<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Jan Helmig Archive - Humanistische Union</title>
	<atom:link href="https://www.humanistische-union.de/autoren/jan-helmig/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.humanistische-union.de/autoren/jan-helmig/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sun, 05 Sep 2021 18:59:33 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.2</generator>
	<item>
		<title>Militär im 21. Jahrhundert</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/193-vorgaenge/publikation/militaer-im-21-jahrhundert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[huadminuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 18:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[vorgänge: Artikel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/publikationen/publikation/militaer-im-21-jahrhundert/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Technische Entwicklungen und ihre Auswirkung auf die Kriegsf&#252;hrung; aus: vorg&#228;nge Nr. 193, Heft 1/2011, S. 94-106 I. Einf&#252;hrung Kriege und Konflikte sind einem grundlegenden Wandel unterworfen.[1] Zwischenstaatliche Auseinandersetzungen werden zunehmend von religi&#246;s, ethnisch, ideologisch oder tribal definierten Konflikten &#252;berlagert, die nationalstaatliche Grenzen &#252;ber- bzw. unter-schreiten (Take 2006: 103). Das Bild des Krieges wird dabei, vor [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/193-vorgaenge/publikation/militaer-im-21-jahrhundert/">Militär im 21. Jahrhundert</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Technische Entwicklungen und ihre Auswirkung auf die Kriegsf&uuml;hrung;</p>
<p>aus: vorg&auml;nge Nr. 193, Heft 1/2011, S. 94-106</p>
<h2 class="auto-created">I. Einf&uuml;hrung</h2>
<p>Kriege und Konflikte sind einem grundlegenden Wandel unterworfen.[1] Zwischenstaatliche Auseinandersetzungen werden zunehmend von religi&ouml;s, ethnisch, ideologisch oder tribal definierten Konflikten &uuml;berlagert, die nationalstaatliche Grenzen &uuml;ber- bzw. unter-schreiten (Take 2006: 103). Das Bild des Krieges wird dabei, vor allem in westlichen Gesellschaften, aber immer weniger von unmittelbaren oder pers&ouml;nlichen Erfahrungen und Eindr&uuml;cken gepr&auml;gt, sondern zunehmend durch mediale Berichterstattung beeinflusst, wobei oftmals in hohem Ma&szlig;e unblutige und technische Darstellungen transportiert werden. Ungeachtet euphemistischer Berichte &uuml;ber z. B. &bdquo;chirurgische Luftschl&auml;ge&rdquo; bleiben Kriege und bewaffnete Konflikte aber ein h&auml;ufig weiterhin mit &auml;u&szlig;erster Brutalit&auml;t ausge&uuml;bter, tendenziell eher nicht-technischer Akt, in dem &Auml;xte, Messer, Kn&uuml;ppel, Macheten und Kleinwaffen die dominierenden Kriegsger&auml;te sind (vgl. M&uuml;nkler 2002; Kaldor 1999). Damit ist die Mehrzahl gegenw&auml;rtiger Konflikte nachgerade nicht an die technisierte Kriegsf&uuml;hrung westlicher Streitkr&auml;fte angelehnt. Gleichwohl stellt gerade diese in den Medien einen wichtigen Ankn&uuml;pfungspunkt dar oder wird &uuml;berh&ouml;ht als Ma&szlig; aller Dinge dargestellt. Tats&auml;chlich haben technische Neuerungen in der Kriegsf&uuml;hrung der vergangenen Jahrhunderte oft &uuml;ber Sieg oder Niederlage entschieden, beispielsweise die Entwicklung des Schie&szlig;pulvers, des Flugzeugs oder der Atombombe.</p>
<p>Wenn heutzutage diesbez&uuml;glich von einer Revolution in milit&auml;rischen Angelegenheiten (<i>Revolution in Military Affairs</i>, RMA) gesprochen wird, bezieht sich das in erster Linie auf die technische Dimension. In der Tat werden zahlreichen Neuerungen und Ver&auml;nderungen im Milit&auml;rwesen zwar an technische Innovationen zur&uuml;ck gebunden. Eine solche Engf&uuml;hrung unterschl&auml;gt jedoch gesellschaftliche Ver&auml;nderungen, die ma&szlig;geblichen Einfluss auf die Kriegsf&uuml;hrung genommen haben. Zu nennen sind hier beispielsweise organisatorische Umstrukturierungen oder Industrialisierungsprozesse, die zumindest implizit weitere Entwicklungen erst erm&ouml;glicht haben (vgl. Boot 2006; van Creveld 2006). Und auch das Milit&auml;rische selbst ist heutzutage vielschichtiger, als es noch z. B. w&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs der Fall war. Zivil-milit&auml;rische Kooperationen, <i>Peace Keeping </i>und <i>State Building </i>sind zugeh&ouml;rige Schlagworte, die verdeutlichen, dass es nicht mehr alleine um das Ausf&uuml;hren von Kampfhandlungen geht. Zwar lie&szlig;e sich somit in vielen F&auml;llen durchaus berechtigter Weise fragen, inwiefern der mit gegenw&auml;rtigen Ver&auml;nderungen im Milit&auml;rwesen assoziierte Revolutionsbegriff eine inflation&auml;re Verwendung erf&auml;hrt und vielerorts von vielmehr lediglich evolution&auml;ren technischen Entwicklungsschritten gesprochen werden sollte (vgl. Helmig 2008). Eine Ver&auml;nderung im System stellt n&auml;mlich nicht zwangsl&auml;ufig eine transformative &Auml;nderung des Systems selbst dar. Dennoch sind in vielen F&auml;llen aktuelle technologische Fortschritte zu beobachten, die abseits der Diskussion von Evolution und Revolution ma&szlig;geblichen Einfluss auf die Art der modernen Kriegsf&uuml;hrung nehmen.</p>
