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	<title>Dirk Halm Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>Desintegration und Parallelgesellschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Dec 2006 08:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[vorgänge: Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aktuelle Befunde zur Integration t&#252;rkeist&#228;mmiger Migranten, aus: vorg&#228;nge Nr. 176 (Heft 4/2006), S. 84-94 I. Einleitung Die Diskussion um die Integration von Zuwanderern konzentriert sich in j&#252;ngster Zeit auf die Forderung nach mehr Anpassung und den vermeintlich fehlenden Anpassungswillen insbesondere der t&#252;rkisch-muslimischen Migranten. Als Argument der Anpassungsunwilligkeit dient dabei h&#228;ufig die vermeintlich verst&#228;rkte und bewusste [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/176-vorgaenge/publikation/desintegration-und-parallelgesellschaft/">Desintegration und Parallelgesellschaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aktuelle Befunde zur Integration t&uuml;rkeist&auml;mmiger Migranten,</p>
<p>aus: vorg&auml;nge Nr. 176 (Heft 4/2006), S. 84-94</p>
<h2 class="auto-created">I. Einleitung</h2>
<p>Die Diskussion um die Integration von Zuwanderern konzentriert sich in j&uuml;ngster Zeit auf die Forderung nach mehr Anpassung und den vermeintlich fehlenden Anpassungswillen insbesondere der t&uuml;rkisch-muslimischen Migranten. Als Argument der Anpassungsunwilligkeit dient dabei h&auml;ufig die vermeintlich verst&auml;rkte und bewusste Bildung parallelgesellschaftlicher Strukturen. Parallelgesellschaften werden in der &ouml;ffentlichen Diskussion der Assimilierung als gescheiterte Integration entgegengesetzt. Was unter Parallelgesellschaften zu verstehen ist, bleibt zumeist diffus und wird nicht diskutiert, unklar bleibt dabei h&auml;ufig auch, worauf sich Integration bezieht. <br />Die Debatte wirft jedoch zwei zentrale Fragen auf: Lassen sich in der t&uuml;rkischen Community zunehmende parallelgesellschaftliche Strukturen nachweisen? Und ist das Konzept der Parallelgesellschaften geeignet, Desintegration zu erfassen? [1]<br />Der vorliegende Text versucht hierauf Antworten zu geben. Nach theoretischen&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &Uuml;berlegungen zu den Konzepten von Integration und Parallelgesellschaft wird anhand von Befragungsdaten der Stiftung Zentrum f&uuml;r T&uuml;rkeistudien aus den Jahren 1999 bis 2005 [2] empirisch &uuml;berpr&uuml;ft, ob eine Zunahme parallelgesellschaftlicher Strukturen zu beobachten ist und welche Auswirkungen solche Strukturen auf die Integrationsperspektive der Betroffenen haben.</p>
<h2 class="auto-created">2. Theore&shy;ti&shy;sche &Uuml;berle&shy;gungen &ndash; Integra&shy;ti&shy;ons&shy;the&shy;orie und&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Paral&shy;lel&shy;ge&shy;sell&shy;schaft</h2>
<p>Das zentrale Konzept, das bis heute die &ndash; vor allem &ouml;ffentliche &#8211; Erwartung an die Integration von Zuwanderern pr&auml;gt, ist die Theorie des &bdquo;Race-Relations-Cycles&ldquo;, die bereits in den 1930er Jahren in den USA entwickelt wurde. [3] Danach passen sich Zuwanderer &uuml;ber jede Generation ein St&uuml;ck weiter an die Kultur der Aufnahmegesellschaft an und geben die Herkunftskultur in entsprechendem Ma&szlig;e auf. Die Nichterf&uuml;llung dieser Erwartung bei der zweiten und dritten Generation der Zuwanderer in Deutschland f&uuml;hrt nun dazu, von gescheiterter Integration zu sprechen, obwohl auch im &bdquo;Race-Relations-Cycle&ldquo;-Ansatz erst nach mehreren Generationen (r&auml;umliche) Segregation dem &bdquo;Melting-Pot&ldquo; weicht. Ebenfalls in den 1930er Jahren wurden dazu bereits alternative Theorien entwickelt, wie die des &bdquo;Ethnic Revivals&ldquo;. [4] Auch hier wurde von einer Zunahme des Assimilationsgrades von der ersten zur zweiten Generation ausgegangen, in der dritten Generation jedoch w&uuml;rde es typischerweise zu einer R&uuml;ckbesinnung auf die kulturelle Tradition des jeweiligen Herkunftslandes kommen. <br />Neuere sozialwissenschaftliche Modelle der Migrationsforschung [5] stellen den eindimensionalen Ans&auml;tzen des Race-Relation-Cycles und des Ethnic Revivals ein Modell gegen&uuml;ber, das auf die komplizierte Wechselbeziehung zwischen den in der Aufnahmegesellschaft vorfindbaren Handlungsoptionen oder -barrieren und den Orientierungen bzw. Ressourcen der Zuwanderer abhebt. Daraus ergeben sich verschiedene Integrationsverl&auml;ufe und -ausg&auml;nge, die von den Migranten nicht einfach gew&auml;hlt werden, da sie von zahlreichen Restriktionen der Aufnahmegesellschaft begrenzt sind. So setzt Assimilation voraus, dass in der Aufnahmegesellschaft keine soziale Schlie&szlig;ung zu finden ist, also die Zugeh&ouml;rigkeit zur Minorit&auml;t keinen Einfluss auf die sozialen Chancen und den Statuserwerb hat. Segregation ist dann wahrscheinlich, wenn hohe Zugangsbarrieren zur Aufnahmekultur oder starke Anreize, in der Herkunftskultur zu verbleiben, bestehen. Die Bereitschaft der Aufnahmegesellschaft, Partizipation &uuml;ber ethnische &#8211; oder auch kulturelle oder religi&ouml;se &#8211; Grenzen