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	<title>Verband: HU-Geschichte Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>Aus der Geschäftsstelle I</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/243/publikation/aus-der-geschaeftsstelle-i-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[huadminuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2020 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vereinsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Verband: HU-Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In: Mitteilungen 243 (03/2020), S. 8 &#8211; 8 Im nächsten Jahr runden wir schon wieder. Gefühlt liegt der 50. Geburtstag der Humanistischen Union noch nicht lange zurück, aber ein Blick auf den Kalender belegt, dass wir in weniger als einem Jahr, am 26. August 2021, den 60. Geburtstag der HU begehen dürfen. Das Rentenalter haben [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In: Mitteilungen 243 (03/2020), S. 8 &#8211; 8</p>
<p>Im nächsten Jahr runden wir schon wieder. Gefühlt liegt der 50. Geburtstag der Humanistischen Union noch nicht lange zurück, aber ein Blick auf den Kalender belegt, dass wir in weniger als einem Jahr, am 26. August 2021, den 60. Geburtstag der HU begehen dürfen.</p>
<p>Das Rentenalter haben wir noch nicht erreicht – so viel ist klar – und die Themen gehen uns auch nicht aus. Aber wie wollen wir in Zukunft zusammen arbeiten und wie sorgen wir dafür, dass auch die nachwachsenden kritischen Grundrechtsverteidiger*innen ihre Heimat bei der HU finden? Ein Grund mehr, sich mit Kontinuitäten und neue Perspektiven zu beschäftigen – auf der Mitgliederversammlung im April, aber sicherlich auch in anderer Form.</p>
<p>Wir wissen noch nicht, wie genau wir den Geburtstag begehen wollen – der Jubiläumsband zum 50. hat die Latte für alle weiteren Jubiläen doch recht hoch gelegt. Der Bundesvorstand wird sich in seinen nächsten Sitzungen mit dem Thema beschäftigen.</p>
<p>Auch wenn wir als Verband bei diesem Jubiläum über die Zukunft der HU nachdenken müssen und nicht nur in Erinnerung schwelgen dürfen: In den Mitteilungen können wir das allemal! Ich würde gerne von jetzt bis zum Ende des Jubiläumsjahres in den Mitteilungen jeweils etwas aus der Verbandsgeschichte vorstellen. Für dieses Projekt bin ich aber auf Sie/auf Euch angewiesen: Bitte kramt in euren Schubladen und  in eurem Gedächtnis und schickt mir Anekdoten, Dokumente und Fotos von Aktionen der HU, die wir hier vorstellen sollen.</p>
<p>Ich bin gespannt und neugierig und freue mich auf zahlreiche Einsendungen!</p>
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		<title>Kleine Verlags- und Redakteursgeschichte der vorgänge</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/215-216/publikation/kleine-verlags-und-redakteursgeschichte-der-vorgaenge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jun 2012 13:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verband: HU-Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 215/216 (Heft 1/2012), S. 22 Die erste Ausgabe der vorgänge erschien im Juni 1962 im DIN A4-Format, der Untertitel lautete: &#132;Eine kulturpolitische Korrespondenz, herausgegeben von Dr. Gerhard Szczesny in Verbindung mit der HUMANISTISCHEN UNION&#147;. Dem gedruckten Titelblatt folgten vervielfältigte Blätter in Schreibmaschinenschrift mit Flatterrand. Nach sechs Ausgaben kam die damalige Monatsschrift im Buchdruck [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 215/216 (Heft 1/2012), S. 22</p>
<p>Die erste Ausgabe der vorgänge erschien im Juni 1962 im DIN A4-Format, der Untertitel lautete: &#132;Eine kulturpolitische Korrespondenz, herausgegeben von Dr. Gerhard Szczesny in Verbindung mit der HUMANISTISCHEN UNION&#147;. Dem gedruckten Titelblatt folgten vervielfältigte Blätter in Schreibmaschinenschrift mit Flatterrand. Nach sechs Ausgaben kam die damalige Monatsschrift im Buchdruck auf den Markt. Anfangs von kulturpolitischen Themen geprägt, befassten sich die vorgänge zunehmend mit Verfassungsrecht, Bürger- und Grundrechtsschutz und wurden rasch zur Chronik der die Bundesrepublik bewegenden politischen Großthemen: Spiegel-Affäre, Notstandsgesetzgebung, Verjährung von NS-Mordtaten, das Verhältnis von Staat und Kirche ebenso wie Probleme des Strafvollzugs oder der Filmzensur durch die Aktion &#132;Saubere Leinwand&#147; &#150; damit befassten sich Autoren wie Gerhard Szczesny, Ossip K. Flechtheim, Fritz Bauer, Erwin Fischer, Gerd Hirschauer, Jürgen Seifert und zahlreiche andere links-liberale Intellektuelle von Rang und Namen.</p>
<p>Mit dem 11. Jahrgang erschien die Zeitschrift letztmalig im Eigenverlag der Humanistischen Union und als DIN A4-Format, seit 1973 im Beltz Verlag Weinheim und nun broschiert mit festem Einband zunächst in hellbraun, dann in sattem Gelb und mit wechselnden Rahmenfarben. Jetzt lautete der Untertitel: &#132;Zeitschrift für Gesellschaftspolitik&#147;. Bedeutendste Neuerung waren fortan Hefte mit Themenschwerpunkten. &#132;Klassenjustiz  heute?&#147; und &#132;Innere Sicherheit minus Innere Freiheit?&#147; &#150; so fragten die beiden ersten Themenhefte. Die Zusammenarbeit mit dem Beltz-Verlag endete 1980. Nach einer Zwischenstation bei der Europäischen Verlagsanstalt wurde die Zeitschrift ab 1983 vom vorgänge e.V. als Selbstverlag in Zusammenarbeit mit der Gustav Heinemann-Initiative, der Humanistischen Union und dem Komitee für Grundrechte und Demokratie herausgegeben. Seither führen die vorgänge den bis heute gültigen Untertitel &#132;Zeitschrift für Bürgerrechte und Gesellschaftspolitik.&#8220; Zur Unterstützung der Redakteure wurde ein Redaktionsbeirat gegründet.</p>
<p>Mehr als 60 Ausgaben der vorgänge erschienen als Vierteljahresschrift seit 1989 im Verlag Leske+Budrich in Opladen, der in der Person von Verleger Budrich der Zeitschrift besonders verbundenen war. Auch in dieser Zeit waren die Redakteure stets unabhängig, Verlegerzensur kein Thema. Nach dem VS Verlag für Sozialwissenschaften in Frankfurt betreute die Zeitschrift ab 2006 der Berliner Wissenschafts-Verlag (BWV).</p>
<p>In der Reihe der verantwortlichen Redakteure war Gerd Hirschauer, der kirchenkritische Publizist, gewiss die herausragende Gestalt &#150; zeitweise von Mitredakteuren unterstützt wie z.B. von Anton Andreas Guha, im Hauptberuf politischer Redakteur der Frankfurter Rundschau. Als Redakteur der ersten Stunde hat Gerd Hirschauer die vorgänge bis 1984 nicht nur am längstem, sondern wohl auch am nachhaltigsten geprägt. Dieter Hoffmann betreute anschließend bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2000 mehr als 80 Ausgaben. Als brilliante intellektuelle Köpfe verschafften Alexander Camman und Thymian Bussemer (bis 2005) und anschließend bis heute Dieter Rulff der Zeitschrift weiterhin die Reputation, die ihr in der politischen Publizistik allenthalben zugeschrieben wird. Dazu hat Prof. Jürgen Seifert über Jahrzehnte in hervorragender Weise bis zu seinem Tod im Jahre 2005 beigetragen; die Redaktionssitzungen in seinem Haus in Hannover waren für alle Beteiligten prägend.</p>
<p><i>(zusammengestellt von Werner Koep-Kerstin)</i></p>
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		<title>Festtag für die Bürgerrechte</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/214/publikation/festtag-fuer-die-buergerrechte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 10:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verband: HU-Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aus: Mitteilungen Nr. 214 (3/2011), S. 9 (SL) Mit einem Festakt in der Berliner Akademie der K&#252;nste beging die Humanistische Union (HU) am 24. September ihr 50-j&#228;hriges Bestehen. Passend zum Gr&#252;ndungslabel der Organisation (&#8222;kulturpolitische Vereinigung&#8220;) begleitete das Vokalquartett &#8222;zu Viert&#8220; (Foto) den Abend. Rund 200 G&#228;ste erlebten eine Feier der etwas anderen Art: Einmal abgesehen [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Aus: Mitteilungen Nr. 214 (3/2011), S. 9</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/festakt.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-4075 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/festakt-600x400.jpg" alt="Festtag f&uuml;r die B&uuml;rgerrechte" width="600" height="400" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/festakt-600x400.jpg 600w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/festakt-768x512.jpg 768w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/festakt-800x534.jpg 800w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/festakt-450x300.jpg 450w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/festakt.jpg 1000w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></span></p>
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<p>(SL) Mit einem Festakt in der Berliner Akademie der K&uuml;nste beging die Humanistische Union (HU) am 24. September ihr 50-j&auml;hriges Bestehen. Passend zum Gr&uuml;ndungslabel der Organisation (&#8222;kulturpolitische Vereinigung&#8220;) begleitete das Vokalquartett &#8222;zu Viert&#8220; (Foto) den Abend. Rund 200 G&auml;ste erlebten eine Feier der etwas anderen Art: Einmal abgesehen von den Gru&szlig;worten des Bundesdatenschutzbeauftragten und der Piratenpartei bot der Abend nicht die &uuml;bliche Lobhudelei, sondern kritische Selbstreflektion &uuml;ber den Zustand und die Zukunftsaussichten der Humanistischen Union.</p>
<p>Der Befund des Podiums, bestehend aus der Bundesverfassungsrichterin Susanne Baer, der Journalistin und Autorin Daniela Dahn sowie dem Moderator Christian Rath: die Bedingungen f&uuml;r erfolgreiche B&uuml;rgerrechtsarbeit sind schwierig, aber nicht aussichtslos. Die HU solle ruhig einen bunten Methodenmix pflegen, damit seien auch amerikanische Vorbilder wie die ACLU recht erfolgreich. Mehr Aufmerksamkeit verdiene jedoch die B&uuml;ndnispflege, auch &uuml;ber das eigenen Lager hinaus. Nur so k&ouml;nne die HU ihre Funktion als Katalysator sozialer Protestbewegungen wahrnehmen, die sie in der Vergangenheit auszeichnete. Susanne Baer berichtete, wie sie die HU als einen Verein kennen lernte, in dem weitgehend ideologiefreie Diskussionen m&ouml;glich seien, ohne Denkverbote. Daniela Dahn w&uuml;nschte sich, dass von der HU wieder ein st&auml;rkerer Widerspruch in den politischen Debatten ausgehe &#8211; und nahm sich zugleich selbst in die Pflicht, sich in ihrer Funktion als Beiratsmitglied st&auml;rker einzubringen. Darauf freuen wir uns, denn genau so funktioniert die Humanistische Union.</p>
