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	<title>2011 Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>Ein besserer Strafvollzug &#8211; oder etwas, das besser ist als Strafvollzug?</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/6-1969/publikation/ein-besserer-strafvollzug-oder-etwas-das-besser-ist-als-strafvollzug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Apr 2019 21:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre HU]]></category>
		<category><![CDATA[Strafen]]></category>
		<category><![CDATA[vorgänge: Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>aus: vorgänge Nr. 6/1969, S. 201-205 Fritz Bauer, der verstorbene Hessische Generalstaatsanwalt, hat einmal geschildert, wieviel die Rechtsvorstellungen von Gustav Radbruch und insbesondere seine &#8222;Einführung in die Rechtswissenschaft&#8220; für seine Berufswahl und sein Rechtsdenken bedeutet haben, wie er, erfüllt von Begeisterung, als junger Student mit jenem schmalen Buch über den Heidelberger Philosophenweg gelaufen sei. Sein [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/6-1969/publikation/ein-besserer-strafvollzug-oder-etwas-das-besser-ist-als-strafvollzug/">Ein besserer Strafvollzug &#8211; oder etwas, das besser ist als Strafvollzug?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>aus: vorgänge Nr. 6/1969, S. 201-205</p>
<p><i>Fritz Bauer</i>, der verstorbene Hessische Generalstaatsanwalt, hat einmal geschildert, wieviel die Rechtsvorstellungen von <i>Gustav Radbruch </i>und insbesondere seine &#8222;Einführung in die Rechtswissenschaft&#8220; für seine Berufswahl und sein Rechtsdenken bedeutet haben, wie er, erfüllt von Begeisterung, als junger Student mit jenem schmalen Buch über den Heidelberger Philosophenweg gelaufen sei.</p>
<p>Sein Strafrechtsprogramm formulierte <i>Gustav Radbruch </i>am eindeutigsten in dem Satz: &#8222;Nicht Verbesserung des Strafrechts, sondern Ersatz des Strafrechts durch Besseres.&#8220; Das ist ein revolutionäres Programm, das <i>Fritz Bauers </i>heftiges, auf großzügige und radikale Gedankengänge ärasprechendes Temperament in hohem Maße anziehen mußte. Denn es bedeutet nicht kompromißreiche Reform an der Oberfläche, sondern Radikalität von der Wurzel her, Umdenken in bezug auf die Grundlagen des Strafrechts, weg von Schuld und Tatvergeltung &#8211; nach einem anderen Wort <i>Radbruchs</i>: &#8222;nicht die Tat, sondern der Täter, nicht der Täter, sondern der Mensch&#8220; hin zu Sichern, Helfen und Heilen des Menschen.</p>
<p>Die praktische Konsequenz solchen Umdenkens umfaßt zweierlei: Humanisierung von Strafe und Strafvollzug und Effektivität durch eine Gestaltung des Strafvollzuges, die durch Sozialisation des Täters auf wissenschaftlicher (nicht moralisch wertender) Grundlage die Sicherung der Gesellschaft zu verwirklichen trachtet. Schon der Weg zur Humanisierung der Strafe war lang und ist noch nicht zurückgelegt. Er fordert Respekt vor dem Menschen, Berücksichtigung von Würde und Eigenart des Rechtsbrechers und das solidarische Gespräch mit ihm. Von der Länge dieses Weges sagte <i>Goethe </i>vor etwa zweihundert Jahren: &#8222;Welchen Weg mußte nicht die Menschheit machen, bis sie dahin gelangte, auch gegen Schuldige gelind, gegen Verbrecher schonend, gegen Unmenschliche menschlich zu sein?&#8220; Und wer möchte behaupten, daß dieses Ziel heute erreicht ist? Der Weg begann mit brutalen Leibes-und Lebensstrafen, in 48 verschiedenen Abstufungen, damit nur ja recht vergolten werde. Er führte über das Nebeneinander von Lebens- und Freiheitsstrafen, die ihrerseits, wenngleich sie wenigstens zunächst auch unter humanen, auf Erziehung (,&#130;Zucht&#8220;) gerichteten Gesichtspunkten eingeführt worden waren, durch Vergeltungs- und psychologiefremde Abschreckungsgedanken geprägt und entsprechend abgestuft wurden. Auch hatten recht handfeste ökonomische Rentabilitätserwägungen zu einer in bezug auf die inneren und äußeren Bedingungen unmenschlichen Vollzugspraxis geführt.</p>
<p>Eine solche langdauernde und trotz der schon zu Ende des 18. Jahrhunderts von <i>John Howard </i>begonnenen Reformbestrebungen noch nicht wirklich überwundene unmenschliche Praxis war und ist umso mehr möglich, als es sich bei den passiv Betroffenen immer um &#8222;die anderen&#8220; handelt. Sie stehen ohnehin im Dunkeln und sind von denen, die das alles aktiv gestalten, kaum zu sehen und in ihrem &#8222;Betteln und Schlafen unter den Brücken&#8220; nur schwer zu begreifen. Von vorneherein fehlt ihnen fast alles, was sie zu Partnern der Gesetzgebung machen könnte, und sie sind zumeist nicht einmal in der Lage, ihren egoistisch angestrebten Vorteil in der Weise wahrzunehmen, daß er ihnen nicht langfristig und im Endergebnis doch nur zum Nachteil wird. Mit anderen, in einer günstigeren Klassenlage gegebenen Entwicklungsmöglichkeiten wären sie nicht so weit ins Dunkel geraten und wären sie wohl auch trotz ihres Fehlverhaltens bürgerlich akzeptabler geblieben. Da niemand sie zur rechten Zeit lehrte, Selbstachtung und lebensnotwendige Kontrolltechniken auszubilden, verfallen sie ihren ungebändigten Bedürfnissen zu kompensierender Triebbefriedigung. Und wenn dann die Folgen eingetreten sind, so werden sie nicht, wie es bei denen mit den besseren Ausgangschancen üblich war und auch heute durchaus oft noch ist, durch die schützenden Wände einer bürgerlichen Solidarität vor ihnen &#8211; dumpfen ökonomischen und seelischen Frustrationen oft woyzeckschen Ausmaßes &#8211; gerettet. Humanität im Bereich der staatlichen Strafe bedeutet vor allen Dingen, daß nicht eine aus starken und schwachen Gliedern bestehende Gesellschaft den Armen schuldig werden läßt, um ihn dann in seiner Pein zu verlassen, daß sie nicht &#8222;straft&#8220;, sondern hilft, die zur rechten Zeit nicht ermöglichte gute Entwicklung nachzuholen.</p>
<p>Aus einer solcherart humanen Grundhaltung ergibt sich unmittelbar die zweite Konsequenz strafrechtlichen Umdenkens, auf der heute der reformerische Schwerpunkt liegen muß: die nüchterne Effektivität eines Kriminalrechts, von dem <i>Fritz Bauer </i>sagt, es stehe &#8222;der Bekämpfung der Seuchen oder der Regelung des Gas- und Wasserwesens näher als dem, was gemeinhin als Ethik und Moral bezeichnet wird&#8220;. Effektivität bedeutet rückfallverhütende Behandlung des Rechtsbrechers auf wissenschaftlicher Grundlage und mit wissenschaftlichen Behandlungsmitteln. Immer mehr breitet sich die Erkenntnis aus, daß vor allem hier angesetzt werden muß, wenn Verbrechen wirksam bekämpft werden soll.</p>
<p>Das soeben reformierte Strafrecht hat die Strafe nicht durch Neues ersetzt. Es knüpft nach wie vor bei der moralischen Schuld an und fordert also auch die moralisierende Reaktion. Immerhin enthält es Ansätze, neben die oder anstelle von Strafe Sicherung und Heilung zu setzen, wie z.B. den Strafverzicht, sobald Resozialisierung mithilfe der Strafaussetzung gelungen ist, oder den Schuldspruch mit Strafvorbehalt und das Absehen von Strafe bei schweren Folgen. In den Bemühungen vollends, den Strafvollzug zu reformieren, wird immer ausschließlicher die Sozialisation als Zweck des Vollzuges der Freiheitsstrafe anerkannt. Dazu gehört aber auch, daß Sozialisation nicht als bloße Anpassung an die bestehende Gesellschaft, wie immer diese sei, verstanden wird, sondern als aktive und ggf. auch kritische Beteiligung an einer akzeptablen Rechtsgemeinschaft. Denn diese kann den Rechtsbrecher ihrerseits nur dann vor Rückfall bewahren, wenn sie human, demokratisch, gerecht und sozial ist. So verstanden bedeutet Kriminalitätsbekämpfung nicht nur Resozialisierung des Rechtsbrechers, sondern auch Resozialisierung der Gesellschaft selbst.</p>
<p>Doch auch in seinem unmittelbaren Anliegen der Reaktion auf den einzelnen Rechtsbruch muß der Strafvollzug von seiner Stelle aus am Gesamtanliegen einer demokratischen und sozialen Gesellschaft teilnehmen, ihre einzelnen Glieder in ein verantwortliches Verhältnis zur Gesamtheit und zu einem sozialen und demokratischen Verhalten zu führen. Auch der Rechtsbrecher ist berechtigter und verpflichteter Bürger. Artikel 1 des Grundgesetzes, daß die Würde des Menschen unantastbar ist, gilt auch im Rahmen des Freiheitsentzuges. Darüber hinaus stehen dem Verurteilten grundsätzlich alle Grundrechte der Verfassung zu, auch ihm gegenüber dürfen sie nur insoweit und nur aufgrund eines Gesetzes eingeschränkt werden, wie es für die Durchführung der Behandlung bei Freiheitsentzug unumgänglich ist. Es bedarf also einer gesetzlichen Grundlage, in der die Rechtsstellung des Verurteilten klar umrissen und für jeden erkennbar ist und aus der sich die Möglichkeit der Abwehr gegen Rechtsverletzungen auf einem geordneten Rechtswege ergibt.</p>
