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	<title>Mitteilungen Nr. 231 Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>Mitgliederversammlung 2017</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2017 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Delegiertenkonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Verband: Delegiertenkonferenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 231 (1/2017), S. 1 Der Bundesvorstand der Humanistischen Union lädt alle Mitglieder für das Wochenende des 17./18. Juni 2017 zur regulären Mitgliederversammlung der Humanistischen Union ein. Die Versammlung findet in diesem Jahr in Hamburg statt. Der genaue Ort und der Ablauf werden in der nächsten Ausgabe der HU-Mitteilungen bekannt gegeben. Alle Mitglieder [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 231 (1/2017), S. 1</p>
<p>Der Bundesvorstand der Humanistischen Union lädt alle Mitglieder für das Wochenende des 17./18. Juni 2017 zur regulären Mitgliederversammlung der Humanistischen Union ein. Die Versammlung findet in diesem Jahr in Hamburg statt. Der genaue Ort und der Ablauf werden in der nächsten Ausgabe der HU-Mitteilungen bekannt gegeben.</p>
<p>Alle Mitglieder und Regionalgruppen sind herzlich eingeladen, sich in die inhaltliche Vorbereitung des Treffens einzubringen. Der Vorstand wird auf seinen beiden kommenden Sitzungen über die Vorschläge zum Ablauf der MV diskutieren.</p>
<p>Natürlich freuen wir uns, wenn möglichst viele Mitglieder an der Versammlung selbst teilnehmen. Eine Teilnahme ist auch ohne Anmeldung möglich. Aus organisatorischen Gründen bitten wir alle, die nach Hamburg kommen wollen, um eine formlose Anmeldung bei der HU-Geschäftsstelle. Das erleichtert uns die Vorbereitung. Allen angemeldeten Mitgliedern werden wir unmittelbar vor der Veranstaltung die vorliegenden Unterlagen zur MV sowie bis dahin eingegangene Anträge zusenden.</p>
<p>Für alle weiteren Fragen rund um die Mitgliederversammlung stehen die Mitarbeiter/innen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle gern zur Verfügung.</p>
<p>Sven Lüders<br />Geschäftsführer Humanistische Union</p>
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		<title>Termine für die Mitgliederversammlung 2017</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/231/publikation/termine-fuer-die-mitgliederversammlung-2017/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2017 16:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Delegiertenkonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Verband: Delegiertenkonferenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 231 (1/2017), S. 1 17./18. Juni 2017   Mitgliederversammlung der HU in Hamburggenauer Ort &#038; Ablauf wird noch bekannt gegeben 18. Mai 2017 Versand der Unterlagen zur MV 13. Mai 2017   Frist für einfache Anträge an die MV 6. Mai 2017Frist für satzungsändernde Anträge an die MV [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 231 (1/2017), S. 1</p>
<p><b>17./18. Juni 2017</b>   <br />Mitgliederversammlung der HU in Hamburg<br />genauer Ort &#038; Ablauf wird noch bekannt gegeben</p>
<p><b>18. Mai 2017 <br /></b>Versand der Unterlagen zur MV</p>
<p><b>13. Mai 2017  </b> <br />Frist für einfache Anträge an die MV</p>
<p><b>6. Mai 2017<br /></b>Frist für satzungsändernde Anträge an die MV</p>
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		<title>Bericht von der Mitgliederversammlung 2016</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2017 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Delegiertenkonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Verband: Delegiertenkonferenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 231 (1/2017), S. 2/3 Etwa vierzig Mitglieder folgten im September 2016 der Einladung zur ersten Mitgliederversammlung der Humanistischen Union nach 49 Jahren. Sie erlebten ein inhaltlich dichtes Wochenende, das viele B&#252;rgerrechtsthemen zu bieten hatte: angefangen von der Diskussion um die militarisierenden Tendenzen im neuen Wei&#223;buch der Bundeswehr, &#252;ber die Debatte um das [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 231 (1/2017), S. 2/3</p>
<p>Etwa vierzig Mitglieder folgten im September 2016 der Einladung zur ersten Mitgliederversammlung der Humanistischen Union nach 49 Jahren. Sie erlebten ein inhaltlich dichtes Wochenende, das viele B&uuml;rgerrechtsthemen zu bieten hatte: angefangen von der Diskussion um die militarisierenden Tendenzen im neuen Wei&szlig;buch der Bundeswehr, &uuml;ber die Debatte um das Sexualstrafrecht bis zu den prek&auml;ren Arbeitsbedingungen im Strafvollzug, die der Fritz-Bauer-Preis thematisierte.</p>
<p>Werner Koep-Kerstin ging in seinem Arbeitsbericht f&uuml;r den Bundesvorstand vor allem auf die Kampagnen- und Lobbyarbeit zum Thema Geheimdienste ein (u.a. Aktionen vor dem Bundestag, Fachtagung, Gespr&auml;che mit dem Bundestags-Innenausschuss). Er zog eine erste Bilanz der dreij&auml;hrigen Basisf&ouml;rderung durch die Bewegungsstiftung &#8211; die gemischt ausfiel: einige Modernisierungen in der Vereinsarbeit seien geschafft, aber zentrale Ziele Beteiligung von Mitgliedern an der Vereinsarbeit, der Gewinnung neuer Mitglieder und der Steigerung der Einnahmen wurden verfehlt. Eine ausf&uuml;hrliche Auswertung der F&ouml;rderung steht freilich noch aus.</p>
<p>Dar&uuml;ber hinaus berichtete Werner Koep-Kerstin von den Aktivit&auml;ten gegen das Gesetz zum Suizidbeihilfeverbot, der Arbeit an den vorg&auml;ngen und dem Grundrechte-Report und dankte den aktiven Regionalverb&auml;nden f&uuml;r ihr Engagement.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" border="1" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Kampagnenarbeit_s.jpg" width="380" height="267" alt=""></p>
<p>Astrid Goltz fasste die Kampagnenarbeit sowie die Fundraising-Bem&uuml;hungen der letzten drei Jahre zusammen. Die von ihr vorgestellte Liste der Aktivit&auml;ten war schon beeindruckend (s. &#8222;ausgeschn&uuml;ffelt in Zahlen&#8220;) &#8211; allerdings hatten wir uns auch eine gr&ouml;&szlig;ere Wirkung nach innen wie nach au&szlig;en versprochen. Die mediale Wahrnehmung unserer Kampagne und ihre politischen Wirkungen waren sehr &uuml;berschaubar. Die versch&auml;rfte Sicherheitslage und die Fl&uuml;chtlingskrise haben sicher dazu beigetragen, dass eine b&uuml;rgerrechtliche Kritik der Geheimdienste derzeit kaum Geh&ouml;r findet. Allerdings sehen wir r&uuml;ckblickend auch strategische Fehler in der Ausrichtung und Gestaltung der Kampagne. Und schlie&szlig;lich hatten wir uns auch nach innen, von den Mitgliedern, eine gr&ouml;&szlig;ere Beteiligung erhofft.&nbsp;</p>