<p>Bilder und Reden der Veranstaltung auf der HU-Webseite unter: <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2011/hu50">https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2011/hu50</a>.<br />Siehe auch den Bericht zum Empfang des M&uuml;nchner Regionalverbandes am 8. Juli 2011 auf S. 23 f.</p>
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		<item>
		<title>Die Humanistische Union wird 50  und ist kein bisschen müde</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/214/publikation/die-humanistische-union-wird-50-und-ist-kein-bisschen-muede/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 09:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verband: HU-Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Empfang des Regionalverbandes M&#252;nchen-S&#252;dbayern zum 50. Geburtstag am 8. Juli 2011. Aus: Mitteilungen Nr. 214 (3/2011), S. 23/24 Die Gr&#252;ndung der Humanistischen Union am 26. August 1961 liegt nunmehr ein halbes Jahrhundert zur&#252;ck. Dieses Jubil&#228;um gab den Rahmen f&#252;r ein Zusammensein in entspannter Atmosph&#228;re, um an die Vergangenheit zu erinnern, aber den Blick auch in [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Empfang des Regionalverbandes M&uuml;nchen-S&uuml;dbayern zum 50. Geburtstag am 8. Juli 2011. Aus: Mitteilungen Nr. 214 (3/2011), S. 23/24</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bayern.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-4080 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bayern-600x400.jpg" alt="Die Humanistische Union wird 50 &#8211; und ist kein bisschen m&uuml;de" width="600" height="400" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bayern-600x400.jpg 600w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bayern-768x512.jpg 768w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bayern-450x300.jpg 450w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bayern.jpg 800w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p>Die Gr&uuml;ndung der Humanistischen Union am 26. August 1961 liegt nunmehr ein halbes Jahrhundert zur&uuml;ck. Dieses Jubil&auml;um gab den Rahmen f&uuml;r ein Zusammensein in entspannter Atmosph&auml;re, um an die Vergangenheit zu erinnern, aber den Blick auch in die Zukunft zu richten. Da der Verein sich in M&uuml;nchen konstituierte und die Bundesgesch&auml;ftsstelle bis Ende 1997 dort sa&szlig;, schien es dem Regionalverband M&uuml;nchen-S&uuml;dbayern angemessen &#8211; in Erg&auml;nzung zur Hauptfeier in Berlin &#8211; auch einen festlichen Empfang vor Ort auszurichten. Als geeignete Umgebung hierf&uuml;r bot sich die Seidlvilla im M&uuml;nchner Stadtteil Schwabing an, welche vielen Mitgliedern schon aus fr&uuml;heren Veranstaltungen gut bekannt ist.</p>
<p>Den Weg zur Veranstaltung am 8. Juli 2011 fanden viele HU-Mitglieder, insbesondere mit Frau Dr. Lotte K&ouml;hler auch ein Gr&uuml;ndungsmitglied, und nicht wenige Interessierte. Unter den Teilnehmern waren HU-Beir&auml;te, Preistr&auml;gerinnen des &#8222;Aufrechten Ganges&#8220;, Vertreter der SPD, der LINKEN, der Gr&uuml;nen, der Piraten und der Neuen Richtervereinigung. Das Programm setzte sich zusammen aus einer bunten Mischung von Beitr&auml;gen, die einen aussagekr&auml;ftigen Einblick in die Bet&auml;tigungsfelder der Humanistischen Union erm&ouml;glichten.</p>
<p>Das ehemalige Vorstandsmitglied Prof. Dr. Tim Hering &uuml;bernahm die Begr&uuml;&szlig;ung des Publikums und stellte die Hintergr&uuml;nde der beiden danach verlesenen Texte vor: des Gr&uuml;ndungsaufrufs von 1961 und des &#8222;Memorandums zum Kernbereich des Rechtsstaats&#8220; von 1978. In gebotener K&uuml;rze erweckte er die gesellschaftliche Situation von 1961 zum Leben und f&uuml;hrte so in den zeitlichen Kontext der Gr&uuml;ndung der Humanistischen Union ein. Auch den von Angst um die Innere Sicherheit gepr&auml;gten Zeitgeist von 1978, welcher zur Abfassung des genannten Memorandums f&uuml;hrte, umriss er in knappen, pr&auml;zisen Worten. Im Anschluss wies er noch auf andere wichtige Stellungnahmen der Humanistischen Union hin, welche gedruckt auslagen.</p>
<p>Der aus Funk und Fernsehen bekannte Wolf Euba trug den Gr&uuml;ndungsaufruf von Dr. Gerhard Szczesny in n&uuml;chterner wie einf&uuml;hlsamer Diktion vor. Beim H&ouml;ren dieses Textes wurde klar, welche Haltung die Bildung der Humanistischen Union motiviert hatte: die Ablehnung eines &#8222;totalen Machtanspruchs einer christlichen Sprach-, Denk- und Verhaltensregelung&#8220; f&uuml;r &#8222;eine Gesellschaft, die nur zu einem Teil aus gl&auml;ubigen Christen besteht&#8220;. Gemeint war damit nicht etwa eine Leugnung des &#8222;Recht[s] des gl&auml;ubigen Christen, sich um die Verbreitung seines Glaubens zu bem&uuml;hen&#8220;, sondern die unzul&auml;ssige Einflussnahme der Kirche mittels staatlicher Stellen auf die &Ouml;ffentlichkeit. Die vollumf&auml;ngliche Trennung von Staat und Kirche ist bis heute Teil des Aufgabenspektrums der Humanistischen Union geblieben, obgleich viele weitere b&uuml;rgerrechtliche Themen hinzu gekommen sind. Szczesnys Aufruf war aber keine rein ablehnende Stellungnahme, sondern enthielt vielmehr das humanistisch konnotierte Verst&auml;ndnis eines lebensf&auml;higen Gemeinwesens als positiven Gegenentwurf, dessen &#8222;Pluralit&auml;t der Prinzipien von der Solidarit&auml;t der Personen getragen&#8220; werden m&uuml;sse.</p>
<p>Die Journalistin Corinna Spies trug danach als ein Beispiel f&uuml;r die Auseinandersetzungen der Humanistischen Union mit gesellschaftspolitischen Zeitfragen einen Text aus dem Jahr 1978 vor. Dessen vollst&auml;ndiger Titel lautet: &#8222;Die Humanistische Union fragt Bundesregierung und Bundestag: Wo beginnt der Kernbereich des Rechtsstaats?&#8220; Der Vergleich mit dem zuvor verlesenen Text zeigte, wie sich der Aktionsradius der Vereinigung seit den Anf&auml;ngen vergr&ouml;&szlig;ert hatte. Die Bundesregierung hatte &#8211; so der historische Hintergrund &#8211; an die UNO einen &#8222;Staatenbericht &uuml;ber b&uuml;rgerliche und politische Rechte&#8220; geleitet, in welchem sie zu einem positiven Ergebnis gelangt war. Geradezu ins Gegenteil verkehrt fiel dagegen die Bewertung der Humanistischen Union aus: in der Bundesrepublik werden &#8222;die b&uuml;rgerlichen und politischen Rechte zunehmend eingeschr&auml;nkt&#8220;. Stichhaltig wurde diese dem Hauptteil des Textes vorangestellte These anhand einer Vielzahl von Beispielen nachgewiesen und so die Behauptung der Bundesregierung widerlegt. Vieles kam dem Publikum aus j&uuml;ngster Zeit wohlbekannt vor. Beispielsweise k&ouml;nnten die datenschutzbezogenen Ausf&uuml;hrungen nahezu wortw&ouml;rtlich in gegenw&auml;rtige Publikationen &uuml;bertragen werden. Gel&auml;chter entstand beim Verlesen einer Auswahl von damaligen Unterzeichnern, als der Name Otto Schilys &#8211; damals Vorstandsmitglied der HU &#8211; fiel.</p>
<p>In den H&auml;nden von Heide Hering lag es, die Rolle der Frauen in der Humanistischen Union ins rechte Licht zu r&uuml;cken. Mit viel Humor berichtete sie von ihren pers&ouml;nlichen Erfahrungen in der Humanistischen Union als &#8222;absolute Quotenfrau&#8220;, von welcher sie sich zu einer engagierten Streiterin f&uuml;r die weibliche Emanzipation entwickelte. Untrennbar damit verwoben waren die Aktivit&auml;ten der HU f&uuml;r die Abschaffung des Abtreibungs-Paragraphen 218 und auf dem Gebiet der Gleichstellungspolitik. Heide Hering warf hierbei Schlaglichter auf die Beratungen zum Entwurf eines Antidiskriminierungsgesetzes der HU, das unter Federf&uuml;hrung des damaligen FDP-Innenministers Gerhart Baum vor dem Regierungswechsel beinahe noch verwirklicht worden w&auml;re. Erst im Nachgang der Wiedervereinigung gl&uuml;ckte die verfassungsrechtliche Verankerung einer Rechtsgrundlage f&uuml;r die aktive F&ouml;rderung der tats&auml;chlichen Gleichberechtigung von Mann und Frau (Art. 3 Abs. 2 Satz 2 GG). Mit der von Heide Hering und anderen gegr&uuml;ndeten Initiative &#8222;Frauen in bester Verfassung&#8220; konnte sie die Innovationskraft der Humanistischen Union eindrucksvoll st&auml;rken. In bester Tradition standen daher die rechtspolitischen Vorschl&auml;ge, welche ihren Vortrag abrundeten.</p>
<p>Schlie&szlig;lich trug die Bundesvorsitzende Prof. Dr. Rosemarie Will ihre &Uuml;berlegungen zu den Zukunftsperspektiven der Humanistischen Union vor. Im Vordergrund standen hierbei weniger deren inhaltlichen Themen, welche in den vorangegangen Beitr&auml;gen gew&uuml;rdigt worden waren, sondern die Ver&auml;nderung der Mitgliederstruktur im Laufe der vergangenen Jahrzehnte. Die Vorsitzende hob die Beendigung des Mitgliederschwundes seit dem Jahr 2006 hervor. Dies machte sie zum Ausgangspunkt ihrer &Uuml;berlegungen, wie sich die Vereinigung in Zukunft fortentwickeln m&uuml;sse, genauer welche Anforderungen diese zu erf&uuml;llen habe, um weiterhin effektiv B&uuml;rgerrechtsarbeit betreiben zu k&ouml;nnen. Zur &Uuml;bergabe des metaphorischen Staffelstabs an die n&auml;chste Generation von Aktiven gab Will eine vorsichtig optimistische Prognose ab: &#8222;Dass jemand zum &Uuml;bergeben da ist, scheint gew&auml;hrleistet zu sein&#8220;.</p>
<p>Nach Beendigung des offiziellen Teils verblieb die Gesellschaft dann noch eine Weile f&uuml;r angeregte Gespr&auml;che in der Seidlvilla. Nicht wenige Impulse d&uuml;rften von den verschiedenen Beitr&auml;gen ausgegangen sein. Zieht man ein Res&uuml;mee, ist festzuhalten: Mit Stolz kann die Humanistische Union auf ihr gesellschaftspolitisches Engagement in den ersten f&uuml;nfzig Jahren ihres Bestehens zur&uuml;ckblicken. Will sie in Zukunft aber weiterhin einen erklecklichen Beitrag zu b&uuml;rgerrechtlichen Angelegenheiten in der Bundesrepublik leisten, darf sie sich auf solchen Lorbeeren aber nicht ausruhen.</p>
<p><i>Felix Grollmann<br />ist im Vorstand des Regionalverbandes M&uuml;nchen-S&uuml;dbayern aktiv.</i></p>
<p><i>Die Reden und Bilder des M&uuml;nchner Empfangs finden sich auf der </i><a href="http://suedbayern.humanistische-union.de/veranstaltungen/2011/50_jahre_humanistische_union/" target="_blank" rel="noopener"><i>Webseite des Regionalverbandes</i></a><i>.</i></p>
<p><i>Heide Hering: &#8222;Es war manchmal auch schwierig f&uuml;r mich, mit Juristen und M&auml;nnern zusammen zu arbeiten.&#8220; , in: Humanistische Union (Hg.), B&uuml;rgerrechtliche Argumente. Dokumente zu 50 Jahren Humanistische Union, S. 315-320.</i></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/214/publikation/die-humanistische-union-wird-50-und-ist-kein-bisschen-muede/">Die Humanistische Union wird 50  und ist kein bisschen müde</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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		<title>Bürgerrechtliche Argumente</title>
