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	<title>Europa Archive - Humanistische Union</title>
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	<lastBuildDate>Fri, 15 Aug 2025 12:36:12 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel: Das Töten endlich beenden, Waffenexporte stoppen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2025 10:43:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt keinen sicheren Ort im gesamten Gazastreifen. Bereits vor einem Jahr hat der Internationale Gerichtshof ein „reales und unmittelbares Risiko“ eines drohenden Genozids festgestellt. Seitdem hat sich die Situation im Gazastreifen kontinuierlich weiter verschlechtert. Die unverhältnismäßige militärische Gewalt, die wiederholten Massenvertreibungen, die systematische Zerstörung von ziviler Infrastruktur und das bewusste völkerrechtswidrige Vorenthalten von humanitärer [weiterlesen]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="aufruf has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-0b54345ed400f9d5e7c6679ae5c597ee">Es gibt keinen sicheren Ort im gesamten Gazastreifen. Bereits vor einem Jahr hat der Internationale Gerichtshof ein „reales und unmittelbares Risiko“ eines drohenden Genozids festgestellt. Seitdem hat sich die Situation im Gazastreifen kontinuierlich weiter verschlechtert. Die unverhältnismäßige militärische Gewalt, die wiederholten Massenvertreibungen, die systematische Zerstörung von ziviler Infrastruktur und das bewusste völkerrechtswidrige Vorenthalten von humanitärer Hilfe, von Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung durch Israel bedrohen das Leben Hunderttausender. Nord-Gaza ist in weiten Teilen zerstört; das Ausmaß an Tod, Verletzungen und ethnischer Säuberung ist zutiefst schockierend. Im Westjordanland sind die Menschen schutzlos der Gewalt von Armee und Siedler:innen ausgesetzt. Im Libanon haben Kriegshandlungen zur Zerstörung ganzer Dörfer geführt.</p>
<p class="aufruf has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-482f55ece764b1c3ffc2bc351be4e3b2">Wir erleben eine erschütternde Eskalation an Gewalt, Leid und Rechtlosigkeit. Im aktuellen Krieg sind seit dem 7. Oktober 2023 bereits über 45.000 Menschen in Gaza, über 800 im Westjordanland und über 1.200 Menschen in Israel getötet worden. Viele tausend Menschen sind in Israel willkürlich inhaftiert, und etwa 100 Geiseln befinden sich noch immer in Gaza. Mindestens 109.000 Palästinenser:innen wurden verwundet und Zehntausende werden vermisst. Nahezu die gesamte Bevölkerung Gazas, 1,9 der 2,1 Millionen Bewohner:innen, wurde bereits mehrfach innerhalb ihres Landes vertrieben. Etwa 100.000 Israelis sind seit Oktober 2023 evakuiert. Im Libanon mussten über 880.000 Menschen vor Angriffen und Zerstörung fliehen, über 3.800 wurden getötet und über 15.000 wurden verwundet. Auch in Syrien ist die Bevölkerung der völkerrechtswidrigen Bombardierung und Besetzung durch die israelische Armee ausgesetzt.</p>
<p class="aufruf has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-4ba4f2f107c33b89235a4efe03a90335">Zu all dem wollen und können wir nicht schweigen. Wir verurteilen alle Kriegsverbrechen in diesem Krieg und alle Verbrechen gegen die Menschlichkeit, sowohl die der israelischen Regierung als auch die der Hamas und anderer bewaffneter Gruppen. Wir trauern um alle Opfer der Gewalt in Palästina, im Libanon und in Israel. Wir bangen um die Tausenden, die in Israel ohne rechtsstaatliches Verfahren in Haft und oft Folter und Misshandlung ausgesetzt sind. Wir bangen um diejenigen, die als Geiseln nach Gaza verschleppt wurden. Wir solidarisieren uns mit allen, die sich für Frieden und gleiche Rechte für alle Menschen in der Region einsetzen.</p>
<p class="aufruf has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-83bef1905999453f29fba50a9cb5464c">Während die deutsche Regierung zu Recht die Kriegsverbrechen der Hamas verurteilt, benennt sie die Kriegsverbrechen der israelischen Regierung und Armee noch immer nicht als solche. Sie fügt der universellen Gültigkeit von humanitärem Recht schweren Schaden zu, indem sie den Schutzstatus ziviler Einrichtungen in Gaza relativiert sowie Gutachten und Entscheidungen der höchsten Gerichte weltweit ignoriert. Mit ihrer einseitigen Solidarität, der Parteinahme vor internationalen Gerichten sowie erneuten umfangreichen Rüstungsexportgenehmigungen unterstützt die Bundesregierung die rechtswidrigen Handlungen der israelischen Regierung.</p>
<p class="aufruf has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-ad9d4dc24258974eda1612777515b645">In Deutschland erleben wir im Kontext der Palästina-Solidarität Polizeigewalt sowie massive Eingriffe in die Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Die Antisemitismus-Resolution des Bundestags, die im November 2024 gegen den breiten Widerstand der deutschen und israelischen Zivilgesellschaft verabschiedet wurde, hat dieses Problem noch einmal verschärft. Wir stellen uns klar gegen die Kriminalisierung von legitimen Protesten und tragen unsere Kritik am Krieg in Gaza und an der Rolle der deutschen Regierung auch selbst auf die Straße.</p>
<p class="aufruf has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-f1d66462139e4318ac57766b6d2db4d6">Wir gehen auf die Straße, um deutlich zu machen: Eine Staatsräson, die bei den Menschenrechten und dem Völkerrecht doppelte Standards anlegt, nützt niemandem und trägt – den wiederholt vorgetragenen politischen Erklärungen zum Trotz – auch nicht zur Sicherheit der israelischen Bevölkerung bei. Menschenrechte und Völkerrecht gelten für alle. Menschenleben dürfen nicht mit zweierlei Maß gemessen werden: Jedes Leben ist gleich kostbar.</p>
<p class="aufruf has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-49bca9cb46051f092de2f2973af24b9e">Wir fordern von der aktuellen wie auch der zukünftigen Bundesregierung:</p>
<ul class="wp-block-list has-text-color has-link-color wp-elements-8552b72288042b89c72a08c1f62ca174">
<li class="aufruf has-medium-font-size">Stellen Sie sich endlich hinter geltendes internationales Recht und schützen Sie die leidende Zivilbevölkerung: Bestehen Sie ohne Wenn und Aber auf einem sofortigen und umfassenden Waffenstillstand und tragen Sie dazu bei, dass die Forderung des Internationalen Gerichtshofs nach Schutz und Versorgung der Zivilbevölkerung in Gaza endlich durchgesetzt wird.</li>
<li class="aufruf has-medium-font-size">Liefern Sie keine Rüstungsgüter an Israel, solange das Risiko besteht, dass sie völkerrechtswidrig eingesetzt werden.</li>
<li class="aufruf has-medium-font-size">Setzen Sie sich für die Freilassung aller in Palästina und Israel zu unrecht festgehaltenen Menschen ein.</li>
<li class="aufruf has-medium-font-size">Hören Sie die Forderungen der palästinensischen und israelischen Zivilgesellschaft, die sich für einen gerechten Frieden engagiert, und unterstützen Sie deren ohnehin herausfordernde Arbeit aktiv, anstatt sie zu behindern.</li>
<li class="aufruf has-medium-font-size">Unterstützen Sie die internationale Gerichtsbarkeit ohne Einschränkungen, setzen Sie ihre Entscheidungen vollständig um und tragen Sie dazu bei, die jahrzehntelange Straflosigkeit zu beenden.</li>
<li class="aufruf has-medium-font-size">Beachten Sie das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs vom 19. Juli 2024 und die zugehörige Resolution der UN-Generalversammlung und drängen Sie auf ein unverzügliches Ende der illegalen Besatzung, des völkerrechtswidrigen Siedlungsbaus und der Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung im Westjordanland, einschließlich Ostjerusalem.</li>
<li class="aufruf has-medium-font-size">Erkennen Sie das Recht der Palästinenser:innen auf kollektive Selbstbestimmung vorbehaltlos an und treten Sie konsequent für dessen Verwirklichung ein.</li>
<li class="aufruf has-medium-font-size">Schützen und verteidigen Sie die Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Deutschland, anstatt sie zu untergraben.</li>
</ul>
<p class="aufruf has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-cadb0722ac79b6bf3eef3517cb8edf22">Wir wollen mit der Veranstaltung einen Raum für friedlichen Protest schaffen, der frei ist von Diskriminierung und Gewalt. Rassistische, anti-palästinensische und/oder antisemitische Äußerungen oder Handlungen akzeptieren wir nicht.</p>
<hr class="wp-block-separator has-text-color has-alpha-channel-opacity has-background is-style-wide hairline" />
<p class="aufruf mid-margin-above has-medium-font-size">Die Berliner Kundgebung wird veranstaltet von:</p>
<p class="aufruf orgas has-theme-palette-9-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-a5c61e8528e2726d9d42d9c52b4ad57c"><a href="https://www.amnesty.de/">Amnesty International Deutschland</a> • <a href="https://www.aerztederwelt.org/">Ärzte der Welt</a> • <a href="https://www.care.de/">CARE Deutschland</a> • <a href="https://dpg-netz.de/">Deutsch-Palästinensische Gesellschaft</a> • <a href="https://humanistische-union.de/">Humanistische Union</a> • <a href="https://ippnw.de/">IPPNW Deutschland</a> • <a href="https://www.instagram.com/israelisforpeace_de">Israelis für Frieden</a> • <a href="https://www.medico.de/">medico international</a> • <a href="https://4neukoelln.de/">4neukoellnplusberlin</a> • <a href="https://www.oxfam.de/">Oxfam Deutschland</a> • <a href="https://www.paxchristi.de/">pax christi, Deutsche Sektion</a> • <a href="https://sea-watch.org/">Sea-Watch</a> • <a href="https://www.tdh.de/">Terre des Hommes Deutschland</a> • <a href="https://wfd.de/">Weltfriedensdienst</a></p>
<p class="aufruf has-medium-font-size">Außerdem rufen dazu auf:</p>
<p class="aufruf orgas has-theme-palette-9-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-2b8edd515ca0a97891ae04b7304458a4"><a href="https://krisol-wissenschaft.org/">Allianz für Kritische und Solidarische Wissenschaft</a> • <a href="https://www.ak-palaestina-bruehl.de/">Arbeitskreis Palästina Brühl-Battir</a> • <a href="https://www.agenda-ring.de/ak-palaestina.html">Arbeitskreis Palästina der Lokalen Agenda 21 in Stadt und Kreis Neuwied</a> • <a href="https://berliner-krankenhausbewegung.de/">Berliner Krankenhausbewegung</a> • <a href="https://perspectac.de/">Bundesweite Arbeitsgruppe Globalisierung und Krieg</a> • <a href="https://bip-jetzt.de/">Bündnis für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästinensern (BIP)</a> • <a href="https://chancemaker.foundation/">ChanceMaker Foundation</a> • <a href="https://www.church-and-peace.org/">Church and Peace</a> • <a href="https://dfg-vk.de/">Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen</a> • <a href="https://linktr.ee/eye4palestine?utm_source=linktree_profile_share&amp;ltsid=6f00b3bd-bbbd-4a2e-993b-22cd721a2286">EYE4PALESTINE</a> • <a href="https://fiff.de/">Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung</a> • <a href="https://www.forumzfd.de/">Forum Ziviler Friedensdienst</a> • <a href="https://www.friedenskooperative.de/friedensorganisationen/frauen-wagen-frieden">Frauen wagen Frieden</a> • <a href="http://www.fvsabeel-germany.de/">Freunde von Sabeel Deutschland</a> • <a href="https://friendsofst.de/">Friends of Standing Together Berlin</a> • <a href="http://ialana.de/">IALANA Deutschland – Vereinigung für Friedensrecht</a> • <a href="https://infobuero-nicaragua.org/">Informationsbüro Nicaragua</a> • <a href="http://www.nablus-initiative.de/">INNA (Städtepartnerschaft Nablus/Nürnberg)</a> • <a href="https://www.idk-info.net/">Internationale der Kriegsdienstgegner*innen</a> • <a href="https://www.wilpf.de/">Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit (WILPF Germany)</a><a href="https://ilmr.de/"> • Internationale Liga für Menschenrechte</a> • <a href="https://versoehnungsbund.de/">Internationaler Versöhnungsbund, Deutscher Zweig</a> • <a href="https://interventionistische-linke.org/beitrag/zweites-statement-der-il-berlin-zum-krieg-israelpalaestina">interventionistische Linke Berlin</a> • <a href="https://icahd.de/">Israelisches Komitee gegen Hauszerstörungen (ICAHD)</a> • <a href="https://kairoseuropa.de/kairos-palaestina-solidaritaetsnetz/">Kairos Palästina Solidaritätsnetz Deutschland</a> • <a href="https://koelner-friedensforum.org/">Kölner Friedensforum</a> • <a href="https://www.grundrechtekomitee.de/">Komitee für Grundrechte und Demokratie</a> • <a href="https://www.koop-frieden.de/">Kooperation für den Frieden</a> • <a href="https://fusion-festival.de/">Kulturkosmos Müritz (Fusion-Festival)</a> • <a href="https://www.kurvewustrow.org/">KURVE Wustrow – Bildungs- und Begegnungsstätte</a> • <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/">Lebenshaus Schwäbische Alb – Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie</a> • <a href="https://friedenskooperative.de/">Netzwerk Friedenskooperative</a> • <a href="https://www.eappi-netzwerk.de/">Netzwerk Ökumenisches Begleitprogramm in Palästina und Israel in Deutschland</a> • <a href="http://www.neff-netzwerk.de/">Nürnberger Evangelisches Forum</a> • <a href="https://ohne-ruestung-leben.de/">Ohne Rüstung Leben</a> • <a href="https://www.palaestina-initiative.de/">Palästina Initiative Region Hannover</a> • <a href="https://bonn-ramallah.de/">Partnerschaftsverein Bonn-Ramallah</a> • <a href="https://solidaritaet-international.de/">Solidarität International</a> • <a href="https://www.koeln-bethlehem.de/">Städtepartnerschaftsverein Köln-Bethlehem</a> • <a href="https://www.facebook.com/Wuppertaler.Friedensforum">Wuppertaler Friedensforum</a></p>
<hr class="wp-block-separator has-text-color has-alpha-channel-opacity has-background is-style-wide hairline" />