<p>Der Bericht der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung konzentrierte sich auf die Arbeitsschwerpunkte der Mitarbeiter/innen in den letzten Monaten (Umstellung CRM-System, Vorbereitung Tribunal-Veranstaltung, Lobbyarbeit) sowie die Entwicklung der Mitgliederzahlen und Finanzen des Vereins. Auch wenn die Mitgliederzahlen derzeit nach dem Zwischenhoch der letzten Jahre leicht r&uuml;ckl&auml;ufig sind &#8211; einen kleinen Hoffnungsschimmer bot die Verweildauer der Mitglieder im Verein: der Trend, dass relativ viele der neu eingetretenen Mitglieder bereits nach kurzer Zeit die HU wieder verlassen, scheint zumindest gebremst:</p>
<p><img decoding="async" border="1" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/GF-Bericht2016_3s.jpg" width="380" height="241" alt=""></p>
<p>Kontrovers ging es am Samstag Nachmittag zu, als Monika Frommel die Kritik an den letzten Reformen des Sexualstrafrechts vorstellte. Nach ihrer Auffassung gab es auch vor der letzten Reform 2016 keine relevante Schutzl&uuml;cke beim Tatbestand der Vergewaltigung, denn die Probleme best&uuml;nden eher in der Rechtsanwendung bzw. einer zweifelhaften Auslegung durch die Rechtsprechung des BGH, gegen die der Gesetzgeber gegensteuern m&uuml;sste. Im &uuml;brigen verwies Frommel darauf, dass die Istanbul-Konvention (&#8222;&Uuml;bereinkommen des Europarats zur Verh&uuml;tung und Bek&auml;mpfung von Gewalt gegen Frauen und h&auml;uslicher Gewalt&#8220;) in Deutschland geltendes Recht sei und von den Gerichten unmittelbar angewandt werden d&uuml;rfe. Ebenso w&uuml;rden h&auml;ufig die zivilrechtlichen Schutzm&ouml;glichkeiten des FGG nicht ausgesch&ouml;pft.<br />Nach der Verleihung des Fritz-Bauer-Preises am Samstag Abend standen am Sonntag zum Abschluss verschiedene Antr&auml;ge zur Diskussion. Die Beschl&uuml;sse der MV finden sich auf der n&auml;chsten Seite dokumentiert.</p>
<p><i>Sven L&uuml;ders</i></p>
<p>Die im Text erw&auml;hnten Berichte k&ouml;nnen in der Bundesgesch&auml;ftsstelle abgerufen werden. Die Reden zur Fritz-Bauer-Preisverleihung an die Gefangenen-Gewerkschaft finden sich im Internet dokumentiert unter: <a href="https://www.humanistische-union.de/shortcuts/fbp">www.humanistische-union.de/shortcuts/fbp</a>.</p>
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		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Kampagnenarbeit_s.jpg" medium="image"></media:content>
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		<title>Beschlüsse der Mitgliederversammlung 2016</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2017 15:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Delegiertenkonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Verband: Delegiertenkonferenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 231 (1/2017), S. 4 Keine Wohnsitz&#173;auf&#173;lagen f&#252;r anerkannte Fl&#252;chtlinge Die Humanistische Union lehnt die Wohnsitzauflagen f&#252;r anerkannte Fl&#252;chtlinge ab und fordert die Landesregierungen auf, diese nicht anzuwenden. Die Humanistische Union unterst&#252;tzt politisch eine entsprechende Musterklage. Abstimmung: bei einer Gegenstimme mit gro&#223;er Mehrheit angenommen Zusam&#173;me&#173;n&#173;a&#173;r&#173;beit mit anderen Organi&#173;sa&#173;ti&#173;onen Die Humanistische Union strebt &#8211; [weiterlesen]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 231 (1/2017), S. 4</p>
<h5>Keine Wohnsitz&shy;auf&shy;lagen f&uuml;r anerkannte Fl&uuml;chtlinge</h5>
<p>Die Humanistische Union lehnt die Wohnsitzauflagen f&uuml;r anerkannte Fl&uuml;chtlinge ab und fordert die Landesregierungen auf, diese nicht anzuwenden. Die Humanistische Union unterst&uuml;tzt politisch eine entsprechende Musterklage.</p>
<p><i>Abstimmung: bei einer Gegenstimme mit gro&szlig;er Mehrheit angenommen</i></p>
<h5>Zusam&shy;me&shy;n&shy;a&shy;r&shy;beit mit anderen Organi&shy;sa&shy;ti&shy;onen</h5>
<p>Die Humanistische Union strebt &#8211; bei Wahrung ihrer Eigenst&auml;ndigkeit &#8211; die Zusammenarbeit mit Organisationen an, die sich f&uuml;r die Trennung von Staat und Religion/ Religionsgemeinschaften einsetzen.</p>
<p><i>Abstimmung: 13 Ja, 6 Nein, 4 Enthaltungen -&gt; Antrag mehrheitlich angenommen</i></p>
<p>Anmerkung: Die in der urspr&uuml;nglichen Begr&uuml;ndung des Antrags aufgef&uuml;hrte Entscheidung, dass die HU nicht dem Koordinationsrat s&auml;kularer Organisationen (KORSO) beitritt, wird in der Diskussion von vielen Mitgliedern verteidigt, der entsprechende Verweis vom Antragsteller daraufhin zur&uuml;ckgezogen.</p>
<h5>St&auml;rkere Online-&shy;Pr&auml;&shy;senz der Humanis&shy;ti&shy;schen Union</h5>
<p>Die Humanistische Union m&ouml;ge in Zukunft mehr aktuelle Beitr&auml;ge mit bundesweiter Relevanz erstellen und auf der Startseite der Homepage <a href="http://humanistische-union.de/" target="_blank" rel="noopener">http://humanistische-union.de</a> ver&ouml;ffentlichen. Aktuell fehlt beispielsweise der &#8222;Aufrechte Gang&#8220; oder ist zu tief vergraben. <br />Der Vorstand wird beauftragt, mit Hilfe einer Arbeitsgruppe bis zur n&auml;chsten Mitgliederversammlung ein Online-Kommunikationskonzept unter Einschluss Sozialer Medien und unter Ber&uuml;cksichtigung der daf&uuml;r n&ouml;tigen Ressourcen vorzulegen.</p>
<p><i>Abstimmung: 18 Ja, 3 Nein, 3 Enthaltungen -&gt; Antrag mehrheitlich angenommen</i></p>
