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	<title>Geflüchtete Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>An die neue Bundesregierung: Appell für eine verantwortungsvolle Migrationspolitik</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/an-die-neue-bundesregierung-appell-fuer-eine-verantwortungsvolle-migrationspolitik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 May 2025 09:18:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asylpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Appell]]></category>
		<category><![CDATA[Asyl & Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit ihrem Koalitionsvertrag stellen Union und SPD die Verantwortung für Deutschland ins Zentrum ihres Handelns. Zum Amtsantritt der Regierung machen 293 Organisationen und Verbände deutlich: Diese Verantwortung muss für alle Menschen in Deutschland gelten. Der Wahlkampf war geprägt von einer aufgeheizten Stimmung, die sich vor allem gegen Geflüchtete und Zugewanderte richtete. Das hat sich auch [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/an-die-neue-bundesregierung-appell-fuer-eine-verantwortungsvolle-migrationspolitik/">An die neue Bundesregierung: Appell für eine verantwortungsvolle Migrationspolitik</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit ihrem Koalitionsvertrag stellen Union und SPD die Verantwortung für Deutschland ins Zentrum ihres Handelns. <strong>Zum Amtsantritt der Regierung machen 293 Organisationen und Verbände deutlich: Diese Verantwortung muss für alle Menschen in Deutschland gelten.</strong></p>
<p>Der Wahlkampf war geprägt von einer aufgeheizten Stimmung, die sich vor allem gegen Geflüchtete und Zugewanderte richtete. Das hat sich auch im Koalitionsvertrag niedergeschlagen. Doch die <strong>Ausgrenzung einzelner Gruppen schafft ein Klima der Angst für alle</strong> und untergräbt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Am Ende nützt das nur den Feinden einer freiheitlichen Demokratie. <strong>Damit muss endlich Schluss sein.</strong></p>
<p><strong>Zugewanderte und hierher geflüchtete Menschen sind integraler Teil unserer Gesellschaft – sie gehören zu Deutschland.</strong> Sie bereichern uns in allen Bereichen, ob in Familie und Freundeskreis, der Nachbarschaft, den Schulen, den Sportvereinen oder den Betrieben. Viele von ihnen leisten jeden Tag unverzichtbare Arbeit – im Einzelhandel, im Krankenhaus, in der Industrie, in der Gastronomie, an Flughäfen, im öffentlichen Nahverkehr oder ehrenamtlich in Vereinen und gemeinnützigen Organisationen. Für uns ist klar: <strong>Unsere Gesellschaft gewinnt ihre Stärke aus Offenheit, Vielfalt und der Überzeugung, dass allen Menschen gleiche Rechte zukommen.</strong></p>
<p>Nicht Geflüchtete und Zugewanderte spalten unsere Gesellschaft, sondern eine Politik, die sich den strukturellen und sozialen Problemen unseres Landes zu lange nicht konsequent angenommen hat. Die mittlerweile in der Gesellschaft verbreiteten Gefühle von Verunsicherung und Überforderung beim Thema Flucht und Migration werden somit noch verstärkt, anstatt ihnen mit guten Konzepten für eine funktionierende Asyl-, Aufnahme-, und Integrationspolitik zu begegnen. Für die hohe Belastung von Kommunen und einzelnen Berufsgruppen im Zusammenhang mit Migration werden allein Geflüchtete verantwortlich gemacht, anstatt die tatsächlichen sozialen, politischen und finanziellen Ursachen dieser Belastung anzugehen. So darf es nicht weitergehen. Was es jetzt braucht, ist eine Migrationspolitik, die verantwortlich handelt, statt unsere offene und vielfältige Gesellschaft zu gefährden.</p>
<p><strong>Eine solche verantwortungsvolle Migrationspolitik…</strong></p>
<ul>
<li><strong>… schützt die Rechte der Einzelnen und somit aller – das gilt insbesondere auch für das Recht auf Asyl.</strong> Das Bekenntnis zum Recht auf Asyl im Koalitionsvertrag ist essentiell, reicht aber allein nicht aus. Es muss auch gelebt werden. Zurückweisungen an den Grenzen, Abschiebungen in Krisenländer und eine Beweislastumkehr im Asylverfahren zulasten Geflüchteter sind damit nicht vereinbar.</li>
<li><strong> … nimmt Sorgen und Ängste ernst, ohne sie zu befeuern.</strong> Eine demokratische Gesellschaft lebt von der streitbaren Diskussion und verschließt nicht die Augen vor Herausforderungen. Doch dabei darf die kommende Bundesregierung nicht den humanitären und menschenrechtlichen Kompass verlieren, der Grundlage unseres Zusammenlebens ist.</li>
<li> <strong>… fördert die Integration aller Menschen.</strong> Die nächste Bundesregierung sollte Familien Sicherheit bieten, statt mit der Aussetzung des Familiennachzugs Integration zu verhindern. Auch braucht es weiterhin Chancen für diejenigen, die schon lange bei uns sind, weshalb das Erfolgsmodell des Chancen-Aufenthaltsrechts entfristet werden sollte. Für ein freiheitliches Zusammenleben müssen zudem Wege zu sicheren und gleichen Bürgerrechten durch Einbürgerung eröffnet werden, die keine Gruppen ausschließen. Integration darf dabei nicht allein von der Arbeitsmarktintegration abhängig gemacht werden, sondern es muss allen möglich sein, gleichberechtigte Mitglieder unserer Gesellschaft zu werden.</li>
<li><strong>&#8230; investiert in Strukturen für erfolgreiche Integration und Aufnahme.</strong> Die im Koalitionsvertrag benannten Investitionen in die Integrationsstrukturen sind von entscheidender Bedeutung und dürfen nicht unter Finanzierungsvorbehalt gestellt werden. Dies gilt insbesondere für die vielfältigen zivilgesellschaftlichen Beratungs- und Betreuungsstrukturen sowie Integrations- und weitere Sprachkurse. Integration gelingt vor Ort in den Kommunen – diese müssen daher für ihre Aufgaben effektiv, umfassend und nachhaltig finanziell ausgestattet werden.</li>
<li><strong>… nutzt alle vorhandenen Potentiale.</strong> Angesichts des Fachkräftemangels sollte die Bundesregierung konsequent alle vorhandenen Potentiale von hier ankommenden und lebenden Menschen nutzen und Hürden für Qualifikation und Arbeitsaufnahme abbauen. Hier sind bereits wichtige Schritte im Koalitionsvertrag vereinbart, doch braucht es darüber hinaus einen echten Spurwechsel und den konsequenten Abbau der Arbeitsverbote für alle Geflüchteten. Auch Gruppen wie Alleinerziehende oder Geflüchtete mit Behinderungen müssen beim Zugang zum Arbeitsmarkt unterstützt werden.</li>
<li><strong>… schaut über den nationalen Tellerrand.</strong> Den weltweit zu beobachtenden autoritären Entwicklungen sollte die neue Bundesregierung mit der Verteidigung einer offenen, liberalen Gesellschaft begegnen, statt die Verantwortung für den Flüchtlingsschutz durch die Streichung des sogenannten „Verbindungselements“ auf Drittstaaten abzuwälzen oder sich durch fragwürdige Abkommen mit Drittstaaten in politische Abhängigkeiten zu begeben. Sie sollte sich für eine solidarische Verantwortungsteilung im internationalen Flüchtlingsschutz einsetzen und sichere Zugangswege in Form von Resettlement und Aufnahmeprogrammen eröffnen, statt sie zu beenden.</li>
</ul>
<p>Die unterzeichnenden Verbände leisten täglich ihren Beitrag für eine Gesellschaft, die ihre Stärke aus Offenheit, Vielfalt und der Zusammenarbeit von Menschen verschiedenster Herkunft, Hintergründe und Fähigkeiten gewinnt. Wer die Demokratie verteidigen will, muss auch die Zivilgesellschaft und insbesondere migrantische Selbstorganisationen achten und stärken.</p>
<p><strong>Daher appellieren wir an die Bundesregierung: Übernehmen Sie Verantwortung für eine offene Gesellschaft!</strong> Eine Gesellschaft, in der Einwanderung unterschiedlichster Art als Chance begriffen wird; in der Zugewanderte und Geflüchtete als gleichwertig anerkannt werden; in der Offenheit und Vielfalt als unsere Stärken begriffen werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Sie können diesen Aufruf auch als PDF-Dokument lesen. Klicken Sie dazu bitte auf den Link: <a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2025/05/WPMN1RV.pdf">https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2025/05/WPMN1RV.pdf</a>. Diesem Dokument können Sie auch die vollständige Liste der unterzeichnenden Organisationen entnehmen.</em></p>
