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	<title>Mischa Bechberger Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>Wie fördert man am besten erneuerbare Energien?</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/169-vorgaenge/publikation/wie-foerdert-man-am-besten-erneuerbare-energien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2005 12:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[vorgänge: Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anmerkungen zur Auseinandersetzung zwischen Hermann Scheer und dem Öko-Institut aus: Vorgänge Nr.169 ( Heft 1/2005 ), S-100-103 Ein für Außenstehende kaum nachvollziehbarer Streit wurde Ende Dezember 2004 in der taz ausgetragen: Der auch in seiner Schärfe ungewöhnliche Disput zwischen Hermann Scheer, SPD-Bundestagsabgeordneter und als Eurosolar-Präsident gleichsam der deutsche &#132;Solar-Papst&#148;, und Christoph Timpe vom aus der [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/169-vorgaenge/publikation/wie-foerdert-man-am-besten-erneuerbare-energien/">Wie fördert man am besten erneuerbare Energien?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Anmerkungen zur Auseinandersetzung zwischen Hermann Scheer und dem Öko-Institut</p>
<p>aus: Vorgänge Nr.169 ( Heft 1/2005 ), S-100-103</p>
<p><i>Ein für Außenstehende kaum nachvollziehbarer Streit wurde Ende Dezember 2004 in der taz ausgetragen: Der auch in seiner Schärfe ungewöhnliche Disput zwischen Hermann Scheer, SPD-Bundestagsabgeordneter und als Eurosolar-Präsident gleichsam der deutsche &#132;Solar-Papst&#148;, und Christoph Timpe vom aus der Anti-Atom-Bewegung hervorgegangenen Öko-Institut kreiste um die Frage nach dem besten Fördersystem für erneuerbare Energien (taz vom 10., 13. u. 20. Dezember). Auf der einen Seite standen Einspeisevergütungssysteme wie etwa das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), auf der anderen Seite Quotensystem in Verbindung mit Ökostromzertifikaten.</i></p>
<h5>Zwei unter&shy;schied&shy;liche F&ouml;rder&shy;mo&shy;delle</h5>
<p>Das Ziel der Erhöhung des Anteils regenerativer Energien (REG) am Primärenergieverbrauch und an der Stromproduktion der EU-Mitgliedsstaaten wird meist mit einem Mix aus verschiedenen Förderinstrumenten zu erreichen versucht. Die beiden wichtigsten Instrumente sind hier so genannte Einspeisevergütungsmodelle (EVM) sowie so genannte Quotenmodelle. Einspeisevergütungsmodelle (auch als Fest-preis- oder Mindestpreissystem bezeichnet)verpflichten Energieversorgungsunternehmen nicht nur, den Regenerativ-Strom abzunehmen und in ihr Netz einzuspeisen, sondern auch einen festen Preis dafür zu zahlen, oftmals über einen bestimmten Zeitraum hinweg, in Deutschland beispielsweise 20 Jahre lang. Die konkreten Bestimmungen etwa zu den einzelnen Technologien, zur Vergütungshöhe oder zu Fragen des Netzzugangs sind meist per Gesetz geregelt oder über eine eigene Verordnung.</p>
<p>Bei Quotenmodellen schreibt der Staat eine Menge oder einen fixen Anteil erneuerbarer Energien am nationalen Strommarkt fest. Diese Menge muss eine Gruppe von Akteuren &#150; Produzenten, Zwischenhändler, Netzbetreiber oder Verbraucher &#8211; innerhalb eines bestimmten Zeitraums produzieren, verkaufen oder abnehmen. Um die Einhaltung der Mengenverpflichtung zu kontrollieren, wird der Strom aus regenerativen Quellen zertifiziert. Anhand der Zertifikate muss jeder an einem festgelegten Stichtag nachweisen, dass er seine Verpflichtungen erfüllt hat; die zugehörigen Zertifikate werden dann eingezogen. Wer seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist, muss mit Sanktionen rechnen. Die konkreten Bestimmungen wie die Festlegung von Einzelquoten für verschiedene Technologien oder die Höhe der Strafgebühren sind meist Bestandteil eines eigenen Gesetzes oder einer Verordnung. Quotenmodelle werden in der Regel in Verbindung mit einem Zertifikatshandel eingeführt.</p>
<h5>Scheer vs. &Ouml;ko-In&shy;stitut &ndash; Nationaler Widerhall einer europ&auml;&shy;i&shy;schen Debatte</h5>
<p>Die Auseinandersetzung zwischen Hermann Scheer und dem Öko-Institut, vertreten durch Christoph Timpe, um das vermeintlich beste Fördermodell für erneuerbare Energien im Strommarkt ist für Außenstehende nur verständlich, wenn man weiß, dass auch auf europäischer Ebene bereits seit Jahren ein ähnlicher Kampf ausgetragen wird. Als im Herbst 2001 nach langem Ringen eine Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energien im Strombinnenmarkt der EU in Kraft trat, wurde darin &#150; aufgrund der (damals) noch geringen Erfahrung mit den unterschiedlichen Förderinstrumenten &#8211; bewusst auf die Festlegung eines einheitlichen Fördermodells verzichtet. Da es jedoch zuvor so aussah, als sollte die entsprechende Richtlinie ein europaweites Quotenmodell zur Förderung der Regenerativenergien festschreiben und dies nur durch heftigen Widerstand insbesondere der deutschen und spanischen REG-Verbände verhindert wurde, legte die Richtlinie als eine Art Entgegen-kommen der Quotenbefürworter einen Erfahrungsbericht zur Umsetzung der Förderrichtlinie fest. Darin sollen die nationalstaatlichen Förderinstrumente hinsichtlich ihrer Effektivität und Kosteneffizienz überprüft und gegebenenfalls ein einheitliches europäisches Förderinstrumentarium vorgeschlagen werden. Dieser Bericht muss im Oktober 2005 von der EU-Komission vorgelegt werden und schon seit Monaten versuchen die unterschiedlichen Lager, Einfluss auf das endgültige Meinungsbild der Kommission zu nehmen.</p>