<p class="aufruf mid-margin-above has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-ae744fd9777a3b40ca1081408742de5e">Auf den folgenden Seiten findet ihr alle weiteren Informationen zu den jeweiligen Kundgebungen:</p>
<div class="rally aufruf no-nation shift margin-above white">
<div><a href="https://gerechter-frieden.org/aufruf-15-02-25/kundgebung-berlin-15-02-25">Berlin</a></div>
<div><img decoding="async" src="https://gerechter-frieden.org/wp-content/uploads/2025/01/2pm.png" alt="" width="16" height="16" /> 14:00 Uhr</div>
<div><img decoding="async" src="https://gerechter-frieden.org/wp-content/uploads/2025/01/marker.png" alt="" width="12" height="20" /> Spreebogenpark am Bundeskanzleramt</div>
<div><img decoding="async" src="https://gerechter-frieden.org/wp-content/uploads/2025/01/mail.png" alt="" width="28" height="20" /> <a class="mail" href="mailto:berlin@gerechter-frieden.org">berlin@gerechter-frieden.org</a></div>
</div>
<div class="rally aufruf no-nation shift white">
<div><a href="https://gerechter-frieden.org/aufruf-15-02-25/kundgebung-koeln-15-02-25">Köln</a></div>
<div><img decoding="async" src="https://gerechter-frieden.org/wp-content/uploads/2025/01/3pm.png" alt="" width="16" height="16" /> 15:00 Uhr</div>
<div><img decoding="async" src="https://gerechter-frieden.org/wp-content/uploads/2025/01/marker.png" alt="" width="12" height="20" /> Heumarkt</div>
<div><img decoding="async" src="https://gerechter-frieden.org/wp-content/uploads/2025/01/mail.png" alt="" width="28" height="20" /> <a class="mail" href="mailto:koeln@gerechter-frieden.org">koeln@gerechter-frieden.org</a></div>
</div>
<div class="rally aufruf no-nation shift white">
<div><a href="https://gerechter-frieden.org/aufruf-15-02-25/kundgebung-nuernberg-15-02-25">Nürnberg</a></div>
<div><img decoding="async" src="https://gerechter-frieden.org/wp-content/uploads/2025/01/2pm.png" alt="" width="16" height="16" /> 14:00 Uhr</div>
<div><img decoding="async" src="https://gerechter-frieden.org/wp-content/uploads/2025/01/marker.png" alt="" width="12" height="20" /> Caritas-Pirckheimer-Haus</div>
<div><img decoding="async" src="https://gerechter-frieden.org/wp-content/uploads/2025/01/mail.png" alt="" width="28" height="20" /> <a class="mail" href="mailto:nuernberg@gerechter-frieden.org">nuernberg@gerechter-frieden.org</a></div>
</div>
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		<title>Unsere Wahlprüfsteine</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/unsere-wahlpruefsteine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jan 2025 13:29:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktivitäten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Humanistische Union (HU) hat zur Bundestagswahl 2025 Wahlprüfsteine verschickt. Wahlprüfsteine sind Fragen von Vereinen und Verbänden an die für die Wahl kandidierenden Parteien, um mit den Antworten den Wählerinnen und Wählern einen Überblick über bestimmte für den Verein relevante Positionen der Parteien zu geben. Wir haben dazu eine Reihe von Fragen gestellt, die im [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/unsere-wahlpruefsteine/">Unsere Wahlprüfsteine</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Humanistische Union (HU) hat zur Bundestagswahl 2025 Wahlprüfsteine verschickt. Wahlprüfsteine sind Fragen von Vereinen und Verbänden an die für die Wahl kandidierenden Parteien, um mit den Antworten den Wählerinnen und Wählern einen Überblick über bestimmte für den Verein relevante Positionen der Parteien zu geben.</p>
<p>Wir haben dazu eine Reihe von Fragen gestellt, die im Sinne der HU eine große Vielzahl an Politikfeldern und bürgerrechtlichen Fragen darstellt. Daran haben zahlreiche Bundesvorstands- und Vereinsmitglieder mitgewirkt. Wir haben unsere Wahlprüfsteine an folgende Parteien geschickt: CDU, CSU, SPD, Grüne, Linke, FDP, BSW, AfD, Volt, die Piratenpartei, die PARTEI, SSW und Freie Wähler.</p>
<p>Wie <a href="https://netzpolitik.org/2025/wahlpruefsteine-parteien-definieren-wer-relevant-ist/">Netzpolitik.org</a> berichtete, haben sich CDU, CSU, SPD, Grüne, Linke und FDP vorab bereits auf 30 Organisationen und Verbände geeinigt, deren Wahlprüfsteine sie beantworten werden. Alle anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen erhalten keine Antworten. Auch die Humanistische Union hat entsprechende Absagen für ihre Wahlprüfsteine erhalten.</p>
<p>Es ist verständlich, dass diese Parteien in Anbetracht der baldigen Bundestagswahl am 23. Februar 2025, des Zeitmangels und der Fülle an Wahlprüfsteinen nicht alle Anfragen beantworten können. Dennoch halten wir die vorab vorgenommene Filterung aus mehreren Gründen für problematisch.</p>
<p>Erstens erfreuen sich Wahlprüfsteine einer großen Beliebtheit, um die Wahlentscheidung zu erleichtern. Im Wahlkampf sind sie ein inzwischen anerkanntes und verbreitetes Instrument, um eine inhaltliche Auseinandersetzung von Parteien mit zivilgesellschaftlichen Organisationen zu ermöglichen. Nun dermaßen restriktiv vorzugehen, verringert die Möglichkeit der Zivilgesellschaft, Rechenschaft von den Parteien zu erhalten. Organisationen wie der HU wird damit klargemacht, dass man sich mit ihnen nicht auseinandersetzen will. Unsere Stimmen am Wahltag nehmen sie aber gerne entgegen!</p>
<p>Zweitens ist es Klüngelei, wenn sich die genannten Parteien vorab auf bestimmte Nichtregierungsorganisationen einigen. Damit bestimmen sie korporatistisch, welche NGOs im Wahlkampf als politisch relevant wahrgenommen werden. Diese Parteien verschließen sich schon vorab der Option, relevante politische Fragen anderer Organisationen überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Natürlich können Parteien Bitten um Beantwortung von Wahlprüfsteinen ignorieren oder verweigern. Dass aber vorab schon gefiltert wurde – zu einem Zeitpunkt also, bei dem man noch gar nicht absehen konnte, welche Organisationen welche Wahlprüfsteine von welcher Relevanz für welche Partei stellen würden, hat einen negativen und sehr elitären Beigeschmack.</p>
<p>Drittens kann man, wie es Netzpolitik.org getan hat, die Auswahl der Vereine und Verbände kritisieren. Die Auswahl der 30 Vereine und Verbände solle die gesamte Breite des gesellschaftlichen Spektrums repräsentieren, erhielt die HU von einer Partei als Antwort. Jedoch finden sich in der von Netzpolitik.org veröffentlichten Liste der zugelassenen Organisationen überdurchschnittlich viele Wirtschafts- und Berufsverbände. Bürger- und grundrechtliche Vereine sind, bis auf wenige Ausnahmen, nicht zu finden. Zudem fehlen in der Liste Organisationen, die sich dezidiert mit Digitalpolitik (und digitalen Bürgerrechten) befassen. Solche Fragen hat die HU übrigens in den Wahlprüfsteinen. Die erhoffte abzudeckende Breite an Politikfeldern in den zugelassenen Wahlprüfsteinen dürfte so jedenfalls nicht erreicht werden. Gerade die HU hat aber mit ihren Wahlprüfsteinen versucht, eine solche Breite zu ermöglichen.</p>
<p>Wir halten einen solchen Vorab-Filter somit für diskurseinschränkend sowie elitär und meinen, dass die als relevant definierten Politikfelder so durch die Parteien und nicht die Organisationen und Verbände festgelegt werden. Letzteres ist eine Verkehrung des Zwecks von Wahlprüfsteinen. Um den Lesenden doch eine Beantwortung einiger Wahlprüfsteinfragen zu ermöglichen, behält die Humanistische Union es sich vor, einige Fragen anhand der Wahlprogramme zu beantworten – zumindest dort, wo die Programme eine Antwort ermöglichen.</p>
<p>Hier nun unsere Wahlprüfsteine, angeordnet nach Politikfeldern:</p>
<p><strong>Bildungspolitik</strong></p>
<ul>
<li>Ein erheblicher Teil der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention obliegt durch die Inklusion im Bereich der Schulen den Ländern. Zur gleichberechtigten Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen am Schulleben bedarf es umfangreicher personeller und sachlicher Ausstattungen, um die Unterbringung von Schüler*innen mit Behinderungen in den Schulen zu realisieren. Existieren von Ihrer Seite Planungen zur Realisierung dieses Unterstützungsbedarfs?</li>
<li>Welche Maßnahmen sind von Ihrer Seite geplant, um die Kommunen und Bundesländer als Schulträger seitens des Bundes zu entlasten?</li>
</ul>
<p><strong>Bioethik</strong></p>
<ul>
<li>Welche Maßnahmen planen Sie zur Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs?</li>
<li>Wie stehen Sie zu der Frage nach einem regulären Zugang zu einem Tötungsmedikament beim assistierten Suizid?</li>
</ul>
<p><strong>Demokratisierung</strong></p>
<ul>
<li>Wie stehen Sie zu Bürgerräten und Volksentscheiden auf Bundesebene? Was spricht aus Ihrer Sicht für und gegen Volksentscheide und Bürgerräte, um ein höheres Maß an politischer Mitbestimmung zu ermöglichen? Was halten Sie in diesem Rahmen von einer Befassungspflicht des Bundestags mit den Ergebnissen von Bürgerräten?</li>
<li>Wie stehen Sie zu einer Beschränkung von Amtszeiten für Bundestagsabgeordnete, Bundesminister*innen und Bundeskanzler*in?</li>
<li>Wie wollen Sie die parlamentarische Arbeit des Bundestags und seiner Abgeordneten transparenter gestalten?</li>
<li>Wie stehen Sie zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks als Säule der Demokratie mit Hörfunk, Fernsehen und Online-Angeboten?</li>
</ul>
<p><strong>Digitalisierung</strong></p>
<ul>
<li>Sollte es weiterhin (kurzfristig/langfristig) Möglichkeiten geben, öffentliche Dienstleistungen ohne digitale Hilfsmittel zu nutzen? Welche (gesetzgeberischen) Maßnahmen halten Sie dazu für zweckmäßig?</li>
<li>Befürworten Sie den Ausbau von Technologien der Künstlichen Intelligenz (für öffentliche Dienstleistungen/für die innere Sicherheit/für das Militär)? Welche Initiativen planen Sie dafür?</li>
<li>Wie stehen Sie zur Ausweitung der Nutzung von KI bei der Auswertung personenbezogener Daten zur polizeilichen Gefahrenabwehr?</li>
<li>Befürworten Sie einen weiteren Ausbau der Überwachung des öffentlichen Raums/des Internet? Welche Initiativen planen Sie dafür?</li>
<li>Befürworten Sie eine anlasslose Vorratsdatenspeicherung von Verkehrsdaten/Inhaltsdaten in der Telekommunikation?</li>
</ul>
<p><strong>Frieden</strong></p>
<ul>
<li>Befürworten Sie es, Schritte zur Beendigung der Aussetzung der Wehrpflicht vorzunehmen? Wenn ja, welche Schritte in diese Richtung würden Sie planen?</li>
<li>Befürworten Sie eine weitere Steigerung der Rüstungsausgaben? Wieviel Prozent des BIP streben Sie an?</li>
<li>Befürworten Sie Waffenlieferungen in Kriegsgebiete? In welchen Fällen wäre das aus Ihrer Sicht gerechtfertigt?</li>
<li>Befürworten Sie eine stärkere militärische Rolle Deutschlands in Europa/in der Welt? Wie sollte eine solche Rolle ausgestaltet sein?</li>
</ul>
<p><strong>Inklusion</strong></p>
<ul>
<li>Welche politischen Maßnahmen planen Sie zur gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben?</li>
<li>Welche konkreten Schritte planen Sie, um dem erkannten Phänomen der zunehmenden Einsamkeit in der Gesellschaft zu begegnen? Wo sehen Sie Chancen, die aktive Teilhabe und das gesellschaftliche und demokratische Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, digital und analog, zu unterstützen?</li>
</ul>
<p><strong>Klima</strong></p>
<ul>
<li>Welches sind Ihre wichtigsten Maßnahmen zur Begrenzung der Klimaerwärmung?</li>
<li>Wie priorisieren Sie Ausgaben für den Klimaschutz gegenüber konkurrierenden Ausgaben, z.B. zur Wirtschaftsförderung oder für die Rüstung?</li>
<li>Bis wann soll durch Ihre Politik Klimaneutralität für die einzelnen Handlungsfelder erreicht sein? Wie wollen Sie dies bewerkstelligen?</li>
</ul>
<p><strong>Kriminalpolitik</strong></p>
<ul>
<li>Wie stehen Sie zur konsequenten Fortsetzung der von der letzten Regierung begonnenen Entkriminalisierung im Drogenbereich?</li>
<li>Wie stehen Sie zur Forderung nach der überfälligen Abschaffung der Ersatzfreiheitsstrafe?</li>
<li>Wie stehen Sie zur konsequenten Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs durch Abschaffung des § 218 StGB?</li>
</ul>
<p><strong>Polizei- und Versammlungsrecht</strong></p>
<ul>
<li>Wie stehen Sie zum biometrischen Abgleich von Bildaufnahmen von Menschen mit öffentlich zugänglichen Daten aus dem Internet (Sicherheitspaket § 10b BKAG-GE)?</li>
<li>Wie stehen Sie zur automatisierten Datenauswertung (Data Mining) durch die Polizei?</li>
<li>Wie stehen Sie zur Zurückweisung von Geflüchteten an den deutschen Grenzen?</li>
<li>Wie stehen Sie zur Verwendung sensibler Daten (besondere Kategorien personenbezogener Daten) durch die Polizei im Polizei- und Versammlungsrecht?</li>
<li>Wie stehen Sie zu Beschränkungen der Versammlungsfreiheit im Kontext von Protesten gegen die israelische Politik?</li>
</ul>
<p><strong>Seniorenpolitik</strong></p>
<ul>
<li>Unterstützen Sie/ Ihre Partei die aktuellen Bestrebungen, Artikel 3 GG um den Bereich „Lebensalter“ zu erweitern?</li>
<li>Welche bundespolitischen Initiativen sehen Sie für eine Optimierung der Altenhilfe (§ 71 SGB XII) durch die Ausführungsgesetze der Länder (Altenhilfe-Strukturgesetze)?</li>
<li>Welche Maßnahmen streben Sie an, um eine weitestgehende Barrierefreiheit für Menschen zu sichern, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind (z.B. Verkehrsmittel, Einkaufen, Besuch von Arztpraxen) und wie könnte alternsgerechtes Wohnen unterstützt werden?</li>
</ul>
<p><strong>Staat und Kirche</strong></p>
<ul>
<li>Wird Ihre Partei sich für die Beseitigung des kirchlichen Sonderarbeitsrechts einsetzen, soweit es Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer diskriminiert, z. B. wegen ihrer Religionszugehörigkeit oder ihrer sexuellen Orientierung?</li>