<p>Dem sozialstaatlichen Anliegen des Grundgesetzes entspricht die Verpflichtung zur sozialen und innerpersönlichen Hilfe. Ihm kann nur durch eine zweckgerichtete Behandlung entsprochen werden, mit dem Ziel, den Rechtsbrecher und die Gesellschaft, deren Teil er ist, von seinen kriminellen Belastungen zu befreien. Sein Versagen liegt ja nicht allein in der Verantwortung des &#8222;Verbrechers&#8220;, sondern in der gemeinsamen Schuld aller, die mit ihrer Hilfe für die schwachen Glieder der Gesellschaft hinter ihrer demokratischen Solidaritätspflicht zurück-geblieben sind. Allerdings besteht mit gleicher Eindeutigkeit der Anspruch gegen den Rechtsbrecher, daß er aufhört, sich narzißtisch und rücksichtslos Vorteile zu Lasten anderer zu verschaffen und daß er sich notfalls einer Behandlung zur Herstellung seiner Gesellschaftsfähigkeit, ggfs. bis zur Wiedergutmachung des von ihm angerichteten Schadens, gefallen lassen muß. In diesem Zusammenhang setzen jedoch Humanität und Rechtsstaatlichkeit die Grenze für den, wenn auch hilfreich gemeinten, Eingriff in den internen Lebensbereich, damit pädagogischer Perfektionismus vermieden und ein der menschlichen Würde entsprechender Freiheitsbereich gewahrt wird.</p>
<p>Ein solches Behandlungsprogramm wird sich sicherlich nicht rascher durchsetzen als die Humanität gegenüber der Brutalität von Leibes- und Freiheitsstrafen. Einen Anfang machten einige hilfreiche Vorentscheidungen des neuen Strafensystems, wie die Beseitigung der resozialisierungsfeindlichen Zuchthausstrafe und die Einschränkung, auch wenn leider nicht Beseitigung der kurzfristigen Freiheitsstrafe. Daß die kurzen Strafen ganz beseitigt werden müssen, ist für alle an einem Behandlungsvollzug Interessierten selbstverständlich, weil in weniger als 6 Monaten Behandlung nicht einmal in Gang gesetzt werden kann. Hinzu kommen muß aber auch bei der Auslese der Bestraften eine Beschränkung der Freiheitsstrafe auf die, die einer stationären Behandlung bedürftig sind. Das schließt die nicht aus, die zwar behandlungsbedürftig sind, denen aber mit den heutigen Methoden sehr oft noch nicht geholfen werden kann und die deshalb nicht selten als &#8222;nicht behandlungsfähig&#8220; bezeichnet werden, die schweren Rückfalltäter. Ihnen gegenüber geht es darum, bessere, intensivere Methoden der Einwirkung auf ihre schweren psychischen Störungen zu entwickeln.</p>
<p>Die lebenslange Freiheitsstrafe hingegen, die nur in seltenen Fällen einem Bedürfnis nach andauernder Behandlung entspricht, ist immer dann, wenn sie nicht durch die höherwertigen Interessen des Schutzes einer unaufhörlich gefährdeten Gesellschaft gedeckt wird, ein Relikt reinen Vergeltungsdenkens. Sie zu beseitigen muß das Ziel weiterer Reformbestrebungen sein. Wer je persönlich miterlebt hat, was lebenslanger Freiheitsentzug für Körper und Seele eines Menschen bedeutet, der muß zu der Überzeugung kommen, daß diese Maßnahme nicht nur sinnlos ist, sondern auch dem Art. 1 GG widerspricht. Nach 5 Jahren Freiheitsstrafe ist im allgemeinen, selbst bei einem relativ humanen, auf Behandlung ausgerichteten Vollzug, das Optimum der Behandlungsmöglichkeit erreicht. Nach 10 Jahren spätestens beginnt jede nur denkbare positive Entwicklung in negative Richtung umzuschlagen, und nach 15 Jahren tritt langsam der seelische Tod ein. Was bleibt, ist leere Hoffnungslosigkeit auf seiten der die Strafe Erleidenden und qualvolles Erbarmen auf seiten derer, die eine solche unsinnige Aufgabe fortzuführen verpflichtet sind.</p>
<p>Auch die Einschränkung der Freiheitsstrafe auf die Gruppe der Behandlungsbedürftigen hat &#8211; neben der Beseitigung der kurzen Freiheitsstrafen &#8211; in den Strafrechtsänderungsgesetzen dieses Jahres eine zwar noch nicht ausreichende, aber doch begrüßenswerte Förderung erfahren, z.B. durch Ausweitung der rechtlichen Möglichkeiten, Strafen im Urteil oder nach Verbüßung ihrer Hälfte auszusetzen. Die unverhältnismäßig harte Maßnahme der fast immer erfolglosen Verwahrung Soziallästiger im Arbeitshaus wurde aufgegeben und die Einführung einer sozialtherapeutischen Anstalt für besonders intensive Behandlungsmethoden gegenüber häufig Rückfälligen und schwer gestörten Tätern beschlossen.</p>
<p>Die entscheidenden Aufgaben der Verwirklichung eines Behandlungs- anstelle eines &#8222;Straf&#8220;vollzuges liegen jedoch in der inneren Organisation des Vollzuges selbst. Strafanstalten brauchen keine &#8222;Baumschulen des Verbrechens&#8220; zu sein, wie <i>Sebastian Haffner </i>annimmt (<i>Stern</i> 1969/21). Sie können Stätten einer sinnvollen und sogar erfolgversprechenden Behandlung kriminellen Fehlverhaltens werden, wenn die Gesellschaft bereit ist, dafür wirklich etwas zu investieren. Das erfordert allerdings den Einsatz beträchtlicher finanzieller und personeller Mittel. Zunächst einmal müssen statt der &#8222;Zwingburgen für praesumptive Ausbrecher&#8220; (<i>Radbruch</i>) in den Anstalten räumliche Verhältnisse geschaffen werden, unter denen Menschen nicht nur leben, sondern sich auch in kleinen Gruppen unter zielgerichteter Einwirkung zu tüchtigeren, glücklicheren und harmonischeren Persönlichkeiten entwickeln können. Also: Mauern und Gitter nur soweit wie unumgänglich, räumliche Gliederung der Gebäude in kleine Wohneinheiten, dadurch Ausschaltung negativer Einflüsse und Übung sozialen Verhaltens im täglichen Miteinander und in gruppendynamischer Behandlung, brauchbare Arbeits- und Ausbildungsstätten, angemessene Freizeiträume zu Fortbildung, Entwicklung von Hobbies für die arbeitsleere Zeit nach der Entlassung und zu musischer Beschäftigung im Hinblick auf Charakter- und Gemütsbildung, angegliederte Heime für die Kleinstkinder gefangener Frauen, damit Mütter und Kinder zusammenleben und sidi zum Nutzen beider aneinander binden können. Die äußere Gestaltung dieser Heime muß jedoch alle dunklen, unheimlichen, bedrückenden Einflüsse auf die freie und gesunde Entwicklung der Kinder verhindern.</p>
<p>In so beschaffenen Räumen müssen Menschen mit den Verurteilten sich verbinden, die ihnen sachlich und menschlich helfen können, ihre inneren und äußeren Schwierigkeiten zu überwinden. Das stellt Anforderungen an Zahl, Auslese und Ausbildung. Alle, sowohl die Mitarbeiter des täglichen und stündlichen Umgangs in den Wohn- und Arbeitsbereichen wie die Spezialisten, die besondere therapeutische Methoden anwenden, müssen für ihre spezifischen kriminalpädagogischen Aufgaben vorbereitet sein.</p>
<p>Eines der brennendsten Probleme der Strafvollzugsreform liegt in der Unsicherheit über die anzuwendenden Behandlungsmethoden im einzelnen. Sowenig bisher exakt über die konkreten Ursachen des kriminellen Verhaltens und insbesondere der Rückfallneigung bekannt ist, so wenig weiß man auch über effektive Methoden der Rückfallbekämpfung. Viele Straffällige leiden wirklich und möchten sich von der Kriminalität befreien, sie haben alle Bereitschaft für ein neues, tüchtiges, ungetriebenes Leben, aber immer wieder bricht buchstäblich das Elend einer neuen Straftat über sie herein. Der folgende Satz berührt vielleicht auch einen Fernstehenden: &#8222;Aller gute Wille hat nichts geholfen, alles Arbeiten an mir war umsonst, das Böse und Dunkle ist stärker als ich, es erstickt das Gute. Ich bin zu der Überzeugung gelangt, daß es für mich und die anderen Menschen besser ist, wenn ich in einer geschlossenen Anstalt lebe. Sicher werde ich dieses Mal SV bekommen, ich finde es ganz richtig. Die Wahrheit ist bitter, aber ich werde mich daran gewöhnen müssen, mit ihr zu leben.&#8220; Dieser Satz verurteilt die Möglichkeiten des heutigen Strafvollzuges. Nach dem Stand des heutigen Wissens war relativ viel für die Schreiberin getan worden: Berufsausbildung, Gruppenpädagogik und psychotherapeutische Behandlung. Auch Vertrauen und Zusammenarbeit schienen perfekt. Doch die wirkliche Hilfe &#8211; nach einem fast zwanzigjährigen Versagen &#8211; konnte ihr auch in mehrmaligen Strafperioden nicht mehr gegeben werden.</p>