<p>Der konkrete Streit zwischen Scheer und Öko-Institut bezog sich auf das so genannte Renewable Energy Certificate System (RECS)&#150; eine Art europäisches Verrechnungssystem für Grünstromzertifikate &#150;, das das Freiburger Öko-Institut zusammen mit konventionellen Energieunternehmen wie etwa EdF, E.ON oder RWE initiiert hat, die sich für ein europaweites Quotenmodell mit Zertifikatshandel stark machen. Scheer warf dem Öko-Institut vor, nicht nur mit eben jenen Stromkonzernen gemeinsame Sache zu machen, die sich so-wohl mit RECS gegen die bisher etwa in Deutschland oder Spanien sehr erfolgreichen Einspeisevergütungsregelungen positionieren, als auch mit jenen, die wie etwa EdF &#8211; dem weltgrößten Atomstromkonzern &#8211; die europaweite Bewegung für eine Renaissance der Kernkraft anführen. Bezogen auf RECS unter-stellte Scheer dem Öko-Institut zudem, dass dieses sich, da es die deutschen RECSMitglieder vertritt, davon einen &#132;enormen Geschäftsbereich&#148; verspreche. Durch ihre Mitarbeit am RECS-System versetze das Öko-Institut dem deutschen EEG &#132;den Todesstoß&#148; und die Ersetzung des EEG durch einen Zertifikatshandel wäre laut Scheer &#132;der größte denkbare Rückschlag für erneuerbare Energien, weit über Deutschland hinaus.&#148;</p>
<p>Christoph Timpe vom Öko-Institut wies die Kritik von Scheer zurück und unterstellte seinerseits, dass Scheer &#132;an verschiedenen Stellen Unkenntnis in der Sache erkennen [..,] lässt&#148;. Auch er zähle sich &#132;zu den Freunden des EEG&#148; und finde zudem, dass &#132;zu den heutigen Rahmenbedingungen ein Quotenmodell eine schlechte Lösung&#148; sei. Würden aber die Preisunterschiede zwischen Kohle- und Windkraft kleiner, könne ein Quotenmodell besser sein. &#132;Es geht auch darum, wie man das EEG zukunftsfähig macht.&#148; &#132;Es wäre jedoch ein Fehler, sich auf den bisherigen Erfolgen auszuruhen und eine Weiterentwicklung des Fördermodells zu verweigern. Denn es ist erforderlich, die Förderung mit den künftigen Herausforderungen auf europäischer Ebene besser kompatibel zu machen.&#148;</p>
<h5>Energie&shy;po&shy;litik Weitere Bedingungen f&uuml;r eine erfolg&shy;reiche REG-F&ouml;r&shy;de&shy;rung</h5>
<p>Die Diskussion zwischen Scheer und Öko-Institut übersieht dabei aber, dass Erfolg oder Misserfolg bei der Nutzung erneuerbarer Energien keineswegs nur von der Wahl eines bestimmten Förderinstruments abhängen, ebenso wenig wie es eine &#132;natürliche&#148; Überlegenheit eines bestimmten Ansatzes gibt. Zwar ist der Erfolg von Ländern wie Deutschland, Spanien oder auch Dänemark bei der Förderung der Windenergie unbestritten und die installierten Kapazitäten ein eindrucksvoller Beweis für ein solches Förderinstrument: Bis Ende 2004 waren in den drei Ländern zusammen 28.009 MW bzw. rund 82 Prozent der gesamten Windkraftkapazität der EU installiert, wobei jeweils EVM zum Einsatz kamen. Andererseits haben jedoch Länder wie Griechenland oder Frankreich, die ebenfalls ein EVM eingeführt haben, bisher keine vergleichbaren Erfolge bei der Windenergie erzielt.</p>
<p>Damit wird erkennbar, dass eine Reihe weiterer Faktoren die Effektivität des REG-Ausbaus in einem Land beeinflussen. In ihren jüngsten Forschungsarbeiten haben die Autoren diesbezüglich folgende Kriterien identifiziert: Neben dem spezifischen Design des jeweiligen Förderinstruments sind dies die geografischen, politischen, ökonomischen, technischen und kognitiven Rahmenbedingungen..</p>
<p>Bezüglich der Ausgestaltung der Förderinstrumente hat sich etwa bei EVM insbesondere Planungssicherheit als wichtiges Erfolgskriterium gezeigt, die sich bei diesem Förderinstrument sehr einfach durch die Garantie der Stromabnahme über einen bestimmten Zeitraum &#8211; etwa 20 Jahre &#150; in Verbindung mit einem festen Vergütungssatz erreichen lässt. Ein zweites sehr wichtiges Kriterium für die Entwicklung erneuerbarer Energien im Strommarkt besteht darin, dass das Mindestpreissystem eine technologie- spezifische Vergütung vorsieht. Auf diese Weise kann den unterschiedlichen Kostenstrukturen der einzelnen regenerativen Technologien Rechnung getragen und ein breiter Mix aller Ökostrom-Produktionsarten erreicht werden. Mit einem einheitlichen Vergütungssatz würde sich die Entwicklung hingegen im wesentlichen auf die zur Zeit wirtschaftlichsten erneuerbaren Energien stützen.</p>
<p>Bei den Ausgangsbedingungen im jeweiligen nationalen Energiesektor hat beispielsweise die Frage nach der Abhängigkeit von Energieimporten einen deutlichen Einfluss auf die Marktchancen erneuerbarer Energien. So können einheimische regenerative Energieträger die Versorgungssicherheit erhöhen und damit die Abhängigkeit vom Mittleren Osten (Öl) und Russland (Gas) verringern.<br />Auch die politischen Rahmenbedingungen beeinflussen erheblich den Erfolg des Ausbaus der Regenerativenergien. So etwa der Druck durch eine internationale Verpflichtung wie in Form der EU-Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energien, die eine starke Antriebskraft für die Entwicklung des Ökostrommarktes in den alten wie auch insbesondere in den neuen EU-Ländern darstellt, da sie ambitionierte Ziele vorsieht.</p>
<p>Der Erfolg bei der Marktdurchdringung erneuerbarer Energien hängt zudem sehr stark vom öffentlichen Bewusstsein ab. Das kognitive Umfeld für erneuerbare Energien ist insbesondere in Nordeuropa sehr günstig. In Dänemark werden beispielsweise mehr als 3.000 Windkraftanlagen durch Kooperativen betrieben, die im Eigentum von 100.000 bis 150.000 Bürgern sind. Im Gegensatz dazu ist das öffentliche Bewusstsein hinsichtlich erneuerbarer Energien in den neuen EU-Staaten noch nicht so stark ausgeprägt.</p>
<p>Schließlich ist die weitere Ausbreitung erneuerbarer Energien auch von technischen Rahmenbedingungen abhängig. So stellt etwa der Zustand der Stromnetze noch in zahlreichen EU-Ländern ein großes Hindernis dar. In Frankreich beispielsweise sind die Netze nicht auf die dezentrale Stromabnahme ausgerichtet. In Schweden wird die Windkraft durch die Tatsache behindert, dass die lokalen Netze noch verstärkt werden müssen, bevor sie größere Mengen an Windstrom aufnehmen können. Dies trifft auch für Spanien, Portugal, Griechenland und Großbritannien zu.</p>