hinaus zuzulassen, z&auml;hlt danach zu den wichtigsten Bedingungen erfolgreicher Integration. [6]<br />Esser (2001) macht vier Dimensionen der Integration aus, die sich wechselseitig bedingen und beeinflussen: Die kognitive Integration oder Akkulturation bezeichnet den Erwerb von Kenntnissen und F&auml;higkeiten, die zumeist &uuml;ber Sozialisations- und Bildungsinstanzen &uuml;bermittelt werden. Die strukturelle Integration bezieht sich auf die soziale Platzierung, d.h. Berufsrolle und Einkommen, aber auch Akzeptanz. Die soziale Integration oder Interaktion umfasst die Kontakte zur einheimischen Bev&ouml;lkerung einschlie&szlig;lich der Teilhabe an gesellschaftlichen Organisationen. Die identifikative Integration bezieht sich auf das Zugeh&ouml;rigkeitsgef&uuml;hl und die Verinnerlichung von Werten und Normen als selbstverst&auml;ndliche Handlungsregulative. <br />Die wirtschaftliche Teilhabe der Zuwanderer &ndash; ihre Platzierung &#8211; in der Gesellschaft gilt neben der Akkulturation, die f&uuml;r die strukturelle Integration eine zentrale Voraussetzung darstellt, als Schl&uuml;sselbereich der Integration. Soziale Integration und Identifikation sind dann eher Folge einer positiv erlebten wirtschaftlichen Integration. Die Orientierungen der Zuwanderer und ihre Teilhabechancen in der Mehrheitsgesellschaft stehen zwar im Zusammenhang, m&uuml;ssen aber nicht parallel verlaufen. Die enge Anbindung an die Aufnahmegesellschaft, Akkulturationsleistungen und rege Kontakte sind keine schlechte Voraussetzung f&uuml;r Chancengleichheit, aber auch l&auml;ngst keine Garantie. [7]<br />Wie verh&auml;lt sich nun das Konzept der Parallelgesellschaft zu den Integrationstheorien der Migrationsforschung? <br />Der Begriff der Parallelgesellschaft wurde durch die &ouml;ffentliche Debatte gepr&auml;gt, ohne jedoch n&auml;her reflektiert worden zu sein. [8] Einzig Thomas Meyer (2002) hat sich aus wissenschaftlicher Perspektive mit der Definition von Parallelgesellschaft befasst und schlug f&uuml;nf Merkmale der Existenz parallelgesellschaftlicher Strukturen in Migrantencommunities vor: kulturell-religi&ouml;se Homogenit&auml;t, lebensweltliche und zivilgesellschaftliche Segregation sowie die Verdopplung der mehrheitsgesellschaftlichen Institutionen, formal freiwillige Abschottung sowie siedlungsr&auml;umliche Segregation. Diese Definition legt die Messlatte f&uuml;r das Vorliegen parallelgesellschaftlicher Strukturen ausgesprochen hoch, in diesem Sinne k&ouml;nnen Parallelgesellschaften von Zuwanderern zumindest in Deutschland kaum in gr&ouml;&szlig;erem Umfang existieren. Eine Operationalisierung der Indikatoren ist aber f&uuml;r eine dynamische Betrachtung dennoch sinnvoll: Gibt es eine Entwicklung hin zur oder weg von der Parallelgesellschaft? <br />Die Diskussion um Parallelgesellschaften konzentriert sich auf die Aspekte des interkulturellen Zusammenlebens. Damit umfasst er nur einen Ausschnitt dessen, was Integration bzw. Desintegration ausmacht. Der von der Migrationsforschung beschriebene Schl&uuml;sselbereich der Integration, die wirtschaftliche Teilhabe oder strukturelle Integration, blendet er aus. Debatten &uuml;ber Parallelgesellschaften von Migranten entz&uuml;nden sich selten an ungleichen Bildungschancen oder &uuml;berdurchschnittlicher Arbeitslosigkeit. Diese Teilhabedimension muss aber ber&uuml;cksichtigt werden, wenn es um die Einsch&auml;tzung der gesellschaftlichen Folgen von Parallelegesellschaften geht.</p>
<h2 class="auto-created">3. Die Entwicklung paral&shy;lel&shy;ge&shy;sell&shy;schaft&shy;li&shy;cher Strukturen? </h2>
<p>Aufgrund der gro&szlig;en politischen und gesellschaftlichen Brisanz des Themas lohnt sich dennoch ein genauerer Blick auf die empirische Evidenz der Entwicklung parallelgesellschaftlicher Strukturen t&uuml;rkeist&auml;mmiger Migranten in Deutschland.<br />Anhand einer L&auml;ngsschnittuntersuchung zum interkulturellen Zusammenleben der t&uuml;rkeist&auml;mmigen Bev&ouml;lkerung Nordrhein-Westfalens [9] k&ouml;nnen Meyers Indikatoren der Parallelgesellschaft operationalisiert und die Entwicklung dieser Indikatoren &uuml;ber die Zeit nachvollzogen werden. [10]</p>
<p><i>Religi&ouml;se Homogenit&auml;t</i></p>
<p>Die &uuml;berwiegende Mehrheit der t&uuml;rkischen Migrantinnen und Migranten geh&ouml;rt mit 97% dem muslimischen Glauben an, 91% hiervon sind Sunniten, 8% sind Aleviten und weniger als 1% geh&ouml;ren dem schiitischen Glauben an. Somit kann man von einer relativ ausgepr&auml;gten religi&ouml;s-kulturellen Homogenit&auml;t ausgehen. Nicht nur formal, sondern auch emotional definiert sich die Mehrheit der Befragten dem Islam zugeh&ouml;rig: Mehr als die H&auml;lfte (54%) sehen sich selbst als eher religi&ouml;s und gut jeder F&uuml;nfte als sehr religi&ouml;s. Knapp ein F&uuml;nftel f&uuml;hlt sich selbst als eher nicht religi&ouml;s und 5% als gar nicht religi&ouml;s. <br />Seit dem Jahr 2002 macht sich eine deutliche Zunahme der Religiosit&auml;t bemerkbar. Im Jahr 2001 betrug der Anteil der sich sehr und eher religi&ouml;s Definierenden nur 57%. Im Jahr 2005 ist er auf 76% gestiegen. Bei mehrheitlicher Zugeh&ouml;rigkeit zum sunnitischen Islam ist die t&uuml;rkische Gesellschaft in Deutschland damit zwar nicht homogen, aber doch stark religi&ouml;s gepr&auml;gt &#8211; und diese Pr&auml;gung hat im Untersuchungszeitraum linear und deutlich zugenommen.<br />&Uuml;ber die Ursachen der Zunahme der Religiosit&auml;t kann nur spekuliert werden, doch ergeben sich aus den Ergebnissen der Befragung von 2002 [11] der Zeitreihe, in die zus&auml;tzlich Fragen zum Zusammenleben von Muslimen und Mehrheitsgesellschaft nach dem 11. September aufgenommen wurden, Hinweise darauf, dass die Anschl&auml;ge in New&nbsp;&nbsp;&nbsp; York und die seitdem stattfindende &ndash; und gerade im letzten Jahr wieder verst&auml;rkt gef&uuml;hrte &ndash; Diskussion um das Wesen des Islam, seiner Vereinbarkeit mit modernen Industriegesellschaften und die Position der Gl&auml;ubigen zu einer Verschlechterung des Verh&auml;ltnisses zwischen Muslimen und Mehrheitsgesellschaft und einer verst&auml;rkten Auseinandersetzung der Muslime mit dem Islam, der Hinterfragung ihrer religi&ouml;sen&nbsp;Identit&auml;t und als Resultat zu einer verst&auml;rkten Identifikation damit gef&uuml;hrt hat. Anzunehmen ist zudem, dass die st&auml;rkere Hinwendung zur Religion aus Angst vor einem&nbsp;Identit&auml;ts- und Werteverlust im Zuge der fortdauernden Migration erfolgt. [12] Die ethnische Identit&auml;t als &bdquo;T&uuml;rke&ldquo; und die kulturellen Werte der Herkunftsgesellschaft verwischen, k&ouml;nnen aber nur bedingt durch positive Werte der Mehrheitsgesellschaft ersetzt werden. Um nicht in die Marginalisierung [13] abzufallen, wendet sich ein Teil der Migranten der Religion zu, die ein starker Identit&auml;tsstifter sein kann. Verst&auml;rkt wird diese Hinwendung durch den latenten, und durch die Diskussion um die &bdquo;Gewissenspr&uuml;fung&ldquo; bei der Einb&uuml;rgerung und die Bek&auml;mpfung des islamistischen Terrorismus gestiegenen Assimilations- und Rechtfertigungsdruck. [14]</p>
<p><i>Lebensweltliche Segregation</i></p>
<p>Als Indikator der lebensweltlichen Segregation dienen Angaben zu Kontakten zu Deutschen in verschiedenen Lebensbereichen und interethnischen Freizeitkontakten. <br />37% der Befragten unterhalten enge, freundschaftliche Beziehungen zu Deutschen, indem man sich fast t&auml;glich (18%) oder h&auml;ufig &ndash; mindestens einmal in der Woche &ndash;&nbsp; (19%) trifft. 40% der t&uuml;rkeist&auml;mmigen Migranten haben jedoch nur wenig Kontakte; 19% treffen sich dabei selten (mehrmals im Jahr) und ein F&uuml;nftel so gut wie nie mit Deutschen auf privater Ebene. Daneben unterhalten mehr als 90% der Befragten Kontakte zu Deutschen in mindestens einem der abgefragten Lebensbereiche Nachbarschaft, Bekanntenkreis, Arbeit/Ausbildung und Familie, die &uuml;ber Gru&szlig;kontakte hinausgehen. Kombiniert man Kontakte in den Lebensbereichen und interethnische Freizeitbeziehungen, ergibt sich ein Anteil von 6%, der als isoliert von der deutschen Gesellschaft bezeichnet werden kann. <br />Im Zeitvergleich zeigen sowohl die interethnischen Freundschaftsbeziehungen als auch die Kontakte in den Lebensbereichen einen leicht schwankendes, insgesamt jedoch relativ gleich bleibendes Niveau, der Anteil der Isolierten steigt ebenfalls nicht kontinuierlich. Eine zunehmende lebensweltliche Segregation ist insgesamt folglich nicht festzustellen.</p>
<p><i>Zivilgesellschaft und Verdoppelung der Institutionen</i></p>
<p>Die Entstehung eigenethnischer Organisationsstrukturen wird in der &Ouml;ffentlichkeit h&auml;ufig als das deutlichste Zeichen der Bildung von Parallelgesellschaften wahrgenommen. Die Forschung ist sich &uuml;ber die integratorische Wirkung von Selbstorganisationen uneins, sie werden jedoch nicht per se als Zeichen von Desintegration gekennzeichnet, sondern k&ouml;nnen auch ein Faktor sein, der die Identit&auml;tsbildung unterst&uuml;tzt. [15]<br />Insgesamt gaben 60% der Befragten eine Mitgliedschaft in einem Verein oder Verband an. 19% sind nur in deutschen und 21% sowohl in deutschen als auch in t&uuml;rkischen Vereinen organisiert. Somit sind 40% aller Befragten auch in deutschen Vereinen Mitglied. Neben den 21%, die sowohl in deutschen als auch in t&uuml;rkischen Vereinen organisiert sind, geh&ouml;ren 21% nur t&uuml;rkischen Vereinen an, insgesamt sind somit 42% auch in t&uuml;rkischen Vereinen Mitglied. Der Vergleich mit den Ergebnissen der letzten Jahre zeigt, dass die Mitgliedschaft generell leicht ansteigt und der Anteil der Nichtorganisierten sinkt. Die zunehmende Mitgliedschaft kommt dabei sowohl deutschen als auch t&uuml;rkischen Vereinen zugute. Auf dieser Datenbasis kann von einer zunehmenden zivilgesellschaftlichen Abschottung in eigenethnischen Vereinen in den letzten Jahren nicht gesprochen werden.<br />Zudem konzentriert sich das Engagement in eigenethnischen Organisationen im kulturellen und religi&ouml;sen Bereich. Damit gr&uuml;ndet sich die Mitgliedschaft in t&uuml;rkischen Organisationen auf das Bed&uuml;rfnis religi&ouml;ser und kultureller Anbindung, das deutsche Organisationen nicht erf&uuml;llen k&ouml;nnen. Damit erf&uuml;llen die t&uuml;rkischen Organisationen aber eine Komplement&auml;r- und keine Dopplungsfunktion zu deutschen Angeboten.</p>
<p><i>Freiwillige Segregation</i></p>
<p>Integration setzt die Bereitschaft der Aufnahmegesellschaft voraus, Partizipation von Minderheiten zuzulassen. Nicht immer ist der R&uuml;ckzug in die eigene Ethnie freiwillig, denn gerade die soziale Integration setzt die Offenheit der Mehrheitsgesellschaft voraus. Fehlender Kontakt und Freundschaften zu Deutschen k&ouml;nnen auch auf mangelnde Gelegenheitsstrukturen oder mangelndes Interesse der Mehrheitsgesellschaft zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden.16 Als Indikator f&uuml;r die Freiwilligkeit von Segregation wird der Wunsch nach (weiteren) Kontakten zu Deutschen herangezogen. <br />Bei der Zusammenfassung der Kontakte und der Freizeitbeziehungen zu Deutschen ergibt sich ein Anteil von 5,5% Befragten, die man gesellschaftlich als isoliert von der deutschen Gesellschaft betrachten kann. Kombiniert man hierzu den Wunsch nach Kontakt, kann freiwillige und unfreiwillige Isolation unterschieden werden. Dabei zeigt sich, dass 51% der Isolierten den Wunsch nach Kontakten zu Deutschen &auml;u&szlig;ern, also als unfreiwillig isoliert betrachtet werden k&ouml;nnen und 49% der Isolierten nicht den Wunsch nach Kontakten haben und folglich freiwillig in der Isolation leben. Bezogen auf alle Befragte ergibt sich ein Anteil von 2,2% freiwillig und 2,3% unfreiwillig Isolierter.<br />Im Zeitvergleich von 2001 bis 2005 l&auml;sst sich erkennen, dass der Anteil derjenigen, die sich freiwillig in einer Isolation befinden, geringf&uuml;gig schwankt, aber kein eindeutiger Trend einer Zu- oder Abnahme zu erkennen ist. Der Anteil der unfreiwillig Isolierten schwankt ebenfalls gering und zeigt genauso wenig eine eindeutige Tendenz. Von zunehmender freiwilliger Isolation der t&uuml;rkeist&auml;mmigen Migranten kann folglich nicht gesprochen werden.</p>
<p><i>R&auml;umliche Segregation</i></p>
<p>Die Verfestigung vermeintlich &bdquo;ghettoartiger&ldquo; Strukturen in den Gro&szlig;st&auml;dten wird in der &ouml;ffentlichen Diskussion als weiteres deutliches Zeichen parallelgesellschaftlicher Strukturen gewertet. Einige wissenschaftliche Theorien beurteilen die &#8222;Koloniebildung&#8220; als hilfreichen Prozess bei der Integration und machen f&uuml;r die Bildung der Kolonie in erster Linie den generellen Strukturwandel der St&auml;dte (zunehmende Verlagerung von Arbeits- und Wohnquartieren sowie soziale Segmentierung) und wohnungsbaupolitische Entscheidungen verantwortlich, andere &#8211; und vor allem die &ouml;ffentliche Wahrnehmung &#8211; beurteilen sie als Gef&auml;hrdung des gesellschaftlichen Friedens. [17] &Uuml;ber die tats&auml;chliche Entwicklung der ethnischen Segregation in den St&auml;dten gibt es kaum gesicherte Erkenntnisse. Klar scheint jedoch zu sein, dass sich die ethnische Segregation analog zu sozialer Segregation vollzieht.(18) <br />Mehr als die H&auml;lfte der Befragten (57%) wohnt in &uuml;berwiegend deutsch gepr&auml;gten Gegenden. 17% leben in gleichm&auml;&szlig;ig gemischten Vierteln und 21% in &uuml;berwiegend von T&uuml;rken bewohnten Stadtteilen. Obwohl damit die Mehrheit der Befragten nicht in ethnisch gepr&auml;gten Gegenden wohnt, deutet der Anteil von einem F&uuml;nftel, die in &uuml;berwiegend t&uuml;rkisch gepr&auml;gten Gegenden leben, doch darauf hin, dass sich zumindest in einigen Stadtteilen ethnisch verdichtete Wohnquartiere herausgebildet haben. Im Zeitvergleich ist jedoch kein einheitlicher Trend einer wohnr&auml;umlichen Konzentration, aber auch kein Trend zur Entflechtung festzustellen.</p>
<h2 class="auto-created">4. Segregation und Integration in der t&uuml;rkischen Community</h2>
<p>Zwar verweist die Dynamik der Indikatoren von Parallelgesellschaft nur f&uuml;r die religi&ouml;se Homogenit&auml;t, nicht jedoch f&uuml;r die anderen Merkmale auf eine Zunahme solcher Strukturen in der gesamten Community, doch gibt es durchaus Individuen, die eine Subgesellschaft gebildet haben und relativ abgeschottet von der deutschen Gesellschaft leben. Wie gro&szlig; ist diese und wer geh&ouml;rt dieser Subgesellschaft an? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus f&uuml;r die strukturelle Integration? [19]<br />]Zur Identifizierung der Angeh&ouml;rigen einer Parallelgesellschaft m&uuml;ssen f&uuml;r die einzelnen Indikatoren Grenzwerte festgelegt werden, jenseits derer die Individuen als segregiert oder nicht segregiert definiert werden. [20]<br />Nur eine kleine Gruppe von weniger als einem Prozent &uuml;berschreitet bei allen verwendeten Merkmalen der Parallelgesellschaft die definierten Segregationsgrenzwerte. 3% &uuml;berschreiten diese Werte bei vier Merkmalen und 13% in drei Bereichen. Ein Drittel &uuml;berschreitet in zwei Bereichen und 38% in einem Bereich die Grenze zur Segregation. Gut jeder zehnte t&uuml;rkeist&auml;mmige Migrant (12%) ist f&uuml;r keines der Merkmale als segregiert zu definieren. Als potenziell segregiert wurden diejenigen Befragten zusammengefasst, die in drei oder mehr Bereichen die Grenzwerte &uuml;berschreiten. Diejenigen, die in zwei oder weniger Bereichen die Grenzwerte &uuml;berschreiten, wurden zur Gruppe der nicht Segregierten summiert. Daraus ergibt sich ein Anteil von 84%, der als nicht segregiert gelten kann, und ein Anteil von 16%, der als tendenziell segregiert einzustufen ist und der zumindest Gefahr l&auml;uft, parallelegesellschaftliche Strukturen auszubilden. <br />Auch hier ergibt der Zeitvergleich keine eindeutige Tendenz einer Zunahme des Anteils segregierter t&uuml;rkeist&auml;mmiger Migranten. Somit kann man auch anhand dieser Berechnungen nicht davon sprechen, dass die Parallelgesellschaft w&auml;chst. Die Anteile der Segregierten bewegen sich in einem Rahmen zwischen 14% im Jahre 2001 und 19% im Jahre 2004; 2005 entspricht er den Anteilen der Jahre 2002 und 2003.</p>