<p>Entsprechend werden nachfolgend ausgew&auml;hlte aktuelle, vor allem in den US-Streitkr&auml;ften vorherrschende, milit&auml;r-technologische Trends skizziert, um somit einen kursorischen &Uuml;berblick &uuml;ber ma&szlig;gebliche Entwicklungen und ihre potenziellen Auswirkungen zu gegeben. Grunds&auml;tzlich l&auml;sst sich n&auml;mlich zwar auch beobachten, dass neue Technologien und Kommunikationsmittel einen relativen Anstieg der milit&auml;rischen Kapazit&auml;ten von technisch unterlegenen Kr&auml;ften erm&ouml;glichen. Aber auch hier lassen sich bereits, zumeist abermals auf &uuml;berlegenen Technologien basierende, Gegenstrategien westlicher Staaten identifizieren, die wiederum deren starke Technikzentriertheit verdeutlicht. So zeigt sich aktuell, &bdquo;dass sich zentrale Elemente der RMA und der Gedanke einer &uuml;ber Informationstechniken (IT) vernetzten Kriegsf&uuml;hrung inzwischen vom zwischenstaatlichen Szenario emanzipiert haben. Sie werden auch f&uuml;r die Aufstandsbek&auml;mpfung (<i>counter insurgency</i>) oder die Terroristenjagd als zentrale Erfolgsrezepte an-gesehen&rdquo; (M&uuml;ller/Sch&ouml;rnig 2010: 16, Hervorh. im Original). Die vielfach zitierten<i> boots on the ground </i>als Gegenpol einer entmenschlichten und hochtechnisierten Kriegsf&uuml;hrung stellen in dieser Hinsicht insofern nicht notwendigerweise einen Widerspruch dar, sondern k&ouml;nnen vielmehr als zwei Seiten einer Medaille verstanden werden. Zumindest wenn man das Ideal eines waffentechnisch hochger&uuml;steten und vernetzt agierenden Soldaten zugrunde legt. Insofern wird im Folgenden der Schwerpunkt auf gegenw&auml;rtige technologische Trends gelegt, da der Einsatz von hochwertiger Milit&auml;rtechnologie weiterhin wesentliches Merkmal von milit&auml;rischen Auseinandersetzungen &mdash; zumindest unter Beteiligung westlicher Streitkr&auml;fte &mdash; bleibt. &bdquo;RMA und die Transformation westlicher Streitkr&auml;fte hin zu Hightech-Armeen sind in den K&ouml;pfen milit&auml;rischer Planer also mitnichten &uuml;berholt&rdquo; (M&uuml;ller/Sch&ouml;rnig 2010: 17). Und auch in ihrer expliziten Abgrenzung zu auf einem geringeren technologischen Stand befindlichen Streitkr&auml;ften oder irregul&auml;ren K&auml;mpfern, wie es sich h&auml;ufig im Konzept der asymmetrischen Kriegsf&uuml;hrung wiederfindet, bleibt die technologische Komponente als Antipode zwangsl&auml;ufig bestehen. Westliche milit&auml;rische Dominanz setzt somit eine technologische &Uuml;berlegenheit auf zumindest einer Seite voraus, die es nachfolgend genauer zu diskutierten und auf ihre Auswirkungen auf die Kriegsf&uuml;hrung bzw. R&uuml;stungskontrollans&auml;tze zu befragen gilt.</p>
<h2 class="auto-created">II. Aktuelle milit&auml;r&shy;tech&shy;no&shy;lo&shy;gi&shy;sche Trends</h2>
<p>Aktuelle milit&auml;rische Transformationsprozesse k&ouml;nnen in der Regel nicht monokausal erkl&auml;rt werden, sondern m&uuml;ssen mit verschiedenen, zum Teil parallel verlaufenden Entwicklungen in Bezug gesetzt werden.[2] Diese Diversit&auml;t findet sich auch auf technischer Ebene wieder, wo sowohl bestehende Waffensysteme, die jedoch eine z. T. neue Anwendung erfahren, als auch zuk&uuml;nftige Technologien aufeinander treffen. Im Wesentlichen sind hinsichtlich der grunds&auml;tzlichen technischen Entwicklungslinien vor allem Verbesserungen im Bereich der Pr&auml;zision Geschwindigkeit, Wirkung, Autonomie, Vernetzung sowie relative Bedeutungszuw&auml;chse &ouml;konomischer Leitlinien zu nennen. Als nach au&szlig;en derzeit wohl sichtbarste Elemente dieser Trends k&ouml;nnen sicherlich der vermehrte Einsatz von Computersystemen, lasergelenkte Bomben sowie der steigende Einsatz von Drohnen, bewaffnet und unbewaffnet, gelten. Ohne eine entsprechende Vernetzung untereinander k&ouml;nnen die einzelnen Komponenten jedoch nicht ihre volle Wirkung entfalten. In der Gesamtheit beziehen sich die F&auml;higkeiten dieser Technologien auf &bdquo;die Eigenschaften der Pr&auml;zision, Geschwindigkeit und Flexibilit&auml;t, die es als Effekte erm&ouml;glichen sollen, Masse, Feuerkraft und Opfer zu reduzieren und durch Informations&uuml;berlegenheit auszugleichen&rdquo; (Minkwitz 2008: 68). Nachfolgend werden wesentliche technische Entwicklungslinien kursorisch angerissen. Notwendigerweise muss eine solche Darstellung in vielen Bereichen jedoch an der Oberfl&auml;che verharren, wenn-gleich zumindest grundlegende Trends verdeutlicht werden sollen.</p>
<p><b><i>II.1. Pr&auml;zision</i></b></p>
<p>Die derzeit vielleicht (auch medial) sichtbarste milit&auml;rtechnische Errungenschaft ist die Steigerung der Genauigkeit des Waffeneinsatzes. Vor allem zahlreiche auf z. B. Internetplattformen eingestellte Videos zeigen, mit welcher Pr&auml;zision Waffen ihre Wirkung entfalten k&ouml;nnen. Im gro&szlig;en Stil wurden solche Darstellungen w&auml;hrend des Golfkrieges Anfang der 1990er Jahre von den US-Streitkr&auml;ften in den Medien aktiv verbreitet. Ins-besondere von f&uuml;r Radar schwer zu erfassenden Flugzeugen wurden nach Angaben des US-Milit&auml;rs lasergesteuerte Bomben punktgenau ins Ziel gebracht, um so mit minimalem Aufwand maximale Wirkung zu erzielen sowie Opfer unter der Zivilbev&ouml;lkerung &ndash; noch dazu bei m&ouml;glichst gro&szlig;em Eigenschutz &ndash; zu vermeiden. Insofern scheint der gegenw&auml;rtige Fokus auf Pr&auml;zision und Opfervermeidung auch die damit einhergehende verst&auml;rkte Relevanz von Luftstreitkr&auml;ften zu erkl&auml;ren.</p>
<p>Bereits im Vietnamkrieg erm&ouml;glichte der erstmalige Einsatz lasergesteuerter Bomben die pr&auml;zise Zerst&ouml;rung von Zielen, die zuvor zahl- und v. a. verlustreichen Angriffen standgehalten hatten. In der Folge fanden lasergelenkte Waffen insbesondere im US-Arsenal eine rasante Verbreitung. W&auml;hrend noch im ersten Golfkrieg (1991) nur 8 Prozent der eingesetzten Waffen pr&auml;zisionsgesteuert waren, stieg ihr Anteil im zweiten Golfkrieg (2003) &#8211; bereits :auf 64, Prozent (ebd.: 71). Pro Einsatz mit weniger Eins&auml;tzen und Bomben auszukommen sowie das Potenzial, sowohl eigene als auch Verluste unter der Zivilbev&ouml;lkerung durch den Einsatz von Pr&auml;zisionswaffen zu minimieren, rechtfertigten die h&ouml;heren Anschaffungskosten. Das Image vom sauberen Krieg mit punktgenauen chirurgischen Luftschl&auml;gen ist ma&szlig;geblich durch den Einsatz lasergelenkter Waffen gepr&auml;gt. Auch andere Staaten holen in dieser Hinsicht auf und f&uuml;hren zunehmend pr&auml;zisere Waffensysteme ein, um auch &uuml;ber gro&szlig;e Distanzen hinweg effektiv und effizient Ziele angreifen zu k&ouml;nnen.</p>