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		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Sep 2011 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Publikationen: Sonstige]]></category>
		<category><![CDATA[Verband: HU-Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dokumente zu 50 Jahren Humanistische Union Humanistische Union, vereinigt mit der Gustav Heinemann-Initiative (Hg.): Bürgerrechtliche Argumente, Dokumente zu 50 Jahren. Redaktion: Martina Kant, Sven Lüders Berlin 2011, 423 Seiten Preis: 12.- Euro (für HU-Mitglieder: 8.- Euro) ISBN: 978-3-93041629-5 Bezugsmöglichkeiten: Der Band kann über den Online-Shop der Humanistischen Union bestellt werden. Eine elektronische Version der Publikation ist [weiterlesen]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dokumente zu 50 Jahren Humanistische Union</p>
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<p><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/hu-50jahre.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-3748 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/hu-50jahre-314x450.jpg" alt="Bürgerrechtliche Argumente " width="314" height="450" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/hu-50jahre-314x450.jpg 314w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/hu-50jahre-419x600.jpg 419w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/hu-50jahre-236x337.jpg 236w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/hu-50jahre.jpg 427w" sizes="(max-width: 314px) 100vw, 314px" /></a></span></p>
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<p><i>Humanistische Union, vereinigt mit der Gustav Heinemann-Initiative (Hg.): Bürgerrechtliche Argumente, Dokumente zu 50 Jahren.<br />
Redaktion: Martina Kant, Sven Lüders</i></p>
<p><i>Berlin 2011, 423 Seiten<br />
Preis: 12.- Euro (für HU-Mitglieder: 8.- Euro)<br />
ISBN: 978-3-93041629-5 </i></p>
<p><b>Bezugsmöglichkeiten:</b></p>
<p>Der Band kann über den <a href="https://www.humanistische-union.de/shop/buecher/">Online-Shop der Humanistischen Union </a>bestellt werden. Eine elektronische Version der Publikation ist in Vorbereitung.</p>
<h5>Inhaltsverzeichnis</h5>
<p>Vorwort (9)<br />
<b>Gründung der Humanistischen Union</b></p>
<p>Gerhard Szczesny: Vorschlag, eine „Humanistische Union“ zu gründen. Brief vom 6. Juni 1961 (11)</p>
<p>Gerhard Szczesny: Betr.: „Humanistische Union“. Brief vom 19. Juli 1961 (15)</p>
<p>Gerhard Szczesny: Betr.: „Humanistische Union“. Brief von September 1961 (18)</p>
<p>Aus dem Protokoll der Gründungsversammlung (21)</p>
<p>Gründungsmitglieder der Humanistischen Union (23)</p>
<p>„Es ging eigentlich immer darum, die Leute auf den neuesten<br />
Stand der Wissenschaft zu bringen &#8230;“ (<i>Lotte Köhler</i>) (24)</p>
<p>Die „Humanistische Union“ der Gründungszeit im Spiegel der Presse (30)<br />
<b>Humanistische Studenten-Union</b></p>
<p>Grundsatzerklärung des Bundesverbandes der Humanistischen Studenten-Union, verabschiedet auf der Gründungsversammlung am 12./13. Dezember 1964 (34)<br />
<b>Gustav Heinemann-Initiative</b></p>
<p>Erklärung zur Gründung der Gustav-Heinemann-Initiative. Ostern 1978 (37)<br />
<b>Trennung von Staat / Kirche</b></p>
<p>Erklärung über Glaubensfreiheit, Kirchenprivilegien und das Verhältnis von Staat und Kirche in der BRD (41)</p>
<p>Erwin Fischer: Staat – Gesellschaft – Kirche (48)</p>
<p>Thesen zum Staat-Kirche-Verhältnis (70)</p>
<p>Entwurf eines Gesetzes über die Grundsätze zur Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen (73)</p>
<p>„Die HU war immer dann gut und erfolgreich, wenn sie einzelne Punkte hervorgekehrt hat.“ (<i>Joachim Kahl</i>) (78)</p>
<p><b>Strafrecht</b></p>
<p>Das Memorandum zur Strafrechtsreform (85)</p>
<p>Thesen der HU zur Abschaffung der lebenslangen Freiheitsstrafe (93)</p>
<p>Herbert Jäger: Zur Gleichstellung von Homosexualität und Heterosexualität im Strafrecht (94)</p>
<p>„Wir brauchen eine demokratische Feuerwehr.“ (<i>Klaus Rauschert</i>) (104)</p>
<p>„Die HU entsprach meinen Vorstellungen davon, was<br />
intelligente, gebildete Menschen tun sollten.“ (Rolf Gindorf) (110)<br />
<b>Strafvollzug</b></p>
<p>HU-Petition für ein fortschrittliches Strafvollzugsgesetz in Hessen (115)</p>
<p>Helga Einsele: Ein besserer Strafvollzug – oder etwas, das besser ist als Strafvollzug? (122)</p>
<p>Kernforderungen der HU zur Verbesserung der Situation des Strafvollzuges (131)<br />
<b>Innere Sicherheit</b></p>
<p>Die Humanistische Union fragt Bundesregierung und<br />
Bundestag: Wo beginnt der Kernbereich des Rechtsstaats? (135)</p>
<p>Memorandum: Rückkehr zum demokratischen freiheitlichen Rechtsstaat (140)</p>
<p>Forderungen zur Innenpolitik an die neue Bundesregierung</p>
<p><i><b>Notstandsgesetzgebung</b></i></p>
<p>Der Aufruf der HU gegen die Notstandsgesetze (149)</p>
<p>Appell der HU an den Bundestag zur Notstandsgesetzgebung (154)<br />
<i><b>Kontrolle der Polizei</b></i><br />
Gesetzesvorschläge zur Kennzeichnung der Polizei (158)<br />
<i><b>Geheimdienste / Verfassungsschutz</b></i></p>
<p>Die (un)heimliche Staatsgewalt. Thesen und Forderungen zur Reform des Verfassungsschutzes (160)</p>
<p>Thesen: Weg mit dem „Verfassungsschutz“ (164)</p>
<p><i><b>Versammlungsrecht / Widerstandsrecht</b></i></p>
<p>Gewaltfreies Widerstehen ist ein Bürgerrecht. Entschließung der Delegiertenkonferenz vom 12. Juni 1983 (166)<br />
<i><b>Radikalenerlass / Berufsverbote</b></i></p>
<p>Die HU zum Hamburger Senatsbeschluß von 1971 und zum Ministerpräsidentenbeschluß von 1972. Stellungnahme des Verbandstages (168)</p>
<p>Rede von Jürgen Seifert auf dem Stuttgarter Kongreß „Innere Freiheit in der Demokratie“ (170)<br />
<i><b>Strafverfahren / Besondere Befugnisse der Polizei</b></i></p>
<p>Gegen Durchsuchungen ohne richterlichen Befehl. Brief der Humanistischen Union an den Justizminister Vogel (181)</p>
<p>Ulrich Vultejus: Thesen zur Problematik der Untersuchungshaft (183)</p>
<p>Memorandum der HU zum Under Cover Agent (187)</p>
<p>Wehret dem „Lauschangriff“ gegen Wohnungen! (190)</p>
<p>Hannoveraner Appell gegen die Verwanzung des Grundgesetzes (193)<br />
<b><i>Terrorismus / Terrorismusbekämpfung</i></b></p>
<p>Memorandum der HU zum Sympathisanten-Begriff. Offener Brief an den Bundespräsidenten (195)</p>
<p>Zur Abstimmung über das „Terrorismusbekämpfungsgesetz“ am 14.12.2001. Offener Brief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages (202)</p>
<p>Deutschland braucht keine Bundesgeheimpolizei! Stellungnahme des Forum Menschenrechte zur geplanten Novellierung des BKA-Gesetzes (206)<br />
<b><i>Datenschutz</i></b></p>
<p>Erklärung der HU zum Personenkennzeichen und Datenschutz (213)</p>
<p>Memorandum zum Bundes-Datenschutzgesetz (215)</p>
<p>Offener Brief zur Medienpolitik der Bundesregierung (223)</p>
<p>Offener Brief zur Volkszählung vom 21.2.1983 (228)</p>
<p>HU nimmt Abschied vom Fernmeldegeheimnis. Kranzniederlegung anlässlich der Verabschiedung des Gesetzes zur Reform<br />
der Telekommunikationsüberwachung und der Vorratsdatenspeicherung (229)</p>
<p>Sven Lüders: Neuer Datenschutzvirus in Umlauf gebracht. Humanistische Union will rasche Ausbreitung der<br />
Steueridentifikationsnummer gerichtlich stoppen (230)<br />
<b><i>Informationsfreiheit </i></b></p>
<p>Für einen vorbehaltlosen Auskunftsanspruch des Bürgers gegenüber der Verwaltung. Ein Forderungskatalog der Humanistischen Union Berlin (237)</p>
<p>Jürgen Seifert: Das Informationsrecht des Bürgers als Grundvoraussetzung der Demokratie (240)</p>
<p>Christoph Bruch: Im Kampf gegen das Amtsgeheimnis. Der lange Weg zu einem deutschen Informationsfreiheitsgesetz (248)<br />
<i><b>Mehr Demokratie</b></i></p>
<p>Zwölf Wege und Vorschläge zu „mehr Demokratie“ (257)<br />
<i><b>Gesamtdeutsche Verfassung </b></i></p>
<p>Eine neue Verfassung für Deutschland (261)</p>
<p>Brief des Vorstandes der GHI im Auftrag der Mitgliederversammlung vom 9. Juni 1993<b> </b>(263)</p>
<p>„Das hat mich einfach gereizt.“ (<i>Diether H. Hoffmann</i>) (268)<br />
<b><i>Frauenrechte</i></b></p>
<p>§ 48 Ehegesetz. Eine Dokumentation zur zwangsweisen Aufrechterhaltung zerrütteter Ehen (273)</p>
<p>Neue Initiative gegen den Abtreibungs-Straftatbestand. Eine Aktion des Landesverbandes Berlin der HU (279)</p>
<p>Vorschlag zur gesetzlichen Regelung des Schwangerschaftsabbruchs (283)</p>
<p>Hans Robinsohn: Ein bestreitbares Urteil (289)</p>
<p>Erklärung der HU zum Schwangerschaftsabbruch (295)</p>
<p>Heide Hering: Die Bundesrepublik braucht ein Anti-Sex-Diskriminierungsgesetz (296)</p>
<p>Plädoyer für die Strafbarkeit einer Vergewaltigung in der Ehe. Stellungnahme des Bundesvorstandes der HU zu zwei Gesetzentwürfen von SPD und Grünen im Bundestag (301)</p>
<p>Bayerische Justiz darf nicht geltendes Recht durch kirchliche Moralvorstellungen ersetzen (308)</p>
<p>Frauen in bester Verfassung (310)</p>
<p>„Es war manchmal auch für mich schwierig, mit Juristen<br />
und Männern zusammenzuarbeiten.“ (<i>Heide Hering</i>) (314)<br />
<i><b>Bioethik</b></i></p>
<p>HU-Vorschlag für einen „Patientenbrief“ (321)</p>
<p>Gerd Hirschauer: Über Freitod, Selbstmord, aktive Sterbehilfe und Tötung auf Verlangen (323)</p>
<p>HU fordert Richtlinien für die Sterbehilfe (329)</p>
<p>Ulrich Klug: Stellungnahme der HU zu einem Hearing des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestags (331)</p>
<p>Rosemarie Will: Vorschlag zur Neuregelung des § 216 StGB (342)</p>
<p>Gesetzentwurf zur Selbstbestimmung am Lebensende (343)</p>
<p>Rosemarie Will: Was lange währt, wird endlich gut? Erstes Gesetz zur Patientenverfügung endlich da (344)</p>
<p>„Die Humanistische Union sollte den Mut haben, ihre Positionen in den Raum zu stellen.“ (<i>Sophie Rieger</i>) (352)<br />
<b><i>Drogenpolitik</i></b></p>
<p>Drogenfreigabe statt Aufrüstung im Drogenkrieg! (357)<br />
<i><b>Psychiatrie</b></i></p>
<p>Forderungen der HU zur Reform der Psychiatrie (364)<br />
<b><i>Erziehung, Bildung und Kinderrechte</i></b></p>
<p>Vorschläge zur Reform des Unehelichenrechts, als Memorandum dem Familien- und dem Rechtsausschuß des Deutschen Bundestages überreicht (369)</p>
<p>Wege und Ziele einer Erziehungsreform. Ein Arbeitsprogramm der Humanistischen Union (373)</p>
<p>Gunda Diercks-Elsner: Stellungnahme der HU zum Bericht der Bundesregierung an die Vereinten Nationen zur „UN-Konvention über die Rechte des Kindes“ (385)</p>
<p>Das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Bildung (387)</p>
<p>„Mit der HU und ihren Themen haben wir unser<br />
Leben aufgebaut &#8230;“ (<i>Helga und Wolfgang Killinger</i>)  (400)<br />
<b><i>Friedenspolitik</i></b></p>
<p>Gerechter Friede statt „gerechter“ Kriege. Beschluss des Vorstandes der Gustav Heinemann-Initiative vom 2.2.2005 (407)</p>