<li>Wird Ihre Partei sich dafür einsetzen, dass den Gewerkschaften gegenüber kirchlichen Arbeitgebern das Recht, Tarifverträge abzuschließen, garantiert wird?</li>
<li>Wird Ihre Partei sich für das Streikrecht gegenüber kirchlichen Arbeitgebern einsetzen?</li>
<li>Wird Ihre Partei sich für einen gemeinsamen Ethikunterricht für alle Schülerinnen und Schüler an öffentlichen Schulen einsetzen?</li>
<li>Wird Ihre Partei sich dafür einsetzen, dass endlich der Verfassungsauftrag zur Ablösung der Staatsleistungen verwirklicht wird?</li>
</ul>
<p><strong>Verfassungsschutz</strong></p>
<ul>
<li>Welche Bedeutung und welche Zukunft sehen Sie für den Verfassungsschutz in der heutigen Form als Institution?</li>
<li>Wie stehen Sie zur konsequenten Trennung der Befugnisse zwischen Polizei und Verfassungsschutz / Geheimdiensten?</li>
<li style="text-align: left;">Welche Konsequenzen dürfen Erkenntnisse des Verfassungsschutzes haben? Welche Position vertreten Sie zu Berufsverboten aus politischen Gründen?</li>
</ul>
<p style="text-align: right;"><em>Philip Dingeldey</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/unsere-wahlpruefsteine/">Unsere Wahlprüfsteine</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2025/01/Wahlen_3-scaled-e1737034163432.jpg" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>Berliner Europawoche mit einem HU-Gespräch zu Europas Beitrag zum Datenschutz</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/thema/berliner-europawoche-mit-einem-hu-gespraech-zu-europas-beitrag-zum-datenschutz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 May 2021 20:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das HU-Gespräch ist online: https://www.youtube.com/watch?v=j4zMdzDNdMw&#038;t=5s # # # Vom 1. bis 9. Mai gibt es auf https://www.berliner-europawoche.eu/ u. a. Live-Talks über Klimaschutz, Digitalisierung und Europas Rolle in der Welt. Jeder Tag startet mit Musik aus Europa. Außerdem gibt es ein buntes Programm mit Poetry Slams, Minisprachkursen, Ratespielen, Musikvideos, Lesungen, Social-Media-Aktionen, Zoom-Veranstaltungen, Videos sowie zahlreichen Interviews [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/thema/berliner-europawoche-mit-einem-hu-gespraech-zu-europas-beitrag-zum-datenschutz/">Berliner Europawoche mit einem HU-Gespräch zu Europas Beitrag zum Datenschutz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das HU-Gespräch ist online: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=j4zMdzDNdMw&#038;t=5s" rel="nofollow noopener">https://www.youtube.com/watch?v=j4zMdzDNdMw&#038;t=5s</a></p>
<p># # #</p>
<p>Vom 1. bis 9. Mai gibt es auf <a href="https://www.berliner-europawoche.eu/" rel="nofollow noopener">https://www.berliner-europawoche.eu/</a> u. a. Live-Talks über Klimaschutz, Digitalisierung und Europas Rolle in der Welt. Jeder Tag startet mit Musik aus Europa. Außerdem gibt es ein buntes Programm mit Poetry Slams, Minisprachkursen, Ratespielen, Musikvideos, Lesungen, Social-Media-Aktionen, Zoom-Veranstaltungen, Videos sowie zahlreichen Interviews und interessanten Info-Links rund um die Themen Europa, Demokratie und Freiwilligenengagement. Digitale Spaziergänge laden zu einer Erkundung des europäischen Berlins ein.</p>
<p>Persönlichkeiten aus Kultur und Gesellschaft beantworten Fragen zu Europa, z.B. die Schauspielerin und Regisseurin Judith Döker, der TV-Moderator Kena Amoa, Drag Queen Gloria Viagra, Omas gegen Rechts, europäische Musiker, Influencer:innen oder die Preisträgerin des Europapreises Blauer Bär Katja Sinko.</p>
<p>Am 9. Mai, dem Europatag, diskutieren unter dem Motto &#132;Zuhause in Europa&#8220; live Vertreter:innen aus Politik und Gesellschaft über drei Themen, die Europa bewegen: Green Deal, Digitalisierung und Europa in der Welt.</p>
<p>Die digitale Berliner Europawoche 2021 ist ein Partnerprojekt des Europe Direct Informationszentrums Berlin, des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in Deutschland, der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland und der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.</p>
<p>&#8211;</p>
<p>Der Beitrag der Humanistischen Union Berlin-Brandenburg ist ein Gespräch David Bernet (Regisseur &#132;Im Rausch der Daten&#147;) und den Datenschützern Werner Hülsmann und Peter Schaar zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).</p>
<p>Mit der DSGVO will die Europäische Union die Grundrechte der Bürger:innen vor einem Missbrauch durch weltweit tätige Firmen, wie Facebook und Google, schützen.</p>
<p>Heute wird die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) als Ausgangspunkt für den europäischen digitalen Grundrechtsschutz und als neuer Goldstandard bezeichnet. Mit ihr soll die Privatsphäre geschützt werden. Die in Europa lebenden Bürger:innen sollen bestimmen können, was mit ihren Daten geschieht. 2016 verabschiedete die EU die DSGVO. Vor fast drei Jahren, am 25. Mai 2018, trat sie in Deutschland in Kraft. Das war das vorläufige Ende eines langen Weges in der Europäischen Union, der mit Hoffnungen, Befürchtungen und einem ungeahnten Lobbying der Wirtschaft begleitet wurde.</p>
<p>Über den Weg zur DSGVO, ihrer Umsetzung und ihrer Weiterentwicklung reden wir mit</p>
<p>&#8211; David Bernet, Regisseur des Dokumentarfilms &#132;Democracy &#150; Im Rausch der Daten&#147;, der den parlamentarischen Weg zu dem Gesetz eindrucksvoll begleitet</p>
<p>&#8211; Werner Hülsmann, seit 2004 anerkannter Datenschutzsachverständiger, seit 2010 Beiratsmitglied des FIfF e.V, (Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung), Stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Datenschutz (DVD) e. V., Geschäftsführender Gesellschafter der DaSchuWi GmbH</p>
<p>&#8211; Peter Schaar, ehemaliger Bundesbeauftragter für Datenschutz und Vorstandsvorsitzender der Europäischen Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz (EAID)</p>
<p>Moderation: Sven Lüders, Verantwortlicher Redakteur der &#132;vorgänge &#150; Zeitschrift für Bürgerrechte und Gesellschaftspolitik&#147;</p>
<p>Vorbereitend und ergänzend zur Diskussion empfehlen wir David Bernets Dokumentarfilm &#132;Democracy &#150; Im Rausch der Daten&#147;.</p>
<p>In seinem preisgekrönten Dokumentarfilm begleitet David Bernet den Europaabgeordneten und Berichterstatter des Europäischen Parlaments Jan Philipp Albrecht (Grüne) und die EU-Kommissarin Viviane Reding (EVP) beim Entstehungsprozess der Europäischen Datenschutzgrundverordnung. Das Filmteam konnte sich als erstes Filmteam während der Ratssitzungen frei bewegen und Verhandlungen zwischen Rat und Kommission aufnehmen. Der Film zeigt eindrucksvoll, wie die EU funktioniert und wie Gesetze entstehen.</p>
<p>Der mit dem Deutschen Dokumentarfilmpreis ausgezeichnete Film ist kostenfrei hier verfügbar: <a href="https://www.bpb.de/mediathek/254194/democracy-im-rausch-der-daten" rel="nofollow noopener">https://www.bpb.de/mediathek/254194/democracy-im-rausch-der-daten</a></p>
<p>Eine Veranstaltung der Humanistischen Union (Landesverband Berlin-Brandenburg) als Teil der Reihe &#132;One World Berlin: Menschenrechte aktuell&#147; (in Kooperation mit One World Berlin &#150; Human Rights Film Festival und dem Lichtblick-Kino)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/thema/berliner-europawoche-mit-einem-hu-gespraech-zu-europas-beitrag-zum-datenschutz/">Berliner Europawoche mit einem HU-Gespräch zu Europas Beitrag zum Datenschutz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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		<title>Prüm und die Vernetzung nationaler DNA-Datenbanken in Europa</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/227/publikation/pruem-und-die-vernetzung-nationaler-dna-datenbanken-in-europa-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2019 21:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[vorgänge: Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zur Unberechenbarkeit gro&#223;technischer Systeme der Inneren Sicherheit.* In: vorg&#228;nge Nr. 227 (3/2019), S. 135-146 Der l&#228;nder&#252;bergreifende Informations- und Datenaustausch zwischen den europ&#228;ischen Polizeibeh&#246;rden ist nicht nur f&#252;r Recht und Politik eine gro&#223;e Herausforderung, auch die technologische und praktische Realisierung wirft zahlreiche Probleme auf. Am Beispiel der 2005 gestarteten Vernetzung nationaler DNA-Datenbest&#228;nde zeigt der folgende Beitrag, [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/227/publikation/pruem-und-die-vernetzung-nationaler-dna-datenbanken-in-europa-1/">Prüm und die Vernetzung nationaler DNA-Datenbanken in Europa</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Unberechenbarkeit gro&szlig;technischer Systeme der Inneren Sicherheit.* In: vorg&auml;nge Nr. 227 (3/2019), S. 135-146</p>
<p><i>Der l&auml;nder&uuml;bergreifende Informations- und Datenaustausch zwischen den europ&auml;ischen Polizeibeh&ouml;rden ist nicht nur f&uuml;r Recht und Politik eine gro&szlig;e Herausforderung, auch die technologische und praktische Realisierung wirft zahlreiche Probleme auf. Am Beispiel der 2005 gestarteten Vernetzung nationaler DNA-Datenbest&auml;nde zeigt der folgende Beitrag, wie die urspr&uuml;nglichen Erwartungen an eine europaweite Verf&uuml;gbarkeit dieser Daten aufgrund zahlreicher Inkompatibilit&auml;ten und riesiger Daten(fehler)mengen immer weiter nach unten korrigiert werden mussten.</i></p>
<p>Die Vision, polizei-relevante Informationen aus separaten Datencontainern zu &#8222;befreien&#8220; und &#8211; lediglich reguliert durch ein abgestuftes Zugriffsrechtemanagement &#8211; m&ouml;glichst umfassend f&uuml;r Zwecke der Gefahrenabwehr und Strafverfolgung verf&uuml;gbar zu machen, hat eine lange Tradition. Aktuellen Niederschlag findet sie in Deutschland mit dem Projekt &#8222;Polizei 2020&#8220; und auf EU-Ebene mit den Pl&auml;nen, die gro&szlig;en IT-Systeme im Bereich Asyl, Migration und Sicherheit interoperabel zu machen. Dass solche gro&szlig;technischen IT-Projekte im Feld der Polizei jedoch kein geschmierter, linearer Prozess sind, sondern es sich dabei um die h&ouml;chst ambivalente Entwicklung heterogener sozio-technischer Netzwerke handelt, der Dysfunktionalit&auml;t und Ineffizienz inh&auml;rent ist, hat der Politikwissenschaftler Stephan Heinrich bereits am Beispiel der Entwicklung von INPOL-neu gezeigt. Daher ist es notwendig, so Heinrich, jenseits der &uuml;blichen und wichtigen normativen Diskussion &uuml;ber die rechtliche Zul&auml;ssigkeit von polizeilichem Technikeinsatz auch seine Implementierung und die Realfunktionen zu betrachten, um ein besseres Verst&auml;ndnis seiner gesellschaftlichen Bedeutung zu gewinnen (Heinrich 2007, 379ff.). Eben dies versucht der vorliegende Beitrag f&uuml;r ein Projekt der europ&auml;ischen Innenpolitik, dessen zentrales Anliegen die grenz&uuml;berschreitende &#8222;Verf&uuml;gbarmachung&#8220; von personenbezogenen Daten ist: Nachgezeichnet werden die Entwicklung und Praxis der europaweiten Vernetzung nationaler Datenbanken &#8211; insbesondere der forensischen DNA-Register &#8211; f&uuml;r polizeiliche und strafjustizielle Zwecke, die vor mehr als 14 Jahren durch den Vertrag von Pr&uuml;m angesto&szlig;en wurde. An ihrem Beispiel soll gezeigt werden, wie die Realisierung gro&szlig;technischer Systeme der Inneren Sicherheit in den M&uuml;hen der Ebene aufgrund ihrer Komplexit&auml;t an Grenzen st&ouml;&szlig;t und die technokratischen Versprechen sich in widerspr&uuml;chlichen Praktiken aufl&ouml;sen, die sich nicht nur der politischen Steuerung, sondern auch einer sinnvollen Evaluation entziehen.</p>
<h5>Der Pr&uuml;m-&shy;Ver&shy;bund &ndash; ein &bdquo;Albtraum&ldquo; f&uuml;r B&uuml;rger&shy;rechte und Straf&shy;ver&shy;fol&shy;ger?</h5>