<p>Die Frage, wie es mit der Entwicklung erneuerbarer Energien in der EU weitergeht, ist somit von einer ganzen Reihe von Faktoren abhängig, wobei die sachgerechte Ausgestaltung des jeweiligen Förderinstruments sicherlich&#8220;eine sehr prominente Rolle spielt. Deutlichen Einfluss auf das zukünftige Schicksal der Regenerativenergien werden dabei sicherlich auch die Empfehlungen im oben erwähnten Erfahrungsbericht zur Effizienz und Effektivität der nationalen Fördermodelle haben, den die EU-Kommission im Oktober 2005 vorlegen wird. Jedoch wird darin unseres Erachtens kaum ein europaweit einheitliches Fördermodell festgelegt werden, da vor allem die Regulierungstraditionen der EU-Mitglieder sowie die Erfolge mit dem Einsatz von REG Förderinstrumenten noch zu unterschiedlich sind. Diese Einschätzung wird im übrigen auch durch entsprechende aktuelle Äußerungen des neuen EU-Energie-Kommissars Piebalgs bestätigt, der die zukünftige Aufgabe der EU vielmehr in einer besseren Koordination der nationalen REG-Fördersysteme sieht.</p>
<p><b>Literatur</b></p>
<p>Bechberger, MischalReiche, Danyel 2004: The<br />spread of renewable energy feed-in tariffs (refits) in the EU-25, paper presented at the Berlin Conference 2004 &#132;Greening of Policies Interlinkages and Policy Integration&#148;, Berlin 3-4 Dezember 2004<br />European Commission &#150; Directorate-General for Energy and Transport 2005: European Energy Priorities &#150; An outline of the European Commission&#8217;s plans for 2005, Brussels<br />Scheer, Hermann 2004: Kommerzieller Kurzschluss; in: die tageszeitung, 13. Dezember, 5.11<br />Timpe, Christof 2004: Kein kommerzieller Kurzschluss; in: die tageszeitung, 20. Dezember, 5.11<br />Urbach, Matthias 2004: Scharfe Angriffe auf das Öko-Institut, in: die tageszeitung, 10. Dezember, S. 9</p>
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		<title>Eine Nord-Süd-Allianz für erneuerbare Energien?</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/166-vorgaenge/publikation/eine-nord-sued-allianz-fuer-erneuerbare-energien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jun 2004 20:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[vorgänge: Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Strategien f&#252;r eine nachhaltige Energieversorgung in Entwicklungsl&#228;ndern aus: Vorg&#228;nge Nr. 166 ( Heft 2/2004 ), S.14-23 F&#252;r die L&#228;nder des S&#252;dens er&#246;ffnen sich durch die Nutzung von erneuerbaren Energien, also von Solar- und Windenergie, Biomasse, (kleiner) Wasserkraft und Erdw&#228;rme, neue Entwicklungsm&#246;glichkeiten &#8212; so lautet die Ausgangshypothese dieses Beitrags. Ohne erneuerbare Energien, so die weitere Zuspitzung [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/166-vorgaenge/publikation/eine-nord-sued-allianz-fuer-erneuerbare-energien/">Eine Nord-Süd-Allianz für erneuerbare Energien?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Strategien f&uuml;r eine nachhaltige Energieversorgung in Entwicklungsl&auml;ndern</p>
<p>aus: Vorg&auml;nge Nr. 166 ( Heft 2/2004 ), S.14-23</p>
<p>F&uuml;r die L&auml;nder des S&uuml;dens er&ouml;ffnen sich durch die Nutzung von erneuerbaren Energien, also von Solar- und Windenergie, Biomasse, (kleiner) Wasserkraft und Erdw&auml;rme, neue Entwicklungsm&ouml;glichkeiten &mdash; so lautet die Ausgangshypothese dieses Beitrags. Ohne erneuerbare Energien, so die weitere Zuspitzung dieser Annahme, ist eine nachhaltige Entwicklung der L&auml;nder des S&uuml;dens nicht m&ouml;glich; ihre verst&auml;rkte Nutzung ist f&uuml;r die zuk&uuml;nftige soziale, &ouml;konomische und &ouml;kologische Situation dieser Nationen von entscheidender Bedeutung. Um diese These zu st&uuml;tzen, werden eingangs die Vorteile von erneuerbaren Energien f&uuml;r Entwicklungsl&auml;nder beschrieben. Anschlie&szlig;end soll analysiert werden, welche Hemmnisse einer st&auml;rkeren Anwendung regenerativer Erzeugungstechnologien in L&auml;ndern des S&uuml;dens bislang entgegen stehen und wie diese Restriktionen &uuml;berwunden werden k&ouml;nnen. Schlie&szlig;lich wird deutlich gemacht, dass erneuerbare Energien kein Thema eines Nord-S&uuml;d Konflikts sind, sondern ihre verst&auml;rkte Nutzung auch im Interesse der Industriel&auml;nder liegen kann.</p>
<h5>Nutzung erneu&shy;er&shy;barer Energien im Nord-S&uuml;d-&shy;Ver&shy;gleich</h5>
<p>Nach Angaben der Internationalen Energieagentur hatten erneuerbare Energien im Jahr 2001 einen Anteil von 13,5 Prozent am gesamten Weltenergieverbrauch. Dabei dominierte die Nutzung von Biomasse (10,8 Prozent), gefolgt von der Wasserkraft (2,2 Prozent). Der Anteil der anderen erneuerbaren Energien am Weltenergieverbrauch, also von Wind- und Solarenergie sowie Erdw&auml;rme, lag gerade einmal bei 0,5 Prozent. Bei diesen so genannten neuen erneuerbaren Energien sticht zudem ins Auge, dass sie vor-wiegend in L&auml;ndern des Nordens genutzt werden; so verf&uuml;gt Europa &uuml;ber 74,39 Prozent der weltweit installierten Windenergieleistung.</p>
<p>Die entstehenden Massenm&auml;rkte speziell f&uuml;r Wind- und Solarenergie im Norden und die damit verbundenen Quantenspr&uuml;nge in Bezug auf technische Effizienz und Kosten k&ouml;nnen die Grundlage f&uuml;r die Diffusion dieser Technologien in den S&uuml;den schaffen. Die Entwicklungsl&auml;nder st&uuml;tzen sich bislang vorwiegend auf alte erneuerbare Energien, also traditionelle Biomasse und Gro&szlig;-Wasserkraft. Nur 13 Prozent des weltweiten Biomasse-Verbrauchs findet in der OECD statt, w&auml;hrend in den nicht der OECD angeh&ouml;renden L&auml;ndern drei Viertel der weltweiten Nutzung erneuerbarer Energien erfolgt. In der OECD liegt der Anteil erneuerbarer Energien bei 5,7 Prozent, in den nicht der OECD angeh&ouml;renden L&auml;ndern betr&auml;gt der Anteil 22,3 Prozent (IEA 2003: 3ff.).</p>
<h5>Vorteile von erneu&shy;er&shy;baren Energien f&uuml;r Entwick&shy;lungs&shy;l&auml;nder</h5>
<p>Um die Vorteile zu erkennen, die sich aus einem st&auml;rkeren Ausbau erneuerbarer Energien in Entwicklungsl&auml;ndern ergeben, muss man sich zuerst die Nachteile vergegenw&auml;rtigen, die aus der derzeitigen Struktur der Energieversorgung in diesen L&auml;ndern resultieren. Diese Nachteile entstehen zum einen aus einem hohen Anteil von (traditioneller) Biomasse, zum anderen aus einer dominanten Position fossiler Energien im kommerziellen Energiesektor.</p>