<p>Freiwilligkeit statt Zwang. Gemeinsame Erklärung zur Abschaffung des Wehr- und Zivildienstes (423)</p>
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		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/hu-50jahre.jpg" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>Anwältin der Bürgerrechte: Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Humanistischen Union am 24. September 2011</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/ueber-uns/verein/geschichte/anwaeltin-der-buergerrechte-festakt-zum-50-jaehrigen-bestehen-der-humanistischen-union-am-24-septemb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[huadminuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 11:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Termine: Bundesverband]]></category>
		<category><![CDATA[Verband: HU-Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Wir Über Uns]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/anwaeltin-der-buergerrechte-festakt-zum-50-jaehrigen-bestehen-der-humanistischen-union-am-24-septemb/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute vor 50 Jahren, am 26. August 1961, fand in M&#252;nchen die Gr&#252;ndungsversammlung der Humanistischen Union statt. Wir wollen aus diesem Anlass an die Gr&#252;ndung einer der &#228;ltesten B&#252;rgerrechtsorganisationen Deutschlands erinnern und laden Sie bereits heute zu unserem Festakt anl&#228;sslich des 50-j&#228;hrigen Bestehens der Humanistischen Union ein. Wir m&#246;chten unseren Geburtstag gemeinsam mit Ihnen am [weiterlesen]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute vor 50 Jahren, am 26. August 1961, fand in M&uuml;nchen die Gr&uuml;ndungsversammlung der Humanistischen Union statt. Wir wollen aus diesem Anlass an die Gr&uuml;ndung einer der &auml;ltesten B&uuml;rgerrechtsorganisationen Deutschlands erinnern und laden Sie bereits heute zu unserem Festakt anl&auml;sslich des 50-j&auml;hrigen Bestehens der Humanistischen Union ein.</p>
<p>Wir m&ouml;chten unseren Geburtstag gemeinsam mit Ihnen am Samstag, dem 24. September 2011, um 19 Uhr in der Berliner Akademie der K&uuml;nste begehen. Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie unten.</p>
<p>Mit einem Offenen Brief rief im Juni 1961 der damalige Redakteur des Bayerischen Rundfunks, Gerhard Szczesny, zur Gr&uuml;ndung einer neuen Vereinigung auf. Deren Aufgabe sei es, f&uuml;r &#8222;die Wahrung oder Wiederherstellung unserer Grundrechte zu sorgen&#8220;. Als Namen f&uuml;r diese Vereinigung schlug er &#8222;Humanistische Union&#8220; vor. Unter Humanismus verstand Szczesny keine Ersatzreligion oder Weltanschauung, sondern ein politisches Programm, das die Menschen ins Zentrum seiner Bem&uuml;hungen stellt. In seinem Gr&uuml;ndungsaufruf hie&szlig; es: &#8222;Diese &#8218;Humanistische Union&#8216; sollte eine Vereinigung sein, die die Solidarit&auml;t unseres menschlich b&uuml;rgerlichen Lebens ebenso entschieden pflegt und f&ouml;rdert wie die Pluralit&auml;t unseres individuellen Daseins und Glaubens; sie h&auml;tte &uuml;ber das Bekenntnis zu einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaftsordnung hinaus weder ein bestimmtes politisches noch ein bestimmtes weltanschauliches Programm zu vertreten.&#8220; Dem Aufruf folgten seinerzeit zahlreiche Pers&ouml;nlichkeiten des &ouml;ffentlichen Lebens, so der Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich, der Hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer und der Soziologe Ren&eacute; K&ouml;nig. Das Bekenntnis zu den freiheitlich-demokratischen Werten unseres Grundgesetzes, die Verteidigung des Selbstbestimmungsrechts der Menschen und die Pluralit&auml;t politischer wie religi&ouml;s-weltanschaulicher &Uuml;berzeugungen sind in den vergangenen 50 Jahren zu Markenzeichen der Humanistischen Union geworden. Sie z&auml;hlt heute zu den wenigen B&uuml;rgerrechtsorganisationen der Bundesrepublik, die sich mit dem gesamten Spektrum der Freiheitsrechte besch&auml;ftigen.</p>
<p>Die Humanistische Union ist in dieser Zeit nicht zur Massenorganisation herangewachsen &#8211; ihr geh&ouml;ren heute, nach dem Zusammenschluss mit der Gustav Heinemann-Initiative im Jahre 2009, 1.600 Mitglieder an. Dennoch hat sie es geschafft, wichtige Entwicklungen anzusto&szlig;en, die zur Liberalisierung unserer Gesellschaft beigetragen haben:</p>
<ul>
<li>1968 einen ersten Gesetzentwurf zur Kennzeichnung von Polizisten (wie sie Berlin und Brandenburg derzeit erstmals umsetzten)</li>
<li>1970 einen Gesetzentwurf f&uuml;r die Fristenregelung zur Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs (vergleichbar dem seit 1993 geltenden Recht)</li>
<li>1978 die Forderung nach einer gesetzlichen Anerkennung von Patientenverf&uuml;gungen (die mit dem neuen Betreuungsrecht vom 1. September 2009 erf&uuml;llt wurde)</li>
<li>1978 die Forderung eines Anti-Diskriminierungsgesetzes f&uuml;r die BRD (das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz des Bundes trat 28 Jahre sp&auml;ter in Kraft)</li>
<li>1980 die Forderung eines freien Zugangs zu allen staatlichen Akten (25 Jahre sp&auml;ter wurde das Informationsfreiheitsgesetz des Bundes erlassen).</li>
</ul>
<p>Neben den erfolgreichen Beitr&auml;gen zur politischen Kultur in Deutschland, die die HU vorweisen kann, sind nach wie vor viele ihrer Forderungen nicht erf&uuml;llt &#8211; erinnert sei nur an:</p>
<ul>
<li>den Stopp staatlicher &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen und die Begrenzung heimlicher Ermittlungsmethoden insbes. im Vorfeld von Straftaten,</li>
<li>die Abschaffung des Listenprivilegs als Basis massenhaften Adress- und Datenhandels und die St&auml;rkung der informationellen Selbstbestimmung,</li>
<li>die Abschaffung der Staatskirchenleistungen, wie unsere Verfassung es seit 1919 vorsieht,</li>
<li>die Einf&uuml;hrung von Volksentscheiden und anderer Formen der direkten Partizipation.</li>
</ul>
<p>Wir m&ouml;chten unser Jubil&auml;um nutzen, um unsere gro&szlig;en und kleinen Erfolge zu feiern, und zugleich dar&uuml;ber nachzudenken, wie wir unsere offenen Ziele erreichen k&ouml;nnen. Dazu laden wir Sie herzlich ein:</p>
<h3>Anw&auml;ltin der B&uuml;rger&shy;rechte</h3>
<h4>Festakt zum 50. Jubil&auml;um der Humanis&shy;ti&shy;schen Union</h4>
<p>Samstag, 24. September 2011, 19 Uhr<br />Akademie der K&uuml;nste<br />Pariser Platz 4, 10117 Berlin</p>
<p><b>Das Programm:</b></p>
<p>Er&ouml;ffnung &amp; Gru&szlig;worte</p>
<p>Die Zukunft erinnern<br /><i>Prof. Dr. Rosemarie Will</i>, Bundesvorsitzende, zu den Perspektiven der Humanistischen Union</p>
<p>Katalysator und intellektuelle Stichwortgeberin &#8211; Perspektiven f&uuml;r die Zukunft der Humanistischen Union?<br /><i>Prof. Dr. Susanne Baer</i>, Richterin am Bundesverfassungsgericht<br />im Gespr&auml;ch mit <i>Daniela Dahn</i>, Journalistin und Autorin<br />moderiert von <i>Dr. Christian Rath</i>, Journalist</p>
<p>Ausklang</p>
<p>Die musikalische Begleitung liefert &#8222;<i>zu Viert &#8211; Vokalquartett</i>&#8220; (Melanie Knebel, Ulrike Knorr, Philipp Schneider und Stefan Klos).<br />Im Anschluss l&auml;dt die Humanistische Union zu einem Empfang.</p>
<p>Der Eintritt ist frei.<br />Wir bitten um eine Voranmeldung bis zum 19. September 2011 per E-Mail an <a href="mailto:service%40humanistische-union.de">service@humanistische-union.de</a> oder Fax 030 204 502 57 oder per Post an die Gesch&auml;ftsstelle der Humanistischen Union (Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin).<br />Mitglieder der diesj&auml;hrigen Delegiertenkonferenz sind automatisch f&uuml;r die Veranstaltung angemeldet.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>HU wird 50 &#8211; und ist kein bisschen müde</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2011/50-geburtstag-der-hu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[München: Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Südbayern: Veranstaltungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Verband: HU-Geschichte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/termin/50-geburtstag-der-hu/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bericht vom Empfang der Regionalverbandes M&#252;nchen-S&#252;dbayern zum 50. Geburtstag am 8. Juli 2011 Corinna Spies und Wolf Euba lesen HU-Texte Corinna Spies und Wolf Euba lesen HU-Texte Die Gr&#252;ndung der Humanistischen Union am 26. August 1961 liegt nunmehr (fast) ein halbes Jahrhundert zur&#252;ck. Dieses Jubil&#228;um steckte den Rahmen f&#252;r ein Zusammensein in entspannter Atmosph&#228;re, um [weiterlesen]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bericht vom Empfang der Regionalverbandes M&uuml;nchen-S&uuml;dbayern zum 50. Geburtstag am 8. Juli 2011</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/HU50_Spies_Euba_edit10.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5945 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/HU50_Spies_Euba_edit10-600x419.jpg" alt="HU wird 50 - und ist kein bisschen m&uuml;de" width="600" height="419" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/HU50_Spies_Euba_edit10-600x419.jpg 600w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/HU50_Spies_Euba_edit10-768x536.jpg 768w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/HU50_Spies_Euba_edit10-800x558.jpg 800w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/HU50_Spies_Euba_edit10-450x314.jpg 450w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/HU50_Spies_Euba_edit10.jpg 914w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>Corinna Spies und Wolf Euba lesen HU-Texte</span></p>
<p class="news-single-imgcaption">Corinna Spies und Wolf Euba lesen HU-Texte</p>
</div>
<p><b>Die Gr&uuml;ndung der Humanistischen Union am 26. August 1961 </b>liegt nunmehr (fast) ein halbes Jahrhundert zur&uuml;ck. Dieses Jubil&auml;um steckte den Rahmen f&uuml;r ein Zusammensein in entspannter Atmosph&auml;re, um an die Vergangenheit zu erinnern, aber den Blick auch in die Zukunft zu richten. Da der Verein sich in M&uuml;nchen konstituierte und die bis Ende &#8217;97 dort sa&szlig;, schien es dem <b>Regionalverband M&uuml;nchen-S&uuml;dbayern </b>angemessen &#8211; in Erg&auml;nzung zur Hauptfeier in Berlin &#8211; auch <b>einen festlichen Empfang vor Ort </b>auszurichten. Als geeignete Umgebung hierf&uuml;r bot sich die Seidlvilla im M&uuml;nchner Stadtteil Schwabing an, welche vielen Mitgliedern schon aus fr&uuml;heren Veranstaltungen gut bekannt ist.</p>