<p>Der Pr&uuml;m-Verbund ist ein dezentrales Netzwerk der 28 EU-Mitgliedstaaten f&uuml;r den gegenseitigen automatisierten Zugriff von Polizeien und Strafverfolgungsbeh&ouml;rden auf die nationalen Datenbanken f&uuml;r forensische DNA-Profile und daktyloskopische Daten sowie auf Fahrzeugregister. Mittelfristig sollen auch Norwegen, Island, die Schweiz und Liechtenstein in das Netzwerk eingebunden werden. Der Datenzugriff wird vermittelt &uuml;ber sogenannte Nationale Kontaktstellen, in Deutschland etwa das Bundeskriminalamt und das Kraftfahrzeug-Bundesamt. DNA-Daten &#8211; einzelne Profile, aber auch die Datens&auml;tze aller offenen Spuren &#8211; d&uuml;rfen ausschlie&szlig;lich f&uuml;r Zwecke der Strafverfolgung einzeln abgefragt oder massenhaft abgeglichen werden. Gescannte Bilder von Fingerabdr&uuml;cken oder Handballen sowie bereits f&uuml;r AFIS-Systeme codierte Datens&auml;tze k&ouml;nnen auch zur Verhinderung von Straftaten &uuml;bermittelt werden. Zugriffe auf Fahrzeugregister sind dar&uuml;ber hinaus zur Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten oder zur Abwehr von Gefahren f&uuml;r die &ouml;ffentliche Sicherheit autorisiert. Im Fall von DNA- und daktyloskopischen Daten werden die Abfragen lediglich in einem &#8222;Treffer/Kein Treffer&#8220;-Verfahren durchgef&uuml;hrt. Dabei wird in einem ersten Schritt nur ermittelt, ob eine angefragte Kontaktstelle &uuml;bermittelte Daten ebenfalls gespeichert hat. Eventuell vorliegende Informationen zu Personen, die sich hinter &#8222;Treffern&#8220; verbergen, werden erst in einem zweiten Schritt &uuml;ber andere Kan&auml;le der europ&auml;ischen Polizeikooperation und au&szlig;erhalb des Rechtsrahmens von Pr&uuml;m &uuml;bermittelt. Durch dieses mehrstufige Verfahren soll verhindert werden, dass Unschuldige vorschnell ins Visier polizeilicher Ermittlungen geraten. Beim Zugriff auf die Fahrzeugregister k&ouml;nnen hingegen neben Daten zu Fahrzeugen auch unmittelbar personenbezogene Informationen zu Eigent&uuml;mern und Haltern ausgetauscht werden.<br />Ins Leben gerufen wurde der Verbund am 27. Mai 2005 durch den Vertrag von Pr&uuml;m, den urspr&uuml;nglich nur sieben L&auml;nder unterzeichnet hatten: Deutschland, &Ouml;sterreich, Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Spanien und Frankreich. In den kommenden Jahren folgten sieben weitere, insbesondere osteurop&auml;ische Beitrittsl&auml;nder. Mit dieser kritischen Masse im R&uuml;cken gelang es der deutschen Ratspr&auml;sidentschaft 2007, die &Uuml;bernahme weiter Teile des Pr&uuml;m-Vertrages in EU-Recht auf den Weg zu bringen. Am 23. Juni 2008 verabschiedete der Rat schlie&szlig;lich die beiden Pr&uuml;m-Beschl&uuml;sse 2008/ 615/JI und 2008/616/JI, ersterer f&uuml;r die grundlegenden Regeln des Datenaustausches und letzterer f&uuml;r Fragen der technischen Durchf&uuml;hrung.<br />Die Pr&uuml;m-Beschl&uuml;sse stellen einen zentralen Baustein bei der Umsetzung des &#8222;Grundsatzes der Verf&uuml;gbarkeit&#8220; dar, der &#8211; vom Europ&auml;ischen Rat im November 2004 im &#8222;Haager Programm&#8220; deklariert &#8211; darauf abzielt, die in nationalen Datenbanken vorgehaltenen Informationen unionsweit f&uuml;r Polizei und Strafverfolgung verf&uuml;gbar zu machen. Hintergrund war die geringe Nutzung zentraler Datenbanken der EU (etwa vom Schengen-Informationssystem oder den Europol-Computersystemen) durch die Beh&ouml;rden der Mitgliedstaaten, so dass Br&uuml;ssel auf der Suche nach einem &#8222;innovativen Konzept&#8220; f&uuml;r den grenz&uuml;berschreitenden Datenaustausch war. Nach den Pl&auml;nen des Haager Programms sollte mit Wirkung zum 1. Januar 2008 den Strafverfolgungsbeh&ouml;rden (inklusive Europol) ein gleichberechtigter und m&ouml;glichst unmittelbarer Zugang zu Informationen einger&auml;umt werden &#8211; gegebenenfalls durch den gegenseitigen (Online-)Zugriff auf nationale und die bestehenden zentralen europ&auml;ischen Datenbanken. Anders als geplant nahmen jedoch die Pr&uuml;m-Vertragsstaaten der EU-Kommission die Initiative aus der Hand. Dies insbesondere, weil man bei der von Br&uuml;ssel angestrebten gemeinsamen Harmonisierung von Informationsaustausch und Datenschutz langwierige Verhandlungen f&uuml;rchtete und die Vorhaben daher entkoppeln wollte.<br />Entsprechend enth&auml;lt der Pr&uuml;m-Beschluss 2008/615/JI, &auml;hnlich wie bereits der Vertrag von Pr&uuml;m, zwar ein eigenes Kapitel zu Datenschutzbestimmungen, das eine Zweck&not;bindung der Datenbankabrufe, Vorgaben zur Datensicherheit und umfassende Protokollie&not;r&not;ungspflichten vorsieht. Vielfach wird jedoch auf innerstaatliches Recht verwiesen, etwa wenn es um Betroffenenrechte geht. Als Mindeststandard gelten lediglich die mehr als 30 Jahre alte Datenschutzkonvention des Europarates von 1981 und die unverbindliche Empfehlung R (87) 15 f&uuml;r die Anwendung der Konvention im Polizeibereich von 1987. Die Entscheidung dar&uuml;ber, ob die datenschutzrechtlichen Anforderungen erf&uuml;llt sind, obliegt dem Rat der EU, also den Regierungen der Mitgliedstaaten. In den Verhandlungen wurde weder die Forderung aufgegriffen, den gegenseitigen Zugriff auf die DNA-Datenbanken auf F&auml;lle schwerer Kriminalit&auml;t zu begrenzen, noch wurden die Rechte von Betroffenen einheitlich definiert. Auch der Wunsch der Datensch&uuml;tzer, an der &Uuml;berpr&uuml;fung des angemessenen Datenschutzniveaus in den teilnehmenden Staaten beteiligt zu werden, wurde ignoriert (Schaar 2006). Angesichts der deutlichen Defizite nannte der damalige Europ&auml;ische Datenschutzbeauftragte den EU-weiten Informationsaustausch im Mai 2008 einen <i>&#8222;Albtraum nicht nur f&uuml;r die B&uuml;rger, sondern auch f&uuml;r die Strafverfolgungsbeh&ouml;rden selbst&#8220;</i> (zit. in Krempl 2008).<br />Hoffnungen, dass ein Datenschutzrecht der EU f&uuml;r den Polizeibereich Abhilfe schaffen k&ouml;nnte, erwiesen sich als tr&uuml;gerisch. Der Rahmenbeschluss 2008/977/JI von 27. November 2008 regulierte nur den grenz&uuml;berschreitenden Transfer der Daten, lie&szlig; aber die nationale Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten unber&uuml;hrt; zudem klammerte er die bis dato verabschiedeten &Uuml;bereink&uuml;nfte zum europ&auml;ischen Datenaustausch &#8211; also auch die Pr&uuml;m-Beschl&uuml;sse &#8211; aus und r&auml;umte den jeweiligen datenschutzrechtlichen Vorschriften Vorrang ein (Artikel 28 des Rahmenbeschlusses). Dies gilt auch f&uuml;r die neue Richtlinie (EU) 2016/680 &uuml;ber den Datenschutz bei Polizei und Strafjustiz (Artikel 60 der Richtlinie), die seit 25. Mai 2018 g&uuml;ltig ist. Zwar zielt die sogenannte JI-Richtlinie auf die Harmonisierung nationaler Datenschutzvorschriften, so dass auch das Schutzniveau im Pr&uuml;m-Regime steigen k&ouml;nnte, etwa wenn es um die Voraussetzungen zur Erhebung von nunmehr besonders gesch&uuml;tzten genetischen Daten oder die Rechte Betroffener geht. Allerdings r&auml;umt die Richtlinie den Mitglied-staaten mit zahlreichen Ausnahmeklauseln gro&szlig;en Spielraum ein, aus Gr&uuml;nden etwa des Schutzes der &ouml;ffentlichen oder nationalen Sicherheit von den Vorgaben abzuweichen (z.B. Art. 15 der Richtlinie zur Einschr&auml;nkung des Auskunftsrechts).</p>
<h5>Netz mit Webfehlern</h5>
<p>Schwierig gestaltet sich jedoch nicht nur die Harmonisierung des Datenschutzes, sondern auch die Umsetzung der Pr&uuml;m-Beschl&uuml;sse durch die Mitgliedstaaten. Zum gesetzlichen Stichtag f&uuml;r die technische Implementierung der automatisierten Datenbankzugriffe am 26. August 2011 waren lediglich elf der damals 27 Mitgliedstaaten in der Lage, ihre DNA-Datenbanken abzugleichen und nur sechs bzw. sieben konnten daktyloskopische Daten bzw. Fahrzeugregister abfragen (Council of the European Union 2011a). Entsprechend r&auml;umte die EU-Kommission Ende 2011 ein, dass die gesteckten Ziele &#8222;&uuml;berambitioniert&#8220; waren (Council of the European Union 2011b).</p>
<p>Die Gr&uuml;nde f&uuml;r die schleppende Vernetzung waren vielf&auml;ltig: Schwierigkeiten, politische Mehrheiten f&uuml;r mitunter notwendige Anpassungen des nationalen Rechts an die Vorgaben von Pr&uuml;m zu mobilisieren; Kompetenzstreitigkeiten zwischen Beh&ouml;rden bei der Benennung der Nationalen Kontaktstelle; &Auml;rger bei organisationsinternen Neustrukturierungen, die aus der Internationalisierung resultieren sowie personelle und finanzielle Engp&auml;sse. Die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung schienen aber technische Probleme zu sein: Existierende Hard- oder Software erwiesen sich als inkompatibel; der Anschluss an das VPN-Netzwerk TESTA f&uuml;r die verschl&uuml;sselte Daten&uuml;bermittlung gelang nicht reibungslos; mitunter mussten existierende Systeme komplett abgel&ouml;st werden. Allein die Umr&uuml;stung f&uuml;r den Austausch von DNA-Profilen soll durchschnittlich knapp zwei Millionen Euro pro Land gekostet haben (Council of the European Union 2010b). In den L&auml;ndern, die erst durch die Pr&uuml;m-Beschl&uuml;sse verpflichtet worden waren, nationale DNA-Datenbanken einzurichten, d&uuml;rften die Kosten deutlich h&ouml;her gelegen haben. Entsprechend haben zahlreiche Mitgliedstaaten betr&auml;chtliche technische und finanzielle Hilfen erhalten. Bereits bis Ende 2012 hatte die EU-Kommission knapp 17 Millionen Euro f&uuml;r die Umsetzung der Pr&uuml;m-Beschl&uuml;sse bereitgestellt (Europ&auml;ische Kommission 2012, 5), und im Jahr 2017 stellte sie weitere 22 Millionen Euro zur Verf&uuml;gung (Europ&auml;ische Kommission 2017, 10). Nachdem auch die finanziellen Anreize nur unzureichend geholfen hatten, leitete die Kommission 2017 schlie&szlig;lich Vertragsverletzungsverfahren gegen Kroatien, Irland, Italien und Griechenland ein (Europ&auml;ische Kommission 2017, 10), die so auf Linie gebracht wurden und bis Juni 2019 &#8211; mit Ausnahme Italiens &#8211; zumindest alle formalen Voraussetzungen f&uuml;r die Teilnahme am Pr&uuml;m-Verbund erf&uuml;llt hatten.</p>
<p>In 25 von 28 EU-Mitgliedstaaten l&auml;uft der automatisierte Datenaustausch mindestens f&uuml;r eine der drei Datenkategorien mittlerweile im Wirkbetrieb. Lediglich Irland, Italien und Gro&szlig;britannien konnten bis Ende Juni 2019 keine Daten austauschen; Griechenland nur DNA-Profile und Kroatien keine daktyloskopischen Daten. Aber auch jene Staaten, die im Wirkbetrieb an den Verbund angeschlossen sind, sind noch l&auml;ngst nicht in der Lage, an alle beteiligten Partner automatisiert Information zu &uuml;bermitteln. Um das Pr&uuml;m-Netzwerk umf&auml;nglich zu verwirklichen, sind insgesamt 1.134 Schnittstellen f&uuml;r den bilateralen Datenaustausch zu verwirklichen &#8211; 81 pro Land. Mitte 2019 hatte Deutschland davon 64 Schnittstellen realisiert und konnte so mit 23 L&auml;ndern KfZ-Registerdaten, mit 21 L&auml;ndern Fingerabdr&uuml;cke und mit 20 L&auml;ndern DNA-Profile austauschen. Hingegen konnte etwa Kroatien nur mit zw&ouml;lf L&auml;ndern DNA-Profile austauschen und Frankreich nur mit 14 L&auml;ndern Fingerabdr&uuml;cke (Council of the European Union 2019b). Angesichts dieser Schwierigkeiten wurde 2017 die Idee eines &#8222;Pr&uuml;m Routers&#8220; f&uuml;r die zentrale Vermittlung von Datenabfragen als Alternative zum existierenden Netzwerk ins Spiel gebracht (High-Level Expert Group on Information Systems and Interoperability 2017, 20). Allerdings wurde der Vorschlag, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben, bislang nicht wieder aufgegriffen.</p>
<h5>Falsche Treffer</h5>
<p>Doch nicht nur die technische Einrichtung des Pr&uuml;m-Verbundes ist mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert, sondern auch die allt&auml;gliche Praxis des Datenaustauschs. Ein zentrales Problem beim Abruf und Abgleich von DNA-Profilen ist das Risiko falsch positiver Treffer, sogenannter &#8222;Zufallstreffer&#8220;. Was als &#8222;Treffer&#8220; gilt, wird im Anhang zum Ratsbeschlusses 2008/616/JI definiert: Demnach m&uuml;ssen &uuml;bermittelte DNA-Profile die Allelwerte f&uuml;r mindestens sechs der sieben DNA-Abschnitte (&#8222;Loci&#8220;) enthalten, auf die man sich mit dem alten <i>&#8222;European Standard Set of Loci&#8220;</i> (ESS) geeinigt hatte. Zus&auml;tzlich d&uuml;rfen die DNA-Profile Allelwerte weiterer Loci &#8211; erlaubt sind insgesamt 24 &#8211; oder Leerfelder enthalten. Als &#8222;Treffer&#8220; gilt jedoch bereits die &Uuml;bereinstimmung von mindestens sechs Loci. Unterschieden wird dabei zwischen &#8222;full matches&#8220;, bei denen alle Allelwerte &uuml;bereinstimmen, und &#8222;near matches&#8220;, bei denen die Allelwerte von sechs Loci &uuml;bereinstimmen, aber ein weiterer Allelwert abweicht.&nbsp;[1] Diese Regelung wurde aus dem Vertrag von Pr&uuml;m &uuml;bernommen, der Standards f&uuml;r nur sieben Mitglieder festgelegt hatte. Mit der wachsenden Zahl von Mitgliedern im Pr&uuml;m-Netzwerk wuchs jedoch die statistische Wahrscheinlichkeit von falschen Treffern, durch die ein zum Abgleich &uuml;bermitteltes DNA-Profil f&auml;lschlicherweise einer Person zugeordnet wird, die bereits in einer forensischen DNA-Datenbank erfasst ist (Toom 2018, 51f.).<br />Bekannt sind die Risiken schon l&auml;nger. Bereits 2005 diskutierten europ&auml;ische Forensiker die M&ouml;glichkeit, den alten ESS aus dem Jahr 2001 um weitere Loci zu erweitern (Gill et al. 2006). Nachdem man sich 2008 darauf einigte, den ESS um f&uuml;nf auf zw&ouml;lf Loci zu erweitern, verabschiedete der EU-Ministerrat im November 2009 eine entsprechende Entschlie&szlig;ung. Allerdings handelt es sich dabei nur um unverbindliches &#8222;soft law&#8220;, mit dem den EU-Mitgliedstaaten lediglich empfohlen wird, &#8222;<i>den neuen Europ&auml;ischen Standardsatz so bald wie m&ouml;glich, sp&auml;testens jedoch 24 Monate nach der Annahme dieser Entschlie&szlig;ung, anzuwenden&#8220;</i> (Rat der Europ&auml;ischen Union 30.11.2009). Umgangen wurde damit eine &Auml;nderung der Pr&uuml;m-Beschl&uuml;sse, die insbesondere nach Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages und der neuen Mitspracherechte des Europaparlamentes im Bereich der Polizeikooperation politisch kaum durchsetzbar schien. Die niederl&auml;ndische Delegation in der &#8222;Arbeitsgruppe Informationsaustausch&#8220; behauptete zwar in einer Note vom Juni 2010, dass die Pr&uuml;m-Beschl&uuml;sse ausdr&uuml;cklich zur Umsetzung eines neuen ESS verpflichten (Council of the European Union 2010a). In der deutschen Version des bem&uuml;hten Rechtsaktes hei&szlig;t es allerdings:<i> &#8222;Jeder Mitgliedstaat sollte, so bald wie praktisch m&ouml;glich, die Loci eines neuen ESS, der von der EU &uuml;bernommen wurde, einf&uuml;hren.&#8220; </i>(&sect; 1.1 in Kapitel 1 des Anhangs zum Ratsbeschluss 2008/616/JI) Keine Muss-, sondern eine Soll-Vorschrift, die sich zudem an der praktischen Realisierbarkeit orientiert. Und eben hier liegt der Haken, da die Anpassung der nationalen Infrastruktur an den neuen ESS zumindest bei einigen Mitgliedstaaten mit erheblichem technischen und finanziellen Aufwand verbunden w&auml;re.</p>
