
„Mein illegales Leben“: Filmvorführung mit anschließendem Gespräch mit der Autorin Esther Dischereit
| Ort: | Kommunales Kino, Mengstraße 35, 23552 Lübeck |
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| Datum: | Donnerstag, 16. Oktober 2025 |
| Uhrzeit: | 17:30 Uhr |
Die OMAs gegen Rechts und die Humanistische Union Lübeck laden herzlich zum eindrucksvollen Dokumentarfilm Mein illegales Leben mit anschließendem Gespräch mit der Autorin Esther Dischereit am Donnerstag, den 16. Oktober, um 17.30 Uhr ins Kommunale Kino, Mengstraße 35, 23552 Lübeck ein.
Der Film erzählt die Geschichte von Hella Zacharias, die 1942 in Berlin mit ihrer kleinen Tochter Hannelore vor der Deportation untertaucht. Versteckt von mutigen Menschen lebt sie unter falschem Namen – immer in Gefahr, entdeckt zu werden. 1944 begegnen sie Fritz Kittel, einem Bahnarbeiter, der sie in seiner Wohnung versteckt und damit ihr Leben rettet. Während die Reichsbahn Millionen Menschen in den Tod transportierte, versteckt er die beiden in seiner Wohnung. Im April 1945 erleben sie ihre Befreiung. Jahrzehnte später suchen Hella Zacharias‘ dritte Tochter Esther Dischereit und ihre Enkelin Chana Dischereit nach Spuren des Mannes, der ihre Familie gerettet hat.
Geplant war, den Film begleitend zu der von Esther Dischereit für die Deutsche Bahn kuratierten Ausstellung über Widerstand in der NS-Zeit in Lübeck zu zeigen. Leider wurde der Verleih der Ausstellung von der DB aus „finanziellen Gründen“ eingestellt – obwohl eine Weiterführung im privaten Rahmen möglich gewesen wäre. Denn von Fritz Kittels stiller, mutiger Tat, die beispielhaft für den individuellen Widerstand aus Menschlichkeit – und nicht aus Kalkül – steht, können wir aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen.