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- 30.10.08

Danke, Heidi Behrens!

Norbert Reichling

Aus: Mitteilungen Nr. 202 S. 29/30

Heidi Behrens

Heidi Behrens, seit 1992 als pädagogische Mitarbeiterin im Bildungswerk der Humanistischen Union NRW tätig, ist zum 1. August 2008 aus der hauptberuflichen Arbeit ausgeschieden. Am Anfang ihrer Bildungsarbeit bei uns stand ein wegweisendes Modellprojekt mit deutsch-deutschen Dialogseminaren unter dem Titel „Geteilte Erfahrungen"; zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehört die Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte und das „biographische Lernen", das sie im Bildungswerk heimisch machte.

Neben Seminaren zur NS-Geschichte und Gedenkstättenpädagogik blieben die Themenbereiche DDR-Geschichte und Nachkriegsgeschichte in ihrer Aufmerksamkeit. Kooperationen mit Schulen waren ebenfalls Teil ihres Arbeitsbereichs. Zur Herausbildung eines besonderen und attraktiven Profils des Bildungswerks der HU in der politischen Bildungslandschaft hat sie damit ganz wesentlich beigetragen.
Allein, gemeinsam mit ihren KollegInnen und mit anderen Kooperationspartnern hat Heidi Behrens immer wieder besondere Projekte bewältigt und wissenschaftliche Reflexionen zur politischen Bildungsarbeit vorgelegt – im Moment wird gerade ein Sammelband über DDR-Geschichte und politische Bildung abgeschlossen. Im Bildungswerk mit seinen flachen Strukturen gehört immer auch die Organisation und TeilnehmerInnen-Betreuung mit zum pädagogischen Job – ebenso wie kollegiale Leitung und viel „Alltagskram" (Dozentengewinnung, Lobbyarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Drittmittelakquise ...).

Die zweite schlechte Nachricht lautet: Mit dem Ausscheiden von Heidi Behrens schrumpft die personelle Ausstattung des Bildungswerks einmal mehr – was unmittelbar auf die in den letzten Jahren gekürzte Förderung des Landes NRW zurückgeht (ein Minus von 28 % war zu verkraften). Zwar hat Katja Schütze, seit 2006 durch die Fusion mit dem Essener Hannah-Arendt-Bildungswerk beim HU-Bildungswerk, einen Teil der Aufgaben von Heidi Behrens übernommen – eine Drittelstelle fiel aber nun weg und muss vom Gesamtteam aufgefangen werden.