<p>Anmerkung: Die im urspr&uuml;nglichen Antrag enthaltene Entscheidung, die Inhalte der HU auch in Medien wie Facebook, Twitter oder YouTube zu verbreiten, wurde kontrovers diskutiert. Nach Diskussionen auf der Delegiertenkonferenz 2011 hatte die HU bisher auf eine Nutzung von Facebook wegen der Nutzerdatenerhebung durch die Firma verzichtet. Diese Entscheidung wird nun in Frage gestellt, da immer mehr Menschen Nachrichteninhalte &uuml;ber soziale Medien anstatt &uuml;ber klassische Webseiten rezipieren und die HU neue Zielgruppen erreichen will. Ob und wie die HU mit den vorhandenen Ressourcen Facebook und andere Medien sinnvoll einsetzen kann, soll die n&auml;chste Mitgliederversammlung entscheiden.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Geheimdienste vor Gericht“</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/231/publikation/geheimdienste-vor-gericht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2017 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen: Berichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Abschluss der Kampagne ausgeschn&#252;ffelt mit Kongress und Tribunal. In: HU-Mitteilungen Nr. 231 (1/2017), S. 5/6 Szenenbild der Auff&#252;hrung &#8222;Geheimdienste vor Gericht&#8220;&#160; (Foto: Henning Schacht )&#160; Sind Geheimdienste legitime Institutionen oder blinde Flecken in einer Demokratie? L&#228;sst sich das illegale, massenhafte Absaugen von Metadaten durch den BND mit einem neuen BND-Gesetz einfach legalisieren? Wer kann den [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/231/publikation/geheimdienste-vor-gericht/">„Geheimdienste vor Gericht“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Abschluss der Kampagne ausgeschn&uuml;ffelt mit Kongress und Tribunal. In: HU-Mitteilungen Nr. 231 (1/2017), S. 5/6</p>
<p><img decoding="async" border="1" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/geheimdienst_gorki_055.jpg" width="380" height="254" alt=""></p>
<p>Szenenbild der Auff&uuml;hrung &#8222;Geheimdienste vor Gericht&#8220;&nbsp; (Foto: Henning Schacht )&nbsp;</p>
<p>Sind Geheimdienste legitime Institutionen oder blinde Flecken in einer Demokratie? L&auml;sst sich das illegale, massenhafte Absaugen von Metadaten durch den BND mit einem neuen BND-Gesetz einfach legalisieren? Wer kann den &#8222;Verfassungsschutz&#8220; kontrollieren? Nach drei Jahren der intensiven Besch&auml;ftigung mit den deutschen Geheimdiensten im Rahmen der Kampagne ausgeschn&uuml;ffelt wagten wir uns zum Abschluss an die gro&szlig;en rechtspolitischen und gesellschaftlichen Fragen. Mit dem Forum &#8222;Geheimdienste und Demokratie&#8220; an der Berliner Humboldt-Universit&auml;t und dem dokumentarischen Theaterst&uuml;ck &#8222;Geheimdienste vor Gericht &#8211; eine Volksbeschwerde&#8220; am Maxim Gorki Theater Berlin haben wir am 22. Oktober den Schlusspunkt unserer Kampagne gesetzt. Beide Veranstaltungen boten spannende gesellschaftliche Diskussionen in einer Zeit, die von der Angst vor dem Terrorismus gepr&auml;gt ist. <br />Beim Forum konnten wir unter anderen Kurt Graulich (ehem. Richter am Bundesverwaltungsgericht und Sachverst&auml;ndiger in der NSA-Aff&auml;re), Martina Renner (MdB die Linke und Obfrau im NSA-Untersuchungsausschuss) und Winfried Ridder (ehem. Referatsleiter im Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz) begr&uuml;&szlig;en. Der Tag bot insgesamt 17 Veranstaltungen zu den Themenstr&auml;ngen &#8222;Verfassungsschutz und Einsatz von V-Leuten&#8220;, &#8222;Kommunikations&uuml;berwachung durch den BND&#8220; und &#8222;Geheimdienstkontrolle&#8220;. Daran nahmen rund 150 BesucherInnen teil. Die Angebote reichten von Podiumsdiskussionen &uuml;ber Vortr&auml;ge und Diskussion bis hin zu Lesung und Cryptoparty. Drei Ausstellungen, zu denen auch F&uuml;hrungen anboten wurden, ein Marktplatz mit Infotischen beteiligter Organisationen und eine kurze Kabaretteinlage rundeten den Kongress ab. Ein besonderer Dank gilt allen Ehrenamtlichen der Humanistischen Union. Nur dank ihrer Unterst&uuml;tzung konnte diese Veranstaltung ein Erfolg werden.<br />Am Abend gab es dann eine Auff&uuml;hrung vor ausverkauften R&auml;ngen im benachbarten Maxim Gorki Theater. Rund 300 Zuschauer/innen in Saal und Foyer verfolgten dort eine fiktive Gerichtsverhandlung, die realistischer kaum sein konnte. Verhandelt wurde die Klage von Constanze Kurz (Sprecherin des Chaos Computer Clubs), die sich gegen die BND-Auslands&uuml;berwachung zur Wehr setzt. Jenseits der fiktiven Ausgangslage (die Kl&auml;gerin hatte von einem Whistleblower im Dienst erfahren, dass ihre Kommunikation in Bad Aibling erfasst wurde) beruhten alle weitere Details des St&uuml;ckes auf Fakten, bei den DarstellerInnen handelte es sich um ExpertInnen des Alltags. Dargestellt wurden Ausz&uuml;ge einer Gerichtsverhandlung, in der die drei RichterInnen (Manfred Krause, Dieter Deiseroth und Rosemarie Will) zun&auml;chst die Versuche des Regierungsvertreters (R&uuml;diger S&ouml;hnen) abwehren mussten, die Klage f&uuml;r unzul&auml;ssig zu erkl&auml;ren oder zumindest unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit zu verhandeln. Im Mittelpunkt der Auff&uuml;hrung stand das Rechtsgespr&auml;ch, mit dem das Gericht die tats&auml;chlichen Abl&auml;ufe in Bad Aibling rekonstruierte und die rechtliche Zul&auml;ssigkeit des Vorgehens pr&uuml;fte. Daf&uuml;r wurden drei Sachverst&auml;ndige befragt: ein Datensch&uuml;tzer (Roland Sch&auml;fer), der die Ergebnisse der Vor-Ort-Pr&uuml;fungen der Bundesdatenschutzbeauftragten zusammenfasste; ein technischer Sachverst&auml;ndiger des Provider-Verbandes Bitkom (Klaus Landefeld), der die Grundlagen der Erfassung und Filterung von Kommunikationsdaten erl&auml;uterte; und schlie&szlig;lich Hans-Christian Str&ouml;bele als dienst&auml;ltestes Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestags, das den BND kontrollieren soll.</p>
<p>Inhaltlich basierte das St&uuml;ck auf drei Gutachten: der Untersuchung des Sachverst&auml;ndigen Graulich sowie den Berichten des Parlamentarischen Kontrollgremiums und der Bundesdatenschutzbeauftragten. Ferner flossen in den Text Argumente ein, die VertreterInnen der Bundesregierung und des BND im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags zum besten gegeben hatten. Erarbeitet wurde das St&uuml;ck von der HU zusammen mit Amnesty International, dem Chaos Computer Club (CCC), zwei Dramaturginnen und unter Mithilfe zahlreicher ExpertInnen erarbeitet. Das St&uuml;ck bot einen detaillierten Einblick in die Arbeitsweise des BND und die Probleme seiner Kontrolleure. Der Streit um die Befugnisse des Geheimdienstes war auf der B&uuml;hne zum Greifen nah. Und so kommentierte David Gutensohn vom &#8222;Freitag&#8220; die Auff&uuml;hrung: &#8222;W&auml;hrend der Gesetzgeber die Massen&uuml;berwachung legalisiert und Deutschland &uuml;ber Fernsehurteile debattiert, spielt sich in Berlin ein Prozess ab, den es dringend braucht.&#8220;</p>
