Beitragsbild Feministische Perspektiven auf die Verengung öffentlicher Diskursräume im digitalen Zeitalter (C) Christiane Matzen/HBI
Termine / Lebensweisen / Pluralismus

Feminis­ti­sche Perspek­tiven auf die Verengung öffent­li­cher Diskurs­räume im digitalen Zeitalter

Videoaufzeichnung des virtuellen Vortrags von Katharina Mosene.

29. September 2025
Ort:Videokonferenz
Datum: Dienstag, 16. September 2025
Uhrzeit:19:00 Uhr

Digitale Gewalt und Hassrede wirken wie Schleusen, die marginalisierte Stimmen gezielt ausschließen – insbesondere die von Frauen, BIPoC-Communities und queeren Personen. Plattformen, die eigentlich Räume für Teilhabe und Pluralität versprechen, werden so zu Orten der Unsichtbarmachung, Einschüchterung und Verdrängung. Gleichzeitig verstärken diskriminierende Algorithmen bestehende Ungleichheiten, indem sie sexistische, rassistische und queerfeindliche Inhalte amplifizieren. Social-Media-Algorithmen verstärken menschenverachtende Aussagen, indem sie Inhalte bevorzugt sichtbar machen, die besonders viel Aufmerksamkeit, Empörung oder Interaktion erzeugen, selbst oder gerade dann, wenn diese auf Hass, Diskriminierung oder Gewalt aufbauen.

Am 16. September 2025 hielt Katharina Mosene dazu einen virtuellen Vortrag. In ihrem Vortag beleuchtete sie, wie diese Dynamiken demokratische Öffentlichkeiten unter Druck setzen und fragte, welche Strategien nötig sind, um digitale Diskursräume inklusiver, sicherer und gerechter zu gestalten.

 

Katharina Mosene ist Politikwissenschaftlerin. Sie setzt sich dafür ein, intersektionale feministische Ansätze im Bereich der Internet Governance zu integrieren. Ihr Fokus liegt auf der Identifizierung von tradierten Vorurteilen (Biases) im Bereich der Künstlichen Intelligenz sowie auf ethischen Fragen beim Einsatz von Algorithmen in Wirtschaft und Gesellschaft. Zudem erforscht sie Lösungsansätze zur Bekämpfung von digitaler Gewalt, Hassrede und Antifeminismus, mit dem Ziel, Chancengleichheit im digitalen Raum zu ermöglichen. Am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft ist sie Co-Projektkoordinatorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Forschungsprojekts Human in the Loop. Am Leibniz-Institut für Medienforschung │ Hans-Bredow-Institut ist sie zudem für strategische Forschungs- und Veranstaltungs-Kooperationen zuständig, außerdem ist sie Gleichstellungsbeauftragte des Instituts. Neben ihrem freiberuflichen Engagement im Bereich Cyber Security, Digitale Bildung und kritische Medienbildung ist sie Gründungsmitglied von netzforma* e.V. – Verein für feministische Netzpolitik.

Die Moderation übernahm Dr. Philip Dingeldey, Co-Bundesgeschäftsführer der Humanistischen Union.

Per Klick auf das Bild können Sie die Videoaufzeichnung des Vortrags starten.

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