<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Gemeinsame Erklärung Archive - Humanistische Union</title>
	<atom:link href="https://www.humanistische-union.de/autoren/gemeinsame-erklaerung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.humanistische-union.de/autoren/gemeinsame-erklaerung/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Jul 2026 11:29:37 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.2</generator>
	<item>
		<title>Hände weg vom IFG! – Retten Sie die Informationsfreiheit</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/offener-brief-an-die-bundesregierung-das-bundesinnenministerium-und-die-bundestagsabgeordneten-im-innenausschuss-haende-weg-vom-ifg-retten-sie-die-informationsfreiheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 11:24:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Informationsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsrecht in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[IFG]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsfreiheitsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Offener Brief]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/?post_type=presse&#038;p=20566</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung, sehr geehrter Herr Bundesminister des Innern, sehr geehrte Mitglieder des Innenausschusses im Bundestag, die vom Koalitionsausschuss geplanten Änderungen des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) bedeuten einen massiven Rückschritt für die gesellschaftlichen Freiheitsrechte und alarmieren uns zutiefst. In Zeiten wachsenden Misstrauens gegenüber Politik und staatlichen Institutionen will die Regierungskoalition eines der wichtigsten Transparenzinstrumente der [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/offener-brief-an-die-bundesregierung-das-bundesinnenministerium-und-die-bundestagsabgeordneten-im-innenausschuss-haende-weg-vom-ifg-retten-sie-die-informationsfreiheit/">Hände weg vom IFG! – Retten Sie die Informationsfreiheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung,<br />
sehr geehrter Herr Bundesminister des Innern,<br />
sehr geehrte Mitglieder des Innenausschusses im Bundestag,</p>
<p><strong>die vom Koalitionsausschuss geplanten Änderungen des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) bedeuten einen massiven Rückschritt für die gesellschaftlichen Freiheitsrechte und alarmieren uns zutiefst.</strong></p>
<p>In Zeiten wachsenden Misstrauens gegenüber Politik und staatlichen Institutionen will die Regierungskoalition eines der wichtigsten Transparenzinstrumente der Bundesrepublik de facto abschaffen. Das IFG ermöglicht seit 20 Jahren, dass Korruption und Machtmissbrauch konsequent aufgedeckt werden. Sollten die geplanten Anpassungen von Ihnen umgesetzt werden, so wäre das nicht nur das Aus für einen Großteil der IFG-Anträge, sondern auch ein fataler Einschnitt in die Pressefreiheit in Deutschland.</p>
<p>Im Koalitionsvertrag von 2025 hatten Union und SPD noch vereinbart, das IFG „mit einem Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger und Verwaltung“ zu reformieren. Der jetzige Beschluss kehrt dieses Versprechen ins Gegenteil: Kein einziger der angekündigten Punkte verspricht einen Mehrwert für die Bevölkerung, jeder von ihnen bedeutet einen massiven Rückschritt für die Informationsfreiheit. Als breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus <strong>110 </strong>Organisationen, Vereinen und Projekten fordern wir Sie dazu auf:<strong> Stoppen Sie diese Pläne! Schützen Sie das IFG und die Informationsfreiheit in ihrer heutigen Form!</strong></p>
<p>Der Beschluss von Union und SPD sieht vor, künftig nur noch IFG-Anträge mit einem nachgewiesenen „berechtigten Interesse“ zuzulassen und zivilgesellschaftliche Organisationen, Pressevertreter:innen sowie Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft oder Unionsbürgerschaft auszuschließen. Behörden könnten Anträge über weitere Bereichsausnahmen noch leichter ablehnen, Namen von allen Behördenmitarbeiter:innen – auch in leitenden Funktionen – sollen konsequent geschwärzt werden. Künftig wären fast alle Anträge nicht mehr zulässig und die verbleibenden könnten zu massiven Kosten für die Antragstellenden führen oder wichtige Informationen vorenthalten. Das Resultat:<strong> Das Ende der Informationsfreiheit.</strong></p>
<p>Unter dem Vorwand des „Bürokratierückbaus“, der „staatlichen Resilienz“ und dem Schutz Kritischer Infrastruktur wird das Informationsfreiheitsgesetz ausgehöhlt. Dabei gilt bereits heute: Die bestehenden Regelungen ermöglichen es Behörden, sensible Sicherheitsinformationen zu schützen. Die Argumente der Bundesregierung, eingebettet in Wachstumsmaßnahmen, wirken daher vielmehr wie ein Deckmantel, um ein für die Verwaltung und Politik unbequem gewordenes Recht loszuwerden.</p>
<p>Die Zahlen zeigen: Die Koalitionsparteien arbeiten hier gegen den Willen der Bürger*innen.</p>
<ul>
<li>Ein Großteil der Bevölkerung (83 %) wünscht sich laut einer aktuellen Studie im Auftrag des Bundes mehr proaktive Transparenz und Informationsfreiheit der Behörden.</li>
<li>Hunderttausende stellten sich während der Koalitionsverhandlungen 2025 in einer Petition gegen den Angriff auf das IFG und konnten diesen abwehren.</li>
</ul>
<p>Sollten die Regierungspläne wie geplant umgesetzt werden, würde Millionen Bürger*innen sowie Journalist*innen und Organisationen das Recht auf Informationsfreiheit verwehrt. Darunter leiden werden: faktenbasierte Berichterstattung, öffentliche Kontrolle, das zivilgesellschaftliche Engagement sowie das Vertrauen in die Politik. Die Demokratie braucht ein starkes IFG!</p>
<p><strong>Wir als zivilgesellschaftliches Bündnis aus 110 Organisationen, Vereinen und Projekten fordern Sie daher auf: Stoppen Sie die Pläne zur Einschränkung des Informationsfreiheitsgesetzes und schützen Sie die Transparenz für alle!</strong></p>
<p>abgeordnetenwatch<br />
Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. (ABNR)<br />
AlgorithmWatch<br />
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club, Landesverband Berlin – ADFC Berlin eV.<br />
Allianz “Rechtssicherheit für politische Willensbildung”<br />
Amnesty International<br />
anna elbe &#8211; Weitblick für Hamburg<br />
Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit e.V.<br />
attac Deutschland<br />
betterplace lab gGmbH<br />
BLUE 21 e.V.<br />
BUND &#8211; Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V.<br />
BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN)<br />
Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel &#8211; KOK e.V.<br />
BUNDjugend Bayern<br />
Bürger*innenInitiative A100 (BI A100)<br />
Bürgerbewegung Finanzwende e.V.<br />
Campact e.V<br />
Cannabis Verband Deutschland<br />
Center for Democracy and Information Integrity<br />
chaos computer club e.V<br />
Cinematographinnen<br />
Climate+Tech Think-tank für Klima und Resilienz<br />
codetekt e.V. &#8211; mit Nachrichtenkompetenz gegen Desinformation!<br />
Coordination gegen BAYER-Gefahren<br />
D64 – Zentrum für Digitalen Fortschritt<br />
Democracy International e.V.<br />
Der Freitag<br />
Deutsche Gesellschaft für Informationsfreiheit e.V.<br />
Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di<br />
Deutsche Umwelthilfe<br />
Deutscher Fundraising Verband e.V.<br />
Deutscher Journalisten-Verband e. V.<br />
Deutscher Naturschutzring (DNR)<br />
Deutsches Netz Rauchfreier Krankenhäuser &amp; Gesundheitseinrichtungen e.V.<br />
die tageszeitung (taz)<br />
Digitalcourage e.V.<br />
Digitale Gesellschaft e.V.<br />
ECCHR (European Center for Constitutional and Human Rights)<br />
Europäisches Zentrum für Presse und Medienfreiheit (ECPMF)<br />
FEMNET<br />
FIAN Deutschland e.V.<br />
Filmzirkel Hannover<br />
foodwatch<br />
Forum Fairer Handel<br />
Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF)<br />
Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V.<br />
Forum Umwelt &amp; Entwicklung<br />
FragDenStaat<br />
Frauen Aktiv Contra Tabak e.V.<br />
Fridays for Future Deutschland<br />
futur eins e.V.<br />
Gesellschaft für Klima und Demokratie e.V.<br />
Global Policy Forum Europe<br />
Green Legal Impact Germany e.V.<br />
Greenpeace e.V.<br />
GRÜNE LIGA e.V.<br />
Humanistische Union e.V.<br />
Initiative Offene Gesellschaft e.V.<br />
INKOTA Netzwerk e.V.<br />
innn.it e.V.<br />
Innovationsverbund Öffentliche Gesundheit e.V.<br />
Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung, IFT-Nord gGmbH<br />
Interface Tech analysis and policy ideas for Europe e.V.<br />
Internationale Vereinigung Intergeschlechtlicher Menschen &#8211; Organisation Intersex International Germany e.V.<br />
Jugendpresse Deutschland e.V.<br />
kleindatenverein<br />
KURVE Wustrow e.V.<br />
Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin e.V.<br />
Lausitzer Perspektiven e.V.<br />
LOAD e.V. &#8211; Verein für liberale Netzpolitik<br />
LobbyControl<br />
Mehr Demokratie e.V.<br />
NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V.<br />
NACOA Deutschland Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien e.V.<br />
Netzwerk Klimajournalismus Deutschland e.V.<br />
Netzwerk Recherche e.V.<br />
Neue deutsche Medienmacher*innen e. V.<br />
Nichtraucherschutzverband Deutschland e.V. (NRSV)<br />
Open Knowledge Foundation Deutschland e. V.<br />
Open Parliament TV<br />
openPetition<br />
Paper Trail Media<br />
Politics for Tomorrow / nextlearning e. V.<br />
PowerShift<br />
PRO ASYL Bundesweite Arbeitsgemeinschaft für Flüchtlinge e.V.<br />
Pro Rauchfrei e.V.<br />
ProjectTogether gGmbH<br />
QueerScope | Verband der unabhängigen queeren Filmfestivals in Deutschland e.V.<br />
Reporter ohne Grenzen<br />
Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV e.V.)<br />
Rettet den Regenwald e.V.<br />
Romero Initiative e.V.<br />
Schrödinger &amp; Katze e. V.<br />
Sea-Eye e.V.<br />
Sea-Watch e.V.<br />
SÜDWIND e.V.<br />
SUPERRR Lab gGmbH<br />
teilensWert e.V.<br />
Transparency International Deutschland e.V.<br />
Umweltinstitut München e.V.<br />
urgewald<br />
Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V.<br />
Verband der Requisite &amp; Set Decoration e.V.<br />
Verein für Natur und Landschaft in Brandenburg e.v.<br />
Verfassungsblog gGmbH<br />
Weltladen Hailer<br />
Werkstatt Ökonomie e.V.<br />
Wikimedia Deutschland<br />
Women Engage for a Common Future (WECF) Deutschland e.V.<br />
zerforschung</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/offener-brief-an-die-bundesregierung-das-bundesinnenministerium-und-die-bundestagsabgeordneten-im-innenausschuss-haende-weg-vom-ifg-retten-sie-die-informationsfreiheit/">Hände weg vom IFG! – Retten Sie die Informationsfreiheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2026/07/ifgkommentar_05.jpg" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>Keine Aushändigung sensibler Gesundheitsdaten an die Polizei!</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/keine-aushaendigung-sensibler-gesundheitsdaten-an-die-polizei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 08:26:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Innere Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensweisen / Pluralismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Patientenakten]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiatrie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/?post_type=presse&#038;p=20517</guid>

					<description><![CDATA[<p>Niedersachsen plant unter Rot-Grün derzeit eine verschärfte Neufassung des PsychKHG (Niedersächsisches Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen für psychisch Kranke). Der Gesetzentwurf soll in Kürze im Landtag beschlossen werden. Es bedeutet das Ende der ärztlichen Schweigepflicht und stellt Menschen mit psychiatrischen Diagnosen unter Generalverdacht. Laut Gesetzentwurf (Drs. 19/9722) sollen Gesundheitseinrichtungen auf Verdacht sensible Gesundheitsdaten von Menschen mit psychiatrischen [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/keine-aushaendigung-sensibler-gesundheitsdaten-an-die-polizei/">Keine Aushändigung sensibler Gesundheitsdaten an die Polizei!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Niedersachsen plant unter Rot-Grün derzeit eine verschärfte Neufassung des PsychKHG (Niedersächsisches Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen für psychisch Kranke). Der <a class="cursor-init" href="https://www.stk.niedersachsen.de/startseite/presseinformationen/landesregierung-stimmt-dem-entwurf-eines-gesetzes-zur-neufassung-des-niedersachsischen-gesetzes-uber-hilfen-und-schutzmassnahmen-fur-psychisch-kranke-zu-247999.html%0a">Gesetzentwurf soll in Kürze im Landtag beschlossen</a> werden. Es bedeutet das Ende der ärztlichen Schweigepflicht und stellt Menschen mit psychiatrischen Diagnosen unter Generalverdacht.</p>
<p>Laut Gesetzentwurf (Drs. 19/9722) sollen Gesundheitseinrichtungen auf Verdacht sensible Gesundheitsdaten von Menschen mit psychiatrischen Diagnosen an Polizeibehörden weitergeben. Diese umfassen den Gesundheitszustand und Krankheitsbild, den Behandlungsverlauf sowie Behandlungsinhalte (§38, 1-3). Als Voraussetzung reichen Anhaltspunkte, dass eine Person zu einer erheblichen Gefahr für andere werden könnte. Konkret geht es im §38, 1-3 um drei Stufen, nach denen Kliniken und sozialpsychiatrische Dienste Daten an die örtliche Polizei übermitteln <em>können</em>, <em>sollen </em>oder letztendlich <em>müssen</em>.</p>
<p>Der Vorgang ist Teil eines bundesweiten Vorstoßes von Politik und Sicherheitsbehörden gegen Menschen mit psychiatrischen Diagnosen. Er geht zurück auf die Forderung nach einem Register für „psychisch kranke Gefährder“ von <a href="https://www.lto.de/recht/presseschau/p/presseschau-2025-01-02-register-psychisch-kranke-body-mass-index-verbeamtung-verhuellungsverbot-schweiz">CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann</a>. dies vorgeblich zur Verhinderung möglicher Gewalttaten. Damit werden Personen pauschal zum Sicherheitsrisiko erklärt, die ihrerseits besonders vulnerabel sind. Derartige <a href="https://netzpolitik.org/2026/niedersaechsisches-psychisch-kranken-hilfe-gesetz-wann-daten-bei-der-polizei-landen-koennen-sollen-oder-muessen/">Prognosen einer potentiellen „drohenden“ Gefahr</a> haben in den letzten Jahren bereits Einzug in die Polizeigesetze gehalten und haben zu einer besorgniserregenden Vorverlagerung polizeilicher Befugnisse geführt.</p>
<p>Zwar wird nach massiver Kritik der Begriff „Register“ von Politiker*innen inzwischen vermieden, doch stellt die jetzt geplante verpflichtende Meldung und Aushändigung von persönlichen Gesundheitsdaten an Polizeibehörden faktisch weiterhin die zentrale Erfassung von vulnerablen Personen dar.</p>
<p>Die Gesetzesverschärfung in Niedersachsen ist Teil eines alarmierenden, bundesweiten Vorstoßes gegen Menschen in psychischen Krisen oder mit psychiatrischen Diagnosen: Es wird auf althergebrachte Vorurteile zurückgegriffen, nach denen diese Menschen als unberechenbar und potentiell gefährlich gelten. Diese Vorurteile werden schamlos zur Durchsetzung sicherheitspolitischer Verschärfungen benutzt und befeuert. Doch weisen Menschen in psychischen Ausnahmezuständen selbst ein erhöhtes Risiko auf, physische Gewalt zu erfahren.</p>
<p>Das Niedersächsische Vorgehen ist Teil eines generellen Trends hin zu einer zunehmend abwertenden, behindertenfeindlichen Politik.</p>
<p>In mehreren Bundesländern werden gerade ähnliche Gesetzesvorhaben vorangetrieben, parallel durchforsten Polizeibehörden ihre Datenbanken nach ihnen verdächtig erscheinenden Personen. Alle Personen, die dort jetzt schon mit dem Vermerk „Psychische und Verhaltensstörung“ (PSYV) gelistet sind, werden aktuell polizeilich überprüft. Niedersachsen hat außerdem über den Bundesrat eine bundesweite Initiative angestoßen, den Austausch von Gesundheitsdaten zu erleichtern und Gesetze anzupassen.</p>
<p>Während damit mehr und mehr Ressourcen in Maßnahmen der Kontrolle gesteckt werden, müssen wir beobachten, wie Gelder für soziale und gesundheitliche Belange empfindlich zusammengestrichen werden. Damit werden die vielfältigen Ursachen für psychische Krisen in unserer Gesellschaft nicht behoben. Soziale Fragen werden sicherheitspolitisch beantwortet, ein fataler Fehler.</p>
<p>Diese Vernetzung von „Erkenntnissen zwischen Sicherheits-, Gesundheits-, Waffen- und anderen Behörden geschieht vor dem Hintergrund der möglichen behördlichen Nutzung automatisierter Datenanalysen wie „Palantir“. Der häufig geäußerte Verweis auf die Konsequenzen aus den gesammelten <a href="https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/nach-themen/euthanasie-im-dritten-reich/">Patientenakten von Menschen in psychiatrischen Einrichtungen während des Nationalsozialismus</a> ist vor diesem Hintergrund als ernste Warnung zu verstehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Erstunterzeichnende Organisationen und Einzelpersonen:</strong></p>
<p>Berliner Organisation Psychiatrie-Erfahrener und Psychiatrie-Betroffener e.V.<br />
<a href="http://www.die-bpe.de/">Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener e.V.</a><br />
Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE) e.V.<br />
CILIP | Bürgerrechte &amp; Polizei, Berlin<br />
Enthinderungsselbsthilfe von Autisten für Autisten – ESH<br />
EXPA-Trialog e.V., Expert*innen Partnerschaft im Trialog, Genesungsbegleitung in Bremen e.V.<br />
Humanistische Union e.V.<br />
Initiative Gerechtigkeit für Lorenz<br />
Institut für Bürgerrechte &amp; öffentliche Sicherheit e.V., Berlin<br />
<a class="cursor-init" href="http://www.antipsychiatrie.de/">Irren-Offensive e.V.</a><br />
Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V.<br />
<a class="cursor-init" href="https://www.psychiatrie-erfahren.de/">Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Berlin-Brandenburg e.V.</a><br />
LVPE Bremen e.V., Landesverband Psychiatrie-Erfahrene-Bremen e.V.<br />
My Brain My Choice Initiative<br />
Netzwerk Kritische Psychotherapie Köln/Bonn<br />
Neue Richter*innenvereinigung e.V.<br />
Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e. V.<br />
Selbsthilfegruppe Psychiatrie-Erfahrene Osnabrück<br />
Widersprüche. Zeitschrift für sozialistische Politik im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="215" class="aligncenter size-full wp-image-20518" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2026/04/PM-Logos-1-300x215-1.jpg" alt="" /></p>
<p>sowie</p>
<p>Funny Badeda, Berlin<br />
Marlene Baues, Berlin<br />
Ruth Berthold<br />
Yaw Boateng, Berlin<br />
Detlef J.F. Briese<br />
RA Dr. Sven-U. Burkhardt, Vertretungsprofessor an der HS Neubrandenburg<br />
Prof. Dr. Helga Cremer-Schäfer, Bad Vilbel<br />
Hubert Cremer, Dipl. Psychologe<br />
Petra Fiedler<br />
Alaska Gahrenberg<br />
Magda v. Garrel<br />
Carl Grünheid, Berlin<br />
Annegret Heinker<br />
Uli Herding, Frankfurt<br />
Dobroslawa Ewa Hergemöller, Herne<br />
Wolfgang Hille<br />
Ines Hoffmann Berlin<br />
John Jannik, Berlin<br />
Melek Khaled, Berlin<br />
Florian Klose, Berlin<br />
Espen Knapp, Berlin<br />
Jennifer Kriehmig, Berlin<br />
Sören Kriehmig, Berlin<br />
Martina Maier Berlin<br />
Sabine Meier, Berlin<br />
Uwe Pankow, Berlin<br />
Prof. Dr. Helmut Pollähne, Bremen<br />
Monika v. Richthofen (Beirat Ruth Fricke Stiftung)<br />
Moussa Röber, Berlin<br />
Swen Romanski, Dortmund<br />
Julia Schnabel, Berlin<br />
Christoph Schröder, Hannover<br />
Dipl.-Ing. Sabrina Schwanczar<br />
Anne Seeck, Teilhabe e.V., Berlin<br />
Tessa Sieverts, Berlin<br />
Manuel Sommer, Berlin<br />
Thies Sorgenfrei, Berlin<br />
Doris Steenken, Osnabrück<br />
Rene Talbot Berlin<br />
Sandra Tapfer, Berlin<br />
Lothar Tiedtke, Stralsund<br />
Arda Turhan, Berlin<br />
Anne Vommer, Berlin<br />
Thanh Vu Nguyen, Berlin<br />
Andrea Wichmann, Wittendörp (MV)<br />
Beate Winzer<br />
Dr. Martin Zinkler, Psychiater und Psychotherapeut, Bremen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/keine-aushaendigung-sensibler-gesundheitsdaten-an-die-polizei/">Keine Aushändigung sensibler Gesundheitsdaten an die Polizei!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2026/04/vinicius-amnx-amano-DZ0MfTX_9sQ-unsplash-e1776155207845.jpg" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>Anatol Anuschewski zum Rücktritt zu drängen ist falsch: Das Problem heißt Landesamt für Verfassungsschutz</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/anatol-anuschewski-zum-ruecktritt-zu-draengen-ist-falsch-das-problem-heisst-landesamt-fuer-verfassungsschutz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2026 10:33:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Innere Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungsschutz abschaffen!]]></category>
		<category><![CDATA[Anatol Anuschewski]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Interventionistische Linke Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Thorge Koehler]]></category>
		<category><![CDATA[V-Mann]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/?post_type=presse&#038;p=20391</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Republikanische Anwältinnen- und Anwälteverein, die Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen und die Humanistische Union erklären sich solidarisch mit dem Bremer Rechtsanwalt Anatol Anuschewski. Es ist ein fatales Zeichen für den Rechtsstaat, unseren Kollegen für die Ausübung seiner anwaltlichen Tätigkeit zu sanktionieren, indem er zum Rücktritt von seiner Stellvertreterposition am Bremer Verfassungsgerichtshof gedrängt wird. Ein [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/anatol-anuschewski-zum-ruecktritt-zu-draengen-ist-falsch-das-problem-heisst-landesamt-fuer-verfassungsschutz/">Anatol Anuschewski zum Rücktritt zu drängen ist falsch: Das Problem heißt Landesamt für Verfassungsschutz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Republikanische Anwältinnen- und Anwälteverein, die Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen und die Humanistische Union erklären sich solidarisch mit dem Bremer Rechtsanwalt Anatol Anuschewski.</p>
<p>Es ist ein fatales Zeichen für den Rechtsstaat, unseren Kollegen für die Ausübung seiner anwaltlichen Tätigkeit zu sanktionieren, indem er zum Rücktritt von seiner Stellvertreterposition am Bremer Verfassungsgerichtshof gedrängt wird.</p>
<p>Ein von dem Landesamt für Verfassungsschutz Bremen eingesetzter V-Mann soll die politische Gruppe <i>Interventionistische Linke Bremen</i> bespitzelt haben. Nun wird laut Medienberichten unserem Kollegen vorgeworfen, bei der Befragung des V-Mannes anwesend gewesen zu sein.</p>
<p><strong>Es handelt sich dabei ganz eindeutig um eine anwaltliche Tätigkeit</strong>, die durch die kürzlich von Deutschland unterzeichnete Konvention des Europarats zum Schutz der anwaltlichen Berufsausübung geschützt ist.</p>
<p>Angebracht wäre stattdessen der Rücktritt des Bremer Verfassungsschutzchefs Thorge Koehler, der die rechtswidrige Bespitzelungsaktion zu verantworten hat. Nicht nur, dass er die friedliche politische Betätigung Bremer Bürger*innen dadurch unnötig behindert und unter Generalverdacht gestellt hat; er hat es Berichten zufolge zudem geduldet, dass der V-Mann auch sexuelle und amouröse Beziehungen in die von ihm bespitzelte Gruppe unterhielt. Ein Eingriff in die Intimsphäre der Betroffenen, der nicht nur rechtswidrig, sondern auch nicht wieder gut zu machen ist.</p>
<p><strong>Hintergrund:</strong><br />
<a href="https://taz.de/Ablenkungsmanoever-im-V-Mann-Skandal/!6152220/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://taz.de/Ablenkungsmanoever-im-V-Mann-Skandal/!6152220/</a></p>
<p><a href="https://www.anwaltsverein-bremen.de/#" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.anwaltsverein-bremen.de/#</a> PM des Bremischen Anwaltverein</p>
<p><strong>Rechtsprechung:</strong><br />
VG Hamburg, Teilurteil vom 19.04.2017 &#8211; 17 K 7997/16</p>
<p class="text-justify"><strong>Unterzeichner:</strong><br />
Humanistische Union e.V. <a href="https://www.humanistische-union.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.humanistische-union.de/</a><br />
Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V. <a href="http://www.rav.de" target="_blank" rel="noopener">www.rav.de</a><br />
Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V. <a href="http://www.vdj.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.vdj.de</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/anatol-anuschewski-zum-ruecktritt-zu-draengen-ist-falsch-das-problem-heisst-landesamt-fuer-verfassungsschutz/">Anatol Anuschewski zum Rücktritt zu drängen ist falsch: Das Problem heißt Landesamt für Verfassungsschutz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2026/02/260210_Logos_PM_Anatol.png" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>GEAS-Anpassungsgesetz führt zu gravierenden, aber unnötigen Verschärfungen &#8211; Europäische Asylreform muss grundrechtskonform umgesetzt werden! </title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/geas-anpassungsgesetz-fuehrt-zu-gravierenden-aber-unnoetigen-verschaerfungen-europaeische-asylreform-muss-grundrechtskonform-umgesetzt-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Dec 2025 10:05:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asylpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Asyl & Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Eu]]></category>
		<category><![CDATA[GEAS]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsames Europäisches Asylsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/?post_type=presse&#038;p=20344</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Jahr 2026 tritt die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) in Kraft. Das neue GEAS enthält massive Verschärfungen und höhlt den Rechtsschutz von geflüchteten Menschen aus. Aktuell verhandeln Parlament und Regierung über die spezifische Umsetzung in Deutschland. Die Bundesregierung hat mit dem GEAS-Anpassungsgesetz jedoch zudem einen Weg gewählt, das GEAS auf eine sehr restriktive [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/geas-anpassungsgesetz-fuehrt-zu-gravierenden-aber-unnoetigen-verschaerfungen-europaeische-asylreform-muss-grundrechtskonform-umgesetzt-werden/">GEAS-Anpassungsgesetz führt zu gravierenden, aber unnötigen Verschärfungen &#8211; Europäische Asylreform muss grundrechtskonform umgesetzt werden! </a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 2026 tritt die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) in Kraft. Das neue GEAS enthält massive Verschärfungen und höhlt den Rechtsschutz von geflüchteten Menschen aus. Aktuell verhandeln Parlament und Regierung über die spezifische Umsetzung in Deutschland. Die Bundesregierung hat mit dem GEAS-Anpassungsgesetz jedoch zudem einen Weg gewählt, das GEAS auf eine sehr restriktive Art umzusetzen. Europarechtlich ist das aber keinesfalls zwingend.</p>
<p><strong>Als juristische und bürgerrechtliche Organisationen fordern wir mit Nachdruck von den Abgeordneten des Deutschen Bundestags, dass die europäischen Vorgaben grundrechtskonform ins deutsche Recht zu überführen sind.</strong> Hierzu sollten in den aktuellen Verhandlungen auch einige Maßnahmen aus dem bisherigen Gesetzesentwurf wieder gestrichen werden.</p>
<p>Geschaffen werden sollen <strong>„Aufnahmeeinrichtungen</strong> zur Durchführung von Verfahren bei Sekundärmigration“. Diese Einrichtungen sollen insbesondere das sog. Dublin-Verfahren erleichtern, also Überstellungen in andere EU-Mitgliedstaaten ermöglichen. In diesen Lagern unterliegen die Betroffenen strengen Wohnverpflichtungen, die in ihre Bewegungsfreiheit eingreifen und sie von einem eigentlich grundrechtlich garantierten Zugang zu Rechtsberatung oder einer angemessenen medizinischen Versorgung abschneiden. Aus der Vergangenheit ist durch wissenschaftliche Forschung und Menschenrechtsdokumentationen bekannt, dass solche Lagerstrukturen stets mit menschenrechtswidrigen Zuständen einhergehen. Jedoch sind diese „Aufnahmeeinrichtungen“ ein deutscher Sonderweg und von der GEAS-Reform gerade nicht vorgesehen. <strong>Deswegen sollte von der Einführung dieser Lager Abstand genommen werden.</strong></p>
<p>Mit großer Sorge blicken wir als juristische Organisationen auf die ausufernden Eingriffe in die Bewegungsfreiheit und die Ausweitung von Freiheitsentzug (Haft), die mit dem GEAS-Anpassungsgesetz einhergeht. Vorgesehen ist für Deutschland beispielsweise die Inhaftierung von Minderjährigen, sofern dies „ihrem Wohl“ dient. Dieser Fall soll demnach dann vorliegen, wenn sich die Eltern oder Betreuungspersonen in Haft befinden. <strong>Eine Inhaftierung von Kindern ist jedoch offenkundig kinderrechtswidrig.</strong> Haftanstalten jeder Art sind kein geeigneter Ort für Kinder. Haft kann niemals dem Kindeswohl dienen. Zwar gibt es diesen Inhaftierungsgrund in der Aufnahmerichtlinie des neuen GEAS &#8211; aber hier wird den Mitgliedstaaten explizit offengehalten, ob sie diese Form der Inhaftierung einführen wollen. Auch für besonders schutzbedürftige Personen (Vulnerable) sollen Freiheitsentziehungen geschaffen werden. Eine grundrechts- und kinderrechtsschonende Umsetzung macht von diesen Möglichkeiten keinen Gebrauch. <strong>Deutschland kann sich noch gegen die Inhaftierung von Kindern und vulnerablen Personen entscheiden.</strong></p>
<p>Insgesamt hat die Bundesregierung mit ihrem Vorschlag für das GEAS-Anpassungsgesetz einen besonders restriktiven Weg gewählt und setzt erkennbar ihren <strong>Kurs der „Schärfe und Härte“</strong> fort. Verloren geht die gemeinsame Grundlage, dass auch schutzsuchende Personen Grundrechtsträger*innen sind.</p>
<p><strong>Der Deutsche Bundestag sollte in den abschließenden Verhandlungen daher rechtsstaatliche und menschenrechtliche Korrekturen vornehmen und die Vorschläge insgesamt auf den Prüfstand stellen.</strong></p>
<p><strong>Unterzeichnende Organisationen:</strong></p>
<p>Humanistische Union (HU)<br />
Komitee für Grundrechte und Demokratie<br />
Neue Richter*innenvereinigung (NRV)<br />
Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV)<br />
Vereinigung Demokratischer Jurist:innen (VDJ)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/geas-anpassungsgesetz-fuehrt-zu-gravierenden-aber-unnoetigen-verschaerfungen-europaeische-asylreform-muss-grundrechtskonform-umgesetzt-werden/">GEAS-Anpassungsgesetz führt zu gravierenden, aber unnötigen Verschärfungen &#8211; Europäische Asylreform muss grundrechtskonform umgesetzt werden! </a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2025/04/eugene-chystiakov-KxKTe7uCaFU-unsplash-scaled-e1765188313115.jpg" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>Offener Brief zur geplanten Änderung des Berliner Polizei- und Ordnungsrechts</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/offener-brief-zur-geplanten-aenderung-des-berliner-polizei-und-ordnungsrechts/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Oct 2025 09:55:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Innere Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Videoüberwachung]]></category>
		<category><![CDATA[AI Act]]></category>
		<category><![CDATA[ASOG]]></category>
		<category><![CDATA[automatisierte Datenverarbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Abgeordnetenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Data Mining]]></category>
		<category><![CDATA[Data Scraping]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[KI-Verordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Offener Brief]]></category>
		<category><![CDATA[Palantir]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Predictive Policing]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Racial Profiling]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/?post_type=presse&#038;p=20228</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sehr geehrte Abgeordnete des Berliner Abgeordnetenhauses, mit Antrag vom 02.07.2025 haben die Fraktionen der CDU und der SPD den Entwurf für ein Gesetz zur Reform des Berliner Polizei- und Ordnungsrechts und zur Änderung des Gesetzes zu Artikel 29 der Verfassung von Berlin (ASOG-E, Abgh-Drs. 19/2553) vorgelegt. Das wäre die zweite Novelle innerhalb kürzester Zeit. Sie [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/offener-brief-zur-geplanten-aenderung-des-berliner-polizei-und-ordnungsrechts/">Offener Brief zur geplanten Änderung des Berliner Polizei- und Ordnungsrechts</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Sehr geehrte Abgeordnete des Berliner Abgeordnetenhauses,</p>
<p align="justify">mit Antrag vom 02.07.2025 haben die Fraktionen der CDU und der SPD den Entwurf für ein <em>Gesetz zur Reform des Berliner Polizei- und Ordnungsrechts und zur Änderung des Gesetzes zu Artikel 29 der Verfassung von Berlin</em> (ASOG-E, Abgh-Drs. 19/2553) vorgelegt. Das wäre die zweite Novelle innerhalb kürzester Zeit. Sie ist nicht bloß ein Update polizeilicher Befugnisse. Der Gesetzesentwurf umfasst insgesamt 736 Seiten. Inhaltlich ermöglicht er u.a. automatisierte <a href="https://www.rav.de/publikationen/mitteilungen/mitteilung/alle-werden-ueberwacht-biometrische-ueberwachung-im-internet-stoppen-1159">Superdatenbanken</a> (§ 47a ASOG-E), Videoüberwachung und automatisierte Verhaltensmustererkennung an „kriminalitätsbelasteten Orten/gefährdeten Orten“ (§ 24e ASOG-E/§ 24 a ASOG-E) oder biometrische Abgleiche mit im Internet öffentlich zugänglichen – personenbezogenen – Daten (§ 28a ASOG-E). Das Diskriminierungsrisiko ist alarmierend. Es ist zu befürchten, dass unüberwachter Aufenthalt in weiten Teilen Berlins unmöglich wird. Dazu treten Ermächtigungen zur Quellen-Telekommunikationsüberwachung und Online-Durchsuchung („Staatstrojaner“).</p>
<p align="justify">Dass der Entwurf unmittelbar vor der Sommerpause und ohne erkennbares Bemühen um öffentliche Debatte und fachliche Auseinandersetzung eingebracht wurde, lässt sich schwer als Versehen lesen. Die geplanten Änderungen sind gravierend. Die Wahrung der Grundrechte auf informationelle Selbstbestimmung sowie Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme („IT Grundrecht“) ist nicht gewährleistet. Ohne noch zu wissen, wie effektiv verdachtsunabhängige Kontrollbefugnisse an sogenannten kriminalitätsbelasteten Orten (kbO) sind, sieht die Novelle kurzerhand eine Erweiterung um Videoüberwachung und automatisierte Verhaltensmustererkennung vor.</p>
<p align="justify"><strong>Wir fordern Sie auf, das Gesetzgebungsverfahren auszusetzen, um eine öffentliche Debatte und fachliche Auseinandersetzung zu ermöglichen, die dem Gewicht der geplanten Grundrechtseingriffe gerecht wird.</strong></p>
<p align="justify">Grundrechtlich besonders drastisch erscheinen u.a. die Ermächtigungen zur Errichtung einer orts- und verhaltensübergreifenden Analyseplattform (<em>Data Mining</em> / Superdatenbank, § 47a ASOG-E), zum biometrischen Abgleich mit über das Internet öffentlich zugänglichen personenbezogenen Daten (<em>Data Scraping</em>, § 28a ASOG-E) oder zur automatisierten Verhaltensmustererkennung (§ 24e ASOG-E). So lässt es § 47a ASOG-E in seiner derzeitigen Fassung zu, Datenbestände der Polizei losgelöst von konkreten Anlässen dauerhaft zusammen zu führen. Die Möglichkeiten zum Erstellen von Bewegungsprofilen, Verhaltensmuster- und Sozialkontaktanalysen machen die „Superdatenbank“ zu einem Instrument eines <em>Predictive Policing</em>, das in den verbotenen oder zumindest Hochrisikobereich der KI-VO fällt. Zwar dürfte nach aktuellem Stand keine Nutzung von Palantir Produkten in Berlin geplant sein. Verstöße gegen EU-Recht sind damit aber nicht automatisch abgewendet. Der ASOG-E selbst verschreibt sich der Umsetzung der jüngsten Judikatur des Bundesverfassungsgerichts. Umfang, Art/Herkunft und Methode des <em>Data Minings</em> dürften jedoch nicht ausreichend festgelegt sein, um den Anforderungen des Bundesverfassungsgerichts im <a href="https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2023/02/rs20230216_1bvr154719.html?nn=68080">Urteil</a> zur automatisierten Datenverarbeitung in Hamburg und Hessen gerecht zu werden (1 BvR 1547/19; 1 BvR 2634/20).</p>
