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	<title>Franz- Joseph Hanke Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>Tagung der Humanistischen Union zu Triage in Marburg</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/tagung-der-humanistischen-union-zu-triage-in-marburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[huadminuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Dec 2021 20:02:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bioethik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Coronakrise und Grundrechte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Thema &#8222;Triage&#8220; ist ein Arbeitsschwerpunkt der Humanistischen Union (HU) für 2022. Dazu soll im Sommer eine bundesweite Tagung in Marburg stattfinden. Mit dem Begriff &#8222;Triage&#8220; bezeichnet die Kriegs- und Notfallmedizin die Priorisierung Behandlungsbedürftiger im Fall von begrenzten Behandlungsmöglichkeiten. Im Zuge der Corona-Pandemie wurde eine solche Selektion auch in Deutschland nicht nur diskutiert, sondern sehr [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Thema &#8222;Triage&#8220; ist ein Arbeitsschwerpunkt der Humanistischen Union (HU) für 2022. Dazu soll im Sommer eine bundesweite Tagung in Marburg stattfinden.</em></p>
<p>Mit dem Begriff &#8222;Triage&#8220; bezeichnet die Kriegs- und Notfallmedizin die Priorisierung Behandlungsbedürftiger im Fall von begrenzten Behandlungsmöglichkeiten. Im Zuge der Corona-Pandemie wurde eine solche Selektion auch in Deutschland nicht nur diskutiert, sondern sehr wahrscheinlich auch in der einen oder anderen Form bereits praktiziert. Dabei ist jede Entscheidung über eine Bevorzugung oder Ausgrenzung von Patientinnen und Patienten eine ethisch hochproblematische Entscheidung.</p>
<p>&#8222;<em>Gerade auch angesichts der deutschen Geschichte möchten wir die Triage und alle damit verbundenen rechtlichen, politischen, sozialen, medizinischen und ethischen Fragen umfassend diskutieren</em>&#8222;, erklärte der Marburger HU-Regionalvorsitzende Franz-Josef Hanke zu den Beweggründen der Bürgerrechtsorganisation für die Durchführung ihrer Tagung. Bei ihrer Mitgliederversammlung in Berlin hatte die HU diese Themensetzung mit großer Mehrheit beschlossen.</p>
<p>Bei der zweitägigen Veranstaltung wird der Hamburger Rechtsanwalt Prof. Dr. Oliver Tolmein seine Verfassungsbeschwerde zur Triage und die mittlerweile dazu getroffene Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) erläutern. Das BVerfG hat festgestellt, dass der Gesetzgeber das Benachteiligungsverbot von Menschen mit Behinderungen verletzt hat, weil unterlassen wurde, Vorkehrungen zu treffen, damit niemand wegen einer Behinderung bei der Zuteilung überlebenswichtiger &#8211; nicht für alle zur Verfügung stehender &#8211; intensivmedizinischer Behandlungsressourcen benachteiligt wird. Der Gesetzgeber wurde durch das BVerfG verpflichtet, unverzüglich Vorkehrungen zum Schutz behinderter Menschen für den Fall einer pandemiebedingt auftretenden Triage zu treffen.</p>
<p>Die strafrechtliche Relevanz der Triage für Ärztinnen und Ärzte wird der Freiburger Wissenschaftler Prof. Dr. Jörg Arnold anhand der sehr unterschiedlichen und konträren Auffassungen der Strafrechtswissenschaft darstellen, wie auch seine eigene Position erläutern. Zu Wort kommen sollen zudem auch Medizinerinnen oder Mediziner sowie Menschen mit einer Behinderung, die bereits durch die Diskussion über Triage in ihrem Lebensrecht bedroht werden.</p>
<p>Für die HU als Bürgerrechtsorganisation stellt sich mit der Debatte über eine Priorisierung auch die Frage, inwieweit der demokratische Rechtsstaat verpflichtet ist, alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um Situationen zu vermeiden, die Ärztinnen und Ärzte vor Entscheidungen über Leben und Tod von Patientinnen und Patienten aufgrund mangelnder medizinischer Ressourcen stellen. Auch dafür scheint die Entscheidung des BVerfG wegweisend zu sein. Daher begrüßt die HU diese Entscheidung zugunsten des Lebensrechts von Menschen mit Behinderungen.</p>
<p>Franz-Josef Hanke<br />
(Vorsitzender der HU Marburg)</p>
<p><em>Das genaue Datum wird im Frühjahr bekannt gegeben und mit dem Programm auf der Internetseite der Humanistischen Union veröffentlicht.</em></p>