<p>Kognitive und wirtschaftliche Teilhabe der Angeh&ouml;rigen der Parallelgesellschat (Zeilenprozent)</p>
<table cellspacing="0" cellpadding="0" border="1">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p class="bodytext">&nbsp;<strong>Nicht segregiert </strong>&nbsp;</p>
</td>
<td>
<p class="bodytext">&nbsp;<strong>segregiert</strong>&nbsp;&nbsp; &nbsp;</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p class="bodytext">&nbsp;Schulabschluss</p>
<p>&nbsp;Kein Schulabschluss/Hauptschule&nbsp; &nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp;/Realschule</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;/Gymnasium</p>
</td>
<td>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 78,1</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 75,6</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 81,9</p>
</td>
<td>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp; </p>
<p>&nbsp;&nbsp; &nbsp;21,9</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; 24,4</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;18,1</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Abschluss/Hauptschule</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; /Realschule</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;/Fachschule/Fachabitur</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; /Abitur</p>
</td>
<td>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 89,5</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 88,5</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 86,5</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 94,5</p>
</td>
<td>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp; 10,5</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; 11,5</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; 13,5</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 5,6</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p class="bodytext">&nbsp;Berufliche Ausbildung</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nein</p>
</td>
<td>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 86,0</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 82,2</p>
</td>
<td>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp; </p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; 14,0</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; 17,8</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p class="bodytext">&nbsp;Berufliche Stellung</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Arbeitsos</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Arbeiter</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Facharbeiter</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Angestellte</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Selbst&auml;ndige</p>
</td>
<td>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 81,3</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 87,8</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 88,5</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 92,2</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 93,8</p>
</td>
<td>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp; </p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; 18,7</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; 12,2</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; 11,5</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 7,8</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 6,3</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p class="bodytext">&nbsp;Haushaltseinkomen</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; Unter 1.000 Euro</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;1.000 bis unter 2.000 Euro&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 2.000 bis unter 3.000 Euro</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;3.000 Euro und mehr&nbsp;&nbsp;&nbsp; </p>
</td>
<td>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;80,0</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 84,8</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 82,9</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 91,1</p>
</td>
<td>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp; </p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; 20,0</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; 15,2</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; 17,1</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 8,9</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p class="bodytext">&nbsp;Gesamt</p>
</td>
