vorgänge Nr. 228: Wohnen - die neue soziale Frage

vorgänge Nr. 228: Wohnen - die neue soziale Frage

 

Zwischen 2006 und 2018 stiegen die durch­schnitt­li­chen Netto­kalt­mieten in deutschen Großstädten um bis zu 100 Prozent, während im gleichen Zeitraum mehr als 40 Prozent des einstigen Bestands von 2,1 Milli­onen Sozial­woh­nungen verloren gingen. 2018 verfügten die Miethaus­halte über ein mittleres Netto­haus­halts­ver­mögen von 5.300 Euro, während jene mit Eigen­tums­woh­nungen über ein mittleres Vermögen von 232.300 Euro verfüg­ten. Im gleichen Jahr verzeich­nete der Immobi­li­en­kon­zern Deutsche Wohnen einen opera­tiven Gewinn von knapp 480 Milli­onen Euro.

Mit diesen wenigen Zahlen (vorwie­gend aus Bundes­tags­-­Druck­sache 19/12786) lassen sich die Probleme am deutschen Wohnungs­markt umrei­ßen. Welche Probleme mit steigenden Mieten und Neubau­preisen, dem zuneh­menden Mangel an Sozial­woh­nungen und bezahl­barem Wohnraum verbunden sind, aber auch welche wohnungs­po­li­ti­schen Alter­na­tiven existieren, ist das Thema dieser Ausgabe der vorgänge.

Wohnen – die neue soziale Frage
vorgänge. Zeitschrift für Bürger­rechte und Gesell­schafts­po­litik
58. Jahrgang, Nummer 228 (Heft 4/2019), erschienen im März 2020