<p>Es ist daher die dringendste Aufgabe einer Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis zu erkennen, wie Menschen, in deren Jugend fast alles versäumt wurde, nachträglich zur Einsicht, vor allem aber zur Fähigkeit reflektierter Selbstkontrolle gegenüber Triebüberflutung, überwältigenden Schuldgefühlen, neurotischen Wiederholungszwängen und Resignation verholfen, wie also ein erfolgreicher Heilungsprozeß eingesetzt werden kann.</p>
<p>Was wir jetzt schon tun können? Wir kennen einige Methoden der Arbeitstherapie, die die Arbeitshaltung beeinflussen, berufliche Aus- und Fortbildung, schulische Förderung, notfalls mit Sonderschulmethodik; wir besitzen Kenntnis über allgemeine Behandlungsmethoden in der modernen Sozialarbeit (Einzelfallhilfe, Gruppenpädagogik, Mitbestimmung), man weiß etwas von den aus der Psychoanalyse abgeleiteten Methoden der Heilpädagogik, Psychagogik, des &#8222;schöpferischen Trainings&#8220; und der psychoanalytischen Einzel- und Gruppentherapie. Sie alle sind für andere Sozialbereiche entwickelt und noch wenig bei der Behandlung der Kriminalität erprobt worden. Wir ahnen, daß das Heil in einer auf den Einzelfall zugeschnittenen Kombination der verschiedenen Methoden liegen muß. Es wäre dringend erforderlich, durch wissenschaftliche Untersuchungen und praktische Erprobung, mit Hilfe sachlicher Einrichtungen und personellen Könnens, zu einer intensiven Überprüfung jeder einzelnen Methode und ihrer Kombination innerhalb des Vollzuges zu kommen.<br />Etwas ist heute schon absolut sicher: allen Bemühungen muß eine einheitliche Haltung zugrunde liegen, und das ist vor allem der Ansatz dessen, was &#8222;besser ist als Strafvollzug&#8220;; die Zielsetzung, zu heilen statt zu strafen, die partnerschaftliche Zusammenarbeit bei der Ersetzung von Befehlsempfang und bloßer Gewöhnung durch gemeinsame Bemühung um Erkenntnis in Einzel- und Gruppengesprächen und durch Übung des Zusammenlebens unter gruppenpädagogischen Gesichtspunkten und in gemeinsamer Verantwortung auch für das Ganze. Demokratisches Zusammenleben, Toleranz, Respekt vor dem Gesprächspartner und Solidarität müssen die Vokabeln dessen sein, was im Strafvollzug, in dem es um Behandlung und nicht um Strafe geht, an die Stelle von &#8222;Ordnung, Sicherheit, Gewöhnung&#8220; treten muß. Und solche Bemühungen müssen auch dorthin reichen, wo die Aufgabe der Sicherung in erhöhtem Maße gegeben ist. Wahrscheinlich wird sich zeigen, daß in einem therapeutischen Klima mit dem Primat der Behandlung die Sicherungsnotwendigkeit geringer wird; ausländische Beispiele deuten eindringlich darauf hin.</p>
<p>Es ist zu wünschen, daß das künftige Strafvollzugsgesetz auch der BRD die Möglichkeit zu einem zugleich humaneren wie effektiveren Vollzug der Freiheitsstrafe gibt, in dem moralisierendes Schulddenken durch wissenschaftliche Behandlungsgesichtspunkte abgelöst wird. Es wäre schön gewesen, wenn ein so leidenschaftlicher Verfechter dieser Haltung wie <i>Fritz Bauer </i>das noch miterlebt hätte. Nicht nur durch gedankliche Vorbereitung, sondern auch in der praktischen Realität hat er jedoch seinen Beitrag zu einer solchen Entwicklung bereits geleistet, indem er durch die Macht seiner kompromißlosen Persönlichkeit und ihre Ausstrahlungskraft im Sinne der Rationalisierung des Kriminalrechts auf das öffentliche Bewußtsein eingewirkt hat. Und damit wäre hier zum Schluß noch die Rede von der dritten notwendigen Konsequenz strafrechtlichen Umdenkens: Alle Bemühung um eine bessere, zweckentsprechende Behandlung des Rechtsbrechers bleibt erfolglos, wenn das zum Teil tiefenpsychologisch bedingte pharisäerhafte Unwerturteil der Öffentlichkeit gegenüber dem Rechtsbrecher nicht abgebaut werden kann. Solidarität gegenüber dem Schwachen entspricht dem demokratischen Gesellschaftsideal und muß zur grundsätzlich vorbehaltlosen Wiederaufnahme dessen führen, der die kriminalpädagogische Behandlung bestanden hat. Grundlage einer solchen Bereitschaft könnte in einem durch Aufklärung vermittelten Wissen liegen, daß beim chronischen Rechtsbrecher fast immer in der Jugend Versäumtes nachzuholen ist, oder wie <i>Radbruch </i>es ausdrückt: &#8222;daß es des Strafrechts fragwürdige Aufgabe ist, <i>gegen </i>den Verbrecher nachzuholen, was die Sozialpolitik <i>für</i> ihn zu tun versäumt hat.&#8220;</p>
<p>Darüber hinaus jedoch müßte jeder, der sich einer ernsthaften Selbsterforschung unterzieht, zu der Klarheit finden, daß kein &#8222;Unbescholtener&#8220; schuldlos und daß daher niemand berechtigt ist, sich pharisäerhaft über andere zu erheben. Wenn Männer vom Format <i>Gustav Radbruchs</i> und <i>Fritz Bauers </i>ihr Wissen von der allgemeinen Unzulänglichkeit der Gesellschaft und ihrer Gerechtigkeit und ihr Wissen von der eigenen Unzulänglichkeit zur Grundlage ihrer solidarischen Bereitschaft mit solchen, die strafbare Handlungen begehen, machen konnten, sollten wir anderen uns dann weniger unzulänglich fühlen?</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Memorandum der Humanistischen Union zum Sympathisanten Begriff</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/29-vorgaenge/publikation/memorandum-der-humanistischen-union/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 13:48:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre HU]]></category>
		<category><![CDATA[vorgänge: Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Offener Brief an den Bundespräsidenten aus: vorgänge Nr. 29 (Heft 5/1977), S. 128-30 (vg) Die Bezeichnung &#132;Sympathisant&#148; dient heute manchen Politikern, Beamten und Publizisten dazu, politische Gegner &#132;fertigzumachen&#148;. Das vergiftet das politische Klima in der Bundesrepublik, führt möglicherweise mehr zur Aushöhlung der Demokratie und des Rechtsstaats wie der mörderische Wahnwitz der Terroristen. Die HU versucht [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Offener Brief an den Bundespräsidenten</p>
<p>aus: vorgänge Nr. 29 (Heft 5/1977), S. 128-30</p>
<p><i>(vg) Die Bezeichnung &#132;Sympathisant&#148; dient heute manchen Politikern, Beamten und Publizisten dazu, politische Gegner &#132;fertigzumachen&#148;. Das vergiftet das politische Klima in der Bundesrepublik, führt möglicherweise mehr zur Aushöhlung der Demokratie und des Rechtsstaats wie der mörderische Wahnwitz der Terroristen. Die HU versucht dazu in einem Brief an Bundespräsident Walter Scheel ein klärendes Wort zu sprechen. Der Brief wurde im Vorstand der HU vor dem Kölner Attentat vom 5. September verabschiedet. Er wurde abgeschickt, weil gerade in dieser Situation die Offenheit der geistigen Auseinandersetzung ein Gut ist, das unseren demokratischen Rechtsstaat erhalten hilft.</i></p>
<p>9. September 1977</p>
<p>Sehr geehrter Herr Bundespräsident!</p>
<p>Dieser Brief wurde vom Vorstand der Humanistischen Union vor der Bluttat in Köln formuliert und verabschiedet. Wir sind der Auffassung, daß er durch die jüngsten Ereignisse eine von uns unerwartete besondere Bedeutung bekommen hat.</p>
<p>Seit 1971 wird zur Bekämpfung des Terrorismus der sowohl vom Wort her als auch unter juristischen Kategorien unpräzise Begriff des Sympathisanten verwandt. Zwar grenzen sich verantwortungsbewußte Politiker, Beamte und Publizisten auch heute noch hier und da von dem Begriff ab. Dennoch ist das Wort &#132;Sympathisant&#148; zu einem Kampfbegriff in der politischen Auseinandersetzung geworden und zu einem Instrument, das dazu dient, politische Gegner zu stigmatisieren, und das &#150; das ist unsere These &#150; mehr dazu beiträgt, die &#132;Terrorszene&#148; auszuweiten als einzugrenzen.<br />Die Humanistische Union hält eine rationale Überprüfung des Sympathisanten-Begriffes für geboten und bittet Sie &#150; eventuell nach Anforderung von Stellungnahmen der verantwortlichen Instanzen &#150; einen Beitrag zur Abschaffung dieser Kategorie im offiziellen Sprachgebrauch der Staatsorgane zu leisten und damit der gegenwärtigen Vergiftung des politischen Klimas entgegenzutreten. Es darf nicht dazu. kommen, daß aus Berührungsangst die geistige Auseinandersetzung mit gefährdeten jungen Leuten unterbleibt.