<p>In vielen Entwicklungsl&auml;ndern wird Biomasse heute in Formen genutzt, die weder &bdquo;erneuerbar&rdquo; noch &bdquo;nachhaltig&rdquo; sind. Besonders in den ariden und semiariden Regionen dieser Erde, wie zum Beispiel in der Sahel-Zone, f&uuml;hrt der starke und steigende Bedarf an Brennholz beziehungsweise Holzkohle zu einer fortschreitenden Zerst&ouml;rung von W&auml;ldern und anderen &Ouml;kosystemen.</p>
<p>Daneben stellt die Verwendung von Biomasse zum Kochen oder Heizen auch eine Gesundheitsgefahr dar: Eine Milliarde Menschen, die meisten von ihnen Frauen und Kinder, werden durch die Nutzung traditioneller Biomasse regelm&auml;&szlig;ig innerhalb ihrer Wohnung einer Luftverschmutzung ausgesetzt, die bis zu hundertmal h&ouml;her ist als die entsprechenden Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) (G8 Renewable Energy Task Force 2001: 20).</p>
<p>Die Einf&uuml;hrung und Verbreitung verbesserter Herde bietet eine L&ouml;sungsm&ouml;glichkeit f&uuml;r diese Probleme: Die neuen Herde verbrauchen weniger Biomasse und haben einen geringeren Schadstoffaussto&szlig; vorzuweisen. Noch besser geeignet sind erneuerbare Energien, die W&auml;rme f&uuml;r Koch- und Heizzwecke produzieren k&ouml;nnen, wie zum Beispiel Biogasanlagen oder Solarkocher. Die Einf&uuml;hrung dieser Technologien leistet somit einen Beitrag zum Schutz nat&uuml;rlicher Ressourcen und zur Verbesserung der Lebensqualit&auml;t und der Gesundheit ihrer Nutzer.</p>
<p>Ein anderes Problem, welches durch erneuerbare Energien gel&ouml;st werden kann, ist die unzureichende Stromversorgung in vielen Entwicklungsl&auml;ndern. Durch die hohen Kosten f&uuml;r den Ausbau des Stromnetzes haben viele l&auml;ndliche und periphere Regionen so gut wie keine Chance, in absehbarer Zeit elektrifiziert zu werden.</p>
<p>Erneuerbare Energien wie kleine Solaranlagen (Solar Home Systems), Kleinwasserkraftwerke oder kleine Windkraftanlagen k&ouml;nnen zur dezentralen Stromversorgung ein-gesetzt werden. Sie stellen damit eine sichere, umweltfreundliche und oft auch kosten-g&uuml;nstigere Option f&uuml;r den Aufbau einer modernen Energieinfrastruktur in l&auml;ndlichen Regionen dar. Mit ihrer Hilfe wird die wirtschaftliche Entwicklung dieser Regionen gef&ouml;rdert, und die Abwanderung vom Land in die St&auml;dte abgeschw&auml;cht.</p>
<p>In vielen St&auml;dten in Entwicklungsl&auml;ndern wiederum f&uuml;hrt der hohe Verbrauch an fossilen Energietr&auml;gern zu einer starken Luftverschmutzung, verbunden mit den entsprechenden Gesundheitsrisiken f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung. Die Luftqualit&auml;t in den lateinamerikanischen und asiatischen Megast&auml;dten nimmt schon jetzt bedrohliche Ausma&szlig;e an. Neben der Luftverschmutzung durch Schwefeldioxid, Staub, Kohlenmonoxid und Stickstoffoxide f&uuml;hrt der Verbrauch fossiler Energien auch zu Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid.</p>
<p>Erneuerbare Energien haben in diesem Bereich den Vorteil, dass sie zum Gro&szlig;teil emissionsneutral funktionieren. Der Betrieb von&nbsp;Solar- und Windkraftanlagen verursacht keine Luftverschmutzung oder Treibhausgasemissionen. Diese Technologien leisten somit einen Beitrag zum Schutz von Umwelt und Gesundheit.</p>
<p>Nicht zuletzt hat der Verbrauch von fossilen Energietr&auml;gern auch negative makro&ouml;konomische Effekte. Die meisten L&auml;nder des &bdquo;S&uuml;dens&rdquo; sind in hohem Ma&szlig;e von Energieimporten abh&auml;ngig. Die Entwicklungsl&auml;nder importieren zum Beispiel fast 40 Prozent des weltweit gehandelten Erd&ouml;ls (Wieczorek-Zeul 2001: 13.). Durch die Verschlechterung der terms of trade in vielen L&auml;ndern der Dritten Welt verschlingt der Energieimport immer gr&ouml;&szlig;ere Teile des Volkseinkommens; die Leistungsbilanzen verschlechtern sich zunehmend, oft mit der Folge einer weiter anwachsenden Auslandsverschuldung. Und schlie&szlig;lich sind die Reserven der fossilen Energien endlich, was in Zukunft zu Verknappungserscheinungen und weiter ansteigenden Preisen f&uuml;hren wird.</p>
<p>Mit Hilfe von erneuerbaren Energien k&ouml;nnen Entwicklungsl&auml;nder sich aus der Abh&auml;ngigkeit von Energieimporten l&ouml;sen und ihre Energieversorgung auf eine sichere, stabile und nachhaltige Grundlage stellen. Neben den &ouml;kologischen und sozialen Vorteilen haben erneuerbare Energien somit auch wirtschaftliche Vorteile f&uuml;r Entwicklungsl&auml;nder. Woran liegt es nun, dass viele L&auml;nder des &bdquo;S&uuml;dens&rdquo; erneuerbare Energien bei ihrer Energieversorgung bisher dennoch nicht oder nur wenig ber&uuml;cksichtigen?</p>
<h5>Restrik&shy;ti&shy;onen f&uuml;r erneuerbare Energien in Entwick&shy;lungs&shy;l&auml;n&shy;dern</h5>
<p>Ein zentrales Hindernis f&uuml;r den Einsatz von Photovoltaik-Anlagen und andere erneuerbare Energien in Entwicklungsl&auml;ndern sind die hohen Investitionskosten, die bei der Anschaffung einer solchen Anlage anfallen. In Kenia beispielsweise kostet ein kleines Solar Home System (SHS) mit 12 Watt Leistung rund 150 US-Dollar &ndash; gegen&uuml;ber einem durchschnittlichen j&auml;hrlichen Pro-Kopf-Einkommen von 360 US-Dollar, das in l&auml;ndlichen Regionen noch niedriger ist. Kreditprogramme f&uuml;r SHS gab es bis vor kurzem in Kenia nicht. Das erkl&auml;rt, weshalb es immer noch haupts&auml;chlich die wohlhabenden Haushalte sind, die sich ein SHS anschaffen (Hankins 2000: 92).</p>
