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	<title>IV Berliner Gespräche Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>Kirchenverträge &#8211; undemokratische Vorzugsbehandlung?</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/thema/kirchenvertraege-undemokratische-vorzugsbehandlung-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 12:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[IV Berliner Gespräche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vortrag bei den 4. Berliner Gesprächen über das Verhältnis von Staat, Religion und Weltanschauung Gerhard Czermak Dass der Staat mit einzelnen Religionsgemeinschaften Vertr&#228;ge abschlie&#223;t, ist nach Ansicht von Gerhard Czermak nicht nur unn&#252;tz, sondern sei auch demokratiefeindlich und verletzte eine Reihe von Verfassungswerten wie das Gleichbehandlungsgebot. Unn&#252;tz seien solche Vertr&#228;ge, weil sie nach herrschender Meinung [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Vortrag bei den 4. Berliner Gesprächen über das Verhältnis von Staat, Religion und Weltanschauung</i></p>
<p>Gerhard Czermak</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-06czermak-1.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-3474 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-06czermak-1-450x450.jpg" alt="Kirchenvertr&auml;ge - undemokratische Vorzugsbehandlung?" width="450" height="450" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-06czermak-1-450x450.jpg 450w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-06czermak-1-150x150.jpg 150w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-06czermak-1-337x337.jpg 337w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-06czermak-1-250x250.jpg 250w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-06czermak-1.jpg 600w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p>Dass der Staat mit einzelnen Religionsgemeinschaften Vertr&auml;ge abschlie&szlig;t, ist nach Ansicht von Gerhard Czermak nicht nur unn&uuml;tz, sondern sei auch demokratiefeindlich und verletzte eine Reihe von Verfassungswerten wie das Gleichbehandlungsgebot. Unn&uuml;tz seien solche Vertr&auml;ge, weil sie nach herrschender Meinung nur solche Dinge regeln d&uuml;rften, die der Staat ohnehin einseitig zu setzen vermag. Das werde etwa daran deutlich, dass ganze Vertragsabschnitte der Best&auml;tigung von Regeln gewidmet seien, die bereits andernorts (etwa in der Verfassung) vereinbart sind.</p>
<p>Die Vertr&auml;ge (bzw. ihr Zustandekommen) verstie&szlig;en au&szlig;erdem gegen das Transparenzgebot: Die Parlamente behandeln regelm&auml;&szlig;ig nur das Gesetz zur Anerkennung des Vertragswerkes, sind an der Aushandlung der konkreten vertraglichen Zusagen jedoch nicht beteiligt. Schlie&szlig;lich dienten Staatskirchenvertr&auml;ge, zumindest aus der Perspektive der Kirchen, dazu, den k&uuml;nftigen Gesetzgeber in seinen religionspolitischen Entscheidungen unzul&auml;ssigerweise einzuschr&auml;nken.</p>
<p>Wie es dazu kam, dass trotz dieser Kritik am Vertragswesen in den vergangenen Jahren auch die letzten Bundesl&auml;nder noch Staatskirchenvertr&auml;ge abgeschlossen haben, und wie sich die historischen Begr&uuml;ndungen f&uuml;r solche Vertragsabschl&uuml;sse verschoben haben, erl&auml;utert Gerhard Czermak in seinem Vortrag bei den 4. Berliner Gespr&auml;chen, den Sie hier nachh&ouml;ren k&ouml;nnen:</p>
<p><i>Zusammenfassung: Sven L&uuml;ders</i></p>
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		<title>Kirchenverträge &#8211; undemokratische Vorzugsbehandlung?</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/thema/kirchenvertraege-undemokratische-vorzugsbehandlung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 11:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[IV Berliner Gespräche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vortrag bei den 4. Berliner Gesprächen über das Verhältnis von Staat, Religion und Weltanschauung Dirk Ehlers Dass der Staat bestimmte Sachfragen mit den Religionsgemeinschaften in Form von Vertr&#228;gen regelt, ist nach Prof. Ehlers weder eine Besonderheit noch ein Problem des Religionsverfassungsrechts.&#160;Derartige Vertragsabschl&#252;sse seien nur problematisch, wenn sie das &#8222;K&#246;nnen und D&#252;rfen des Gesetzgebers&#8220; unzul&#228;ssig einschr&#228;nken [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Vortrag bei den 4. Berliner Gesprächen über das Verhältnis von Staat, Religion und Weltanschauung</i></p>