<br />Das Wort &#132;Sympathisant&#148; ist als Bezeichnung gewählt worden, um die angebliche oder tatsächlich vorhandene Operationsbasis von Terroristen in der Bevölkerung zu fassen. Dabei wird der Anspruch der Terroristen, als Stadtguerilla zu kämpfen, unbesehen übernommen. Solche &#132;Partisanen&#148;, so heißt es, können nur dann erfolgreich operieren, wenn ein Teil der Bevölkerung sie unterstützt. Der Kampf gegen &#132;Sympathisanten&#148; soll das Wasser ableiten oder austrocknen, das Terroristen &#132;wie Fische&#148; brauchen. Schon vor fünfeinhalb Jahren konnte man in diesem Sinne in der FAZ (21. 1. 1972) lesen, die Sympathisanten sind &#132;der bisher noch viel zu selten genannte harte Kern des Problems&#148;.<br />In der Konzentration auf die Bekämpfung sogenannter Sympathisanten als Voraussetzung für eine Beendigung des politischen Terrorismus wurden nicht nur die politisch-gesellschaftlichen Ursachen dieses internationalen Phänomens ausgeklammert, sondern auch die Möglichkeit einer grundsätzlichen Veränderung der Taktik der Terroristen. So registrierte der Präsident des Bundeskriminalamtes, Horst Herold, bereits vor einem Jahr ein &#132;Ausweichen&#148; der Terroristen ins Ausland (Die Polizei 12/1976); in der FAZ (2. 8. 1977) wurde die These vertreten, daß die Terroristen eine &#132;Strategie der verbrannten Erde&#148; betreiben, das heißt, wie andere kriminelle Organisationen auch ohne Unterstützung in der Bevölkerung auskommen und von Stützpunkten im Ausland aus operieren.<br />Eine rationale Überprüfung des Sympathisanten-Begriffes muß die Möglichkeit einer solchen &#132;Strategie der verbrannten Erde&#148; in die Untersuchung einbeziehen. Zu fragen ist auch, ob das Terrorismus-Problem mit einer Verschwörungstheorie zu fassen ist. Die Humanistische Union will in diesem Schreiben auf einen anderen Gesichtspunkt hinweisen:</p>
<p>Der Sympathisanten-Begriff wird in der Bundesrepublik seit 1971 verwendet. Seit beinahe sechs Jahren wird mit diesem Begriff eine Strategie der Bekämpfung des politischen Terrorismus verbunden. Nach so langer Zeit ist es zumindest geboten, eine solche Strategie zu überprüfen. Die Humanistische Union ist der Auffassung, daß die mit dem Sympathisanten-Begriff verknüpfte Strategie gescheitert ist und zugleich zu einer Vergiftung des politischen Klimas in der Bundesrepublik geführt hat. Diejenigen, die morden, Geiseln nehmen, Bomben legen und Banken überfallen, sind nicht in die Isolierung gedrängt worden, sondern haben durch eine verfehlte Abstemplung junger Leute neue Aktivisten und neue Helfer erhalten.<br />Die Gründe des Scheiterns dieser Strategie sind unseres Erachtens folgende:</p>
<p>1. Beim Sympathisanten-Begriff wird nicht unterschieden zwischen denjenigen, die sich durch Attentate oder ähnliches strafbar gemacht haben, solche Straftaten aktiv unterstützen, dazu auffordern oder solche Straftaten billigen, und jenen, die aufgrund rechtsstaatlicher Erwägungen für einen fairen Prozeß &#150; ohne Verurteilung im voraus &#150; und für strikte Einhaltung der auch für die Gegner der Verfassung geltenden Verfahrensgrundsätze eintreten oder die aus Sensibilität Mitleid haben (Sympathie) nicht nur mit den Opfern des Terrorismus, sondern die auch gegenüber den Akteuren selbstverschuldeter Verstrickung Humanität wahren wollen. Politiker, Instanzen der Strafverfolgung und Publizisten verkennen oder verwischen bewußt den Unterschied zwischen politischer Solidarität mit den terroristischen Straftätern und dem Plädoyer, daß auch für solche Täter die rechtsstaatlichen Schutzpositionen gelten müssen und auch für sie Menschenwürde und Humanität zu wahren ist. Das führt dazu, daß in den Medien gegenwärtig die Rede ist von 15 000 &#132;Sympathisanten&#148;, während das Bundeskriminalamt die Zahl der Gewalttäter und ihrer aktiven Helfer mit 1200 bis 1500 angibt. Der unpräzise Sympathisanten-Begriff macht &#132;Übertreibungen&#148; (Die Zeit, 19. 8. 1977) möglich und führt dazu, daß sich der &#132;harte Kern&#148; bestärkt fühlen kann.<br />Der Anwalt, der darauf besteht, daß auch gegenüber Terroristen (wie bei anderen Taten) Motive berücksichtigt werden und der &#132;politische Motive&#148; zur Verteidigung vorträgt, ist kein &#132;Sympathisant&#148;; er wirbt weder für eine kriminelle Vereinigung, noch unterstützt er eine solche. Wer öffentlich durch Unterschriften, Demonstrationen oder Eingaben für die Wahrung der in Verfassung und Gesetzen festgelegten Verfahrensvorschriften eintritt oder wer vor der Preisgabe rechtsstaatlicher Errungenschaften des Strafprozesses warnt, ist kein &#132;Sympathisant&#148; und leistet keine Beihilfe. Wer Menschlichkeit auch gegenüber Verursachern selbstverschuldeten Leidens wahrt, ist kein &#132;Sympathisant&#148; und kein Förderer der Position der Terroristen. Mitgefühl und Protest gegen Rechtsverletzungen können dem Terrorismus nur dann und solange nützen, wie jeder, der für die Position des Rechtsstaates und für Humanität auch gegenüber Terroristen eintritt, zum &#132;Sympathisanten&#148; gestempelt werden kann. Der falsche Begriff verleitet die Terroristen zu dem falschen Eindruck, ihre Ziele und Methoden fänden verbreitet Zustimmung.</p>
<p>2. Beim Sympathisanten-Begriff wird von den für Terroristen-Bekämpfung zuständigen Instanzen nicht genügend unterschieden zwischen denjenigen, die als Terroristen Gewalttaten begehen und jenen, die solchen Terror eindeutig ablehnen, aber beispielsweise gesellschaftliche Veränderungen für zwingend notwendig halten oder zum symbolischen Akt der Besetzung von Häusern oder Bauplätzen greifen (in der Meinung nur da-durch ein öffentliches Übel öffentlich bekanntmachen zu können). Angehörige von Gruppierungen, die sich zwar als revolutionär verstehen, aber jedes Gewaltverbrechen entschieden ablehnen, oder Buchhändler, die zum Bei-spiel Literatur der revolutionären Arbeiterbewegung verkaufen oder Texte anbieten, in denen von &#132;Gegengewalt&#148; die Rede ist, werden immer häufiger zu &#132;Sympathisanten&#148; gestempelt und in Fahndungsaktionen einbezogen. Zwar muß jedem Tatverdacht nachgegangen werden. Doch wenn in solchen Fällen bei Hausdurchsuchungen nicht die Mindestanforderungen rechtsstaatlicher Ermittlung und Fahndung gewahrt werden und Türen und Einrichtungsgegenstände unnötig zerschlagen werden, dann ist das objektiv geeignet, aus unschuldigen Betroffenen heimliche Befürworter des Terrorismus zu machen.<br />Terrorismusbekämpfung muß scheitern, wenn sie aufgrund falscher Kategorien mit dem Kampf gegen alles, was als links gilt, verbunden wird.</p>
<p>3. Der unscharfe Sympathisanten-Begriff macht es seit sechs Jahren möglich, die Auseinandersetzung mit tatsächlichen Helfern und Förderern der Terroristen auszunutzen zu politischer Agitation und zur Denunzierung des politischen Gegners. Aus agitatorischen Gründen wird von Politikern und Journalisten ohne Gefühl für die gefährlichen Konsequenzen behauptet, die Unterstützung der Gewalttäter reiche bis in die Reihen der Koalitionsparteien. Seit Jahren muß die SPD das &#132;Baader-Meinhof-Etikett&#148; (Die Welt, 5. 2. 1972) fürchten. Leute wie Heinrich Albertz, Heinrich Böll oder Helmut Gollwitzer, die alle viel dazu getan haben, unter Linken falsche Solidarisierung mit Gewalttätern zu verhindern, müssen dazu herhalten, um die angeblichen Zusammenhänge zwischen Sozialisten und Terroristen zu belegen.<br />Der Sympathisanten-Begriff wird zu Agitationszwecken immer mehr ausgeweitet. Es gibt inzwischen publizistische Angriffe, die den Kernbereich des Rechtsstaates in Frage stellen. So schreibt Friedrich Karl Fromme in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (2. 8. 1977): &#132;Diese Sympathisanten, die nie einem Terroristen Nachtlager und Reisegeld gegeben haben, sind die wirklich gefährlichen. Sie haben zwar ,nichts getan&#8216;, sie haben nur ihre Meinung gesagt, sie haben nur nachgedacht.&#148; Diejenigen, die &#132;das Strafrecht und sogar das Disziplinarrecht zu achten&#148; gewöhnt sind, nichts &#132;zu tun haben mit einer ,Sympathisantenszene&#148;, die den &#132;Mord an Ponto nicht verherrlichen, aber ihn auf umwegige Weise als subjektiv verständlich und damit auch objektiv jedenfalls verstehbar darstellen könnten&#148;: &#132;Sie können dafür&#148;. &#150; Hans Habe fordert in der Welt am Sonntag (7. 8. 1977) den &#132;Kampf gegen die Sympathisanten&#148;; die Terroristen &#132;zu jagen, als handelte es sich um triviale Fassadenkletterer, ist vollkommen sinnlos, solange sich ganze deutsche Hochschulen in den Händen der marxistischen Staats- und Gesellschaftsfeinde befinden&#8230; Wer auf die Spitze des Eisbergs zielt, kann ebensogut auf den Jahrmarkt gehen und auf Papierrosen zielen. Der Eisberg sind die Sympathisanten.