<p>Den Weg zur Veranstaltung am 8. Juli 2011 fanden viele HU-Mitglieder, insbesondere mit <b>Frau Dr. Lotte K&ouml;hler auch ein Gr&uuml;ndungsmitglied</b>, und nicht wenige interessierte Externe. Unter den Teilnehmern waren <b>HU-Beir&auml;te, Preistr&auml;gerinnen des &#8222;Aufrechten Ganges&#8220;,&nbsp; Vertreter der SPD, der LINKEN, den Gr&uuml;nen, der Piraten und der Neuen Richtervereinigung</b>. Das Programm setzte sich zusammen aus einer bunten Mischung von Beitr&auml;gen, die einen aussagekr&auml;ftigen Einblick in die Bet&auml;tigungsfelder der Humanistischen Union erm&ouml;glichten.</p>
<p>Das ehemalige Vorstandsmitglied <b>Prof. Dr. Tim Hering &uuml;bernahm die Begr&uuml;&szlig;ung des Publikums </b>und stellte die Hintergr&uuml;nde der beiden unmittelbar nachfolgend zu lesenden Texte vor: des &#8222;Gr&uuml;ndungsaufrufs&#8220; von 1961 und des &#8222;Memorandums zum Kernbereich des Rechtsstaats&#8220; von 1978. In gebotener K&uuml;rze erweckte er die gesellschaftliche Situation von 1961 zum Leben und f&uuml;hrte so in den zeitlichen Kontext der Gr&uuml;ndung der Humanistischen Union ein. Auch den von Angst um die Innere Sicherheit gepr&auml;gten Zeitgeist von 1978, welcher zur Abfassung des genannten Memorandums f&uuml;hrte, umriss er in knappen, pr&auml;zisen Worten. Im Anschluss wies er noch auf andere wichtige Stellungsnahmen der Humanistischen Union hin, welche gedruckt auslagen.</p>
<p>Der aus Funk und Fernsehen bekannte <b>Wolf Euba trug dann den Gr&uuml;ndungsaufruf von Dr. Gerhard Szczesny </b>in n&uuml;chterner wie einf&uuml;hlsamer Diktion vor. Beim H&ouml;ren dieses Textes&nbsp; wurde klar, welche Haltung die Bildung der Humanistischen Union motiviert hatte: die Ablehnung eines &#8222;totalen Machtanspruchs einer christlichen Sprach-, Denk- und Verhaltensregelung&#8220; f&uuml;r &#8222;eine Gesellschaft, die nur zu einem Teil aus gl&auml;ubigen Christen besteht&#8220;. Gemeint war damit nicht etwa eine Leugnung des &#8222;Recht[s] des gl&auml;ubigen Christen, sich um die Verbreitung seines Glaubens zu bem&uuml;hen&#8220;, sondern die unzul&auml;ssige Einflussnahme der Kirche mittels staatlicher Stellen auf die &Ouml;ffentlichkeit. Die vollumf&auml;ngliche Trennung von Staat und Kirche ist bis heute Teil des Aufgabenspektrums der Humanistischen Union geblieben, obgleich viele weitere b&uuml;rgerrechtliche Themen dieses seit der Anfangsphase erweitertet hatten. Szczesny gab aber keine rein einseitig ablehnende Stellungnahme ab. Vielmehr breitete er das humanistisch konnotierte Verst&auml;ndnis eines lebensf&auml;higen Gemeinwesens als positiven Gegenentwurf aus, dessen &#8222;Pluralit&auml;t der Prinzipien von der Solidarit&auml;t der Personen getragen&#8220; werden m&uuml;sste.</p>
<p><b>Die Journalistin Corinna Spies trug danach als eine pars pro toto der Auseinandersetzungen der Humanistischen Union mit gesellschaftspolitischen Themen einen Text aus dem Jahr 1978 vor, dessen voller Titel &#8222;Die Humanistische Union fragt Bundesregierung und Bundestag: Wo beginnt der Kernbereich des Rechtsstaats?&#8220; lautet.</b> Der Vergleich mit dem zuvor verlesenen Text zeigte, wie sich der Aktionsradius der Vereinigung seit den Anf&auml;ngen vergr&ouml;&szlig;ert hatte. Die Bundesregierung hatte &#8211; so der historische Hintergrund &#8211; an die UNO einen &#8222;Staatenbericht &uuml;ber b&uuml;rgerliche und politische Rechte&#8220; geleitet, in welchem sie zu einem positiven Ergebnis gelangt war. Geradezu ins Gegenteil verkehrt fiel dagegen die Bewertung der Humanistischen Union aus: in der Bundesrepublik werden &#8222;die b&uuml;rgerlichen und politischen Rechte zunehmend eingeschr&auml;nkt&#8220;. Stichhaltig wurde diese dem Hauptteil des Textes vorangestellte These im Weiteren an Hand einer Vielzahl von Beispielen bewiesen und so die Behauptung der Bundesregierung gl&auml;nzend widerlegt. Vieles kam dem Publikum hierbei aus j&uuml;ngster Zeit wohlbekannt vor. Beispielsweise k&ouml;nnten die datenschutzbezogenen Ausf&uuml;hrungen nahezu wortw&ouml;rtlich in gegenw&auml;rtige Publikationen &uuml;bertragen werden. H&ouml;hnisches Gel&auml;chter entstand beim Verlesen einer Auswahl von damaligen Unterzeichnern, als der Name Otto Schily &#8211; damals Mitglied im Vorstand der HU &#8211; fiel.</p>
<p><b>In den H&auml;nden von Heide Hering lag es, die Rolle der Frauen in der Humanistischen Union ins rechte Licht zu r&uuml;cken. </b>Mit viel Humor berichtete sie von ihren pers&ouml;nlichen Erfahrungen in der Humanistischen Union als &#8222;absolute Quotenfrau&#8220;, von welcher sie sich zu einer engagierten Streiterin f&uuml;r die weibliche Emanzipation entwickelte. Untrennbar damit verwoben waren die Aktivit&auml;ten der HU f&uuml;r die Abschaffung des Abtreibungs-Paragraphen 218 und auf dem Gebiet der Gleichstellungspolitik. Heide Hering warf hierbei Schlaglichter auf die Beratungen zum Entwurf eines Antidiskriminierungsgesetzes der HU, das unter Federf&uuml;hrung des damaligen FDP-Innenministers Gerhart Baum vor dem Regierungswechsel beinahe noch verwirklicht worden w&auml;re. Erst im Nachgang der Wiedervereinigung gl&uuml;ckte die verfassungsrechtliche Verankerung einer Rechtsgrundlage f&uuml;r die aktive F&ouml;rderung der tats&auml;chlichen Gleichberechtigung von Mann und Frau (Art. 3 Abs. 2 Satz 2 GG). Mit der von Heide Hering und anderen gegr&uuml;ndeten Initiative &#8222;Frauen in bester Verfassung&#8220; konnte sie die Innovationskraft der Humanistischen Union eindrucksvoll st&auml;rken. In bester Tradition standen daher die rechtspolitischen Vorschl&auml;gen, welche ihren Vortrag abrundeten.</p>
<p>Schlie&szlig;lich trug <b>die Bundesvorsitzende Prof. Dr. Rosemarie Will ihre &Uuml;berlegungen zu den Zukunftsperspektiven der Humanistischen Union vor. </b>Im Vordergrund standen hierbei weniger deren inhaltlichen Themen, welche in den vorangegangen Beitr&auml;gen gen&uuml;gend gew&uuml;rdigt worden waren, sondern die Ver&auml;nderung der Mitgliederstruktur im Laufe der vergangenen Jahrzehnte. Die Referentin hob die Beendigung des Mitgliederschwundes seit dem Jahr 2006 hervor. Dies machte sie zum Ausgangspunkt ihrer &Uuml;berlegungen, wie sich die Vereinigung in Zukunft fortentwickeln m&uuml;sse, genauer welche Anforderungen diese zu erf&uuml;llen habe, um weiterhin effektiv B&uuml;rgerrechtsarbeit betreiben zu k&ouml;nnen. Zur &Uuml;bergabe des metaphorischen Staffelstabs an die n&auml;chste Generation von Aktiven gab Will eine vorsichtig optimistische Prognose ab: &#8222;Dass jemand zum &Uuml;bergeben da ist, scheint gew&auml;hrleistet zu sein&#8220;.</p>
<p>Nach <b>Beendigung des offiziellen Teils verblieb die Gesellschaft dann noch eine Weile f&uuml;r angeregte Gespr&auml;che in der Seidlvilla. </b>Nicht wenige Impulse d&uuml;rften von den verschiedenen Beitr&auml;gen ausgegangen sein. Zieht man ein <b>Res&uuml;mee</b>, ist festzuhalten: <b>mit Stolz kann die Humanistische Union auf ihr gesellschaftspolitisches Engagement in den ersten f&uuml;nfzig Jahren ihres Bestehens zur&uuml;ckblicken. Will sie in Zukunft aber weiterhin einen erklecklichen Beitrag zur b&uuml;rgerrechtlichen Angelegenheiten in der Bundesrepublik leisten, darf sie sich auf solchen Lorbeeren aber nicht ausruhen.</b></p>
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            	</item>
		<item>
		<title>Nachdenken über die Zukunft der Humanistischen Union, seit 2009 vereinigt mit der Gustav-Heinemann-Initiative</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2011/nachdenken-ueber-die-zukunft-der-humanistischen-union-seit-2009-vereinigt-mit-der-gustav-heinemann-i/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 14:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Südbayern: Veranstaltungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Verband: HU-Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Prof. Dr. Rosemarie Will spricht &#252;ber &#8222;die Zukunft der Humanistischen Union, seit 2009 vereinigt mit der Gustav-Heinemann-Initiative&#8220; beim Empfang des RV M&#252;nchen-S&#252;dbayern zum 50. Geburtstag der Humanistischen Union am 8.Juli 2011 Prof. Dr. Rosemarie Will spricht &#252;ber &#8222;die Zukunft der HU&#8220; Prof. Dr. Rosemarie Will spricht &#252;ber &#8222;die Zukunft der HU&#8220; Aus Anlass einer Feier [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dr. Rosemarie Will  spricht &uuml;ber &#8222;die Zukunft der Humanistischen Union, seit 2009 vereinigt mit der Gustav-Heinemann-Initiative&#8220; beim Empfang des RV M&uuml;nchen-S&uuml;dbayern zum 50. Geburtstag der Humanistischen Union am 8.Juli 2011</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/09rosi_IMG_2364edit.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5946 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/09rosi_IMG_2364edit-600x400.jpg" alt="Nachdenken &uuml;ber die Zukunft der Humanistischen Union, seit 2009 vereinigt mit der Gustav-Heinemann-Initiative" width="600" height="400" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/09rosi_IMG_2364edit-600x400.jpg 600w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/09rosi_IMG_2364edit-768x512.jpg 768w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/09rosi_IMG_2364edit-1000x667.jpg 1000w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/09rosi_IMG_2364edit-1536x1024.jpg 1536w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/09rosi_IMG_2364edit-2048x1366.jpg 2048w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/09rosi_IMG_2364edit-800x533.jpg 800w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/09rosi_IMG_2364edit-450x300.jpg 450w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>Prof. Dr. Rosemarie Will  spricht &uuml;ber &#8222;die Zukunft der HU&#8220;</span></p>
<p class="news-single-imgcaption">Prof. Dr. Rosemarie Will  spricht &uuml;ber &#8222;die Zukunft der HU&#8220;</p>
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<p>Aus Anlass einer Feier zum 50. Jahrestag der HU &uuml;ber ihre Zukunft nachzudenken, ist mehr als riskant.</p>
<p>Die Frage nach der Zukunft der HU kann mit ja oder mit nein beantwortet werden. Aber auch wenn sie,&nbsp; wie von mir, mit ja beantwortet wird, bleibt die Schwierigkeit, sich vorzustellen, wie die n&auml;chsten 50 Jahre einer B&uuml;rgerrechtsbewegung wie der HU, die mit der Gr&uuml;ndung der HU begonnen hat, aussehen k&ouml;nnten.</p>
<p>Ganz so wagemutig werde ich nicht sein k&ouml;nnen. Zun&auml;chst einmal muss es reichen, mit Blick auf die 50-j&auml;hrigen Vergangenheit und auf die spezielle Situation zu konzentrieren, die im letzten Jahrzehnt in der HU entstanden ist, <b>um zu analysieren, wie wir uns im letzten Jahrzehnt entwickelt haben und welche Wege wir gehen m&uuml;ssen, um das n&auml;chste Jahrzehnt zu meistern.</b></p>