<p>Astrid Goltz / Sven L&uuml;ders</p>
<p>Von den meisten Vortr&auml;gen und Podien des Kongresses gibt es Audio- oder Videomitschnitte. Sie k&ouml;nnen im Internet nachgeschaut bzw. -geh&ouml;rt werden unter <a href="http://www.geheimdienste-vor-gericht.de/programm" target="_blank" rel="noopener">www.geheimdienste-vor-gericht.de/programm</a>. Dort gibt es auch den Mitschnitt sowie das Programmheft des Theaterst&uuml;cks.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/231/publikation/geheimdienste-vor-gericht/">„Geheimdienste vor Gericht“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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            	</item>
		<item>
		<title>Guter Koalitionsvertrag. Jetzt muss geliefert werden</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/231/publikation/guter-koalitionsvertrag-jetzt-muss-geliefert-werden-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[huadminuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2017 14:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einschätzung des HU-Landesverbandes Berlin-Brandenburg zum bürgerrechtlichen Teil des rot-rot-grünen Koalitionsvertrages. In: HU-Mitteilungen Nr. 231 (1/2017), S. 7/8 Mit umfangreichen Wahlprüfsteinen, einer gut besuchten Podiumsdiskussion, einem Wahlaufruf zur Abgeordnetenhauswahl (dem Berliner Landtag) und innenpolitischen Forderungen an die jetzigen Regierungsparteien mischte sich der Landesverband Berlin-Brandenburg der Humanistischen Union letztes Jahr lautstark in das politischen Geschehen in Berlin [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/231/publikation/guter-koalitionsvertrag-jetzt-muss-geliefert-werden-1/">Guter Koalitionsvertrag. Jetzt muss geliefert werden</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einschätzung des HU-Landesverbandes Berlin-Brandenburg zum bürgerrechtlichen Teil des rot-rot-grünen Koalitionsvertrages. In: HU-Mitteilungen Nr. 231 (1/2017), S. 7/8</p>
<p>Mit umfangreichen Wahlprüfsteinen, einer gut besuchten Podiumsdiskussion, einem Wahlaufruf zur Abgeordnetenhauswahl (dem Berliner Landtag) und innenpolitischen Forderungen an die jetzigen Regierungsparteien mischte sich der Landesverband Berlin-Brandenburg der Humanistischen Union letztes Jahr lautstark in das politischen Geschehen in Berlin ein. Nach langen Verhandlungen wurde der Koalitionsvertrag im November veröffentlicht. Am 24. November veröffentlichte der Landesverband folgende Einschätzung des umfangreichen Koalitionsvertrages:</p>
<p>Der HU-Landesverband Berlin-Brandenburg sieht in dem Koalitionsvertrag zwischen SPD, die Linke und Bündnis 90/Die Grünen im Bereich der Bürgerrechte viele gute Ansätze und eine eindeutige Politikwende. Einschränkungen und nur symbolpolitische Maßnahmen werden zurückgenommen. Teilweise seit Jahren erhobene bürgerrechtliche Forderungen sollen jetzt erfüllt werden.</p>
<p>So wird es einen &#8222;Beauftragten für die Landespolizeien nach dem Vorbild von Rheinland-Pfalz&#8220; geben. Damit würde unsere langjährige Forderung nach einem unabhängigen Polizeibeauftragten erfüllt.<br />Der Verfassungsschutz wird stärker kontrolliert und auf seine Kernaufgaben reduziert. Die personelle und sachliche Ausstattung soll daran angepasst werden. Politische Bildung gehört nicht dazu. Damit wird eine weitere HU-Forderung erfüllt.</p>
<p>Die V-Leute werden zwar nicht abgeschafft, aber bei der Polizei und dem Verfassungsschutz wird ihr Einsatz stark beschränkt. Er darf nur noch in begründeten Ausnahmefällen stattfinden. Beim Verfassungsschutz muss der zuständige Staatssekretär, bei der Polizei der Polizeipräsident in jedem Fall zustimmen. Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung.</p>
<p>Zahlreiche hochproblematische Datenbanken, wie die &#8222;Datei Sportgewalt Berlin&#8220; oder die Versammlungsdatenbank, werden mit dem Ziel überprüft, sie abzuschaffen.</p>
<p>Es werden mehrere konkrete Maßnahmen gegen &#8222;Racial Profiling&#8220; genannt. Vor allem sollen Polizisten für die Problematik in der Aus- und Fortbildung stärker sensibilisiert werden. Die Polizeibeauftragte soll Richtlinien und Anweisungen auf institutionellen Rassismus überprüfen und gegebenenfalls Änderungsvorschläge erarbeiten.</p>
<p>Das von dem vorherigen Innensenator geplante Videoüberwachungsprojekt am Alexanderplatz wird es nicht geben. Stattdessen gibt es eine kombinierte Wache von Landes- und Bundespolizei. Bei Versammlungen soll es eine restriktive Handhabung beim Filmen geben.</p>
<p>Das ist eine erfreuliche Abkehr vom normalen Trend und Ruf nach immer mehr Videoüberwachung, die keine Verbrechen verhindert. Menschen tun das.</p>
<p>Der Wermutstropfen ist ein zweijähriges Probeprojekt zum Einsatz von Bodycams bei Polizisten. Die HU kann dieses Projekt nur begrüßen, wenn es eindeutig bürgerrechts- und nicht polizeifreundlich gestaltet wird.</p>
<p>Begrüßenswert ist die längst überfällige Veröffentlichung der Kriminalitätsbelasteten Orte, an denen die Polizei besondere Rechte hat. Dazu gehörte zuletzt auch die Rigaer Straße. Jetzt kann über sie und die Anwendung dieses Konzeptes diskutiert werden.</p>
<p>Ebenfalls begrüßenswert ist die Rücknahme der Verlängerung des Unterbindungsgewahrsam, der demnächst wieder höchstens 48 Stunden betragen darf. An unserer grundsätzlichen Kritik dieser Haft auf Verdacht ändert sich nichts.</p>
<p>Im Strafvollzug soll der offene Vollzug der Regelvollzug sein. Er soll resozialisierungsfreundlich gestaltet werden. Es soll mehr Arbeitsmöglichkeiten für die Inhaftierten geben und deren Arbeit soll in der gesetzlichen Rentenversicherung berücksichtigt werden. Sie sollen Zugang zu digitalen Kommunikationsmitteln erhalten. Das deckt sich mit Forderungen, die die HU zum Strafvollzugsgesetz erhob.</p>
<p>Im Wahlkampf beteiligte die HU sich an einer Kampagne zur Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre bei den Abgeordnetenhauswahlen. Im Koalitionsvertrag steht, dass die bestehenden Altersgrenzen überprüft und gegebenenfalls geändert würden.</p>
