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	<title>Ulf von Krause Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>Die Lehren aus dem Afghanistan-Einsatz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[huadminuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 20:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[vorgänge: Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Bundeswehr zwischen Eskalationsdynamik und Parlamentsvorbehalt; aus: vorg&#228;nge Nr. 193, Heft 1/2011, S. 36-44 Die Stufen der Eskalation Am 28.01.2011 hat der Deutsche Bundestag das Mandat f&#252;r die deutsche Beteiligung an der Internationalen Sicherheitsunterst&#252;tzungstruppe (ISAF) verl&#228;ngert. Dieses war die 23. Mandatsentscheidung f&#252;r die Afghanistaneins&#228;tze seit 2001. Acht davon bezogen sich auf die Operation Enduring Freedom [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/193-vorgaenge/publikation/die-lehren-aus-dem-afghanistan-einsatz/">Die Lehren aus dem Afghanistan-Einsatz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bundeswehr zwischen Eskalationsdynamik und Parlamentsvorbehalt;</p>
<p>aus: vorg&auml;nge Nr. 193, Heft 1/2011, S. 36-44</p>
<h2 class="auto-created">Die Stufen der Eskalation</h2>
<p>Am 28.01.2011 hat der Deutsche Bundestag das Mandat f&uuml;r die deutsche Beteiligung an der Internationalen Sicherheitsunterst&uuml;tzungstruppe (ISAF) verl&auml;ngert. Dieses war die 23. Mandatsentscheidung f&uuml;r die Afghanistaneins&auml;tze seit 2001. Acht davon bezogen sich auf die Operation Enduring Freedom (OEF) und 15 auf ISAF. Dabei wurde mit 11 Mandatsbeschl&uuml;ssen die Beteiligung der Bundeswehr an den milit&auml;rischen Eins&auml;tzen in Afghanistan in den letzten neun Jahren ausgeweitet, und zwar hinsichtlich der Dimensionen &bdquo;zahlenm&auml;&szlig;iger Umfang&rdquo;, &bdquo;Gr&ouml;&szlig;e des Einsatzraumes&rdquo; und &bdquo;milit&auml;rische Intensit&auml;t&rdquo;. Dazu kam die Entscheidung der Bundesregierung zur &Uuml;bernahme der Aufgaben einer Quick Reaction Force in der Nordregion durch die Bundeswehr, die ohne Mandats&auml;nderung erfolgte.</p>
<p>Anfang 2002 umfasste das deutsche Kontingent insgesamt 1.300 Soldaten in zwei Eins&auml;tzen &ndash; 100 Soldaten der Spezialkr&auml;fte als Teil der Operation zur Bek&auml;mpfung des internationalen Terrorismus (Operation Enduring Freedom &ndash; OEF) und 1.200 Soldaten als Teil der Internationalen Sicherheitsunterst&uuml;tzungstruppe (International Security Assistance Force &ndash; ISAF). In den folgenden Jahren wurde der deutsche ISAF-Anteil Schritt f&uuml;r Schritt erh&ouml;ht und erreichte mit dem Mandat vom Februar 2010 eine Obergrenze von 5.350 Soldaten.</p>
<p>Parallel dazu wurde der Einsatzraum des deutschen ISAF-Kontingents kontinuierlich ausgeweitet (die 100 Soldaten im Rahmen von OEF durften von Anfang an im gesamten Land eingesetzt werden). Es war zun&auml;chst auf den Gro&szlig;raum Kabul beschr&auml;nkt, sein Einsatzraum wurde anschlie&szlig;end auf zwei Provinzen im Nordosten des Landes ausgeweitet (Kundus und Feyzabad), danach auf die gesamte Nordregion, in der Deutschland auch die F&uuml;hrung der Koalitionstruppen &uuml;bernahm, und schlie&szlig;lich &ndash; im Falle von besonderen Lagen und zeitlich begrenzt &ndash; auf Gesamtafghanistan.[1]</p>
<p>Gleichzeitig entwickelten sich Ausr&uuml;stung, Bewaffnung und Einsatzregeln der Bundeswehr immer weiter in Richtung von Kampf und Krieg, von leichter Bewaffnung am Anfang hin zum Einsatz von gepanzerten Fahrzeugen, Tornado-Aufkl&auml;rungsflugzeugen und Artillerie.</p>
<p>Tabelle S. 37: &nbsp;Eskalationsschritte Afghanistaneins&auml;tze <br />XXXXXXXX</p>