<p>Pr&auml;zision ist jedoch nicht ausschlie&szlig;lich an genauer zu steuernde Bomben gekoppelt, sondern zu einem mindestens ebensolchen Ma&szlig;e auch an exakte Zielinformationen gebunden. Luftangriffe z. B. in Afghanistan und Pakistan, bei denen wiederholt Zivilisten oder eigene Truppen ums Leben kamen, zeigen, dass abstandsgest&uuml;tzte Aufkl&auml;rungsmittel oftmals nicht gen&uuml;gen, um ausreichende Zielinformationen zu erlangen. Ohne genaueste Zielinformationen bleibt Pr&auml;zision eine hypothetische und damit wirkungslose Gr&ouml;&szlig;e. Zielinformationen k&ouml;nnen in diesem Zusammenhang auf eigenen, mitgef&uuml;hrten Aufkl&auml;rungs- und Zielbeleuchtungsmitteln wie Sensoren (Radar, Optronik) und Designatoren, aber auch auf boden-, luft-, see- oder weltraumgest&uuml;tzten Systemen basieren.[3] Ohne entsprechende zeitnahe Weitergabe dieser Informationen l&auml;uft der Vorteil einer potentiellen Pr&auml;zision aber ins Leere. Und genau hier setzen aktuelle Ans&auml;tze an, mittels technischer Entwicklungen sensorische L&uuml;cken zu schlie&szlig;en und zus&auml;tzliche Fertigkeiten zu erm&ouml;glichen. So sollen beispielsweise Radarger&auml;te in Zukunft nicht nur erfassen, sondern gleichzeitig Karten abbilden oder auch zum gezielten elektronischen St&ouml;ren eingesetzt werden k&ouml;nnen.[4] Als Gegentrend dieser sensorischen Leistungssteigerungen kann seit L&auml;ngerem der vermehrte Bezug auf Technologien beobachtet werden, sich durch z. B. spezifische Formgebung (z. B. &bdquo;Tarnkappen&rdquo;) der Erfassung zu entziehen.</p>
<p><b><i>II.2. Geschwindigkeit</i></b></p>
<p>Neben gesteigerter Pr&auml;zision ist auch eine Zunahme der Geschwindigkeit f&uuml;r gegenw&auml;rtige milit&auml;rtechnologische Entwicklungen charakterisierend. Dies passiert auf vornehmlich zwei Ebenen: Zum einen mittelbar im Sinne einer verringerten Zeitspanne zwischen Erfassung bzw. Aufkl&auml;rung und Beginn der Zielbek&auml;mpfung und zum anderen die Geschwindigkeit zwischen Ausl&ouml;sen und Wirkung im Ziel der Waffe selbst. F&uuml;r den ersten Fall ist eine Steigerung der Reaktionsgeschwindigkeit zu unterstellen, die durch z. B. eine dauerhafte &Uuml;berwachung des Gefechtsfeldes erreicht werden kann. Instruktiv ist in dieser Hinsicht beispielsweise der Einsatz von Drohnen, die ausgestattet mit einer gro&szlig;en Reichweite bzw. damit verbundener langer Verweildauer im Gefechtsgebiet entsprechend rasch auf Bedrohungen reagieren k&ouml;nnen. Eng hiermit verbunden sind Kostenerw&auml;gungen, die auch urspr&uuml;nglich antiquiert erscheinende Propellerflugzeuge wieder attraktiv f&uuml;r spezifische Missionen (wie <i>Counter Insurgency</i>, COIN) erscheinen lassen. Und auch Drohnen werden vermehrt mit eigenen Bordwaffen ausger&uuml;stet, um die so genannte <i>sensor-to-shooter-</i>Spanne weiter zu verringern.</p>
<p>Neben einer angestrebten Verk&uuml;rzung der Zeit zwischen Erfassung und Bek&auml;mpfung sind dar&uuml;ber hinaus Entwicklungen zu beobachten, die quasi das oberste Ende der Geschwindigkeitsskala abdecken. Hier sind vor allem Energiewaffen zu nennen, die mit Lichtgeschwindigkeit ihr Ziel erreichen und somit kaum Zeit zur Abwehrreaktion lassen. Allerdings bestehen gerade bei h&auml;ufig als unmittelbar vor dem Durchbruch stehend dargestellten Laser-Waffen technische H&uuml;rden fort, so dass mit einem kurzfristigen Einsatz weiterhin vorerst nicht zu rechnen ist, auch wenn die milit&auml;rischen und &ouml;konomischen Vorteile vielfach verlockend erscheinen (vgl. Helmig 2011). Ausdr&uuml;cklich die Kostenvorteile sind bei Energiewaffen hervorzuheben, da z. B. Lasersch&uuml;sse gegen h&auml;ufig billige Drohnen im Vergleich zum Einsatz teurer Abfangraketen vergleichsweise effizient sind (Singer 2010: 64). Daneben k&ouml;nnen auch Systeme, die im Zusammenhang mit einer Militarisierung des Weltraums genannt werden, im Sinne einer versuchten Geschwindigkeitssteigerung interpretiert werden. An erster Stelle stehen hierbei hypersonische Flugk&ouml;rper[5], deren erste Prototypen fr&uuml;he Entwicklungsstadien erreicht haben. Ausschlaggebend f&uuml;r die Entwicklung sei hie,r nach Ansicht von Experten, dass mit der gegenw&auml;rtigen Konzentration auf asymmetrische Konflikte zu wenig Augenmerk auf konventionelle Szenarien gelegt w&uuml;rde (vgl. Harrington Lee 2011: 28). Gerade durch die Entwicklung neuer Waffensysteme in China, aber auch Iran k&ouml;nnten die USA n&auml;mlich zuk&uuml;nftig mit dem Problem konfrontiert werden, nicht mehr global quasi uneingeschr&auml;nkten territorialen Zugang zu haben. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass explizit gegenw&auml;rtige mit zuk&uuml;nftigen Konfliktszenarien kontrastiert werden und auf gro&szlig;e Distanzen, restriktive Zugangsm&ouml;glichkeiten und hohe Geschwindigkeiten abgestellt wird. Dezidiert wird somit die Abgrenzung zu asymmetrischen Konflikten gesucht, grunds&auml;tzlich jedoch der technische Vorsprung als Ansatz dargestellt, zuk&uuml;nftig milit&auml;rische &Uuml;berlegenheit zu sichern (ebd.: 31).</p>
<p><b><i>II.3. Wirkung</i></b></p>
<p>Neben Pr&auml;zision und Geschwindigkeit scheint gegenw&auml;rtig auch die Wirkung von Waffen selbst verst&auml;rkt ins Interesse der Milit&auml;rs zu geraten. Hier sind Diskussionen um Effektivit&auml;tssteigerungen, z. B. von &bdquo;Bunker-Buster&rdquo;, die auch tief verbunkerte Ziele effektiv zerst&ouml;ren sollen, sowie von kleineren Bomben und Raketen, instruktiv. Kleinkalibrige Bomben (z. B. <i>Small Diameter Bombs)</i> sollen nicht nur die Gefahr von Kollateralsch&auml;den &mdash; und damit eventuell verbundene negative politische Nebenwirkungen &mdash; verringern, sondern sie erm&ouml;glichen prinzipiell auch die Mitnahme einer gr&ouml;&szlig;eren Menge an Bomben. Somit k&ouml;nnen potenziell mehrere Ziele w&auml;hrend einer Mission an-gegriffen werden. Die Spezifikationen scheinen hierbei vor allem den j&uuml;ngsten Erfahrungen im Irak und Afghanistan Rechnung zu tragen, wo zum Teil ad hoc unterschiedliche Ziele bek&auml;mpft werden m&uuml;ssen, die dabei h&auml;ufig noch in urbanen R&auml;umen liegen. Daneben tragen kleinere Waffen auch einem Effizienzgedanken Rechnung, indem z. B. keine hochwertigen Waffen gegen tendenziell billige Ziele eingesetzt werden. Auch Energiewaffen sollen abgestuft flexibel auf unterschiedliche Anforderungen reagieren k&ouml;nnen.</p>