<p>Ein anderes Problem, das die Verbreitung von SHS in Kenia (und in vielen anderen Entwicklungsl&auml;ndern) behindert, ist ihre oft unbefriedigende Qualit&auml;t. Hinzu kommt,dass sie in der Regel unzureichend gewartet werden &ndash; auch aufgrund eines Mangels an qualifizierten Technikern in den l&auml;ndlichen Gebieten. Das hat zur Folge, dass an die 40 Prozent der SHS in Kenia momentan nicht oder nur teilweise funktionieren. Nachteilig f&uuml;r die Diffusion von SHS in Kenia ist auch das so genannte false labelling: SHS werden mit Aufklebern versehen, auf denen eine h&ouml;here als die tats&auml;chliche Leistung vermerkt ist (Otieno 2003: 40). Der Kauf solcher Systeme untergr&auml;bt das Vertrauen der Verbraucher in erneuerbare Energietechnologien und kann mittelfristig einen Markt zerst&ouml;ren. Um dem entgegenzuwirken, k&ouml;nnten zum Beispiel Qualit&auml;tsstandards eingef&uuml;hrt, Qualit&auml;tskontrollen intensiviert und die Verbraucher mit Hilfe von Informationskampagnen aufgekl&auml;rt werden.</p>
<p>Auf der anderen Seite sind es auch h&auml;ufig die politischen Rahmenbedingungen in Entwicklungsl&auml;ndern, die eine Verbreitung erneuerbarer Energien behindern. Die politische und wirtschaftliche Instabilit&auml;t in vielen L&auml;ndern erschwert private Investitionen in Projekte im Bereich erneuerbare Energien. Die Lizenzvergabe f&uuml;r die Produktion von Strom ist sehr h&auml;ufig mit Unmengen an B&uuml;rokratie verbunden und damit kosten- und zeitintensiv. Unklare oder nicht vorhandene politische Rahmenbedingungen f&uuml;r erneuerbare Energien (zum Beispiel hinsichtlich der Einspeisung von Strom und des Verkaufs an die Netzbetreiber) verhindern Planungs- und Investitionssicherheit.</p>
<p>Hinzu kommt, dass erneuerbare Energien in den Energiepolitiken der meisten Entwicklungsl&auml;nder eine relativ geringe Rolle spielen. Die Energiesysteme von Entwicklungsl&auml;ndern sind &uuml;berdurchschnittlich stark auf Erd&ouml;l ausgerichtet; andere m&ouml;gliche Energietr&auml;ger werden nur wenig ber&uuml;cksichtigt. Das liegt zum Teil auch an einflussreichen Lobbys im Bereich der fossilen Energien, w&auml;hrend der Einfluss von Protagonisten erneuerbarer Energien sich zumeist noch in Grenzen h&auml;lt. Das wiederum hat zur Folge, dass fossile Energietr&auml;ger in vielen Entwicklungsl&auml;ndern stark von der Regierung subventioniert werden und demzufolge eine st&auml;rkere Wettbewerbsposition als erneuerbare Energien einnehmen.</p>
<p>Zu den Entwicklungsl&auml;ndern mit den h&ouml;chsten Subventionen f&uuml;r fossile Energien z&auml;hlen Algerien, Indonesien, Nigeria, Iran und Venezuela &ndash; also L&auml;nder, die in hohem Ma&szlig;e von der Produktion und dem Export fossiler Energien abh&auml;ngig sind. Der Iran beispielsweise erzielt 80 Prozent seiner Deviseneinnahmen durch den Verkauf von Erd&ouml;l und Erdgas. Die Kosten f&uuml;r Energie liegen hier mehr als 80 Prozent unter dem weltweiten Durchschnitt. Damit sind Strom, &Ouml;l und Gas im Iran so billig wie fast nirgendwo sonst und werden deshalb von Industrie und Bev&ouml;lkerung in gro&szlig;en Mengen konsumiert. Die wirtschaftlichen Kosten, die aus dieser Verschwendung von Ressourcen resultieren, belaufen sich auf ungef&auml;hr 2,2 Prozent des Bruttosozialprodukts. Die Streichung der Subventionen w&uuml;rde den Energieverbrauch um sch&auml;tzungsweise 47,5 Prozent reduzieren und die Kohlendioxid-Emissionen Trans um die H&auml;lfte verringern (IEA 1999: 162).</p>
<p>Zudem w&uuml;rden erneuerbare Energien sich besser gegen fossile Energien durchsetzen k&ouml;nnen. Momentan haben erneuerbare Energien, einschlie&szlig;lich Wasserkraft, einen An-teil von unter 0,04 Prozent am iranischen Energieverbrauch. In der politischen Diskussion im Iran spielen erneuerbare Energien so gut wie keine Rolle. Im Gegenteil: Es gibt eine starke Lobby gegen den Abbau der Subventionen und f&uuml;r fossile Energien. Ein Grund hierf&uuml;r sind auch die starken Verflechtungen zwischen Politik und Erd&ouml;l- beziehungsweise Erdgaswirtschaft. Somit gibt es auf politischer Ebene wenige Anreize f&uuml;r eine Umorientierung in Richtung erneuerbarer Energien.</p>
<h5>Erfolgs&shy;be&shy;din&shy;gungen f&uuml;r erneuerbare Energien in Entwick&shy;lungs&shy;l&auml;n&shy;dern</h5>
<p>Mit Ausnahme von nat&uuml;rlichen, unver&auml;nderlichen Faktoren wie zum Beispiel dem Vorhandensein geothermischer Ressourcen, k&ouml;nnen Erfolgsbedingungen in der Regel durch geeignete politische Ma&szlig;nahmen oder im Zuge sozialer Lernprozesse hergestellt und verbessert werden. Hier sollen exemplarisch zwei wichtige Erfolgsbedingungen f&uuml;r die Verbreitung erneuerbarer Energien in Entwicklungsl&auml;ndern vorgestellt werden, zusammen mit den Ma&szlig;nahmen, die zu ihrer Entstehung gef&uuml;hrt haben.</p>
<p>Der bereits geschilderte Kapitalmangel in den Entwicklungsl&auml;ndern stellt ein wesentliches Hemmnis f&uuml;r den Ausbau erneuerbarer Energien dar. Die Schaffung einer sicheren finanziellen Grundlage sollte somit ein wesentlicher Bestandteil jeder Strategie zur F&ouml;rderung erneuerbarer Energien sein. In Marokko wird die Verbreitung erneuerbarer Energien mit finanzieller Unterst&uuml;tzung externer Akteure vorangetrieben. Im Bereich der Windkraft wurden im Laufe der 1990er Jahre mit finanzieller und technischer Unterst&uuml;tzung der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Technische Zusammenarbeit (GTZ) eine Reihe von Studien durchgef&uuml;hrt, die das Windkraftpotenzial Marokkos ermittelten. Ende 2000 entstand ein Demonstrationswindpark mit 3,5 MW Leistung, f&uuml;r den die Kreditanstalt f&uuml;r Wiederaufbau (KfW) einen zinsg&uuml;nstigen Kredit zur Verf&uuml;gung stellte. Gleichzeitig wurde mit einem Kredit der Europ&auml;ischen Investitionsbank (EIB) und dem Kapital eines franz&ouml;sischen Konsortiums mit Beteiligung der Electricite de France (EdF) ein Windpark &uuml;ber 50 MW errichtet. Ein weiterer Windpark mit 60 MW Leistung, bei dem die KfW sich erneut an der Finanzierung beteiligen wird, ist bereits in Planung (Wiekert 2003).</p>