<p>Diese kontinuierliche Ausweitung in drei Dimensionen wird als Eskalation interpretiert, zun&auml;chst in einem rein deskriptiven Sinn, dann aber auch normativ. Denn die Entscheidungen zu einer kontinuierlichen Ausweitung der milit&auml;rischen Beteiligung in Afghanistan waren so nicht beabsichtigt, wie auch der ehemalige Bundesverteidigungsminister von 2002-2006, Dr. Peter Struck, in einer TV-Reportage 2010 einr&auml;umte. Er erkl&auml;rte: &bdquo;Dass wir in die Situation geraten k&ouml;nnen, wie die Sowjetunion dort oder die Briten als Besatzungsmacht, das hat niemand im Kopf gehabt, niemand. Wir haben auch gedacht, wir sind in zwei oder drei Jahren da drau&szlig;en.&#8220;[2]</p>
<p>Es stellt sich die Frage, wie diese Eskalation zu erkl&auml;ren ist, insbesondere vor dem Hintergrund der formal starken Position des Deutschen Bundestages (,&sbquo;Parlamentsarmee&#8220;).</p>
<p><b>Die Motive der Erstentscheidungen:<br />Solidarit&auml;t mit den USA und den Vereinten Nationen</b></p>
<p>Die Wurzeln dieser nicht beabsichtigten Eskalationsdynamik lagen nach den Ergebnissen einer umfassenden Analyse des Autors (von Krause 2010) bereits in den Erstentscheidungen von 2001. In der &auml;u&szlig;erst emotionalisierten Atmosph&auml;re nach dem 11. September hatten die Bundesregierung und der Deutsche Bundestag den USA (uneingeschr&auml;nkte) Solidarit&auml;t zugesichert. Die Bev&ouml;lkerung stand damals mehrheitlich hinter diesen Erkl&auml;rungen. Als die USA dann im Rahmen ihres &bdquo;War on Terrorism&rdquo; B&uuml;ndnissolidarit&auml;t einforderte, war die Bundesregierung bereit, dem zu folgen und sich mit einem kleinen Kontingent von Spezialkr&auml;ften im Rahmen der Operation OEF auch am Kampfeinsatz in Afghanistan zu beteiligen. Bundeskanzler Schr&ouml;der erkl&auml;rte in der OEF-Mandatsdebatte am 16.11.2001: &bdquo;Wir erf&uuml;llen damit die an uns gerichteten Erwartungen unserer Partner und wir leisten das, was uns objektiv m&ouml;glich ist und was politisch verantwortet werden kann. Aber mehr noch: Durch diesen Beitrag kommt das vereinte und souver&auml;ne Deutschland seiner gewachsenen Verantwortung in der Welt nach.&ldquo;[3]</p>
<p>Allerdings ben&ouml;tigte der Bundeskanzler zur Durchsetzung dieser Absicht im Parlament &mdash; das aufgrund des Konstrukts der &bdquo;Parlamentsarmee&rdquo; des Bundesverfassungsgerichts mit einer Vetoposition ausgestattet ist &mdash; die Vertrauensfrage. Dadurch wurde verhindert, dass der Deutsche Bundestag seine Kontrollaufgabe vorrangig problembezogen wahrnahm. Vielmehr wurde die Sachentscheidung durch die Frage des Machterhalts der rot-gr&uuml;nen Regierung &uuml;berlagert.</p>
<p>Knapp drei Wochen sp&auml;ter &mdash; Anfang Dezember 2001 &mdash; wurde auf der UN-Konferenz auf dem Petersberg bei Bonn die Einsetzung einer afghanischen Interimsregierung beschlossen, die durch internationales Milit&auml;r (ISAF) unterst&uuml;tzt werden sollte. Die Vereinten Nationen riefen die Mitgliedstaaten auf, sich an der Mission zu beteiligen. Die Bundesregierung war aus Solidarit&auml;t mit der Weltorganisation,[4] aber wohl auch im Hinblick auf ihr mittelfristiges Streben nach einem st&auml;ndigen Sitz im Sicherheitsrat[5] und um eines kurzfristigen Prestigegewinns willen[6], bereit, sich an ISAF zu beteiligen bzw. 12 Monate sp&auml;ter sogar deren F&uuml;hrung mit zu &uuml;bernehmen. Sp&auml;ter wurden Eskalationsentscheidungen mit durch die Motivation bestimmt, das deutsch-amerikanische Verh&auml;ltnis zu kitten, das nach der Nichtbeteiligung Deutschlands am Irak-Krieg stark besch&auml;digt war.[7]</p>
<h2 class="auto-created">Unpr&auml;ziser und unrea&shy;lis&shy;ti&shy;scher politischer Zweck</h2>