<p>In Hinblick auf Kosten-Nutzen-Relationen sowie auf Kollateralsch&auml;den zeigt sich eindr&uuml;cklich, dass der Wunsch nach milit&auml;rischer Flexibilit&auml;t auch mit gegenw&auml;rtigen asymmetrischen Konfliktbedingungen korrespondiert, wo z. T. hochwertige und in der Anschaffung sehr teure Waffensysteme gegen vergleichsweise g&uuml;nstig zu beschaffende Ziele eingesetzt werden (m&uuml;ssen). Mit der Entwicklung neuerer Raketen und Bomben wird entsprechend nicht nur dem Problem eines <i>over kills </i>bzw. einer Unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit des Einsatzes Rechnung getragen, sondern auch den gestiegenen Kosten des Waffeneinsatzes. Auch wenn es zynisch klingen mag, kann nat&uuml;rlich hinterfragt wer-den, ob der Einsatz einer mehrere Hunderttausend Dollar teuren Rakete gegen einen billigen Pkw &bdquo;lohnt&rdquo;, wenn vergleichbare Wirkungen auch mit anderen Waffen erreicht werden k&ouml;nnen. Auch in anderen L&auml;ndern gehen Entwicklungen in vergleichbare Richtungen. &Ouml;konomische Leits&auml;tze scheinen bei den skizzierten Entwicklungen zumindest zus&auml;tzlich zur Opfervermeidung wichtiger Motivator zu sein. Auch Drohnen k&ouml;nnen in dieser Hinsicht als vergleichbarer Trend interpretiert werden, Wirkung flexibel und kosteng&uuml;nstig zu erzielen. Als logische Konsequenz wird bereits die Verbindung von Drohnen mit Energiewaffen diskutiert.</p>
<p><i><b>II.4. Autonomie</b></i></p>
<p>Sinnbildlich f&uuml;r aktuelle technologische Entwicklungen ist sicherlich der Einsatz unbemannter und autonom oder halb-autonom agierender Systeme. Entsprechend sehen M&uuml;ller und Sch&ouml;rnig Drohnen sogar als exemplarisch f&uuml;r eine RMA (vgl. Miiller/Sch&ouml;rnig 2010). Allerdings verl&auml;uft die weltweite Indienststellung unterschiedlich. &bdquo;Unter den inzwischen mehr als 40 Staaten weltweit, die milit&auml;rische Drohnen besitzen, befinden sich nur wenige Nicht-OECD-Staaten. Die Entwicklung wird von den USA und Israel angef&uuml;hrt&rdquo; (ebd.: 20). In diesen Staaten erf&auml;hrt die Implementierung solcher Systeme aber eine rasante Steigerung. Die absolute Anzahl unbemannter Luftfahrzeuge hat sich seit 2003 von wenigen Systemen auf mehr als 7.000 vervielfacht, bei Bodensystemen beziffert sich diese Steigerung sogar auf &uuml;ber 12.000, die vor allem f&uuml;r Missionen gedacht sind, die h&auml;ufig mit <i>dirty, dull, dangerous, </i>also dreckig, langweilig und gef&auml;hrlich umschrieben werden (vgl. Sch&ouml;rnig 2010). Drohnen decken dazu technisch ein breites Spektrum ab. Hochfliegende, mehrere Tage in der Luft bleibende Drohnen bis zu Maschinen, die in Form und Gr&ouml;&szlig;e Kolibris &auml;hneln oder selbstst&auml;ndig zu Land oder zu Wasser agierende Systemen zeigen, welche technischen Fortschritte bereits erzielt wurden. Mit der technischen Leistungsf&auml;higkeit steigen zudem auch kontinuierlich die Kapazit&auml;ten der autonomen Datenverarbeitung. Nach Singer (2009) zeichnen sich Roboter zwar durch die F&auml;higkeit aus, eigenst&auml;ndig Ver&auml;nderungen der Umwelt wahrzunehmen und diese so zu verarbeiten, dass schlie&szlig;lich aktiv Einfluss auf die Umwelt genommen werden kann. Aber bereits unterhalb dieser recht hohen definitorischen Schwelle finden sich zahlreiche Beispiele, welche Ausma&szlig;e computergest&uuml;tzte Technologien nehmen. W&auml;hrend beispielsweise beim US-Jagdflugzeug F-22 <i>Raptor</i>, welches derzeit als weltweit bester Luft&uuml;berlegenheitsj&auml;ger gilt, noch 1,7 Millionen Zeilen Code f&uuml;r die komplexe Avionik programmiert wurden, sind es bei der F-35 <i>Lightning II</i>, dem angestrebten Standardkampfflugzeug der US-Luftwaffe, bereits 4,5 Millionen Zeilen Code.[6] Auch z. B. seegest&uuml;tzte Systeme, wie das US-Warn- und Feuerleitsystem <i>Aegis</i>, basieren auf hochkomplexen Computerprogrammen.[7] Die Systeme bereiten dabei f&uuml;r den Bediener Bedrohungen visuell oder akustisch auf. Die daraus zu ziehenden Entscheidungen obliegen somit zwar weiterhin dem Menschen, die m&ouml;glichen Handlungsoptionen sind aber quasi vorselektiert. Dar&uuml;ber hinaus bieten die Systeme selbst wiederum ein Einfallstor f&uuml;r gegnerische Angriffe, sei es durch z. B. Computerviren oder durch die gezielte Lahmlegung elektronischer Komponenten durch St&ouml;rma&szlig;nahmen. Nichtsdestotrotz d&uuml;rfte die sich abzeichnende R&uuml;stungsspirale im Bereich der Forschung und Entwicklung, aber auch des tats&auml;chlichen Einsatzes (halb)autonomer Systeme kaum noch aufzuhalten sein. In Zukunft sind daher vermehrt Roboter auf dem Gefechtsfeld zu erwarten.</p>
<p><b><i>II.5. Vernetzung und Cyberwar</i></b></p>
<p>Vernetzung, Digitalisierung und Informationstechnologie gewinnen zu Gunsten von einzelnen milit&auml;rischen Systemen immer mehr an Bedeutung. In dieser Hinsicht ist das Informationszeitalter auch im Milit&auml;rischen angekommen. &Uuml;berhaupt ist Vernetzung oder <i>network centric warfare</i> (NCW) eines der zentralen Schlagworte gegenw&auml;rtiger milit&auml;rischer Transformationsprozesse und die Verbindung verschiedener milit&auml;rischer Elemente zu einem &bdquo;System der Systeme&rdquo; zentrales Element der RMA. NCW verweist &bdquo;auf die erhebliche Steigerung milit&auml;rischer Kampfkraft durch die unmittelbare, computergest&uuml;tzte Integration von r&auml;umlich zerstreuten Aufkl&auml;rungseinheiten, Waffensystemen und F&uuml;hrungskr&auml;ften&rdquo; (van Boemcken 2008: 82). Die vernetzte Operationsf&uuml;hrung auf Grund verbesserter Kommunikation und Informationsverarbeitung basiert dabei wesentlich auf neue Technologien. &bdquo;So erzeugt die RMA &mdash; zumindest in der Theorie &mdash; eine Multiplikation der Wirkung weit &uuml;ber die Summe der F&auml;higkeiten einzelner Elemente hinaus&rdquo; (M&uuml;ller/Sch&ouml;rnig 2010: 18).</p>