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		<title>Wahlkampfauftakt mit populistischem Ablenkungsmanöver</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/publikation/wahlkampfauftakt-mit-populistischem-ablenkungsmanoever-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Sep 2001 11:29:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 175 S. 70- 71 Pressemitteilung der HUMANISTISCHEN UNIONvom 12. Juli 2001, HU warnt vor einer Politik mitKriminalitätsängsten&#132;Einfache Rezepte und Stammtisch-Parolen dürfen nichtzur Leitlinie bundesdeutscher Politik werden&#147;, fordert dieHUMANISTISCHE UNION (HU). Deutschlands älteste Bürgerrechtsorganisationist entsetzt über den Inhalt eines Interviews desBundeskanzlers mit der Bild-Zeitung. Gerhard SchrödersForderung, man müsse Sexualstraftäter, die sich an Kindernvergangen haben, [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 175 S. 70- 71</p>
<p>Pressemitteilung der HUMANISTISCHEN UNION<br />vom 12. Juli 2001, HU warnt vor einer Politik mit<br />Kriminalitätsängsten<br />&#132;Einfache Rezepte und Stammtisch-Parolen dürfen nicht<br />zur Leitlinie bundesdeutscher Politik werden&#147;, fordert die<br />HUMANISTISCHE UNION (HU). Deutschlands älteste Bürgerrechtsorganisation<br />ist entsetzt über den Inhalt eines Interviews des<br />Bundeskanzlers mit der Bild-Zeitung. Gerhard Schröders<br />Forderung, man müsse Sexualstraftäter, die sich an Kindern<br />vergangen haben, &#132;wegschließen &#150; und zwar für immer&#147;,<br />findet Zustimmung in breiten Bevölkerungskreisen, und sie<br />hat den ungenierten Ruf nach der Todesstrafe geradezu herausgefordert.<br />Hierauf zielt nach Ansicht der HU das Interesse<br />des Kanzlers und nicht auf kriminalpolitische Vernunft.<br />Statt sich besonnen eines Problems anzunehmen, das für die<br />davon Betroffenen entsetzliches Leid verursacht, schürt der<br />mächtigste Mann im Staate Emotionen und Hass auf eine unverantwortliche<br />Weise. Darüber hinaus weckt der Kanzler mit<br />seinen Vorschlägen Erwartungen in der Öffentlichkeit, von<br />denen er wissen muss, dass sie sich nicht einlösen lassen.<br />&#132;Abschrecken durch Strafe&#147; &#150; dieses Schwert des Strafrechts<br />ist stumpf, wie man seit langem weiß: die renommierte New<br />York Times hat dies erst kürzlich wieder allen Befürwortern<br />der Todesstrafe ins Stammbuch geschrieben. Das die Freiheitsstrafe<br />mit Sicherheit übervolle Gefängnisse erzeugt und<br />kaum Rückwirkungen auf die Kriminalität hat, auch das lässt<br />sich nirgends besser als in den USA studieren. Im Übrigen,<br />auch ohne lebenslange Freiheitsstrafen sind die vollendeten<br />Sexualmorde innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte von<br />43 auf 10 zurückgegangen, die an Kindern von 11 auf 2,<br />nachzulesen in einer Veröffentlichung des Bundesjustizministeriums<br />aus dem Jahre 2000.<br />Für ebenso unverantwortlich hält die HU die Feststellung<br />des Kanzlers über die fehlende Therapiefähigkeit von<br />Sexualstraftätern. Es fehlen vielmehr allerorten hinreichende<br />Therapiemöglichkeiten in deutschen Gefängnissen, was<br />auch der Bundeskanzler wissen sollte. Die HU weist als<br />völlig unakzeptabel die verunglimpfende und völlig haltlose<br />pauschale Herabsetzung der forensischen Psychiater als<br />&#132;Gutachterkartell&#147; durch den Bundeskanzler zurück. So werden<br />Therapiechancen vertan, nicht ermöglicht.<br />Von einem schlicht antidemokratischen Geist ist schließlich<br />die vorbeugende Justizschelte diktiert, zu der sich der Bundeskanzler<br />in seinem Interview in der Bild-Zeitung hinreißen<br />lässt.Keinem Bürger lässt man zu Recht einen Eingriff<br />in ein laufendes Verfahren durchgehen &#150; dem Bundeskanzler<br />soll es gestattet sein, dies schon mal provisorisch und im Vorwege<br />zu tun? Und das in einem Land, das erst spät und oft<br />genug halbherzig die institutionellen Tugenden der Rechtsstaatlichkeit<br />für sich übernommen hat!