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	<title>Aufruf Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>Aufruf zur Gründung eines „AK Medien“</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/mitt-256/publikation/aufruf-zur-gruendung-eines-ak-medien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Nov 2025 14:32:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verein]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[AK Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Aufruf]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Publikationen: HU-Mitteilungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Presse- und Meinungsfreiheit sind unabdingbare Voraussetzungen für eine pluralistische Demokratie. Insbesondere Rechtspopulisten und -populistinnen versuchen jedoch weltweit, die Medien unter ihre Kontrolle zu bringen und deren Freiheit einzuschränken. Häufig wird „die Presse“ als „vierte Gewalt im Staat“ bezeichnet. Nach dem Prinzip der Gewaltentrennung müssen Medien staatsfern und allein demokratischen Grundsätzen sowie den Menschenrechen verpflichtet sein. [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/mitt-256/publikation/aufruf-zur-gruendung-eines-ak-medien/">Aufruf zur Gründung eines „AK Medien“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Presse- und Meinungsfreiheit sind unabdingbare Voraussetzungen für eine pluralistische Demokratie. Insbesondere Rechtspopulisten und -populistinnen versuchen jedoch weltweit, die Medien unter ihre Kontrolle zu bringen und deren Freiheit einzuschränken.</p>
<p>Häufig wird „die Presse“ als „vierte Gewalt im Staat“ bezeichnet. Nach dem Prinzip der Gewaltentrennung müssen Medien staatsfern und allein demokratischen Grundsätzen sowie den Menschenrechen verpflichtet sein. Ganz besonders gilt das für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR), der sich in den letzten Jahren jedoch verstärkten Angriffen – insbesondere von Rechts – ausgesetzt sieht.</p>
<p>Eine gründliche Debatte über Medien und ihre Bedeutung für die Demokratie steht einer Bürgerrechtsorganisation wie der Humanistischen Union (HU) gut an. Er sollte mit dem Wunsch geführt werden, Strukturen des ÖRR zu stärken und dem Zugriff der Politik weitmöglichst zu entziehen. Das könnte beispielsweise durch eine Wahl der Gremien durch die Gebührenzahlenden geschehen.</p>
<p>Solche und weitere Vorschläge könnte ein „Arbeitskreis Medien“ der HU diskutieren. Er könnte über Möglichkeiten eines europa-weiten Diskussionsnetzwerks in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft anstelle der milliardärsgesteuerten angeblichen Social Media nachdenken. Der AK könnte auch Vorschläge für eine Finanzierung öffentlich-rechtlicher Medien durch Gebühren ohne Gängelei durch Landesregierungen und Parteien erörtern.</p>
<p>In einer Zeit, in der die italienische Berlusconi-Holding sich anschickt, auch in Deutschland nennenswerten Einfluss auf private Medien zu gewinnen, sollte der AK auch über wirksame Aufsichts- und Kontrollstrukturen für private Medien sprechen. Auch Möglichkeiten lokaler Medien in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft könnten ein Thema sein. Zudem wären auch Gespräche mit Journalistinnen und Journalisten oder Medienwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler über eine journalistische Berufsethik jenseits von Quote und Klicks sinnvoll.</p>
<p>Darum schlagen wir die Gründung eines „HU-Arbeitskreises Medien“ vor. Vorgesehen ist, dass AK-Mitglieder sich per Videokonferenz für ihre gemeinsame Arbeit treffen. Die genaue Arbeitsweise und die Häufigkeit der Treffen kann in einer konstituierenden Sitzung besprochen werden. Interessierte können sich per Mail an <a href="mailto:akmedien@humr.de">akmedien@humr.de</a> bei Franz-Josef Hanke in Marburg melden.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Franz-Josef Hanke</em></p>
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		<title>Mindestanforderungen an eine rechtsstaatliche Reform der Geheimdienstgesetze</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/208/publikation/mindestanforderungen-an-eine-rechtsstaatliche-reform-der-geheimdienstgesetze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2015 07:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aufruf]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimdienste]]></category>
		<category><![CDATA[vorgänge: Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>aus: vorgänge Nr. 208 (Heft 4/2014), S. 200-201 (SL) Mit einer gemeinsamen Erklärung haben mehrere Bürger- und Menschenrechtsorganisationen (darunter auch die Humanistische Union), die Stiftung Neue Verantwortung sowie ein Berliner Rechtsanwalt eine umfassende Aufklärung der Überwachungsvorwürfe gegen BND und NSA gefordert. Ein Jahr nach dem Einsetzen des NSA-Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestags zeige sich immer mehr, [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>aus: vorgänge Nr. 208 (Heft 4/2014), S. 200-201</p>
<p>(SL) Mit einer gemeinsamen Erklärung haben mehrere Bürger- und Menschenrechtsorganisationen (darunter auch die Humanistische Union), die Stiftung Neue Verantwortung sowie ein Berliner Rechtsanwalt eine umfassende Aufklärung der Überwachungsvorwürfe gegen BND und NSA gefordert. Ein Jahr nach dem Einsetzen des NSA-Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestags zeige sich immer mehr, dass die Bundesregierung die parlamentarischen Bemühungen um eine Aufklärung der Überwachungsvorgänge blockiere, indem sie beispielsweise das Untersuchungsrecht des Bundestags niedriger bewerte als die Geheimhaltungsinteressen ausländischer Geheimdienste wie dem GCHQ. Die bisherige Arbeit des Untersuchungsausschusses habe hingegen gezeigt, dass die <br />Kontrolle der Geheimdienste völlig unzureichend sei und die gesetzlichen Grundlagen für die Geheimdienste zahlreiche Lücken aufwiesen. Die Initiatoren der Erklärung fordern deshalb eine Reform der Geheimdienstgesetzgebung ein, bei der folgende Mindestanforderungen zu berücksichtigen seien:</p>