<p>Vernetzung kann auf zwei Ebenen konzeptualisiert werden. Zum einen physisch als z. B. Ausr&uuml;stung von Soldaten mit Kommunikationsmitteln, die einen st&auml;ndigen Austausch mit anderen Einheiten erm&ouml;glichen. Wesentlicher Ansatz ist hierbei, eine ebenengerechte Bereitstellung aller lagerelevanten Informationen in Echtzeit zu erm&ouml;glichen, um somit sowohl die operative Einsatzgeschwindigkeit konstant hoch zu halten als auch Planungszeiten durch die Verbesserung des da f&uuml;r notwendigen Informationsstandes der jeweiligen F&uuml;hrungsebene zu vermindern. Die Bereitstellung wesentlicher Informationen soll zudem eine verbesserte Auswahl der Wirkmittel erm&ouml;glichen, um Kollateralsch&auml;den zu vermeiden und erm&ouml;glicht dar&uuml;ber hinaus gleichzeitige Operationen taktisch vernetzter Einheiten. Zum anderen beinhaltet der Gedanke der Vernetzung jedoch auch eine quasi virtuelle Komponente, in dem durch den Verbund der Systeme neue Handlungsoptionen er&ouml;ffnet werden. In diesem Zusammenhang verweist NCW auf ein im Verbund gemeinsam geteiltes Lagebild, welches neben schnelleren Entscheidungsprozessen ein &bdquo;kollektives Bewusstsein&rdquo; (van Boemcken 2008: 87) mit M&ouml;glichkeiten zur Selbst-Synchronisation schafft. Abseits der rein technischen Diskussionen wird jedoch deutlich, dass Informationen und damit verbunden dem Datenmanagement als Aspekte der Kriegsf&uuml;hrung eine gesteigerte Bedeutung zukommen. Informationshoheit auf allen Ebenen der Kriegsf&uuml;hrung, vom einzelnen Soldaten bis zur milit&auml;rischen F&uuml;hrung und in allen f&uuml;nf Dimensionen milit&auml;rischen Handelns inklusiver ad&auml;quater Informationsdistribution wird dabei als entscheidend angesehen. Informationshoheit &mdash; verstanden als &Uuml;berlegenheit &mdash; gelingt demnach aber nur durch ein zielf&uuml;hrendes Informationsmanagement. Gleichwohl scheint hier noch keine abschlie&szlig;ende L&ouml;sung gefunden worden zu sein, wenngleich verschiedene Ans&auml;tze &mdash; &uuml;ber nur lokal verf&uuml;gbares Wissen oder auch die verst&auml;rkte Einbindung von Nachrichtendiensten &mdash; in der &bdquo;Erprobung&rdquo; zu sein scheint. Zudem wurden gerade in j&uuml;ngster Zeit wiederholt die Gefahren, die mit einer zunehmenden Vernetzung sowohl im zivilen als auch milit&auml;rischen Bereich einhergehen, augenscheinlich. Der Einsatz eines hochwertig programmierten Virus&#8216; (<i>Stuxnet</i>) mit dem Ziel, offenbar zivile bzw. milit&auml;rische iranische Industrieanlagen zu sch&auml;digen, d&uuml;rfte in dieser Hinsicht Ma&szlig;st&auml;be gesetzt haben. Nicht umsonst wurde im Nachgang die Einrichtung eines Nationalen Cyberabwehrzentrum (NCAZ mit Sitz in Bonn) der Bundeswehr verst&auml;rkt in den Medien thematisiert, auch wenn die Einrichtung letztendlich schon seit l&auml;ngerem beschlossen war.</p>
<p>In den USA wurde Mitte 2010 das <i>US Cyber Command </i>(CYBERCOM) in Dienst gestellt. Ihm liegt die Annahme zugrunde, dass in Zukunft Cyber-Angriffe konventionelle Angriffe mindestens erg&auml;nzen werden. Laut Medienberichten registrierte das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz 2009 1.600 Angriffe auf Regierungsnetze, 2010 waren es bereits weit &uuml;ber 2.000 Attacken.[8] Dass solche Attacken nicht ausschlie&szlig;lich virtuell verlaufen, sondern konkrete Sch&auml;den anrichten k&ouml;nnen, haben nicht zuletzt die durch <i>Stuxnet </i>verursachten Defekte in iranischen Atomanlagen verdeutlicht. Aber auch schon fr&uuml;her wurden die Potenziale von Cyber-Attacken deutlich. Im April 2007 wurden durch einen Cyber-Angriff Server in Estland in Mitleidenschaft gezogen. Im Nachgang wurde zwar Russland als Urheber der Angriffe beschuldigt, jedoch kam es im Endeffekt nur zu einer einzigen Verhaftung. Dies unterstreicht einmal mehr die Schwierigkeit, T&auml;ter und Herkunft solcher Angriffe mit herk&ouml;mmlichen Mitteln aufzukl&auml;ren (vgl. Keymer 2010: 20). Demgem&auml;&szlig; erweist sich eine verst&auml;rkte Vernetzung als Janusk&ouml;pfig. Zwar werden F&auml;higkeitszuw&auml;chse m&ouml;glich, allerdings erm&ouml;glicht es prinzipiell konventionell unterlegenen Gegner oder sogar Einzelpersonen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Einflussm&ouml;glichkeiten.</p>
<p><b><i>II.6. &Ouml;konomisierung</i></b></p>
<p>Ein weiterer, h&auml;ufig nur am Rande thematisierter Aspekt einer letztendlich auch technologischen Ver&auml;nderung in den Streitkr&auml;ften ist die zunehmende &Ouml;konomisierung. Hier deutet sich ein Trend an, der z. B. bei Beschaffungsma&szlig;nahmen, aber auch Einsatzparametern ma&szlig;geblich von Kostenrestriktionen getrieben zu sein scheint. Im Unterschied zu fr&uuml;heren Beschaffungen ist offensichtlich, dass zunehmend weniger spezialisierte Systeme angeschafft werden, sondern vielmehr standardisierte Plattformen f&uuml;r eine Vielzahl unterschiedlicher Missionsprofile eingesetzt werden. Dies setzt eine entsprechende Umr&uuml;stbarkeit und Flexibilit&auml;t voraus. Wesentliche Motivation d&uuml;rfte in einer zunehmend angespannten Haushaltslage und weniger in einer imperativen Opfervermeidung zu suchen sein, wenngleich die Grundidee selbst vor allem auch in zivilen Wirtschaftszweigen zu finden ist. Entsprechend l&auml;sst sich hier eine Entwicklung identifizieren, Applikationen oder Verfahren aus dem zivilen Bereich f&uuml;r milit&auml;rische Anwendungen nutzbar zu machen.</p>
<p>Aber auch bei genuin milit&auml;rischen Systemen wie gepanzerten Fahrzeugen, die z. T. explizit eben nicht auf zivilen M&auml;rkten Absatz finden, wird zunehmend auf Grundlage z. B. eines Chassis eine regelrechte Fahrzeugfamilie entwickelt. In dieser Hinsicht &auml;u&szlig;erten sich beispielsweise hohe US-Milit&auml;rs bereits in der Planungsphase f&uuml;r die Entwicklung eines neuen Standardbombers dahingehend, dass dieser als Ausgangsplattform f&uuml;r zuk&uuml;nftige Entwicklungen dienen m&uuml;sse, um entsprechend den unterschiedlichen Missionen ausreichend Potenzial f&uuml;r Anpassungen bereitzuhalten, da er ggf. f&uuml;r die n&auml;chsten 50 bis 80 Jahre in Dienst gestellt werden k&ouml;nnte. Gestiegene Entwicklungskosten wirken demnach letztendlich bei der systemischen Ausdifferenzierung prohibitiv, so dass mit einem Basismuster verschiedene Aufgabenprofile erf&uuml;llt werden m&uuml;ssen &mdash; was wiederum allerdings die origin&auml;ren Entwicklungskosten nach oben treibt, da dieses Ausgangsmuster entsprechend aufw&auml;ndiger konstruiert werden muss. Auch in diesem Fall ist die mit Problemen behaftete Entwicklung des Mehrzweckkampfflugzeuges F-35 erw&auml;hnenswert, das in drei unterschiedlichen Ausf&uuml;hrungen, jedoch auf Basis eines Ausgangsmusters, schlie&szlig;lich mindestens vier verschiedene Flugzeugtypen &mdash; mit jeweiligen Untermustern &mdash; ersetzen soll. Die Einf&uuml;hrung ganzer Plattformfamilien verringern zwar die Kosten f&uuml;r Wartung und Instandsetzung, kann jedoch &mdash; gerade bei zivil beschafften Mustern &mdash; Abh&auml;ngigkeiten von Einzelanbietern schaffen.</p>