<p align="justify">Mit § 28a ASOG-E (<em>Data Scraping</em>) ist die Möglichkeit geschaffen, biometrische Daten wie Gesichtsbilder oder Stimmmerkmale mit öffentlich zugänglichen Daten aus dem Internet abzugleichen. Das bedeutet, jedes – etwa auf einer Versammlung, Veranstaltung oder auch gegen den Willen &#8211; erstellte Foto oder Video, steht einem automatisierten, KI-gestützten Abgleich zur Verfügung. Derzeit ist nicht vorgesehen, dass die personenbezogenen Daten nach einem Abgleich zu löschen sind. Damit droht der Aufbau einer ungezielt ausgelesenen Datenbank, was ebenfalls nicht mit der KI-VO und den vom Bundesverfassungsgericht etablierten Standards vereinbar sein dürfte.</p>
<p align="justify">Aus <a href="https://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/Rechtsgutachten/polizei_studie_lang.html?nn=305458">Erkenntnissen</a> zu verdachtsunabhängigen Kontrollen an „kriminalitätsbelasteten Orten“ wissen wir derzeit v.a.: Sie sind anfällig für Diskriminierungen, insbesondere <em>Racial Profiling</em>. Weitgehend unklar ist, wie effektiv sie sind; ob registrierte Straftaten Resultat der Gefahrenlage oder des polizeilichen Kontrollfokus ist. Ungeachtet dessen erweitert § 24e ASOG-E polizeiliche Eingriffsbefugnisse – ebenso wie an gefährdeten Orten – um Videoüberwachung und automatische Datenauswertung. Hier schafft der Entwurf eine Grundlage für flächenmäßig umfassende Überwachung in Berlin. Diskriminierungsgefahren steigen weiter; insbesondere „atypische“ Verhaltensmuster, Praxen jenseits normativer Gesellschaftsvorstellungen, vermitteln im Rahmen automatisierter Auswertung „Gefahr“. Menschen mit Einschränkungen werden intensiver behindert, Wohnungslose weiter ausgegrenzt. Ermächtigungen wie die in § 42d ASOG-E vorgesehene Weiterverwendung von Daten zum KI-Training verschärfen diesen Kreislauf. Das mag § 17a ASOG-E, der nun eine Festlegung der kbO über Rechtsverordnung vorsieht, nicht auszugleichen. Die in § 12 Abs. 3 ASOG-E enthaltene Aufforderung, polizeiliche Maßnahmen nur im Einklang mit dem (verfassungs-)rechtlich gewährleistetem Schutz vor staatlicher Diskriminierung aus Art. 3 Abs. 3 GG, Art. 10 Abs. 2 VvB und § 2 LADG durchzuführen, irritiert im Gesamtzusammenhang des Entwurfs nahezu. Dies umso mehr, als die Formulierung im Umkehrschluss (Ungleichbehandlung mit jeglichem sachlichen Grund rechtfertigbar) die verfassungsrechtlichen Standards der Diskriminierungsverbote unterschreitet.</p>
<p align="justify"><strong>Wir fordern Sie auf, das Recht zu schützen, hier in Berlin frei von Massenüberwachung, Kontrolle und Diskriminierung zu leben. Das bedeutet für den Moment, die geplante Novellierung des ASOG zu stoppen.</strong></p>
<p align="justify">Mit freundlichen Grüßen<br />
Humanistische Union e.V. // <a href="https://www.humanistische-union.de/">https://www.humanistische-union.de/</a><br />
Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V. // <a href="https://www.grundrechtekomitee.de/">https://www.grundrechtekomitee.de/</a><br />
Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V. (RAV) // <a href="https://www.rav.de/start">https://www.rav.de/start</a><br />
Vereinigung Berliner Strafverteidiger*innen e. V. // <a href="https://strafverteidiger-berlin.de/">https://strafverteidiger-berlin.de/</a><br />
Vereinigung Demokratischer Jurist:innen e. V. (VDJ) // <a href="https://www.vdj.de">https://www.vdj.de</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/offener-brief-zur-geplanten-aenderung-des-berliner-polizei-und-ordnungsrechts/">Offener Brief zur geplanten Änderung des Berliner Polizei- und Ordnungsrechts</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2025/10/claudio-schwarz-ox-KCt-S_rQ-unsplash-scaled-e1761731648790.jpg" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>Offener Brief an Generalstaatsanwaltschaft Berlin: Zaid A. nicht nach Ungarn ausliefern</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/offener-brief-an-generalstaatsanwaltschaft-berlin-zaid-a-nicht-nach-ungarn-ausliefern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Apr 2025 10:33:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asylpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Neonazis]]></category>
		<category><![CDATA[Abschiebung]]></category>
		<category><![CDATA[Asyl & Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
		<category><![CDATA[Ungarn]]></category>
		<category><![CDATA[Zaid A.]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/?post_type=presse&#038;p=19927</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sehr geehrte Angehörige der Generalstaatsanwaltschaft und des Kammergerichts Berlin, sehr geehrte Frau Generalstaatsanwältin Margarete Koppers, seit dem 20. Januar 2025 haben sich acht junge Menschen den Strafverfolgungsbehörden gestellt. Einer davon, Zaid A., befindet sich seitdem in Auslieferungshaft in der JVA Ossendorf in Köln. Den acht Personen wird vorgeworfen, im Februar 2023 in Budapest am sogenannten „Tag der Ehre”– einem [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/offener-brief-an-generalstaatsanwaltschaft-berlin-zaid-a-nicht-nach-ungarn-ausliefern/">Offener Brief an Generalstaatsanwaltschaft Berlin: Zaid A. nicht nach Ungarn ausliefern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Angehörige der Generalstaatsanwaltschaft und des Kammergerichts Berlin,<br />
sehr geehrte Frau Generalstaatsanwältin Margarete Koppers,</p>
<p>seit dem 20. Januar 2025 haben sich acht junge Menschen den Strafverfolgungsbehörden gestellt. Einer davon, Zaid A., befindet sich seitdem in Auslieferungshaft in der JVA Ossendorf in Köln. Den acht Personen wird vorgeworfen, im Februar 2023 in Budapest am sogenannten „Tag der Ehre”– einem großen europäischen Neonazi-Treffen – Teilnehmer*innen verletzt zu haben.</p>
<p>Gegen sieben der acht oben genannten Personen liegen Haftbefehle bei der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe vor, die sieben sind im Besitz der deutschen Staatsbürgerschaft.</p>
<p>Dies trifft jedoch nicht auf die achte Person zu: Zaid A. ist syrischer Staatsbürger. Ihm droht nun aufgrund eines Europäischen Haftbefehls die Auslieferung nach Ungarn.</p>
<p>Eine Auslieferung von Zaid A. nach Ungarn ist aus den folgenden menschenrechtlichen und rechtsstaatlichen Gründen nicht vertretbar:</p>
<h4 class="">1. Menschen&shy;rechts&shy;wid&shy;rige Haftbe&shy;din&shy;gungen in Ungarn</h4>
<p>Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) erwägt in der <a class="link-external-blank" href="https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2025/01/rk20250124_2bvr110324.html?nn=68080" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Begründung seines Beschlusses (2 BvR 1103/24) vom 24.1.2025</a> zur Verfassungsbeschwerde von Maja T. gegen die bereits erfolgte Auslieferung <strong>menschenrechtswidrige Haftbedingungen in ungarischen Justizvollzugsanstalten</strong>. Das BVerfG folgt damit der Annahme, die ungarischen Behörden seien „nicht geeignet, das Risiko einer Artikel 4 der Grundrechte-Charta zuwiderlaufenden Behandlung ohne Weiteres auszuschließen.“</p>
<p>Das BVerfG sieht hinreichende Anhaltspunkte</p>
<ul>
<li>für systemische oder allgemeine Mängel, wie die steigende Überbelegung ungarischer Justizvollzugsanstalten sowie</li>
<li>für Gewalt gegen Häftlinge durch Mithäftlinge oder auch Personal der Justizvollzugsanstalten und</li>
<li>für Defizite hinsichtlich des Rechtswegs</li>
</ul>
<p>Dies würden insbesondere die eidesstattlichen Erklärungen ehemaliger Insassen ungarischer Justizvollzugsanstalten sowie aktuelle Berichte des Ungarischen Helsinkikomitees (HHC) belegen.</p>
<h4 class="">2. Kein faires rechts&shy;s&shy;taat&shy;li&shy;ches Verfahren in Ungarn gew&auml;hr&shy;leistet</h4>
<p>Eklatante rechtsstaatliche Mängel zeigen sich aktuell in dem Strafprozess gegen Maja T., der am 21. Februar 2025 am Landgericht in Budapest begann:</p>
<ul>
<li>Das angedrohte Strafmaß reicht in Ungarn bis zu 24 Jahre Haft</li>
<li>Teilweise sind notwendige Akten für die Verteidigung nicht ins Deutsche übersetzt worden</li>
<li>Die nicht-binäre Identität Majas wird vom Gericht nicht anerkannt</li>
</ul>
<p>Maja. T. war aufgrund eines Europäischen Haftbefehls bereits am 27.6.2024 unrechtmäßig nach Ungarn ausgeliefert worden. Da die Auslieferung durchgeführt wurde, ohne die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts abzuwarten, hat das BVerfG das Vorgehen des Kammergerichts Berlin inzwischen als unzulässig eingestuft.</p>
<h4 class="">3. Rassis&shy;ti&shy;sche Verfolgung in Ungarn zu bef&uuml;rchten</h4>
<p>Zaid A. hat als syrischer Staatsbürger internationalen Schutz erhalten, er ist nach der Genfer Flüchtlingskonvention eine äußerst vulnerable Person. Zaid lebte in Nürnberg, ging dort zur Schule, machte dort seinen Schulabschluss und absolvierte ein Freiwilliges Soziales Jahr. Mit dem Umzug zum Studium nach Köln hat er dort nun sein soziales Umfeld.</p>
<p>Es steht zu befürchten,</p>
<ul>
<li>dass Zaid A. als syrischer Staatsbürger in Ungarn insbesondere rassistischer Diskriminierung durch das Gefängnispersonal und die Mitinsassen sowie durch Staatsbedienstete ausgesetzt sein wird. Die rechts-autoritäre Regierung forciert seit mindestens 10 Jahren eine äußert restriktive rassistische Abschreckungspolitik <a class="link-external-blank" href="https://helsinki.hu/wp-content/uploads/Asylum-2015-Hungary-press-info-4March2015.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">insbesondere gegen Geflüchtete muslimischen Glaubens</a>.</li>
<li>dass insbesondere aufgrund seiner Nationalität rechtsstaatliche Mängel beim Strafverfahren auftreten. Hinweise darauf gibt ein Strafprozess gegen Ahmed H. und 10 andere Geflüchtete (den sog „Röszke11“) in den Jahren 2016-2018. Die zehn Personen aus Syrien, Iran und dem Irak waren im September 2015 am Grenzübergang Röszke wegen „illegalen Grenzübertritts“ festgenommen worden. Dies wurde als Straftat mit bis zu drei Jahren Haft gewertet, <a class="link-external-blank" href="https://www.amnesty.de/journal/2016/august/so-schlecht-wie-moeglich" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zehn wurden erst nach längerer Inhaftierung und nach Strafprozessen in Ungarn entlassen</a>.</li>
<li>Die elfte Person, Ahmed H., syrischer Staatsbürger, wurde 2016 als »Terrorist« in Ungarn zu zehn Jahren Haft verurteilt. Der Vorwurf lautete, die Proteste gegen die Schließung der Grenze angeführt und den Sicherheitskräften mit Gewalt gedroht zu haben, dies wertete die Anklage dank des ungenauen „Terrorismus“-Begriffs in Ungarn als „terroristischen Akt“. <strong>Im Prozess wurden allein belastende Aussagen und Material der Polizei verwendet. </strong><a class="link-external-blank" href="https://www.amnesty.org/en/latest/press-release/2019/09/ahmed-h-what-happened/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Potentiell entlastende Zeugen wurden nicht berücksichtigt</strong></a><strong>.</strong></li>
</ul>
<h4 class="">4. Drohende Abschiebung von Ungarn nach Syrien</h4>
<p>Aufgrund Zaids syrischer Staatsbürgerschaft steht mit einer Auslieferung eine <strong>Kettenabschiebung von Ungarn nach Syrien</strong> zu befürchten. Die Situation in <a class="link-external-blank" href="https://www.frnrw.de/themen-a-z/herkunftsstaaten/bicc-publikation-rueckkehr-syrischer-gefluechteter-die-politik-ist-gefordert.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Syrien ist auch nach dem Sturz des Assad-Regimes weiterhin sehr angespannt</a> und unsicher, das Land liegt in Trümmern. <a class="link-external-blank" href="https://www.frnrw.de/fileadmin/frnrw/media/downloads/Sonstiges/Laender/syrien/21022025_Syrian_Refugee_Returns_dt_online.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sicherheits- und Asylrechtsexpert*innen raten dringend von Abschiebungen nach Syrien ab</a>. Aktuell ist schlicht keine Prognose möglich, ob in Syrien <a class="link-external-blank" href="https://verfassungsblog.de/abschiebungen-nach-syrien/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine Verfolgungsgefahr mit „beachtlicher Wahrscheinlichkeit“ besteht</a>.</p>
<p>Die unterzeichnenden Personen und Organisationen sind sehr besorgt um Zaid A. und bitten die Generalstaatsanwaltschaft und das Kammergericht Berlin, einer Auslieferung nicht zuzustimmen:</p>
<ul>
<li>
<p class="">Allerweltshaus Köln e.V.</p>
</li>
<li>
<p class="">Antifa AK Cologne</p>
</li>
<li>
<p class="">Antikapitalistisches Klapprad-Kollektiv</p>
</li>
<li>
<p class="">attac-Köln</p>
</li>
<li>
<p class="">Bayerischer Flüchtlingsrat</p>
</li>
<li>
<p class="">Bejarano &amp; Microphone Mafia</p>
</li>
<li>
<p class="">Border Violence Monitoring Network (BVMN)</p>
</li>
<li>
<p class="">Bund Deutscher Pfadfinder_innen Landesverband Thüringen e.V.</p>
</li>
<li>
<p class="">Bundesweites Free Mumia Netzwerk <a href="https://freiheit-fuer-mumia.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://freiheit-fuer-mumia.de/</a></p>
</li>
<li>
<p class="">copwatch leipzig</p>
</li>
<li>
<p class="">de:criminalize e.V.</p>
</li>
<li>
<p class="">Diggen, Künstler</p>
</li>
<li>
<p class="">Dissens &#8211; Antifa Erfurt</p>
</li>
<li>
<p class="">FLINTA* ANTIFA VEGAN SQUAD Erfurt</p>
</li>
<li>
<p class="">Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V.</p>
</li>
<li>
<p class="">GEW Bayern</p>
</li>
<li>
<p class="">Hausprojekte Lama und Luftschloss, Freiburg</p>
</li>
<li>
<p class="">Herkesin Meydanı &#8211; Platz für alle</p>
</li>
<li>
<p class="">Hessischer Flüchtlingsrat</p>
</li>
<li>
<p class="">Humanistische Union e.V.</p>
</li>
<li>
<p class="">Internationale Liga für Menschenrechte</p>
</li>
<li>
<p class="">Jugendclub Courage Köln e.V.</p>
</li>
<li>
<p class="">kanu. e.V., Elterninitiative gegen Auslieferungen nach Ungarn</p>
</li>
<li>
<p class="">kafvka <a href="https://kafvka.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://kafvka.de</a></p>
</li>
<li>
<p class="">Legal Clinic Dortmund, e.V.</p>
</li>
<li>
<p class="">Ludolf-Camphausen-Straße 36 e.V.</p>
</li>
<li>
<p class="">Ökumenisches Netzwerk Asyl in der Kirche in NRW e. V.</p>
</li>
<li>
<p class="">Offenes Antifa Treffen Köln</p>
</li>
<li>
<p class="">Offenes Antifaschistisches Treffen Erfurt</p>
</li>
<li>
<p class="">Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V.</p>
</li>
<li>
<p class="">Radeln gegen Rechts &#8211; Erfurt</p>
</li>
<li>
<p class="">Radio Nordpol</p>
</li>
<li>
<p class="">Seebrücke Erfurt</p>
</li>
<li>
<p class="">Seebrücke Heidelberg</p>
</li>
<li>
<p class="">Solidarische Provinz Wendland-Altmark</p>
</li>
<li>
<p class="">Solidaritätsgruppe family &amp; friends, Hamburg (ein Zusammenschluss aus Familie, Freund*innen und Genoss*innen zur Unterstützung der beschuldigten Antifaschist*innen im Budapest-Komplex)</p>
</li>
<li>
<p class="">Strafvollzugsarchiv e.V.</p>
</li>
<li>
<p class="">Studis gegen Rechts, Köln</p>
</li>
<li>
<p class="">StudioRot Kollektiv</p>
</li>
<li>
<p class="">&#8230;ums Ganze!-Bündnis</p>
</li>
<li>
<p class="">VDJ &#8211; Vereinigung Demokratischer Jurist:innen</p>
</li>
<li>
<p class="">VVN &#8211; und der Antifaschist:innen (Bundesvereinigung)</p>
</li>
<li>
<p class="">Wacky Woodpeckers, <a href="http://wackywoodpeckers.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">http://wackywoodpeckers.com/</a></p>
</li>
<li>
<p class="">Wohnprojekt Stadt.Land.Fluss, Hamburg</p>
</li>
<li>
<p class="">Akiko Ahrendt (Rundfunktanzorchester Ehrenfeld)</p>
</li>
<li>
<p class="">Dorit van Aken</p>
</li>
<li>
<p class="">Ibrahim Arslan, Hamburg</p>
</li>
<li>
<p class="">Dr. Sevda Can Arslan, Institut für Medienwissenschaften, Universität Paderborn</p>
</li>
<li>
<p class="">Michael Backmund, Journalist und Autor, München</p>
</li>
<li>
<p class="">Mirjam Baumert, Filmhaus Köln</p>
</li>
<li>
<p class="">Dörte Becker, eingetragener Fanclub vom FC St.Pauli</p>
</li>
</ul>
<ul>
<li>
<p class="">Prof. Dr. Daniel Bendix, Theologische Hochschule Friedensau</p>
</li>
<li>
<p class="">Gundel Berger, Juristin, Magdeburg</p>
</li>
<li>
<p class="">Prof. Dr. Torsten Bewernitz, Hochschule Darmstadt, FB Soziale Arbeit</p>
</li>
<li>
<p class="">Prof. Dr. Oliver Bierhoff; Fachbereich Sozialwesen, Hochschule Bielefeld</p>
</li>
<li>
<p class="">Cornelia Bock, Hamburg</p>
</li>
<li>
<p class="">Violetta Bock, MdB, Landesverband Hessen</p>
</li>
<li>
<p class="">Susanne Bormann</p>
</li>
<li>
<p class="">Tilman Bornefeld, Hambug</p>
</li>
<li>
<p class="">Celia Bouali, Sozialwissenschaftlerin</p>
</li>
<li>
<p class="">Maria Braig, Osnabrück</p>
</li>
<li>
<p class="">Ilse Braunschweig. Jena</p>
</li>
<li>
<p class="">Peter Bremme, verdi Mitglied Hamburg</p>
</li>
<li>
<p class="">Dr Andrea Brock, Lecturer in International Relations, Centre for Global Political Economy, University of Sussex</p>
</li>
<li>
<p class="">Hans von Bülow, Hamburg</p>
</li>
<li>
<p class="">Clara Bünger, MdB Die Linke Sachsen</p>
</li>
<li>
<p class="">Christina Clemm,  Fachanwältin für Strafrecht und Familienrecht, Berlin</p>
</li>
<li>
<p class="">Prof.em. Dr. Helga Cremer-Schäfer 61118 Bad Vilbel</p>
</li>
<li>
<p class="">Jun. Prof. Dr. Jasmin Degeling, Medienwissenschaft, Bauhaus-Universität Weimar</p>
</li>
<li>
<p class="">Prof. Dr. Alex Demirović, Goethe-Universität Frankfurt am Main</p>
</li>
<li>
<p class="">Petja Dimitrova, Künstlerin und Lehrende, Akademie der bildenden Künste Wien</p>
</li>
<li>
<p class="">Esther Dischereit, Lyrikerin, Erzählerin, Essayistin, Theater- und Hörstückautorin, Berlin</p>
</li>
<li>
<p class="">Miriam Edding, Hamburg</p>
</li>
<li>
<p class="">Dr. Jannis Eicker</p>
</li>
<li>
<p class="">Mag. Dr. Andreas Exner, operative Leitung Regional Centre of Expertise (RCE) Graz-Styria, Zentrum für nachhaltige Gesellschaftstransformation der Universität Graz, Österreich</p>
</li>
<li>
<p class="">Katrin Fey, MdB Die Linke</p>
</li>
<li>
<p class="">Volker Fischer, Hamburg</p>
</li>
<li>
<p class="">Prof. Dr. Julia Franz, Professorin für Soziale Arbeit, Alice Salomon Hochschule Berlin</p>
</li>
<li>
<p class="">Nicole Gohlke, MdB Die Linke Bayern</p>
</li>
<li>
<p class="">Dr. Catarina Gomes de Matos, Goethe-Universität Frankfurt a.M.</p>
</li>
<li>
<p class="">Antje Grabow, Rostock</p>
</li>
<li>
<p class="">Prof. Dr. Christine Graebsch, Fachhochschule Dortmund</p>
</li>
<li>
<p class="">Dr. Wolfram Grams, Bremen</p>
</li>
<li>
<p class="">Cornelia Gunßer, Hamburg</p>
</li>
<li>
<p class="">Dr. Juliane Hammermeister-Urban, Ernst-Reuter-Schulen, Frankfurt a.M.</p>
</li>
<li>
<p class="">Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Heger, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Europäisches Strafrecht und Neuere Rechtsgeschichte, Humboldt-Universität, Berlin</p>
</li>
<li>
<p class="">Franziska Hille, Doktorand*in, ZIFG, TU Berlin</p>
</li>
<li>
<p class="">Luke Hoß, MdB Die Linke</p>
</li>
<li>
<p class="">Hanne Hutzler</p>
</li>
<li>
<p class="">Heinrich Hutzler</p>
</li>
<li>
<p class="">Michael Janßen, Vorstandmitglied vdää* , Berlin</p>
</li>
<li>
<p class="">P. Wolfgang Jungheim, Werne a.d.Lippe</p>
</li>
<li>
<p class="">Barbara Kämper</p>
</li>
<li>
<p class="">Roland Karpa, Rechtsanwalt</p>
</li>
<li>
<p class="">Dr. Daniel Keil, Politologe, Frankfurt am Main</p>
</li>
<li>
<p class="">Dr. med. Anke Kleinemeier, Hamburg</p>
</li>
<li>
<p class="">Dr. Malte Kleinschmidt, Institut für Didaktik der Demokratie, Leibniz Universität Hannover</p>
</li>
<li>
<p class="">Albrecht Kieser, Journalist, Köln</p>
</li>
<li>
<p class="">Jean-Philippe Kindler (Studio Rot)</p>
</li>
<li>
<p class="">Karl Kopp, Geschäftsführer von PRO ASYL</p>
</li>
<li>
<p class="">Anastassija Kostan, Wissenschaftliche Mitarbeiterin. Empirische Softwaretechnik,  Paderborn</p>
</li>
<li>
<p class="">Prof. Dr. Michael Krawinkel, Frankfurt am Main / Gießen</p>
</li>
<li>
<p class="">Nina Kronjäger, Schauspielerin, Produzentin</p>
</li>
<li>
<p class="">Naomi Anne Kubota, magistra artium, 61250 Usingen-Merzhausen</p>
</li>
<li>
<p class="">Şeyda Kurt, Autorin, Köln</p>
</li>
<li>
<p class="">Angelika Lang, Kriminologin M.A..  Fachberatung SET-FREE e.V.</p>
</li>
<li>
<p class="">Zuzana Leharova (Rundfunktanzorchester Ehrenfeld)</p>
</li>
<li>
<p class="">Nico Limprecht, Gewerkschaftssekretär</p>
</li>
<li>
<p class="">Dr. Bettina Lösch, Köln</p>
</li>
<li>
<p class="">Dr. Daniel Loick, Philosoph, Universität Amsterdam</p>
</li>
<li>
<p class="">Edith Lunnebach Köln Rechtsanwältin i.R.</p>
</li>
<li>
<p class="">Dirk Mescher (Geschäftsführer GEW Hamburg)</p>
</li>
<li>
<p class="">Susanne Meuthien Hamburg</p>
</li>
<li>
<p class="">Samia Mohammed</p>
</li>
<li>
<p class="">Stephan Nagel, Hamburg</p>
</li>
<li>
<p class="">Cansu Özdemir, MdB Die Linke Hamburg</p>
</li>
<li>
<p class="">Dr. Paula Peretti, Literarische Agentur Köln, <a href="http://www.peretti-agency.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.peretti-agency.com</a></p>
</li>
<li>
<p class="">Cindy Peter, Dresden</p>
</li>
<li>
<p class="">Bosse Pogoda (Studio Rot)</p>
</li>
<li>
<p class="">Prof. Dr. Helmut Pollähne, Honorarprofessor für Strafrecht, Universität Bremen</p>
</li>
<li>
<p class="">Isabel Prößdorf, Office of MEP Carola Rackete, Brüssel</p>
</li>
<li>
<p class="">Carola Rackete, MdEP, Fraktion Die Linke im Europäischen Parlament &#8211; GUE/NGL</p>
</li>
<li>
<p class="">Jutta Redöhl, Ahrensbök</p>
</li>
<li>
<p class="">Dr. Maike Sarah Reinerth, Medienwissenschaftlerin, Potsdam</p>
</li>
<li>
<p class="">Lea Reisner, MdB Die Linke</p>
</li>
<li>
<p class="">Prof. Dr. Uta Ruppert, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Goethe Universität Frankfurt/Main</p>
</li>
<li>
<p class="">Dr. Thomas Sablowski, Politikwissenschaftler, Frankfurt am Main</p>
</li>
<li>
<p class="">Christiane Sattler ver.di Mitglied Hamburg</p>
</li>
<li>
<p class="">Philip Scheffner, Filmemacher und Professor für dokumentarische Praxen, khm köln</p>
</li>
<li>
<p class="">Ingrid Scherf, Autorin und Übersetzerin, München</p>
</li>
<li>
<p class="">Martin Schirdewan, Ko-Vorsitzender der Fraktion THE LEFT im Europäischen Parlament</p>
</li>
<li>
<p class="">Lensi Schmidt (Studio Rot)</p>
</li>
<li>
<p class="">Ulrike Schmitz Langelsheim</p>
</li>
<li>
<p class="">Christiane Schneider, Vizepräsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft a.D.</p>
</li>
<li>
<p class="">Volkmar Schöneburg, ehem.  Verfassungsrichter, Brandenburg</p>
</li>
<li>
<p class="">Prof.in Dr.in Barbara Schramkowski, Duale Hochschule Baden-Württemberg</p>
</li>
<li>
<p class="">Katja Schreiner. Psychologin &amp; Klimaaktive</p>
</li>
<li>
<p class="">Tobias Schröer</p>
</li>
<li>
<p class="">Prof. Dr. Erika Schulze, Hochschule Bielefeld, Fachbereich Sozialwesen</p>
</li>
<li>
<p class="">Martin Singe (Pax Christi Bonn; Redakteur FriedensForum)</p>
</li>
<li>
<p class="">Prof.in Dr. Susanne Spindler, Köln</p>
</li>
<li>
<p class="">Katrin Stein, Sellin</p>
</li>
<li>
<p class="">Robin Steffens</p>
</li>
<li>
<p class="">Cuno Tarfusser, stellvertretender Generalstaatsanwalt /  Arbeitsbereich &#8222;Internationale Angelegenheiten&#8220;, Mailand</p>
</li>
<li>
<p class="">Fatma Tuna, Kulturvermittlerin, Köln</p>
</li>
<li>
<p class="">Bettina Uppenkamp</p>
</li>
<li>
<p class="">Jan-Nicholas Vogt (Studio Rot)</p>
</li>
<li>
<p class="">Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, Merseburg</p>
</li>
<li>
<p class="">B. Wittkugel und H. Walterbusch, Hamburg</p>
</li>
<li>
<p class="">Inga Waßmuß, Hamburg</p>
</li>
<li>
<p class="">Eva Weber. Forschungsgesellschaft Flucht und  Migration e.V., Berlin</p>
</li>
<li>
<p class="">Konstantin Wecker, Musiker, Komponist und Autor</p>
</li>
<li>
<p class="">Reiner Wendling. Verleger, Berlin</p>
</li>
<li>
<p class="">Dorothea Weniger, Mitglied des Landesvorstandes der GEW Bayern</p>
</li>
<li>
<p class="">Jana Wittkugel</p>
</li>
<li>
<p class="">Krystian Woznicki · Berliner Gazette</p>
</li>
<li>
<p class="">Kutlu Yurtseven, Microphone Mafia</p>
</li>
<li>
<p class="">Prof. Dr. Michael Zander, Hochschule Magdeburg-Stendal</p>
</li>
<li>
<p class="">Dr. Heiner Zillmer, Hamburg</p>
</li>
<li>
<p class="">Hermann Zöllner, Berlin</p>