<p>Auf Initiative Europols gelang 2013 die weitgehende Anpassung der technischen Infrastruktur auf den neuen ESS, und auch biotechnologische Unternehmen reagierten schnell und brachten neue Analyse-Kits auf den Markt. Gleichwohl entsprechen auch weiterhin viele der gespeicherten DNA-Profile nicht dem neuen ESS. Zum einen lassen sich mitunter nur Teilabschnitte aus DNA-Spuren extrahieren und zum anderen haben L&auml;nder, die vergleichsweise fr&uuml;h DNA-Datenbanken eingerichtet haben, noch zahlreiche Profile gespeichert, die mit mittlerweile &uuml;berholten Analyse-Kits generiert wurden, so dass weniger als die zw&ouml;lf ESS-Loci erfasst sind (ENSFI DNA Working Group 2016, 10). &Uuml;ber Deutschland wird z.B. berichtet, dass auch 2015 noch mehr als 50 Prozent &#8211; mehr als 600.000 &#8211; der beim BKA gespeicherten DNA-Profile nicht mehr als acht Loci z&auml;hlten (Home Office 2015, 51).<br />DNA-Experten gehen davon aus, dass etwa 60 Prozent der &#8222;Treffer&#8220;, bei denen die Allelwerte von nur sechs Loci verglichen werden, bzw. sechs Prozent der Treffer, bei denen die Werte von sieben Loci verglichen werden, falsch positive Treffer sind (siehe Toom et al. 2019, 54). Vor diesem Hintergrund empfahl die &#8222;Arbeitsgruppe Informationsaustausch&#8220; des Rates der EU schon 2010, dass &#8222;Treffer&#8220;, die einer anfragenden Kontaktstelle aus einem anderen Land gemeldet werden, manuell &uuml;berpr&uuml;ft werden sollten, bevor sie an andere Polizei- oder Justizbeh&ouml;rden weitergeleitet w&uuml;rden: <i>&#8222;Es gelte, die Balance zu wahren zwischen der Bereitstellung von Ermittlungshilfen f&uuml;r die Strafverfolgung, die das Ziel des Pr&uuml;mer Datenaustausches war, und der Vermeidung unn&ouml;tigen Aufwandes bei der Nachverfolgung falscher Treffer.&#8220;</i> (Council of the European Union 2019a, 5) F&uuml;r die nationalen Kontaktstellen aber bedeutet die manuelle &Uuml;berpr&uuml;fung in jedem Fall erheblichen Aufwand, den Beteiligte als <i>&#8222;Verschwendung von Zeit und Ressourcen&#8220;</i> beklagen (zit. in Toom 2018, 33).</p>
<h5>Unein&shy;heit&shy;li&shy;ches &bdquo;Follow-up&ldquo;</h5>
<p>Auch bei der eventuellen Anfrage nach Zusatzinformationen zu einem Pr&uuml;m-Treffer &#8211; die jedoch nicht durch die Pr&uuml;m-Beschl&uuml;sse geregelt wird &#8211; hakt es an verschiedenen Stellen. Schon l&auml;nger ist die EU darum bem&uuml;ht, den Informationsaustausch in klassischen Rechtshilfeverfahren zu beschleunigen. Mit der &#8222;Schwedischen Initiative&#8220;, dem Rahmenbeschluss 2006/960/JI, hatte sie im Dezember 2006 verbindliche Fristen von maximal 14 Tagen vorgegeben. Auch wenn die Vorgaben mittlerweile weitgehend in nationales Recht umgesetzt worden sind, steht ihre praktische Umsetzung vor erheblichen Problemen, zu deren Ursachen Personalmangel oder die fehlende bzw. unzureichende Standardisierung von Datenformaten geh&ouml;rt, die eine automatisierte &Uuml;bermittlung unm&ouml;glich machen. Auch scheinen ungezielte Rundum-Abfragen in allen Pr&uuml;m-L&auml;ndern und die Tendenz, jede Abfrage als &#8222;dringlich&#8220; zu markieren, zu gewissen Erm&uuml;dungserscheinungen gef&uuml;hrt zu haben (Doherty et al. 2015, 28ff.).</p>
<p>Doch selbst dort, wo die &#8222;Schwedische Initiative&#8220; etabliert ist, gibt sie nicht notwendigerweise auch die Wege des tats&auml;chlichen Informationsaustauschs vor. Viele Beamte nutzen andere Kan&auml;le, insbesondere &uuml;ber Interpol, so dass die gelebte Vielfalt an &Uuml;bermittlungsverfahren ein weiterer Faktor f&uuml;r Verz&ouml;gerungen ist und zudem die Schwierigkeiten erkl&auml;rt, Informationen &uuml;ber das &#8222;Follow-up&#8220; zu Pr&uuml;m-Treffern statistisch zu erfassen (Doherty et al. 2015, 41ff.). Hinzu kommt, dass die bearbeitenden Nationalen Kontaktstellen recht unterschiedlichen Logiken folgen, je nachdem um welchen Organisationstyp es sich handelt. W&auml;hrend in vielen L&auml;ndern Innenministerien oder zentrale Polizeidienststellen zust&auml;ndig sind, die den lokalen Dienststellen bereitwillig beim Sammeln der Hinweise helfen, scheinen Staatsanwaltschaften oder rechtsmedizinische Institute, wie sie etwa in Belgien, den Niederlanden, Portugal oder Schweden zust&auml;ndig sind, deutlich h&ouml;here Anforderungen an die Weiterbearbeitung von Treffern zu legen (Toom et al. 2019, 54). So wird etwa aus den Niederlanden berichtet, dass von den 2.020 Treffern, die es im Jahr 2010 bei DNA-Abgleichen gab, lediglich in 138 F&auml;llen ein Ersuchen nach Zusatzinformationen ins Ausland &uuml;bermittelt wurde, von denen wiederum nur 37 F&auml;lle zur Er&ouml;ffnung eines Gerichtsverfahrens f&uuml;hrten (Toom et al. 2019, 54).</p>
<h5>Unklarer und ungleicher Nutzen</h5>
<p>Eine Gesamtbilanz des gigantischen Unterfangens liegt nur in Bruchst&uuml;cken vor. Statistiken sind nur teilweise &ouml;ffentlich zug&auml;nglich und weisen zudem deutliche Inkonsistenzen auf. Gleichwohl sind sie Indikator f&uuml;r die Gr&ouml;&szlig;enordnung und Muster des Datenaustauschs: Im Jahr 2015 wurden mehr als 1,3 Millionen DNA-Profile zur Abfrage oder zum Abgleich von einem Mitgliedstaat in den anderen &uuml;bermittelt. Die Hauptnutzer sind Deutschland und &Ouml;sterreich: Zwei Drittel der &uuml;bermittelten Daten kamen allein aus diesen beiden L&auml;ndern; 2016 waren es sogar drei Viertel der dann 1,2 Millionen &uuml;bermittelten DNA-Profile (eigene Berechnungen auf Grundlage der Zahlen in Council of the European Union 2016, 2017). Nach einer Auswertung der Pr&uuml;m-Statistiken von 2011 bis 2015 durch die portugiesischen Soziologen Santos und Machado verzeichneten Abfragen aus Deutschland, &Ouml;sterreich, Spanien, Frankreich und den Niederlanden die meisten Treffer in den DNA-Datenbanken anderer Mitgliedstaaten, haupts&auml;chlich in Rum&auml;nien und Litauen (Santos und Machado 2017, 309f.). Folgerichtig konstatieren Santos und Machado, dass es insbesondere osteurop&auml;ische L&auml;nder sind, die zum Nutzen anderer L&auml;nder &#8211; insbesondere Deutschlands, das in dem Zeitraum j&auml;hrlich zwischen etwa 4.500 und 7.000 Treffer r&uuml;ckgemeldet bekam &#8211; die Kosten tragen f&uuml;r die Sammlung von DNA-Profilen und den Unterhalt entsprechender Datenbanken (Santos und Machado 2017, 311).</p>
<p>Dar&uuml;ber hinaus sind die statistischen Angaben zu den &#8222;Treffern&#8220; wenig aussagekr&auml;ftig. Zum einen handelt es sich keineswegs immer um Treffer einer offenen Spur mit dem DNA-Profil einer bekannten Person, sondern h&auml;ufig auch um sogenannte Spur-Spur-Treffer. Zum anderen werden die oben genannten falsch positiven Treffer nicht aus der Statistik gefiltert. Auch findet sich kein Hinweis auf die Relevanz f&uuml;r Ermittlungsverfahren oder die Schwere der Delikte. Die Diskussion um &#8222;aussagekr&auml;ftige&#8220; Statistiken f&uuml;hrt die EU-Kommission gegen Widerst&auml;nde aus den Mitgliedstaaten. Gerne w&uuml;rde sie auch Angaben zum &#8222;Follow up&#8220; sammeln, um zu erfahren, wie viele &#8222;Treffer&#8220; denn bei Strafermittlung wirksam werden, um so f&uuml;r zuk&uuml;nftige Verhandlungen mit dem Parlament ger&uuml;stet zu sein, falls die Weiterentwicklung der Pr&uuml;m-Beschl&uuml;sse einmal auf die Tagesordnung kommt. Doch die Mitgliedstaaten zieren sich mit dem Hinweis auf den hohen Verwaltungsaufwand, entsprechende Daten zu erheben, obwohl Br&uuml;ssel zwischenzeitlich sogar Kompensationszahlungen f&uuml;r die administrative Mehrarbeit angeboten hat (Council of the European Union 2013).<br />Aktuell kein Interesse besteht auch an der Erfassung der Art der Delikte, die mittels Pr&uuml;mer DNA-Abgleich verfolgt werden. Aus der ersten Bilanz des deutschen Datenabgleichs mit &Ouml;sterreich, Spanien und Luxemburg von Dezember 2007 ist nur bekannt, dass von den damals 2.330 &#8222;Treffern&#8220; mehr als 86 Prozent (2.005 Treffer) auf Eigentumsdelikte wie Diebstahl oder Betrug entfielen, knapp zehn Prozent (227 Treffer) im Zusammenhang mit Gewaltdelikten oder gemeingef&auml;hrlichen Straftaten standen und nicht einmal zwei Prozent (40 Treffer) im Zusammenhang mit Straftaten gegen das Leben oder die sexuelle Selbstbestimmung standen (T&ouml;pfer 2008, 18). Es ist zu vermuten, dass der quantitative kriminalistische Nutzen des DNA-Abgleichs im Rahmen der Pr&uuml;m-Beschl&uuml;sse allen spektakul&auml;ren Erfolgsmeldungen zum Trotz auch heute noch im Bereich der Eigentumskriminalit&auml;t liegt.</p>
<h5>Fazit</h5>
<p>Mit dem Begriff des &#8222;technologischen Momentums&#8220; beschrieb der Technikhistoriker Thomas P. Hughes Technisierungsprozesse, die, einmal in Schwung gebracht von einem Netzwerk interessierter Akteure, kaum mehr zu bremsen sind (Hughes 1993). Die Schaffung und Erweiterung des Pr&uuml;m-Verbundes wurde &#8211; wie nicht wenige andere Instrumente im Feld der europ&auml;ischen Innenpolitik &#8211; von einer kerneurop&auml;ischen Staatengruppe unter F&uuml;hrung Deutschlands vorangetrieben, dessen Polizeien zugleich auch zu den st&auml;rksten Nutzern der neuen M&ouml;glichkeiten geh&ouml;ren. Ob sich die Versprechungen und Erwartungen an die multilaterale Vernetzung nationaler DNA-Datenbanken allerdings erf&uuml;llt haben und im Verh&auml;ltnis zu den grundrechtlichen und &ouml;konomischen Kosten stehen, bleibt im Dunkeln. Jenseits der von Bef&uuml;rwortern der Vernetzung gerne bem&uuml;hten spektakul&auml;ren Einzelf&auml;lle, in denen Pr&uuml;m-Abfragen dazu beitragen konnten, schwere Verbrechen mit grenz&uuml;berschreitenden Bez&uuml;gen aufzukl&auml;ren, entziehen sich Wirkung und Nutzen des gigantischen Apparates einer sinnvollen Evaluation. Weder ist bekannt, in welchem Ausma&szlig; DNA-Abfragen &uuml;ber die Pr&uuml;m-Kan&auml;le bei welchen strafrechtlichen Ermittlungen ausschlaggebend waren; noch wei&szlig; man, wie viele falsch positive &#8222;Zufallstreffer&#8220; in der Bilanz zu Buche schlagen oder welche grundrechtlichen Kollateralsch&auml;den der grenz&uuml;berschreitende Informationsaustausch zeitigt, weil Betroffene zu Unrecht in Verdacht geraten. Fest steht jedoch, dass nicht nur die technische Realisierung, sondern auch die allt&auml;gliche Praxis des Informationsaustausches erhebliche Ressourcen bindet, wodurch sich unter anderem erkl&auml;rt, warum die Umsetzung der ambitionierten Pl&auml;ne, insbesondere in den wirtschaftsschwachen Staaten der europ&auml;ischen Peripherie, trotz aller Hilfen aus Br&uuml;ssel auf erhebliche Widerst&auml;nde stie&szlig;, zumal der kriminalistische Mehrwert ungleich verteilt ist.<br />Anders als das politische Versprechen suggeriert, ist Pr&uuml;m nicht das effektive Instrument zur technokratischen L&ouml;sung des &#8222;Problems&#8220; grenz&uuml;berschreitender Kriminalit&auml;t. Vielmehr handelt es sich um eine komplexe und heterogene sozio-technische Konstellation, deren Entwicklung immer wieder neue Probleme generiert. Dass nur ein exklusiver Kreis von Fachleuten aus Innenbeh&ouml;rden, IT und Forensik in europ&auml;ischen Expertengremien nach Antworten auf diese Probleme sucht, um die Funktionsf&auml;higkeit des Netzwerks sicherzustellen, ohne sich jedoch &uuml;ber deren tats&auml;chliche Funktion wirklich im Klaren zu sein oder die lokale Umsetzung &uuml;berpr&uuml;fen zu k&ouml;nnen, demonstriert, dass die Netzwerke des europ&auml;ischen Informationsaustausches sich nicht nur in wachsendem Ma&szlig;e der politischen Kontrolle entziehen, sondern auch der Steuerung durch die Verwaltung selbst.</p>
<p>Umso problematischer ist es vor diesem Hintergrund, dass die &ouml;sterreichische Ratspr&auml;sidentschaft im September 2018 unter dem Schlagwort &#8222;Next Generation Pr&uuml;m&#8220; schon eine neue Runde in der Entwicklung des Pr&uuml;m-Verbundes eingel&auml;utet hat: Angeregt wurde, auch den Austausch von Zusatzinformationen vollst&auml;ndig zu automatisieren, Lichtbilder mit Gesichtserkennung und neue forensische Methoden wie die DNA-Familiensuche zu integrieren sowie Europol und Drittstaaten mit an das Netzwerk anzubinden (Council of the European Union 2018). Wieder finden die Diskussionen &uuml;ber die weitreichenden Pl&auml;ne in kleinem Kreis statt, obwohl eine umfassende und selbstkritische Bestandsaufnahme unter Einbeziehung einer breiten &Ouml;ffentlichkeit geboten w&auml;re.</p>
<p><b>ERIC T&Ouml;PFER</b><i>&nbsp;&nbsp; Jahrgang 1970, ist Politologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut f&uuml;r Menschenrechte, der unabh&auml;ngigen nationalen Menschenrechtsinstitution Deutschlands. Dort ist er zust&auml;ndig f&uuml;r den Bereich Menschenrechte im Politikfeld Innere Sicherheit. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universit&auml;t Berlin und Research Consultant f&uuml;r die britische NGO Statewatch. Eine &Uuml;bersicht seiner Publikationen findet sich unter: </i><a href="http://www.emato.de/" target="_blank" rel="noopener"><i>www.emato.de</i></a><i>.</i></p>
<p>* Bei diesem Artikel handelt es sich um eine &uuml;berarbeitete und aktualisierte Fassung des Beitrages &#8222;Verheddert im Netz der DNA-Datenbanken. Pr&uuml;m und die Mythen der Interoperabilit&auml;t&#8220;. In: Pl&ouml;se, M., Fritsche, T., Kuhn, M., L&uuml;ders, S. (Hrsg.) (2016): &#8222;Wor&uuml;ber reden wir eigentlich?&#8220; Festgabe f&uuml;r Rosemarie Will. Berlin: Humanistische Union, S. 809-826. Er gibt ausschlie&szlig;lich die<br />pers&ouml;nliche Auffassung des Autors wieder.</p>
<p><b>Literatur</b></p>
<p>Council of the European Union, 2010a: &#8222;Pr&uuml;m Decision&#8220; &#8211; Implementation of the new European Standard Set of Loci. Note from Dutch delegation to Ad hoc Group on Infor-mation Exchange, Council Document 11084/10.</p>
<p>Council of the European Union, 2010b: Analysis of replies to the questionnaire on the Implementation of the &#8222;Pr&uuml;m Decisions&#8220;, Council Document 14918/10.</p>