<p>Bei der direkten Demokratie werden mehrere Maßnahmen genannt, die es für die Initiatoren von Volksbegehren einfacher und planbarer machen. Dazu gehören feste Prüfungsfristen, ein Recht auf die Nachbesserung des Begehrens (was bislang nicht möglich ist) und der verpflichtenden Zusammenlegung von Volksentscheiden mit Parlamentswahlen. Die HU begrüßt diese Klarstellung in Punkten, die in der Vergangenheit immer wieder für Ärger zwischen Initiatoren und Regierung sorgten.</p>
<p>Ebenfalls begrüßenswert und überfällig ist, unter Berücksichtigung der Besonderheiten eines Halbtagsparlaments, die Angleichung der Veröffentlichungspflichten der Mitglieder des Abgeordnetenhauses an die Regeln des Bundestages.</p>
<p>Das sind nur einige Punkte des Koalitionsvertrages, der eine eindeutige Abkehr von der Politik des vorherigen Innensenators und &#8222;Law &#038; Order&#8220;-Wünschen ist. Auch wenn er viele Absichtserklärungen enthält und vieles unter Haushaltsvorbehalt steht. Über die Umsetzung müssen jetzt die Zivilgesellschaft und die HU wachen.</p>
<p><i>Axel Bussmer<br /></i></p>
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		<title>Ein Vorbild an aufrechtem Humanismus und Journalismus</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/231/publikation/ein-vorbild-an-aufrechtem-humanismus-und-journalismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2017 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verband: Nachrufe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Publizist, Pazifist und B&#252;rgerrechtler Eckart Spoo mit 79 Jahren gestorben. In: HU-Mitteilungen Nr. 231 (1/2017), S. 9/10 Bei &#228;lteren Kollegen besa&#223; er einen legend&#228;ren Ruf. J&#252;ngere hingegen kannten ihn kaum. Der Journalist, Publizist, Gewerkschafter und Friedensaktivist Eckart Spoo ist am Donnerstag (15. Dezember) im Alter von 79 Jahren in Berlin gestorben. Mit ihm verliere ich [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Publizist, Pazifist und B&uuml;rgerrechtler Eckart Spoo mit 79 Jahren gestorben. In: HU-Mitteilungen Nr. 231 (1/2017), S. 9/10</p>
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<p>Bei &auml;lteren Kollegen besa&szlig; er einen legend&auml;ren Ruf. J&uuml;ngere hingegen kannten ihn kaum. Der Journalist, Publizist, Gewerkschafter und Friedensaktivist Eckart Spoo ist am Donnerstag (15. Dezember) im Alter von 79 Jahren in Berlin gestorben.</p>
<p>Mit ihm verliere ich einen Menschen, mit dem mich viele &auml;hnliche Gedanken ebenso &uuml;ber Jahre hinweg verbanden wie das gemeinsame Engagement in gleich zwei Organisationen. Von 1970 bis 1986 war Spoo Vorsitzender der Deutschen Journalisten-Union (dju). Auch ich habe auf verschiedenen Ebenen Funktionen in der DJU ausge&uuml;bt und bin meinem dort hoch geachteten Kollegen dabei immer wieder mal begegnet.</p>
<p>Au&szlig;erdem engagierte sich Spoo in der Humanistischen Union (HU). Auch dort traf ich ihn gelegentlich. Immer, wenn wir aufeinandertrafen, begr&uuml;&szlig;te er mich erfreut und kam spontan auf mich zu.</p>
<p>Nicht nur meine Achtung und geradezu Bewunderung hat sich Spoo mit seiner konsequenten Haltung und seiner Geradlinigkeit erworben. Er formulierte und handelte auch danach. Neben Medienkritik und dem Einsatz f&uuml;r Presse- und Meinungsfreiheit wandte er sich vor allem gegen Krieg und die oft unredliche Haltung der Medien in vielen Konflikten.</p>
<p>Von 1962 bis 1997 war Spoo Redakteur der Frankfurter Rundschau (FR). Seine kritischen Beitr&auml;ge aus einer humanistisch-sozialistischen Perspektive heraus begeisterten oder erregten die Leserschaft. 1972 entlie&szlig; FR-Herausgeber Karl Gerold ihn wegen Kritik an der FR in einem Buch, woraufhin der Journalist erfolgreich seine Wiedereinstellung einklagte.</p>
<p>Nach seinem Ausscheiden aus der FR-Redaktion gr&uuml;ndete Spoo 1997 gemeinsam mit anderen die Zwei-Wochen-Zeitschrift Ossietzky. Bis zu seinem Tod fungierte er als ihr Herausgeber und Chefredakteur. Mit unerm&uuml;dlichem Einsatz f&uuml;r Demokratie und Meinungsfreiheit pflegte er dort die humanistische Tradition des antifaschistischen Widerstandsk&auml;mpfers und Friedensnobelpreistr&auml;gers Karl von Ossietzky.</p>
<p>Legend&auml;r war auch seine &#8222;Republikanische Vesper&#8220; im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin. Zu seinen Diskussionsrunden bei Bretzeln und Wein kamen prominente Diskutanten nicht nur auf Einladung, sondern oft wegen der interessanten Themen auch als Zuh&ouml;rende.</p>
<p>Immer wieder prangerte Spoo Medienkonzentration und die Gefahren einer Monopolisierung der Berichterstattung an. Sein Gegenkonzept dagegen war konsequente Innere Pressefreiheit in den Redaktionen.<br />Mit der Berichterstattung mancher Medien ging er oft scharf ins Gericht. Dabei belegte er seine Vorw&uuml;rfe aber stets sehr kenntnisreich und detailliert.</p>
<p>Zahlreiche B&uuml;cher vor allem zu Journalismus, Medien, Politik und Frieden hat er ver&ouml;ffentlicht. Zur Seite standen ihm dabei mitunter Mitherausgeber wie Arno Kl&ouml;nne, Reinhard K&uuml;hnl, J&uuml;rgen Holtfort oder Rainer Butensch&ouml;n.</p>
<p>Bei einer Debatte &uuml;ber das Bundeswehr-Wei&szlig;buch im Bundesvorstand der HU waren Eckart Spoo und Martin Kutscha neben mir die einzigen, die das Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zur B&uuml;ndnistreue mit der NATO kritisierten. Alle anderen Diskutanten bezogen die rechtspositivistische Haltung, dass man Entscheidungen des h&ouml;chsten deutschen Gerichts eben schlucken m&uuml;sse. Kutscha und Spoo hingegen meinten, man m&uuml;sse versuchen, die Rechtsprechung zu &auml;ndern.</p>
<p>Extra f&uuml;r mich machte Spoo noch einmal eine Ausnahme von seinem kurz zuvor gefassten Entschluss, k&uuml;nftig nicht mehr zu Vortr&auml;gen zu verreisen, und kam im Juni 2011 nach Marburg. Seinen Vortrag zur Frage &#8222;Wie humanit&auml;r sind unsere Kriege?&#8220;*1 kann man auf Youtube ansehen.</p>
<p>Schon damals musste Eckart ein allm&auml;hliches Nachlassen seiner Kr&auml;fte feststellen und deshalb k&uuml;rzer treten. Aber noch 2014 hielt er in Berlin eine inzwischen schon legend&auml;re Rede gegen Kriegseins&auml;tze der Bundeswehr.</p>