<p>Der Entscheidungsprozess zur Beteiligung an ISAF verlief unter extremem Zeitdruck. Auch wenn durchaus umfangreiche Informationen &uuml;ber die Verh&auml;ltnisse im Einsatzland verf&uuml;gbar gewesen w&auml;ren (vgl. von Krause 2010: 101 ff.), so ist davon auszugehen, dass diese in der kurzen Zeit nicht verarbeitet wurden. Hierin liegt ein Grund, dass Deutschland mit sehr unklaren Vorstellungen in die Eins&auml;tze ging. Dieses best&auml;tigte der damalige Fraktionsvorsitzende der SPD, Dr. Peter Struck, retrospektiv in einem TV-Interview: &bdquo;Wir sind da schon &ndash; das will ich gerne zugeben &ndash; etwas blau&auml;ugig oder auch etwas naiv an die Sache herangegangen, weil wir davon ausgingen, dass die Afghanen die ausl&auml;ndischen Truppen als Hilfe ansehen und uns f&uuml;r den Wiederaufbau des Landes nat&uuml;rlich freudig begr&uuml;&szlig;en w&uuml;rden.&ldquo;[8] Auch fehlte in Deutschland zu der Zeit eine Debatte dar&uuml;ber, was unsere nationalen Interessen sind &ndash; und sie fehlt immer noch. Vielmehr wurden und werden B&uuml;ndnisinteressen ohne weitere Diskussion mit deutschen Interessen gleichgesetzt. Somit bestimmte Multilateralismus bis in die j&uuml;ngste Zeit hinein ma&szlig;geblich die deutschen Entscheidungen.</p>
<p>Die Zielsetzung f&uuml;r die ISAF-Beteiligung &ndash; Clausewitz spricht vom &bdquo;politischen Zweck&rdquo; &ndash; war daher anfangs nur sehr vage beschrieben. Die Bundesregierung formulierte, Deutschland wolle einen &bdquo;Beitrag zur Implementierung des auf dem Petersberg in Gang gesetzten nationalen Vers&ouml;hnungsprozesses in Afghanistan&rdquo; leisten.[9] Diesem weit gefassten politischen Zweck stand eine zun&auml;chst sehr begrenzte milit&auml;rische Zielsetzung gegen&uuml;ber, n&auml;mlich die Unterst&uuml;tzung der Interimsregierung in der Region Kabul.[10] F&uuml;r mehr h&auml;tten die verf&uuml;gbaren milit&auml;rischen Kr&auml;fte und Mittel auch nicht gereicht.</p>
<p>Deutlich nach den ersten Entscheidungen[11] formulierte dann die Bundesregierung in mehreren &bdquo;Afghanistankonzepten&rdquo; ehrgeizige und z. T. unrealistische Zielvorstellungen. Beispiele daf&uuml;r sind die Fiktion einer starken Zentralregierung, Demokratisierung nach westlichen Vorstellungen sowie die St&auml;rkung der Zivilgesellschaft, darunter auch &bdquo;der Rolle der Frauen und der Verwirklichung ihrer Rechte&rdquo; (vgl. ebenda, S. 1). Dieses entsprach kaum den Gegebenheiten eines Landes, das nach Jahrzehnten von Krieg und B&uuml;rgerkrieg durch v&ouml;llig zusammengebrochene staatliche Strukturen, tiefe ethnische und regionale Konflikte, eine mittelalterliche Gesellschaft auf dem Lande, Armut, Drogenanbau und ausgepr&auml;gte Korruption gekennzeichnet war. In dieser Diskrepanz zwischen politischem Zweck und milit&auml;rischer Zielsetzung lag der erste Faktor, der eine Eskalationsdynamik in Gang setzte. Denn im Laufe der Zeit wurde klar, dass der breit formulierte politische Zweck nur bei Ausf&auml;cherung des milit&auml;rischen Einsatzes in das Land hinein erreichbar w&auml;re. Hieraus resultierte entsprechender Mehrbedarf an milit&auml;rischen Ressourcen, der letztlich niemals voll abgedeckt wurde. Erst Ende 2010 erfolgte die Reduzierung dieser weitreichenden Zielvorstellungen, weg von dem &ndash; wie Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg es formulierte &ndash;&bdquo;Tr&auml;umen von einer Westminster-Demokratie&#8220;[12] hin zum Er&ouml;ffnen einer Exit-Option, die als &bdquo;&Uuml;bergabe in Verantwortung&rdquo; bezeichnet wird (Bundesregierung 2010). Dieses l&auml;sst &bdquo;am Horizont&rdquo; erstmals einen politischen Zweck sichtbar werden, der erreichbar scheint.</p>
<h2 class="auto-created">Die Diskrepanz zwischen Zielen und Mitteln</h2>
