die Ergebnisse eines hessischen Modellprojektes zum Body-Cam-Einsatz sind schlussendlich zu wenig aussagekr&auml;ftig, um die Wirksamkeit des Instruments beurteilen zu k&ouml;nnen.</p>
<p><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/HU-2016-05-04_BodyCams-SH_final.pdf">Stellungnahme vom 6.5.2016, <br />erarbeitet von Anja Heinrich</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/aktuelle-stellungnahmen-der-hu/">Aktuelle Stellungnahmen der HU</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Berlin: HU beteiligt sich an Netzwerk „Wahlalter 16“</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/berlin-hu-beteiligt-sich-an-netzwerk-wahlalter-16/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2016 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin: Verein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/publikationen/publikation/berlin-hu-beteiligt-sich-an-netzwerk-wahlalter-16/</guid>

					<description><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 229 (2/2016), S. 13/14 Seitdem im Land Berlin die gro&#223;e Koalition regiert, also seit 2011, stocken alle Diskussionen &#252;ber eine Reform des Wahlrechts, weil die CDU alle vorher diskutierten &#196;nderungen ablehnt. Das betrifft u.a. die Absenkung des Wahlalters bei den Abgeordnetenhauswahlen (dem Landesparlament), die nur &#252;ber eine &#196;nderung der Landesverfassung mit einer [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/berlin-hu-beteiligt-sich-an-netzwerk-wahlalter-16/">Berlin: HU beteiligt sich an Netzwerk „Wahlalter 16“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 229 (2/2016), S. 13/14</p>
<p>Seitdem im Land Berlin die gro&szlig;e Koalition regiert, also seit 2011, stocken alle Diskussionen &uuml;ber eine Reform des Wahlrechts, weil die CDU alle vorher diskutierten &Auml;nderungen ablehnt. Das betrifft u.a. die Absenkung des Wahlalters bei den Abgeordnetenhauswahlen (dem Landesparlament), die nur &uuml;ber eine &Auml;nderung der Landesverfassung mit einer Zweidrittel-Mehrheit, und deshalb nur mit der CDU, erreicht werden kann.</p>
<p>Im Herbst 2015 trafen sich auf Einladung des Landesjugendringes einige Organisationen, die sich schon in der Vergangenheit mit einer Reform des Berliner Wahlrechts besch&auml;ftigten. Sie starteten eine neue Initiative zur Absenkung des Wahlalters und wollen diese Forderung zu einem Thema im bevorstehenden Landeswahlkampf machen.</p>
<p>In dem gemeinsam formulierten Aufruf hei&szlig;t es unter anderem:</p>
<p>&#8222;<i>In der Demokratie ist das Wahlrecht elementares Grundrecht. Daher ist die Frage nicht &#8218;Warum sollten junge Menschen w&auml;hlen d&uuml;rfen?&#8216;, sondern &#8218;Warum d&uuml;rfen sie NICHT w&auml;hlen?&#8216;. Jugendlichen werden mit 16 Jahren viele wichtige Entscheidungen abverlangt, die ihre Zukunft betreffen. (&#8230;) Warum sollen sie dann nicht auch w&auml;hlen d&uuml;rfen?<br />In Brandenburg, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein gibt es bereits ein Wahlalter 16 auf Landesebene. (&#8230;) Auf kommunaler Ebene d&uuml;rfen in Berlin und vielen anderen Bundesl&auml;ndern junge Menschen bereits ab 16 Jahren w&auml;hlen. Warum nicht auch auf Landesebene?<br />Jugendliche sind diejenigen, die von heutigen politischen Entscheidungen langfristig betroffen sind &#8211; daher m&uuml;ssen sie auch mitbestimmen k&ouml;nnen. (&#8230;) Das Wahlalter legt auch fest, wer an Volksabstimmungen teilnehmen darf. Das Wahlalter 18 hat verhindert, dass Jugendliche in der Vergangenheit zu f&uuml;r sie so wichtigen Fragen wie der Stellung des Religionsunterrichts in der Schule oder der Bebauung des Tempelhofer Felds mit abstimmen durften.</i>&#8220;</p>