<p>Dirk Ehlers</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-05ehlers-1.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-3473 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-05ehlers-1-450x450.jpg" alt="Kirchenvertr&auml;ge - undemokratische Vorzugsbehandlung?" width="450" height="450" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-05ehlers-1-450x450.jpg 450w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-05ehlers-1-150x150.jpg 150w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-05ehlers-1-337x337.jpg 337w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-05ehlers-1-250x250.jpg 250w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-05ehlers-1.jpg 600w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a></span></p>
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<p>Dass der Staat bestimmte Sachfragen mit den Religionsgemeinschaften in Form von Vertr&auml;gen regelt, ist nach Prof. Ehlers weder eine Besonderheit noch ein Problem des Religionsverfassungsrechts.&nbsp;Derartige Vertragsabschl&uuml;sse seien nur problematisch, wenn sie das &#8222;K&ouml;nnen und D&uuml;rfen des Gesetzgebers&#8220; unzul&auml;ssig einschr&auml;nken w&uuml;rden. Dies sei im Fall der Staatskirchenvertr&auml;ge aber nicht erkennbar. Solange der Staat einseitige Grenzen im Verh&auml;ltnis zu den Religionsgemeinschaften ziehen k&ouml;nne, seine Aufgaben mit denen der religi&ouml;sen Gruppierungen nicht vermische und die Vertr&auml;ge nicht zu einer Festschreibung der religionsrechtlichen Regeln f&uuml;r alle Zeiten f&uuml;hrten, bestehen nach Ansicht von Dirk Ehlers keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen Staatskirchenvertr&auml;ge.</p>
<p>Do wie ist es um die Festschreibung der religionsrechtlichen Verh&auml;ltnisse bestellt? In keinem Staatskirchenvertrag gibt es&nbsp;ordentliche K&uuml;ndigungsklauseln, alle Vertr&auml;ge werden unbefristet vereinbart. So wundert es nicht, dass sich in&nbsp;der Bundesrepublik Deutschland bisher keine Landesregierung getraut hat, einen Staatskirchenvertrag aufzuheben. Die Furcht, von den Kirchen als vertragsbr&uuml;chige Partei dargestellt zu werden, scheint gro&szlig; genug. Dabei unterliegt der Gesetzgeber nach Prof. Ehlers nicht nur der Pflicht zur Vertragstreue, sondern m&uuml;sse ebenso pr&uuml;fen, ob die Grundlagen des Vertragsschlusses noch gegeben seien. Der Staat k&ouml;nne, nach einer G&uuml;terabw&auml;gung, sehr wohl zu der Auffassung gelangen, dass ein Vertrauensschutz f&uuml;r die Kirchenvertr&auml;ge nicht mehr geboten sei und die Vertr&auml;ge k&uuml;ndigen. Unter welchen Voraussetzungen eine solche K&uuml;ndigung denkbar sei, erl&auml;utert Prof. Ehlers in seinem Vortrag. Sie k&ouml;nnen das gesamte Referat hier nachh&ouml;ren:</p>
<p>ERROR: no player found for this video type</p>
<p><i>Zusammenfassung: Sven L&uuml;ders</i></p>
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		<title>Staatsleistungen: Ewige Rente?</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/thema/staatsleistungen-ewige-rente-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berliner Gespräche]]></category>
		<category><![CDATA[IV Berliner Gespräche]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche & Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik der Staatsleistungen an Kirchen]]></category>
		<category><![CDATA[Staat / Religion / Weltanschauung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vortrag bei den 4. Berliner Gesprächen über das Verhältnis von Staat, Religion und Weltanschauung Carsten Frerk Es gibt Verfassungsgebote, die sind älter als das Grundgesetz, sind eindeutig und unmissverständlich formuliert – und werden dennoch nicht beachtet. Dazu gehört die Ablösung der sog. Staatsleistungen, die jährlich an die Kirchen entrichtet werden. Diese Leistungen werden, so die [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Vortrag bei den 4. Berliner Gesprächen über das Verhältnis von Staat, Religion und Weltanschauung</i></p>
<p>Carsten Frerk</p>
<div>