<p>&#149; &#132;Es darf <b>keine Überwachungsmaßnahmen ohne gesetzliche Grundlage </b>geben, weder im Inland noch im Ausland. Die Gesetze müssen verhältnismäßig und angemessen ausgestaltet sein und die Voraussetzungen, die Anordnung und das Verfahren sowie die Rechtsschutzmöglichkeiten klar benennen. <b>Die Ungleichbehandlung von In- und Ausländern</b> in den einzelnen Überwachungsvorschriften ist zu beenden. Die Bundesregierung hat sicherzustellen, dass die deutschen Dienste die gesetzlichen, grund- und menschenrechtlichen Verpflichtungen wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte oder die von Deutschland mit-initiierte UN Resolution zum &#132;Right to Privacy in the Digital Age&#147; auch bei Einsätzen im Ausland einhalten.</p>
<p>&#149; Sämtliche <b>Übermittlungen von Kommunikationsdaten an ausländische Stellen</b> sind der G10-Kommission anzuzeigen und in deren jährliche Berichte aufzunehmen, unabhängig davon, ob es sich um Inhalts- oder Metadaten handelt. Eine Übermittlung personenbezogener Daten an ausländische Stellen oder die Entgegennahme solcher Daten von ausländischen Stellen ohne gesetzliche Regelung ist auszuschließen.</p>
<p>&#149; Der Bundestag muss <b>das Parlamentarische Kontrollgremium </b>finanziell und personell so ausstatten, dass es die Kontrolle der Nachrichtendienste auch tatsächlich gewährleisten kann. Dem PKGr ist gesetzlich ein direkter Zugriff auf alle Vorgänge in und Zeugen aus den Diensten einzuräumen. Alle Mitarbeiter der Dienste müssen dem Gremium stets für eine vollständige Auskunft über ihre Tätigkeit zur Verfügung stehen.</p>
<p>&#149; Die faktische Aussetzung des individuellen <b>gerichtlichen Rechtsschutzes</b> gegen geheimdienstliche Überwachungsmaßnahmen (§ 13 G10) ist aufzuheben, damit (potenziell) Betroffene unabhängige Gerichte auch dann anrufen können, sofern (noch) keine Benachrichtigung über die Maßnahmen erfolgte.</p>
<p>&#149; Wir schlagen die <b>Einrichtung eines Geheimdienstbeauftragten des Bundestages vor</b>, der das PKGr in seiner Arbeit unterstützt. <br />* Das Sekretariat der G10-Kommission ist personell und fachlich so auszustatten, dass es beantragte Maßnahmen technisch und juristisch in ihrer gesamten Tragweite beurteilen kann. Das Genehmigungsverfahren vor der G10-Kommission ist so auszugestalten, dass ein Ombudsmann die Rechte der Betroffenen vertritt.</p>
<p>&#149; Aufgrund der fehlenden öffentlichen Kontrolle ist es im Bereich der Nachrichtendienste besonders wichtig, einen funktionierenden <b>Mechanismus für Whistleblower </b>einzurichten. Insbesondere ist die Möglichkeit einzuräumen, dass sich Mitarbeiter der Geheimdienste ohne Einhaltung des Dienstweges jederzeit uneingeschränkt an die parlamentarischen Kontrollgremien sowie die Datenschutzaufsicht wenden dürfen.</p>
<p>&#149; Das <b>Informationsfreiheitsgesetz</b> muss auch für die Nachrichtendienste gelten, damit abgelehnte Auskunftsbegehren von Gerichten überprüft werden können.</p>
<p>&#149; Das <b>Bundesdatenschutzgesetz </b>muss auch im Bereich der Nachrichtendienste für alle Datensammlungen uneingeschränkt angewendet werden. Der Bundesdatenschutzbeauftragten (BfDI) ist &#150; wie das Gesetz es vorsieht &#150; uneingeschränkter Zugang zu gewähren. Datensammlungen dürfen nicht ohne Genehmigung der BfDI betrieben werden.&#8220;</p>
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		<title>Delegiertenkonferenz 2013  Aufruf zu Delegiertenwahlen</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/publikation/delegiertenkonferenz-2013-aufruf-zu-delegiertenwahlen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Dec 2012 20:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Delegiertenkonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Aufruf]]></category>
		<category><![CDATA[Termine: MV / DK]]></category>
		<category><![CDATA[Verband: Delegiertenkonferenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitteilungen 218/219 (III/IV) &#8211; Dezember 2012, Seite 13 Der Bundesvorstand hat die 23. ordentliche Delegiertenkonferenz (DK) der Humanistischen Union f&#252;r den 1./2. Juni 2013 einberufen. Die Versammlung wird voraussichtlich in Frankfurt stattfinden. Die DK ist laut Vereinssatzung das oberste Beschlussgremium der Humanistischen Union. Sie w&#228;hlt einen neuen Bundesvorstand sowie die anderen Gremien und Funktionen des [weiterlesen]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilungen 218/219 (III/IV) &#8211; Dezember 2012, Seite 13</p>
<p>Der Bundesvorstand hat die 23. ordentliche Delegiertenkonferenz (DK) der Humanistischen Union f&uuml;r den 1./2. Juni 2013 einberufen. Die Versammlung wird voraussichtlich in Frankfurt stattfinden. Die DK ist laut Vereinssatzung das oberste Beschlussgremium der Humanistischen Union. Sie w&auml;hlt einen neuen Bundesvorstand sowie die anderen Gremien und Funktionen des Vereins. Dar&uuml;ber hinaus entscheiden die Delegierten &uuml;ber inhaltliche Positionen und Arbeit des Vereins. Alle Mitglieder und Regionalgruppen der HU sind herzlich eingeladen, bereits im Vorfeld ihre Vorschl&auml;ge f&uuml;r die inhaltliche Gestaltung der DK einzubringen. Der Bundesvorstand wird anhand der eingebrachten Vorschl&auml;ge Mitte April &uuml;ber die Tagesordnung entscheiden.</p>
<h2 class="auto-created">Ablauf der Delegier&shy;ten&shy;wahlen</h2>
<p>Die Teilnahme an der Delegiertenversammlung ist grunds&auml;tzlich f&uuml;r alle Mitglieder der Humanistischen Union m&ouml;glich, bei den Abstimmungen und Wahlen haben jedoch nur gew&auml;hlte Delegierte ein Stimmrecht. Deshalb gilt: Wer mitbestimmen will &uuml;ber die Geschicke der HU, sollte sich als Delegierte/r aufstellen. Der Bundesvorstand ruft alle Mitglieder dazu auf, sich aktiv an der Wahl der Delegierten zu beteiligen.</p>
<p>Die Delegiertenwahl erfolgt gem&auml;&szlig; Satzung und Wahlordnung der HU getrennt nach Bundesl&auml;ndern. Die Zahl der zu w&auml;hlenden Delegierten pro Bundesland schwankt zwischen 1 und 7, sie ergibt sich aus den jeweiligen Mitgliederzahlen (Delegiertenschl&uuml;ssel s.u.).</p>