<td>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 83,9</p>
</td>
<td>
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp; 16,1</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Erstgenerationsangeh&ouml;rige z&auml;hlen &uuml;berproportional h&auml;ufig zu den Segregierten (22%). Aber auch die als Erwachsene nachgereisten Ehepartner der zweiten Generation sind hier &uuml;berrepr&auml;sentiert (23%). Angeh&ouml;rige der zweiten Generation, die in Deutschland geboren oder aufgewachsen sind, sind seltener unter den Angeh&ouml;rigen der Parallelgesellschaft zu finden. (11%). Die Aufenthaltsdauer zeigt aufgrund des Generationeneffekts keinen linearen Zusammenhang.<br />Doch was bedeutet das Leben in parallelgesellschaftlichen Strukturen &ndash; die soziale Desintegration &ndash; f&uuml;r die kognitive und strukturelle Integration?<br />Die segregiert in Parallelgesellschaften lebenden Individuen weisen eine schlechtere soziale Platzierung, gemessen durch den beruflichen Status und das Einkommen, auf als diejenigen au&szlig;erhalb parallelgesellschaftlicher Struktur. Das formale Schulbildungsniveau wirkt sich jedoch unerwartet aus, denn unter denjenigen mit Fachschulabschluss oder Fachabitur ist der Anteil an Segregierten am h&ouml;chsten, wobei er unter Migranten mit Abitur wiederum am geringsten ist. Migranten ohne berufliche Ausbildung und solche die arbeitslos oder als Arbeiter t&auml;tig sind, sind h&auml;ufiger segregiert als solche mit beruflicher Ausbildung und als Facharbeiter oder Angestellte. Entsprechend sind Migranten mit einem niedrigen Einkommen eher pr&auml;destiniert, sich in parallelgesellschaftlichen Strukturen zu bewegen, als Migranten mit einem h&ouml;heren Einkommen.<br />Allerdings ist die Varianz der nicht Segregierten bezogen auf die strukturelle Integration nur gering. Zahlreichen nicht in parallelgesellschaftlichen Strukturen Lebenden gelingt es trotz gesellschaftlicher Integration nicht, ihre Teilhabechancen zu verbessern und eine h&ouml;here Platzierung zu erreichen. Auch unter sozial Integrierten ist das Teilhabeniveau gering und unterscheidet sich nur wenig von dem der sozial Desintegrierten. Das hei&szlig;t, dass soziale und strukturelle Integration nur zu geringem Ma&szlig; in Zusammenhang stehen.</p>
<h2 class="auto-created">5. Fazit</h2>
<p>Betrachtet man die Dynamik der Indikatoren einer Parallelgesellschaft von 1999 bis 2005, ist die anwachsende Religiosit&auml;t das einzige Merkmal, das im Untersuchungszeitraum tats&auml;chlich linear in Richtung der Entwicklung parallelgesellschaftlicher Strukturen weist. Alle anderen Merkmale deuten nicht auf das Anwachsen von abgeschotteten Teilen der t&uuml;rkischen Community hin. <br />Dennoch existiert eine Gruppe innerhalb der t&uuml;rkeist&auml;mmigen Community, die gesellschaftlich segregiert von der deutschen Gesellschaft lebt, darunter vor allem Angeh&ouml;rige der ersten und nachgereiste Ehepartner der zweiten Generation. Diese sind gemessen an ihrem Einkommen und der beruflichen Stellung schlechter platziert, als diejenigen, die sozial integriert sind. Zudem verf&uuml;gen sie auch &uuml;ber schlechtere Teilhabechancen. <br />Zugleich ist jedoch insgesamt das Niveau der Teilhabechancen und der wirtschaftlichen Integration gering. Die Daten zeigen aber, dass Segregation bzw. gesellschaftliche Anbindung an die deutsche Gesellschaft nur bedingt mit der wirtschaftlichen Integration und den Teilhabechancen in Zusammenhang steht. Es gibt eine gro&szlig;e Zahl von t&uuml;rkeist&auml;mmigen Migranten, die sich der Aufnahmegesellschaft zugewandt haben, ohne dass dies zu guten Teilgabechancen oder ad&auml;quater Platzierung f&uuml;hrt. Somit erfasst das Konzept der Parallelgesellschaften einen wesentlichen Teil der Desintegration nicht.<br />Auch wenn eine Auseinandersetzung um Integrationsdefizite dringend geboten ist, darf die Debatte nicht dazu genutzt werden, die deutsche Gesellschaft und Politik aus der Verantwortung zu nehmen. Nicht immer ist mangelnder Wille die Ursache f&uuml;r Integrationsdefizite, und Assimilation ist kein Garant f&uuml;r strukturelle Integration. Die Diskussion um Parallelgesellschaften geht damit am Kern der sich heute stellenden Integrationsaufgaben in Deutschland vorbei. Diese liegen in erster Linie in der Verbesserung der Teilhabevoraussetzungen und in der wirtschaftlichen Integration. Die Verantwortung hierf&uuml;r liegt jedoch auch bei der deutschen Gesellschaft.<br />&nbsp;<br />&nbsp;<br />1&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Autoren haben in zwei fr&uuml;heren Artikeln (Halm/Sauer 2004a und 2006a) anhand von repr&auml;sentativen Befragungsdaten zur Lebenssituation der T&uuml;rkeist&auml;mmigen in Nordrhein-Westfalen die Entwicklung parallelgesellschaftlicher Strukturen dargestellt. Der vorliegende Beitrag ist eine &uuml;berarbeitete Fassung des Textes von 2006a und bezieht sich auf aktuellere Befragungsdaten der Stiftung Zentrum f&uuml;r T&uuml;rkeistudien aus dem Jahr 2005.<br />2&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sauer/Goldberg 2006.<br />3&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. Bogardus 1930; Park 1950.