<p><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-04frerk-1.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-3472 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-04frerk-1-450x450.jpg" alt="Staatsleistungen: Ewige Rente?" width="450" height="450" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-04frerk-1-450x450.jpg 450w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-04frerk-1-150x150.jpg 150w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-04frerk-1-337x337.jpg 337w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-04frerk-1-250x250.jpg 250w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-04frerk-1.jpg 600w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p>Es gibt Verfassungsgebote, die sind älter als das Grundgesetz, sind eindeutig und unmissverständlich formuliert – und werden dennoch nicht beachtet. Dazu gehört die Ablösung der sog. Staatsleistungen, die jährlich an die Kirchen entrichtet werden. Diese Leistungen werden, so die gängige Begründung, als Entschädigung für Enteignungen im Zuge der Säkularisation ehemaligen Kirchenbesitzes gezahlt, zum Teil schon seit 1817. Bereits 1919 legte die Weimarer Reichsverfassung fest: &#8222;<i>Die auf Gesetz, Vertrag oder besonderen Rechtstiteln beruhenden Staatsleistungen an die Religionsgesellschaften werden durch die Landesgesetzgebung abgelöst. Die Grundsätze hierfür stellt das Reich auf.</i>&#8220; (Artikel 138 Abs. 1 WRV) Die Bestimmungen der Weimarer Reichsverfassung wurden 1949 – da noch nicht erfüllt – über Artikel 140 in das Bonner Grundgesetz übernommen.  Seitdem harren sie ihrer Umsetzung&#8230;</p>
<p>Carsten Frerk stellte in seinem Vortrag bei den Berliner Gesprächen nicht nur die gängige historische Begründung für die Staatsleistungen in Frage &#8211; die Entschädigung für Säkularisationen von Kircheneigentum, insbes. durch den Reichsdeputationshauptschluss. Er erinnerte auch daran, dass die Kirche jene Besitztümer selbst vielfach auf undemokratische Art und Weise erworben habe. Es fehlten daher sowohl die rechtlichen wie die moralischen Gründe für Entschädigungszahlungen an die Kirchen.</p>
<p>Warum die Staatsleistungen bereits wenige Jahre nach der Enteignung von 1803 wieder aufgenommen wurden, und warum solche Zahlungen einem demokratischen Staatsverständnis widersprechen, begründete Carsten Frerk in seinem Beitrag zu den 4. Berliner Gesprächen, den Sie hier nachhören können:</p>
<p><i>Zusammenfassung: Sven Lüders</i></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/thema/staatsleistungen-ewige-rente-1/">Staatsleistungen: Ewige Rente?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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		<item>
		<title>Staatsleistungen: Ewige Rente?</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/thema/staatsleistungen-ewige-rente/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 10:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berliner Gespräche]]></category>
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		<category><![CDATA[Kritik der Staatsleistungen an Kirchen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vortrag bei den 4. Berliner Gesprächen über das Verhältnis von Staat, Religion und Weltanschauung Heinrich de Wall Bei den sog. Staatsleistungen an die Kirchen im engeren Sinne handelt es sich um ca. 450 Mio. Euro, die die beiden christlichen Kirchen jährlich von den Ländern erhalten. Diese Gelder können sie frei verwenden (etwa für das Kirchenregime [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/thema/staatsleistungen-ewige-rente/">Staatsleistungen: Ewige Rente?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Vortrag bei den 4. Berliner Gesprächen über das Verhältnis von Staat, Religion und Weltanschauung</i></p>
<p>Heinrich de Wall</p>
<div>