<p>Auch die Verbreitung von Solaranlagen wird in Marokko von externen Akteuren finanziert. Die International Finance Corporation (IFC) beispielsweise stellt im Rahmen ihrer Photovoltaic Market Transformation Initiative (PVMTI) marokkanischen Unter-nehmen und Organisationen insgesamt 5 Millionen US-Dollar f&uuml;r die Finanzierung photovoltaischer Anlagen zur Verf&uuml;gung. Bis jetzt sind bereits 1,7 Millionen US-Dollar an zwei Projekte gegangen, in deren Rahmen (Klein-)Kredite f&uuml;r die Anschaffung von PV-Systemen vergeben werden (PVMTI Webseite).</p>
<p>Zum anderen versucht die marokkanische Regierung, ausl&auml;ndische Unternehmen in ihr l&auml;ndliches Elektrifizierungsprogramm einzubinden. Momentan werden im Rahmen von internationalen Ausschreibungen Auftr&auml;ge f&uuml;r die Elektrifizierung einzelner l&auml;ndlicher Regionen mit Hilfe von Solar Home Systems vergeben. Auch die l&auml;ndliche Elektrifizierung Marokkos wird von der KfW finanziell unterst&uuml;tzt. Ein anderes Projekt im Bereich der Solarenergie ist das geplante solarthermische Kraftwerk in Afn Beni Mathar(200 MW), welches mit Hilfe eines Kredits der Global Environmental Facility (GEF) finanziert werden soll.</p>
<p>Viele dieser Projekte w&auml;ren ohne die finanzielle Unterst&uuml;tzung ausl&auml;ndischer Geber nicht m&ouml;glich gewesen. Seit den 1990er Jahren werden von Seiten bilateraler und multilateraler Akteure zunehmend Mittel f&uuml;r erneuerbare Energien bereit gestellt. Gerade die internationalen Entwicklungsbanken konzentrieren ihre F&ouml;rderung allerdings weiterhin noch auf konventionelle Energieprojekte. Zum Beispiel haben erneuerbare Energien momentan einen Anteil von lediglich 6 Prozent am Energieportfolio der Weltbank (EIR Webseite).</p>
<p>Neben der finanziellen Seite mangelt es in Entwicklungsl&auml;ndern oft an politischer Unterst&uuml;tzung f&uuml;r erneuerbare Energien. Neben der Aufkl&auml;rung politischer Entscheidungstr&auml;ger &uuml;ber die Vorteile erneuerbarer Energien ist es deshalb wichtig, institutionelle Strukturen aufzubauen, welche die F&ouml;rderung erneuerbarer Energien weiter vor-antreiben. Ein gutes Beispiel f&uuml;r eine gelungene Institutionalisierung erneuerbarer Energien ist Indien. Bereits 1981, als Konsequenz aus den &Ouml;lkrisen der 1970er Jahre, wurde im Ministerium f&uuml;r Wissenschaft und Technologie eine Commission for Additional Sources of Energy (CASE) eingerichtet. Ein Jahr sp&auml;ter wurde im Energieministerium ein Department of Non-Conventional Energy Sources (DNES) gegr&uuml;ndet. Seit 1992 gibt es sogar ein eigenes Ministry for None-Conventional Energy Sources (MNES) &mdash; weltweit das einzige Ministerium, welches sich ausschlie&szlig;lich mit erneuerbaren Energien besch&auml;ftigt.</p>
<p>Das MNES hat in der Vergangenheit eine Reihe wichtiger politischer Ma&szlig;nahmen zur F&ouml;rderung erneuerbarer Energien initiiert, unter anderem die beschleunigte Abschreibung beziehungsweise Steuerbefreiung f&uuml;r Projekte im Bereich erneuerbarer Energien, sowie verschiedene Subventionen f&uuml;r die Installation von erneuerbaren Energietechnologien. Gleichzeitig wurde ein rechtlicher Rahmen geschaffen, der die Produktion, Einspeisung, &Uuml;bertragung und den Verkauf von Strom aus erneuerbaren Energien regelt. Bei diesen Aktivit&auml;ten erh&auml;lt das MNES Unterst&uuml;tzung von insgesamt neun regionalen B&uuml;ros und drei eigenen Forschungseinrichtungen: dem Solar Energy Centre (SEC), dem Centre for Wind Energy Technology (C-WET) und dem National Institute of Renewable Energy (NIRE). Die 1987 gegr&uuml;ndete India Renewable Energy Development Agency (IREDA) f&ouml;rdert die Verbreitung erneuerbarer Energien durch zinsg&uuml;nstige Kredite (MNES 2003).</p>
<p>Diese starke institutionelle Verankerung erneuerbarer Energien hat mit dazu beige-tragen, dass die Bedeutung von Wind, Sonne und Wasser f&uuml;r die Energieversorgung Indiens in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist. Indien ist unter den Entwicklungsl&auml;ndern mit der gr&ouml;&szlig;ten Windkraftindustrie (Produktionskapazit&auml;t von &uuml;ber 500 MW pro Jahr) und rund 2.100 MW an installierter Windkraftleistung ein Pionier. Auch bei der Nutzung von Biomasse, Biogas (3 Millionen Biogasanlagen), Solarkochern (500.000 Einheiten), Kleinwasserkraft (&uuml;ber 1.400 MW) sowie solarthermischen und photovoltaischen Anlagen (450.000 Solar Home Systems) geh&ouml;rt Indien zu den f&uuml;hrenden L&auml;ndern. Mit dem existierenden institutionellen Netzwerk und der relativ sicheren<br />politischen Unterst&uuml;tzung gibt es auch f&uuml;r die kommenden Jahre eine gute Grundlage f&uuml;r den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien in Indien &ndash; auch in Form von neuen Technologien wie zum Beispiel solarthermischen Kraftwerken.</p>
<p>Sowohl externe als auch interne Akteure spielen demnach eine Rolle bei der Verbreitung erneuerbarer Energien in der Dritten Welt. Interne Akteure &ndash; Regierungsvertreter, Nichtregierungsorganisationen und Privatwirtschaft &ndash; sind die zentralen Akteure bei der Umstellung nationaler Energiesysteme auf erneuerbare Energien. Gerade Entwicklungsl&auml;nder sind aber h&auml;ufig auf die Unterst&uuml;tzung externer Akteure angewiesen. Externe Akteure, meist in Form von bilateralen oder multilateralen Gebern, k&ouml;nnen die Finanzierung von Projekten im Bereich erneuerbarer Energien &uuml;bernehmen oder Technologietransfer und Beratung leisten. Welche Interessen aber haben diese externen Akteure an der Verbreitung erneuerbarer Energien im S&uuml;den neben hehren Motiven wie Umweltschutz und Armutsbek&auml;mpfung?</p>
<h5>Interessen der Indus&shy;tri&shy;e&shy;l&auml;nder an der Diffusion Erneu&shy;er&shy;barer Energien in Entwick&shy;lungs&shy;l&auml;n&shy;dern</h5>