<p>Ein pers&ouml;nliches Highlight f&uuml;r mich war 2011 auch die Jubil&auml;umsfeier der DJU zu ihrem 60-j&auml;hrigen Bestehen. Als Ehrengast sa&szlig; Spoo neben mir. Nacheinander betraten verschiedene Kollegen die B&uuml;hne und erkl&auml;rten durchgehend, dass Spoo sie als Vorbild zum Eintritt in die DJU bewegt habe.</p>
<p>Selbst die ehemalige Verfassungsgerichtspr&auml;sidentin Prof. Dr. Jutta Limbach bezog sich in ihrer Festrede auf ihn. Ihm war das eher peinlich, weil er doch nur gemacht hatte, was man machen musste.<br />Seine aufrechte und konsequente Haltung wird nun fehlen. Bleiben werden aber seine vielen Texte in B&uuml;chern und im Ossietzky sowie der FR, mit denen er zahlreichen Menschen Mut gemacht hat zu innerer Unabh&auml;ngigkeit und Humanit&auml;t.</p>
<p><i>Franz-Josef Hanke </i></p>
<p>*1 Der Vortrag von Eckart Spoo ist abrufbar unter <br /><a href="https://www.youtube.com/watch?v=x9zLqu8Ngkg" target="_blank" rel="noopener">https://www.youtube.com/watch?v=x9zLqu8Ngkg</a></p>
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		<title>Waltraut Balbarischky * 22.01.1919  25.11.2016</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2017 13:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verband: Nachrufe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 231 (1/2017), S. 11/12 &#8222;Sie hat sich fast ein Jahrhundert lang mit Kraft, Mut und Engagement durchgeschlagen, die Nazis und den Weltkrieg &#252;berstanden, zwei S&#246;hne allein aufgezogen, sich gegen Aufr&#252;stung und gegen politischen Opportunismus, f&#252;r Frauenrechte und f&#252;r &#220;berlebende des Holocaust engagiert und ist nun zu Hause gestorben.&#8220; So hei&#223;t es in [weiterlesen]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 231 (1/2017), S. 11/12</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/balbarischky-s.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-3987 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/balbarischky-s-474x450.jpg" alt="Waltraut Balbarischky * 22.01.1919 &#8211; 25.11.2016" width="474" height="450" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/balbarischky-s-474x450.jpg 474w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/balbarischky-s-789x750.jpg 789w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/balbarischky-s-768x730.jpg 768w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/balbarischky-s-632x600.jpg 632w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/balbarischky-s-355x337.jpg 355w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/balbarischky-s.jpg 1200w" sizes="(max-width: 474px) 100vw, 474px" /></a></span></p>
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<p>&#8222;Sie hat sich fast ein Jahrhundert lang mit Kraft, Mut und Engagement durchgeschlagen, die Nazis und den Weltkrieg &uuml;berstanden, zwei S&ouml;hne allein aufgezogen, sich gegen Aufr&uuml;stung und gegen politischen Opportunismus, f&uuml;r Frauenrechte und f&uuml;r &Uuml;berlebende des Holocaust engagiert und ist nun zu Hause gestorben.&#8220;</p>
<p>So hei&szlig;t es in der Anzeige der Familie. Mit dem Abschied von Waltraut Balbarischky verliert&nbsp; die Humanistische Union ein seit ihren Anf&auml;ngen aktives Mitglied und eine aufmerksame, oft kritische Zeugin ihrer &uuml;ber 50j&auml;hrigen Geschichte. Dies wird besonders in dem Interview lebendig, das Sven L&uuml;ders 2011 f&uuml;r die HU mit Waltraut f&uuml;hrte.</p>
<p>Schon in der 1950er Jahren hatte die Tochter aus einem entschieden sozialdemokratischen Elternhaus gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik protestiert und der Gesamtdeutschen Volkspartei von Gustav Heinemann nahe gestanden. Einer Partei beizutreten und ihrer Disziplin sich unterzuordnen, kam f&uuml;r sie nie in Frage. Aber sie brachte&nbsp;&nbsp; die Erfahrungen aus ihren fr&uuml;heren politischen Engagements in die Arbeit der Humanistische Union, der ersten B&uuml;rgerrechtsorganisation der Bundesrepublik, ein.</p>
<p>In der noch jungen HU war Waltraut seit 1964 im Ortsverband D&uuml;sseldorf und im Landesverband NRW aktiv, ab 1973 im Ortsverband T&uuml;bingen/Stuttgart. Unter dem Vorsitz von RA Dr. Kurt Sternfeld, eines Remigranten und Anwalts in Wiedergutmachungsprozessen, beteiligte sich die D&uuml;sseldorfer HU am Kampf gegen Konfessionsschulen, an Frauen-Aktionen zum Recht auf Abtreibung, an der Obdachlosenarbeit und an Reformvorschl&auml;gen zum Strafvollzug. Die Veranstaltungen der HU zu diesen Themen, zum Teil in Kooperation mit anderen Organisationen, trafen damals auf gro&szlig;e Erwartungen nach gesellschaftlicher Ver&auml;nderung und waren in der Regel gut besucht.<br />Intern, besonders auf bundesweiten Delegiertenkonferenzen und Verbandstagen, wurde oft um die Positionen hart gerungen. Nicht immer war zum Beispiel der Generationenkonflikt leicht zu &uuml;berwinden. So wollte der Vorsitzende Hans Robinsohn (1973-1975) kein Sit-in von Mitgliedern dulden. Es gab Auseinandersetzungen, wie man mit dem Radikalenerlass (1973 und folgende) umgehen sollte. Manchmal spielten auch parteipolitische Bindungen der Mitglieder eine gewisse Rolle. Und die Humanistische Studenten-Union protestierte heftig, nachdem Vorstandsmitglied Fritz Bauer in eigener Initiative 1967 der israelischen Regierung ein Gl&uuml;ckwunschschreiben nach dem erfolgreichen 6-Tage-Krieg zugesandt hatte.</p>
<p>Waltraut beobachtete, wie mit den Jahren unter den aktiven Mitgliedern die anf&auml;ngliche Dominanz von Psychoanalytikern, Schriftstellern, Studierenden und anderen &#8222;freien Geistern&#8220; allm&auml;hlich einer vorwiegend von Juristen dominierten Verbandsarbeit wich. In T&uuml;bingen fand sie neben der HU f&uuml;r ihre Anliegen neue Gruppen wie die Geschichtswerkstatt und das Frauenarchiv. Im bundesweiten Protest gegen die Nachr&uuml;stung beteiligte sie sich unter anderem 1982 an der Sitzblockade in Mutlangen. Und nach dem Ende des Kalten Kriegs schuf sich die &uuml;ber 70j&auml;hrige Anfang der 1990er Jahre noch ein neues Wirkungsfeld im Ausland.</p>