<p>Vor der eigentlichen Wahl sind zun&auml;chst Kandidatinnen und Kandidaten zu benennen: Jedes Mitglied kann sich selbst oder andere Mitglieder als KandidatIn nominieren. Daneben k&ouml;nnen Orts-, Regional- und Landesverb&auml;nde in ihren Mitgliederversammlungen KandidatInnenlisten aufstellen. F&uuml;r jede Kandidatur ist ein Formblatt auszuf&uuml;llen (s.u.). Einsendefrist f&uuml;r alle Kandidaturen ist der 15. M&auml;rz 2013. Die eigentliche Delegiertenwahl startet am 28. M&auml;rz mit dem Versand der Wahlunterlagen. Dann haben alle Wahlberechtigten einen Monat Zeit f&uuml;r die Abgabe ihrer Stimme.</p>
<p><i>Sven L&uuml;ders<br />f&uuml;r die Wahlleitung</i></p>
<p><i>Der Delegiertenschl&uuml;ssel, die Formulare zur Kandidatenaufstellung sowie die Wahl- und Gesch&auml;ftsordnung der DK k&ouml;nnen in der Bundesgesch&auml;ftsstelle oder im Internet abgerufen werden unter </i><a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2013/dk/"><i>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2013/dk/</i></a><i>. </i></p>
<h2 class="auto-created">Fahrplan zur Delegier&shy;ten&shy;kon&shy;fe&shy;renz 2013</h2>
<p>15. M&auml;rz 2013 Nominierungsfrist f&uuml;r KandidatInnen <br />28. M&auml;rz 2013 Versand Wahlunterlagen, Beginn der Delegiertenwahl<br />30. April 2013&nbsp; R&uuml;cksendefrist f&uuml;r Stimmzettel<br />1. Mai 2013&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Frist f&uuml;r satzungs&auml;ndernde DK-Antr&auml;ge<br />2. Mai 2013&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;vereins&ouml;ffentliche Ausz&auml;hlung der Stimmen<br />14. Mai 2013&nbsp;&nbsp; Bekanntgabe der Wahlergebnisse, Versand der Einladungen mit Tagesordnung und Antr&auml;gen<br />1./2. Juni 2013 Delegiertenkonferenz</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Widerstand gegen das „Stockholm-Programm</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/205-206/publikation/widerstand-gegen-das-stockholm-programm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 12:13:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Aufruf]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz: Sonstige]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ausz&#252;ge aus der Erkl&#228;rung des Europ&#228;ischen B&#252;rgerrechtsnetzwerks zum neuen F&#252;nfjahresplan der EU zur Justiz- und Innenpolitik. Aus: Mitteilungen Nr. 205/206 (2+3/2009), S. 30-32 (Red.) ECLN &#8211; das B&#252;ndnis europ&#228;ischer Menschen- und B&#252;rgerrechtsorganisationen &#8211; wurde im September 2005 von der britischen B&#252;rgerrechtsgruppe statewatch gegr&#252;ndet. Die Humanistische Union geh&#246;rt zu den Unterst&#252;tzern des B&#252;ndnisses, das sich als [weiterlesen]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ausz&uuml;ge aus der Erkl&auml;rung des Europ&auml;ischen B&uuml;rgerrechtsnetzwerks zum neuen F&uuml;nfjahresplan der EU zur Justiz- und Innenpolitik. Aus: Mitteilungen Nr. 205/206 (2+3/2009), S. 30-32</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/ECLN.gif" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-4175 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/ECLN.gif" alt="Widerstand gegen das &#8222;Stockholm-Programm&#8221;" width="300" height="95"></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p><i>(Red.) ECLN &#8211; das B&uuml;ndnis europ&auml;ischer Menschen- und B&uuml;rgerrechtsorganisationen &#8211; wurde im September 2005 von der britischen B&uuml;rgerrechtsgruppe statewatch gegr&uuml;ndet. Die Humanistische Union geh&ouml;rt zu den Unterst&uuml;tzern des B&uuml;ndnisses, das sich als Plattform f&uuml;r den Informationsaustausch versteht (s. <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/191/">Mitteilungen 191</a>). Gr&uuml;ndungserkl&auml;rung und beteiligte Gruppen bzw. Einzelpersonen finden sich unter: </i><a href="http://www.ecln.org/about.html" target="_blank" rel="noopener"><i>http://www.ecln.org/about.html</i></a><i>.<br />Der Vorstand der HU hat beschlossen, den Aufruf zum Widerstand gegen das &#8222;Stockholm-Programm&#8220; zu unterst&uuml;tzen. Der Aufruf wurde urspr&uuml;nglich englisch verfasst, die vorliegende &Uuml;bersetzung erstellte die Redaktion des Schattenblicks. Im Zweifel gilt das englische Original.</i></p>
<p>Das &#8222;Stockholm-Programm&#8220; legt die Agenda f&uuml;r die europ&auml;ische Justiz- und Innenpolitik sowie die Innere Sicherheit von 2009 bis 2014 fest. Die EU hat bereits durch die Schaffung militarisierter Grenzen, die Verpflichtung zu einem proaktiven &Uuml;berwachungsregime und durch die zunehmend aggressive Au&szlig;en- und Verteidigungspolitik einen bedenklich autorit&auml;ren Charakter angenommen.</p>
<p>Die laufende Diskussion unter politischen Entscheidungstr&auml;gern der EU l&auml;sst erwarten, da&szlig; dieser Ansatz in den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren vertieft und ausgeweitet wird. Es ist davon auszugehen, dass das &#8222;Stockholm-Programm&#8220;, das sich auf den Abschlu&szlig;bericht der EU-Zukunftsgruppe gr&uuml;ndet &#8211; eingehend analysiert in &#8222;The Shape of Things to Come&#8220;* -, im Dezember unter der schwedischen EU-Ratspr&auml;sidentschaft vom Europ&auml;ischen Rat (den 27 Regierungen) verabschiedet wird.</p>
<p>Wir machen uns gro&szlig;e Sorgen angesichts dieser Entwicklungen und haben deshalb die Initiative ergriffen, die &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber diesen Angriff auf ihre demokratischen Rechte und die Verschlechterung der Menschenrechtslage in Europa und &uuml;ber Europa hinaus zu informieren. Wir rufen B&uuml;rgerrechtsgruppen und Einzelpersonen auf, ihre Meinung &uuml;ber das Stockholm-Programm zu &auml;u&szlig;ern und an einem demokratischen Europa zu arbeiten.</p>
<h5>Hinter&shy;grund: Tampere, Den Haag und Stockholm</h5>