</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/offener-brief-an-generalstaatsanwaltschaft-berlin-zaid-a-nicht-nach-ungarn-ausliefern/">Offener Brief an Generalstaatsanwaltschaft Berlin: Zaid A. nicht nach Ungarn ausliefern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2025/04/sigmund-siJnokbvRmU-unsplash-1-scaled.jpg" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>Das Völkerrecht kennt keine Staatsräson!</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/das-voelkerrecht-kennt-keine-staatsraeson/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Mar 2025 11:42:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Offener Brief]]></category>
		<category><![CDATA[Palästina]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsräson]]></category>
		<category><![CDATA[Versammlungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Völkerrecht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/?post_type=presse&#038;p=19891</guid>

					<description><![CDATA[<p>Seit mehr als 17 Monaten erleben wir eine erschütternde Eskalation an Gewalt, Leid und Rechtlosigkeit in ganz Palästina, in Gaza und im Westjordanland, im Libanon, in Syrien und in Israel. Wir erleben zugleich, dass die politische Debatte in Deutschland sowie politische Entscheidungen zu einer fundamentalen Erosion völkerrechtlicher Standards beitragen und die von politischen Entscheidungsträger:innen angewandten Doppelstandards im Umgang mit den [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/das-voelkerrecht-kennt-keine-staatsraeson/">Das Völkerrecht kennt keine Staatsräson!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="inner-wrap" class="wrap hfeed kt-clear">
<div id="primary" class="content-area">
<div class="content-container site-container">
<p>Seit mehr als 17 Monaten erleben wir eine erschütternde <strong>Eskalation an Gewalt, Leid und Rechtlosigkeit</strong> in ganz Palästina, in Gaza und im Westjordanland, im Libanon, in Syrien und in Israel. Wir erleben zugleich, dass die politische Debatte in Deutschland sowie politische Entscheidungen zu einer <strong>fundamentalen Erosion völkerrechtlicher Standards</strong> beitragen und die von politischen Entscheidungsträger:innen angewandten <strong>Doppelstandards</strong> im Umgang mit den Rechtsbrüchen Israels zu einer <strong>nachhaltigen Schwächung der Glaubwürdigkeit deutscher Außenpolitik</strong> in der Welt führen. Im Kontext der Palästina-Solidarität erleben wir darüber hinaus <strong>Polizeigewalt</strong> sowie massive <strong>Eingriffe in die Meinungs- und Versammlungsfreiheit</strong>, eine problematische Politisierung der Antisemitismusdebatte und eine Kriminalisierung von legitimen Protesten.</p>
<div class="content-wrap">
<article id="post-2576" class="entry content-bg single-entry post-2576 page type-page status-publish hentry">
<div class="entry-content-wrap">
<div class="entry-content single-content">
<p class="aufruf">Als Organisationen und Initiativen, die sich für einen gerechten Frieden in Palästina und in Israel einsetzen, wenden wir uns an Sie als Verhandler:innen eines möglichen Koalitionsvertrags und appellieren in aller Dringlichkeit, im Koalitionsvertrag <strong>zentrale völker- und menschenrechtliche Leitplanken mit Blick auf Palästina und Israel festzuschreiben</strong>.</p>
<p class="aufruf">Als Organisationen der Zivilgesellschaft werden wir diese Anliegen und Forderungen auch in der kommenden Legislaturperiode in die Öffentlichkeit und auf die Straße tragen.</p>
<p class="aufruf has-medium-font-size"><strong>Völker- und menschenrechtliche Leitplanken in den Koalitionsvertrag:</strong></p>
<ul class="wp-block-list">
<li class="aufruf">Bekennen Sie sich <strong>uneingeschränkt</strong> zur grundgesetzlich verankerten <strong>Geltung des internationalen Rechts und seiner Institutionen, </strong>vor allem des <strong>Internationalen Gerichtshofs (IGH)</strong> und des <strong>Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH)</strong>, und bekennen Sie sich dazu, deren Entscheidungen, Urteile, Haftbefehle und andere Maßnahmen vollständig und unverzüglich umzusetzen.</li>
<li class="aufruf">Respektieren Sie das Gutachten des <strong>Internationalen Gerichtshofs vom 19. Juli 2024</strong> und die zugehörige Resolution der VN-Generalversammlung und verpflichten Sie sich im Koalitionsvertrag konkret, auf ein <strong>unverzügliches Ende der illegalen Besatzung</strong>, des <strong>völkerrechtswidrigen Siedlungsbaus</strong> und der Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung im Westjordanland einschließlich Ostjerusalem hinzuarbeiten.</li>
<li class="aufruf">Verankern Sie im Koalitionsvertrag explizit die Anerkennung des <strong>Rechts auf </strong><strong>kollektive Selbstbestimmung</strong>, und zwar nicht nur für Jüd:innen, sondern auch für die Palästinenser:innen. Dieses Recht stellt ein zentrales Prinzip und Fundament des Völkerrechts dar. Versuchen, das kollektive Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser:innen zu negieren, <strong>muss </strong>die Bundesregierung entschlossen entgegentreten.</li>
<li class="aufruf">Bekennen Sie sich zur <strong>Unterstützung</strong> der deutschen Bundesregierung für <strong>Organisationen der palästinensischen und israelischen Zivilgesellschaft</strong> (NGOs), die sich für Menschenrechte, das internationale Recht und für einen gerechten Frieden einsetzen. Die deutsche Bundesregierung muss <strong>Bestrebungen der Kriminalisierung, </strong><strong>der Diskreditierung und der unzulässigen Einschränkung der </strong><strong>Spielräume</strong> dieser Organisationen durch die israelische Regierung und auch durch die palästinensischen Behörden entschlossen entgegentreten. Sie darf diese nicht durch das Vorenthalten von außenpolitischen Unbedenklichkeitsbescheinigungen oder durch die Streichung öffentlicher Mittel mittragen.</li>
<li class="aufruf">Verankern Sie im Koalitionsvertrag ein <strong>Bekenntnis zur Unterstützung der </strong><strong>Vereinten Nationen</strong> einschließlich des VN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (<strong>UNRWA</strong>). Die Arbeit der UNRWA in Palästina, im Libanon, in Jordanien und in Syrien ist unverzichtbar. Den seit Jahren andauernden Versuchen israelischer Regierungen, die Arbeit der UNRWA, aber auch der Vereinten Nationen insgesamt zu diskreditieren, zu behindern und schließlich zu verbieten, muss sich Deutschland mit einem <strong>klaren Bekenntnis</strong> zu den VN entgegenstellen.</li>
<li class="aufruf">Verpflichten Sie sich, auch bei allen <strong>Verträgen und Kooperationsvereinbarungen mit Israel</strong>, sowohl bilateral als auch auf EU-Ebene, die <strong>Einhaltung von Menschenrechten und völkerrechtlichen Standards </strong>einzufordern.</li>
<li class="aufruf">Verpflichten Sie sich, sämtliche – direkten und indirekten – <strong>Transfers von Waffen, Munition und anderer militärischer Ausrüstung</strong> an Israel einzustellen, weil das eindeutige Risiko besteht, dass sie zu schwerwiegenden Verletzungen der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts, einschließlich Völkerrechtsverbrechen, beitragen.</li>
</ul>
<p class="aufruf has-medium-font-size"><strong>Einschränkungen von Meinungsfreiheit klar entgegentreten</strong></p>
<p class="aufruf">Wir erleben seit geraumer Zeit ein erschütterndes und nicht hinnehmbares Maß an Diskreditierung und pauschaler Kriminalisierung Palästina-solidarischer Akteure und Äußerungen und damit einhergehend einen <strong>immer enger werdenden Raum</strong> für eine kritische Auseinandersetzung mit israelischer Regierungspolitik und insbesondere für eine klare Benennung und Verurteilung von Völkerrechts- und Menschenrechtsverletzungen durch Israel.</p>
<p class="aufruf">Wir appellieren in aller Dringlichkeit an Sie:</p>
<ul class="wp-block-list">
<li class="aufruf">Verankern Sie im Koalitionsvertrag das Bekenntnis, <strong>zivilgesellschaftliche</strong>, <strong>wissenschaftliche</strong> und <strong>künstlerische Räume</strong> <strong>für </strong><strong>kritische Meinungsäußerungen</strong> offen zu halten und zu schützen. Die Grundrechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit müssen gewahrt bleiben, auch und gerade, wenn Themen gesellschaftlich und politisch divers und kontrovers diskutiert werden.</li>
<li class="aufruf">Legen Sie im Koalitionsvertrag den Grundstein dafür, den Einsatz gegen Rassismus, Antisemitismus und alle Formen von Diskriminierung zu verstärken. Sorgen Sie dafür, dass dieses wichtige politische Ziel <strong>nicht</strong> dazu benutzt wird, Minderheiten gegeneinander auszuspielen und das Grundrecht auf Meinungsfreiheit einzuschränken. Eine <strong>Strafrechtsverschärfung</strong>, die zur politischen Verfolgung von Palästina-solidarischen Stimmen missbraucht werden kann, <strong>darf nicht eingeführt werden.</strong></li>
</ul>
<p class="aufruf has-medium-font-size"><strong>Unterzeichnende Organisationen:</strong></p>
<p class="aufruf orgas has-theme-palette-9-color has-text-color has-link-color wp-elements-763f5220f57c74949b2669074cb8640b"><a href="https://krisol-wissenschaft.org/">Allianz für Kritische und Solidarische Wissenschaft (KriSol)</a> • <a href="https://www.amnesty.de/">Amnesty International Deutschland</a> • <a href="https://www.ak-palaestina-bruehl.de/">Arbeitskreis Palästina Brühl-Battir</a> • <a href="http://www.bremerfriedensforum.de/">Bremer Friedensforum</a> • <a href="https://globalisierungundkrieg.de/">Bundesweite Arbeitsgruppe Globalisierung und Krieg</a> • <a href="https://bip-jetzt.de/">Bündnis für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästinensern (BIP)</a> • <a href="https://www.facebook.com/share/17kwfSCnT2/">Café Palestine Colonia</a> • <a href="https://chancemaker.foundation/">ChanceMaker Foundation</a> • <a href="https://dpg-netz.de/">Deutsch-Palästinensische Gesellschaft (DPG)</a> • <a href="https://linktr.ee/eye4palestine?utm_source=linktree_profile_share&amp;ltsid=6f00b3bd-bbbd-4a2e-993b-22cd721a2286">EYE4PALESTINE – Palästina Stimme</a> • <a href="https://www.lib-hilfe.de/">Flüchtlingskinder im Libanon e. V.</a> • <a href="https://www.friedenskooperative.de/friedensorganisationen/frauen-wagen-frieden">Frauen wagen Frieden</a> • <a href="https://www.fvsabeel-germany.de/">Freunde von Sabeel Deutschland</a> • <a href="https://humanistische-union.de/">Humanistische Union</a> • <a href="https://www.idk-info.net/">Internationale der Kriegsdienstgegner*innen (IDK)</a> • <a href="https://icahd.de/">Israelisches Komitee gegen Hauszerstörungen (ICAHD)</a> • <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/">Lebenshaus Schwäbische Alb – Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie</a> • <a href="https://www.medico.de/">medico international</a> • <a href="https://mannheimnahost.wordpress.com/willkommen-2/">Nahostgruppe Mannheim</a> • <a href="https://friedenskooperative.de/">Netzwerk Friedenskooperative</a> • <a href="https://4neukoelln.de/">4neukoellnplusberlin e. V.</a> • <a href="https://www.palaestina-initiative.de/">Palästina Initiative Region Hannover</a> • <a href="https://bonn-ramallah.de/">Partnerschaftsverein Bonn-Ramallah</a> • <a href="https://www.paxchristi.de/">pax christi, Deutsche Sektion</a> • <a href="https://paxchristi-viur.appspot.com/kommissionen/view/5305177963757568/Kommission%20Nahost">pax christi – Kommission Nahost</a> • <a href="https://www.pegah-wuppertal.de/ueber-uns">Pegah Wuppertal e. V.</a> • <a href="https://www.einewelthaus.de/salam-shalom-arbeitskreis-palaestina-israel-e-v/">SALAM SHALOM Arbeitskreis Palästina-Israel e.V. München</a> • <a href="https://www.tdh.de/">Terre des Hommes Deutschland</a> • <a href="https://wupff.wordpress.com/">Wuppertaler Friedensforum</a></p>
</div>
</div>
</article>
</div>
<p>&nbsp;</p>
</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/das-voelkerrecht-kennt-keine-staatsraeson/">Das Völkerrecht kennt keine Staatsräson!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2025/03/marek-studzinski-fm4N79rr7Rg-unsplash-1-scaled-e1742211737717.jpg" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>Das Grundgesetz braucht keine Schattenhaushalte fürs Militär!</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/das-grundgesetz-braucht-keine-schattenhaushalte-fuers-militaer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Mar 2025 09:59:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Europa / Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