<p>Eine dauerhafte Stabilisierung Afghanistans kann nicht allein mit milit&auml;rischen Mitteln gelingen, sondern bedarf eines umfassenden, vernetzten Ansatzes (Konzept der &bdquo;Vernetzten Sicherheit&#8220;). Dabei kommt nicht-milit&auml;rischen Instrumenten eine hohe Bedeutung zu. Dieser Ansatz konnte von Deutschland auch in internationale Zielvorstellungen eingebracht werden, wo er als &bdquo;Comprehensive Approach&rdquo; bezeichnet wird. Eine Sch&auml;tzung besagt, dass die milit&auml;rischen Anteile an der Zielerreichung 20 Prozent und die nicht-milit&auml;rischen 80 Prozent betragen sollten (vgl. von Krause 2010: 58). Bei der Realisierung der anvisierten Ziele entspricht der Ressourceneinsatz dieser konzeptionellen Vorstellung jedoch in keiner Weise. Vielmehr ist das Verh&auml;ltnis der milit&auml;rischen zu den nicht-milit&auml;rischen Anteilen mit ca. 70:30 nahezu entgegengesetzt (vgl. ebenda: 162 ff.). Dieses drastische Zur&uuml;ckbleiben der nicht-milit&auml;rischen Missionsanteile f&uuml;hrte zunehmend zur Dominanz milit&auml;rischer Aspekte in den Entscheidungsprozessen &mdash; ein zweiter gewichtiger Faktor der Eskalationsdynamik. Forderungen der milit&auml;rischen F&uuml;hrung der NATO nach mehr Kr&auml;ften und Mitteln zur Beherrschung einer erodierenden Sicherheitslage l&ouml;sten immer weitere Eskalationsschritte aus &mdash; zun&auml;chst im S&uuml;den und Osten, ab 2007 auch im Einsatzgebiet der Bundeswehr im Norden. Deutschland fand sich nach dem Hineinschlittern in die Eins&auml;tze auf einer &bdquo;Rutschbahn&rdquo; bzw. &bdquo;schiefen Ebene&rdquo; wieder.</p>
<h2 class="auto-created">Die Dominanz der Bundes&shy;re&shy;gie&shy;rung im gesell&shy;schaft&shy;li&shy;chen Diskurs</h2>
<p>Die Theorie des Demokratischen Friedens postuliert, dass die Exekutive beim Einsatz von Milit&auml;r als Mittel der Politik u. a. durch die &bdquo;Aversion der B&uuml;rger&rdquo; gegen Krieg und durch die demokratischen Institutionen gebremst w&uuml;rde (vgl. z.B. M&uuml;ller 2002). Solche &bdquo;Bremswirkungen&rdquo; sind f&uuml;r die Afghanistaneins&auml;tze bis 2008 jedoch kaum feststellbar.</p>
<p>In der deutschen Gesellschaft herrscht als Teil einer &bdquo;Zivilmachttradition&#8220;[13] die Meinung vor, der Einsatz von Milit&auml;r sei nur gerechtfertigt, wenn dieser den tradierten Vorstellungen, wie &bdquo;Verteidigung&rdquo;, ,Sch&uuml;tzen&rdquo; und &bdquo;Helfen&rdquo; entspr&auml;che. Die von Verteidigungsminister Peter Struck formulierte Metapher von der &bdquo;Verteidigung der Sicherheit Deutschlands auch am Hindukusch&ldquo;[14] kann als bewusstes Ankn&uuml;pfen an diese Denkweise interpretiert werden. Die deutsche Politik &mdash; sowohl Regierung als auch Parlament &mdash; war daher bem&uuml;ht, das Bild der Afghanistaneins&auml;tze so zu &bdquo;sch&ouml;nen&rdquo;, dass es diesem vorherrschenden Denken entsprach. Insbesondere vermied man jeden Bezug zu Begriffen wie &bdquo;Gewalt&rdquo; und &bdquo;Krieg&rdquo;. Dem diente auch die Vorstellung einer strikten Trennung von OEF als &bdquo;Kampfeinsatz&rdquo; und ISAF als &bdquo;Stabilisierungseinsatz&rdquo; (vgl. Naumann 2008: 8), die sp&auml;testens ab 2006 eine Fiktion war.</p>
<p>Weil die Medien an dieser Darstellung zun&auml;chst mitwirkten, auch wenn es seit 2003 immer wieder zu Todesopfern unter den deutschen Soldaten kam, und zwar auch durch Kriegshandlungen,[15] wurde die Eskalation nicht durch die &ouml;ffentliche Meinung gebremst. Seit dem Jahr 2008 wurde in der Gesellschaft dann aber immer mehr bekannt, dass die Soldaten der Bundeswehr mitnichten &bdquo;bewaffnete Entwicklungshelfer&rdquo; waren, sondern dass sie k&auml;mpften, starben und auch t&ouml;teten. H&ouml;hepunkt dieses &bdquo;Bewusstseinswandels&rdquo; waren die Wochen nach der Bombardierung von zwei Tanklastwagen bei Kundus im September 2009. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg formulierte in einem TV-Interview pointiert: &bdquo;So grauenvoll die Wirkungen des 4. Septembers auch waren, so wichtig ist dieser 4. September mit Blick darauf, welche Defizite wir in dem Afghanistaneinsatz zu erkennen haben und welche m&ouml;glicherweise lange auch unter Verschluss gehalten wurden [&#8230;] &uuml;ber alle Parteigrenzen hinweg.[16]</p>
