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Pressemitteilung, Verbandsnachrichten - 31.08.01

Aktiver Verfassungschutz von unten: 40 Jahre Humanistische Union

Jubiläumsfeier am Freitag, 14. September 2001 um 19.00 Uhr

in Berlin, Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6 (Hauptgebäude)

Am 14. September 2001 feiert die HUMANISTISCHE UNION (HU) in Berlin ihr 40-jähriges Bestehen. Deutschlands älteste Bürgerrechtsorganisation wurde am 26. August 1961 in München gegründet, um Freiheits- und Bürgerrechte vor Übergriffen im konservativen Adenauer-Staat zu schützen.

Der Festakt zum Jubiläum der größten deutschen Bürgerrechtsvereinigung findet am Freitag (14. September) um 19 Uhr in der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Die Festrede wird die Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Jutta Limbach, zum Thema "Menschenwürde" halten. Der Berliner Bürgermeister und Justizsenator Wolfgang Wieland spricht ein Grußwort, daneben haben auch zahlreiche Prominente und engagierte Bürgerrechtler ihren Besuch angekündigt.

Der konstruktiv-kritische Umgang mit dem Staat und seinen Organen kennzeichnet die Bürgerrechtsarbeit der HU seit 1961. Immer wieder mussten grundgesetzlich garantierte Freiheitsrechte vor dem Zugriff des Staates, der Polizei und der Geheimdienste geschützt werden. Daneben hat die HU zahlreiche Gesetzgebungsinitiativen angestoßen, die Bürgerrechte gestärkt oder die Lage von Minderheiten verbessert haben.

Vom Eintreten für Presse- und Meinungsfreiheit während der Spiegel-Affäre über die Reform des Paragraphen 218 - die HU betreibt in Lübeck heute noch Deutschlands erste Schwangeren-Beratungsstelle - über die Verankerung des Datenschutzes als Grundrecht bis hin zu Liberalisierungen im Strafvollzug reicht die umfangreiche Liste der HU-Aktivitäten.

Sie spiegeln sich auch in der Vielfalt bedeutender Persönlichkeiten wider, denen die HU ihren - nach dem einstigen hessischen Generalstaatsanwalt und HU-Gründungsmitglied Dr. Fritz Bauer benannten - Preis für außergewöhnliches Engagement für Bürger- und Freiheitsrechte verliehen hat. Fritz-Bauer-Preisträger waren unter anderem der damalige Bundespräsident Gustav Heinemann, der Journalist Eckart Spoo, der Schriftsteller Günter Grass, die Politikerin Regine Hildebrandt und zuletzt die 28 Erstunterzeichnenden des Aufrufs "an alle Soldaten, die im Kosovo kämpfen".

Die Bandbreite der Bürgerrechtsarbeit und ihrer Themen veranschaulicht auch ein Sonderband der Zeitschrift "vorgänge", der zum HU-Jubiläum erscheinen wird. Eine Ausstellung in der Humboldt-Universität und eine Zusammenfassung der Niederlagen und Erfolge von 40 Jahren Bürgerrechtsarbeit durch den HU-Vorsitzenden Dr. Till Müller-Heidelberg werden bei der Festveranstaltung hinreichende Informationsgrundlagen liefern.

Die HUMANISTISCHE UNION lädt alle Pressevertreter herzlich ein, die Festveranstaltung in Berlin zu besuchen. Um ausreichend Platz bieten zu können, bittet die HU um eine kurze vorherige Anmeldung bei ihrer Geschäftsstelle, am besten unter Fax 030/204 50 257 oder per E-Mail an: info@humanistische-union.de.


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