<br />4&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. Hansen 1938.<br />5&nbsp;&nbsp;&nbsp; Esser 2001; Nauck/Steinbach 2001; Anhut/Heitmeyer 2000; Sen/Sauer/Halm 2001.&nbsp; <br />6&nbsp;&nbsp; Vgl. Esser 2001, S. 18; Nauck/Steinbach 2001, S. 17f. Siehe hierzu ausf&uuml;hrlicher auch Sauer/Sen 2006. Weitere Alternativen des Integrationsverlaufs sind Marginalisierung und Mehrfachintegration.<br />7&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. OECD 2005, Halm/Sauer 2006b. <br />8&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vgl. Jan&szlig;en/Polat 2006.<br />9&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Stiftung Zentrum f&uuml;r T&uuml;rkeistudien befragt seit 1999 in j&auml;hrlichem Abstand repr&auml;sentativ 1.000 erwachsene t&uuml;rkeist&auml;mmige Migranten zu ihren Wohnverh&auml;ltnissen, interkulturellen Kontakten, Wunsch nach weiteren Kontakten und der Nutzung eigenethnischer Infrastrukturen sowie der Religiosit&auml;t. Vgl. Sauer/Goldberg 2006.<br />10&nbsp; Obwohl sich die Befragung auf das Bundesland NRW beschr&auml;nkt, d&uuml;rften die Ergebnisse in ihren Grundtendenzen auch auf die Bundesrepublik insgesamt zu &uuml;bertragen sein, da immerhin jede(r) dritte T&uuml;rkeist&auml;mmige in NRW lebt.<br />11&nbsp; Vgl. Goldberg/Sauer 2002, S. 124f.<br />12&nbsp; Vgl. Frese 2002, Klinkhammer 2000.<br />13&nbsp; Park hatte bereits 1928 mit seinem Konzept des Marginal Men auf die Gefahr des Werte- und Kulturverlustes bei Migration hingewiesen. Vgl. Park 1928. <br />14&nbsp; Vgl. Tietze 2003.<br />15&nbsp; Diehl/Urban/Esser 1998; Heckmann 1998; Anhut/Heitmeyer 2000; Halm/Sauer 2004b.<br />16&nbsp; Vgl. Kecskes 2001; Morgenroth/Ibaidi 2002.<br />17&nbsp; Vgl. Heckmann 1998; B&ouml;ltken 2000; H&auml;u&szlig;ermann 2000.<br />18 &nbsp;Vgl. H&auml;u&szlig;ermann/Siebel 2001 und 2002; Goldberg/Sauer/Halm 2003.. <br />19 &nbsp;Das Konzept der folgenden Berechnungen wurde &uuml;bernommen aus: Halm/Sauer 2006a. Die dort vorgenommene Berechnung bezieht einen anderen Indikator der freiwilligen Segregation ein und weicht daher von den vorliegenden Ergebnissen zu 2004 ab.<br />20 &nbsp;F&uuml;r die einzelnen Bereiche wurden folgende Merkmale als Kennzeichen von Segregation festgelegt: Religion: sehr und eher religi&ouml;s; Lebenswelt: nie und selten Freizeitbeziehungen zu Deutschen; Zivilgesellschaft/Institutionen: Organisation ausschlie&szlig;lich in t&uuml;rkischen Vereinen; Freiwilligkeit von Segregation: Keine Kontakte zu Deutschen bei gleichzeitig fehlendem Wunsch nach solchen Kontakten (Freiwillige Isolation); Wohnraum: Leben in Vierteln mit &uuml;berwiegend t&uuml;rkischer Bev&ouml;lkerung. <br />&nbsp;</p>
<h2 class="auto-created">Literatur&nbsp;&nbsp; </h2>
<p>Anhut, Reimund/Wilhelm Heitmeyer (2002): Desintegration, Konflikt und Ethnisierung. Eine Problemanalyse und theoretische Rahmenkonzeption. In: Wilhelm Heitmeyer/Reiner Anhut (Hrsg.): Bedrohte Stadtgesellschaft. Soziale Desintegrationsprozesse und ethnisch-kulturelle Konfliktkonstellationen. Weinheim, S. 17-76.<br />Bogardus, Emory S. (1930): A Race-Relations-Cycle. In: American Journal of Sociology 1930, S. 612-617.<br />B&ouml;ltken, Ferdinand (2000): Soziale Distanz und r&auml;umliche N&auml;he &ndash; Einstellungen und Erfahrungen im allt&auml;glichen Zusammenleben von Ausl&auml;ndern und Deutschen im Wohngebiet. In: Alba, Richard/Peter Schmidt/Martina Wasmer (Hrsg.): Deutsche und Ausl&auml;nder: Freunde, Fremde oder Feinde? Empirische Befunde und theoretische Erkl&auml;rungen. Wiesbaden, S. 147-194.<br />Diehl, Claudia/Julia, Urban/Hartmut Esser (1998): Die soziale und politische Partizipation von Zuwanderern in der Bundesrepublik. Hrsgg. von der Friedrich-Ebert-Stiftung. Mannheim/Bonn.<br />Esser, Hartmut (1990): Interethnische Freundschaften. In: Esser, Hartmut./J&uuml;rgen Friedrichs (Hg.): Generation und Identit&auml;t. Theoretische und empirische Beitr&auml;ge zur Migrationssoziologie. Opladen, S. 185-205.<br />Esser, Hartmut (2001): Integration und ethnische Schichtung. Gutachten f&uuml;r die Unabh&auml;ngige Kommission &#8222;Zuwanderung&#8220;. Arbeitspapier Mannheimer Zentrum f&uuml;r Europ&auml;ische Sozialforschung Nr. 40. Mannheim.<br />Frese, Hans-Ludwig (2002): Den Islam ausleben. Konzepte authentischer Lebensf&uuml;hrung junger t&uuml;rkischer Muslime in der Diaspora. Bielefeld. <br />Goldberg, Andreas/Martina Sauer (2003): Perspektiven der Integration der t&uuml;rkischst&auml;mmigen Migranten in Nordrhein-Westfalen. Ergebnisse der vierten Mehrthemenbefragung 2002. M&uuml;nster.<br />Goldberg, Andreas/Martina Sauer/Dirk Halm (2003): Migration und Stadtentwicklung im Ruhrgebiet. In: Goldberg, Andreas/Dirk Halm/Martina Sauer (Hrsg.): Migrationsbericht der Stiftung Zentrum f&uuml;r T&uuml;rkeistudien 2003. M&uuml;nster, S. 177 &ndash; 225.<br />Halm, Dirk/Martina Sauer (2004a): Das Zusammenleben von Deutschen und T&uuml;rken &ndash; Entwicklung einer Parallelgesellschaft? In: WSI-Mitteilungen, Monatszeitschrift des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, 57/2004, S. 547 &ndash;554. <br />Halm, Dirk/Martina Sauer (2004b): Freiwilliges Engagement von T&uuml;rkinnen und T&uuml;rken in Deutschland. In: Zeitschrift f&uuml;r Ausl&auml;nderrecht und Ausl&auml;nderpolitik, Jg. 24, Heft 11/12 2004, S. 416-424.