&#8220;<br />In einer Göttinger Studentenzeitung erschien jener &#132;Mescalero&#8220;-Artikel , der von Studenten, Hochschullehrern und von einem Gericht als Absage an den politischen Terrorismus verstanden wurde und der in einem auf den Adressatenkreis möglicher Terroristen abgestellten Jargon im Ergebnis Gewalttaten verurteilt. Unbeanstandet blieb, daß Zitate aus diesem Artikel sinnentstellend wiedergegeben wurden, sodaß sie als Aufforderung zum Mord oder zur Geiselnahme mißdeutet werden konnten. Wer dieser Fehldeutung und der dadurch möglichen Verbreiterung der Terroristenszene durch die vollständige Veröffentlichung des Textes entgegentrat, wurde hingegen als Lobredner des Terrors und des Mordes beschuldigt oder sogar disziplinarrechtlich belangt. Wenn der Präsident des Bundeskriminalamtes, Horst Herold, eine starke Zunahme der Terroristen- und Sympathisantenszene in den letzten Monaten meint feststellen zu können, dann ist zu prüfen, ob nicht auch die unspezifizierte Hatz auf &#132;Sympathisanten&#148; dazu beigetragen hat.<br />Wenn es das vordringlichste Ziel ist, dafür zu sorgen, daß dem Terrorismus in der Bundesrepublik ein Ende gesetzt wird, dann ist es geboten, zugunsten dieses Zieles die Verfolgung und Diffamierung derjenigen abzubrechen, die ohne Gewalt und Blutvergießen die Gesellschaft verändern wollen. Jeder macht sich in der gegenwärtigen Situation schuldig, der die Morde in Berlin, Stockholm, Karlsruhe und Oberursel zur Agitation oder zur Abrechnung mit einem politischen Gegner benutzt.</p>
<p>Der Sympathisanten-Begriff ist unscharf und beliebig erweiterbar. Selbst der Kritiker des Sympathisanten-Begriffs und der Sympathisant des Sympathisanten kann zum &#132;Sympathisanten&#148; gestempelt werden. Mit dieser Kategorie wurde das Tor aufgestoßen zu ungerechtfertigten Verdächtigungen. Der Sympathisanten-Begriff ist geeignet, die Struktur der Bundesrepublik Deutschland als eines demokratischen Verfassungsstaates, der auf der strikten Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien beruht, auszuhöhlen und umzuwandeln in einen anderen Staat, in dem Denken und bloßer Kontakt &#151; unabhängig von der Absicht &#151; zu existenzbedrohenden Sanktionen führen kann.<br />Die Geschichte zeigt, daß auch ein Staat, der wichtige rechtsstaatliche Prinzipien aufgibt, nicht gegen Terrorismus gefeit ist, sondern umgekehrt gerade diejenigen provoziert, die Attentate als Politik ausgeben. In diesem Zusammenhang erinnert die Humanistische Union an die historischen Erfahrungen sozialer Bewegungen. Wo solche Bewegungen &#151; wie etwa auch die bürgerlich-demokratische &#151; nicht aktiv um reale Alternativen kämpfen konnten, wurden sie in den Untergrund gedrängt. Damit wächst die Gefahr, die angestrebten Ziele gewaltsam erreichen zu wollen.<br />Das beste Rezept gegen Terrorismus ist eine offene und zum Dialog fähige Gesellschaft. Es muß in der Bundesrepublik möglich sein, ohne Berührungsangst mit möglichen Terroristen zu reden, ehe sie zu jenen stoßen, die Morden für ein Mittel der Politik halten.<br />Die Humanistische Union ist der Auffassung, daß Sie, Herr Bundespräsident, das Gewicht Ihres Amtes und Ihrer Person in diesem Sinne einsetzen sollten für die Bewahrung der politischen und geistigen Freiheit in der Bundesrepublik Deutschland.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen.</p>
<p>Für den Bundesvorstand der Humanistischen Union</p>
<p><i>Dr. Charlotte Maack</i></p>
<p>PS: Wir glauben Ihr Verständnis voraussetzen zu können, wenn wir diesen ein so wichtiges öffentliches Thema betreffenden Brief in einer Kopie auch dem Bundeskanzler zuschicken und in angemessener Frist der Öffentlichkeit bekanntmachen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/29-vorgaenge/publikation/memorandum-der-humanistischen-union/">Memorandum der Humanistischen Union zum Sympathisanten Begriff</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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		<title>Gewaltfreies Widerstehen ist ein Bürgerrecht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 13:40:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre HU]]></category>
		<category><![CDATA[vorgänge: Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Entschließung der Delegiertenkonferenz vom 12. Juni 1983 aus: vorgänge Nr. 62/63 (Heft 2-3/1983), S. 187 Die Humanistische Union ist der Auffassung, daß es in der Bundesrepublik gegenwärtig darauf ankommt, im Unterschied zum verfassungsrechtlichen Widerstandsbegriff nach Art. 20 Abs. 4 Grundgesetz wie in den Vereinigten Staaten Aktionen des gewaltfreien Widerstehens im Sinne des zivilen Ungehorsams anzuerkennen [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Entschließung der Delegiertenkonferenz vom 12. Juni 1983</p>
<p>aus: vorgänge Nr. 62/63 (Heft 2-3/1983), S. 187</p>
<p>Die Humanistische Union ist der Auffassung, daß es in der Bundesrepublik gegenwärtig darauf ankommt, im Unterschied zum verfassungsrechtlichen Widerstandsbegriff nach Art. 20 Abs. 4 Grundgesetz wie in den Vereinigten Staaten Aktionen des gewaltfreien Widerstehens im Sinne des zivilen Ungehorsams anzuerkennen oder zu dulden. Das gewaltfreie Widerstehen ist ein Bürgerrecht. Soweit dabei Ordnungswidrigkeiten erfolgen oder die verwaltete Normalität beispielsweise durch einen Hungerstreik gestört wird, kann darin ebensowenig ein »Angriff gegen den Rechtsstaat« gesehen werden, wie dann, wenn bei einer Großkundgebung oder einer Prozession die öffentliche Ordnung in dieser oder jener Form tangiert wird (Straßen oder Plätze werden unpassierbar, Verkehr muß umgeleitet werden etc.). Versammlungsfreiheit und Meinungsfreiheit rechtfertigen solche Verletzung niederrangigen Rechts, bei der spontanen Demonstration sogar ohne vorherige Anmeldung.</p>
<p>In den Vereinigten Staaten ist es der Bürgerrechtsbewegung gelungen, neben und im Unterschied zum Widerstandsrecht die rechtliche Konstruktion des zivilen Ungehorsams durchzusetzen oder zu erreichen, daß solche Aktionen nicht mehr öffentlich diskriminiert werden. In der Bundesrepublik dagegen wird der Unterschied zwischen einem gewaltfreien Widerstehen im Sinn des zivilen Ungehorsams und dem Widerstandsrecht im Sinne des Grundgesetzes teilweise bewußt verwischt. Dabei wird die Doppeldeutigkeit des Wortes »Widerstand« als Widerstehen, Standhalten oder Opponieren in Ausübung des Demonstrationsrechts einerseits sowie als legitime Gegenwehr zur Wiederherstellung der von den Regierenden gebrochenen Legalität im Sinne des Widerstandsrechts andererseits ausgenutzt. Sogar das gewattfreie Widerstehen in der Form des Ungehorsams als Hungerstreik wird als Angriff auf den Staat interpretiert, um auf diese Weise diese unbequeme Form des Opponierens zu diskriminieren, zu illegalisieren und zu eliminieren. Die Verkehrung geht bereits so weit, daß das gewaltfreie Widerstehen, weil es unzweifelhaft eine Aktion ist, von Politikern, Polizeiinstanzen und sogar Gerichten als Widerstand und Gewalt interpretiert und nahezu ebenso bestraft wird, wie die Anwendung physischer Gewalt. Man strebt Abschreckung an, produziert aber Gewalttätigkeit, wenn bereits das gewaltfreie Widerstehen zur Gewaltanwendung erklärt wird.</p>
<p>Allerdings gibt es auch eine Romantik des Widerstandes und der Militanz, die den gewaltfreien Widerstand zur Vorstufe oder Einübung zum »wirklichen« Widerstand zu machen sucht. Wer daran festhält, Aktionen des gewaltfreien Widerstehens in die Nähe des verfassungsrechtlichen Widerstands zu rücken, muß daher wissen, daß er sich damit in eine Frontstellung nach zwei Seiten begibt.</p>
<p>Das gewaltfreie Widerstehen im Sinn des zivilen Ungehorsams ist eine Gegenwehr, die mehr Mut, Disziplin und Selbstüberwindung kostet als die Reaktionen der Gewalttätigkeit. Deshalb ist die Anwendung dieser spezifischen Aktionsform an besondere Voraussetzungen gebunden: Das gewaltfreie Widerstehen ist keine Allzweckwaffe; es ist vielmehr ein allerletztes Mittel für den Fall, daß andere Formen eines Protestes, der auf Gewissensgründen beruht, nicht zur Kenntnis genommen werden; der hohe persönliche Einsatz wird erbracht, um einer partiellen Rechtsverletzung entgegenzutreten, um fundamentale Rechte durchzusetzen oder um Leben, Gesundheit und Lebenssphäre zu schützen.</p>