<p>Im Juni 1995 berichteten die HU-Mitteilungen von ihrer Initiative zugunsten von &Uuml;berlebenden des Holocaust im Baltikum. Waltraut hatte &#8211; neben anderen Gruppen, die eine offizielle Wiedergutmachung forderten &#8211; pers&ouml;nliche Kontakte nach Lettland und Litauen aufgenommen, um die Lebensbedingungen und Geschichten von NS-Opfern an Ort und Stelle zu erfahren. Sie begann, Spenden zu sammeln, informierte in Rundbriefen &uuml;ber ihre regelm&auml;&szlig;igen Reisen und die Verwendung der Gelder, organisierte dazu Vortr&auml;ge und Ausstellungen in T&uuml;bingen. Dar&uuml;ber hinaus bereiste sie mit dem Verein &#8222;Fl&uuml;chtlingskinder im Libanon&#8220; mehrfach L&auml;nder des Nahen Ostens, um die Situation der Pal&auml;stinenserfamilien kennen zu lernen. Aus Israel bezog sie bis zuletzt die Kommentare des Journalisten Uri Avnery, weil die g&auml;ngigen Nachrichten ihr nicht ausreichten.</p>
<p>Noch in ihrem letzten Lebensjahr las Waltraut regelm&auml;&szlig;ig drei Zeitungen und selbstverst&auml;ndlich die HU-Mitteilungen. Authentizit&auml;t der Quellen und fundierte Kritik waren ihr lebenswichtig.</p>
<p>2009 fand Waltraut in der taz ihren Namen auf der KandidatInnenliste f&uuml;r den Panter-Preis unter dem Titel &#8222;Sie sind Helden&#8220;. Emp&ouml;rt schrieb sie der Redaktion: einen &#8222;Helden&#8220;-Preis wolle sie nicht, &uuml;ber Spenden f&uuml;r Menschen im Baltikum freue sie sich, im &Uuml;brigen halte sie es mit Brecht, der geschrieben hatte: &#8222;Ungl&uuml;cklich das Land, das Helden n&ouml;tig hat.&#8220;</p>
<p>So werden viele Waltraut in Erinnerung behalten: sprachlich pr&auml;zise, praktisch entschieden, bisweilen streng und fordernd. Sie war direkt, klar und anspruchsvoll. Wer sie aus der N&auml;he erleben durfte, hat sie auch erfahren als sehr zugewandt, offen und herzlich.</p>
<p>Als Heldin verstand sie sich nicht, was wir respektieren wollen. Wir werden sie vermissen, so wie sie war.</p>
<p><i>Maria K&uuml;hn-Ludewig / Ursula Tjaden</i></p>
<p>Falls Sie in ihren Sinn noch eine Geste machen wollen: <br />Spendenkonto des Freundeskreises f&uuml;r die Holocaust-&Uuml;berlebenden im Baltikum (Hanna und Wolf Middelmann, G&ouml;ttingen)<br />IBAN: DE28 2605 0001 0100 4994 33<br />BIC:&nbsp;&nbsp;&nbsp; NOLADE21GOE</p>
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		<item>
		<title>Berlin: Vespern zum Umgang mit der AfD und der Umsetzung des Polizeibeauftragte</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/231/publikation/berlin-vespern-zum-umgang-mit-der-afd-und-der-umsetzung-des-polizeibeauftragte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2017 13:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin: Veranstaltungsberichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 231 (1/2017), S. 14/15 Seit einigen Monaten engagiert sich der Landesverband Berlin-Brandenburg der HU wieder bei der Vesper (früher &#132;Republikanische Vesper&#147;), einem monatlichen, von der Internationale Liga für Menschenrechte, der Redaktion &#132;Ossietzky&#147;, der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte und der HU organisiertem Diskussionsforum im Haus der Demokratie und Menschenrechte. Die letzten [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/231/publikation/berlin-vespern-zum-umgang-mit-der-afd-und-der-umsetzung-des-polizeibeauftragte/">Berlin: Vespern zum Umgang mit der AfD und der Umsetzung des Polizeibeauftragte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 231 (1/2017), S. 14/15</p>
<p>Seit einigen Monaten engagiert sich der Landesverband Berlin-Brandenburg der HU wieder bei der Vesper (früher &#132;Republikanische Vesper&#147;), einem monatlichen, von der Internationale Liga für Menschenrechte, der Redaktion &#132;Ossietzky&#147;, der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte und der HU organisiertem Diskussionsforum im Haus der Demokratie und Menschenrechte. Die letzten beiden gut besuchten und informativen Vespern zum Umgang mit der AfD in den Parlamenten und der Umsetzung einer unabhängigen Kontrollstelle für die Polizei wurden federführend von der HU organisiert.</p>
<p>Am 27. Oktober, etwas über einen Monat nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus (dem Berliner Landtag) und den Bezirksverordnetenversammlungen (den Berliner Gemeinderäten) und dem schon vor der Wahl erwartbaren Einzug der AfD in die Parlamente sprachen wir über den parlamentarischen Umgang mit der rechtspopulistischen Partei. Inputreferate kamen von Ursula Nonnemacher und Ulf Bünermann.</p>
<p>Ursula Nonnemacher ist Parlamentarische Geschäftsführerin von Bündnis 90/Die Grünen im Brandenburger Landtag. Dort stellt sie, neben der CDU und der AfD, einen Teil der Opposition gegen die SPD/Linke-Regierung. Sie erzählte, dass die AfD sich als Stimme des Volkes inszeniere und dabei wahllos auf Themen aufspringe, wenn sie so mit platten Antworten Stimmung gegen die Regierung machen könne. In der parlamentarischen Arbeit leiste sie keine Sacharbeit, sondern versuche zu provozieren. Dem müsse man entgegentreten. Dabei sei vor allem die CDU wichtig, weil sie in großen Teilen die gleiche Wählerschaft wie die AfD anspreche.</p>
<p>Ulf Bünermann von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR) stellte die verschiedenen Möglichkeiten des Umgangs mit der AfD vor. Bei der Berliner AfD sei die künftige Politik noch unklar. Auch weil bekannte Rechtsextremisten in der sich betont bürgerlich inszenierenden Berliner AfD keine große Rolle spielten. Es müsse sich inhaltlich mit ihren Anträgen auseinandergesetzt und das hinter den Anträgen stehende Gedankengebäude müsse aufgezeigt werden. <br />In der Diskussion, zu der auch Parteipolitiker kamen, wurde auch darüber diskutiert, ob man die AfD einbinden und zu Diskussion und Gesprächen einladen solle. Eine pauschale Antwort konnte nicht gegeben werden. Der HU-Landesverband hatte in seiner Podiumsdiskussion zur Abgeordnetenhauswahl auf eine Einladung der AfD verzichtet, ihr aber die Fragen zu den Wahlprüfsteine zugeschickt. Die AfD hat die Fragen nicht beantwortet.</p>
<p>Am 24. November, kurz nach der Veröffentlichung des Koalitionsvertrages zwischen SPD, Linke und Bündnis 90/Die Grünen, diskutierten wir über unsere Forderung nach einer Polizeibeauftragten und wie eine unabhängige Kontrolle der Polizei in der Hauptstadt verwirklicht werden kann. Denn die inzwischen gewählte Regierung will eine solche Stelle nach dem Vorbild des rheinland-pfälzischen Polizei- und Bürgerbeauftragten einrichten. Die Polizeibeauftragte soll für Beschwerden von von Polizeimaßnahmen betroffenen BürgerInnen und von PolizistInnen zuständig sein.</p>