<p>Council of the European Union, 2011a: Implementation of the provisions on infor-mation exchange of the &#8222;Pr&uuml;m Decisions&#8220; &#8211; overview of documents and procedures &#8211; overview of declarations &#8211; state of play of implementation of automated data ex-change, Council Document 6077/7/11 REV 7.</p>
<p>Council of the European Union, 2011b: Semi-annual report on the implementation of automated data exchange provisions of Council Decisions 2008/615/JHA and 2008/616/JHA (&#8222;Pr&uuml;m Decisions&#8220;), Council Document 17761/11.</p>
<p>Council of the European Union, 2013: Summary of discussions. Outcome of Proceed-ings of DAPIX / experts DNA/FP meeting on 2 October 2013, Council Document 14568/13.</p>
<p>Council of the European Union, 2016: &#8222;Pr&uuml;m Decisions&#8220; &#8211; statistics and reports on au-tomated data exchange for 2015, Council Document 5129/16.</p>
<p>Council of the European Union, 2017: &#8222;Pr&uuml;m Decisions&#8220; &#8211; statistics and reports on au-tomated data exchange for 2016, Council Document 6126/17.</p>
<p>Council of the European Union, 2018: &#8222;Next Generation Pr&uuml;m&#8220; &#8211; Discussion paper on developing Pr&uuml;m, Council Document 11868/18.</p>
<p>Council of the European Union, 2019a: Summary of discussions. Outcomes of Proceed-ings of Ad Hoc Group on Information Exchange (experts DNA + fingerprints) meeting on 31 March &#8211; 1 April 2009, Council Document 8505/09.</p>
<p>Council of the European Union, 2019b: Implementation of the provisions on infor-mation exchange of the &#8222;Pr&uuml;m Decisions&#8220; &#8211; overview of documents and procedures &#8211; overview of declarations &#8211; state of play of implementation of automated data ex-change, Council Document 5322/3/19 REV 3.</p>
<p>Doherty, Richard, Vandresse, Beno&icirc;t, Kamar&aacute;s, &Eacute;va, Siede, Anna, Segerberg, Jan, De Hert, Paul, Mitsilegas, Valsamis, 2015: Study on the implementation of the European Information Exchange Model (EIXM) for strengthening law enforcement cooperation. Final report. European Commission,</p>
<p>ENSFI DNA Working Group, 2016: DNA database management. Review and recom-mendations. Unter: <a href="http://www.enfsi.eu/sites/default/files/documents/final_version_enfsi_2016_document_on_dna-database_management_0.pdf" target="_blank" rel="noopener">http://www.enfsi.eu/sites/default/files/documents/final_version_enfsi_2016_document_on_dna-database_management_0.pdf</a> (aufgerufen 13.07.2019).</p>
<p>Europ&auml;ische Kommission, 2012: Bericht der Kommission an das Europ&auml;ische Parlament und den Rat zur Durchf&uuml;hrung des Beschlusses 2008/615/JI des Rates vom 23. Juni 2008 zur Vertiefung der grenz&uuml;berschreitenden Zusammenarbeit, insbesondere zur Bek&auml;mpfung des Terrorismus und der grenz&uuml;berschreitenden Kriminalit&auml;t (&#8222;Pr&uuml;mer Beschluss&#8220;), COM(2012) 732 final.</p>
<p>Europ&auml;ische Kommission, 2017: Neunter Bericht &uuml;ber die Fortschritte auf dem Weg zu einer wirksamen und nachhaltigen Sicherheitsunion, COM(2017) 407 final.</p>
<p>Gill, Peter, Fereday, Lyn, Morling, Niels, Schneider, Peter M., 2006: The evolution of DNA databases. Recommendations for new European STR loci. In: Forensic Science Interna-tional (156), S. 242&#8211;244.</p>
<p>Heinrich, Stephan, 2007: Innere Sicherheit und neue Informations- und Kommunikationstechnologien. Ver&auml;nderungen des Politikfeldes zwischen institutionellen Faktoren, Akteursorientierungen und technologischen Entwicklungen, M&uuml;nster: LIT Verlag.</p>
<p>High-Level Expert Group on Information Systems and Interoperability, 2017: Final re-port, Brussels. Unter: <a href="http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=groupDetail.groupDetailDoc&amp;id=32600&amp;no=1" target="_blank" rel="noopener">http://ec.europa.eu/transparency/regexpert/index.cfm?do=groupDetail.groupDetailDoc&amp;id=32600&amp;no=1</a>. (aufgerufen 13.07.2019).</p>
<p>Home Office, 2015: Pr&uuml;m business and implementation case. To asssess fairly the im-pact on the UK, including the potential practical benefits, the potential negative im-pacts and the steps that would be necessary, of rejoining the Pr&uuml;m Decisions (EU Coun-cil Decision 2008/615/JHA and its implementing decision, 2008/616/JHA of 23 June 2008 in conjunction with Council Framework Decision 2009/905/JHA), London.</p>
<p>Hughes, Thomas Parke, 1993: Networks of power. Electrification in Western society, 1880-1930, Baltimore, Md.: Johns Hopkins University Press.</p>
<p>Krempl, Stefan, 2008: EU-Datensch&uuml;tzer tadelt Sch&auml;ubles Polizei-Superdatenbank. In: heise online, 15.05.2008. Unter: <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Datenschuetzer-tadelt-Schaeubles-Polizei-Superdatenbank-207975.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Datenschuetzer-tadelt-Schaeubles-Polizei-Superdatenbank-207975.html</a> (aufgerufen 13.07.2019).</p>
<p>Rat der Europ&auml;ischen Union (30.11.2009): Entschlie&szlig;ung des Rates vom 30. November 2009 &uuml;ber den Austausch von DNS-Analyseergebnissen. In: Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union C 296/1.</p>
<p>Santos, Filipe, Machado, Helena, 2017: Patterns of exchange of forensic DNA data in the European Union through the Pr&uuml;m system. In: Science and Justice, 57 (4), S. 307&#8211;313.</p>
<p>Schaar, Peter, 2006: Datenaustausch und Datenschutz im Vertrag von Pr&uuml;m. In: Datenschutz und Datensicherheit, 30 (11), S. 691&#8211;693.</p>
<p>Toom, Victor, 2018: Cross-border exchange and comparison of forensic DNA data in the context of the Pr&uuml;m Decision. Br&uuml;ssel: European Parliament, LIBE Study PE 604.971.</p>
<p>Toom, Victor, Granja, Rafaela, Ludwig, Anika, 2019: The Pr&uuml;m Decisions as an aspira-tional regime. Reviewing a decade of cross-border exchange and comparison of foren-sic DNA data. In: Forensic Science International: Genetics, 41, S. 50&#8211;57.</p>
<p>T&ouml;pfer, Eric, 2008: Europ&auml;ischer DNA-Binnenmarkt. In: GID. Gen-ethischer Informationsdienst (191), S. 14&#8211;19.</p>
<p><b>Anmerkungen:</b></p>
<p>1 &#8222;Allele&#8220; sind die Zahlenpaare zur Bestimmung der individuellen Basensequenzvariation eines be-<br />stimmten DNA-Abschnitts (&#8222;Locus&#8220;), die als numerische Daten in den DNA-Datenbanken gespei-<br />chert werden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/227/publikation/pruem-und-die-vernetzung-nationaler-dna-datenbanken-in-europa-1/">Prüm und die Vernetzung nationaler DNA-Datenbanken in Europa</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wohin Europa? Bürger- und menschenrechtliche Forderungen zur EU-Wahl</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2019/wohin-europa-buerger-und-menschenrechtliche-forderungen-zur-eu-wahl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2019 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin: Aufmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin: Termine]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/termin/wohin-europa-buerger-und-menschenrechtliche-forderungen-zur-eu-wahl/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mittwoch, den 15. Mai, um 19.00 Uhr in der Landeszentrale f&#252;r politische Bildung (Hardenbergstra&#223;e 22-24, direkt am S/U-Bahnhof Zoologischer Garten) Deklarationen zu Menschenrechten gibt es viele. Zum Beispiel die Europ&#228;ische Menschenrechtskonvention (EMRK) und die Charta der Grundrechte der Europ&#228;ischen Union (GRCh). Wirksam sind sie nur, wenn die Zivilgesellschaft eine Umsetzung fordert, Gerichte entsprechende Urteile f&#228;llen, [weiterlesen]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mittwoch, den 15. Mai, um 19.00 Uhr in  der Landeszentrale f&uuml;r politische Bildung (Hardenbergstra&szlig;e 22-24, direkt am S/U-Bahnhof Zoologischer Garten)</p>
<p>Deklarationen zu Menschenrechten gibt es viele. Zum Beispiel die Europ&auml;ische Menschenrechtskonvention (EMRK) und die Charta der Grundrechte der Europ&auml;ischen Union (GRCh). Wirksam sind sie nur, wenn die Zivilgesellschaft eine Umsetzung fordert, Gerichte entsprechende Urteile f&auml;llen, Parlamente sie in Gesetze &uuml;berf&uuml;hren und Regierungen sie durchsetzen.</p>
<p>In den vergangenen Jahren  gab es viele menschenrechtsfreundliche Beschl&uuml;sse des Europ&auml;ischen Parlament. Und richtungsweisende Urteile vom Europ&auml;ischen Gerichtshof (EUGH).</p>
<p>Neben den allseits bekannten und akzeptierten Menschenrechte, wie der Schutz vor Folter, gibt es auch die weniger beachteten sozialen Menschenrechte, wie das Recht auf Arbeit und Wohnraum. In Berlin und anderen Gro&szlig;st&auml;dten protestieren Menschen gegen die hohen Mietpreise und fordern Enteignungen.</p>
<p>In den vergangenen Jahren fiel der EUGH immer wieder durch eine wirtschaftsfreundliche Rechtsprechung auf.</p>
<p>Gleichzeitig fordern Polizei und Geheimdienste immer mehr Rechte, ohne dass die Kontrolle im gleichen Ma&szlig; ausgebaut wird. Sie tauschen europaweit Daten von mutma&szlig;lichen Terroristen, aber auch von Fu&szlig;ballfans und Globalisierungsgegnern aus.</p>
<p>Konservative Regierungen und Parteien fordern einen Abschottungskurs gegen&uuml;ber Fl&uuml;chtlingen. Sie lassen lieber Menschen im Mittelmeer ertrinken, als ihnen zu helfen.</p>
<p>Rechtspopulistische Parteien erkl&auml;ren den Islam zu einer politischen Bewegung, die mit allen Mitteln bek&auml;mpft werden muss.</p>
<p>Und Gro&szlig;britannien will aus der EU austreten. In der Hoffnung auf eine prosperierende Wirtschaft, eine bessere Verwirklichung der Menschenrechte und eine Zukunft, die an die eigene glorios verkl&auml;rte Vergangenheit als Kolonial- und Gro&szlig;macht ankn&uuml;pft.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie es mit der Verwirklichung der Menschenrechte in der Europ&auml;ischen Union aussieht, wie Kommission, Europ&auml;isches Parlament und Europ&auml;ischer Gerichtshof die B&uuml;rger- und Menschenrechte f&uuml;r alle in der EU lebenden Menschen durchsetzen k&ouml;nnen und welche Reformen n&ouml;tig sind.</p>
<p>Dar&uuml;ber diskutieren wir, unter anderem, mit</p>
<p>Raphael Bossong (Stiftung Wissenschaft und Politik &#8211; Deutsches Institut f&uuml;r Internationale Politik und Sicherheit)</p>
<p>S&ouml;ren Brandes (The European Moment/European May)</p>
<p>Rosemarie Will (Bundesvorstand Humanistische Union, emeritierte Professorin der Humboldt-Universit&auml;t zu Berlin)</p>
<p>Kooperationspartner: Humanistische Union &#8211; Landesverband Berlin-Brandenburg</p>
<p>Datum: Mittwoch, 15. Mai</p>
<p>Zeit: 19.00 bis 21.00 Uhr</p>
<p>Ort: Berliner Landeszentrale f&uuml;r politische Bildung, Hardenbergstra&szlig;e 22-24, 10623 Berlin, Besuchszentrum / Stadtplan</p>
<p>Entgelt: Die Teilnahme ist entgeltfrei.</p>
<p>Anmeldung: Melden Sie sich bitte online an.	LINK</p>
<p>Ansprechperson: Reinhard Fischer, E-Mail , Telefon (030) 90227 4962</p>
<p>Homepage Humanistische Union &#8211; Landesverband Berlin-Brandenburg: <a href="http://berlin.humanistische-union.de/" target="_blank" rel="noopener">berlin.humanistische-union.de</a></p>
<p>Homepage Landeszentrale f&uuml;r politische Bildung Berlin: <a href="https://www.berlin.de/politische-bildung/" rel="nofollow noopener">https://www.berlin.de/politische-bildung/</a></p>
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		<item>
		<title>Fairer Handel oder „Frei&#8220;-Handel?</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2017/fairer-handel-oder-frei-handel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jul 2017 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[München: Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Pluralismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Grundrechte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hearing am 12. Juli 2017, 19 Uhr, München, Hochschule für Philosophie, Kaulbachstr. 33 Fairer Handel oder &#8222;Frei&#8220;-Handel? Hearing mit Münchner Bundestagskandidaten zu den umstrittenen Handelsabkommen CETA, TiSA und EPA Bernhard Loos (CSU) Dr. Bernhard Goodwin (SPD) Peter Heilrath (B&#8217;90/Grüne) Ates Gürpinar (Die Linke) Mittwoch, 12.Juli 2017 Aula der Hochschule für Philosophie, München, Kaulbachstr. 33, 80539 [weiterlesen]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Hearing am 12. Juli 2017, 19 Uhr, München, Hochschule für Philosophie, Kaulbachstr. 33</i></p>
<div>
<p><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/LOGO120717.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5383 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/LOGO120717-397x450.jpg" alt="Fairer Handel oder „Frei" width="397" height="450" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/LOGO120717-397x450.jpg 397w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/LOGO120717-529x600.jpg 529w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/LOGO120717-297x337.jpg 297w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/LOGO120717.jpg 605w" sizes="(max-width: 397px) 100vw, 397px" /></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<h3>Fairer Handel oder &bdquo;Frei&ldquo;-Handel?</h3>
<h4>Hearing mit Münchner Bundestagskandidaten<br />
zu den umstrittenen Handelsabkommen<br />
CETA, TiSA und EPA</h4>
<p><b>Bernhard Loos (CSU)<br />
Dr. Bernhard Goodwin (SPD)<br />
Peter Heilrath (B&#8217;90/Grüne)<br />
Ates Gürpinar (Die Linke) </b></p>
<h5>Mittwoch, 12.Juli 2017<br />
Aula der Hochschule für Philosophie, München, Kaulbachstr. 33,<br />
80539 München, U3/U6 Haltestelle Universität, <a href="http://www.hfph.de/" target="_blank" rel="noopener">www.hfph.de</a><br />