<p>Durch solche Ereignisse wurde der Druck von Medien und &Ouml;ffentlichkeit so stark, dass die Bundesregierung ihre Position ver&auml;ndern musste. Heute qualifiziert sie den Einsatz v&ouml;lkerrechtlich offiziell als &bdquo;nicht internationalen bewaffneten Konflikt&ldquo;[17] Dar&uuml;ber hinaus haben sich inzwischen zun&auml;chst der ehemalige Verteidigungsminister und danach auch Bundeskanzlerin Angela Merkel der umgangssprachlichen Formulierung &bdquo;Krieg&rdquo; angeschlossen[18], nicht hingegen Au&szlig;enminister Guido Westerwelle.</p>
<p>In der &Ouml;ffentlichkeit stieg die Ablehnung der Afghanistaneins&auml;tze durch die Bev&ouml;lkerung auf inzwischen &uuml;ber 70 Prozent, wobei interessanterweise nach einer Woche intensiver &ouml;ffentlicher Diskussion nach dem Kundus-Vorfall die Ablehnungsquote kurzfristig signifikant um 12 Prozentpunkte auf unter 60 Prozent gefallen war[19] &mdash; ein Indiz daf&uuml;r, dass verst&auml;rkte Information die Akzeptanz der Politik erh&ouml;hen kann?[20]</p>
<h2 class="auto-created">Die Kontroll&shy;schw&auml;&shy;chen des Parlaments</h2>
<p>Mit dem &bdquo;Streitkr&auml;fteurteil&rdquo; von 1994 hatte das Bundesverfassungsgericht &mdash; ganz im Sinne der &bdquo;Theorie des Demokratischen Friedens&rdquo; &mdash; dem Deutschen Bundestag eine vergleichsweise starke Position bei Eins&auml;tzen der Bundeswehr im Ausland zugewiesen (&bdquo;Parlamentsarmee&ldquo;). Ist das deutsche Parlament hinsichtlich der Afghanistaneins&auml;tze seiner damit &uuml;bertragenen Verantwortung gerecht geworden? Hier sind Zweifel angebracht. Zeitdruck, Emotionalisierung und mangelnde Informationsverarbeitung bei den Erstentscheidungen lassen nur einen Schluss zu: Deutschland ist in diese Eins&auml;tze hineingeschlittert &mdash; und das Parlament hat das nicht verhindert. Dabei fehlte es nicht an warnenden Stimmen. Als Beispiel sei die fast prophetisch klingende pers&ouml;nliche Erkl&auml;rung des Abgeordneten Helmut Rauber (CDU), Reserveoffizier und zu der Zeit Pr&auml;sident des Verbandes der Reservisten der Bundeswehr, in der ersten ISAFMandatsdebatte zitiert: &bdquo;Afghanistan ist zweimal so gro&szlig; wie die Bundesrepublik Deutschland, besitzt aber mit 25 Millionen Einwohnern gerade mal ein Drittel unserer Gr&ouml;&szlig;e. Zu glauben, mit circa 5.000 Soldaten Sicherheit in diesem Land zu schaffen und das in einem Zeitraum von 6 Monaten, ist schlicht eine Illusion [&#8230;]. Jeder Automatismus bei der Entsendung deutscher Truppen ins Ausland ist abzulehnen. Was aber eingefordert werden muss, sind Mindestbedingungen, die sich an den vitalen Interessen Deutschlands ebenso zu orientieren haben wie an einer klaren politischen Konzeption einschlie&szlig;lich einer Exit-Strategie mit einem zeitlichen und finanziellen Rahmen. Wer sich aus Gr&uuml;nden einer Friedensschaffung und Friedenssicherung in Afghanistan engagiert, der muss schon schl&uuml;ssig die Frage beantworten, warum dann nicht im Nahen Osten, in Kaschmir, in Indonesien, in Angola, in Ruanda, im Sudan, im Kongo, in Sri Lanka usw.&#8220;[21] Auch danach erhielten alle beantragten Afghanistanmandate Zustimmung im Parlament. Woran liegt diese &bdquo;Kontrollschw&auml;che&rdquo; des Bundestages?</p>