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		<title>Offener Brief an die Fraktion der CDU/CSU zum &#8222;Zustrombegrenzungsgesetz&#8220;</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/offener-brief-an-die-die-fraktion-der-cdu-zum-zustrombegrenzungsgesetz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jan 2025 12:24:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asylpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Asyl & Migration]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Migrationswende]]></category>
		<category><![CDATA[Zustrombegrenzungsgesetz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sehr geehrte Mitglieder der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, am Freitag, 31. Januar 2025, stellt die Unions-Bundestagsfraktion ihren Entwurf zum &#8222;Zustrombegrenzungsgesetz&#8220; zur Abstimmung. Dieser kann im Bundestag auch endgültig beschlossen werden. Mit Inkrafttreten aber würde der Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten auf unabsehbare Zeit ausgesetzt &#8211; das betrifft die große Mehrheit der in Deutschland anerkannten Flüchtlinge! Als schutzbedürftig anerkannte Menschen [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Mitglieder der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,</p>
<p>am Freitag, 31. Januar 2025, stellt die Unions-Bundestagsfraktion ihren Entwurf zum &#8222;Zustrombegrenzungsgesetz&#8220; zur Abstimmung. Dieser kann im Bundestag auch endgültig beschlossen werden. Mit Inkrafttreten aber würde der Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten auf unabsehbare Zeit ausgesetzt &#8211; das betrifft die große Mehrheit der in Deutschland anerkannten Flüchtlinge!</p>
<p>Als schutzbedürftig anerkannte Menschen werden damit dauerhaft von ihren engsten Familienangehörigen getrennt.</p>
<p>Schon jetzt ist der Familiennachzug für subsidiär geschützte Flüchtlinge, die aus Kriegsgebieten oder wegen unmenschlicher Behandlung aus ihrem Heimatland fliehen, auf 1000 Visavergaben pro Monat begrenzt. Etwas mehr als 11.000 Angehörige ließ die Bundesregierung im Jahr 2024 nachziehen.</p>
<p>Knapp 5000 der Nachzugsberechtigten im vergangenen Jahr waren Eltern. Nur minderjährige Geflüchtete dürfen in der Regel ihre Väter oder Mütter nachholen. Erwachsene Flüchtlinge können nur Ehegatten und minderjährige Kinder nachholen. Zum Problem wird das etwa für ältere Jugendliche, die ohne ihre Eltern nach Deutschland geflohen sind, etwa um rechtzeitig dem drohenden Einzug ins Militär eines Bürgerkriegslandes zu entgehen. Denn die Eltern von Jugendlichen mit subsidiärem Schutzstatus dürfen nur nach Deutschland kommen, wenn sie vor dem 18. Geburtstag ihres Kindes einreisen.</p>
<p>Doch das schaffen die Meisten aufgrund der langen Visaverfahrensdauer nicht. Unbegleitete Minderjährige müssen länger als ein Jahr auf einen Termin in einem Konsulat in einem der umliegenden Länder warten, um die Voraussetzungen für den Nachzug ihrer Familienangehörigen zu erwirken. Die Botschaft im libanesischen Beirut beispielsweise nimmt wegen der Lage im Land derzeit keine Visaanträge an. Angehörige in Afghanistan müssen sich an die Botschaft in Pakistan wenden.</p>
<p>Wir, die Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union, fordern Sie daher auf, diesen inhumanen Gesetzentwurf, der ohne Expertenanhörung beschlossen werden soll, <em>nicht zur Abstimmung</em> zu stellen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Humanistische Union e.V.</p>
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