Beginn: 19Uhr, Eintritt frei, Spenden erwünscht.</h5>
<p>320.000 Menschen gingen im Herbst letzten Jahres gegen die sogenannten Freihandelsabkommen auf die Straße. TTIP/Ceta und co.  lösten die größten Demonstrationen in Deutschland seit Jahren aus. In den letzten Monaten ist es ruhiger geworden um das Thema. Diese Ruhe trügt, da eine Reihe von Verträgen weiter im geheimen verhandelt werden und teilweise kurz vor dem Abschluss stehen.</p>
<p>Im CETA-Abkommen mit Kanada wurden vor allem durch den großen Protest kleine Verbesserungen erzielt. Trotzdem besteht weiterhin ein einseitiges Recht der Konzerne, Staaten zu verklagen mithilfe des Investitionsschutzkapitels. Das Abkommen wurde bereits von der EU unterzeichnet und Teile des Vertrages werden bald vorläufig in Kraft treten. Teile wie der Investitionsschutz werden jedoch erst in Kraft treten, wenn CETA von den nationalen Parlamenten unterzeichnet wird. Der kommende Bundestag wird darüber entscheiden.</p>
<p>Schulkantinen, die von McDonalds betrieben werden? Ordentliche Krankenhäuser und Universitäten nur noch für Wohlhabende? Dies könnte durch das Dienstleistungsabkommen TiSA bald Realität werden. Seit 2012 verhandelt die EU mit 22 anderen Staaten dieses Abkommen mit dem Ziel Dienstleistungen wie das Gesundheitswesen, die  Energieversorgung oder den Transport für internationalen Wettbewerb  zu öffnen.</p>
<p>„Damit lassen wir den Afrikanern kaum eine Chance im direkten Wettbewerb&#8220;. Dies sind die Worte des CSU-Entwicklungsministers Gerd Müller zu den Freihandelsabkommen EPAs mit den afrikanischen Wirtschaftszonen. Trotz der Lippenbekenntnisse der Bundesregierung Fluchtursachen zu bekämpfen, hält sie weiterhin an diesen Abkommen fest, die die Lage dieser Länder noch verschärfen werden.</p>
<p>Attac setzt sich für einen fairen Welthandel ein anstelle von  Freihandelsabkommen. Wir fordern, dass durch transparente und demokratische Verhandlungen die Standards für Arbeitnehmer- und Verbraucherrechte, sowie Umwelt- und Datenschutz gesichert und ausgebaut werden, eine sichere Finanzmarktregulierung, einen wirksamen Schutz für die öffentliche Daseinsvorsorge und eine Erhaltung der demokratischen Gestaltungshoheit.</p>
<p>Wir laden Sie ein, mit Ihren Bundestagskandidaten zu diesen brisanten Abkommen zu diskutieren.</p>
<p><a href="http://www.attac-muenchen.org/" target="_blank" rel="noopener">attac-München</a>. <a href="http://http/www.verdi.de" target="_blank" rel="noopener">ver.di</a>. <a href="http://stop-ttip-muenchen.de/" target="_blank" rel="noopener">Bündnis STOP TTIP München – Bündnis STOP CETA München – Bündnis STOP TiSA München</a></p>
<p>Weitere Informationen:<br />
stop-ttip-muenchen.de/<br />
attac.de/ceta; attac.de/tisa; attac.de/epas</p>
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		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/LOGO120717.jpg" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>TiSA  gefährlicher als TTIP und CETA!</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/thema/tisa-gefaehrlicher-als-ttip-und-ceta/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jun 2017 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/thema/tisa-gefaehrlicher-als-ttip-und-ceta/</guid>

					<description><![CDATA[<p>9. Juni 2017, 19:00, Aula der Hochschule für Philosophie, München, Kaulbachstr. 33, Zum Verhandlungsstand des geheim verhandelten Abkommens spricht Dr. Ulrich M&#246;ssner Ehem. Lehrbeauftragter der Hochschule München für VWL, Fachbuchautor „Das Ende der Gier&#8220; 9. Juni 2017 Aula der Hochschule für Philosophie, München, Kaulbachstr. 33, 80539 München, U3/U6 Haltestelle Universität, www.hfph.de Beginn: 19:00, Einlass: 18:30, [weiterlesen]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><i>9. Juni 2017, 19:00, </i></p>
<p>Aula der Hochschule für Philosophie, München, Kaulbachstr. 33,</p>
<div>
<p><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/TISA.v2.5.A6_cmyk.pdf" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5389 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/9b5d624f8f.jpg" alt="TiSA – gefährlicher als TTIP und CETA!" width="128" height="180" /></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p><b>Zum Verhandlungsstand des </b><b>geheim </b><b>verhandelten Abkommens </b></p>
<p><b>spricht </b></p>
<h4>Dr. Ulrich M&ouml;ssner</h4>
<p><b>Ehem. Lehrbeauftragter der Hochschule München für VWL,</b></p>
<p><b>Fachbuchautor „Das Ende der Gier&#8220;</b></p>
<p><b>9. Juni 2017</b></p>
<p><b>Aula der Hochschule für Philosophie, München, Kaulbachstr. 33,</b></p>
<p><b>80539 München, U3/U6 Haltestelle Universität, </b><b>www.hfph.de</b></p>
<p><b>Beginn: 19:00, Einlass: 18:30, Eintritt frei </b></p>
<p>TiSA – Trade in Services Agreement – ist das derzeit größte Freihandelsabkommen weltweit. 50 Staaten beteiligen sich daran, darunter die EU und USA. Verhandelt wird seit 2013 unter strengster Geheimhaltung. 2017 steht es zur Entscheidung an.  TiSA betrifft zwar nur Dienstleistungen, aber 70% vom BIP sind mittlerweile Dienstleistungen. Dazu gehört auch die öffentliche Daseinsvorsorge (u.a. Wasserversorgung, Schulen, Krankenhäuser), die liberalisiert und privatisiert werden soll. Der Vortrag stellt den Stand der Geheimverhandlungen dar, soweit sie durch geleakte Dokumente der Öffentlichkeit bekannt geworden sind, und geht  insbesondere auf die demokratiepolitischen Gefahren von TiSA ein.</p>
<p><b>Veranstalter:</b></p>
<p>Mehr Demokratie Bayern, bayern.mehr-demokratie.de</p>
<p>Bündnis Stop TTIP München, stop-ttip-muenchen.de</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/9b5d624f8f.jpg" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>TISA &#8211; noch schlimmer als TTIP und CETA?</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2017/tisa-noch-schlimmer-als-ttip-und-ceta/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Mar 2017 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2017]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetzentwürfe]]></category>
		<category><![CDATA[München: Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Pluralismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Grundrechte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/termin/tisa-noch-schlimmer-als-ttip-und-ceta/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vortrag mit Diskussion am 29.3.17 19.00 Uhr, im DGB-Haus, Schwanthaler Str. 64, 80336 München, Nach TTIP und CETA droht mit TiSA das nächste völkerrechtliche, geheim verhandelte Handelsabkommen Trade in Services Agreement. Öffentliche Vorsorge, Bildung, Gesundheit, Kultur, Transport, Finanzen – überall sollen bestehende europäische bzw. deutsche Regelungen umgehbar gemacht werden. TiSA geht somit jeden Menschen in [weiterlesen]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Vortrag mit Diskussion am 29.3.17 19.00 Uhr, im DGB-Haus, Schwanthaler Str. 64, 80336 München,</i></p>
<div>
<p><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Flyer-TiSA-29.03.17-600x851-1.png" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5407 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Flyer-TiSA-29.03.17-600x851-1-317x450.png" alt="TISA - noch schlimmer als TTIP und CETA?" width="317" height="450" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Flyer-TiSA-29.03.17-600x851-1-317x450.png 317w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Flyer-TiSA-29.03.17-600x851-1-529x750.png 529w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Flyer-TiSA-29.03.17-600x851-1-423x600.png 423w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Flyer-TiSA-29.03.17-600x851-1-238x337.png 238w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Flyer-TiSA-29.03.17-600x851-1.png 600w" sizes="(max-width: 317px) 100vw, 317px" /></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p>Nach TTIP und CETA droht mit TiSA das nächste völkerrechtliche, geheim verhandelte Handelsabkommen Trade in Services Agreement.</p>
<p>Öffentliche Vorsorge, Bildung, Gesundheit, Kultur, Transport, Finanzen – überall sollen bestehende europäische bzw. deutsche Regelungen umgehbar gemacht werden. TiSA geht somit jeden Menschen in der EU etwas an.<br />
In öffentlichen Darstellungen verdecken ‚verharmlosende’ Oberbegriffe die extrem weitreichenden und unabänderlichen Konsequenzen, die alle EU-Bürger betreffen. Sie gefährden ernsthaft die Daseinsvorsorge, die Demokratie und das Gemeinwohl.</p>
<p><b>Der Referent Dr. Martin Beckmann von ver.di Berlin</b>* zeigt auf, welche Inhalte in dem sehr umfangreichen Abkommen zum Handel mit Dienstleistungen (TiSA) verhandelt werden und wie deren Wirkung in Zukunft unser Leben verändern werden.</p>
<p><b>Datum: 29. März 2017, 19.00 Uhr<br />
Ort: DGB-Haus, Schwanthaler Str. 64, 80336 München.</b></p>
<p><b>Veranstalter: Bündnis Stop TTIP München</b>**</p>
<h2 class="auto-created">Eintritt frei.</h2>
<p>Weitere Informationen zur Veranstaltung: <a href="http://www.stop-ttip-muenchen.de/" target="_blank" rel="noopener">www.stop-ttip-muenchen.de</a></p>
<p>*Dr. Martin Beckmann ist Referent für Dienstleistungspolitik, Regional- und Strukturpolitik im Bereich Politik und Planung der Ver.di-Bundesverwaltung in Berlin. Schwerpunkte seiner Arbeit sind neben der Dienstleistungspolitik die Themen Digitalisierung und Handelspolitik.</p>
<p>**Das Bündnis Stop TTIP München ist ein Bündnis 24 lokaler Mitgliedsorganisationen, darunter der RV München der Humanistischen Union, das seit 2012 besteht. Sie setzen sich aktiv für die Aufklärung zu TTIP, CETA und TiSA ein, da diese sehr weitreichenden Handelsabkommen wichtige gesellschaftliche Errungenschaften und die Demokratie entscheidend gefährden. Weitere Informationen: <a href="http://www.stop-ttip-muenchen.de/" target="_blank" rel="noopener">www.stop-ttip-muenchen.de</a></p>
<h2 class="auto-created">Hinter&shy;grund&shy;in&shy;for&shy;ma&shy;tion zu TiSA</h2>
<p>Nach TTIP und CETA droht mit TiSA das nächste geheim verhandelte völkerrechtliche Abkommen zwischen der EU und weltweit 23 Staaten. In öffentlichen Darstellungen verdecken ‚verharmlosende’ Oberbegriffe die extrem weitreichende und unabänderliche Konsequenzen, die alle Bürger betreffen und die Daseinsvorsorge ernsthaft gefährden:</p>
<p>! Privatisierung von Trinkwasser, Gesundheitsvorsorge, Bildung, Kultur, Transport, &#8230;<br />
! Internationalisierung der Ausschreibungen der öffentlichen Beschaffung<br />
! Absolutes Rekommunalisierungverbot: Einmal privatisiert bleibt immer privatisiert: Kein Rückkauf der Wasserversorgung mehr möglich wie z.B. 2013 in Berlin geschehen<br />
! Beschäftigung von Leiharbeitern zu Auslandskonditionen =&gt; Aushebelung bestehender deutscher und europäischer Arbeiterschutzgesetze<br />
! Freier Transfer von Daten, so dass z.B. auch Bankdaten im Ausland gespeichert werden können =&gt; Aushebelung des Datenschutzes<br />
! Entfesselung der Finanzmärkte<br />
! Liberalisierungen dürfen durch Europa und Deutschland nicht mehr eingeschränkt werden<br />
! Alle zukünftig entstehenden Märkte, die man heute nicht regelt, bleiben für immer unreguliert</p>
<p>Gestartet wurden diese Verhandlungen 2012 durch die USA. Durch die Analyse geleakter Verhandlungspapiere wurde deutlich, dass vor allem die internationale Industrie- und Finanzlobby die Verhandlungen maßgeblich zu ihrem Vorteil beeinflussen.<br />
[Quelle: Memorandum on leaked TiSA Financial Services Text &#8211; <a href="https://wikileaks.org/tisa-financial/Analysis-of-secret-tisa-financial-annex.pdf" target="_blank" rel="noopener">https://wikileaks.org/tisa-financial/Analysis-of-secret-tisa-financial-annex.pdf</a>]</p>
<p>Der Gemeinwohlnutzen des Handelsabkommens TiSA ist eher negativ als positiv zu beurteilen. Bürger sollten deswegen mit Nachdruck eine öffentliche Debatte über die Inhalte verlangen, bevor bindende politische Entscheidungen gefällt werden.</p>
<p>Gute Analyse zum TiSA-Abkommen:<br />
TiSA contra öffentliche Dienste &#8211; Das Abkommen zum Handel mit Dienstleistungen (TiSA) und die Agenda der Konzerne, PSI-Spezial <a href="http://www.world-psi.org/sites/default/files/documents/research/de_tisapaper_final_web.pdf" target="_blank" rel="noopener">http://www.world-psi.org/sites/default/files/documents/research/de_tisapaper_final_web.pdf</a></p>