<h2 class="auto-created">III. Impli&shy;ka&shy;ti&shy;onen f&uuml;r Kriegs&shy;f&uuml;h&shy;rung und Regulie&shy;rungs&shy;m&ouml;g&shy;lich&shy;keiten</h2>
<p>Die skizzierten Trends haben zum Ziel, effektiv und effizient eine auf technologischem Vorsprung basierende milit&auml;rische &Uuml;berlegenheit herzustellen und zu erhalten. Diese &Uuml;berlegenheit soll zudem den normativen Anspr&uuml;chen gerecht werden, vor allem eigene aber auch fremde Opfer zu vermeiden. Eine technologische &Uuml;berlegenheit kann jedoch nachgerade dazu f&uuml;hren, gerade solche Strategien zu st&auml;rken, die bewusst auf technische L&ouml;sungen verzichten und mit explizit asymmetrischen Ans&auml;tzen z. B. auf hohe Opfer-zahlen setzen. An erster Stelle ist in dieser Hinsicht an Terrorismus zu denken, dessen &bdquo;Propaganda der Tat&rdquo; (Eiter 2008) gezielt auf m&ouml;glichst hohe Opferzahlen bei gleich-zeitiger maximaler medialer Aufmerksamkeit abzielt. Insofern gew&auml;hren angesichts eines Primats der Opfervermeidung in asymmetrischen Konflikten moderne Kommunikations- und Informationsmedien vermeintlich unterlegenen Kr&auml;ften einen Angriffspunkt. Nicht umsonst sind Terroranschl&auml;ge in der Regel medial inszeniert bzw. bed&uuml;rfen, ungeachtet ihres &bdquo;milit&auml;rischen Erfolges&rdquo;, einer gro&szlig;en medialen Aufmerksamkeit, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Westliche Streitkr&auml;fte haben diese Schw&auml;che aber offen-bar erkannt, wie die verst&auml;rkte Einbeziehung der Medien dokumentiert (vgl. Eiter 2005). Dar&uuml;ber hinaus sind jedoch weiterhin technische Ans&auml;tze offenbar Mittel der Wahl, wenn es um eine asymmetrische Kriegsf&uuml;hrung geht. Aus der Luft sollen beispielsweise improvisierte Sprengs&auml;tze (<i>Improvised Explosive Device</i>, IED) aufgekl&auml;rt werden und die nahezu st&auml;ndige Verf&uuml;gbarkeit von Drohnen &mdash; bewaffnet oder unbewaffnet &mdash; setzt Aufst&auml;ndische und Terroristen untern einen permanenten Aufkl&auml;rungs- und damit Verfolgungsdruck. Mittels eines Informationsvorsprungs und eines &uuml;berlegenen operativen Tempos sollen schlie&szlig;lich auch die Gegner erfasst werden, die sich nachgerade durch die Spezifizit&auml;t ihrer Strategie regul&auml;ren Kampfhandlungen entziehen. Technisch nachrangige Gegner werden dazu jedoch m&ouml;glicherweise verst&auml;rkt zu Mitteln gezwungen, ihre Unterlegenheit durch ein hohes Ma&szlig; an &mdash; &ouml;ffentlichkeitswirksamer &mdash; Brutalit&auml;t zu kompensieren.</p>
<p>Auch regul&auml;re Gegner, die aus technologischen oder finanziellen Gr&uuml;nden den Weg zu hoch technisierten Streitkr&auml;ften nicht mitgehen k&ouml;nnen, k&ouml;nnten sich gezwungen sehen, perzipierte Nachteile durch disproportionale Mittel auszugleichen. An erster Stelle steht in dieser Hinsicht sicherlich das Streben nach Massenvernichtungswaffen. Nordkorea und Iran werden in diesem Zusammenhang als Beispiele der Strategie genannt, der milit&auml;rtechnischen &Uuml;berlegenheit der USA durch Abschreckung zu begegnen (vgl. Smith 2006). Aber auch hier zeigt sich wieder, dass in westlichen Staaten vor allem mit technischen Mitteln darauf reagiert wird. Die Einf&uuml;hrung von Raketenabwehrsystemen ist schlie&szlig;lich dazu konzipiert, eine begrenzte Zahl m&ouml;glicherweise mit Massenvernichtungswaffen best&uuml;ckter ballistischer Raketen abzufangen. Damit einher geht der zumindest implizite Wunsch, die eigene politische und milit&auml;rische Handlungsf&auml;higkeit auch angesichts solcher Bedrohungen aufrecht zu erhalten und die der politischen Gegner demgegen&uuml;ber zu begrenzen.</p>
<p>Die eigene Handlungsf&auml;higkeit ist dabei eng mit einer auch medial vermittelten Toleranzgrenze verbunden. Diese ergibt sich neben den finanziellen Kosten ma&szlig;geblich auch aus den politischen Kosten, welche wiederum eng mit einer zunehmend geringer werdenden Opfertoleranz verbunden ist. Grunds&auml;tzlich wird hier westlichen, postheroischen Gesellschaften eine niedrigere Toleranzgrenze unterstellt. Genau hier setzen kritische Betrachtungen an, denn mit einer Technisierung des Krieges ist ein damit einher-gehender Risikotransfer verbunden. Das Risiko wird zunehmend auf lokale Verb&uuml;ndete sowie in letzter Konsequenz auf Zivilisten abgew&auml;lzt, was sich in entsprechenden Disproportionen zwischen Verlusten westlicher Milit&auml;rs und lokaler Zivilbev&ouml;lkerung widerspiegelt (vgl. Shaw 2008: 157). Gerade bei dem Einsatz von Drohnen wurde &uuml;berdies wiederholt auf den Aspekt einer Entmenschlichung hingewiesen, wenn z. B. Waffen aus gro&szlig;er Distanz ausgel&ouml;st werden und somit kein direkter Bezug zum T&ouml;ten mehr gegeben ist, sondern dies qua Knopfdruck wie in Computerspielen vollzogen wird.[9] Die Analogie zu Computerspielen und der spielerische Charakter der modernen Kriegsf&uuml;hrung verweist somit auf einen der Kernpunkte der Debatte im Zuge der RMA. Eine zunehmende entpersonalisierte und automatisierte Kriegsf&uuml;hrung wirft nicht nur ethische und moralische Probleme auf, sondern auch konkrete rechtliche Fragestellungen, auf die bisher nur unzureichend Antworten gefunden wurden. Inwiefern &uuml;berl&auml;sst man beispielsweise Drohnen die autonome Entscheidung, Waffen auszul&ouml;sen? Auch bei Energiewaffen stellt sich die Frage nach rechtm&auml;&szlig;igen Einsatzkriterien, die sowohl dem Schutz der Kombatanten, aber auch von Zivilisten ausreichend Rechnung tragen. Die Debatte um nicht-letale Waffensysteme ist in dieser Hinsicht instruktiv, da die Wahrscheinlichkeit eines Waffeneinsatzes steigen kann, je weniger Opfer zu erwarten sind (vgl. Davison 2009).</p>