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		<title>HU-Gesprächsrunde in München 14.12.11</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 18:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[München: Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Verband: Regionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde der HU, sehr geehrte Damen und Herren, wir wollen einen neuen Versuch starten, die Diskussion über aktuelle Themen mit Ihnen und unter Ihnen zu verstärken. Dazu stellen wir uns vor, einen Zeitabschnitt vor unseren Vorstandssitzungen dafür zur Verfügung zu stellen. Das erste dieser Treffen wird stattfinden am Mittwoch, den 14. [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde der HU, sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p><b>wir wollen einen neuen Versuch starten, die Diskussion über aktuelle Themen mit Ihnen und unter Ihnen zu verstärken.</b> <br />Dazu stellen wir uns vor, einen Zeitabschnitt vor unseren Vorstandssitzungen dafür zur Verfügung zu stellen. Das erste dieser Treffen wird stattfinden</p>
<p><b>am Mittwoch, den 14. Dezember 2011<br />  19 bis 20:30 Uhr<br />  München, in der Gaststätte Bürgerheim, Bergmannstr. 33,</b><br />Bus 53 und 133 von Donnersberger Brücke, U4/5 bis  Schwanthaler Höhe</p>
<p>Wir würden uns freuen, Sie bei diesem Treffen begrüßen zu können und sind auf anregende Gespräche gespannt.</p>
<p>Mit den besten Grüßen</p>
<p>Für den Vorstand: Wolfgang Killinger</p>
<p>humanistische-union(at)link-m.de</p>
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		<title>Albrecht Götz von Olenhusen: &#8222;Geistiges Eigentum in Zeiten des Internets&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 19:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[BaWü: Termine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dienstag, 13. Dezember 2011, 20 Uhr s.t. Freiburg, Platz der Universität 3, Kollegiengebäude I  Raum 1199 &#8222;Wem geh&#246;rt das Wissen der Welt?&#8220; ist eine rechtspolitisch und gesellschaftlich dringend zu kl&#228;rende Frage. &#8222;Eigentum&#8220; an Wissen und Information, Zugang zum Wissen in einer zunehmend globalen Informations- und Wissensgesellschaft, Verf&#252;gungsm&#246;glichkeiten, Nutzungen und profitable Verwertung prallen aufeinander. Es [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Dienstag, 13. Dezember 2011, 20 Uhr s.t. </p>
<p>Freiburg, Platz der Universität 3, Kollegiengebäude I  Raum 1199</i></p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Freiburg2011-12-13.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-5612 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Freiburg2011-12-13.jpg" alt="Albrecht G&ouml;tz von Olenhusen: " width="581" height="448" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Freiburg2011-12-13.jpg 581w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Freiburg2011-12-13-437x337.jpg 437w" sizes="(max-width: 581px) 100vw, 581px" /></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p>&#8222;Wem geh&ouml;rt das Wissen der Welt?&#8220; ist eine rechtspolitisch und gesellschaftlich dringend zu kl&auml;rende Frage. &#8222;Eigentum&#8220; an Wissen und Information, Zugang zum Wissen in einer zunehmend globalen Informations- und Wissensgesellschaft, Verf&uuml;gungsm&ouml;glichkeiten, Nutzungen und profitable Verwertung prallen aufeinander. Es wird aber auch die These vertreten, Urheberrecht und Geistiges Eigentum sei im Internetzeitalter keineswegs st&auml;rker gef&auml;hrdet als im bisherigen realen Raum, weil die M&ouml;glichkeiten zur Kontrolle ebenfalls gewachsen seien.</p>
<p>Albrecht G&ouml;tz von Olenhusen stellt sich den Fragen: Ist Wissen auf den Informationsautobahnen &uuml;berhaupt noch zentralistisch oder zentralisierbar zu organisieren? D&uuml;rfen Wissen und Informationen &ouml;konomisch und gesellschaftlich als privatistisch nutzbare, als knappe G&uuml;ter geregelt werden? Der faktischen Nichtsch&uuml;tzbarkeit der Exklusivit&auml;t stehen Strategien etwa von Open Source entgegen und vermehrte Netzkontrolle. Die Zuweisung von Eigentumsrechten, deren Gegenst&auml;nde und Voraussetzungen, und die Verfahrensweisen, deren Legalit&auml;t, Legitimit&auml;t und k&uuml;nftige Gestalt geraten immer mehr in den Blick. Das &#8222;Begreifen&#8220; der Eigentumsordnung als das zentrale rechtlichen Entwicklungs- und Erziehungsprinzip unserer Gesellschaft wird in seiner digitalen Variante &uuml;berpr&uuml;ft. Wenn in der Ausweitung des Geistigen Eigentums heute z.B. Genmais und Genmaus Schutzg&uuml;ter werden k&ouml;nnen, wenn gefragt wird, inwieweit kommunikative Texte &uuml;berhaupt privates Eigentums sein k&ouml;nnen und d&uuml;rfen, dann stehen die bisherigen Demarkationslinien auch und gerade unter den Perspektiven von Digitalisierung und Internet historisch, rechtlich, und gesellschaftlich und interdisziplin&auml;r zur Diskussion.</p>
<p><i>Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe TACHELES statt. TACHELES wird gemeinsam von der Humanistischen Union Baden-W&uuml;rttemberg und dem Institut f&uuml;r Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht der Universit&auml;t Freiburg organisiert. Die Reihe behandelt gesellschaftliche Themen mit Bezug zu Menschen- und B&uuml;rgerrechten. Der Eintritt ist frei.</i></p>
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		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Freiburg2011-12-13.jpg" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>Krakauer Burg. Die Machtzentrale des Generalgouverneurs Hans Frank 1939-1945.  Konzertlesung mit Dieter Schenk und Vitold Rek</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2011/krakauer-burg-die-machtzentrale-des-generalgouverneurs-hans-frank-1939-1945-konzertlesung-mit-diet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 19:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt: Termine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Freitag, 9. Dezember 2011 um 20.00 Uhr Club Voltaire, Frankfurt, Kleine Hochstr. 5 (Nähe Fressgass&#8216; / Alte Oper) Dieter Schenk schildert die Untaten des Nazi-Generalgouverneurs, der vom Wawel aus herrschte. Vitold Rek begleitet die Lesung auf dem Kontrabass. Der Wawel gilt als Wiege polnischer Staatlichkeit. W&#228;hrend die Nazis Polen tyrannisierten und die Bev&#246;lkerung ermordeten, feierte [weiterlesen]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Freitag, 9. Dezember 2011 um 20.00 Uhr</p>
<p>Club Voltaire, Frankfurt, Kleine Hochstr. 5 </p>
<p>(Nähe Fressgass&#8216; / Alte Oper)</i></p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/schenk_krakauer_burg.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5614 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/schenk_krakauer_burg.jpg" alt="Krakauer Burg. Die Machtzentrale des Generalgouverneurs Hans Frank 1939-1945.  Konzertlesung mit Dieter Schenk und Vitold Rek" width="250" height="302"></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p><a href="http://dieter-schenk.info/" target="_blank" rel="noopener">Dieter Schenk</a> schildert die Untaten des Nazi-Generalgouverneurs, der vom Wawel aus herrschte. <a href="http://www.jazzpages.com/VitoldRek/" target="_blank" rel="noopener">Vitold Rek</a> begleitet die Lesung auf dem Kontrabass. Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wawel" target="_blank" rel="noopener">Wawel</a> gilt als Wiege polnischer Staatlichkeit. W&auml;hrend die Nazis Polen tyrannisierten und die Bev&ouml;lkerung ermordeten, feierte Generalgouverneur Frank rauschende Parties und raubte Kunstsch&auml;tze:</p>
<p>&#8222;1939 gelangte mit Hans Frank in Polen ein Mann an die Macht, der selbst f&uuml;r die Verh&auml;ltnisse der Nationalsozialisten au&szlig;ergew&ouml;hnlich korrupt war. Er war derma&szlig;en raffgierig und bestechlich, dass es sogar einem Heinrich Himmler zuviel wurde. Weniger Ansto&szlig; bei Himmler und anderen seiner Berliner Kollegen erregte Frank mit der gezielten Ermordung und Terrorisierung der Bev&ouml;lkerung.</p>
<p>Das Generalgouvernement Polen, im Nazi-Jargon als &#8222;Reichsnebenland&#8220; bezeichnet, wurde von Krakau und nicht etwa von Warschau aus verwaltet. Es wurde r&uuml;cksichtslos ausgepl&uuml;ndert, und Hans Frank, der sich in der alten K&ouml;nigsburg f&uuml;rstlich einrichtete, f&uuml;hlte sich offensichtlich als K&ouml;nig von Polen.&#8220; (Stefan Diebitz, <a href="http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=14662" target="_blank" rel="noopener">http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=14662</a>).</p>