<p>HU-Bundesvorstandsmitglied Anja Heinrich stellte das Konzept der HU vor. Prof. Dr. Hartmut Aden von der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) berichtete von seinen teilweise in den &#132;vorgängen&#147; veröffentlichten Forschungen über Beschwerdestellen in Deutschland und den USA.</p>
<p>Frank Zimmermann, langjähriger innenpolitischer Experte der SPD-Abgeordnetenhausfraktion, stellte den Koalitionsvertrag und die, soweit vorhandenen, Pläne der künftigen Regierung zur Umsetzung einer Polizeibeauftragten in Berlin vor. Er sagte auch, was die künftige Regierung gegen &#8218;Racial Profiling&#8216; unternehmen wolle.<br />In der anschließenden Diskussion, in der zahlreiche Experten aus der Zivilgesellschaft und der Polizei waren, wurde sich für eine starke Polizeibeauftragte ausgesprochen. Die Verbindung zwischen Polizei- und Bürgerbeauftragter wurde kritisch gesehen. Denn Probleme mit der Verwaltung und dem Arbeitsamt unterschieden sich von Problemen mit und in der Polizei.</p>
<p>Zimmermann meinte dazu, dass man sehen müsse, wie viele Beschwerden es gebe. Auch er sei an einem Erfolg einer solchen Stelle und einer zügigen Umsetzung interessiert. Weil zu diesem Zeitpunkt die Parteien dem Koalitionsvertrag noch nicht zugestimmt hatten und es daher auch noch keinen neuen Innensenator gab (der damals amtierende Innensenator ist CDU-Mitglied) konnte noch nichts genaues gesagt werden.</p>
<p>Axel Bußmer</p>
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		<title>Marburg: Veranstaltungen und Mahnwachen</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/231/publikation/marburg-veranstaltungen-und-mahnwachen/</link>
		
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2017 12:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marburg: Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 231 (1/2017), S. 15/16 Am Sonntag, den 15. Januar 2017, veranstaltet die HU Marburg ihr traditionelles Neujahrsessen. Beim zwanglosen Gespr&#228;ch zwischen Mitgliedern und Freunden der Humanistischen Union (HU) sollen dort noch einmal alle wichtigen Aktivit&#228;ten des Jahres 2016 Revue passieren. Zudem steht die Jahresplanung der HU Marburg f&#252;r 2017 auf der Tagesordnung. [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 231 (1/2017), S. 15/16</p>
<p>Am Sonntag, den 15. Januar 2017, veranstaltet die HU Marburg ihr traditionelles Neujahrsessen. Beim zwanglosen Gespr&auml;ch zwischen Mitgliedern und Freunden der Humanistischen Union (HU) sollen dort noch einmal alle wichtigen Aktivit&auml;ten des Jahres 2016 Revue passieren. Zudem steht die Jahresplanung der HU Marburg f&uuml;r 2017 auf der Tagesordnung.</p>
<p>Ein Highlight war im vergangenen Jahr wieder einmal die Verleihung des Marburger Leuchtfeuers f&uuml;r Soziale B&uuml;rgerrechte. Vorschl&auml;ge f&uuml;r das Marburger Leuchtfeuer 2017 k&ouml;nnen alle Interessierten der HU Marburg bis zum 15. Januar 2017 unterbreiten. Dazu k&ouml;nnen sie das Online-Formular auf der Webseite <a href="http://www.ausschreibung.marburger-leuchtfeuer.de/vorschlagen.php" target="_blank" rel="noopener">www.ausschreibung.marburger-leuchtfeuer.de/vorschlagen.php</a> benutzen oder eine Mail an <a href="mailto:jury2017%40marburger-leuchtfeuer.de">jury2017@marburger-leuchtfeuer.de</a> senden.</p>
<p>Unter dem Titel &#8222;Globalisierung gestalten mit CETA?&#8220; fand am 26. Oktober 2016 im Stadtverordnetensitzungssaal ein Streitgespr&auml;ch zwischen dem stellvertretenden SPD-Bundesvorsitzenden Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel und der ehemaligen Piraten-Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrerin Katharina Nocun statt. Nur dank des Drucks der Proteste gegen das Freihandelsabkommen habe die SPD in letzter Minute noch Verbesserungen durchsetzen k&ouml;nnen, erkl&auml;rte Sch&auml;fer-G&uuml;mbel dort. &#8222;Kattascha&#8220; bem&auml;ngelte die Sondergerichtsbarkeit und den dubiosen Einfluss von Lobbyisten auf den Vertragstext w&auml;hrend der Geheimverhandlungen zu CETA.</p>
<p>&#8222;AfD abseits faktischer Diskussionsgrundlagen&#8220; war am 27. Oktober 2016 der Titel einer offenen Gespr&auml;chsrunde mit Katharina Nocun im K&auml;te-Dinnebier-Saal des DGB Marburg. Dort stellte &#8222;Kattascha&#8220; heraus, dass viele Forderungen der Partei sich gegen die Interessen der eigenen W&auml;hlerschaft richten. Als Gegenstrategie gegen Rechtspopulisten empfahl sie, die eigenen Utopien deutlich zu artikulieren und so aktiv Politik zu gestalten.</p>
<p>&#8222;Keine Kosten f&uuml;r Kinder&#8220; forderte der HU-Regionalvorsitzende Franz-Josef Hanke in seiner Rede bei einer Demonstration des Elternb&uuml;ndnisses gegen die Erh&ouml;hung der Geb&uuml;hren an Kinderg&auml;rten und Kitas in der Universit&auml;tsstadt Marburg am 5. November 2016. Die geplante Geb&uuml;hrenerh&ouml;hung widerspreche der Forderung nach Chancengleichheit bei der fr&uuml;hkindlichen Bildung. Stattdessen solle die Stadt andere Einnahmequellen suchen, forderte Hanke.</p>
<p>Eine &#8222;Mahnwache gegen das Trauma von Krieg, Vertreibung und Flucht&#8220; hat die HU Marburg am 17. Dezember gemeinsam mit dem Arbeitskreis Marburger WissenschaftlerInnen f&uuml;r Frieden und Abr&uuml;stungsforschung (AMW) und der Asylbegleitung Mittelhessen (ABMH) auf dem historischen Marktplatz durchgef&uuml;hrt. Unter den gut 60 Teilnehmenden war auch Oberb&uuml;rgermeister Dr. Thomas Spies. Anwesende zeigten Plakate mit Forderungen wie &#8222;Asylrecht nicht antasten!&#8220; und &#8222;Asyl ist Menschenrecht&#8220; sowie &#8222;Aleppo&#8220;.</p>
<p>Mit sechs Aktiven hat sich die HU Marburg auch am Geheimdiensttribunal der HU am 21. und 22. Oktober 2016 in Berlin beteiligt. Bei einer Veranstaltung in Marburg m&ouml;chte die Kabarettgruppe &#8222;Durchblicker&#8220; noch einmal ihr eigens dazu geschriebenes Programm &#8222;Schweine im Weltall&#8220; sowie den Secret Service Song &#8222;Wissen, wer was Macht&#8220; auff&uuml;hren.</p>
<p><i>Franz-Josef Hanke</i></p>
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