<p>Zu dem B&uuml;ndnis und den Unterzeichnern des Aufrufs geh&ouml;ren u.a. die Jugendorganisationen von B&uuml;ndnis 90/Die Gr&uuml;nen, Linkspartei und SPD, verschiedene Kinder- und Jugendb&uuml;ros, das Deutsche Kinderhilfswerk und Mehr Demokratie, der Humanistische Verband, der DGB, das Landesjugendwerk der AWO und zahlreiche Einzelpersonen sowie Abgeordnete an.</p>
<p>Neben verschiedenen geplanten Aktionen, wie einer von dem B&uuml;ndnis organisierten TV-Diskussion und kurzen, von Jugendlichen erstellten YouTube-Clips, gibt es seit Anfang April bei Open Petition auch eine Petition, die eine Absenkung des Wahlalters bei Abgeordnetenhauswahlen auf 16 Jahre fordert. Unterschreiben und Weiterverbreiten der Petition sind nat&uuml;rlich ausdr&uuml;cklich erw&uuml;nscht!</p>
<p>Die HU Berlin-Brandenburg, die neben einer Absenkung des Wahlalters weitere Reformen des Wahlrechts fordert, wird in ihren Wahlpr&uuml;fsteinen und einer sich auf innen- und rechtspolitische Themen konzentrierenden Podiumsdiskussion, die f&uuml;r Mitte Juli geplant ist, die anwesenden Politiker auch nach dem Wahlalter fragen.</p>
<p>Offene Petition zum Unterzeichnen: <br /><a href="https://www.openpetition.de/petition/online/absenkung-des-wahlalters-bei-den-berliner-abgeordnetenhauswahlen-auf-16-jahre" target="_blank" rel="noopener">https://www.openpetition.de/petition/online/absenkung-des-wahlalters-bei-den-berliner-abgeordnetenhauswahlen-auf-16-jahre</a></p>
<p>Facebook: <a href="https://www.facebook.com/Wahlalter16" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/Wahlalter16</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/berlin-hu-beteiligt-sich-an-netzwerk-wahlalter-16/">Berlin: HU beteiligt sich an Netzwerk „Wahlalter 16“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>RV München-Südbayern</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/rv-muenchen-suedbayern-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2016 07:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verband: Regionen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/publikationen/publikation/rv-muenchen-suedbayern-1/</guid>

					<description><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 229 (2/2016), S. 14/15 Im Februar 2016 verteilten wir fünf Flyer mit Fakten zum Thema Flüchtlinge (&#132;Das wird man doch noch fragen dürfen&#147;), herausgegeben von der Fachstelle für Demokratie &#8211; gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit der Stadt München. Am 17. März 2016 hatte die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner in München zu einer Veranstaltung [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/rv-muenchen-suedbayern-1/">RV München-Südbayern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 229 (2/2016), S. 14/15</p>
<p>Im Februar 2016 verteilten wir fünf Flyer mit <b>Fakten zum Thema Flüchtlinge</b> (&#132;Das wird man doch noch fragen dürfen&#147;), herausgegeben von der Fachstelle für Demokratie &#8211; gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit der Stadt München.</p>
<p>Am 17. März 2016 hatte die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner in München zu einer <b>Veranstaltung über TTIP </b>eingeladen, mit der sie angeblich zu einer &#132;faktenbasierten Meinungsbildung&#147; beitragen wollte. Geladen waren ausschließlich Befürworter/innen der Abkommen TTIP und CETA. Wir haben die HU-Mitglieder zur Teilnahme an der Protestveranstaltung des Umweltinstituts München e.V. &#8211; mit einem acht Meter großen Pferd als Symbol für die &#132;trojanischen Abkommen&#147;- aufgerufen.</p>