<p>Zum einen &uuml;bt die Bundesregierung im parlamentarischen Verfahren &uuml;ber das &bdquo;Agenda Setting&rdquo; erheblichen Einfluss aus. Ihr obliegt die Mandatsformulierung, d. h., sie allein bestimmt den Inhalt, der Bundestag kann nur en bloc zustimmen oder ablehnen. Mit der Vertrauensfrage &bdquo;erpresste&rdquo; Bundeskanzler Schr&ouml;der in den Augen vieler Abgeordneter sogar die Koalition bei der OEF-Entscheidung.[22] Zwar hat das Parlament Wege gefunden, kleinere Korrekturen durchzusetzen, z. B. durch informelle Einflussnahme im Vorfeld der Mandatsformulierung, Protokollerkl&auml;rungen oder begleitende Notizen &mdash; wobei die Opposition von diesen inoffiziellen Einflussm&ouml;glichkeiten weitgehend ausgeschlossen ist (vgl. von Krause 2010: 185). Die Exekutive dominiert aber deutlich auch den parlamentarischen Prozess. Andererseits ist der &bdquo;Kontrolleifer&rdquo; von Koalitionsfraktionen gegen&uuml;ber &bdquo;ihrer&rdquo; Regierung auch gering. Das wirkt sich insbesondere in Zeiten einer Gro&szlig;en Koalition aus. Auch z&ouml;gert nach Regierungswechseln eine neue Opposition zun&auml;chst, von eigenen fr&uuml;heren Entscheidungen abzur&uuml;cken, so dass Mandatsentscheidungen ein hohes Ma&szlig; an Pfadabh&auml;ngigkeit aufweisen. Hinzu kommt, dass im Deutschen Bundestag bei Mandatsdebatten ein Hang zur Detaildiskussion feststellbar ist, es fehlt weitgehend eine &uuml;bergreifende Diskussion der strategischen Ziele des Engagements und des Standes der Zielerreichung (vgl. auch Naumann 2008: 12.f.). Hearings, wie im US-Senat &uuml;blich, vermisst man vollst&auml;ndig. Und schlie&szlig;lich leidet die parlamentarische Kontrollt&auml;tigkeit unter einem Spannungsverh&auml;ltnis zwischen milit&auml;rischer Geheimhaltung und &Ouml;ffentlichkeit. Um das plakative Bild weiterzuf&uuml;hren: Auf der schiefen Ebene sind keine &bdquo;parlamentarischen Bremsspuren&rdquo; erkennbar.</p>
<h2 class="auto-created">Die Lehren aus Afghanistan</h2>
<p>Aus dem Beispiel Afghanistan sollten eine Reihe von Lehren f&uuml;r k&uuml;nftige Entscheidungen &uuml;ber Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr gezogen werden:</p>
<p>Zun&auml;chst ist bei Erstentscheidungen f&uuml;r Auslandseins&auml;tze &mdash; auch bei Emotionalisierung und Zeitdruck &mdash; mehr Sorgfalt einzufordern. Durch eine pr&auml;zise und realistische Zweck- und Zielbestimmung ist ein &bdquo;Hineinschlittern&rdquo; in einen Einsatz zu vermeiden. Denn das Beispiel Afghanistan zeigt, wie schwer es ist, aus einem Einsatz wieder herauszukommen, wenn man sich erst einmal auf der schiefen Ebene befindet.</p>
<p>Zum Zweiten sollte die Position des Deutschen Bundestages gest&auml;rkt werden, um der Idee der Parlamentsarmee mehr Geltung zu verschaffen. Die beiden Mandate aus 2010 und 2011 deuten zwar darauf hin, dass eine st&auml;rkere Ausgewogenheit zwischen Regierung und Opposition zu mehr kritischer parlamentarischer Kontrolle f&uuml;hren kann. So enth&auml;lt das j&uuml;ngste Mandat vom 28.01.2011 keine weitere Eskalation, vielmehr wird die Exit-Option betont (allerdings nur in der Mandatsbegr&uuml;ndung, nicht hingegen im rechtlich verbindlichen Teil). Um die Position der Opposition aber auch formal zu st&auml;rken, sollte die konstitutive Zustimmung des Bundestages zu bewaffneten Eins&auml;tzen der Bundeswehr bei Erst- und Eskalationsentscheidungen an eine qualifizierte Mehrheit gebunden werden &mdash; analog der Erkl&auml;rung des Verteidigungsfalls nach Art. 115a des Grundgesetzes.[23] Dann m&uuml;sste sich die Regierung im Vorfeld der Formulierung eines Mandats nicht nur mit den Koalitionsfraktionen abstimmen, sondern auch die Opposition einbeziehen, was in der derzeitigen parlamentarischen Praxis kaum erfolgt. Und das Parlament sollte Verfahren f&uuml;r eine strategische Kontrolle der Eins&auml;tze entwickeln, z. B. ein umfassendes zivil-milit&auml;risches Mandat (vgl. von Krause 2010: 195f.).</p>