<p>Auf Einladung der <a href="http://www.kunstgesellschaft.de/" target="_blank" rel="noopener">KunstGesellschaft</a> und der Humanistischen Union stellt Dieter Schenk sein neuestes Werk vor. Schenk arbeitet jetzt als Historiker und Schriftsteller sowie als Honorarprofessor der Universit&auml;t Lodz. Zuvor war er Kriminaldirektor beim BKA. Schenk erforschte die braunen Wurzeln des BKA und verlie&szlig; das Amt 1989 wegen &#8222;un&uuml;berbr&uuml;ckbarer Differenzen&#8220;. 2003 erhielt er den <a href="http://tinyurl.com/d99546z" target="_blank" rel="noopener">Fritz-Bauer-Preis</a> der Humanistischen Union.</p>
<p>Eintritt: 7 / 5 / 1 Euro</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2011/krakauer-burg-die-machtzentrale-des-generalgouverneurs-hans-frank-1939-1945-konzertlesung-mit-diet/">Krakauer Burg. Die Machtzentrale des Generalgouverneurs Hans Frank 1939-1945.  Konzertlesung mit Dieter Schenk und Vitold Rek</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/schenk_krakauer_burg.jpg" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>Occupy: Bankenkritik in der Bankenmetropole. OB-Bewerber Peter Feldmann (SPD) und Bürgerrechtler Peter Menne (HU) im Gespräch über kommunale Handlungsoptionen.</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2011/occupy-bankenkritik-in-der-bankenmetropole-ob-bewerber-peter-feldmann-spd-und-buergerrechtler-pet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt: Termine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sonntag, 27. November 2011 um 17.00 Uhr Cafe Mabou, Frankfurt, Eckenheimer Landstraße 103 Foto: privat Foto: privat Das Occupy-Camp direkt vor der Europ&#228;ischen Zentralbank steht f&#252;r das Unwohlsein mit dem Wirtschafts- und Finanzsystem. Peter Feldmann (SPD) und Peter Menne (Humanistische Union) diskutieren kommunale Handlungsm&#246;glichkeiten. Das Gespr&#228;ch moderiert der Wirtschaftsjournalist Stefan J&#228;ger. Welche Impulse gibt das [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Sonntag, 27. November 2011 um 17.00 Uhr Cafe Mabou, Frankfurt, Eckenheimer Landstraße 103</i></p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Peter_Feldmann.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5615 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Peter_Feldmann.jpg" alt="Occupy: Bankenkritik in der Bankenmetropole. OB-Bewerber Peter Feldmann (SPD) und B&uuml;rgerrechtler Peter Menne (HU) im Gespr&auml;ch &uuml;ber kommunale Handlungsoptionen." width="170" height="217"></a>Foto: privat</span></p>
<p class="news-single-imgcaption">Foto: privat</p>
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<p>Das Occupy-Camp direkt vor der Europ&auml;ischen Zentralbank steht f&uuml;r das Unwohlsein mit dem Wirtschafts- und Finanzsystem. Peter Feldmann (SPD) und Peter Menne (Humanistische Union) diskutieren kommunale Handlungsm&ouml;glichkeiten. Das Gespr&auml;ch moderiert der Wirtschaftsjournalist Stefan J&auml;ger.</p>
<p>Welche Impulse gibt das Occupy-Camp f&uuml;r kommunales Handeln? Frankfurt ist Bankenmetropole &#8211; und abh&auml;ngig von den Banken: keine andere Branche erwirtschaftet hier &auml;hnliche Ums&auml;tze und bietet vergleichbar viele Arbeitspl&auml;tze. Wie gesund ist die Monostruktur? Nach der Lehmann-Pleite herrschte ein kurzes Zwischenhoch &#8211; in dem sich nichts Wesentliches ge&auml;ndert hat; stabilisierende Elemente wie eine Finanztransaktionssteuer (&#8222;<a href="http://www.attac.de/index.php?id=7421" target="_blank" rel="noopener">Tobinsteuer</a>&#8222;) wurden auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben. Wie anf&auml;llig sind Bankgesellschaften und Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r die n&auml;chste Krise? Welche M&ouml;glichkeiten gibt es, gegenzusteuern?</p>
<p>Ein festes Programm hat das Occupy-Camp nicht &#8211; doch welche Impulse lassen sich auf kommunaler Ebene sinnvoll aufgreifen? Und wie kann unser Wirtschaftssystem weiterentwickelt werden, um es gerechter zu gestalten?</p>
<p>Der New Yorker Zuccotti-Park wurde mit Polizeigewalt ger&auml;umt &#8211; wie geht Frankfurt weiter mit dem Camp um? Das Camp existiert ausgesprochen friedlich &#8211; Anzeichen einer besseren Diskussionskultur? Wie geht die Stadt mit Protesten um &#8211; beispielsweise denen der Studierenden oder bei Anti-Nazi-Kundgebungen?</p>
<p>Peter Feldmann bewirbt sich um die OB-Kandidatur im M&auml;rz 2012. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Finanzausschusses der Stadt Frankfurt, weiter stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender und Sprecher f&uuml;r Jugend und Soziales. Dar&uuml;ber hinaus verf&uuml;gt Peter Feldmann als Mitglied des Verwaltungsrates der Nassauischen Sparkasse &uuml;ber fundierte Erfahrung in der Finanzbranche. Peter Menne engagiert sich b&uuml;rgerrechtlich in der Humanistischen Union und erhielt im Mai 2011 die Hessische Medaille f&uuml;r Zivilcourage. N&auml;here Informationen zu den Podiumsg&auml;sten finden Sie hier: <a href="http://spd-frankfurt.de/personen/21577/432725/index.html" target="_blank" rel="noopener">Peter Feldmann</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Menne_%28Fotograf%29" target="_blank" rel="noopener">Peter Menne</a></p>
<p>Aufgrund des begrenzten Platzes im Cafe Mabou bitten wir um kurze Mitteilung an <a href="mailto:mail%40menne.info">mail@menne.info</a></p>
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		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Peter_Feldmann.jpg" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>Fritz Bauer &#8211; Tod auf Raten. Filmvorführung und Diskussion</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2011/fritz-bauer-tod-auf-raten-filmvorfuehrung-und-diskussion-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 18:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[NRW: Termine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Donnerstag, 24. November 2011, 19 Uhr, im Kinopolis Bonn-Bad Godesberg, Moltkestraße 7-9, 53173 Bonn Mit der Auff&#252;hrung des Dokumentarfilms &#8222;Fritz Bauer &#8211; Tod auf Raten&#8220; er&#246;ffnet das Filmfestival ueber Mut der Aktion Mensch in Bonn. Die Humanistische Union (HU) K&#246;ln-Bonn&#160;l&#228;dt als Kooperationspartner f&#252;r den Film &#252;ber den Mitbegr&#252;nder der HU herzlich&#160;ein. Festivaler&#246;ffnung durch Raphael Musiol, [weiterlesen]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Donnerstag, 24. November 2011, 19 Uhr, im Kinopolis Bonn-Bad Godesberg, Moltkestraße 7-9, 53173 Bonn</i></p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/fritz_bauer_plakat_18.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5616 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/fritz_bauer_plakat_18-318x450.jpg" alt="Fritz Bauer - Tod auf Raten. Filmvorf&uuml;hrung und Diskussion" width="318" height="450" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/fritz_bauer_plakat_18-318x450.jpg 318w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/fritz_bauer_plakat_18-238x337.jpg 238w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/fritz_bauer_plakat_18.jpg 353w" sizes="(max-width: 318px) 100vw, 318px" /></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p>Mit der Auff&uuml;hrung des Dokumentarfilms &#8222;Fritz Bauer &#8211; Tod auf Raten&#8220; er&ouml;ffnet das Filmfestival ueber Mut der Aktion Mensch in Bonn. Die Humanistische Union (HU) K&ouml;ln-Bonn&nbsp;l&auml;dt als Kooperationspartner f&uuml;r den Film &uuml;ber den Mitbegr&uuml;nder der HU herzlich&nbsp;ein.</p>
<p>Festivaler&ouml;ffnung durch Raphael Musiol, theaterwandel e. V., und&nbsp;Martin Georgi, Vorstand der Aktion Mensch.</p>
<p>Im Anschluss an den Film laden wir ein zu einem Gespr&auml;ch mit Ilona Ziok, Regisseurin des Films, und Anke Reinhardt, Humanistische Union K&ouml;ln-Bonn</p>