		<category><![CDATA[Friedensgebot]]></category>
		<category><![CDATA[Grundgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldenbremse]]></category>
		<category><![CDATA[Sondervermögen]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/?post_type=presse&#038;p=19883</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 23. Februar 2025 haben die Wähler*innen einen neuen Bundestag gewählt. Das neue Parlament muss sich spätestens 30 Tage nach der Wahl konstituieren. In der Debatte um die Aufrüstung der Bundeswehr haben sich Union und SPD nun noch vor Abschluss der Koalitionsverhandlungen darauf geeinigt, ein Sondervermögen für Infrastruktur in Höhe von insgesamt rund 500 Milliarden [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/das-grundgesetz-braucht-keine-schattenhaushalte-fuers-militaer/">Das Grundgesetz braucht keine Schattenhaushalte fürs Militär!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 23. Februar 2025 haben die Wähler*innen einen neuen Bundestag gewählt. Das neue Parlament muss sich spätestens 30 Tage nach der Wahl konstituieren. In der Debatte um die Aufrüstung der Bundeswehr haben sich Union und SPD nun noch vor Abschluss der Koalitionsverhandlungen darauf geeinigt, ein Sondervermögen für Infrastruktur in Höhe von insgesamt rund 500 Milliarden Euro ins Grundgesetz aufzunehmen und die Bundestagsabstimmung darüber kurzfristig anzusetzen. Außerdem soll die Schuldenbremse so modifiziert werden, dass Militärausgaben oberhalb von einem Prozent des BIP nicht mehr darunterfallen. Diese Grundgesetzänderung würde den neu gewählten 21. Bundestag binden. Das mag formell verfassungsgemäß sein, ist aber nach einer Bundestagswahl und vor Konstituierung des neuen Parlaments mit anderen Mehrheiten ohne Vorbild in der Geschichte der Bundesrepublik.</p>
<p>Die Grundgesetzänderungen würden die dringend notwendige Reform oder Abschaffung der Schuldenbremse auf absehbare Zeit de facto ausschließen. Die Schuldenbremse hat sich als Hemmnis für die soziale und demokratische Entwicklung und damit als ein wesentlicher Faktor für den Aufstieg der radikalen Rechten erwiesen. Die unbegrenzte Möglichkeit der Schuldenaufnahme zur Herstellung von „Kriegstüchtigkeit“ verschlechtert die haushälterischen Handlungsmöglichkeiten zuungunsten einer demokratischen und sozialen Entwicklung weiter.</p>
<p>Das Instrument der Sondervermögen soll einen finanziellen Engpass umgehen, den die Schuldenbremse künstlich erzeugt hat. Sondervermögen sind milliardenschwere Sonderhaushalte, die nach Art. 110 GG nur einer eingeschränkten parlamentarischen Kontrolle unterliegen. Die einzelnen Ausgaben müssen nicht im Haushaltsplan offengelegt und abgestimmt werden. Das Herzstück des Parlamentarismus, das Budgetrecht, würde weitgehend ausgehebelt, wenn so große Finanzvolumina außerhalb des regulären Haushalts angesiedelt werden. Die Abschaffung der Schuldenbremse könnte hingegen den demokratischen Meinungsstreit über die Verteilung öffentlicher Gelder im Parlament revitalisieren.</p>
<p>Auch jenseits haushaltspolitischer Gründe treten wir der Logik der Sondervermögen und Bereichsausnahmen entgegen. Die vorgesehene Grundgesetzänderung würde eine weitere enorme Aufrüstung ermöglichen. Das Grundgesetz ist nach Artikel 26 Absatz 1 als Friedensverfassung ausgestaltet, nach der alle Handlungen verfassungswidrig sind, die „das friedliche Zusammenleben der Völker“ stören können. Die Bundeswehr ist ihrem verfassungsrechtlichen Auftrag folgend nur für die Landesverteidigung auszustatten, nicht um sie „kriegstauglich“ zu machen. Es ist höchste Zeit, der Kriegs- und Rüstungslogik eine völkerrechtliche Logik des Wiederaufbaus einer europäischen und globalen Friedensordnung und der Abrüstung entgegenzusetzen. Die großen Fragen der Menschheit, insbesondere im Kontext des Klimawandels, bedürfen der Verständigung und Kooperation. Wir setzen uns für eine Politik der internationalen Bündnisarbeit und der Diplomatie ein, in deren Rahmen auch der Globale Süden gleichberechtigt einzubeziehen ist.</p>
<p>Wir fordern: Statt neuer Sondervermögen und Bereichsausnahmen muss die Schuldenbremse aus der Verfassung gestrichen werden, um den Handlungsspielraum über ökonomische Fragen zurück ins Parlament zu holen. Die Hoheit über den Haushalt muss beim neuen Bundestag liegen. Die Nutzung aller öffentlichen Mittel muss sich am Ziel von Frieden, Deeskalation und europäischer Einigung orientieren, sowie soziale, demokratische und ökologische Aspekte fokussieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-18943" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2023/09/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg" alt="" width="131" height="70" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2023/09/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg 1000w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2023/09/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773-600x322.jpg 600w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2023/09/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773-768x412.jpg 768w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2023/09/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773-800x429.jpg 800w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2023/09/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773-450x241.jpg 450w" sizes="(max-width: 131px) 100vw, 131px" /><img decoding="async" class="alignleft wp-image-18527" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2023/04/VDJ-e1681299983573.jpg" alt="" width="160" height="70" /><img decoding="async" class="alignleft wp-image-19886" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2025/03/fiff.png" alt="" width="184" height="70" /> <img decoding="async" class="alignleft wp-image-19887" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2025/03/grundrechtekomm.jpg" alt="" width="70" height="70" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2025/03/grundrechtekomm.jpg 157w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2025/03/grundrechtekomm-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 70px) 100vw, 70px" /></p>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-19888" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2025/03/ialana.png" alt="" width="149" height="70" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei Presserückfragen wenden Sie sich an: Dr. Andreas Engelmann, Bundessekretär der VDJ, Tel.: 06971163438, E-Mail: <a href="mailto:mail@vdj.de">mail@vdj.de</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/das-grundgesetz-braucht-keine-schattenhaushalte-fuers-militaer/">Das Grundgesetz braucht keine Schattenhaushalte fürs Militär!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2025/03/matias-luge-R-0609kNI60-unsplash-scaled-e1741773526593.jpg" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>Eine digitale Brandmauer errichten</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/eine-digitale-brandmauer-errichten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Mar 2025 09:58:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anonymität im Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsrecht in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Innere Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Neonazis]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Durchsuchungen]]></category>
		<category><![CDATA[Videoüberwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdaten]]></category>
		<category><![CDATA[Brandmauer]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Faschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinsame Erklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Predictive Policing]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Profiling]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/?post_type=presse&#038;p=19871</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wir, die unterzeichnenden Organisationen, fordern die neue Bundesregierung auf, eine digitale Brandmauer gegen den Faschismus zu errichten. Diese digitale Brandmauer muss Missbrauchspotentiale minimieren, Menschen und gesellschaftliche Gruppen ermächtigen sowie Menschenrechte und demokratische Werte, insbesondere Freiheit, Gleichheit und Solidarität, schützen und fördern. Die aktuellen Geschehnisse in den USA zeigen auf, wie Datensammlungen und -analyse genutzt werden [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/eine-digitale-brandmauer-errichten/">Eine digitale Brandmauer errichten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir, die unterzeichnenden Organisationen, fordern die neue Bundesregierung auf, eine digitale Brandmauer gegen den Faschismus zu errichten. Diese digitale Brandmauer muss Missbrauchspotentiale minimieren, Menschen und gesellschaftliche Gruppen ermächtigen sowie Menschenrechte und demokratische Werte, insbesondere Freiheit, Gleichheit und Solidarität, schützen und fördern. Die aktuellen Geschehnisse in den USA zeigen auf, wie Datensammlungen und -analyse genutzt werden können, um einen Staat handstreichartig zu übernehmen, seine Strukturen nachhaltig zu beschädigen, Widerstand zu unterbinden und marginalisierte Gruppen zu verfolgen.</p>
<p>Der Koalitionsvertrag muss sich daher an diesen zwölf Mindestanforderungen messen lassen:</p>
<h2>I. Bekenntnis gegen &Uuml;berwachung</h2>
<p>Es ist ein Irrglaube, dass zunehmende Überwachung einen Zugewinn an Sicherheit darstellt. Sicherheit erfordert auch, dass Menschen anonym und vertraulich kommunizieren können und ihre Privatsphäre geschützt wird. Zu oft werden aktionistische Vorschläge wie die Chatkontrolle, Vorratsdatenspeicherung oder biometrische Überwachung als technische Allheilmittel für komplexe gesellschaftliche Herausforderungen präsentiert – ohne ihre massiven Missbrauchspotenziale zu berücksichtigen. Stattdessen braucht es eine evidenzbasierte Politik, die differenzierte Lösungsansätze ohne Massenüberwachung verfolgt. Es ist die Aufgabe des Staates, Grundrechte zu schützen. Dazu gehört insbesondere auch, den Missbrauch von Maßnahmen, Befugnissen und Infrastrukturen durch die Feinde der Demokratie zu verhindern, heute und in Zukunft.</p>
<p>Wir fordern:</p>
<ol>
<li>Die biometrische Massenüberwachung des öffentlichen Raums sowie die ungezielte biometrische Auswertung des Internets wird verboten. Insbesondere wird aktiv gegen jede Form von Datenbank vorgegangen, die ungezielt Bilder, Videos und Audiodateien aus dem Internet nach biometrischen Merkmalen auswertet. Die entsprechenden Befugnisse des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge werden zurückgenommen.</li>
<li>Anlasslose und massenhafte Vorratsdatenspeicherung wird abgelehnt. Stattdessen werden grundrechtsschonende und effektivere Maßnahmen der Strafverfolgung wie das Quick-Freeze-Verfahren und die Login-Falle verfolgt.</li>
<li>Eine automatisierte Datenanalyse der Informationsbestände der Strafverfolgungsbehörden sowie jede Form von <em>Predictive Policing </em>oder automatisiertes <em>Profiling</em> von Menschen wird abgelehnt. Die Kooperationen deutscher und US-Geheimdiensten wird eingeschränkt, insbesondere wird jede Art von automatisiertem Massenaustausch von Inhalts- oder Metadaten unterbunden.</li>
<li>Die Überwachungsgesamtrechnung wird veröffentlicht, kontinuierlich fortgesetzt und der Umfang staatlicher Überwachungsbefugnisse dementsprechend gesetzgeberisch angepasst.</li>
</ol>
<h2>II. Schutz und Sicherheit f&uuml;r alle</h2>
<p>IT-Angriffe wie die durch „Salt Typhoon“ zeigen die Gefahren staatlicher Hintertüren und unterstreichen: Die Stärkung von IT-Sicherheit und Ende-zu-Ende-verschlüsselter Kommunikation ist eine Frage gesamtgesellschaftlicher Resilienz. Gleichzeitig steht unabhängige und zivilgesellschaftliche Sicherheitsforschung, die Sicherheitslücken zum Wohle der Gesellschaft aufdeckt, immer noch unter Generalverdacht und wird kriminalisiert. Sicherheitslücken in Software müssen von allen staatlichen Stellen im Rahmen eines Schwachstellenmanagements konsequent an die Hersteller zur Behebung gemeldet werden. Sicherheit und Schutz dürfen dabei keine Frage von Privilegien sein, sondern müssen für alle Menschen gelten, insbesondere für marginalisierte Menschen und Gruppen.</p>