<br />Die HU ruft zur Zivilcourage gegen diesen respektlosen<br />Umgang des höchsten Repräsentanten der staatlichen<br />Exekutive mit der Unabhängigkeit der Gerichte auf. Sein<br />Verhalten nährt den Argwohn der HU, dass es Schröder mit<br />seinem Interview, nicht ohne Zufall gerade in der Bild-<br />Zeitung, nicht um Kriminalpolitik, sondern um Wählerstimmen<br />geht. Es ist zynisch und zerstörerisch für die<br />Kultur und Institutionen der Politik, erlittenes oder zugefügtes<br />Leid in den Dienst des politischen Machterhalts<br />oder -erwerbs zu stellen. Ginge es dem Kanzler wirklich<br />um den Schutz und das Wohl der Kinder in diesem Lande,<br />gäbe es nach Ansicht der HU hinreichend andere Felder<br />der politischen Betätigung und Bewährung als das des<br />Strafrechts. Die HU teilt mit den meisten Experten die<br />Wahlkampfauftakt mit populistischem Ablenkungsmanöver<br />Fortsetzung auf Seite 71<br />Überzeugung, dass die Instrumente des Strafrechts keine<br />gesellschaftlichen Probleme lösen können.<br />Mit Sorge beobachtet die HU seit dem Erscheinen des Bild-<br />Interviews des Kanzlers die Zunahme persönlicher Anfeindungen,<br />denen Bürgerrechtler ausgesetzt sind, die für den<br />freiheitlichen Rechtsstaat, die Unschuldsvermutung bis zum<br />Beweis einer Straftat und für einen humanen Strafvollzug<br />eintreten. Die HU mahnt Medien, Politiker und Bürgerschaft<br />zur Besonnenheit.<br />&#132;Auch wir sind entsetzt über die Grausamkeit, mit der<br />ahnungs- und wehrlose Kinder zum Opfer brutaler Mordtaten<br />wurden&#147;, erklärte HU-Pressesprecher Franz-Josef<br />Hanke:&#132;Um Kindern ein solches Schicksal zu ersparen, ist es<br />nötig, mit kühlem Kopf nach den Ursachen von Gewalt<br />gegen Kinder zu suchen. Darin manifestiert sich Solidarität<br />und Mitgefühl mit den Opfern nachhaltiger als in kriminalpolitischen<br />Forderungen, deren Kurzatmigkeit und Wirkungslosigkeit<br />letztlich niemand verborgen bleibt. Ihre<br />eigentliche Zielrichtung ist Wählerfang, der die verbreitete<br />Politikverdrossenheit weiter stärkt. Das Thema Kindsmissbrauch<br />eignet sich aber wegen der Opfer nicht für den<br />Wahlkampf.Wahltaktische Diskussionen darüber zerstören<br />zudem das Vertrauen in den Rechtsstaat.</p>
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		<title>Neuer HU-Arbeitskreis „Demokratisches Internet“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Sep 2001 10:55:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mitteilunngen Nr.175 S. 77 Das Wörtchen &#132;Globalisierung&#147; befindet sich zwar heutzutagein aller Munde, doch was dies genau bedeutet, ist immer nochnicht geklärt. Sichtbar globalisiert ist zumindest das Internet,erlaubt es doch einen weltweiten Datenaustausch innerhalbvon Sekunden.Seine rasante Entwicklung hat Auswirkungen auf viele Lebensbereicheim Alltag. Auch bürgerrechtliche Fragen sind damitverknüpft: Schafft das Internet mehr Information, mehr Transparenzund [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilunngen Nr.175 S. 77</p>
<p>Das Wörtchen &#132;Globalisierung&#147; befindet sich zwar heutzutage<br />in aller Munde, doch was dies genau bedeutet, ist immer noch<br />nicht geklärt. Sichtbar globalisiert ist zumindest das Internet,<br />erlaubt es doch einen weltweiten Datenaustausch innerhalb<br />von Sekunden.<br />Seine rasante Entwicklung hat Auswirkungen auf viele Lebensbereiche<br />im Alltag. Auch bürgerrechtliche Fragen sind damit<br />verknüpft: Schafft das Internet mehr Information, mehr Transparenz<br />und mehr Demokratie oder ermöglicht es mehr Überwachung<br />und Kontrolle? Wie steht es um den Datenschutz im<br />www? Wer erhält Zugang zum Internet und kann dort Informationen<br />abrufen oder hinterlegen?<br />Bevor wir uns um solche Fragen Gedanken machen können,<br />sollte zunächst unsere eigene Homepage auf den aktuellen<br />Sachstand gebracht werden. Die weiteren Diskussionen können<br />dann anfänglich per e-Mail geführt werden. Dabei soll<br />über Arbeitsweise und Terminkoordination des &#132;Arbeitskreis<br />Demokratisches Internet&#147; (AKDI) diskutiert werden.<br />Ein Treffen der HU-homepage-Interessierten findet im Anschluß<br />an die diesjährige Delegiertenkonferenz am Sonntag,<br />16. Sept. ab ca. 13 Uhr in der HU-Bundesgeschäftsstelle statt.<br />Übrigens: Der Arbeitskreis steht Allen, die das Internet aus<br />bürgerrechtlicher Sicht debattieren möchten, offen und sie<br />sind herzlich willkommen.</p>
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