<p>Die EU ist seit mehr als einem Jahrzehnt dabei, den so genannten &#8222;Raum f&uuml;r Freiheit, Sicherheit und Gerechtigkeit&#8220; zu entwickeln. Er umfasst Gesetze und Politik der Polizeizusammenarbeit, Terrorabwehr, Immigration, Asyl und Grenzkontrollen. Die EU behauptet, die B&uuml;rgerrechte gewahrt sowie Privatsph&auml;re und Politik gegeneinander abgewogen zu haben, doch viele sind anderer Meinung und argumentieren, da&szlig; die EU die Menschenrechte und demokratischen Standards nicht einh&auml;lt, auf denen sie zu gr&uuml;nden behauptet.</p>
<p>Das Stockholm Programm baut auf den zwei vorangegangenen F&uuml;nfjahrespl&auml;nen &#8211; dem Tampere- (1999-2004) und dem Den Haager-Programm (2005-2009) auf -, die beide ohne jegliche Beteiligung von Parlamenten oder Zivilgesellschaft ausgearbeitet und verabschiedet wurden. W&auml;hrend die EU-Vertr&auml;ge, wie Amsterdam (oder Lissabon, wenn er angenommen wird), die rechtliche Grundlage f&uuml;r die Gesetzgebung bilden, legen die F&uuml;nfjahrespl&auml;ne fest, wie die Kr&auml;fte eingesetzt werden, indem sie die Parameter f&uuml;r die k&uuml;nftige Politik und Praxis bestimmen.</p>
<p>Im Jahr 2007 hat der Rat die &#8222;Zukunftsgruppe&#8220; eingesetzt, die ihren Bericht im Juli 2007 herausgegeben hat. &#8230; Es wird deutlich, wie viel bereits verloren ist und wie viel auf dem Spiel steht.</p>
<h5>Die totale &Uuml;berwachung instal&shy;lieren</h5>
<p>Die EU ist in den von ihr zur &Uuml;berwachung ihrer B&uuml;rger verabschiedeten Gesetzen wesentlich weitergegangen als die USA. W&auml;hrend der PATRIOT ACT eine traurige, allgemeine Bekanntheit erlangt hat, hat die EU still und leise die Gesetze zur obligatorischen Abnahme von Fingerabdr&uuml;cken aller Inhaber von EU-P&auml;ssen, Visa und Aufenthaltsgenehmigungen verabschiedet sowie die obligatorische Speicherung &#8211; f&uuml;r den allgemeinen Gesetzesvollzug &#8211; aller Telekommunikationsdaten (unsere Telephon-, E-Mail- und Internetprotokolle) und aller Fluggastdaten (von Passagieren nach, aus und durch Europa).</p>
<p>Aufgrund der nationalen Gesetze, die EU-Recht umsetzen, machen die staatlichen Stellen sich an die Arbeit, ein zuvor nicht vorstellbar detailliertes Profil des privaten und politischen Lebens ihrer B&uuml;rger zu erstellen, oftmals ohne jegliche Datenschutzstandards, richterliche oder demokratische Kontrollen.</p>
<p>Laut der EU-&#8222;Zukunftsgruppe&#8220; ist dies lediglich der Anfang eines &#8222;digitalen Tsunamis&#8220;, der den Gesetzesvollzug revolutionieren soll, indem er der Polizei und den internen Sicherheitsbeh&ouml;rden eine ungeheure Menge an Informationen bereitstellt. Das EU-Datenschutzrecht, nach dem &Uuml;berwachung fast ausgeschlossen ist, hat man damit bereits hinter sich gelassen. Das Recht des Einzelnen auf Privatsph&auml;re und individuelle Freiheiten wird auf fatale Weise ausgeh&ouml;hlt.</p>
<p>Die EU finanziert zugleich die Entwicklung einer europ&auml;ischen &#8222;Heimatschutz&#8220;-Industrie, indem sie Milliarden von Euro an Subventionen an europ&auml;ische Unternehmen zahlt, um sie im Wettbewerb mit dem milit&auml;risch-industriellen Komplex der USA auf dem lukrativen Markt f&uuml;r Kriegsger&auml;t und Sicherheitstechnologie zu unterst&uuml;tzen. Im Gegenzug&nbsp; &uuml;ben die Unternehmen einen wachsenden und un&uuml;berpr&uuml;fbaren Einfluss auf die Sicherheitspolitik der EU aus.</p>
<p>Was ist von den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren zu erwarten: ein EU-Personalausweis und -Bev&ouml;lkerungsregister, &#8222;Fern&#8220;-Durchsuchungen (online) von Computerfestplatten durch die Polizei, Internet&uuml;berwachungssysteme, Satelliten&uuml;berwachung, automatisierte Ausgangs- und Zugangssysteme, die von Maschinen betrieben werden, autonome Zielsysteme, Risikoanalysen- und Profilerstellungssysteme.</p>
<h5>Festung Europa: Von der Grenz&shy;kon&shy;trolle zur sozialen Kontrolle</h5>
<p>Seit Ende der 1970er Jahre f&uuml;hren die EU-Mitgliedstaaten und seit k&uuml;rzerem auch die EU-Institutionen einen selektiven Krieg gegen Migration. In den 1970ern wurden die M&ouml;glichkeiten zur Arbeitsimmigration eingeschr&auml;nkt, gefolgt von der Installation substantieller und verfahrensrechtlicher Barrieren f&uuml;r die Beantragung und Erteilung von Asyl zu Beginn der 90er.</p>
<p>Ende der 90er wurden die Kontrollen an den Au&szlig;engrenzen verst&auml;rkt und militarisiert, gefolgt von der allm&auml;hlichen Verlagerung der Migrationskontrolle in den Bereich au&szlig;erhalb der Grenzen durch Wiederzulassungsvereinbarungen mit Drittl&auml;ndern sowie Internierungszentren rund um die EU und die FRONTEX, die im Mittelmeer patroulliert.</p>
<p>Es handelt sich um einen selektiven Krieg gegen Migration, weil sich die restriktiven Ma&szlig;nahmen der EU besonders gegen jene richten, die aus Armut und vor Verfolgung fliehen: w&auml;hrend Industriestaaten &#8222;wei&szlig; gelistet&#8220; bleiben, werden die armen L&auml;nder auf die &#8222;schwarze Liste&#8220; f&uuml;r EU-Visa verbannt und restriktive Kontrollen gegen ihre B&uuml;rger eingesetzt.</p>
<p>W&auml;hrend eine sich schnell entwickelnde, milit&auml;risch ausgerichtete EU-Grenzpolizei (FRONTEX) und eine Reihe zentraler Datenbanken (SIS, SIS II, Eurodac, VIS) geschaffen werden, um Migration ohne Papiere oder die irregul&auml;re Migration auf globaler Ebene zu &#8222;bek&auml;mpfen&#8220;, wird zur Migration gutausgebildeter Fachkr&auml;fte ermutigt, um das alternde Arbeitskr&auml;ftepotential der EU zu ersetzen und den dortigen Lebensstandard zu halten und die &#8222;Wettbewerbsf&auml;higkeit&#8220; der EU in der globalen Marktwirtschaft zu sichern.</p>
<p>Zur gleichen Zeit wird die Arbeit von Migranten ohne Papiere, die ohne arbeits- und sozialrechtlichen Schutz arbeiten &#8211; und unter best&auml;ndiger Androhung der Deportation &#8211; in Europa schamlos ausgebeutet. Diese Arbeit kommt Europas produktivem Wirtschaftssektor, wie der Landwirtschaft und der Bauwirtschaft, zugute sowie dem Dienstleistungsbereich und der reproduktiven Wirtschaft, insbesondere dem Reinigungs-, Hotel- und Restaurantsektor sowie den Privathaushalten.</p>
