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	<title>vorgänge 47-48 Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>Ein Brief zur Sache</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/47-48/publikation/ein-brief-zur-sache/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Nov 1980 11:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[vorgänge: Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aus: Vorgänge Nr. 47/48 (Heft 4/1980), Seite 152-153 Ich halte es für sehr wichtig, daß die Humanistische Union auch das Problem der sexuellen Not in den Justizvollzugsanstalten in der Bundesrepublik aufnimmt &#8211; zu mildern ist sie meiner Ansicht nach nur durch eine Angleichung der Gesetze an das schwedische Modell mit der Möglichkeit, schnellerund öfters Regelurlaub [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Aus: Vorgänge Nr. 47/48 (Heft 4/1980), Seite 152-153</p>
<p>Ich halte es für sehr wichtig, daß die Humanistische Union auch das Problem der sexuellen Not in den Justizvollzugsanstalten in der Bundesrepublik aufnimmt &#8211; zu mildern ist sie meiner Ansicht nach nur durch eine Angleichung der Gesetze an das schwedische Modell mit der Möglichkeit, schnellerund öfters Regelurlaub zu bekommen, als es in der BRD der Fall ist.<br />Lebenslängliche erhalten in Schweden bei guter Führung und Prognose bereits nach zwei Jahren den ersten Regelurlaub &#8211; in der Bundesrepublik aber wird (und das finde ich empörend!) der §13 des Strafvollzugsgesetzes, das immerhin ein Bundesgesetz ist, durch Verwaltungsvorschriften der Länder in der Praxis untergraben.<br />Ich sehe das als einen Rechtsbruch an.<br />In einigen Bundesländern, wie in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Berlin, erfüllt man Sinn und Wort des Gesetzes: nach Verbüßung von zehn Jahren prüft man auf Antrag Prognose und Möglichkeiten für den Lebenslänglichen, in Urlaub zu gehen &#8211; in Baden-Württemberg dagegen und vor allem in Bayern hält man eisern an den Verwaltungsvorschriften fest, die besagen, daß der Gefangene erst 18 Monate vor der Entlassung in Urlaub gehen darf!<br />Das sagen Sie mal einem Lebenslänglichen und seiner Familie, die jahrelang auf das Strafvollzugsgesetz gehofft haben und nun bitter enttäuscht sind!<br />Ich bin in dieser Sache auch zum Bundesjustizministerium nach Bonn gefahren, damit man von höchster Ebene aus darauf achtet, daß das Strafvollzugsgesetz erfüllt wird.<br />Etwas Grundsätzliches und Entscheidendes ist nicht erfolgt -jetzt versuchen wir es auf dem Weg der Klage eines Lebenslänglichen, den wir bis zum Bundesverfassungsgericht vertreten wollen.<br />Bei diesem Weg könnte uns die Humanistische Union unterstützen, indem sie uns bei der Umfrage bei den Justizministern aller Bundesländer einschließlich Berlin behilflich ist, wie hoch die Anzahl einsitzender Lebenslänglicher ist und wie viele davon seit Inkrafttreten des Strafvollzugsgesetzes am 1.1.1977 einen Urlaub genehmigt bekamen.<br />Wenn wir dieses Material hätten, könnten wir es dem Bundesjustizminister vorlegen &#8211; Staatssekretär Hans de With meinte bei unserem Gespräch, daß er solche Unterlagen bräuchte. In Schweden löst man das Problem in streng geschlossenen Anstalten, wie in Norrköping, durch einen Korridor mit Eingang zu Besuchsräumen, wo die Gefangenen drei Stunden lang Besuch empfangen können. Es sind nette kleine Wohnzimmer mit Couch, Waschgelegenheit und Möglichkeit zum Kaffeekochen. In einem nordschwedischen Gefängnis gibt es auch ein gesondertes Haus für Besucher &#8211; in den halboffenen Anstalten, wie z.B. Tillberga, kann der Gefangene jeden Sonntag Freund, Freundin oder Frau in seiner Wohnzelle empfangen und die Tür von innen abschließen&#8230;<br />Eine andere Möglichkeit sind die Studiendörfer, wo die Gefangenen mit ihren Familien für drei Wochen in kleinen Einfamilienhäusern wohnen. Die Kinder werden wie im Kindergarten aufgehoben &#8211; die Mütter studieren mit den Männern, um in der Bildung nicht zurückstehen zu müssen.<br />Außerdem gibt es, an einem See gelegen, ein Feriendorf, wo Gefangene, deren Prognose nicht gut ist, ihre Ferien mit der Familie verbringen können. Dazu liegen exakte Angaben vor.