<p>Drittens sollten Regierung und Parlament aus dem Afghanistanbeispiel lernen, dass Zielsetzung und Charakter solcher Eins&auml;tze mit mehr Offenheit kommuniziert werden m&uuml;ssen, um R&uuml;ckhalt bei der Bev&ouml;lkerung zu gewinnen. F&uuml;r das vermittelte Afghanistanbild trifft das seit 2010 in Ans&auml;tzen zu. Allerdings fehlt bei der jetzt erkennbaren Betonung einer k&uuml;nftigen Exit-Option eine &uuml;berzeugende Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Weiterf&uuml;hrung des Engagements bis dahin. Eine solche m&uuml;sste aus Sicht des Autors die Bedeutung Afghanistans f&uuml;r die regionale Stabilit&auml;t betonen, und d&uuml;rfte nicht auf der verk&uuml;rzten Argumentation beharren, Deutschlands Sicherheit werde gegen die Taliban in Afghanistan verteidigt. Denn diese sind schon seit Jahren aus dem Land in die Nachbarstaaten verdr&auml;ngt worden sind.</p>
<p>Viertens ist die &uuml;berf&auml;llige Aufgabe anzugehen, in einer breiten Debatte zwischen Politik, Wissenschaft und Gesellschaft deutsche Interessen zu definieren und Kriterien f&uuml;r k&uuml;nftige Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr zu formulieren. Dazu sind derzeit noch keine Ans&auml;tze zu erkennen. Da sich die Politik seit Jahren vor dieser Aufgabe &bdquo;dr&uuml;ckt&rdquo;, sollten Wissenschaft und Medien einen solchen Diskurs ansto&szlig;en, um die Politik zur Erf&uuml;llung ihrer &bdquo;Hausaufgaben&rdquo; zu bewegen. M&ouml;gen die vorstehenden &Uuml;berlegungen einen Beitrag dazu leisten.</p>
<p>[1] Vgl. Bundestagsdrucksache 15/5996 vom 21.09.2005, S. 3.</p>
<p>[2] ZDF, Frontal Dokumentation &bdquo;Sterben f&uuml;r Afghanistan&rdquo; am 16.03.2010, eigene Transkription.</p>
<p>[3] Bundestagsplenarprotokoll 14/202 vom 16.1 &#8222;1.200&#8220;1, S. 19857.</p>
<p>[4] Gerhard Schr&ouml;der schrieb dazu in seinen Memoiren: &bdquo;Wir hatten gemeinsam mit den B&uuml;ndnispartnern den Weg zu einem politischen Neuanfang des vom B&uuml;rgerkrieg zerst&ouml;rten Afghanistan milit&auml;risch, aber auch politisch abzusichern. F&uuml;r diesen politischen Neubeginn hatten wir mit der Einladung der UN-Konferenz &uuml;ber die Zukunft Afghanistans auf dem Petersberg bei Bonn selbst die Weichen gestellt. Wir waren dazu pr&auml;destiniert, weil die Afghanen gegen&uuml;ber Deutschland ein besonderes Vertrauen zeigten&rdquo;. (Schr&ouml;der 2006: 181).</p>
<p>[5] Vgl. f&uuml;r eine umfassende Darstellung und Kritik dieses Vorhabens Hellinann/Roos 2007.</p>
<p>[6] Christian Hacke wertete die Unterzeichnung des Petersberg-Abkommens als &bdquo;einen H&ouml;hepunkt au&szlig;enpolitischen Ansehens der Regierung Schr&ouml;der/Fischer&rdquo; (Hacke 2005: 9).</p>
<p>[7] Vgl. f&uuml;r einen entsprechenden Beleg vgl. von Krause 2010: 153 f.</p>
<p>[8] ZDF, Frontal-Dokumentation &bdquo;Sterben f&uuml;r Afghanistan&rdquo; am 16.03.2010, eigene Transkription.</p>
<p>[9] Antrag der Bundesregierung, Bundestagsdrucksache 14/7930 vom 21.12.2001.</p>
<p>[10] Vgl. Antrag der Bundesregierung, Bundestagsdrucksache 14/7930 vom 21.12.2001, S. 3 f.</p>
<p>[11] Das erste Afghanistankonzept war auf den 0 1.09.2003 datiert (Bundesregierung 2003).</p>
<p>[12] ZDF-Sendung Maybrit Illner, &bdquo;Nobelpreis f&uuml;r Obama. Lasst uns mit seinem Krieg in Frieden?&rdquo; am 10.12.2009, eigene Transkription.</p>
<p>[13] Vgl. zum Zivilmachtkonzept Maul! 1990/1991.</p>
<p>[14] Bundestagsplenarprotokoll 15/17 vom 20.12.2002, S. 1314.</p>
<p>[15] Z. B. 07.06.2003 4 tote Soldaten in Kabul, 14.11.2005 1 Toter und am 10.05.2007 3 Tote, jeweils bei/in Kundus (Quelle: Hamburger Abendblatt vom 05.10.2010 &bdquo;Chronologie: Bisher 36 tote Soldaten in Afghanistan&#8220;).</p>
<p>[16] ZDF-Sendung &bdquo;Die Afghanistan-L&uuml;ge&rdquo;, am 08.04.2010, eigene Transkription.</p>
<p>[17] Bundestagsplenarprotokoll 17/22 vom 10.02.2010, S. 1896 f.</p>