<p>Wir fordern:</p>
<ol>
<li>Es wird ein Recht auf Verschlüsselung eingeführt. Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, die Chatkontrolle auf europäischer Ebene zu verhindern und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sowie die Vertraulichkeit von Kommunikation insgesamt zu schützen.</li>
<li>IT-Sicherheitsforschung wird unterstützt statt kriminalisiert. Der Hackerparagraph wird abgeschafft. Es wird ein wirksames IT-Schwachstellenmanagement auch für Behörden eingeführt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik wird unabhängig aufgestellt.</li>
<li>Die Bundesregierung setzt sich für wirksamen Kinder- und Jugendmedienschutz ein, ohne dabei durch eine verpflichtende Altersverifikation die Grundrechte von Kindern und Jugendlichen zu unterminieren. Die anonyme und pseudonyme Nutzung des Internets wird geschützt und ermöglicht.</li>
<li>Die Abschaffung der Bezahlkarte für Geflüchtete und die Einstellung von Handyauswertungen durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Wir fordern die Bundesregierung auf, sich auf europäischer Ebene gegen die Sammlung personenbezogener Daten geflüchteter Menschen einzusetzen und ihre Privatsphäre und Autonomie zu respektieren.</li>
</ol>
<h2>III. Demokratie im digitalen Raum</h2>
<p>Private Überwachung und Machtkonzentration müssen bekämpft werden. Die willkürliche und antidemokratische Machtausübung der Tech-Oligarchen um Präsident Trump erfordert einen Paradigmenwechsel in der deutschen Digitalpolitik und ein erneuertes Bekenntnis zu dezentralen öffentlichen Räumen sowie der konsequenten Rechtsdurchsetzung durch föderale Aufsichtsstrukturen. Gesunde digitale Räume leben auch von einer resilienten Gesellschaft mit starken digitalen Kompetenzen und einem demokratischen Diskurs, in dem digitale Gewalt keinen Platz hat. Dazu fordern wir ein Gewaltschutzgesetz, das seinen Namen verdient, einen Ausbau der digitalen Bildung und die Förderung des digitalen Ehrenamts.</p>
<p>Wir fordern:</p>
<ol>
<li>Privater Machtmissbrauch von <em>Big-Tech</em>-Unternehmen wird durch durchsetzungsstarke, unabhängige und grundsätzlich föderale Aufsichtsstrukturen bekämpft, insbesondere in den Bereichen der Plattformregulierung, des Datenschutzrechts und des Kartellrechts.</li>
<li>Die Bundesregierung legt ein umfassendes Förderprogramm für digitale öffentliche Räume auf, die dezentral organisiert, gesellschaftlich eingebettet, interoperabel gestaltet und quelloffen programmiert sind.</li>
<li>Ein digitales Gewaltschutzgesetz wird eingeführt, das Betroffene konsequent in den Fokus stellt. Dazu gehören auch die Reform der Impressumspflicht, die Berücksichtigung gruppenbezogener digitaler Gewalt und die Förderung von Beratungs- und Hilfsangeboten.</li>
<li>Gute digitale Bildung, die Menschen befähigt und frei zugänglich ist, muss zur Priorität werden und allen gesellschaftlichen Gruppen, unabhängig von Alter und Bildungsgrad, zur Verfügung stehen. Wir fordern eine umfassende Strategie zur Förderung von <em>Open Educational Resources</em> und die Förderung des digitalen Ehrenamts.</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Liste der Unter&shy;zeich&shy;nenden (alpha&shy;be&shy;tisch sortiert):</strong></h2>
<ol>
<li>Agora Digitale Transformation gGmbH</li>
<li>AKTIVOLI-Landesnetzwerk Hamburg e.V.</li>
<li>Amnesty International</li>
<li>Anoxinon</li>
<li>Attac Deutschland</li>
<li>Chaos Computer Club</li>
<li>D64 – Zentrum für Digitalen Fortschritt</li>
<li>Das NETTZ</li>
<li>Datenpunks</li>
<li>Datenpunks Bremen</li>
<li>Digitalcourage e.V.</li>
<li>Digitale Freiheit e.V.</li>
<li>Digitale Gesellschaft</li>
<li>Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) e. V.</li>
<li>FrauenComputerZentrumBerlin e.V.</li>
<li>Humanistische Union e.V.</li>
<li>kleindatenverein</li>
<li>LOAD e.V. &#8211; Verein für liberale Netzpolitik</li>
<li>netzbegrünung &#8211; Verein für grüne Netzkultur e.V.</li>
<li>Open Knowledge Foundation Deutschland e. V.</li>
<li>PRO ASYL Bundesweite Arbeitsgemeinschaft für Flüchtlinge e.V.</li>
<li>Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV)</li>
<li>SUPERRR Lab</li>
<li>Topio e.V.</li>
</ol>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/eine-digitale-brandmauer-errichten/">Eine digitale Brandmauer errichten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2025/03/1600-900-max.png" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>Gegen die Angriffe auf den demokratischen Rechtsstaat!</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/gegen-die-angriffe-auf-den-demokratischen-rechtsstaat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Feb 2025 09:41:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asylpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Innere Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Asyl & Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Migrationspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsstaat]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/?post_type=presse&#038;p=19724</guid>

					<description><![CDATA[<p>Als Bürger:innen- und Menschenrechtsrechtsorganisationen sowie als juristische Berufsvertretungen wenden wir uns mit Nachdruck gegen die Infragestellung rechtsstaatlicher Mechanismen in diesem Bundestagswahlkampf. Überzogene Law and Order-Forderungen und verfassungswidrige Gesetze sind für uns nichts neues, gegen diese politisch und juristisch vorzugehen, ist schon lange ein Teil unserer Arbeit. Aber dieser Wahlkampf hat eine andere, gefährliche Qualität: Im [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/gegen-die-angriffe-auf-den-demokratischen-rechtsstaat/">Gegen die Angriffe auf den demokratischen Rechtsstaat!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Bürger:innen- und Menschenrechtsrechtsorganisationen sowie als juristische Berufsvertretungen wenden wir uns mit Nachdruck gegen die Infragestellung rechtsstaatlicher Mechanismen in diesem Bundestagswahlkampf. Überzogene Law and Order-Forderungen und verfassungswidrige Gesetze sind für uns nichts neues, gegen diese politisch und juristisch vorzugehen, ist schon lange ein Teil unserer Arbeit. Aber dieser Wahlkampf hat eine andere, gefährliche Qualität: Im Zuge einer radikalisierten Migrationspolitik, die durch den Aufstieg der AfD in den Wahlumfragen begünstigt wird, werden das Recht an sich und die Institutionen des Rechtsstaats, allen voran die Gerichte und die Rechtsanwaltschaft, auch von demokratischen Parteien offen in Zweifel gezogen. Durch die Zustimmung zum sog. „5-Punkte-Plan“ fordern CDU/CSU, FDP und AfD unverhohlen den Bruch mit Europarecht und Verfassungsrecht. Durch einen kalkulierten Rechtsbruch qua permanenter Grenzkontrollen soll Druck auf die europäische Gesetzgebung ausgeübt werden. Ob Urteile des Europäischen Gerichtshofs noch umgesetzt werden, ist zu einer offenen Frage geworden. In den letzten Jahren ist neben dem Migrationsrecht auch im Klima- und Umweltrecht öfter von einem sog. „exekutiven Ungehorsam“ die Rede, indem Gerichtsentscheidungen seitens der Regierung und Verwaltung schlicht ignoriert werden. Hinter vorgehaltener Hand sprechen Politiker:innen aus den Reihen der CDU laut Medienberichten bereits von den „Scheiß-Gerichten“. Sie stoßen in eine rhetorische Kerbe, die unter den extrem rechten Regierungen in Italien, Polen und in Ungarn bereits autoritär umgeschlagen ist: Richter:innen werden zu Feinden des Staates erklärt. SPD und Grüne haben in der denkwürdigen Sitzungswoche des Bundestages Ende Januar 2025 zwar rhetorisch den Rechtsstaat hochgehalten, aber auch sie selbst haben zuvor in der Migrations- und Sicherheitsgesetzgebung europa- und verfassungswidrige Vorhaben vorangetrieben: darunter zuletzt die Kontrollen an den deutschen EU-Binnengrenzen und das „Sicherheitspaket“ vom 18. Oktober 2024.</p>
<p>Gegen die Einhaltung des gesetzten Rechts wird von Politiker:innen und in Teilen der Medien das Argument vorgebracht, das Recht dürfe nicht gegen „den Willen des Volkes stehen“. Falls es dies tue, müsse es verändert werden. Aber erstens geht es bei den allermeisten rechtlichen Aspekten, die aktuell infrage gestellt werden, nicht um einfaches Gesetzesrecht. Stattdessen geht es um Grund- und Menschenrechte, internationale und europäische Verträge oder um die Unabhängigkeit der Gerichtsbarkeit an sich. Richtig ist, dass das Recht immer das Ergebnis von gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen ist. Aber unteilbare Grund- und Menschenrechte dürfen in politischen Verhandlungen nicht zur Disposition stehen. Im Übrigen lässt sich Recht nicht mit einem Faustschlag von Regierungsvertretern auf den Tisch hinwegfegen, sondern muss selbst Gegenstand von Verfahren im Parlament oder mit Partnern aus anderen Ländern sein. Zweitens sind diese Rechtsgrundlagen gerade in Deutschland das Ergebnis der historischen Erfahrungen aus zwei Weltkriegen und der NS-Herrschaft. Sie sind ein Teil der Aufarbeitung von Vergangenheit, die nichts an ihrer Gültigkeit verloren hat. Dazu zählt vor allem die Unteilbarkeit der menschlichen Würde und die Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz, auch unabhängig von ihrer Herkunft. Und drittens geht die Gegenüberstellung von Demokratie und Recht implizit von einer „vollständigen“ Demokratie aus, in der die Interessen aller repräsentiert werden. Aber in unseren aktuellen demokratischen Verfahren sind Armutsbetroffene, die Mehrzahl der Lohnabhängigen, migrantische Personen ohne europäische Staatsbürgerschaft und solche diverser sexueller Orientierung viel zu oft ausgeschlossen. Um ihre Positionen in der Gesellschaft zu verbessern bedarf es einer Veränderung politischer Machtverhältnisse. Solange das aber nicht passiert ist, können diese Menschen in Verfahren vor Gericht mittels der Grund- und Menschenrechte ihren Platz und ihre Teilhabe an dieser Gesellschaft geltend machen.</p>
<p>Aktuell ist die Migrationspolitik der Schauplatz, auf dem um die Zukunft der rechtsstaatlichen Verfasstheit und um die Unteilbarkeit von Grundrechten gekämpft wird. Doch bleiben diese Entwicklungen dort nicht stehen. Der erstarkende Autoritarismus manifestiert sich auch dort, wo die Wissenschaftsfreiheit missachtet, das Streikrecht angegriffen, das Versammlungsrecht eingeschränkt und Anwält:innen in Klimaschutzverfahren als vermeintliche Gegner:innen der Demokratie gebrandmarkt werden.</p>
<p>Als Bürger:innenrechtsorganisationen und juristische Berufsvertretungen setzen wir uns für einen demokratischen und menschenrechtsbasierten Rechtsstaat ein, in dem die Staatsgewalt umfassend an Grundrechte gebunden ist, sowie für eine unabhängige Justiz und eine engagierte Rechtsanwaltschaft. Die Verteidigung der Verfassung und der Menschenrechte ist ein Teil in dem Kampf um Demokratie. Es gilt, nicht länger der Aushöhlung des Rechts das Wort zu reden, sondern den Rechtsstaat in schwierigen Zeiten offensiv zu verteidigen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Humanistische Union (HU)</p>
<p>Komitee für Grundrechte und Demokratie</p>
<p>Neue Richtervereinigung (NRV)</p>
<p>Postmigrantischer Jurist*innenbund</p>
<p>Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV)</p>
<p>Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen (VDJ)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei Presserückfragen wenden Sie sich an: Prof. Dr. Dr. Maximilian Pichl, Ko-Vorsitzender der VDJ, Tel.: 06971163438, E-Mail: <a href="mailto:mail@vdj.de">mail@vdj.de</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/gegen-die-angriffe-auf-den-demokratischen-rechtsstaat/">Gegen die Angriffe auf den demokratischen Rechtsstaat!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2024/04/rasmus-gundorff-saederup-kCDr4iPax7c-unsplash-scaled-e1714481572837.jpg" medium="image"></media:content>
            	</item>
	</channel>
</rss>