<p><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-03dewall-1.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-3471 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-03dewall-1-450x450.jpg" alt="Staatsleistungen: Ewige Rente?" width="450" height="450" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-03dewall-1-450x450.jpg 450w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-03dewall-1-150x150.jpg 150w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-03dewall-1-337x337.jpg 337w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-03dewall-1-250x250.jpg 250w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-03dewall-1.jpg 600w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p>Bei den sog. Staatsleistungen an die Kirchen im engeren Sinne handelt es sich um ca. 450 Mio. Euro, die die beiden christlichen Kirchen jährlich von den Ländern erhalten. Diese Gelder können sie frei verwenden (etwa für das Kirchenregime und die Besoldung ihrer Bediensteten), ihr Bezug ist nicht an Gegenleistungen gekoppelt. Als Begründung für diese Leistungen werden i.d.R. Enteignungsprozesse im Zuge der Säkularisation angeführt (zur abweichenden Auffassung s. Gegenreferat von Frerk). Nach Artikel 138 Abs. 1 der Weimarer Reichsverfassung sind sie abzulösen. Bisher fehlt aber jeder Entwurf für ein solches Ablösegesetz.</p>
<p>Heinrich de Wall grenzte in seinem Vortrag zunächst ab, was nicht zu jenen Staatsleistungen im engeren Sinne zählt: etwa jene Entgelte, die der Staat für Gegenleistungen der Kirchen entrichtet (z.B. Unterrichtung durch Pfarrer im Religionsunterricht), ebenso wenig die Subventionen für die Erfüllung allgemeiner Zwecke (Bau/Betrieb von Kitas) oder die Transferleistungen für kirchliche Sozialeinrichtungen. Dennoch sei die Reichweite des Ablösegebot aus Artikel 138 WRV umstritten, so Prof. de Wall: Zählen dazu auch die &#8222;negativen Staatsleistungen&#8220; in Form der Steuer- und Abgabenbefreiungen? Welche Leistungen aufgrund &#8222;besonderer Rechtstitel&#8220; gehören dazu? Und sind auch die kommunalen Leistungen an die Kirchen als Staatsleistungen zu verstehen, die abzulösen seien?</p>
<p>Der Knackpunkt eines jeden Ablöseverfahrens ist jedoch die Frage, zu welchen finanziellen Bedingungen die Staatsleistungen beendet werden. Heinrich de Wall hielt eine entschädigungslose Beendigung für nicht zulässig, da die zugrundeliegenden Verträge grundrechtlich geschützte Eigentumstitel der Kirchen seien. Außerdem sehe das Grundgesetz eine Ablösung, und keine Enteignung vor. Und selbst letztere müsse normalerweise gegen einen Wertersatz erfolgen.</p>
<p>Mit welchen Kosten eine Ablösung der Staatskirchenleistungen verbunden wäre, ob eine Verrentung der Beträge vorstellbar ist und ob auch andere Religionsgemeinschaften in den Genuss solcher Staatsleistungen kommen können, all das erläuterte Heinrich de Wall in seinem Vortrag bei den 4. Berliner Gesprächen. Sie können den Vortrag hier nachhören:</p>
<p><i>Zusammenfassung: Sven Lüders</i></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/thema/staatsleistungen-ewige-rente/">Staatsleistungen: Ewige Rente?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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		<item>
		<title>Kirchensteuer &#8211; Staatliche Einziehung?</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/thema/kirchensteuer-staatliche-einziehung-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 09:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[IV Berliner Gespräche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vortrag bei den 4. Berliner Gesprächen über das Verhältnis von Staat, Religion und Weltanschauung Johannes Wasmuth Religion ist nicht nur eine Frage des Glaubens, sondern auch der &#214;konomie. Die von Johannes Wasmuth aufgez&#228;hlten Eckdaten zeigen, dass die Wirtschaftsmacht der beiden Kirchen nicht zu untersch&#228;tzen ist: mit 1,1 Mio. Besch&#228;ftigten sind&#160;sie der gr&#246;&#223;te nichtstaatlicher Arbeitgeber Deutschlands,&#160;verf&#252;gen [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/thema/kirchensteuer-staatliche-einziehung-1/">Kirchensteuer &#8211; Staatliche Einziehung?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Vortrag bei den 4. Berliner Gesprächen über das Verhältnis von Staat, Religion und Weltanschauung</i></p>