<p><i>Verfasser/in: Theresia Funk &#8211; Klaus von Birgelen</i></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2017/tisa-noch-schlimmer-als-ttip-und-ceta/">TISA &#8211; noch schlimmer als TTIP und CETA?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Flyer-TiSA-29.03.17-600x851-1.png" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>Staatsregierung &#8222;duldet&#8220; die Bayerische Verfassung.</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2017/staatsregierung-duldet-die-bayerische-verfassung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Mar 2017 18:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Pluralismus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Grundrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Südbayern: Veranstaltungsberichte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/termin/staatsregierung-duldet-die-bayerische-verfassung/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bericht von der HU-Veranstaltung &#8222;Verfassung des Freistaates Bayern &#8211; 70 Jahre und immer noch modern&#8220;, die am 15. M&#228;rz 2017 in der Seidlvilla in M&#252;nchen stattfand. Copyright Humanistische Union M&#252;nchen-S&#252;dbayern Copyright Humanistische Union M&#252;nchen-S&#252;dbayern Copyright Humanistische Union M&#252;nchen-S&#252;dbayern Copyright Humanistische Union M&#252;nchen-S&#252;dbayern Wolfgang St&#246;ger, Mitglied im Vorstand des HU-Regionalverbands, f&#252;hrte in die Thematik ein. Er [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2017/staatsregierung-duldet-die-bayerische-verfassung/">Staatsregierung &#8222;duldet&#8220; die Bayerische Verfassung.</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bericht von der HU-Veranstaltung &#8222;Verfassung des Freistaates Bayern &#8211; 70 Jahre und immer noch modern&#8220;, die am 15. M&auml;rz 2017 in der Seidlvilla in M&uuml;nchen stattfand.</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1898_web.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5664 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1898_web-600x399.jpg" alt="Staatsregierung " width="600" height="399" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1898_web-600x399.jpg 600w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1898_web-768x511.jpg 768w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1898_web-1000x665.jpg 1000w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1898_web-800x532.jpg 800w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1898_web-450x299.jpg 450w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1898_web.jpg 1276w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>Copyright Humanistische Union M&uuml;nchen-S&uuml;dbayern</span></p>
<p class="news-single-imgcaption">Copyright Humanistische Union M&uuml;nchen-S&uuml;dbayern</p>
<p><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1902_web.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5665 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1902_web-600x399.jpg" alt="Staatsregierung " width="600" height="399" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1902_web-600x399.jpg 600w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1902_web-1000x665.jpg 1000w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1902_web-768x511.jpg 768w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1902_web-800x532.jpg 800w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1902_web-450x299.jpg 450w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1902_web.jpg 1276w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>Copyright Humanistische Union M&uuml;nchen-S&uuml;dbayern</span></p>
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<p><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1903_web.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5666 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1903_web-600x399.jpg" alt="Staatsregierung " width="600" height="399" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1903_web-600x399.jpg 600w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1903_web-1000x665.jpg 1000w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1903_web-768x511.jpg 768w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1903_web-800x532.jpg 800w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1903_web-450x299.jpg 450w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/DSC1903_web.jpg 1276w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>Copyright Humanistische Union M&uuml;nchen-S&uuml;dbayern</span></p>
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<p>Wolfgang St&ouml;ger, Mitglied im Vorstand des HU-Regionalverbands, f&uuml;hrte in die Thematik ein. Er erw&auml;hnte, dass Wilhelm Hoegner, SPD-Mitglied, den Entwurf der Verfassung bereits aus seinem Schweizer Exil mitbrachte. Er zitierte das &#8222;M&uuml;nchner Feuilleton&#8220; mit der Aussage, einige Passagen der Bayerischen Verfassung zeigten gro&szlig;e Weitsicht, die Realit&auml;t hinke dagegen etwas hinterher. Bevor er das Wort an die beiden Referenten, Dr. Klaus Hahnzog, Mitglied des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes, und Franz Schindler, Vorsitzender des Ausschusses f&uuml;r Verfassung, Recht und Parlamentsfragen im Bayerischen Landtag, &uuml;bergab, sprach er noch einmal die vier Punkte aus dem Einladungstext an:<br />&#8226;&nbsp;Was stand drin?<br />&#8226;&nbsp;Was ist &uuml;brig geblieben nach der &#8222;Aush&ouml;hlung&#8220; durch den Bund und die EU?<br />&#8226;&nbsp;Was plant die CSU?<br />&#8226;&nbsp;Welchen &Auml;nderungsbedarf gibt es aus b&uuml;rgerrechtlicher Sicht?</p>
<p>Klaus Hahnzog hob hervor, dass die Bayerische Verfassung &#8211; das Original von 1946 ist &uuml;brigens verschwunden &#8211;&nbsp; in ihrer urspr&uuml;nglichen Form soziale Grundrechte betont, beispielsweise Art. 106 (&#8230;Jeder Bewohner Bayerns hat Anspruch auf eine angemessene Wohnung&#8230;) oder Art. 161 Abs. 2 (&#8230;Steigerungen des Bodenwertes, die ohne besonderen Arbeits- oder Kapitalaufwand des Eigent&uuml;mers entstehen, sind f&uuml;r die Allgemeinheit nutzbar zu machen&#8230;). <br />Franz Schindler bemerkte, dass 1946 bei der Abfassung der Bayerischen Verfassung offenbar auch CSU-Abgeordnete bereit waren, soziale (Grund)rechte mitzutragen, so dass manche sagten, die Verfassung lese sich so, als h&auml;tten Papst Franziskus und Fidel Castro an ihr mitgeschrieben. <b>Das heutige Verh&auml;ltnis der CSU charakterisierte er als &#8222;Duldung&#8220; der Bayerischen Verfassung durch die Staatsregierung, als &#8222;Taktgeber&#8220; werde die Verfassung von der Regierung nicht betrachtet.</b> Die praktische Bedeutung vieler fortschrittlicher Formulierungen in der Verfassung sei auch deshalb gering, da nach dem Prinzip &#8222;Bundesrecht vor Landesrecht&#8220; viele Artikel heute durch entsprechende Bestimmungen des Grundgesetzes ersetzt worden sind. Dies habe seinen Grund nicht zuletzt darin, dass die Bayerische Verfassung alle staatlich relevanten Lebensbereiche, also neben dem Staatsaufbau und den Grundrechten auch das Zusammenleben in der Gemeinschaft und das Wirtschaftsleben regelte, da bei ihrem Inkrafttreten 1946 die Bundesrepublik und ihr Grundgesetz noch nicht existierten.<br />Franz Schindler wies darauf hin, dass Verfassungs&auml;nderungen in Bayern auch nach Zustimmung des Landtags mit 2/3-Mehrheit in einem Volksentscheid von den B&uuml;rgern best&auml;tigt werden m&uuml;sse; das sei ein Grund, warum die Bayerische Verfassung wesentlich weniger &Auml;nderungen aufweise als das Grundgesetz.</p>
<p>Einige &Auml;nderungen wurden von den beiden Referenten erw&auml;hnt:<br />&#8226;&nbsp;1968&nbsp;Einf&uuml;hrung der christlichen Gemeinschaftsschule statt der katholischen bzw. evangelischen Bekenntnisschule.<br />&#8226;&nbsp;1970&nbsp;Aktives Wahlalter auf 18 Jahre, passives auf 21 Jahre gesenkt.<br />&#8226;&nbsp;1973&nbsp;Freiheit des Rundfunks vor zu starker Einflussnahme der Politik verankert (Art. 111 a), Sperrklausel f&uuml;r den Einzug in den Landtag von 10%-Klausel in einem Wahlkreis auf 5% in ganz Bayern gesenkt.<br />&#8226;&nbsp;1995&nbsp;Einf&uuml;hrung von kommunalen B&uuml;rgerbegehren und B&uuml;rgerentscheiden.<br />&#8226;&nbsp;1998&nbsp;Bekenntnis zu Europa (Art.3a), Verl&auml;ngerung der Legislaturperiode des Landtags von 4 auf 5 Jahre, Abschaffung des Senats, der 2.Kammer des Bayerischen Landtags.<br />&#8226;&nbsp;2003&nbsp;St&auml;rkung des Konnexit&auml;tsprinzips (Werden den Gemeinden neue Aufgaben zugewiesen, muss der Staat auch f&uuml;r eine entsprechende finanzielle Ausstattung sorgen), passives Wahlalter auf 18 Jahre gesenkt.<br />&#8226;&nbsp;2013&nbsp;Einf&uuml;hrung einer &#8222;Schuldenbremse&#8220; ab 2020 (Art.82), Herstellung gleichwertiger Lebensverh&auml;ltnisse in ganz Bayern (Art.3 Abs.2), das Abstimmungsverhalten der Staatsregierung in EU-Fragen kann durch ein Gesetz festgelegt werden (Art.70 Abs.4).</p>
<p>Die Referenten formulierten auch einige &Auml;nderungsw&uuml;nsche:<br />&#8226;&nbsp;Die Berufsrichter des Verfassungsgerichtshofs sollten vom Landtag mit 2/3-Mehrheit gew&auml;hlt werden.<br />&#8226;&nbsp;Einf&uuml;hrung eines konstruktiven Misstrauensvotums wie im Grundgesetz.<br />&#8226;&nbsp;Die Integration von Migranten sollte verbessert werden, die Bem&uuml;hungen der Staatsregierung und der CSU-Mehrheit gehen derzeit eher in die gegens&auml;tzliche Richtung.<br />&#8226;&nbsp;Eine &Auml;nderung der Mandatsverteilung in den Regierungsbezirken aufgrund der Bev&ouml;lkerungsverschiebungen.<br />In der anschlie&szlig;enden Diskussion gab es zahlreiche Verst&auml;ndnisfragen zu bestimmten Artikeln und Regelungen, die auch noch einmal zeigten, dass so manche fortschrittlichen Forderungen leider bis heute nicht erf&uuml;llt wurden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2017/staatsregierung-duldet-die-bayerische-verfassung/">Staatsregierung &#8222;duldet&#8220; die Bayerische Verfassung.</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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		<title>Wir sind Alle von Wo! Angst?  sicher ned! &#8211; für eine angstfreie und offene Gesellschaft</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/thema/wir-sind-alle-von-wo-angst-sicher-ned-fuer-eine-angstfreie-und-offene-gesellschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Dec 2016 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Staat / Religion / Weltanschauung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kundgebung am 22. Dezember 2016, 18 Uhr in München, Max-Joseph-Platz Vor&#160;zwei Jahren, am 22. Dezember 2014, versammelten sich mindestens 15.000 Menschen vor dem Nationaltheater in M&#252;nchen, um unter dem Motto &#8222;Platz Da&#8220; ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu setzen. Ein Aktionsb&#252;ndnis aus B&#252;rgerInnen, K&#252;nstlerInnen und AktivistInnen hatte spontan dazu aufgerufen &#8211; die anfangs vorsichtig [weiterlesen]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Kundgebung am 22. Dezember 2016, 18 Uhr in München, Max-Joseph-Platz</i></p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Wir-sind-alle-von-Wo-600.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5289 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Wir-sind-alle-von-Wo-600-319x450.jpg" alt="Wir sind Alle von Wo! Angst? &ndash; sicher ned! - f&uuml;r eine angstfreie und offene Gesellschaft" width="319" height="450" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Wir-sind-alle-von-Wo-600-319x450.jpg 319w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Wir-sind-alle-von-Wo-600-531x750.jpg 531w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Wir-sind-alle-von-Wo-600-425x600.jpg 425w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Wir-sind-alle-von-Wo-600-239x337.jpg 239w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Wir-sind-alle-von-Wo-600.jpg 600w" sizes="(max-width: 319px) 100vw, 319px" /></a></span></p>
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<p>Vor&nbsp;zwei Jahren, am 22. Dezember 2014, versammelten sich mindestens 15.000 Menschen vor dem Nationaltheater in M&uuml;nchen, um unter dem Motto &bdquo;Platz Da&ldquo; ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu setzen.</p>
<p>Ein Aktionsb&uuml;ndnis aus B&uuml;rgerInnen, K&uuml;nstlerInnen und AktivistInnen hatte spontan dazu aufgerufen &#8211; die anfangs vorsichtig auf 300 Teilnehmer angesetzte Veranstaltung sprengte jeden Rahmen!</p>
<p>Viele waren damals erschrocken &uuml;ber die Montagsm&auml;rsche der Pegida in Dresden.&nbsp; Diese relativ kleine Gruppierung wollte und will &ndash; mittlerweile im Schulterschluss mit der AfD &#8211; den Eindruck erwecken, als bef&auml;nde sich die deutsche Gesellschaft in einem gnadenlosen Verteilungskampf, als sei Rettung nur m&ouml;glich, wenn wir die T&uuml;ren fest genug vor allen Anderen verschlie&szlig;en. Und als seien sie die alleinige Stimme &bdquo;des Volkes&ldquo;.</p>
<p>Heute, zwei Jahre sp&auml;ter, hat man sich leider an diese Form der kompromisslosen, hasserf&uuml;llten Themensetzung fast schon gew&ouml;hnt. Deutschland, Europa und die Welt scheinen in einer ethischen Krise zu stecken, der nationalistische Populismus feiert einen Erfolg nach dem anderen (Ungarn, Polen, Brexit, Trump&hellip;), ja es steht pl&ouml;tzlich die Gefahr im Raum, dass durch seine Protagonisten Le Pen!) die EU und der freie Westen vor dem Aus stehen.</p>
<p>Ein von &#8222;Bellevue di Monaco&#8220; initiiertes B&uuml;ndnis, dem der RV der Humanistischen Union angeh&ouml;rt,&nbsp; glaubt, dass dieser Weg des angstgetriebenen Populismus grundfalsch ist. Deshalb wollen wir uns erneut versammeln <br /><b>am 22.12.16., 18 Uhr, Max-Joseph-Platz, M&uuml;nchen </b><br />und ein vorweihnachtliches Zeichen f&uuml;r Offenheit, gegen Rassismus, Fremdenhass und Ausgrenzung setzen.</p>
<p>Unser Motto:<br /><b>Wir sind Alle von Wo! Angst? &ndash; sicher ned!<br />f&uuml;r eine angstfreie und offene Gesellschaft</b></p>
<p>Wir haben es vor zwei Jahren gesehen und wir wollen es am 22. Dezember wieder zeigen: Die meisten Menschen f&uuml;hlen sich noch dem Humanismus und einer konstruktiven, die Menschen vereinenden Politik verpflichtet.</p>
<p><b>Das Programm:<br /></b>Sobald das Line-Up steht werden wir hier auf der Homepage und auf Facebook alle beteiligten Pers&ouml;nlichkeiten, K&uuml;nstlerInnen und MusikerInnen nennen, die uns auf der B&uuml;hne unterst&uuml;tzen werden.</p>
<p>Die Besonnenen d&uuml;rfen nicht den Hysterikern die Stra&szlig;e &uuml;berlassen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/thema/wir-sind-alle-von-wo-angst-sicher-ned-fuer-eine-angstfreie-und-offene-gesellschaft/">Wir sind Alle von Wo! Angst?  sicher ned! &#8211; für eine angstfreie und offene Gesellschaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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