<p>Zun&auml;chst sind hier die Klimaschutzverpflichtungen der Industriel&auml;nder zu nennen, die diese im Rahmen des Kyoto-Protokolls eingegangen sind. Demnach muss etwa die EU ihre Treibhausgasemissionen gegen&uuml;ber 1990 bis 2008/2012 um 8 Prozent senken. Neben Reduktionsma&szlig;nahmen innerhalb der einzelnen Staaten besteht durch die so genannten Kyoto-Mechanismen (Clean Development Mechanism (CDM), Joint Implementation, Emission-Trading) die M&ouml;glichkeit f&uuml;r (Investoren aus den) Industriel&auml;nder(n), durch Finanzierung von Klimaschutzma&szlig;nahmen in Entwicklungsl&auml;ndern einen Teil ihrer eigenen Verpflichtungen zur Emissionsreduzierung m&ouml;glichst kosteng&uuml;nstig zu realisieren. Die Funktionsweise des CDM ist noch nicht ausgereift; im Vertrauen auf eine kommende Regelung agieren insbesondere die Niederlande bei der Finanzierung von Klimaschutzma&szlig;nahmen in der Dritten Welt aber bereits als Vorreiter. Anfang 2002 hat die niederl&auml;ndische Regierung der Weltbank 40 Millionen US-Dollar bereit gestellt. Mit diesem Geld sollen verschiedene Projekte im Bereich &bdquo;saubere Energie&rdquo; in Entwicklungsl&auml;ndern gef&ouml;rdert werden. Im Gegenzug erhalten die Niederlande einen Kredit &uuml;ber zehn Megatonnen Kohlendioxid, den sie sich auf ihre inl&auml;ndische Reduktionsverpflichtung von 250 Megatonnen anrechnen lassen k&ouml;nnen (Reiche 2002: 101).</p>
<p>Das eindeutige Hauptinteresse der Industriel&auml;nder an einer verst&auml;rkten Nutzung erneuerbarer Energien in Entwicklungsl&auml;ndern ist jedoch der Export entsprechender Erneuerbarer-Energie-Technologie (EET). Gerade die deutsche EET-Industrie konzentriert sich noch relativ stark auf den nationalen Markt. Obwohl Deutschland mit 14.645 MW installierter Windkraftleistung Ende 2003 weltweit an erster Stelle rangiert, lag der Exportanteil der deutschen Windbranche 2002 erst bei rund 16 Prozent. Im Gegensatz dazu erreichte etwa D&auml;nemark, das bereits fr&uuml;hzeitig auf eine Exportf&ouml;rderung im Bereich der Windenergie setzte, eine Exportquote von rund 80 Prozent im selben Jahr (Dewi 2003: 23f.).</p>
<p>Angesichts der Wachstumsperspektiven der globalen M&auml;rkte f&uuml;r regenerative Technologien birgt die Erschlie&szlig;ung von Auslandsm&auml;rkten gerade auch in Entwicklungsl&auml;ndern f&uuml;r die Zukunftsf&auml;higkeit der nationalen Erneuerbare-Energie-Branchen in Industriel&auml;ndern jedoch enorme Potenziale. Im Falle Deutschlands ist eine Steigerung des Exportanteils insbesondere im Bereich der Windenergie zudem unerl&auml;sslich, sind die Wachstumspotenziale auf dem Inlandsmarkt geographisch und wirtschaftlich doch begrenzt und besteht au&szlig;erdem eine starke Abh&auml;ngigkeit von der Binnenkonjunktur (Deutscher Bundestag 2003: 2).</p>
<p>Laut einem Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltver&auml;nderungen (WBGU) haben heute rund 1,6 Mrd. Menschen auf der Welt nach wie vor keinen Zugang zu Strom. 99 Prozent dieser Menschen leben in Entwicklungsl&auml;ndern. Gleichzeitig wird sich das Wachstum des Energieverbrauchs in den n&auml;chsten Jahren vor allem auf den S&uuml;den konzentrieren (WBGU 2003: 24 f.). In Zukunft werden sich die Entwicklungsl&auml;nder somit zu wichtigen Absatzm&auml;rkten f&uuml;r EET aus Industriel&auml;ndern entwickeln.</p>
<h5>Res&uuml;mee und Ausblick</h5>
<p>Sowohl in Industrie- als auch Entwicklungsl&auml;ndern besteht &ndash; wie dargestellt &ndash; Interesse am Ausbau erneuerbarer Energien. Insofern kann hier nicht von einem &bdquo;Nord-S&uuml;d-Konflikt&rdquo; gesprochen werden. Die eigentliche Trennlinie verl&auml;uft nicht zwischen &bdquo;Nord&rdquo; und &bdquo;S&uuml;d&rdquo;, sondern zwischen den Protagonisten erneuerbarer und den Lobbys fossiler Energien, deren Einfluss sowohl in den Industrie- als auch in den Entwicklungsl&auml;ndern immer noch stark ist.</p>
<p>In den Industriel&auml;ndern hat das Entstehen eines &ouml;kologischen Bewusstseins in breiten Teilen der Bev&ouml;lkerung sehr viel zur Verbreitung erneuerbarer Energien bei-getragen. Erfahrungen in Entwicklungsl&auml;ndern dagegen zeigen, dass Umweltaspekte in der Regel eine geringere Rolle bei Kaufentscheidungen f&uuml;r EET spielen. Andere Faktoren wie die fehlende Angebundenheit an ein Stromnetz, die Ersparnis von Brennstoffkosten sowie der geringe Wartungsaufwand z.B. von Solarmodulen sind hier eher ausschlaggebend f&uuml;r die Beschaffung einer regenerativen Technologie und werden von zivilgesellschaftlichen Akteuren ins Zentrum ihrer Argumentation ger&uuml;ckt.</p>
<p>F&uuml;r die weitere Verbreitung ist ein st&auml;rkeres Engagement der Regierungen von Entwicklungsl&auml;ndern erforderlich, die oftmals die Vorteile, die erneuerbare Energien f&uuml;r die Entwicklung ihrer L&auml;nder bieten, noch nicht erkannt haben. Hier ist noch weitere &Uuml;berzeugungsarbeit sowohl seitens zivilgesellschaftlicher Organisationen als auch von internationalen Gebern erforderlich. Zu den prim&auml;ren Aufgaben der Regierungen von Entwicklungsl&auml;ndern geh&ouml;ren die Schaffung geeigneter politischer Rahmenbedingungen zur F&ouml;rderung erneuerbarer Energien wie ein System verl&auml;sslicher Einspeisetarife im Strommarkt oder Mikro-Kredite etwa f&uuml;r Solar Home Systems und der Abbau von Subventionen wie Steuerverg&uuml;nstigungen f&uuml;r fossile Energien.</p>
<p>Die Regierungen der Industriel&auml;nder m&uuml;ssen ihre Entwicklungszusammenarbeit st&auml;rker auf die Nutzung erneuerbarer Energien ausrichten. Die deutsche Bundesregierung nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein und unterst&uuml;tzt den Ausbau erneuerbarer Energien in den Entwicklungsl&auml;ndern mit j&auml;hrlich 100 Millionen Euro. Ein Signal zur weiteren Diffusion von erneuerbaren Energien nicht zuletzt in Entwicklungsl&auml;ndern k&ouml;nnte auch von der internationalen Konferenz f&uuml;r Erneuerbare Energien (renewables2004) ausgehen, zu der die Bundesregierung im Juni 2004 nach Bonn eingeladen hatte und an der die Mehrzahl aller Staaten teilnahm.</p>