<p>Johannes Wasmuth</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-02wasmuth-1.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-3470 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-02wasmuth-1-450x450.jpg" alt="Kirchensteuer - Staatliche Einziehung?" width="450" height="450" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-02wasmuth-1-450x450.jpg 450w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-02wasmuth-1-150x150.jpg 150w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-02wasmuth-1-337x337.jpg 337w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-02wasmuth-1-250x250.jpg 250w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-02wasmuth-1.jpg 600w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p>Religion ist nicht nur eine Frage des Glaubens, sondern auch der &Ouml;konomie. Die von Johannes Wasmuth aufgez&auml;hlten Eckdaten zeigen, dass die Wirtschaftsmacht der beiden Kirchen nicht zu untersch&auml;tzen ist: mit 1,1 Mio. Besch&auml;ftigten sind&nbsp;sie der gr&ouml;&szlig;te nichtstaatlicher Arbeitgeber Deutschlands,&nbsp;verf&uuml;gen &uuml;ber 3,25 Mrd. qm Grundbesitz. Der Umsatz ihrer Banken liegt bei j&auml;hrlich etwa 79 Mrd. Euro. Kein Wunder also, dass sie ein gro&szlig;es Interesse an der effizienten Beitragserhebung unter ihren Mitgliedern haben.</p>
<p>Das Lohnsteuerabzugsverfahren ist aus kirchlicher Sicht ideal: Zwar beh&auml;lt der Staat ca. 2-4 % des Steueraufkommens f&uuml;r seine Aufwendungen beim Einzug der Kirchensteuern ein. Dies ist jedoch allemal g&uuml;nstiger, als w&uuml;rden die Kirchen selbst ihre Mitgliedsbeitr&auml;ge erheben. Das Kirchensteueraufkommen lag im Jahre 2007 bei&nbsp;9 Mrd. Euro. Davon wurden nur zwei Drittel (5,953 Mrd. Euro) von den Kirchenmitgliedern selbst aufgebracht, den Rest finanzierten alle Steuerzahler (2,29 Mrd.&nbsp;&euro;), weil Kirchensteuerausgaben als Sonderausgaben steuermindernd absetzbar sind, bzw. die kirchgeldpflichtigen Partner/innen der Kirchenmitglieder.</p>
<p>Wie das Lohnsteuerabzugsverfahren f&uuml;r die Kirchensteuern historisch entstanden ist, wie die deutschen Gerichte zur Zul&auml;ssigkeit des Verfahrens urteilten und welche &Auml;nderungen m&ouml;glicherweise das europ&auml;ische Wettbewerbsrecht an dem Verfahren erzwingen kann, das erkl&auml;rte Johannes Wasmuth in seinem Vortrag, den Sie hier nachh&ouml;ren k&ouml;nnen:</p>
<p><i>Zusammenfassung: Sven L&uuml;ders</i></p>
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		<item>
		<title>Kirchensteuer &#8211; Staatliche Einziehung?</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/thema/kirchensteuer-staatliche-einziehung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[IV Berliner Gespräche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vortrag bei den 4. Berliner Gesprächen über das Verhältnis von Staat, Religion und Weltanschauung. Stefan Korioth Dass sich Religionsgeme&#237;nschaften in Deutschland &#252;ber eine Kirchensteuer finzieren d&#252;rfen, ist nach Ansicht von Stefan Korioth nicht sekund&#228;r, sondern Kern der verfassungsrechtlichen Garantien: Nicht dass, sondern wie die Finanzierung der Kirchen erfolgen kann, ist Gegenstand des Schutzes nach Artikel [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Vortrag bei den 4. Berliner Gesprächen über das Verhältnis von Staat, Religion und Weltanschauung.</i></p>
<p>Stefan Korioth</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-01korioth-1.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-3469 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-01korioth-1-450x450.jpg" alt="Kirchensteuer - Staatliche Einziehung?" width="450" height="450" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-01korioth-1-450x450.jpg 450w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-01korioth-1-150x150.jpg 150w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-01korioth-1-337x337.jpg 337w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-01korioth-1-250x250.jpg 250w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bg4-01korioth-1.jpg 600w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p>Dass sich Religionsgeme&iacute;nschaften in Deutschland &uuml;ber eine Kirchensteuer finzieren d&uuml;rfen, ist nach Ansicht von Stefan Korioth nicht sekund&auml;r, sondern Kern der verfassungsrechtlichen Garantien: Nicht <i>dass</i>, sondern <i>wie</i> die Finanzierung der Kirchen erfolgen kann, ist Gegenstand des Schutzes nach Artikel 137 Abs. 6 der Weimarer Reichsverfassung. Das einfache Recht zur Beitragserhebung ergebe sich n&auml;mlich bereits aus dem Gebot der Religionsfreiheit (Artikel 4 Grundgesetz). Dabei stehe es allen Religionsgemeinschaften frei, ob sie von dieser Befugnis Gebrauch machen oder nicht. Aus der Steuerbefugnis ergeben sich automatisch die staatlichen Zwangsmittel zur Beitreibung und die sachlich notwendige Kooperation von Staat und Religionsgemeinschaften.</p>