<p>Es ist weithin bekannt, dass die EU-Wirtschaft auf die Arbeit der Migranten angewiesen ist, dennoch verweigern die Regierungen den Arbeitnehmern in klarer Verletzung der internationalen Schutzstandards, die in der EU-eigenen Menschenrechtskonvention wie auch denen der UNO oder der ILO niedergelegt sind, systematisch ihre Arbeits- und Menschenrechte.</p>
<p>W&auml;hrend EU-Politiker die Verletzung der internationalen Menschenrechte durchweg ignoriert und sogar dazu ermutigt haben, haben Aktivisten f&uuml;r soziale Gerechtigkeit Belege f&uuml;r die &#8222;t&ouml;dliche Realit&auml;t&#8220; der ausschlie&szlig;enden Immigrations- und Asylpolitik geliefert. Sie haben fast 10.000 Todesf&auml;lle dokumentiert, die eine direkte Folge der &#8222;Festung Europa&#8220; darstellen&#8230;</p>
<p>Der Apparat und die Institutionen, die geschaffen wurden, um Immigration in die EU zu kontrollieren, dehnen sich rasch aus. Die Grenzkontrollen entwickeln sich kontinuierlich zu einer breiteren Form sozialer Kontrolle, die sich nicht allein mit Migranten befasst, sondern auch mit B&uuml;rgern. Flugh&auml;fen und Au&szlig;engrenzen werden schnell zu Polizei- und Milit&auml;rkontrollpunkten an denen ein jeder einer ausgedehnten &Uuml;berpr&uuml;fung und Sicherheitskontrolle unterworfen wird.</p>
<p>Diese Infrastruktur entwickelt sich zu einem wuchernden, datengest&uuml;tzten Netz, das sich von den Grenzen her ausbreitet, um schlie&szlig;lich ganze Territorien und Bev&ouml;lkerungen abzudecken.<br />Was ist von den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren zu erwarten: E-Grenzen, Passagierprofilsysteme, ein EU-&#8222;Zugangs/Ausgangs&#8220;-System, Drohnen zur Grenz&uuml;berwachung, gemeinsame EU-Abschiebefl&uuml;ge, spezielle EU-Abschiebeflugzeuge, EU-finanzierte Internierungszentren und Fl&uuml;chtlingslager in Drittstaaten.</p>
<h5>Die Milita&shy;ri&shy;sie&shy;rung der Sicherheit, die Versi&shy;cher&shy;heit&shy;li&shy;chung von allem</h5>
<p>&#8230; Wir erleben zur Zeit die politische &#8222;Versicherheitlichung&#8220; einer Unmenge komplexer politischer Fragen, angefangen von der Nahrungsmittel- und Energieversorgung bis hin zu komplexen sozialen und Umwelterscheinungen wie Klimawandel und Migration.</p>
<p>Das Ergebnis ist eine zunehmend sicherheitspolitisch militarisierte Herangehensweise an anhaltende soziale und wirtschaftliche Probleme. In Zeiten erh&ouml;hter globaler Unsicherheit besteht die Gefahr, dass die Frage der Gesetzm&auml;&szlig;igkeit gegen&uuml;ber dem Ziel, die Bedrohung zu beseitigen, in den Hintergrund tritt.</p>
<p>Wie die NATO positioniert sich die EU neu als Weltpolizist und entwickelt das Verm&ouml;gen, in gescheiterten Staaten und Konfliktzonen einzugreifen, den zu erwartenden Folgen von Klimawandel, Energiekrise, Nahrungsmittelkrise und &#8222;unkontrollierten&#8220; oder autonomen Migrationsbewegungen entgegenzutreten und Menschenhandel, Terrorismus und Piraterie auf hoher See zu bek&auml;mpfen.</p>
<p>Die EU geht den gleichen militaristischen Weg bei sozialen Konflikten und Krisenmanagement innerhalb Europas. Die EU-Politik zur Kontrolle von Gipfeln und Protesten gegen internationale Organisationen, zum Schutz wichtiger Infrastruktur, der zivile Notstand, Krisenmanagement und Katastrophenschutz basieren jeweils auf der gleichen Strategie: die Situation mit Gewalt kontrollieren; intervenieren, um Bedrohungen und Opposition zu bek&auml;mpfen. Auf diese Weise wird man verfahren, falls die aktuelle &ouml;konomische Krise zu vermehrten sozialen Spannungen und Protesten f&uuml;hrt.</p>
<p>Was ist von den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren zu erwarten: Ausbau der paramilit&auml;rischen europ&auml;ischen Gendarmerieeinheiten, Aufbau von EU-Kampfgruppen, Krisenmangementmissionen in Afrika, permanente EU-Milit&auml;rkontrollen im Mittelmeer und Atlantik.</p>
<h5>Ein rechen&shy;schafts&shy;freier EU-Staats&shy;ap&shy;parat</h5>
<p>Mit der Entwicklung und Umsetzung dieser Strategien geht die Entwicklung eines immer ausgekl&uuml;gelteren internen und externen Sicherheitsapparats unter der Schirmherrschaft der EU einher. Dieser besteht aus Gesetzesvollzug und Sicherheitsagenturen (die europ&auml;ische Polizeibeh&ouml;rde EUROPOL, die Beh&ouml;rde f&uuml;r die Zusammenarbeit der Justiz EUROJUST und das gemeinsame Lagezentrum SITCEN), EU-Datenbanken und -Informationssystemen (Polizei- und Zollinformationen, Verbrechens- und Immigrationsstatistiken, DNA- und Fingerabdr&uuml;cke), paramilit&auml;rischen Organisationen wie FRONTEX und die Europ&auml;ische Polizeitruppe&#8230; Dieser Apparat wird mit jedem Vorschlag zur &#8222;Harmonisierung&#8220;, &#8222;Interoperabilit&auml;t&#8220; oder &#8222;Konvergenz&#8220; in Recht und Praxis der Mitgliedstaaten ausgeweitet.</p>
<p>Was ist von den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren zu erwarten: Mehr Macht f&uuml;r die EU-Beh&ouml;rden, Vernetzung nationaler Polizeisysteme, eine EU-Verbrechensdatei, ein St&auml;ndiger EU-Ausschuss zur Inneren Sicherheit (COSI)**, der sich mit Einsatzfragen befasst.</p>
<h5>Aufruf zum Wandel</h5>
<p>Die sicherheitsbegr&uuml;ndete Antwort auf soziale und wirtschaftliche Konflikte ist eine Wahl und nicht im mindesten ein notwendiges &Uuml;bel. Terrorismus und gewaltsame Konflikte sind das Ergebnis spezifischer sozialer und wirtschaftlicher Ungerechtigkeit, einer ungleichen Verteilung des weltweiten Wohlstands und anhaltender Armut.</p>
<p>Diese Ungleichheiten und Ungleichgewichte auf der lokalen, regionalen und globalen Ebene anzugehen, sollte auf jeder politischen Agenda im ersten Range stehen. Die Wahl, Konflikte mit Waffengewalt, Datensammlungen, pr&auml;ventiven Polizeima&szlig;nahmen und &Uuml;berwachung zu beantworten, dient den spezifischen Interessen einiger weniger, aber ganz sicher nicht den Interessen der globalen oder nationalen Bev&ouml;lkerungen.<br />Wir fordern einen Wandel der aktuellen politischen Agenda in Richtung des Schutzes der sozialen, wirtschaftlichen sowie der allgemeinen Menschenrechte.</p>