<p>Aus den skizzierten technischen Entwicklungslinien ist allerdings deutlich geworden, dass eine umfassende Regulierung nur schwer umzusetzen ist. Dies gilt umso mehr, wenn RMA als nicht ausschlie&szlig;lich milit&auml;risches Ph&auml;nomen verstanden wird, sondern als in zahlreichen Belangen eng mit zivilgesellschaftlichen Entwicklungen verbundenes. Bereits jetzt entstammen die meisten milit&auml;r-technologischen Neuerungen aus zivilen Bereichen. Schwierigkeiten bei der Kontrolle der Weitergabe von so genannten <i>dual-use</i>-G&uuml;tern zeigt, dass eine restriktive Implementierung von Sanktionsma&szlig;nahmen h&auml;ufig ins Leere l&auml;uft. Und auch der Kerngedanke der RMA selbst steht dem entgegen, da aktuelle technologische Trends tendenziell nicht durch Transparenz und Verifikation &mdash; als Schl&uuml;sselelemente der R&uuml;stungskontrolle &mdash; begegnet werden k&ouml;nnen. Vielversprechender als eine umfassende Kontrolle scheint zu sein, spezifische Systeme bzw. den Einsatz von Waffensystemen selbst zu reglementieren. Hier gibt es durchaus Beispiele, die zeigen, dass neuartigen Waffensystemen bzw. das Potenzial, diese zu entwickeln oder einzusetzen, Grenzen gesetzt werden k&ouml;nnen (vgl. Neuneck/Mutz 2000). So ist eine umfassende Bewaffnung des Weltraums (bisher) verhindert worden und auch f&uuml;r den Einsatz von Raketenabwehr- bzw. Energiewaffen gab oder gibt es rechtliche Grenzen. Dies durchzusetzen erfordert jedoch nicht nur eine internationale politische &Uuml;bereinstimmung, sondern gerade von milit&auml;risch f&uuml;hrenden Staaten ein gewisses Ma&szlig; an &bdquo;Selbstdisziplin&rdquo;. Ob dieses, gerade angesichts der verlockend erscheinenden Vorteile einer milit&auml;r-technologischen &Uuml;berlegenheit, zu erreichen sein wird, ist indes zweifelhaft. Insbesondere in Anbetracht einer m&ouml;glichst umfassenden Opfervermeidung d&uuml;rfte der Verzicht auf eine zumindest potenziell erreichbare technische &Uuml;berlegenheit nur schwer zu vermitteln sein.</p>
<h2 class="auto-created">IV. Fazit</h2>
<p>Es w&auml;re wohl Wunschdenken, den Prozess einer zunehmenden milit&auml;rischen Technisierung aufhalten oder umkehren zu wollen. Und dies muss auch gar nicht w&uuml;nschenswert sein, zeigen doch unterschiedliche Studien, dass die Opferzahlen durch z. B. den Einsatz von pr&auml;ziseren Waffen insgesamt gesunken sind (vgl. Shaw 2008). Aber technische Mitteln alleine reichen nicht aus, um politische Ziele zu erreichen und sind ohnehin nur als Ultima Ratio zu verstehen. Denn nachgerade aktuelle, aber auch vergangene milit&auml;rische Interventionen haben gezeigt, dass milit&auml;r-technologische &Uuml;berlegenheit alleine nicht ausreicht, um dauerhaft Frieden zu schaffen. In diesem Sinne w&auml;re eine umfassendere Debatte &uuml;ber die technischen M&ouml;glichkeiten und Grenzen w&uuml;nschenswert, um hier ein z. T. zu idealistisches Bild eines &bdquo;sauberen Krieges&rdquo; mit &bdquo;chirurgischen Angriffen&rdquo; und &bdquo;Enthauptungsschl&auml;gen&rdquo; zu relativieren. Nur zu leicht suggeriert eine technologisch bedingte milit&auml;rische &Uuml;berlegenheit &mdash; h&auml;ufig zus&auml;tzlich bildhaft bzw. sprachlich &uuml;berh&ouml;ht dargestellt &mdash; politische &Uuml;berlegenheit oder die leichtfertige Durch- und Umsetzung politischer Ziele. Vielerorts herrscht ein Technologieoptimismus vor, ohne dass entweder die versprochenen technischen Durchbr&uuml;che tats&auml;chlich absehbar sind oder aber notwendigerweise mit politischen Erfolgen korrespondieren m&uuml;ssen. Die viel zitierten <i>boots on the ground </i>k&ouml;nnen auch durch Informations- und Luft&uuml;berlegenheit nicht ersetzt, sondern bestenfalls nur erg&auml;nzt werden. Technik kann kulturelle Kompetenz nicht ersetzen. In dieser Hinsicht muss zudem auch kritisch hinterfragt werden, welche Rolle politische Entscheidungstr&auml;ger bei automatisiert ablaufenden oder zumindest auf m&ouml;glichst schnelle Entscheidungen optimierte Verfahrensabl&auml;ufe spielen. Und auch inwiefern Technologie zum Agens gesellschaftlicher Entwicklungen wird bzw. das Verh&auml;ltnis zwischen Gesellschaft und Technik insgesamt, bedarf einer kritischen Betrachtung (vgl. Peoples 2010).</p>
<p>Erschwerend d&uuml;rften sich mittelfristig zudem die mit einer steigenden Technologisierung verbundenen finanziellen Kosten auswirken. Insbesondere in Zeiten knapper Kassen sehen sich viele Streitkr&auml;fte einem tief greifenden Kostendruck ausgesetzt, der die &bdquo;Wunschlisten&rdquo; der Milit&auml;rs schnell auf realit&auml;tsn&auml;here Ma&szlig;e beschneiden d&uuml;rfte. Die mit der postnationalen Konstellation einhergehende thematische Ausdifferenzierung und Verbreitung der Aufgabengebiete konfligiert in dieser Hinsicht mit einer prohibitiv wirkenden Finanzlage. Hier treffen zwei grunds&auml;tzlich widerspr&uuml;chliche Trends aufeinander, die in ihrem Kern exklusiv sind und nur durch richtige strategische Schwerpunktsetzung ansatzweise gel&ouml;st werden k&ouml;nnen. Offen bleibt hierbei derzeit jedoch, ob bei einem begrenzten fiskalischen Rahmen der Risikotransfer eher noch zunimmt. Es bedarf einer verst&auml;rkten Diskussion der ethischen, moralischen und rechtlichen Begleiterscheinungen der durch neue Technologien bedingten Auswirkungen auf die Kriegsf&uuml;hrung.</p>
<p>[1] F&uuml;r zahlreiche Verbesserungsvorschl&auml;ge und inhaltliche Kritik bin ich Enrico Milani zu gro&szlig;em Dank verpflichtet.</p>
<p>[2] Insofern grenzt sich der Transformationsbegriff an dieser Stelle zu zum Teil in Bezug auf die Bundeswehr anderweitig gebrauchten Verwendungen ab, die vor allem auf den Umbauprozess hin zu einer Armee im Einsatz rekurrieren.</p>
<p>[3] Komplementiert wird dies z. B. durch nachrichtendienstliche Erkenntnisse und Aufkl&auml;rungsergebnisse anderer Teilstreitkr&auml;fte oder Alliierter.</p>
<p>[4] Auch in anderen Spektralbereichen sind Miniaturisierungen bei gleichzeitigen Wirkungssteigerungen zu beobachten.</p>
<p>[5] Hypersonisch meint Geschwindigkeitsbereich oberhalb von Mach 5.</p>