<p>Auch multilaterale Geber und Entwicklungsbanken m&uuml;ssen ihre Energieportfolios st&auml;rker auf erneuerbare Energien ausrichten. Eine von der Weltbank eingesetzte Kommission hat im Januar 2004 Weltbank-Pr&auml;sident Wolfensohn einen Bericht &uuml;bergeben, in der sie die Beendigung der &Ouml;l- und Kohlef&ouml;rderung bis 2008 ebenso wie die prim&auml;re Ausrichtung auf erneuerbare Energien fordert. Zugleich sollten der Stellungnahme der Kommission zufolge Projekte nur noch nach Zustimmung lokaler und indigener Gemeinschaften weiter verfolgt werden &mdash; eine Forderung, die nicht zuletzt wegen umstrittener Umsiedlungsma&szlig;nahmen infolge von Staudammprojekten erhoben wird (EIR Webseite).</p>
<p>Multinationale Unternehmen wie Shell erkennen zunehmend die neuen Absatzm&auml;rkte, die sich auf dem Gebiet erneuerbarer Energien in Entwicklungsl&auml;ndern bieten. So kann die Elektrifizierung des &bdquo;stromlosen&rdquo; Drittels der Weltbev&ouml;lkerung etwa durch Solar Home Systems mit &ouml;konomischen Interessen verkn&uuml;pft werden. Durch Technologietransfers von Nord nach S&uuml;d kann sich auch in Entwicklungsl&auml;ndern eine eigene EET-Industrie entwickeln. Der Clean Development Mechanism (CDM) des Kyoto-Protokolls wird in Zukunft hier f&uuml;r eine zus&auml;tzliche Dynamik sorgen.</p>
<p>Auch wenn das kognitive Umfeld in Entwicklungs- weniger g&uuml;nstiger als in Industriel&auml;ndern ist, sind die Durchsetzungschancen f&uuml;r erneuerbare Energien dort gar nicht einmal schlechter. Denn w&auml;hrend in vielen Industriel&auml;ndern der Energieverbrauch stagniert oder nur noch leicht w&auml;chst, ist in den meisten Entwicklungsl&auml;ndern f&uuml;r die Zukunft von einem starken Wachstum auszugehen. Einerseits hei&szlig;t dies, dass regenerative Technologien Kohle, &Ouml;l, Gas und Uran zu ersetzen haben und sie sich dabei gegen deren Lobbys durchsetzen m&uuml;ssen. Andererseits geht es um die Schaffung neuer Kapazit&auml;ten vor allem au&szlig;erhalb der urbanen Zentren. Da dabei regenerative Technologien etwa im Rahmen von Elektrifizierungsprogrammen im d&uuml;nn besiedelten l&auml;ndlichen Raum fossilen Anwendungen in der Regel auch wirtschaftlich bereits jetzt &uuml;berlegen sind, stehen sie &mdash; bei entsprechender Ausrichtung relevanter nationaler wie internationaler politischer, &ouml;konomischer und zivilgesellschaftlicher Akteure &mdash; vor einem lang anhaltenden Wachstumsprozess.</p>
<p><b>Literatur</b></p>
<p>Adelmann, Karin 2000: Unausgesch&ouml;pfte Potenziale. Erneuerbare Energien als Schwerpunkt deutscher Entwicklungszusammenarbeit; in: epd-Entwicklungspolitik, H. 21, S. 31-35<br />Beck, Fred/Martinot, Eric 2004: Renewable Energy Policies and Barriers; in: Cleveland, Cutler J.: Encyclopedia of Energy, Oxford<br />Bundesministerium f&uuml;r Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 1999: Erneuerbare Energie f&uuml;r Nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz, Bonn<br />Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Technische Zusammenarbeit 2002: Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien: Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen in 15 Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern, Eschborn<br />Deutscher Bundestag 2003: Unterrichtung durch die Bundesregierung. Bericht &uuml;ber die Bestandsaufnahme durch die Deutsche Energie-Agentur (dena) &uuml;ber den Handlungsbedarf bei der F&ouml;rderung des Exports erneuerbarer Energie-Technologien, Bundestags-Drucksache 15/1862<br />Deutsches Windenergie-Institut (DEWI) 2003: Intemationale Entwicklung der Windenergienutzung mit Stand 31.12,2002, in: DEWI Magazin Nr. 23, August, S. 19-26<br />Duke, Richard D./Jacobson, Arne/Kammen, Daniel M. 2002: Photovoltaic module quality in the Kenyan solar home systems market; in: Energy Policy, Jg. 30, H. 6<br />Forum Umwelt und Entwicklung 2001: Energie und nachhaltige Entwicklung. Herausforderungen f&uuml;r Entwicklungsl&auml;nder, Bonn<br />G8 Renewable Energy Task Force 2001: Final Report<br />Hankins, Mark 2000: A case study on private provision of photovoltaic systems in Kenya; in: World Bank 2000: Energy Services for the World&#8217;s Poor, Washington<br />Indian Ministry of Non-Conventional Energy Sources 2003: Annual Report 2002-2003, New Delhi International Energy Agency, IEA 1999: World Energy Outlook 1999. Looking at energy subsidies. Getting the prices right, Paris<br />IEA 2003: Renewables Information 2003, Paris<br />Martinot, Eric/Chaurey, Akanksha/Lew, DebralMoreira, Jose Roberto/Wamukonya, Njeri 2002: Renewable Energy Markets in Developing Countries; in: Annual Review of Energy and the Environment, H. 27, S. 309-348<br />Mathews, Neelam 2004: India on fast forward. New law drives return to market growth, in: Windpower Monthly Nr. 3, S. 57f.<br />Otieno, David 2003: Solar PV in Kenya. Hurdles and strengths; in: Refocus. The international renewable energy magazine, September/October, S. 40-41<br />Reiche, Danyel 2002: Erneuerbare Energien in den Niederlanden, Frankfurt/Main<br />United Nations Development Programme/United Nations Department of Economic and Social Af fairs/World Energy Council 2000: World Energy Assessment, New York<br />Wieczorek-Zeul, Heidemarie 2001: Wirtschaftliche Zusammenarbeit im Bereich der Erneuerbaren Energien; in: Solarzeitalter, Heftnr. 2, Bonn<br />Wiekert, Martin 2003: Good prospects for wind power. Morocco wants to reduce its dependence on imports by developing alternative energy options; in: New Energy; April<br />Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltver&auml;nderungen (WBGU) 2003: Welt im Wandel. Energiewende zur Nachhaltigkeit, Berlin<br />Website der Photovoltaic Market Transformation Initiative (PVMTI): <a href="http://www.pvmti.com/" target="_blank" rel="noopener">http://www.pvmti.com</a> Website des Extractive Industries Review (EIR): <a href="http://www.eireview.org/" target="_blank" rel="noopener">http://www.eireview.org</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/166-vorgaenge/publikation/eine-nord-sued-allianz-fuer-erneuerbare-energien/">Eine Nord-Süd-Allianz für erneuerbare Energien?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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