<p>Die HU als Bestandteil des Vor-68er-Aufbruches war bald nach ihrer Gr&uuml;ndung eine deutlich sichtbare mitgliedernahe B&uuml;rgerrechtsorganisation. Mit ihren gro&szlig;en Gr&uuml;ndungsthemen, der Trennung von Kirche und Staat, der Reform des Sexualstrafrechts und der Reform des Strafvollzuges hat sie einerseits auf die ungel&ouml;sten Probleme der Randgruppen der neuen Wohlstandsordnung der Bundesrepublik &ouml;ffentlich hingewiesen und sie als gesellschaftlichen Skandal ins Blickfeld ger&uuml;ckt. Zugleich ging es ihr aber auch um die eigene Emanzipation ihrer Mitglieder und deren Interessenvertretung, wenn sie sich gegen die autorit&auml;re Macht des Staates, der Kirchen und anderer meist wirtschaftlicher Verb&auml;nde wandte. Das wird darin deutlich, <b>dass sie Tabus von Ehe- und Beziehungsproblemen, von Sexualit&auml;t genauso aufzubrechen versuchte, wie die Probleme des Bildungsnotstandes oder die Probleme im Strafvollzug. </b></p>
<p><b>Die HU lebte in den fr&uuml;hen Jahren vom unglaublichen Hunger nach Argumenten und hat damit den Zeitgeist getroffen</b>. Das bessere Argument war das heilsame Ritual, der nackte Kaiser wurde l&auml;cherlich gemacht. Dies f&uuml;hrte die <b>HU zu einer Mitgliedsst&auml;rke von ca. 4.000 M&auml;nnern und Frauen, eingeschlossen eine sehr starke Studentenorganisation.</b></p>
<p>Bereits Ende der 60er Jahre und dann in den 70er Jahren trennte sich die HU aber vom Kulturpathos ihrer Gr&uuml;nderzeit und fand den Weg zu einer rechtspolitischen Kampagnenarbeit f&uuml;r die Verteidigung der Grund- und Menschenrechte des Grundgesetzes. Ausl&ouml;ser daf&uuml;r waren die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um die Notstandsgesetzgebung und die Auseinandersetzungen mit den Terrorbek&auml;mpfungsgesetzen der 70er Jahre.</p>
<p>Dieser Weg sicherte der HU einen festen Platz im B&uuml;rgerrechtsspektrum der Bundesrepublik. Sie war deutlich erkennbar als linksliberale Organisation, die linker und k&auml;mpferischer und damit weniger b&uuml;rgerlich wahrgenommen wurde als z. B. die Gustav-Heinemann-Initiative, aber auch deutlich b&uuml;rgerlicher und liberaler als das Komitee f&uuml;r Grundrechte. Auf diesem Platz hat sich die HU in den 80er und 90er Jahren dann eingerichtet.</p>
<p>Die HU hat sich in diesen Jahren nicht auf Themen spezialisiert wie das andere Organisationen, wie z. B. ProAsyl, Amnesty u. a., getan haben. Sie hat sich auch nicht internationalisiert. Von gelegentlichen Ausfl&uuml;gen &#8211; nach Europa &#8211; abgesehen, blieb sie eine nationale, deutsche, in der Bundesrepublik verankerte Organisation. Sie ist auch ein mitgliederbasierter Verein geblieben. Das hei&szlig;t, sie hat nicht auf einen hauptamtlichen Apparat gesetzt, sondern ihre Gesch&auml;ftsstelle ist das geblieben, was sie von Anfang an war &#8211; ein Ein-Mann- bzw. ein Ein-Frau-Betrieb. Finanziert wurde die HU in allen f&uuml;nf Jahrzehnten durch ihre Mitglieder und Freunde.</p>
<p>So gesehen blieb die HU altmodisch und &#8211; wie Norbert Reichling feststellte &#8211; &#8222;ein sehr z&auml;her Intelligenzlerverein&#8220;. J&uuml;rgen Seifert hat die HU als einen Verein charakterisiert, der gemeinsame Denkarbeit in kleinerem Kreise leistete, deren Ergebnisse in die &Ouml;ffentlichkeit getragen werden sollten. Die Anziehungskraft lag in der Intellektualit&auml;t und dem langen Atem bei der Bearbeitung des geringf&uuml;gig wechselnden Themenkataloges der B&uuml;rgerrechtsarbeit.</p>
<p>In dieser Zeit ist der Mitgliederbestand drastisch gesunken. Jahr f&uuml;r Jahr gab es mehr Austritte als Eintritte. Die F&uuml;hrungseliten der HU haben sich dabei durchaus auch gegeneinander verk&auml;mpft und nicht nur der HU-Gr&uuml;nder Gerhard Szczesny sondern auch nachfolgende HU-Vorsitzende und Vorstandsmitglieder haben die HU auch wieder verlassen.</p>
<p>Bei all dem aber ist das Gr&uuml;ndungsmotiv der HU erstarkt &#8211; der Glaube an die Wirksamkeit der liberalen Mechanismen des Rechtsstaates. Die HU blieb eine Organisation, die die Mechanismen des Rechtsstaates verteidigte und zu erweitern half.</p>
<p>W&auml;re es aber wie in den 80er und 90er Jahren weiter gegangen, w&auml;re das Ende der HU absehbar gewesen. Der stetige Mitgliederschwund lie&szlig; auch die finanziellen Grundlagen der HU zusehends schrumpfen.</p>
<p>Erst die Terrorismusbek&auml;mpfungsgesetze nach dem 11. September 2001 haben diese Situation ver&auml;ndert.</p>
<p>Im Rahmen unseres konsequenten Auftretens gegen die neuen Sicherheitsgesetze konnten wir wieder verst&auml;rkt neue Mitglieder gewinnen. Mit einer alten, lange gewachsenen Kompetenz in der Sicherheitspolitik waren wir eine sichtbare Stimme gegen die mit der Sicherheitsgesetzgebung einhergehenden Irrationalit&auml;ten. Wir schafften es, mit Einzelaktionen die neuen Polizeibefugnisse, wie die Online-Durchsuchung zun&auml;chst einmal zu verhindern. So gelang es Frederik Roggan mit seiner Verfassungsbeschwerde das Verfassungsschutzgesetz von Nordrhein-Westfahlen, wo diese Befugnis zum ersten Mal vorgesehen war, in Karlsruhe f&uuml;r nichtig erkl&auml;ren zu lassen. Er und die HU mit ihm wurden damit zum Geburtshelfer des neuen Grundrechts f&uuml;r die Sicherheit und Integrit&auml;t elektronischer Systeme.</p>
<p>Aber erst 2006 gelang es, das Blatt in Sachen Mitgliederst&auml;rke zu wenden. Seit 2006 sind mehr Mitglieder eingetreten als ausgetreten sind. Seither versuchen wir z&auml;h, diesen Zustand zu halten. Das ist nat&uuml;rlich auch durch die Fusion mit der Gustav-Heinemann-Initiative 2009 weiter gelungen, aber unser Mitgliederzuwachs und der damit einhergehende Generationenwechsel in der HU sind nicht damit zu erkl&auml;ren. Vielmehr ist es gelungen, eine neue junge Generation f&uuml;r die B&uuml;rgerrechtsarbeit zu gewinnen. Zurzeit gibt es sogar ein Generationsproblem in der HU. 50 Prozent der Mitglieder sind in den letzten zehn Jahren eingetreten. Das ist eine junge Generation um die 30 Jahre. Der zweite gro&szlig;e Mitgliederblock in der HU besteht aus Mitgliedern, die in den 60er Jahren eingetreten sind. Die dazwischen liegende Mitgliederschicht betr&auml;gt nur 20 Prozent. Ihr fallen aber derzeit zwei wichtige Aufgaben gleichzeitig zu.</p>
<p>Nachdem wir sehr um neue Mitglieder gerungen haben, m&uuml;ssen f&uuml;r diese die gro&szlig;en Traditionen in der B&uuml;rgerrechtsarbeit der HU sichtbar und nachvollziehbar gemacht werden, um sie fortf&uuml;hren zu k&ouml;nnen. Noch glauben wir, dass dies m&ouml;glich ist, auch wenn die HU sich derzeit alle f&uuml;nf Jahre neu zusammen setzt. Wir erinnern praktisch die Zukunft.</p>
<p>Es geht darum, die gro&szlig;en Linien der eigenen B&uuml;rgerrechtsarbeit zu vermitteln, um die dabei erworbene Kompetenz weiter zu geben. Deshalb hat sich der Bundesvorstand die Arbeit auferlegt, zum 50. Jahrestag die in 50 Jahren geleistete Arbeit zu dokumentieren. Es soll gezeigt werden, zu zeigen, wozu B&uuml;rgerrechtsarbeit immer wieder gebraucht wird und auch wie schwierig sie ist. 50 Jahre HU zeigen eindrucksvoll, dass der Weg zu einer liberalen, demokratischen und auch gerechten Bundesrepublik ohne B&uuml;rgerrechtsbewegungen unm&ouml;glich ist. Sie zeigen aber auch, dass die B&uuml;rgerrechtler selbst immer wieder neu lernen m&uuml;ssen, sich zu den B&uuml;rgerrechten und zur Demokratie zu verhalten.</p>
<p>Bei der Erkenntnis neuer Felder f&uuml;r die B&uuml;rgerrechtsarbeit hat sich die HU keineswegs immer leicht getan. Es gab im Verein immer wieder langwierige Auseinandersetzungen zu einzelnen Positionen. So ist es der HU zun&auml;chst au&szlig;erordentlich schwer gefallen, gegen den so genannten Radikalenerlass Stellung zu nehmen. Erst nach einigem Z&ouml;gern gelang es unter J&uuml;rgen Seifert, sich b&uuml;rgerrechtlich gegen diesen Erlass zu stellen.</p>
<p>Im Moment h&auml;ngt die Zukunft der HU davon ab, die erarbeiteten Positionen auf den einzelnen Feldern der B&uuml;rgerrechtsarbeit zwischen den Generationen von B&uuml;rgerrechtlern zu vermitteln.</p>
<p>Die Tatsache, dass die HU eine Geschichte hat, bedeutet f&uuml;r ihre Zukunft, dass sie mit dieser Geschichte umgehen muss. Das Werben um die neue Generation kann deshalb nicht einfach auf die Themen setzen, die von der neuen Generation eingebracht werden. Wer will, dass es mit der HU weiter geht, muss zun&auml;chst ausdauernd um die Vermittlung der Themen in der HU ringen, die in der Vergangenheit die Standards in der b&uuml;rgerrechtlichen Diskussion gepr&auml;gt haben. Insoweit geht es um die Wege, die in der B&uuml;rgerrechtsarbeit gegangen worden sind. Diese m&uuml;ssen sichtbar bleiben. Der heutige Zustand darf nicht einfach als Anfang f&uuml;r die Gegenwart genommen werden. Wer das tut, ger&auml;t leicht in Gefahr, zu verkennen, wenn es R&uuml;ckschritte gibt. Zur Mainstreamdiskussion geh&ouml;rt bis heute bekannterma&szlig;en nicht zu erkl&auml;ren, wer wie Minderheitspositionen in der Politik durchgesetzt hat.</p>
<p>Dies zu wissen, ist aber Voraussetzung daf&uuml;r, dort weiter machen zu k&ouml;nnen, wo die anderen aufgeh&ouml;rt haben.</p>
<p>Am 50. Geburtstag einer Organisation geht es neben dem Feiern und dem Auflisten von Erfolgen naturgem&auml;&szlig; auch immer um die &Uuml;bergabe des Staffelstabes zwischen den Generationen. Dass jemand zum &Uuml;bergeben da ist, scheint gew&auml;hrleistet zu sein. Von daher ist die wichtigste Voraussetzung f&uuml;r die Zukunft der HU gegeben. Wie weit sich B&uuml;rgerrechtsarbeit im Sinne der HU fortsetzen kann, h&auml;ngt von vielem ab.</p>
<p>Das, was Vorst&auml;nde dazu tun k&ouml;nnen, wird der gegenw&auml;rtige Vorstand tun. Wir werden uns anstrengen im Miteinander der Generationen von B&uuml;rgerrechtlern.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2011/nachdenken-ueber-die-zukunft-der-humanistischen-union-seit-2009-vereinigt-mit-der-gustav-heinemann-i/">Nachdenken über die Zukunft der Humanistischen Union, seit 2009 vereinigt mit der Gustav-Heinemann-Initiative</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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		<item>