<p>Die HU Südbayern beteiligt sich 2016 in einem Bündnis mit Campact, Amnesty und vielen anderen NGOs an zwei <b>Aktionstagen &#132;Hand in Hand gegen Rassismus&#147;</b>. Der erste fand am 19. März statt, mit 60 Events in München; wir haben zur Teilnahme aufgerufen. Der zweite (zentrale) Aktionstag findet am 19. Juni 2016 in mehreren Städten &#8211; auch in München &#150; statt. Für diesen Tag ist eine Menschenkette geplant, die Moscheen, Kirchen, Synagogen, soziale Einrichtungen, Flüchtlingsunterkünfte, Museen, Theater und Rathäuser verbinden soll. Wir werden uns beteiligen und über die Einzelheiten rechtzeitig informieren.</p>
<p>In Bayern werden etwa 1,6 Millionen Personendaten, auch von unbescholtenen Bürgern/ innen, im sog. <b>Kriminalaktennachweis </b>(KAN) gespeichert. Nachdem Fälle bekannt wurden, in denen teils absurde oder falsche Daten gespeichert waren und öfters nicht ansatzweise zu erkennen ist, auf welcher gesetzlichen Grundlage die Speicherung erfolgt, rufen wir Mitglieder und Freunde des Vereins zu einem Auskunftsantrag bei der jeweils zuständigen Polizeidirektion auf, ob es einen Eintrag im KAN gibt. Dafür haben wir ein Musterschreiben und Informationen zu den Rechtsgrundlagen vorbereitet.</p>
<p>In einer Briefaktion im Oktober 2015 forderten wir die bayerischen Bundesratsmitglieder auf, dem <b>Abbau des Asylrechts </b>durch Änderungen im Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz nicht zuzustimmen. Der bayerische Innenminister antwortete uns am 25. Februar 2016. Zwei Tage zuvor verabschiedete das bayerische Kabinett den Entwurf eines &#132;Bayerischen Integrationsgesetzes&#147;. Am 6. April 2016 fand hierzu die Veranstaltung &#132;Das geplante bayerische &#130;Integrationsgesetz&#145; ist ein Angriff auf uns alle&#147; statt, die HU war Mitveranstalter. Die Beiträge der Einlader/innen (u.a. Dr. Klaus Hahnzog und Wolfgang Stöger) haben deutlich gemacht, wie sehr dieser Gesetzentwurf demokratischen Prinzipien widerspricht und dass es sich nicht um ein Gesetz zur Förderung von Integration, sondern vielmehr um ein Abschreckungs- und Integrationsverhinderungsgesetz handelt.</p>
<p>Am 19. April 2016 hielt Susanne Socher, Vorsitzende des Landesverbandes von Mehr Demokratie e.V., einen Vortrag zum Thema: &#132;Bürgerentscheide / Volksentscheide: Erfahrungen und Ausblick&#147;. Anschließend fand die Mitgliederversammlung des HU Regionalverbandes München-Südbayern statt.</p>
<p>Das Bündnis <b>&#132;Freiheit statt Angst&#147; </b>plant für den 26. Mai 2016 eine Demonstration in München. Die HU ist Mitveranstalter; Dr. Klaus Hahnzog wird für die HU sprechen. Wir werden mit einem Infostand präsent sein.</p>
<p>Am 28.9.2016 verleihen wir im Münchner Eine-Welt-Haus unseren Preis &#132;Aufrechter Gang&#147; an einen Garmischer Bürger.</p>
<p>Wir beteiligen uns weiterhin an der Solidaritätsaktion &#132;Ich habe Netzpolitik.org gelesen&#147;. Diese ist mittlerweile in der 3. Runde, d.h. das Bundesamt für Verfassungsschutz antwortet auf die Anfragen vom Oktober 2015 mit dem mittlerweile dritten Schreiben und teilt mit, dass die &#132;Bearbeitung des Widerspruchs noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird&#147;.</p>
<p>Die Beratung (und Verabschiedung) der <b>Novellierung des Bayerischen Verfassungsschutzgesetzes </b>(BayVSG) findet weitgehend ohne öffentliche Diskussion statt. Eine qualifizierte Stellungnahme (umfangreicher Entwurf, sehr knapper Zeitrahmen) war uns leider nicht möglich. Am 27. April findet eine Anhörung im Landtag statt, die wir verfolgen werden.</p>