<p>Ob mit dieser Befugnis zur Steuererhebung auch das derzeit praktizierte Verfahren des Lohnsteuerabzugs legitimiert wird und welche Bedenken gegen die (unentgeltliche) Mitwirkungspflicht der Arbeitgeber sprechen, erl&auml;uterte Stefan Korioth in seinem Vortrag bei den 4. Berliner Gespr&auml;chen. Sie k&ouml;nnen den Beitrag hier nachh&ouml;ren:</p>
<p><i>Zusammenfassung: Sven L&uuml;ders</i></p>
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		<item>
		<title>Die Privilegien der Kirchen und das Grundgesetz &#8211; Auftaktdiskussion der 4. Berliner Gespräche</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/thema/die-privilegien-der-kirchen-und-das-grundgesetz-auftaktdiskussion-der-4-berliner-gespraeche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 19:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[IV Berliner Gespräche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>mit Johann-Albrecht Haupt, Pascal Kober, Nahed Samour und Hans-Jürgen van Schewick. Moderation: Alfred Eichhorn. Dokumentation Benachteiligen staatliche Leistungen wie die Theologenausbildung an staatlichen Hochschulen, der staatliche Kirchensteuereinzug u.a.m. an die beiden christlichen Kirchen die anderen Religionsgemeinschaften oder handelt es sich schlicht um eine Frage des unterschiedlichen Organisationsgrades der verschiedenen Glaubensgemeinschaften? Dar&#252;ber diskutierten zum Auftakt der [weiterlesen]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><i>mit Johann-Albrecht Haupt, Pascal Kober, Nahed Samour und Hans-Jürgen van Schewick. Moderation: Alfred Eichhorn.</i></p>
<p>Dokumentation</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/ausdsc3459bw-1.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-3468 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/ausdsc3459bw-1-600x362.jpg" alt="Die Privilegien der Kirchen und das Grundgesetz - Auftaktdiskussion der 4. Berliner Gespr&auml;che" width="600" height="362" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/ausdsc3459bw-1-600x362.jpg 600w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/ausdsc3459bw-1-450x271.jpg 450w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/ausdsc3459bw-1.jpg 619w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p>Benachteiligen staatliche Leistungen wie die Theologenausbildung an staatlichen Hochschulen, der staatliche Kirchensteuereinzug u.a.m. an die beiden christlichen Kirchen die anderen Religionsgemeinschaften oder handelt es sich schlicht um eine Frage des unterschiedlichen Organisationsgrades der verschiedenen Glaubensgemeinschaften?</p>
<p>Dar&uuml;ber diskutierten zum Auftakt der 4. Berliner Gespr&auml;che:</p>
<ul>
<li>
<div align="left">Johann-Albrecht Haupt, Ministerialbeamter des Nieders&auml;chsischen Kultusministeriums i.R., Bundesvorstand der Humanistischen Union</div>
</li>
<li>
<div align="left">Pascal Kober, MdB, Pfarrer, Gruppe &#8222;Christen in der FDP-Bundestagsfraktion&#8220;</div>
</li>
<li>
<div align="left">Nahed Samour,&nbsp;Juristin und&nbsp;Islamwissenschaftlerin</div>
</li>
<li>
<div align="left">Hans-J&uuml;rgen van Schewick, Mitglied des Zentralkomitees der Katholiken und Richter am Bundesverwaltungsgericht a.D.</div>
</li>
</ul>
<p>Die Moderation hatte Alfred Eichhorn, freier Journalist aus Berlin. Sie&nbsp;k&ouml;nnen das Gespr&auml;ch hier nachh&ouml;ren:</p>
<p><i>Die im Gespr&auml;ch genannte &Uuml;bersicht der Privilegien der Kirchen finden Sie hier: </i><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Haupt_Privilegien-1.pdf"><i>Johann-Albrecht Haupt, Die Privilegien der Kirchen</i></a><i>. Arbeitspapier der Humanistischen Union (Stand: Januar 2010)</i></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/thema/die-privilegien-der-kirchen-und-das-grundgesetz-auftaktdiskussion-der-4-berliner-gespraeche/">Die Privilegien der Kirchen und das Grundgesetz &#8211; Auftaktdiskussion der 4. Berliner Gespräche</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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