<p>[18] So sprach Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zun&auml;chst von &bdquo;kriegs&auml;hnlichen Zust&auml;nden&rdquo; (vgl. Bundestagsplenarprotokoll 17/09 vom 03.12.2009, S. 682), dann davon, dass man &bdquo;umgangssprachlich von Krieg sprechen&rdquo; k&ouml;nne (vgl. &bdquo;Guttenberg spricht von Krieg in Afghanistan&rdquo; in: Spiegel-Online v. 04.04.2010). Und wenige Tage sp&auml;ter folgte ihm Bundeskanzlerin Merkel (vgl. &bdquo;Nach Guttenberg spricht auch Merkel umgangssprachlich von Krieg` in: Focus Online v. 07.04.2010).</p>
<p>[19] Vgl. ARD &ndash; Deutschland TREND Mai 2010.</p>
<p>[20] Dass die Ablehnungsrate danach wieder anstieg, ist auf einen erheblichen Vertrauensverlust bei der Bev&ouml;lkerung in die Informationspolitik der Bundesregierung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, weil danach Informationen &uuml;ber den Kundus -Vorfall nur scheibchenweise an die &Ouml;ffentlichkeit gelangten.</p>
<p>[21] Bundestagsplenarprotokoll 14/210 vom 22.12.2001, S. 20858.</p>
<p>[22] Belege daf&uuml;r bei von Krause 2010: 184 f.</p>
<p>[23] Die Entscheidung zum Einsatz der Bundeswehr in 5.000 km Entfernung erscheint nicht weniger gewichtig als die zur Verteidigung des eigenen Landes bei einem Angriff, wo die Notwendigkeit zum Einsatz der Streitkr&auml;fte eigentlich auf der Hand liegt.</p>
<h2 class="auto-created">Literatur</h2>
<p><i>ARD&ndash;DeutschlandTREND </i>Mai 2010 <a href="http://www.infratest-dimap.de/umfragen-analysen/bundesweit/arddeutschlandtrend/2010/mai/" target="_blank" rel="noopener">http://www.infratest-dimap.de/umfragen-analysen/bundesweit/arddeutschlandtrend/2010/mai/</a> (Zugriff: 18.02.2011).</p>
<p><i>Bundesregierung </i>2003: Das Afghanistankonzept der Bundesregierung vom 01.09.2003. <a href="http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_datei/0%C2%842635%2C00.pdf" target="_blank" rel="noopener">http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_datei/0&bdquo;2635,00.pdf</a> (Zugriff: 26.08.2009). Berlin 2003.</p>
<p><i>Bundesregierung </i>2010: Auf dem Weg zur &Uuml;bergabe in Verantwortung: Das deutsche Afghanistan-Engagement nach der Londoner Konferenz. <a href="http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Aussenpolitik/RegionaleSchwerpunkte/AfghanistanZentralasien/AktuelleArtikel/100126-afghanistan-papier%2CnavCtx=297244.html" target="_blank" rel="noopener">http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Aussenpolitik/RegionaleSchwerpunkte/AfghanistanZentralasien/AktuelleArtikel/100126-afghanistan-papier,navCtx=297244.html</a> (Zugriff: 30.01.2010). Berlin 2010.</p>
<p><i>Hacke</i>, <i>Christian </i>2008: 60 Jahre Au&szlig;enpolitik der Bundesrepublik Deutschland. In: Schwarz, Hans-Peter 2008 (Hg.): Die Bundesrepublik Deutschland. Eine Bilanz nach 60 Jahren. K&ouml;ln u. a. 2008, S. 487-510.</p>
<p><i>Hellmann, Gunther/Roos, Ulrich</i> 2007: Das deutsche Streben nach einem st&auml;ndigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Analyse eines Irrwegs und Skizzen eines Auswegs. INEF Report 92/2007. Duisburg 2007.</p>
<p><i>Maull, Hanns W.</i> 1990/1991: Germany and Japan: The New Civilian Powers. In: Foreign Affairs, Jg. 69, H. 5, S. 91-105.</p>
<p><i>M&uuml;ller, Harald</i> 2002: Antinomien des demokratischen Friedens. In: Politische Vierteljahresschrift, Jg. 43, H. 1, S. 46 -81.</p>
<p><i>Naumann, Klaus </i>2008: Einsatz ohne Ziel? Die Politikbed&uuml;rftigkeit des Milit&auml;rischen. Hamburg 2008.</p>
<p><i>Schr&ouml;der, Gerhard</i> 2006: Entscheidungen. Mein Leben in der Politik. Hamburg 2006.</p>
<p><i>von Krause, Ulf</i> 2010: Die Afghanistaneins&auml;tze der Bundeswehr. Politischer Entscheidungsprozess mit Eskalationsdynamik. Wiesbaden 2010.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/193-vorgaenge/publikation/die-lehren-aus-dem-afghanistan-einsatz/">Die Lehren aus dem Afghanistan-Einsatz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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