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Verband: Delegiertenkonferenz - 5.10.15

2. Anhebung der Mitgliedsbeiträge

Bundesvorstand

Antrag zur Anpassung der jährlichen Mitgliederbeiträge in der HU

Die Delegiertenkonferenz möge beschließen:

Gemäß § 9 Absatz 2 der Satzung beschließt die Delegiertenversammlung eine Anhebung der jährlichen Mitgliederbeiträge der Humanistischen Union. Ab dem 1.1.2016 gelten folgen jährlichen Beitragssätze:

  • Normalbeitrag für Einzelmitglieder: 110 €
  • Normalbeitrag für Mitglieder in häuslicher Gemeinschaft: 140 €
  • ermäßigter Beitrag für Auszubildende, Studierende und Mitglieder mit geringem Einkommen: 40 €
  • Mitglieder, die sich noch in einer Ausbildung befinden, zahlen wie bisher im ersten Jahr die Hälfte des regulären Beitrags.

 

Begründung:

Die Beitragssätze der Humanistischen Union (HU) wurden zuletzt zum 1. Januar 1998 erhöht. Seitdem sind die Kosten für Dienstleistungen u.v.m. erheblich gestiegen, die Inflationsrate beträgt für diesen Zeitraum bis heute lt. Statistischem Bundesamt rd. 31 Prozent. Für eine Organisation, die sich größtenteils über die Beiträge (und Spenden) ihrer Mitglieder finanziert, hat das zur Folge, dass ihr finanzieller Spielraum und damit letztlich ihre Handlungsfähigkeit abnimmt; zudem sinkt das Reallohnniveau für die Mitarbeiter/innen der Geschäftsstelle kontinuierlich. Beides kann nicht im Interesse des Vereins sein.

Die HU operiert aus diesem Grund seit Jahren mit einem strukturellen Haushaltsdefizit. Dies äußert sich beispielsweise darin, dass jenseits der Fixkosten (Personal, Büro, „Standard-Projekte“) nur sehr wenige Finanzmittel für kurzfristige politische Aktionen zur Verfügung stehen.
Bei konstanten Beitragssätzen hat die Bundesgeschäftsstelle ihre Leistungen in den letzten Jahren erweitert, u.a. durch:

  • die kostenfreie Zusendung des jährlich erscheinenden Grundrechte-Reports an alle Mitglieder;
  • Erstellung, Aboverwaltung und Vertrieb der Zeitschrift vorgänge;
  • den kostenfreien Bezug der Zeitschrift vorgänge für alle Mitglieder;
  • die Unterstützung der Regionalgruppen bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung von Aktionen und Veranstaltungen
  • den Versand von Rundschreiben, Einladungen etc. für alle Regionalgruppen durch die Geschäftsstelle.

Diese Sach- und Personalkosten sind mit erheblichem Personalaufwand verbunden.

Der Vorschlag umfasst eine gestaffelte Anhebung der jährlichen Beitragssätze: Normalbeiträge und freiwillig erhöhte Beiträge sollen um jeweils 20 Euro/Jahr angehoben werden; die ermäßigten Beitragssätze werden um jeweils 10 bis 15 Euro/Jahr erhöht. Damit wird Rücksicht auf jene Mitglieder genommen, die sich bereits jetzt aus Einkommensgründen keinen Normalbeitrag leisten können.

Durch die vorgeschlagene Beitragserhöhung ist mit jährlichen Mehreinnahmen i.H.v. ca. 10.000 Euro zu rechnen.

Die vorgeschlagene Beitragserhöhung wird das strukturelle Haushaltsdefizit der HU nicht gelöst, aber der Zeitrahmen für die Entwicklung wirksamer Fundraising-Maßnahmen erweitert. Vorstand und Geschäftsführung bemühen sich seit mehreren Jahren, neue externe Finanzquellen für die Arbeit der HU zu erschließen. 2013/2014 hat sich die HU erstmals an einem EU-Förderprojekt beteiligt, seit 2013 wird die Arbeit der HU durch eine Basisförderung der Bewegungsstiftung i.H.v. insgesamt 70.000 Euro unterstützt. Im Rahmen dieses Projektes werden derzeit auch neue Fundraising-Maßnahmen erprobt. Bis diese Bemühungen (die auf der Delegiertenkonferenz vorgestellt werden) zu einer dauerhaften Verbesserung der Einnahmesituation führen, wird es noch ein bis zwei Jahre dauern.

 

Antragsteller:
Bundesvorstand der Humanistischen Union