<br />So sehr ich die Art mißbillige, wie ein Mitglied der Humanistischen Union in Hamburg gegen den von vielen Gefangenen und ihren Frauen oder Freundinnen geschätzten Besuchsraum in Hamburg-Fuhlsbüttel vorging (was weidlich gegen Dr. Stark von der Boulevard-Presse ausgenützt wurde), so sehr sympathisiere ich mit seiner Absicht, über ein Aufzeigen der Mißstände bessere Kommunikationsmöglichkeiten für die Gefangenen zu schaffen. Aber er hätte es in Zusammenarbeit mit Stark und der Gefangenenvertretung tun sollen &#8211; und nicht gegen sie.<br />Das Grundgesetz sagt: &#132;Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz des Staates.&#148; Und es klammert dabei nicht die Tausende von Gefangenen aus. Kann eine Ehe intakt bleiben, wenn Mann und Frau sich nur zwölf Stunden im Jahr &#8211; und das unter Bewachung! &#8211; sehen dürfen?<br />Ich meine, die jetzige Regelung ist ein glatter Bruch des Gesetzes. Andere Gesetzesbrecher werden eingesperrt. Warum gilt in der Bundesrepublik das Grundgesetz am wenigsten?</p>
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		<title>vorgänge Nr. 47/48 (Heft 5-6/1980): Heimat und Identität</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/47-48/publikation/vorgaenge-nr-4748-heft-5-61980-heimat-und-identitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Dec 1980 16:13:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[vorgänge: Ausgaben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Inhaltsverzeichnis: Franz, Fritz, Manipulationen am Asylrecht (47/48), S. 1-3 Robinsohn, Hans, Wahlen, Helmut Schmidt and die Zukunft (47/48), S. 1-4 Schmidt, Hendrik, Bericht von der rundfunkpolitischen &#8222;Front&#8220; : Der neue NDR-Vertrag (47/48), S. 4-8 Kilali, Elisabeth, Elektroschock &#8211; eine Therapie vom Schlachthof (47/48), S. 8-14 Sonnet, Peter, Finanzielle Abr&#252;stung &#8211; Chance oder neue Illusion? (47/48), [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/vorg47-48.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-4875 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/vorg47-48-303x450.jpg" alt="vorg&auml;nge Nr. 47/48 (Heft 5-6/1980): Heimat und Identit&auml;t" width="303" height="450" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/vorg47-48-303x450.jpg 303w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/vorg47-48-505x750.jpg 505w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/vorg47-48-404x600.jpg 404w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/vorg47-48-227x337.jpg 227w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/vorg47-48.jpg 638w" sizes="(max-width: 303px) 100vw, 303px" /></a></span></p>
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</div>
<p>Inhaltsverzeichnis:</p>
<p><b>Franz, Fritz</b>, Manipulationen am Asylrecht (47/48), S. 1-3</p>
<p><b>Robinsohn, Hans</b>, Wahlen, Helmut Schmidt and die Zukunft (47/48), S. 1-4</p>
<p><b>Schmidt, Hendrik</b>, Bericht von der rundfunkpolitischen &#8222;Front&#8220; : Der neue NDR-Vertrag (47/48), S. 4-8</p>
<p><b>Kilali, Elisabeth</b>, Elektroschock &#8211; eine Therapie vom Schlachthof (47/48), S. 8-14</p>
<p><b>Sonnet, Peter</b>, Finanzielle Abr&uuml;stung &#8211; Chance oder neue Illusion? (47/48), S. 19-23</p>
<p><b>Simonis, Udo Ernst</b>, Entwicklungspolitik : Anspruch und Wirklichkeit. Am Beispiel des Berichtes der &#8222;Nord-S&uuml;d-Kommission&#8220; (Brandt-Bericht) (47/48), S. 24-32</p>
<p><b>Berghahn, Sabine</b>, Wohin mit dem sozialen Engagament beim Anwaltsberuf? (47/48), S. 33-36</p>
<p><b>Renck, Ludwig</b>, Das Bundesverfassungsgericht und das Schulgebet (47/48), S. 36-38</p>
<p><b>Horn, G. Herbert</b>, Mehr W&auml;hlerrechte durch B&uuml;rgerspezialisierung (47/48), S. 39-45</p>
<p><b>Rohwer, Jens</b>, Ist das Grundgesetz entwicklungsf&auml;hig? &Uuml;berlegung eines besorgten B&uuml;rgers and Demokraten (47/48), S. 45-46</p>
<p><b>Damm, Diethelm</b>, Tr&uuml;be Quellenforschung (47/48), S. 47-48</p>
<p><b>Robinsohn, Hans</b>, Erste Bemerkungen zur Wahl. (Geschrieben am 7.10.1980) (47/48), S. 48-49</p>
<p><b>und Gerd Hirschauer, Manferd Bosch</b>, Thema: Heimat and Identit&auml;t (47/48), S. 53-54</p>
<p><b>Jeggle, Utz</b>, Wandervorschl&auml;ge in Richtung Heimat (47/48), S. 55-62</p>
<p><b>Bausinger, Hermman</b>, Heimatpflege heute (47/48), S. 63-67</p>
<p><b>Mo&szlig;mann, Walter</b>, Dreyeckland (47/48), S. 68-83</p>
<p><b>Ott, Sieghart</b>, Land &amp; Leut. Von staatlicher Repr&auml;sentation und bodenst&auml;ndiger Eigenart, vorwiegend der Bayern (47/48), S. 84-89</p>
<p><b>Sammet, Gerald</b>, Heimat. Im Zentrum der Zumutungen (47/48), S. 90-98</p>
<p><b>Hubert, Heinz G.</b>, Vorl&auml;ufiges &uuml;ber die Provinz. Kritische Fragmente (47/48), S. 99-103</p>
<p><b>Blaschke, Jochen</b>, Regionalismus, ein neues Ph&auml;nomen an den Peripherien Europas (47/48), S. 104-110</p>
<p><b>Heidenreich, Gert</b>, Germania, du Sch&ouml;ne. Briefe an eine Geliebte (47/48), S. 111-112</p>
<p><b>Eigenwald, Rolf</b>, Denn die Heimat bleibt bestehen in dem Lied versto&szlig;ner S&ouml;hne. Anmerkungen zu Max Herrmann- Nei&szlig;e (47/48), S. 113-116</p>
<p><b>Bosch, Manfred</b>, Heimat and Identit&auml;t. Ein Literaturbericht (47/48), S. 116-129</p>
<p><b>Ott, Sieghart</b>, Weitere Literaturhinweise zum Thema &#8222;Heimat&#8220; (47/48), S. 129-130</p>
<p><b>Br&auml;ker, Ulrich, M&ouml;ser, Justus, Dietsch, Andreas, Felder, Franz Michael, Baader, Ottilie, Krupp, Alfred, Bruhns, Julius, Rehbein, Franz &amp; Osterroth, Nikolaus</b>, Heimatvertreibung. Literarische Dokumente zur Sozialgeschichte des Begriffes &#8222;Heimat&#8220; (47/48), S. 131-140</p>
<p><b>M&uuml;ller, Erwin &amp; Rittberger, Volker</b>, Konzeptionelle Aspekte einer milit&auml;rischen Entspannungspolitik. Thesen (47/48), S. 14-18</p>
<p><b>M&uuml;ller-Dietz, Heinz</b>, Sexualit&auml;t und Strafvollzug (47/48), S. 141-147</p>
<p><b>Strak, Heinz-D.</b>, Sexualit&auml;t und Freiheitsstrafe (47/48), S. 147-150</p>
<p><b>Cervik, Karl</b>, Sexualit&auml;t hinter Gittern (47/48), S. 150-151</p>
<p><b>Einsele, Helga</b>, Praxisprobleme nach dem geltenden Recht (47/48), S. 151-152</p>
<p><b>Wolf, Birgitta</b>, Ein Brief zur Sache (47/48), S. 152-153</p>
<p><b>Bosch, Manfred</b>, Vom Erlernen des aufrechten Ganges. Proletarische Autobiographien als Zeugnisse sozialer Geschichte (I) (47/48), S. 153-158</p>
<p><b>Pieper, Ernst</b>, Leben and &Uuml;berleben im Dritten Reich (47/48), S. 158</p>
<p><b>Sonnet, Peter</b>, Oswald Spenglers Untergang wieder aktuell? (47/48), S. 158-161</p>
<p><b>Lutzmann, Karlheinz</b>, Ein Urgebirge an Vernuft? (47/48), S. 161-165</p>
<p><b>Ostermeyer, Helmut</b>, Atomenergie und Kulturgeschichte. Ideologischer Abri&szlig; einer m&ouml;glichen Entwicklung (47/48), S. 165-167</p>
<p><b>Meuer, Gerd</b>, Verlernen, was mich stumm macht. Hinweise zur afrikanischen Literatur (47/48), S. 167-170</p>
<p><b>Ott, Sieghart</b>, Der literarische Maulwurf (XXII). Italienischer Faschismus &#8211; Deutscher Neo-Faschismus (47/48), S. 170-174</p>
<p><b>deutscher Sinti e. V., Verband</b>, Orientierungsrahmen zum Kulturzentrum der Sinti in Dachau (47/47), S. 174-176</p>
<p><b>des Bundesverbandes, Romani Rose: Stellvertretender Vorsitzender</b>, F&uuml;r ein Kuturzentrum der Sinti in Dachau (47/48), S. 174</p>
<p><b>f&uuml;r Grundrechte und Demokratie e. V., Komitee</b>, Appell: Der Kriegsgefahr nicht tatenlos zusehen ! (47/48), S. 176-178</p>
<p><b>Holtfort, Werner</b>, &Uuml;bermacht der Staatsanwaltschaft und Waffengleichheit im Proze&szlig;. Briefwechsel zwischen Werner Holtfort (HU) und dem parlamentarischen Staatssekret&auml;r im Bundesjustizministerium (47/48), S. 178-181</p>
<p><b>des Deutschen Juristentages in West Berlin, Abteilung</b>, Empfehlungen zu den Themen: Integrationsprobleme und Asylrecht (47/48), S. 181-183</p>
<p><b>N.N.</b>, Ausgang und Urlaub aus der Haft (Aus der Vollzugspraxis) (47/48), S. 183</p>
<p><b>in Bonn, Schwedische Botschaft</b>, Strafvollzug in Schweden (47/48), S. 183-190</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/47-48/publikation/vorgaenge-nr-4748-heft-5-61980-heimat-und-identitaet/">vorgänge Nr. 47/48 (Heft 5-6/1980): Heimat und Identität</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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