<p>[6] Vgl. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/F-22#Avionics" target="_blank" rel="noopener">http://en.wikipedia.org/wiki/F-22#Avionics</a> sowie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lockheed_Martin_F-35" target="_blank" rel="noopener">http://de.wikipedia.org/wiki/Lockheed_Martin_F-35</a>, abgerufen am 04.03.2011.</p>
<p>[7] Die Komplexit&auml;t f&uuml;hrt allerdings auch zu Problemen in der Entwicklung. Software -Schw&auml;chen haben unter anderem dazu gef&uuml;hrt, dass sich die geplante Einf&uuml;hrung der F-35 immer wieder verz&ouml;gert hat. Zudem kann die Darstellung selbst zu einer informationellen &Uuml;berlastung f&uuml;hren, wie der versehentliche Abschuss eines iranischen Verkehrsflugzeuges 1988 durch ein US-Kriegsschiff zeigt (vgl. auch van Boemcken 2008: 93ff.).</p>
<p>[8] Hauptziel sei den Angaben zufolge vor allem das Ausw&auml;rtige Amt. Demnach soll China haupts&auml;chlich verantwortlich f&uuml;r diese Angriffe sein, ohne das dies jedoch zu beweisen sei. Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung am Sonntag, 20.12.2010, S. 6.</p>
<p>[9] Damit wird jedoch nicht der zum Teil hohe emotionale Druck von den Piloten genommen. Durch die nahezu permanente &Uuml;berwachung durch Drohnen sehen sich Piloten beispielsweise mit dem Problem konfrontiert, z. T. als Beobachter den Tod von Kameraden mit ansehen zu m&uuml;ssen, ohne die M&ouml;glichkeit zum Eingreifen zu haben.</p>
<h2 class="auto-created">Literatur</h2>
<p><i>Benbow, Tim</i> 2004: The magic bullet? Understanding the &#8218;revolution in military affairs&#8216;, London</p>
<p><i>Boot, Max</i> 2006: War Made New. Technology, Warfare, and the Course of History, 1500 to Today, New York</p>
<p><i>Boemcken, Mark van</i> 2008: Network Centric warfare oder die Automatisierung des Krieges, in: Helmig, J./Sch&ouml;rnig, N. (Hrsg.). Die Transformation der Streitkr&auml;fte im 21. Jahrhundert. Milit&auml;rische und politische Dimensionen der <i>Revolution in Militafy Affairs</i>, Frankfurt a.M., S. 81-101</p>
<p><i>Cebrowski, Arthur /Garstka, John</i> 1998: Network Centric Warfare. Its Origin and Future, in: <i>U.S. Naval Institute Proceedings</i>, 124:1, S. 28-35</p>
<p><i>Creveld, Martin L. van</i> 2006: The Changing Face of War. Lessons of Combat, from the Marne to Iraq, New York</p>
<p><i>Davison, Neil</i> 2009: ,Non-lethal&#8216; Weapons, Houndmills, Basingstoke, Hampshire</p>
<p><i>Elter, Andreas</i> 2005: Die Kriegsverk&auml;ufer. Geschichte der US -Propaganda 1917-2005, Frankfurt a. M.</p>
<p><i>Elter, Andreas </i>2008: Propaganda der Tat. Die RAF und die Medien, Frankfurt a. M.</p>
<p><i>Fulghum, David A</i>. 2009: Mysteries and Secrets. If you don&#8217;t know about it, China Lake has it, in: <i>Aviation Week &amp; Space Technology</i>, September 28/2009, S. 64&mdash;66</p>
<p><i>Harrington Lee, Caitlin</i> 2011: Hypersonic Boom, in: <i>Jane &#8217;s Defence Weekly,</i> Vol. 48, Nr. 4, 26. Januar 2011, S. 28-31</p>
<p><i>Helmig, Jan</i> 2008: Zum Verh&auml;ltnis von milit&auml;rischer Revolution und Evolution aus historischer Perspektive. Viel L&auml;rm um nichts?, in: Helmig, J./Sch&ouml;rnig, N. (Hrsg.). Die Transformation der Streitkr&auml;fte im 21. Jahrhundert. Milit&auml;rische und politische Dimensionen der <i>Revolution in Military Affairs</i>, Frankfurt a. M., S. 33-48</p>
<p><i>Helmig, Jan </i>2011: Startschuss f&uuml;r Laser? &Ouml;sterreichische Milit&auml;rzeitschrift, 21201 l, im Erscheinen.</p>
<p><i>Kaldor, Mary </i>1999: New and Old Wars. Organized Violence in a Global Era, Cambridge</p>
<p><i>Keymer, Eleanor</i> 2010: The Cyber-War, in: <i>Jane&#8217;s Defence Weekly</i>, Vol. 47, Nr. 39, 29. September 2010, 5. 20-23</p>
<p><i>Krepinevich, Andrew Jr.</i> 1994: Cavalry to Computer. The Pattern of Military Revolutions, in: <i>National Interest</i>, 37 (Fall 1994), S. 30-42</p>
<p><i>Minkwitz, Olivier </i>2008: Die technologische Komponente der milit&auml;rischen Transformation, in: Helmig, J./Sch&ouml;rnig, N. (Hrsg.). Die Transformation der Streitkr&auml;fte im 21. Jahrhundert. Milit&auml;rische und politische Dimensionen der <i>Revolution in Military Affairs</i>, Frankfurt a. M.:, S. 63-80</p>
<p><i>M&uuml;ller, Harald/Sch&ouml;rnig, Niklas </i>2010:. Drohnenkrieg: Die konsequente Fortsetzung der westlichen Revolution in Military Affairs, in: <i>Aus Politik und Zeitgeschichte, </i>Nr. 50, S. 16-23</p>
<p><i>M&uuml;nkler, Herfried </i>2002: Die neuen Kriege, Reinbek bei Hamburg</p>
<p><i>Neuneck, G&ouml;tz/Mutz, Reinhard</i> 2000: Vorbeugende R&uuml;stungskontrolle. Ziele und Aufgaben unter besonderer Ber&uuml;cksichtigung verfahrensm&auml;&szlig;iger und institutioneller Umsetzung im Rahmen internationaler R&uuml;stungsregime, Baden-Baden</p>
<p><i>Peoples, Columba </i>2010: Justifying Ballistic Missile Defence. Technology, Security and Culture, Cambridge</p>
<p><i>Sch&ouml;rnig, Niklas</i> 2010: Die Automatisierung des Krieges, <i>HSFK Standpunkt</i>, 5/20 10, Frankfurt a. M.</p>
<p><i>Shaw, Martin </i>2006: &bdquo;Risikotransfer-Militarismus&rdquo; und die Relegitimierung des Krieges in der Weltgesellschaft, in: Bonacker, Thorsten/Weller, Christoph (Hrsg.). Konflikte der Weltgesellschaft. Akteure &mdash; Strukturen &mdash; Dynamiken, Frankfurt a. M., S. 151-173</p>
<p><i>Smith, Derek D.</i> 2006: Deterring America. Rogue States and the Proliferation of Weapons of Mass Destruction, Cambridge, MA</p>
<p><i>Singer, Peter</i> 2009: Wired for War. The Robotics Revolution and Conflict in the 21 S Century, New York</p>
<p><i>Singer, Jeremey </i>2010: Fighting with Light, <i>Air Force Magazine</i>, February 2010, S. 64-67</p>
<p><i>Take, Ingo</i> 2006: Die Schattenseite der Weltgeselischaft &mdash; Die transnationale Vernetzung von Gewaltakteuren als weltgesellschaftliche Herausforderung, in: Bonacker, Thorsten/Weller, Christoph (Hrsg.). Konflikte der Weltgesellschaft. Akteure &mdash; Strukturen &mdash; Dynamiken, Frankfurt a. M., S. 103-126</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/193-vorgaenge/publikation/militaer-im-21-jahrhundert/">Militär im 21. Jahrhundert</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