<p>&#8222;Nichts geh&ouml;rt der Vergangenheit an. Alles ist Gegenwart und kann wieder Zukunft werden&#8220;, so Fritz Bauer, der couragierte Generalstaatsanwalt von Hessen und Niedersachsen in den 1950er und 1960er Jahren. Mit der Rehabilitierung der Widerstandsk&auml;mpfer vom 20. Juli 1944 und der Initiierung des Frankfurter Auschwitz-Prozesses l&ouml;ste er die erste breite &ouml;ffentliche Diskussion &uuml;ber den Holocaust aus. Bauer setzte sich unerm&uuml;dlich f&uuml;r die Aufarbeitung der NS-Verbrechen und einen demokratischen Neuanfang in der Bundesrepublik ein.</p>
<p>&#8222;Fritz Bauer &#8211; Tod auf Raten&#8220; startet im Rahmen des Filmfestivals <i>ueber Mut</i> der Aktion Mensch. Das 10 Filmbeitr&auml;ge umfassende Festival l&auml;sst Aktion Mensch bis Ende November des Jahres durch 100 deutsche St&auml;dte touren. Das Festival ueber Mut behandelt die Bereitschaft, Bestehendes nicht einfach hinzunehmen, sondern auch zu ver&auml;ndern. Es bietet zu allen Vorf&uuml;hrungen Diskussionen an und will die Vernetzung und das Engagement von Ehrenamtlern f&ouml;rdern.</p>
<p>Fritz Bauer &#8211; Tod auf Raten<br />Regie: Ilona Ziok<br />Deutschland 2010, 97 Min.<br />Audiodeskription | UT f&uuml;r H&ouml;rgesch&auml;digte | FSK 12</p>
<p>Kinopolis Bonn-Bad Godesberg<br />Moltkestra&szlig;e 7-9<br />53173 Bonn<br />Tel.: 0228 &#8211; 830084<br /><a href="http://www.kinopolis.de/bn/" target="_blank" rel="noopener">www.kinopolis.de/bn/</a></p>
<p>Bus &amp; Tram<br />Tram: 16 &amp; 63 (Haltestelle: Plittersdorfer Stra&szlig;e)</p>
<p>Bus: 610, 611, 612, 614, 615, 637, 638, 852, 855, 856, 857 &amp; N3 (Haltestelle: Moltkestra&szlig;e)<br />Regionalz&uuml;ge: RB, RE, TR Bad Godesberg Bahnhof</p>
<p>Das Kino ist barrierefrei zug&auml;nglich.</p>
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		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/fritz_bauer_plakat_18.jpg" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>HU präsentiert &#8222;Remote Control War&#8220; auf dem „One World Berlin“-Dokumentarfilmfestival</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2011/hu-praesentiert-remote-control-war-auf-dem-one-world-berlin-dokumentarfilmfestival/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 21:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin: Termine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dienstag, 29. November, 21.30 Uhr Kino Arsenal (Potsdamer Straße 2, S/U-Bahnhof Potsdamer Platz) Leif Kaldor Kanada 2010 Engl. OF 52 min Kriegstechnologie auf dem n&#228;chsten Level. Games-like Szenarien beg&#252;nstigten seit dem Bush-Saddam-Konflikt eine Wahrnehmung von Krieg als virtuell, abstrakt und eben wie ein Spiel. Eine andere art Toy, das ferngesteuerte Fahrzeug (mit Livemunition), besiegelt die [weiterlesen]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Dienstag, 29. November, 21.30 Uhr</p>
<p>Kino Arsenal (Potsdamer Straße 2, S/U-Bahnhof Potsdamer Platz)</i></p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Bild_Remote_Control_War__One_World_.png" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5617 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Bild_Remote_Control_War__One_World_.png" alt="HU pr&auml;sentiert " width="300" height="168"></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p>Leif Kaldor Kanada 2010 Engl. OF 52 min</p>
<p>Kriegstechnologie auf dem n&auml;chsten Level. Games-like Szenarien beg&uuml;nstigten seit dem Bush-Saddam-Konflikt eine Wahrnehmung von Krieg als virtuell, abstrakt und eben wie ein Spiel. Eine andere art Toy, das ferngesteuerte Fahrzeug (mit Livemunition), besiegelt die r&auml;umliche und auch zeitliche Trennung von Angreifer und Ziel. Remotegelenkte Kampfflugk&ouml;rper, sogenannte Drohnen (interessant die Insektenmetaphorik) fliegen regelm&auml;&szlig;ig Bombenangriffsmissionen in Afghanistan. REMOTE CONTROL WAR untersucht dieKonsequenzen dieser Technologisierung und Entpersonalisierung des Krieges.</p>
<p>Anschlie&szlig;end findet eine Diskussion mit Otfried Nassauer (Leiter des Berliner Informationszentrum f&uuml;r Transatlantische Sicherheit (BITS), angefragt) statt.</p>
<p>Moderation: Werner Koep-Kerstin</p>
<p>Links</p>
<dd>
<p class="bodytext"><a href="http://www.oneworld-berlin.de/" target="_blank" rel="noopener">www.oneworld-berlin.de</a>
</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.arsenal-berlin.de/kalender/filmreihe/calendar/2011/november/28/article/3029/3004.html?cHash=ee9d9bd9f2ad5c3f9a304cb724aaf8ba&amp;tx_skcalendar_pi1%5Bnotch%5D=3550&amp;tx_skcalendar_pi1%5Boffset%5D=1193004000&amp;tx_skcalendar_pi1%5Bsorting%5D=downdate&amp;tx_skcalendar_pi1%5Bview%5D=list" target="_blank" rel="noopener">www.arsenal-berlin.de/kalender/filmreihe/calendar/2011/november/28/article/3029/3004.html</a> </p>
</dd>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2011/hu-praesentiert-remote-control-war-auf-dem-one-world-berlin-dokumentarfilmfestival/">HU präsentiert &#8222;Remote Control War&#8220; auf dem „One World Berlin“-Dokumentarfilmfestival</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Bild_Remote_Control_War__One_World_.png" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>HU präsentiert &#8222;Musik als Waffe&#8220; auf dem „One World Berlin“-Dokumentarfilmfestival</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2011/hu-praesentiert-musik-als-waffe-auf-dem-one-world-berlin-dokumentarfilmfestival/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 21:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin: Termine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dienstag, 29. November, 19.00 Uhr Kino Arsenal (Potsdamer Straße 2, S/U-Bahnhof Potsdamer Platz) Tristan Chytroschek Deutschland 2010 DF 55 min Die brisantesten Enth&#252;llungen von Wiki-Leaks betreffen die Milit&#228;roperationen der westlichen Streitkr&#228;fte in Vorderasien. &#8222;Musik als Waffe&#8220; und &#8222;Remote Control War&#8220; zeigen hoch unkonventionelle Waffen, die in den j&#252;ngsten Kriegen zum Einsatz kamen. Selbst Kinderlieder k&#246;nnen [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2011/hu-praesentiert-musik-als-waffe-auf-dem-one-world-berlin-dokumentarfilmfestival/">HU präsentiert &#8222;Musik als Waffe&#8220; auf dem „One World Berlin“-Dokumentarfilmfestival</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Dienstag, 29. November, 19.00 Uhr</p>
<p>Kino Arsenal (Potsdamer Straße 2, S/U-Bahnhof Potsdamer Platz)</i></p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Bild_Musik_als_Waffe__One_World_.jpeg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5618 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Bild_Musik_als_Waffe__One_World_.jpeg" alt="HU pr&auml;sentiert " width="300" height="169"></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p>Tristan Chytroschek Deutschland 2010 DF 55 min</p>
<p>Die brisantesten Enth&uuml;llungen von Wiki-Leaks betreffen die Milit&auml;roperationen der westlichen Streitkr&auml;fte in Vorderasien. &#8222;Musik als Waffe&#8220; und &#8222;Remote Control War&#8220; zeigen hoch unkonventionelle Waffen, die in den j&uuml;ngsten Kriegen zum Einsatz kamen. Selbst Kinderlieder k&ouml;nnen bei lautstarker und unabl&auml;ssiger Beschallung zu Folterinstrumenten werden. Und es fehlt nicht viel, bis effektive ferngesteuerte Kampfmaschinen mit Bauteilen vom Elektronikmarkt angefertigt werden k&ouml;nnen.</p>
<p>Anschlie&szlig;end Diskussion mit dem Regisseur Tristan Chytroschek.</p>
<p>Moderation: Axel Bussmer</p>
<p>Links</p>
<dd>
<p class="bodytext"><a href="http://www.oneworld-berlin.de/" target="_blank" rel="noopener">www.oneworld-berlin.de</a>
</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.arsenal-berlin.de/kalender/filmreihe/calendar/2011/november/28/article/3029/3004.html?cHash=ee9d9bd9f2ad5c3f9a304cb724aaf8ba&amp;tx_skcalendar_pi1%5Bnotch%5D=3550&amp;tx_skcalendar_pi1%5Boffset%5D=1193004000&amp;tx_skcalendar_pi1%5Bsorting%5D=downdate&amp;tx_skcalendar_pi1%5Bview%5D=list" target="_blank" rel="noopener">www.arsenal-berlin.de/kalender/filmreihe/calendar/2011/november/28/article/3029/3004.html</a> </p>
</dd>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2011/hu-praesentiert-musik-als-waffe-auf-dem-one-world-berlin-dokumentarfilmfestival/">HU präsentiert &#8222;Musik als Waffe&#8220; auf dem „One World Berlin“-Dokumentarfilmfestival</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Bild_Musik_als_Waffe__One_World_.jpeg" medium="image"></media:content>
            	</item>
	</channel>
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