<p>Die Stockholm-Agenda und viele weitere ihr vorausgegangene Strategien der Justiz- und Innenpolitik zu Migration, Terrorismus, Polizeiarbeit und Sicherheit stellen eine deutliche Verletzung der demokratischen Standards und Menschenrechte dar. Daher fordern wir die R&uuml;cknahme der Antiterrorgesetzgebung und restriktiven Migrationsgesetze und die Schaffung eines wirklich demokratischen politischen und Wirtschaftssystems.</p>
<p>Wir rufen alle dazu auf, sich an den Diskussionen &uuml;ber das Stockholm-Programm zu beteiligen, sich selbst und andere zu informieren und die eigenen Ansichten kundzutun und Freiheit und Demokratie gegen die &Uuml;berwachungsgesellschaft zu verteidigen, zu der die EU sich entwickelt.</p>
<p><b>Anmerkungen:</b></p>
<p>* Tony Bunyan: The Shape of Things to Come. Statewatch-Report, September 2008 (Version 1.3), abrufbar unter: <a href="http://www.statewatch.org/" target="_blank" rel="noopener">http://www.statewatch.org/</a> analyses/the-shape-of-things-to-come.pdf.</p>
<p>** EU Standing Committee On Internal Security &#8211; COSI</p>
<p>Dokumentationen des Stockholm-Programms sind abrufbar unter: <br /><a href="http://www.statewatch.org/future-group.htm" target="_blank" rel="noopener">http://www.statewatch.org/future-group.htm</a><br /><a href="http://stockholm.noblogs.org/" target="_blank" rel="noopener">http://stockholm.noblogs.org</a>.</p>
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		<item>
		<title>Sanktionsmoratorium für Hartz IV-Beziehende</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/205-206/publikation/sanktionsmoratorium-fuer-hartz-iv-beziehende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 09:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aufruf]]></category>
		<category><![CDATA[Existenzsicherung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aus: Mitteilungen Nr. 205/206 (2+3/2009), S. 44 Ein breites B&#252;ndnis aus sozialpolitischen Initiativen und von Einzelpersonen fordert dazu auf, die Sanktionen gegen Bezieher/innen von Sozialleistungen vorerst auszusetzen. Derartige Sanktionen versch&#228;rften die ohnehin schwierige Situation von Arbeitssuchenden. Hinzu k&#228;men gravierende Missst&#228;nde in den JobCentern bzw. den kommunalen ARGEN, wo zu wenig Personal f&#252;r Anh&#246;rungen oder Widerspruchsverfahren [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Aus: Mitteilungen Nr. 205/206 (2+3/2009), S. 44</p>
<p>Ein breites B&uuml;ndnis aus sozialpolitischen Initiativen und von Einzelpersonen fordert dazu auf, die Sanktionen gegen Bezieher/innen von Sozialleistungen vorerst auszusetzen. Derartige Sanktionen versch&auml;rften die ohnehin schwierige Situation von Arbeitssuchenden. Hinzu k&auml;men gravierende Missst&auml;nde in den JobCentern bzw. den kommunalen ARGEN, wo zu wenig Personal f&uuml;r Anh&ouml;rungen oder Widerspruchsverfahren vorhanden sei. Der Vorstand der Humanistischen Union hat beschlossen, den Aufruf f&uuml;r das Sanktionsmoratorium zu unterst&uuml;tzen.</p>
<p>Der Aufruf verzichtet bewusst darauf, die K&uuml;rzung von Hartz IV-Leistungen grunds&auml;tzlich abzulehnen. &#8222;Wir sind uns aber darin einig, dass angesichts der gegenw&auml;rtigen Zust&auml;nde in den JobCentern der Vollzug von Sanktionen sofort gestoppt werden muss&#8220;, hei&szlig;t es dort. Es wird daran erinnert, dass die mit den Sanktionen verbundenen Leistungsk&uuml;rzungen f&uuml;r die Betroffenen existenzbedrohend sein k&ouml;nnen. Hinzu komme, dass gegen die Entscheide gerichtete Widerspr&uuml;che keine aufschiebende Wirkung haben und die Sanktionen lt. Gesetz selbst dann noch aufrecht erhalten werden m&uuml;ssen, wenn die Betroffenen eingelenkt h&auml;tten.</p>
<p>Bei Sanktionen nach &sect; 31 SGB II werden die Regelleistungen f&uuml;r drei Monate um 10% gek&uuml;rzt, bei Leistungsbeziehern unter 25 Jahren k&ouml;nnen sogar s&auml;mtliche Zahlungen gestrichen werden. Im vergangenen Jahr wurden bundesweit 789.000 Sanktionen ausgesprochen (lt. BT-Drs. 16/13577), im Dezember 2008 betrafen sie 4% der ALG-II-Beziehenden. 41% der dagegen eingelegten Widerspr&uuml;che waren ganz oder teilweise erfolgreich, die Erfolgsquote der gegen Sanktionen eingereichten Klagen lag bei 65% (ebd.).</p>
<p><a href="http://www.sanktionsmoratorium.de/" target="_blank" rel="noopener"><i>www.sanktionsmoratorium.de</i></a></p>
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		<title>Christen für das gemeinsame Schulfach Ethik</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/203/publikation/christen-fuer-das-gemeinsame-schulfach-ethik-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Dec 2008 15:57:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aufruf]]></category>
		<category><![CDATA[Religion: Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aus: Mitteilungen Nr. 203, S. 18 (Red.) In Berlin läuft derzeit die zweite Stufe des Volksbegehrens &#132;Pro Reli&#147;, mit dem eine gleichnamige Initiative den bisher freiwilligen Religionsunterricht zu einem Wahlpflichtfach aufwerten will. Obwohl die Initiative mit dem Slogan &#132;Mehr Wahlfreiheit&#147; wirbt, geht es ihr jedoch darum, dass sich Schüler künftig zwischen Religions- oder Ethikunterricht entscheiden [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Aus: Mitteilungen Nr. 203, S. 18</p>
<p>(Red.) In Berlin läuft derzeit die zweite Stufe des Volksbegehrens &#132;Pro Reli&#147;, mit dem eine gleichnamige Initiative den bisher freiwilligen Religionsunterricht zu einem Wahlpflichtfach aufwerten will. Obwohl die Initiative mit dem Slogan &#132;Mehr Wahlfreiheit&#147; wirbt, geht es ihr jedoch darum, dass sich Schüler künftig zwischen Religions- oder Ethikunterricht entscheiden müssen. Nachdem die beiden christlichen Kirchen &#132;Pro Reli&#147; massiv unterstützen, melden sich jetzt Christen zu Wort, die sich für den Erhalt des gemeinsamen Ethikunterrichts aussprechen. Wir dokumentieren im Folgenden ihren Aufruf. </p>