<br />Halm, Dirk/Martina Sauer (2006a): Parallelgesellschaft und ethnische Schichtung &ndash; Zur empirischen Bedeutung unterschiedlicher Konzepte des Zusammenlebens von Deutschen und T&uuml;rken. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, 1-2/2006, S. 18 &#8211; 24.<br />Halm, Dirk/Martina Sauer (2006b): Parallelgesellschaft und Integration. In: Politische Bildung, Heft 3/2006, S. 46 &ndash; 65.<br />Hansen, Marcus L. (1938): The Problem of the Third Generation Immigrants. Rock Island.<br />H&auml;u&szlig;ermann, Hartmut (2000): Stadtentwicklung und Zuwanderung &ndash; Wandel des Integrationsmodells? In: Wendt, Hartmut/Andreas Heigl (Hrsg.): Ausl&auml;nderintegration in Deutschland. Vortr&auml;ge auf der 2. Tagung des Arbeitskreises &bdquo;Migration &ndash; Integration &ndash; Minderheiten&ldquo; der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Bev&ouml;lkerungswissenschaft. Materialien zur Bev&ouml;lkerungswissenschaft, Heft 101/2000, S. 33-48.<br />H&auml;u&szlig;ermann, Hartmut/Walter Siebel (2001): Soziale Integration und ethnische Schichtung. Zusammenh&auml;nge zwischen r&auml;umlicher und sozialer Integration. Gutachten im Auftrag der Unabh&auml;ngigen Kommission &bdquo;Zuwanderung&ldquo;. In: <a href="http://www.bmi.bund.de/" target="_blank" rel="noopener">www.bmi.bund.de</a>. <br />H&auml;u&szlig;ermann, Hartmut/Walter Siebel (2002): Integration und Segregation: &Uuml;berlegungen zu einer alten Debatte. In: Deutsche Zeitschrift f&uuml;r Kommunalwissenschaft, 1/2002, S. 68-79.<br />Heckmann, Friedrich (1998): Ethnische Kolonien: Schonraum f&uuml;r Integration oder Verst&auml;rker der Ausgrenzung? In: In: Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.): Ghettos oder ethnische Kolonie? Entwicklungschancen von Stadtteilen mit hohem Zuwandereranteil. Bonn, S. 29-57.<br />Janssen, Andrea/Ay&ccedil;a Polat (2006): Soziale Netzwerke t&uuml;rkischer Migrantinnen und Migranten. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, 1-2/2006, S. 11-17.<br />Kecskes, Robert (2001): Die starken Gr&uuml;nde unter sich zu bleiben. Zur Begr&uuml;ndung und Entstehung ethnisch homogener sozialer Netzwerke unter t&uuml;rkischen Jugendlichen. In: Zeitschrift f&uuml;r T&uuml;rkeistudien 1/2 2001, S. 161-185.<br />Klinkhammer, Gritt (2000): Moderne Formen islamischer Lebensf&uuml;hrung. Eine qualitativ-empirische Untersuchung zur Religiosit&auml;t sunnitisch gepr&auml;gter T&uuml;rkinnen in Deutschland. Marburg.<br />Meyer, Thomas (2002): Parallelgesellschaft und Demokratie. In: Meyer/Thomas/Reinhard Weil (Hrsg.): Die B&uuml;rgergesellschaft. Perspektiven f&uuml;r B&uuml;rgerbeteiligung und B&uuml;rgerkommunikation. Bonn, S. 343-372.<br />Morgenroth, Olaf/Said Ibaidi (2002): Soziale Distanz als Merkmal interethnischer Beziehungen bei deutschen und t&uuml;rkischen Jugendlichen. In: Boehnke, Klaus/Daniel Fu&szlig;/John Hagan (Hrsg.): Jugendgewalt und Rechtsextremismus. Weinheim, S. 195-208.<br />Nauck, Bernhard/Anja Steinbach (2001): Intergeneratives Verhalten und Selbstethnisierung von Zuwanderern. Gutachten f&uuml;r die Unabh&auml;ngige Kommission &#8222;Zuwanderung&#8220;. Chemnitz.<br />OECD (2005): Arbeitsmarktintegration von Zuwanderern in Deutschland. Paris. OECD 2005. (<a href="http://www.oecd.org/dataoecd/62/12/35796774.pdf" target="_blank" rel="noopener">www.oecd.org/dataoecd/62/12/35796774.pdf</a>)<br />Park, Robert E. (1928): Human Migration and the Marginal Man. In: American Journal of Sociology 1928, S. 881-893. <br />Park, Robert E. (1950): Race an Culture. Clencoe<br />Sauer, Martina/Andreas Goldberg (2006): T&uuml;rkeist&auml;mmige Migranten in Nordrhein-Westfalen &ndash; Stand der Integration &ndash; Einstellungen und Meinungen &ndash; Inanspruchnahme von Unterst&uuml;tzung bei der Erziehung. Ergebnisse der siebten Mehrthemenbefragung 2005. Forschungsbericht, hrsgg. vom Ministerium f&uuml;r Generationen, Frauen, Familie und Integration. D&uuml;sseldorf.<br />Sauer, Martina/Faruk Sen (2006): Junge T&uuml;rken und T&uuml;rkinnen in Deutschland &ndash; Re-Ethnisierung? In: Keim, Wolfgang/Thomas Gatzemann/Christa Uhlig (Hrsg.): Jahrbuch f&uuml;r P&auml;dagogik 2005 &bdquo;Religion &ndash; kulturelle Identit&auml;t &ndash; Bildung&ldquo;, Berlin, S. 117-133.<br />Sen, Faruk/Martina Sauer/Dirk Halm (2001): Integration oder Abschottung? Zur Situation t&uuml;rkischer Zuwanderer in Deutschland, in: Zeitschrift f&uuml;r Ausl&auml;nderrecht und Ausl&auml;nderpolitik, Heft 5/2001, S. 214-220.<br />Tietze, Nikola (2003): Muslimische Selbstbeschreibung und soziale Positionierung in der deutschen und franz&ouml;sischen Gesellschaft. In: Badawia, Tarek/Franz Hambuger/Merle Hummrich (Hrsg.): Wider die Ethnisierung einer Generation. Beitr&auml;ge zur qualitativen Migrationsforschung. Frankfurt/London, S. 194 &ndash; 204.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/176-vorgaenge/publikation/desintegration-und-parallelgesellschaft/">Desintegration und Parallelgesellschaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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