<p>Für die Öffentlichkeitsarbeit aktualisieren wir derzeit einen Flyer zum Thema &#132;Privilegien der Kirche&#147;.</p>
<p>Außerdem bereiten wir zwei Veranstaltungen vor: In Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum München (Anfrage) die aktuellen Fritz-Bauer-Filme zu zeigen und anschließend in Film-/Podiumsgesprächen das Leben und Wirken, die Bedeutung und Verdienst von Fritz Bauer, den Widerstand gegen Aufklärung/Aufarbeitung und den Rassismus/Antisemitismus/ Homophobie in Deutschland zu diskutieren. Zum 70jährigen Jahrestag der Bayerischen Verfassung (konkret: Verfassung des Freistaates Bayern) eine Veranstaltung mit Dr. Klaus Hahnzog.</p>
<p>Wir prüfen, ob wir das Thema &#132;Bürgerrechte müssen auch im Job gelten&#147; (s. Boeckler-impuls 20/2015) in unsere Arbeitsplanung aufnehmen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/rv-muenchen-suedbayern-1/">RV München-Südbayern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>OV Marburg: Jahresprogramm</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/ov-marburg-jahresprogramm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2016 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verband: Regionen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/publikationen/publikation/ov-marburg-jahresprogramm/</guid>

					<description><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 229 (2/2016), S. 15/16 Am 24. Januar 2016 fanden das traditionelle Neujahrsessen und die Mitgliederversammlung der HU Marburg statt. Dabei wurden die Vorhaben für das laufende Jahr abgesteckt. Die geplanten Themen des Ortsverbandes für 2016 sind: Geheimdienstkritik und Geheimdiensttribunal, die Kriegspolitik und die Einrichtung einer &#132;Sprechecke&#147; am Lahnufer unterhalb des Wolfgang-Abendroth-Stegs.Auf der [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/ov-marburg-jahresprogramm/">OV Marburg: Jahresprogramm</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 229 (2/2016), S. 15/16</p>
<p>Am 24. Januar 2016 fanden das traditionelle Neujahrsessen und die Mitgliederversammlung der HU Marburg statt. Dabei wurden die Vorhaben für das laufende Jahr abgesteckt. Die geplanten Themen des Ortsverbandes für 2016 sind: Geheimdienstkritik und Geheimdiensttribunal, die Kriegspolitik und die Einrichtung einer &#132;Sprechecke&#147; am Lahnufer unterhalb des Wolfgang-Abendroth-Stegs.<br />Auf der Mitgliederversammlung wurde ein neuer Regionalvorstand gewählt. Ihm gehören (wie bisher schon) an:</p>
<p>Franz-Josef Hanke als 1. Vorsitzender,<br />RA Tronje Döhmer als 2. Vorsitzender,<br />Dragan Pavlovic als Pressesprecher,<br />Matthias Schulz als Schriftführer.</p>
<p>Der Ortsverband will sich besonders gegen die zunehmenden Kriegseinsätze der Bundeswehr engagieren. Dazu wollen die Aktiven mit dem Zentrum für Konfliktforschung (ZfK) der Universität Marburg sowie der IALANA zusammenarbeiten.</p>
<p>Darüber hinaus wird der Ortsverband mit einer eigenen Veranstaltung für das im Herbst geplante Geheimdiensttribunal (s.S. 1f.) mobilisieren. Dafür wurden zwei unterschiedliche Konzepte diskutiert: ein Podium mit mehreren Beteiligten und umfassender Darstellung der V-Mann-Problematik (evtl. mit Vertretern des Blockupy-Ermittlungsausschusses und Nebenklage-Vertretern des NSU-Verfahrens); oder ein Expertenvortrag.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/229-mitteilungen/publikation/ov-marburg-jahresprogramm/">OV Marburg: Jahresprogramm</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