<p>Das Volksbegehren &#132;Pro Reli&#8220; erweckt durch die Unterstützung der beiden großen Kirchen und einiger Religionsgemeinschaften den Eindruck, als gäbe es keine guten Gründe für Christinnen und Christen, den Ethikunterricht als gemeinsames Schulfach für alle Schülerinnen und Schüler zu unterstützen. <br />Um solchem Eindruck zu wehren, wenden wir uns mit diesem Aufruf an die Öffentlichkeit.</p>
<p>Weil auch wir &#132;der Stadt Bestes suchen&#8220; (Jer. 29, 7), begrüßen wir die mit dem Schuljahr 2006/2007 erfolgte Einführung des Ethikunterrichtes als ordentliches Lehrfach für alle Jugendlichen der 7. bis 10. Klassen in Berlin. Dieser Unterricht bietet Jugendlichen unterschiedlicher religiöser, weltanschaulicher, kultureller und sozialer Herkunft und Prägung die Möglichkeit, über ihre Werte und Lebensvorstellungen miteinander und nicht gegen- oder übereinander zu reden. Sie können gemeinsame Werte entdecken, Respekt gegenüber anderen Positionen einüben und lernen, Unterschiede zu tolerieren. Gemeinsame Werte, Respekt und Toleranz sind für das friedliche Zusammenleben der Menschen in einer multikulturellen und multireligiösen Stadt wie der unseren unverzichtbar. </p>
<p>Religions- und Weltanschauungsunterricht kann in Berlin wie bisher freiwillig von der 1. bis zur 13. Klasse besucht werden; in den Schuljahren 7 bis 10 nun zusätzlich zum Ethikunterricht. Wir halten Freiwilligkeit in der Entscheidung für einen Bekenntnisunterricht für angemessen. Sie dient der Entfaltung einer religiösen oder weltanschaulichen Beheimatung der jungen Menschen.<br />Wir bedauern, dass die Initiatoren des Volksbegehrens mit der Kampagne &#132;Pro Reli&#8220; den Ethikunterricht als gemeinsames Schulfach abschaffen wollen. Denn das wäre die Folge einer Wahlpflicht zwischen Ethikunterricht und Religions- bzw. Weltanschauungsunterricht.  </p>
<p>Wir sehen in dem Berliner Modell eines gemeinsamen Pflichtfaches Ethik und eines freiwilligen Religions- und Weltanschauungsunterrichts eine auch für andere Bundesländer nachahmenswerte Regelung. Ihre Übernahme würde helfen, dass die öffentliche Schule der Pluralität und den ethischen Herausforderungen unserer Gesellschaft angemessen begegnet. Großbritannien gibt mit dem staatlich verantworteten Pflichtfach zur Einführung in die großen Weltreligionen hierfür ein gutes Beispiel.<br />Der gemeinsame Ethikunterricht in Berlin ist ein sehr junges Fach, das weiter entwickelt und sorgfältig begleitet werden muss. Wir erwarten deshalb, dass Inhalten und Konzepten für das neue Fach viel Aufmerksamkeit geschenkt wird.   </p>
<p>Wir rufen die Christen und alle Mitbürgerinnen und Mitbürger in unserer Stadt und in Deutschland dazu auf, das gemeinsame Berliner Schulfach Ethik zu unterstützen. <br />Berlin am 2. Dezember 2008</p>
<p><b>ErstunterzeichnerInnen: <br /></b>Niederländisch-ökumenische Gemeinde, Berlin &#8211; Ökumenisches Netzwerk &#8222;Initiative Kirche von unten&#8220; (Ikvu) Bonn &#8211; Aktionskreis Halle (AKH) &#8211; Studienrätin Ingrid von Bahder &#8211; Pfarrerin Almuth Berger &#8211; Gerlinde Bernsdorf &#8211; Gerd Börner &#8211; Prof. Dr. Michael Bongardt &#8211; Ursula Broghammer, Halle &#8211; Lehrerin Barbara und Dr. Peter Bruger &#8211; Bettina und Dr. Jan Diestelmeyer &#8211; Monika und Dr. Gregor Doberschütz, Leipzig &#8211; Brigitte Draeseke, Magdeburg &#8211; Dr. Erika Drees, Stendal &#8211; Dr. Eugen Drewermann (Theologe und Psychotherapeut), Paderborn &#8211; Enno Ebbert &#8211; Antje Eberhardt &#8211; Silvia und Prof. Dr. Eugen Eichhorn &#8211; Pfarrerin Karin Elmer &#8211; Dr. Wernfried Fieber, Halle &#8211; Pfarrer Stephan Frielinghaus &#8211; Antje und Dr. Klaus Galley &#8211; Joachim Garstecki, Magdeburg (Theologe) &#8211; Gerlind Gebauer &#8211; Kornelia und Josef Göbel (Theologe) &#8211; Katharina Göbel &#8211; Bernd Göhrig (Theologe), Frankfurt/a.M. &#8211; Margret und Klaus Gubener, Bad Freienwalde &#8211; Dr. Heidi und Hanns-Uwe Günther, Zöberitz &#8211; Dr. Barbara Hähnchen &#8211; Herbert Hahn, Worbis &#8211; Martin Haesner &#8211; Kornelia und Jonas Hellinger &#8211; Rudolf Hickel (Theologe) &#8211; Helmut Hiller, Dessau &#8211; Hildegard Hoffmann (Theologin und Katechetin) &#8211; Pfarrer Dr. Willibald Jacob &#8211; Barbara Jokiel, Gütersloh &#8211; Siegfried Kalski, Halle &#8211; Elke Kaminski (Ethiklehrerin) &#8211; Elke und Georg Kehrt &#8211; Rita Keil &#8211; Eva-Maria Kenngott (Fachdidaktikerin LER) &#8211; Dr. Erhard Kinzel, Brachstedt &#8211; Annemarie und Klaus Körner, Petershagen &#8211; Dorothea Körner (Theologin) &#8211; Peter Kriesel (Theologe und Pädagoge), Brandenburg &#8211; Christian Lange (Theologe) &#8211; Pfarrerin Gisela Lattmann-Kieser &#8211; Coletta Kromer &#8211; Prof. Dr. Jürgen Lott, Bremen (Theologe und Religionspädagoge) &#8211; Pfarrer Martin Lotz &#8211; Inga Lotz-Bartelsen &#8211; Pfarrer Dr. Karl Martin &#8211; Anneliese Mikowski (Lehrerin) &#8211; Almut Mohrmann &#8211; Barbara Mühle &#8211; Anne und Karl Moschek (Katechetin/Theologe), Leipzig &#8211; Lieselotte Müller (Pädagogin) &#8211; Ahmad Ohadi &#8211; Norbert Perner, Magdeburg &#8211; Irmela und Pfarrer Georg Pfeil &#8211; Dr. Ursula Pfender (Pädagogin) &#8211; Dr. Reinhard Piechocki, Kasnewitz &#8211; Isabelle Pignal (Franz./Deutschlehrerin), Grenoble &#8211; Ruth Priese (Theologin) und Prof. Karl-Heinz Priese &#8211; Monika Rebitzki &#8211; Astasia Regner, Nienburg &#8211; Regina Reichert &#8211; Ekkard Remoli, Leipzig &#8211; Erdmute Remoli &#8211; Pfarrerin Marianne Remoli, Wernigerode &#8211; Pfarrerin Irmela Richter &#8211; Christoph Rinneberg, Wermbach &#8211; Renate Romberg &#8211; Daniela und Matthias Schebera &#8211; Dr. Norbert Schenke, Dresden &#8211; Pfarrer Hans Simon &#8211; Waldtraut und Dr. Udo Skladny (Theologe) &#8211; Marga Schmidt, Groß-Gerau &#8211; Prof. Dr. Helmut Schmidt &#8211; Pädagogin Charlotte und Prof. Dr. Alf Schönfeld &#8211; Christina Schrape &#8211; Dr. Angelika Schrem (Psychologin) &#8211; Gert Schubert (Schulrat und Religionslehrer) &#8211; Pfarrerin Friederike Schulze &#8211; Antje Schwarzer &#8211; Gerhart Streicher (Theologe), Ilmenau &#8211; Christa und Markus Strobl &#8211; Pfarrer Willi Verstege, Nienburg &#8211; Christa und Dr. Klaus Wazlawik &#8211; Fabian Weber &#8211; Pfarrer Henning von Wedel &#8211; David Wieblitz &#8211; Dr. Peter Wilms, Halle &#8211; Annemarie und Bernhard Willner (Theologe), Herzberg &#8211; Ute und Klaus Winkelmann (Katechetin/Theologe), Herne &#8211; Angelika Zilm  </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bürgerrechte statt Sicherheitsstaat</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2008/buergerrechte-statt-sicherheitsstaat-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 May 2008 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgerrechts-Kongreß]]></category>