		<title>DIE HUMANISTISCHE UNION UND DIE FRAUEN</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2011/die-humanistische-union-und-die-frauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 14:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre HU]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Südbayern: Veranstaltungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Verband: HU-Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heide Hering redet &#252;ber Aktionen der HU zum Thema &#8222;Emanzipation von Frau und Mann&#8220; beim Empfang des RV M&#252;nchen-S&#252;dbayern zum 50. Geburtstag der Humanistischen Union am 8.Juli 2011 Heide Hering spricht &#252;ber die HU und die Frauen Heide Hering spricht &#252;ber die HU und die Frauen Ich rede &#252;ber die Humanistische Union und die Frauen. [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heide Hering redet &uuml;ber Aktionen der HU zum Thema &#8222;Emanzipation  von Frau und Mann&#8220; beim Empfang des RV M&uuml;nchen-S&uuml;dbayern zum 50. Geburtstag der Humanistischen Union am 8.Juli 2011</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/08heide_IMG_2356edit.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5947 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/08heide_IMG_2356edit-600x400.jpg" alt="DIE HUMANISTISCHE UNION UND DIE FRAUEN" width="600" height="400" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/08heide_IMG_2356edit-600x400.jpg 600w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/08heide_IMG_2356edit-1000x667.jpg 1000w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/08heide_IMG_2356edit-768x512.jpg 768w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/08heide_IMG_2356edit-1536x1024.jpg 1536w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/08heide_IMG_2356edit-2048x1365.jpg 2048w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/08heide_IMG_2356edit-800x533.jpg 800w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/08heide_IMG_2356edit-450x300.jpg 450w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>Heide Hering spricht &uuml;ber die HU und die Frauen</span></p>
<p class="news-single-imgcaption">Heide Hering spricht &uuml;ber die HU und die Frauen</p>
</div>
<p>Ich rede &uuml;ber die Humanistische Union und die Frauen. Ich werde eine W&auml;scheklammer erw&auml;hnen, falsche B&auml;uche, die Zahl 3, etwas in Lila und etwas Peinliches und das Ganze soll nur 10 Minuten dauern &#8211; also auf geht&#8217;s.</p>
<p>Ich fange gleich mit dem Peinlichen an. Es ist Ende der 60er Jahre &#8211; die Referendarin Heide Hering wird von Kollegen &uuml;berredet, mit nach Frankfurt zu einer Demo gegen die Notstandsgesetze zu fahren. Dort tritt J&uuml;rgen Seifert auf. Sie ist begeistert und versucht zuhause, ihren Gef&auml;hrten zu &uuml;berzeugen, da&szlig; diese HU doch eine wichtige Organisation ist und da&szlig; ER da beitreten muss. ER, sie selbst sah sich dort nicht.<br />So war eben der Zeitgeist. Als die HU vor 50 Jahren gegr&uuml;ndet wurde, war sie ein M&auml;nnerverein wie alle anderen.</p>
<p><b>Mit der Frauenbewegung wehte ein neuer Wind &#8211; auch in der HU.</b> Klammer auf: inzwischen war auch ich diesem Verein beigetreten &#8211; Klammer zu.<br />Die HU suchte einen neuen Vorsitzende, zum ersten Mal kandidierte eine Frau. Charlotte Maack stellte als Bedingung: eine weitere Frau in den Vorstand, das wurde ich, eine absolute Quotenfrau &#8211; und kurz darauf gab es sogar eine weibliche Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin, Helga Killinger, die den Verein dann bis zum Umzug nach Berlin so erfolgreich und kompetent organisiert hat.</p>
<p>Unser <b>Arbeitskreis in M&uuml;nchen hie&szlig; &#8222;Emanzipation von Frau und Mann&#8220;</b>, die M&auml;nner waren also von vornherein mit im Boot. Es war uns klar, da&szlig; die Ver&auml;nderung der Frauenrolle auch den Mann und seine Rolle ver&auml;ndern w&uuml;rde. Salopp haben wir es damals so formuliert: die M&auml;nner machen Platz f&uuml;r die Frauen im Beruf und die Frauen machen Platz f&uuml;r die M&auml;nner im Haushalt und bei den Kindern. Ja &#8211; &#8211; heute pfeifen das die Spatzen von den D&auml;chern &#8211; aber damals &#8211; unerh&ouml;rt !<br />Folgerichtig organisierten wir 1975 in M&uuml;nchen den ersten <b>M&auml;nnerkongress</b>. Der Button f&uuml;r diesen Kongress war eine W&auml;scheklammer, auf die wir in Handarbeit gestempelt hatten: auch der Mann geh&ouml;rt ins Haus. das Wort Genderpolitik gab es noch lange nicht &#8211; wir haben diese Politik damals vorweggenommen.</p>
<p>Bei den Frauengruppen ging es damals vor allem um Selbsterfahrung und Bewusstsein und das ja total zu Recht. <b>F&uuml;r die HU geht es immer um die politische Durchsetzung und hier also : um Gesetze f&uuml;r Frauen.</b> 1976 war das Jahr der Frau. England gab sich &#8211; nach amerikanischem Vorbild, ein <b>Antidiskriminierungsgesetz</b>. in Deutschland wurde das weder von der Parteien noch von den Medien wahrgenommen. Wir beschlossen im Vorstand, ein solches Gesetz auch f&uuml;r Deutschland zu fordern. wir haben es nicht nur als erste gefordert, wir haben es auch mit Experten erarbeitet und ver&ouml;ffentlicht. Besonders umstritten waren damals die darin vorgesehenen Frauenf&ouml;rderpl&auml;ne und die <b>Quotierung </b>in allen Bereichen und auf allen Ebenen (immer gleiche Qualifikation vorausgesetzt). Pikanterweise wurde damit argumentiert, dass so etwas &#8211; Quotierung und F&ouml;rderung &#8211; verfassungswidrig sei. Die Konsequenz w&auml;re also, dann muss man eben die Verfassung &auml;ndern &#8211; und genau das haben wir erreicht &#8211; aber davon sp&auml;ter. Um ein Haar w&auml;re ein solches ADG aber damals zustande gekommen. 1979 plante der damalige FDP-Innenminister Baum ein umfassendes Diskriminierungsverbot und die HU wurde zur Beratung gebeten. Leider platzte dann diese Regierung, und das Thema war f&uuml;r Jahrzehnte vom Tisch.<br />Unser Entwurf sah neben dem Gesetz eine Beh&ouml;rde oder eine Kommission vor, f&uuml;r Beschwerden und mit eigenem Klagerecht . Die damalige SPD hat aus dieser Idee die Frauenbeauftragten entwickelt, die dann trotz fehlenden Gesetzes f&uuml;r die Durchsetzung der Gleichberechtigung in Deutschland unentbehrlich wurden.</p>
<p>Gleichzeitig tobte der Kampf um <b>die Abschaffung des &sect; 218</b>. Hier war die HU wieder Avantgarde &#8211; sie forderte die ersatzlose Streichung des Abtreibungsverbots. Wir HU &#8211; Frauen in M&uuml;nchen haben uns falsche Schwangerschaftsb&auml;uche ausgestopft und standen auf dem Stachus mit unseren Kleinkindern, die waren echt, unter dem Transparent &#8222;wir sind gerne M&uuml;tter, aber freiwillig&#8220;. Der Kampf endete &uuml;ber die Zwischenstufen Indikation, dann Fristen und schlie&szlig;lich im heute g&uuml;ltigen faulen Kompromiss.</p>
<p>Als sich abzeichnete, da&szlig; Deutschland vereinigt werden w&uuml;rde, war uns klar, jetzt muss <b>eine neue &#8211; gemeinsame &#8211; Verfassung </b>erarbeitet werden, wie es die Pr&auml;ambel des Grundgesetzes vorsah. Ich setzte mich mit zwei Feministinnenfreundinnen zusammen und an unserem Esstisch in Neubiberg heckten wir die Frauenforderungen an eine neue Verfassung aus. wir nannten das ganze <b>&#8222;Frauen in bester Verfassung&#8220;</b>, der HU &#8211; Vorstand machte sich diese Initiative zu Eigen. Es wurde eine echte Erfolgsstory.<br />Die verschieden en Frauenorganisationen schlossen sich an, die Gr&uuml;nen, die SPD &#8211; Frauen. Wir tagten &#8211; als Antwort auf die Verfassungsversammlung von Herrenchiemsee auf Frauenchiemsee. Unz&auml;hlige lila Postkarten mit den Forderungen wurden gedruckt, und landeten schlie&szlig;lich in Waschk&ouml;rben beim Hearing der Verfassungskommission in Bonn. Zuvor waren alle Verfassungsinitiativen im Kuratorium f&uuml;r einen demokratisch verfassten Bund deutscher L&auml;nder zusammengefasst worden.<br />Eine neue Verfassung gab es letztenendes nicht. <b>Das alte GG wurde aber in einigen Punkten erg&auml;nzt </b>&#8211; und der Artikel&nbsp;3 &#8211; der Gleichheitsartikel &#8211; lautet jetzt zus&auml;tzlich: &#8222;der Staat f&ouml;rdert die tats&auml;chliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und M&auml;nnern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin&#8220;. Viola ! Jetzt haben wir also die gesetzliche Grundlage, nein, die Verpflichtung des Staates zu solchen Ma&szlig;nahmen wie Frauenf&ouml;rderpl&auml;ne und Quotierung. <br />Ich bin nicht sicher, ob unsere Regierung sich dessen bewusst ist &#8211; die Nutzung dieser M&ouml;glichkeit ist ja wohl momentan ja eher sparsam.</p>
<p>Ich komme zum Schluss. Jubil&auml;en erfordern ja auch <b>Visionen</b>. ich nenne drei Anregungen, wie die HU auch in Zukunft die Gleichberechtigung vorantreiben k&ouml;nnte. Da w&auml;re<br /><b>1.&nbsp;die Abschaffung des Ehegattensplittings </b>&#8211; ein Thema der HU schon lange<br /><b>2.&nbsp;</b>die brandneue Idee aus Frankreich, den <b>Vaterschaftsurlaub f&uuml;r Arbeitgeber ebenso verpflichtend zu machen, wie bisher den Mutterschaftsurlaub.<br /></b>3.&nbsp;und in weiter Ferne &#8211; <b>eine saubere L&ouml;sung des &sect; 218</b>. Es muss eines Tages ein neues Grundrecht geben, das lautet: jede Frau hat das Recht zu entscheiden, ob sie eine Schwangerschaft austr&auml;gt oder nicht. In den USA nennt man das reproductive freedom. Das w&auml;re ein Novum. Ein Menschenrecht, das einleuchtenderweise nur f&uuml;r Frauen gilt. Es ist der HU w&uuml;rdig, die sich immer auch f&uuml;r die Selbstbestimmung am Ende des Lebens eingesetzt hat, die Selbstbestimmung auch beim Beginn des Lebens zu fordern.</p>
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		<title>Aufruf zur Gründung einer Humanistischen Union</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2011/aufruf-zur-gruendung-einer-humanistischen-union-1/</link>
		
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		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 14:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Südbayern: Veranstaltungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Verband: HU-Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wolf Euba liest den Aufruf zur Gr&#252;ndung der HU beim Empfang des RV M&#252;nchen-S&#252;dbayern zum 50. Geburtstag der Humanistischen Union am 8.Juli 2011 Wolf Euba liest Gerhards Szczesnys Aufruf zur Gr&#252;ndung der HU Wolf Euba liest Gerhards Szczesnys Aufruf zur Gr&#252;ndung der HU &#160;Sechzehn Jahre nach dem Ende der nazistischen und mitten in der Auseinandersetzung [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wolf Euba liest den Aufruf zur Gr&uuml;ndung der HU beim Empfang des RV M&uuml;nchen-S&uuml;dbayern zum 50. Geburtstag der Humanistischen Union am 8.Juli 2011</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/02euba_IMG_2339_edit.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5950 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/02euba_IMG_2339_edit-600x400.jpg" alt="Aufruf zur Gr&uuml;ndung einer Humanistischen Union" width="600" height="400" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/02euba_IMG_2339_edit-600x400.jpg 600w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/02euba_IMG_2339_edit-2048x1365.jpg 2048w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/02euba_IMG_2339_edit-768x512.jpg 768w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/02euba_IMG_2339_edit-1000x667.jpg 1000w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/02euba_IMG_2339_edit-1536x1024.jpg 1536w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/02euba_IMG_2339_edit-800x533.jpg 800w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/02euba_IMG_2339_edit-450x300.jpg 450w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>Wolf Euba liest Gerhards Szczesnys Aufruf zur Gr&uuml;ndung der HU</span></p>
<p class="news-single-imgcaption">Wolf Euba liest Gerhards Szczesnys Aufruf zur Gr&uuml;ndung der HU</p>
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<p>&nbsp;Sechzehn Jahre nach dem Ende der nazistischen und mitten in der Auseinandersetzung mit der bolschewistischen Gewaltherrschaft m&uuml;ssen wir die Erfahrung machen, da&szlig; auch ein Staat, in dem die Spielregeln der Demokratie G&uuml;ltigkeit haben, die Vielgestaltigkeit der Einheitlichkeit, die Toleranz der Parteilichkeit und die Wahrhaftigkeit der Bequemlichkeit opfern kann. <b>Wir sind zu Mitl&auml;ufern einer Verschw&ouml;rung geworden, die unsere Entm&uuml;ndung und Gleichschaltung diesmal im Namen der christlichen Heilslehre verlangt.</b></p>
<p>&nbsp;Es ist hier nicht die Rede vom Recht des gl&auml;ubigen Christen, sich um die Verbreitung seines Glaubens zu bem&uuml;hen. Es ist die Rede von dem immer unverh&uuml;llter und anma&szlig;ender zu Tage tretenden Versuch, eine Gesellschaft, die nur zu einem Teil aus gl&auml;ubigen Christen besteht, dem totalen Machtanspruch einer christlichen Sprach-, Denk- und Verhaltensregelung zu unterwerfen. <b>Die im Grundgesetz der deutschen Bundesrepublik verankerten Rechte der freien Pers&ouml;nlichkeitsentfaltung, der Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit, der freien Meinungs&auml;u&szlig;erung, Information und Forschung sind l&auml;ngst durch eine christlich-konfessionalistische Regierungspraxis ausgeh&ouml;hlt</b>, wenn nicht au&szlig;er Kraft gesetzt. Wo es nicht gelingt, die Aufsicht der Kirchen durch die Konfessionalisierung staatlicher und kommunaler Einrichtungen sicherzustellen, spielt man konfessionellen Verb&auml;nden oder konfessionell gebundenen Pers&ouml;nlichkeiten die Macht zu.</p>
<p>&nbsp;Die demokratischen Parteien, die die religi&ouml;s-weltanschauliche und kirchliche Unabh&auml;ngigkeit unseres Staates zu h&uuml;ten berufen sind, haben sich entweder ausdr&uuml;cklich in den Dienst des christlichen Totalitarismus gestellt oder sind Gefangene einer &ouml;ffentlichen Meinung, die alles verdr&auml;ngt und unterdr&uuml;ckt, was am &#8222;prinzipiell christlichen&#8220; Charakter der Bundesrepublik Zweifel aufkommen lassen k&ouml;nnte. Es ist gut und richtig, da&szlig; wir den Wert einer religi&ouml;sen Lebenseinstellung wiederentdeckt haben und bescheidener von den M&ouml;glichkeiten einer nur vernunftgem&auml;&szlig;en Deutung und Gestaltung der Welt denken. Aber es ist verblendet und sch&auml;ndlich, wenn uns diese Bescheidung dazu verleitet, nunmehr den Ausverkauf aller Errungenschaften in die Wege zu leiten, die die Neuzeit vom Mittelalter trennen. <b>Die Erl&ouml;sung des Denkens aus der Vormundschaft der Theologie, die Befreiung des Menschen aus den Fesseln obrigkeitsstaatlicher und klerikaler Bindungen, die Verk&uuml;ndung der Menschenrechte und Menschenpflichten, der Ausbau von Erziehungs-, Bildungs-, und F&uuml;rsorgeeinrichtungen, die allen B&uuml;rgern offenstehen, die Entfaltung einer freien Wissenschaft, Presse, Literatur und Kunst &#8211; dies alles sind nicht Entartungen, sondern Grundbedingungen des Lebens in einer zivilisierten Gesellschaft.</b> Was unsere Vorstellung von den Absichten faschistischer und bolschewistischer Systeme auch dann noch unterscheidet, wenn diese die Geheime Staatspolizei und die Konzentrationslager abgeschafft haben, ist nicht der Wunsch, uns einem anderen &#8222;ganzheitlichen System&#8220; einzuordnen, sondern ist die &Uuml;berzeugung, <b>da&szlig; nur die Freiheit, zwischen sehr verschiedenen Weltdeutungen und Existenzweisen w&auml;hlen zu k&ouml;nnen, ein menschenw&uuml;rdiges Dasein m&ouml;glich macht.</b></p>
<p>&nbsp;Diese offene Gesellschaft aber ist als Gemeinwesen nur lebensf&auml;hig, wenn die Pluralit&auml;t der Prinzipien von der Solidarit&auml;t der Personen getragen wird. Es mu&szlig; diesseits des vielfarbigen Spektrums voneinander abweichender Glaubens&uuml;berzeugungen ein festgegr&uuml;ndetes Fundament von allgemeinverbindlichen Werten und Einrichtungen geben, die den sozialen und sittlichen Zusammenhalt der Gesellschaft verb&uuml;rgen. <b>Zu diesen Werten z&auml;hlen Tugenden wie Rechtlichkeit und Redlichkeit, Duldsamkeit und Fairne&szlig;, Offenheit und Sachlichkeit, Verst&auml;ndigungs- und Hilfsbereitschaft, </b>und zu diesen Einrichtungen geh&ouml;ren Universit&auml;ten und Grundschulen ebenso wie Kinderheime und Krankenh&auml;user, Bibliotheken und Sportpl&auml;tze, Fernsehprogramme und Lehrerbildungsanstalten. In der Bundesrepublik beginnt sich diese Basis humanen Miteinanderlebens, Miteinandersprechens und Miteinanderwirkens aufzul&ouml;sen. <b>Der Ausschlie&szlig;lichkeitsanspruch der ecclesia militans strebt ganz offen danach, den katholischen Volksteil aus der s&auml;kularisierten Gesellschaft herauszubrechen und zu isolieren. Der Konfessionalismus der evangelischen Kirche ist zwar nur ein schwaches Echo des katholischen Integralismus</b>, aber autorit&auml;re staats- und volkskirchliche Vorstellungen kennzeichnen bis heute die Haltung des deutschen Protestantismus. Die Organe der gesetzgebenden, vollziehenden und richterlichen Gewalt widerstreben nicht etwa der drohenden Pakistanisierung, sondern sind eifrig bem&uuml;ht, alle Hindernisse zu beseitigen, die der s&auml;uberlichen Sonderung von katholischen, evangelischen und &#8222;ungl&auml;ubigen&#8220; Deutschen etwa noch im Wege stehen sollten. <b>Wer es sich einfallen l&auml;&szlig;t, die im Grundgesetz festgelegte Trennung von Staat und Kirche ernst zu nehmen, und beispielsweise f&uuml;r die bekenntnisfreie Gemeinschaftsschule einzutreten, setzt sich dem Verdacht aus, politisch und moralisch anr&uuml;chige Irrlehren zu verbreiten. </b>W&auml;hrend die Programme der traditionellen deutschen Weltanschauungs-Parteien nach 1945 eine wohltuende Versachlichung erfahren haben, hielten es katholische und evangelische Politiker f&uuml;r angebracht, nunmehr aus dem Christentum eine parteipolitische Doktrin zu machen. Das pers&ouml;nliche Recht des Christen, von seinem Glauben her zu politischen Fragen Stellung zu nehmen, ist unbestritten. Eine Partei jedoch, die das Bekenntnis zum Christentum f&uuml;r den Katalog ihrer gesellschaftlichen Forderungen aufnimmt, verneint damit jene Verfassungsgrunds&auml;tze, die die ungeschm&auml;lerte Bekundung auch einer nicht-christlichen Auffassung garantieren. Die blo&szlig;e Existenz &#8222;christlicher&#8220; Parteien, die als Volks- und Regierungsparteien im Namen aller B&uuml;rger der Bundesrepublik zu sprechen und zu handeln vorgeben, erzeugt jenes fatale Klima der Heuchelei und des Obskurantismus, der opportunistischen Willf&auml;hrigkeit und Oberfl&auml;chlichkeit, in dem zu leben wir gezwungen sind. <b>Die Kirchen beklagen zu Recht die N&ouml;te, denen sich der gl&auml;ubige Christ im marxistisch-leninistischen Weltanschauungen der DDR ausgesetzt sieht; sollte ihnen entgangen sein, da&szlig; die Bundesrepublik nur noch wenige demokratische Skrupel zu &uuml;berwinden hat, um sich als perfekten christlichen Weltanschauungsstaat zu pr&auml;sentieren?</b></p>
<p>&nbsp;Mit Ermahnungen und Protesten ist dieser Lauf der Dinge nicht mehr aufzuhalten. Bernhard Hannsler, geistlicher Direktor beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken, hat festgestellt, da&szlig; eine Gruppe, die sich nicht zu organisieren versteht, gesellschaftlich nicht vorhanden ist. Er hat recht, und wir sollten ihm den Gefallen, nicht vorhanden zu sein, nicht l&auml;nger tun. Nur wenn es gelingt, wenigstens einen gr&ouml;&szlig;eren Teil jener Menschen, die nicht bereit sind, sich neuerdings entm&uuml;ndigen und gleichschalten zu lassen, organisatorisch zu vereinen, k&ouml;nnte der Entwicklung noch Einhalt geboten werden.</p>
<p>&nbsp;<b>Ich mache daher den Vorschlag, eine &#8222;Humanistische Union&#8220; zu gr&uuml;nden. Diese &#8222;Humanistische Union&#8220; sollte eine Vereinigung sein, die die Solidarit&auml;t unseres menschlich b&uuml;rgerlichen Lebens ebenso entschieden pflegt und f&ouml;rdert wie die Pluralit&auml;t unseres individuellen Daseins und Glaubens;</b> sie h&auml;tte &uuml;ber das Bekenntnis zu einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaftsordnung hinaus weder ein bestimmtes politisches noch ein bestimmtes weltanschauliches Programm zu vertreten. Auch wenn sich ihr Kampf vor allem gegen die Bestrebungen gewisser christlicher Gruppen richten wird, sollte sie in allen Christen, die die Ideologisierung und Politisierung ihres Glaubens f&uuml;r eine unheilvolle Sache halten, ihre Verb&uuml;ndeten sehen. <b>Es w&auml;re die Aufgabe der &#8222;Humanistischen Union&#8220;, f&uuml;r die Wahrung oder Wiederher&not;stellung unserer Grundrechte zu sorgen, die gemeinschaftlichen Werte und Einrichtungen unseres Staates zu verteidigen, f&uuml;r eine freie und weltoffene Erziehung, Bildung und Forschung einzutreten </b>und alles zu tun, was geeignet ist, die wahre Struktur und St&auml;rke der religi&ouml;sen, philosophischen, weltanschaulichen, k&uuml;nstlerischen und existentiellen Str&ouml;mungen in unserer Gesellschaft zum Vorschein und zur Geltung zu bringen.</p>
<p>&nbsp;Einen Verein zu gr&uuml;nden oder ihm beizutreten, ist ein Unternehmen, das Verlegenheit und Unlust bedeutet. Aber es gibt Situationen, in denen der Entschlu&szlig;, sich nur auf sich selbst zu verlassen, das Zustandekommen gerade jenes Gleichgewichts der gesellschaftlichen Kr&auml;fte und Gruppierungen verhindert, das die erstrebte Selbstverantwortung und Selbstverwirklichung des einzelnen &uuml;berhaupt erst m&ouml;glich macht. Jeder sollte also sehr gewissenhaft pr&uuml;fen, ob es ihm unter den gegebenen Umst&auml;nden noch vertretbar erscheint, auf ein gemeinsames in-Erscheinung-Treten und Handeln zu verzichten.</p>
<p>&nbsp;Dieser Vorschlag wird in Form eines offenen Briefes etwa 200 Pers&ouml;nlichkeiten des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens unterbreitet und wendet sich im &Uuml;brigen an alle, die ihn zu Gesicht bekommen.</p>
<p>&nbsp;M&uuml;nchen, den 6. Juni 1961<br />&nbsp;gez. Dr. Gerhard Szczesny</p>
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