		<category><![CDATA[Aufruf]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/termin/buergerrechte-statt-sicherheitsstaat-2/</guid>

					<description><![CDATA[<p>B&#252;rgerrechtler fordern Stopp weiterer &#220;berwachungsvorhaben und die R&#252;cknahme von Grundrechtseinschr&#228;nkungen. Resolution der Tagungsteilnehmer/innen vom 24. Mai 2008 Die Humanistische Union hatte am 23./24. Mai gemeinsam mit acht weiteren B&#252;rger- und Menschenrechtsgruppen zur Tagung &#8222;Sicherheitsstaat am Ende. Kongress zur Zukunft der B&#252;rgerrechte&#8220; nach Berlin eingeladen. Nach zwei Auftaktreferaten zum Verh&#228;ltnis von Staat und B&#252;rgern (Heribert Prantl) [weiterlesen]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>B&uuml;rgerrechtler fordern Stopp weiterer &Uuml;berwachungsvorhaben und die R&uuml;cknahme von Grundrechtseinschr&auml;nkungen. Resolution der Tagungsteilnehmer/innen vom 24. Mai 2008</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Flyer20080523_13.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-5522 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Flyer20080523_13.jpg" alt="B&uuml;rgerrechte statt Sicherheitsstaat" width="294" height="313"></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p><i>Die Humanistische Union hatte am 23./24. Mai gemeinsam mit acht weiteren B&uuml;rger- und Menschenrechtsgruppen zur Tagung &#8222;Sicherheitsstaat am Ende. Kongress zur Zukunft der B&uuml;rgerrechte&#8220; nach Berlin eingeladen. Nach zwei Auftaktreferaten zum Verh&auml;ltnis von Staat und B&uuml;rgern (Heribert Prantl) sowie zur Inszensierung von Sicherheitsfragen (Reinhard Kreissl) diskutierten zahlreiche Experten aus Wissenschaft, Rechtspraxis, Medien und Politik. Sie kritisierten vor allem die sicherheitspolitischen Entwicklungen der letzten Jahre und diskutierten mit den Teilnehmern &uuml;ber m&ouml;gliche Alternativen. Die TeilnehmerInnen der Tagung verabschiedeten folgende Resolution:</i></p>
<p>Bund und L&auml;nder haben in den vergangenen Jahren zahlreiche so genannte Sicherheitsgesetze verabschiedet. Dadurch geraten immer mehr Menschen ins Visier staatlicher &Uuml;berwachung, gegen die sie sich kaum wehren k&ouml;nnen. Mit pauschalen Verd&auml;chtigungen und ausufernder Kontrolle gef&auml;hrdet diese Sicherheitspolitik gerade das, was sie zu sch&uuml;tzen vorgibt: eine freiheitliche Gesellschaft und rechtsstaatliche Grenzen staatlichen Handelns. Die Teilnehmer der Konferenz fordern deshalb den sofortigen Stopp weiterer &Uuml;berwachungsvorhaben und eine Politik, die grundrechtliche Freiheiten respektiert. Eckpunkte einer solchen Politik sind:</p>
<p>&#8226;&nbsp;&nbsp; Unsere Gesellschaft braucht &uuml;berwachungsfreie R&auml;ume: Jedem Menschen, egal was er begangen hat oder wessen er verd&auml;chtigt wird, muss eine &uuml;berwachungsfreie Privatsph&auml;re zugestanden werden. Auf Ermittlungsma&szlig;nahmen wie die Online-Durchsuchung von Computern, die unvermeidbar in den Kernbereich privater Lebensgestaltung eingreifen, muss eine freiheitliche Gesellschaft verzichten.</p>
<p>&#8226;&nbsp;&nbsp; Die Pr&auml;vention von Gefahren darf kein Staatsziel werden, dem wir unsere Freiheit opfern. Wir fordern deshalb einen Verzicht auf alle &Uuml;berwachungs- und Ermittlungsma&szlig;nahmen, die ohne jeglichen Verdacht das Kommunikationsverhalten, die Bewegungen oder Verhaltensweisen der gesamten Bev&ouml;lkerung kontrollieren.</p>
<p>&#8226;&nbsp;&nbsp; Staatliches Handeln soll offen, erkennbar und &uuml;berpr&uuml;fbar sein. Diesen Prinzipien widerspricht die zunehmende Zentralisierung von Sicherheitsbeh&ouml;rden. Polizeiliches und geheimdienstliches Handeln sind strikt zu trennen, die gemeinsame Nutzung von Datenbest&auml;nden ist zu beenden.</p>
<p>&#8226;&nbsp;&nbsp; Eine freie Gesellschaft braucht den Protest und die Tolerierung Andersdenkender: Willk&uuml;rliche Ma&szlig;nahmen gegen Demonstrierende und die Kriminalisierung sozialen Protests sind zu beenden.</p>
<p>&#8226;&nbsp;&nbsp; Eine freie Gesellschaft vertr&auml;gt keine Militarisierung. F&uuml;r Eins&auml;tze der Bundeswehr im Inland oder eine zivil-milit&auml;rische Zusammenarbeit ist kein Platz in einer rechtsstaatlichen Demokratie.</p>
<p>&#8226; &nbsp; Grundrechtliche Freiheiten m&uuml;ssen im vollen Umfang auch f&uuml;r MigrantInnen und Fl&uuml;chtlinge gelten: Sie haben ebenso einen uneingeschr&auml;nkten Anspruch auf den Schutz ihres Privatlebens. Die ausufernde Praxis der Abschiebungshaft, die selbst gegen&uuml;ber Minderj&auml;hrigen und zum Teil ohne richterliche Kontrolle praktiziert wird, ist unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und deswegen abzuschaffen.</p>
<p>&#8226;&nbsp;&nbsp; Im &Uuml;brigen gilt: Freiheitsrechte sind ohne die materiellen Voraussetzungen, sie in Anspruch nehmen zu k&ouml;nnen, nur von begrenzter Wirkung. Eine Gesellschaftspolitik, die die sozialen Gegens&auml;tze immer weiter versch&auml;rft und die Verarmung gr&ouml;&szlig;erer Bev&ouml;lkerungsteile vorantreibt, widerspricht dem Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2008/buergerrechte-statt-sicherheitsstaat-2/">Bürgerrechte statt Sicherheitsstaat</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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